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Offener Brief an Medienmagazin ZAPP: „Die allgemeine Stimmung gegenüber der „Lügenpresse“ ist ein antidemokratischer Reflex“

Zapp_Wahnwichtel

Das NDR-Medienmagazin ZAPP berichtete Mitte Dezember über das gesunkene Vertrauen in die Berichterstattung der Medien. Als Zeugen dienten Verschwörungstheoretiker und US-Hasser. Der Journalist Ralf Fischer, der unter anderem für Konkret und die Jungle World schreibt, hat sich nun mit einem offenen Brief an die Redaktion gewandt: 

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer letzten Sendung strahlten Sie einen Beitrag aus, der sich mit der einseitigen Berichterstattung der bundesdeutschen Medien im Ukraine-Konflikt beschäftigt. Leider ging dieser Beitrag nicht nur weit am Thema vorbei, sondern er bot darüber hinaus eine Bühne für bundesweit bekannte Anhänger von Verschwörungstheorien und Antiamerikaner.

Gleich in der ersten Minute darf sich Marcel Wojnarowicz aka Wojna über die „Systemmedien“ echauffieren. Wojnarowicz tourt mit seinem Partner seit Monaten von einer Montagsdemonstration zur anderen. Jürgen Elsässer bezeichnet beide als „die erfolgreichste Band der ‚Wahrheitsbewegung‘“. (1)

Doch damit nicht genug. Den Verschwörungstheoretiker Matthias Bröcker adeln Sie in Ihrer Sendung als einen „Medienkritiker“. Ein wenig Recherche hätte Ihnen in diesem Fall sehr gut zu Gesicht gestanden. „Bröckers ist neben Gerhard Wisnewski und Andreas von Bülow einer der bekanntesten und publizistisch erfolgreichsten Vertreter von Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 im deutschen Sprachraum.“ (2) Tobias Jaecker wirft Bröckers vor, antisemitische Verschwörungstheorien in der Nachfolge der Protokolle der Weisen von Zion zu stützen. Auf so eine verrückte Idee muss man erst einmal kommen, eine solch irrlichternde Person als Kronzeuge gegen die „Lügenpresse“ zu präsentieren.

Ausführlich zu Wort kommen lassen Sie auch die Kinderbuchautorin Katrin Dorn aka Katrin McClean, eine Frau die aus ihrem unbändigen Hass auf Amerika keinerlei Hehl macht: „In unseren Medien gibt es viel Vergangenheitsbewältigung. Die Erinnerung an die Nazis hat nie aufgehört, ich habe sogar den Eindruck, sie wird in letzter Zeit exzessiver denn je ausgeübt. Aber wie haben die Deutschen das Trauma des apokalyptischen Infernos in unseren Städten verarbeitet? … Die Bombenangriffe in der letzten Phase des zweiten Weltkriegs haben die Deutschen nicht von Hitler befreit. Der war zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie erledigt. Sie waren der Wegbereiter für das, was Deutschland heute ist. Ein wirtschaftlicher und militärischer Vasallenstaat, auf den sich die USA verlassen können. Befreiung von Faschismus sieht anders aus. Die USA haben den Faschismus nicht besiegt. Im Gegenteil. Sie haben Hitlers Strategie übernommen. Die Zerstörung Dresdens mit Phosphorbomben war keine Befreiung, das war Terrorismus. So wie die Zerstörung aller deutschen Städte in den letzten Kriegsmonaten Terrorismus war.“ (3)

Ihnen gelingt es im Beitrag nicht, eine angemessene Kritik an der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt mit einer Kritik an den verschwörungstheoretischen Montagsdemonstranten zu verknüpfen. Statt darauf hinzuweisen, dass viele der geäußerten Vorwürfe völlig aus der Luft gegriffen sind, oder zumindest stark übertrieben, stellen sie diese Wortmeldungen als berechtigte Einwände dar. Ganz allgemein steht bei Ihnen die gesamte bundesdeutsche Presselandschaft als Angeklagter den Konsumenten als Unschuldslämmern gegenüber. Beides wird dem Thema nicht gerecht. Wenn die Konsumenten nicht mehr ihren Beitrag zur Finanzierung eines unabhängigen Journalismus leisten, stattdessen als Informationsquellen staatlich gelenkte Medienkonzerne (Russia Today, Al Jazeera) nutzen, dann ist es nur logisch, dass die journalistische Qualität darunter leidet.

Ebenso sind die Konsumenten darauf hinzuweisen, dass die Jagd nