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Keine Widerrede, Mann, weil ich ja sowieso gewinn‘

Saskia Albarus - kann nicht viel mit dem anfangen, was sich "Feminismus" nennt. (Foto: privat)

Saskia Albarus – kann nicht viel mit dem anfangen, was sich „Feminismus“ nennt. (Foto: privat)

Feminismus – Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“ und das Gegenteil von Wissenschaft ist Pseudowissenschaft. Beides kommt in den Sinn, wenn man sich anschaut, mit welcher Vehemenz und Unerbittlichkeit die Verfechter der Gender Studies gegen Kritiker zu Felde ziehen.
Eine solche Kritikerin ist die 27jährige Saskia Albarus, die Masterstudentin der Intercultural Communication Studies an der (auch von ihr selbst als „Hogwarts an der Oder“ bezeichneten) Uni Viadrina in Frankfurt an der Oder ist.
Albarus ist Humanistin und schreibt für das Magazin diesseitsin ihrem Blog veröffentlicht sie dabei primär feminismuskritische Beiträge.

Für die Ruhrbarone erklärt sie, wieso sie als moderne, junge Frau nichts mit den ideologischen Grabenkämpfen des heutigen Feminismus anfangen kann.

von Saskia Albarus

Ja, ich bin mir bewusst, was Frauen lange vor meiner Zeit für Opfer gebracht haben, damit ich heute studieren, eine Hose tragen und wählen gehen darf. Es war eine wichtige Arbeit, die ich nie klein reden würde. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Menschenrechte. Eigentlich war ich mir immer sicher, dass man sich für alle Menschen dieser Welt einsetzen sollte, bei denen diese grundlegenden Rechte aus irgendeinem Grund beschnitten oder verwehrt werden. Aber seit ich die Universität gewechselt habe und in Kreise geraten bin, die sich mit feministischen Theorien und Ansätzen beschäftigen, habe ich gelernt, dass es nicht okay ist, sich für alle Menschen einzusetzen. Weil nicht alle es verdient haben, dass ich meine Zeit und Energie darauf verschwende Unterschriften am Amnesty-Stand für sie zu sammeln. Weiße, heterosexuelle Männer gehören nicht zu der Kategorie Mensch – obwohl ich in meinen Kursen an der Uni gelernt habe, dass es nötig ist, Kategorien abzuschaffen! -, für die man sich einsetzen darf. Schon gar nicht als Frau. Habe ich denn gar nichts aus der Vergangenheit gelernt?!

Nein, denn ich bin ein Papa-Kind. Als ich klein war, war rosa meine Lieblingsfarbe und auch heute like ich Barbie auf Facebook. Überrascht? Vermutlich nicht, denn ich bin eine Frau. Eine heterosexuelle, weiße Frau. Und ich hab Kurven. Aber dafür kann ich nichts. Die Hormone zwingen mich dazu, so auszusehen und permanent essen zu wollen. Und die Männer. Sex and the City ist eine meiner Lieblingsserien. Allerdings auch Akte X. Ich liebe Disney-Filme, aber auch den Film Brazil von Terry Gilliam. Und ich zocke Retro-Adventures seit ich zwölf bin – da waren sie allerdings noch nicht ganz so retro – und besitze eine NES. Natürlich tue ich nur so, als würde ich Akte X, Brazil und Videospiele gut finden, um den Männern zu gefallen. Weißen, heterosexuellen Akademiker-Männern. Darum gibt es ja diese Kurven da. Und genau aus dem Grund mache ich auch keinen Sport oder esse weniger – damit sie bloß nicht weniger werden. Nicht, weil ich zu faul und undiszipliniert bin. Nein! Ich bin ein Opfer. Ein Opfer der Gesellschaft. Die Gesellschaft macht mich zu dem, was ich bin. Sie verlangt von mir, dass ich mich als Opfer fühlen muss, um Macht über mich zu haben. Ich habe keinen eigenen Willen und selbst, wenn ich denke, ich hätte ihn, ist das nur die Gesellschaft, die mich denken lässt, es wäre so. Darum schminke ich mich. Weil mein Freund mich nur dann schön findet.

Das Paradoxe daran: Es ist ihm scheißegal, ob ich mich schminke oder nicht. Keinen meiner Ex-Freunde hat es je interessiert, ob ich mich schminke oder nicht. Mein Vater hat schon immer über ‚all die Chemie in dieser Kosmetik!‘ geschimpft, vor der er mich all die Jahre versucht hat zu bewahren! Aber andere Frauen sagen mir, ich tue es nur für die Männer.

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Wie spaßbefreit sind Feministen, äh, Feminist*innen, wirklich? (Foto: Wikimedia, Bearbeitung: Saskia Albarus)

Muslimische Frauen tragen das Kopftuch aus freien Stücken, sagen diese anderen Frauen, weil die eine andere Definition von Freiheit haben als ‚wir‘ in der westlichen Welt. Darum dürfen wir ihnen nicht absprechen, trotz Kopftuch, frei zu sein oder uns einmischen. Aber ich, als westliche Frau, kann nicht frei sein unter meiner Schminke. Ich tue das nicht aus freien Stücken. Mir wird meine Mündigkeit abgesprochen von diesen anderen Frauen. Werde in eine Opferrolle gedrängt, muss vor mir und der Gesellschaft geschützt werden. Und vor meinem Freund. Und vor Frauen wie Alice Schwarzer. Eine Frau, die sich darüber freut, dass sich ein erwachsener Mann das Leben nimmt, da seine Beschneidung in den 1970er Jahren schief gegangen war und er fortan als Mädchen aufgezogen wurde. Dieses Experiment auf Kosten seiner Psyche konnte er nie überwinden, weil er eigentlich immer noch ein Junge war. Schwarzer begrüßte diesen tragischen Ausgang und fühlte sich so in ihren wirren Theorien bestätigt. Eine Frau, die zwar dem Islam nicht viel abgewinnen kann, aber Prostituierten in Deutschland das Recht abspricht, zu wissen, was sie tun und dass sie es aus freiem Willen tun. Sie arrangiert Petitionen, um berühmte Leute zusammen zu trommeln, die dafür sorgen, dass erwachsene Frauen, die sich bewusst diesen bestimmten Beruf ausgesucht haben, weiterhin im Dunkel der Tabuisierung und Kriminalisierung arbeiten müssen. Sicher, es gibt illegalen Menschenhandel mit Frauen, die als Prostiuierte versklavt werden. Sicherlich auch nicht wenige. Aber es gibt auch mündige Frauen, die genau mit dieser Art Job ihren Lebensunterhalt verdienen wollen. Die eine Familie damit ernähren wollen, weil sie selbstbestimmt leben wollen, mit Arbeitszeiten, so wie es ihnen in den Krams passt. Wer ist Alice Schwarzer, dass sie sich all dem in den Weg stellt, wo sie doch Jahrzehnte zuvor für die Selbständigkeit der Frauen gekämpft hat? Ach ja, eine Steuersünderin, die in die Schweiz geflohen ist. Ein Opfer der Gesellschaft. So schließt sich also der Kreis. Ich kenne dennoch eine Menge junger Frauen, die sich mit ihren Aussagen identifizieren und danach leben.

Übrigens like ich auch die Seite ‚Wer braucht Feminismus?‘ auf Facebook. Was ich da jeden Tag so lese, gibt mir das Gefühl, dass Feminismus das Allheilmittel gegen wirklich alles Übel auf der Welt ist! Ich habe erst neulich eine ganze Dosis Feminismus genommen, aber die Kopfschmerzen blieben. Habe ich was falsch gemacht?

‚Ketzerin! Nestbeschmutzerin! Sei froh, dass du an deiner zauberhaften Esoterik-Uni da studieren darfst! Das hast du nur uns zu verdanken!‘ ist es nicht das, was ihr denkt? Der Punkt, wieso ich anders denke als ihr, ist, dass ich das Gefühl, also die weibliche Intuition (bäm!), habe, dass wir mit diesem teils krankhaften, oft männerverachtenden Feminismus von heute und allem, was damit verbunden wird, in eine völlig falsche Richtung laufen. Zumindest in dieser westlichen Welt hier. Ich liebe meinen Vater, der alles dafür tut, dass meine Mutter das Beste aus sich herausholt, wenn sie wieder einmal mutlos ist. Ich liebe meinen Bruder, der mit zwei Schwestern aufwachsen musste, die ihm nicht selten das Leben schwer gemacht haben, weil er der einzige Junge war. Ich liebe meinen Freund, weil er mich so liebt wie ich bin und damit klar kommt, dass ich vermutlich immer einen besseren Universitätsabschluss haben werde als er. Ob mit oder ohne Schminke.

Oft genug habe ich erlebt, wie Männer, die mir nahe standen, von Weibern verletzt und vorgeführt wurde. Sie seien zu lieb, zu anständig, nicht männlich genug. Ich möchte nicht, dass diese Art Männer ausstirbt, weil sie denkt, sie hätte kein Anrecht zu existieren und sich stattdessen möglicherweise tatsächlich in dieses Arschloch verwandelt, das Menschen jeglicher Kategorie respektlos behandelt. Übrigens ist Psychoterror auch häusliche Gewalt. Guten männlichen Freunden wurde viel weiblicher Psychoterror angetan und ich verachte jede Person, die solch eine Form von Gewalt herunterspielt. Einige der schlimmsten Serienkiller dieser Welt hatten gestörte Verhältnisse zu ihren strengen und häufig sehr religiösen Müttern. Quasi alle Arschlochmänner dieser Welt wurden von Frauen großgezogen. Merkste selbst, ne? Frauen sind längst nicht so lieblich oder schwach wie ihnen immer wieder – insbesondere von Frauen – unterstellt wird. Blaue Flecken auf der Seele sieht man nur nicht so gut.

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Si tacuisses…. (Quelle: encyclopediadramatica.es/ Weasel/ cc-by-sa)

Vielleicht brauchten wir hier mal Feminismus. Ich persönlich brauche diese menschenverachtende Art Feminismus, die ich immer wieder antreffe, definitiv nicht. Aber offenbar ist es beim Feminismus wie bei Religionen: Es gibt viele Varianten, aber nur einen wahren Feminismus! Was wir darum vielmehr brauchen, sind Respekt und Anstand füreinander, unabhängig davon, wie wir unser Geschlecht oder uns selbst definieren. Viel dringender brauchen wir Humanismus.

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69 Kommentare zu “Keine Widerrede, Mann, weil ich ja sowieso gewinn‘

  • #51
    Simon Simone

    In letzter Zeit mehren sich immer mehr Hetzschriften über Feminismus, die vor allem eines gemeinsam haben: Sie kennen „den Feminismus“ nicht. Sie schmeißen alles, was sie jemals als Feminismus irgendwo aufgeschnappt haben, in einen Topf und hacken darauf herum. Heraus kommt – Überraschung! – immer derselbe Brei.
    Natürlich gab es in feministischen Strömungen viele Fehler, und Prostituierten ihren freien Willen abzusprechen oder Frauen zu verurteilen die sich schminken gehört gewiss dazu.
    Aber „den Feminismus“ als Ganzes zu verteufeln ist ungefähr so sinnvoll wie „die Männer“ zu hassen. Dazu kommt, dass ich noch nie eine Feministin getroffen habe, die Männer hasst oder die sagt dass Frauen per se Opfer sind. Hier werden platte Feindbilder herangezogen, um eine ganze Bewegung schlecht zu machen. Mit heutiger feministischer Theorie haben die genannten Positionen jedenfalls auffällig wenig zu tun, wie ja hier schon viele bemerkt haben.
    Wer einmal Wikipedia aufschlägt, der findet übrigens als erstes die Definition „Feminismus […] ist sowohl eine akademische als auch eine politische Bewegung, die für Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie das Ende aller Formen von Sexismus eintritt“. Was davon könnt ihr nicht teilen? Selbstverständlich bezeichne ich daher alle, die Feminismus PER SE ablehnen, als menschenfeindlich und reaktionär.

  • #52
    Frank Waldegg

    MannMannMann … der Hass, den Saskia mancherorts auf sich gezogen hat, spricht ja schon für sich. Lass das doch mal auf mich kanalisieren lieber, auch wenn ihr das selbst wohl überhaupt nicht gefallen wird. Ich halte es da mit Bukowski, der da sagte, dass der Feminismus nur erfunden wurde, damit hässliche Frauen in die Gesellschaft integriert werden können. Nun … ich kann im Beispiel nichts dazu sagen, denn die individuelle Hackfresse bleibt mir (zum Glück) verschlossen. Würde ich jedoch Rückschlüsse ziehen müssen ausgehend von manchen hier geposteten Statements würde ich sagen … ZIEMLICH hässlich. Und frustriert.

  • #53
    St. Elmo

    Interessant wenn man den Kommentar von Schoppe liest und dann den darauf folgenden Kommentar von Simone Simone
    Statt sich mit der Kritik sachlich auseinander zu setzen, darauf einzugehen und zu widerlegen, wird nur ein Wikipedia Artikel zitiert… und weil es in der Wikipedia steht muss es ja stimmen.
    Dadurch bestätigt der Kommentar von Simone Simone zu 100% die vorherige Aussage von Schoppe, dass der Umgang der Feministinnen mit den Kritikern des Feminismus dem Feminismus mehr schadet als die eigentliche vorgebrachte Kritik.

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  • #55
    Thomas D.

    Das ist wie mit einem guten Essen – äußerst schmackhaft, wenn man die Gewürze in den richtigen Mengen hinzu gibt, aber ungenießbar, wenn man es übertreibt. Gerade die HardcoreverfechterInnen tun der Sache mit ihrer Kompromisslosigkeit keinen Gefallen, weil a) das schwarz/weiß-Denken auf der anderen (MännerInnen) Seite zuerst einmal reflexartige Gegenreaktionen erzeugt und b) sie idR. nicht einmal mehr ernst genommen werden.

  • #56
    Nansy

    Die Autorin erklärt hier auf erfrischende Weise ihre Gefühlen und Erfahrungen mit dem Feminismus – das mag man anders sehen, oder auch nicht.
    Bemerkenswert ist aber die Reaktion der Theoretiker darauf – Empörung darüber, dass jemand es wagt, die Reinheit der Lehre anhand von persönlichen Eindrücken und Erfahrungen zu hinterfragen:
    „Dass du das dem Feminismus anlastest, zeigt nur, dass deine feministische Lektüre ziemlich lückenhaft ist“, „lies mehr Argumente der Gender-Studies“.
    Theoretiker(innen) reagieren immer stark genervt, wenn ihre Theorien an der Wirklichkeit gemessen werden – das ist nicht nur beim Feminismus so.

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  • #58
    Simon Friedrichs

    @Frank Waldegg
    „Ich halte es da mit Bukowski, der da sagte, dass der Feminismus nur erfunden wurde, damit hässliche Frauen in die Gesellschaft integriert werden können.“

    Das ist angesichts der Tatsache, daß Frauen vor dem Aufkommen von „feministischen Ideen“ bspw. in vielen Ländern nicht einmal das Wahlrecht hatten, sowohl lächerlich als auch realitätsfern.

  • #59
    not all feminists are like that

    @ Simon Friedrichs

    Was hat das Wahlrecht mit der zweiten und dritten Welle zu tun ? Wo sind deren Verdienste ?

    Außer sich als Jungfrauen in Not darzustellen, sodass sie einen Simon brauchen, der sie heldenhaft verteidigt.

  • #60
    Matze

    Da hier mal wieder das Gender Pay Gap als Teil der Daseinsberechtigung des heutigen Feminismus herangezogen wurde, empfehle ich sich mal das hier auf der Zunge zergehen zu lassen:

    „Und wie oft mussten wir lesen, dass die Löhne zwischen Männern und Frauen für gleiche Arbeit 20% und mehr auseinanderklafften.

    Gerade letzthin wurden wieder solche manipulativen Falschmeldungen verbreitet in unseren feministischen Mainstreammedien. Doch alles manipulieren und tendenziöse berichten ändert nichts am Wahrheitsgehalt. Dies zeigte in der Neuen Zürcher Zeitung Ausgabe Nr. 204 vom 4. September 2014 eine veröffentlichte Grafik des SECO, Bundesamt für Statistik (BFS). Diese zeigt schwarz auf weiss und in derart unübertrefflicher Klarheit, dass die Leistung und das Engagement von Männern bezüglich zusätzlicher Arbeitszeit dasjenige der Frauen um mehr als das Doppelte übertrifft“

    http://genderwahn.blog-net.ch/2014/09/07/maenner-leisten-mehr/

    Und ja, Hausarbeiten und Kindererziehen ist auch Arbeit, aber wer außer dem Partner hat ein Interesse daran, dass diese erledigt wird.

  • #61
    Wels

    Man kann Feminismus kritisieren.
    Am Besten gelingt dies, wenn man sich damit auskennt.
    Tut die Autorin nicht.

  • #62
    Helmut Junge

    @Wels, ich habe den Eindruck, daß es sich beim Femnismus um eine Geheimlehre handeln muß. Dieser Eindruck hat sich im Laufe dieser letzten drei Diskurse zum Thema noch etwas verstärkt, denn von den vielen Hinweisen auf theoretische Grundlagen, die man unbedingt gelesen haben müßte, hat keiner der Kommentatoren auch nur eine Einzige Quelle verlinkt, über die man dann diskutieren könnte. Sie auch nicht. Das aber ist weder meine Pflicht als Außenstehender, noch die der Autorin, sondern die Aufgabe derjenigen, die hinter der Geheimlehre stehen, quasi der Jünger (Innen).
    Und ich vermute, daß man sich nicht wirklich bekennen mag, nicht mal unter Nicknamen.
    Nicht mal anonym. Und ich ahne den Grund. Es gibt nämlich keine belastbare Theorie, die sich ins Wissenschaftsgebäude einfügen ließe.

  • #63
    not all feminists are like that

    @ Wels

    „Man kann Feminismus kritisieren.“

    So wirklich ? → http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/06/eu-will-neue-behoerde-zur-ueberwachung-der-toleranz-einfuehren/
    Armselig, oder ?
    Feminismus = Jungrau in Nöten

    Ganz zu schweigen von den ewigen Versuchen – Kritik am Feminismus – in eine rechte Ecke schieben zu wollen.

    Viele dieser Feministinnen bräuchten eher eine Therapie statt einer Ideologie. Sie leider unter Depressionen, der blöden Heteronormativität und haben dafür einen Sündenbock gefunden.
    Es ist der cis-Mann.

    „Am Besten gelingt dies, wenn man sich damit auskennt.“

    Sie sagen damit indirekt, dass sie sich auskennen würden. Das ist ein interessanter Punkt.

    „Tut die Autorin nicht.“

    Das, was sich Feminismus nennt, ist ein geistiger Tiefflug.
    Selbst dort, wo die „Hausnummern“ in der Feminismus-Industrie sind, gilt: „das ist doch auch eine gute Meinung“ – niemand greift ein und sagt: „Da müsse man schon einwenig differenzieren“ – das Kuscheln in der Gruppe ist wichtiger.

    Diese geistigen Tiefflüge sind dem Feminismus anzulasten, nicht der Autorin, die diese geistigen und unmoralischen Tiefflüge kritisiert.

    Der WAHRE Feminismus duftet natürlich immer nach Rosen und nicht ekelig, sagen Befürworter_innen.
    Es glauben eben nur immer weniger.

    P.S. Sind Sie eine „Hausnummer“ in der Feminismus-Industrie ?

  • #64
    Helmut Junge

    @not all feminists are like that (63),
    wenn Kritik an Feminismus zur Straftat erklärt werden soll, wie ich Ihrem Link entnehmen kann, dann müßte genauer erklärt werden, was unter Feminismus zu verstehen ist. Darin sind sich aber Anhängerinnen und Gegnerinnen einig, daß es verschiedene Feminismen gibt. Vielleicht ist die Definition sogar in den unterschiedlichen Sprachen der EU verschieden. Aber spannend ist die Absicht schon. Wenn das Kritikverbot dann auch noch als besondere Form der Toleranz verkauft wird, paßt das sehr gut in mein Bild von EU-Politik. Aber noch ist es wohl nicht soweit.

  • #65
    not all feminists are like that

    @ Helmut Junge

    „Es gibt nämlich keine belastbare Theorie, die sich ins Wissenschaftsgebäude einfügen ließe.“

    Feministinnen sind die einzigen Menschen auf der Welt – im legalen Business – die man allein damit erschrecken kann, dass man sie im Unklaren darüber lässt, was genau man weiß.

    Stellt man einem Physiker oder Physikerin eine Frage, dann werden sie diese einfach beantworten und sich nicht sorgenvoll fragen:
    Was weiß er ? Ist es ein Risiko ihm zu antworten ?

    In manchen Sportarten gibt es die Taktik „den Gegner ziehen“ – das bedeutet, dass man ihm Mut macht anzugreifen, um ihn dann zu kontern.
    Funktioniert aber nur, wenn der Gegner Mut hat. 😀
    Feminismus = Jungfrauen in Not

  • #66
    Helmut Junge

    @not all feminists are like that,
    „Stellt man einem Physiker oder Physikerin eine Frage, dann werden sie diese einfach beantworten und sich nicht sorgenvoll fragen:
    Was weiß er ? Ist es ein Risiko ihm zu antworten ?“
    Für Wissenschaftler ist die Auseinandersetzung über die Fragen, die ihre Wissenschaft aufwirft, absolut notwendig. Ich frage mich nur, wieso Sie ausgerechnet die Physik erwähnen.
    Stimmt, vermutlich habe ich den Begriff der „belastbaren Theorie“ tatsächlich im Gespräch mit Physikern gehört. Ganz sicher aber nicht im Gespräch mit deutschen Geisteswissenschaftlern. Die Zeiten in denen die diskutiert haben, um strittige Fragen zu klären, liegen lange zurück. Bei denen kommen neue geistige Impulse praktisch nur noch von außerhalb. Trotzdem bin ich über diese schwache Gegenwehr der angegriffenen Seite total entsetzt.
    Aber @not all feminists are like that, entweder Sie haben interessante Gedanken, oder ich interpretiere zuviel da hinein. Wird sich vielleicht noch zeigen. (Hoffentlich)

  • #67
    not all feminists are like that

    @ Helmut Junge

    „Aber @not all feminists are like that, entweder Sie haben interessante Gedanken, oder ich interpretiere zuviel da hinein. Wird sich vielleicht noch zeigen. (Hoffentlich)“

    Das ist im Moment nicht wichtig.
    Es wäre letztlich eine Ersatzdiskussion.
    Vielleicht soviel: Kreationisten sind bereit zu diskutieren → http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/astrophysikundglaube1/-/id=660374/nid=660374/did=6211556/96j6ih/

    Feministinnen sind dazu nicht bereit.

    Auszug:
    Ab sofort wähle ich die Partei, die sich für Schutzräume für Frauen einsetzt – online und offline. Alle anderen können sich ihr “freies Netz” sonst wo hinstecken. Eure Freiheit im Netz ist nicht meine Freiheit im Netz.

    http://frau-dingens.de/?p=2596

    Auch Feministinnen, die länger im Geschäft sind, machen es so.
    Ihre Blogs sind Filter-Bubbles und sie bewegen sich nur unter ihresgleichen.

    Selbst dann, wenn sie nicht Wissenschaftlerinnen (wie manche von ihnen behaupten) sind, sondern doch eher Kreationistinnen einer eigenen Art sind, ist ihre Leistung mehr schlecht als recht.

    „Den Feminismus gibt es nicht“ – woran glauben sie dann ? 😀
    Zählt man in der Sache einfach nur verschiedene Menschenrechte auf, dann stellt sich doch die Frage: Wie kommt es zur Behauptung, dass „wir“, die sie kritisieren, gegen Menschenrechte wären ?
    Das Gegenteil von dem vertreten würden, was dort steht → http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus

    Tja, die Selbstdarstellung des Kommunismus war ja auch gut. Und die dagegen waren, sind böse Schurken.
    Fidel Castro „el ultimo leader“ hat das über Jahrzehnte jedes Jahr in einer großen Rede bekräftigt. (← ihm durfte man auch nicht widersprechen)

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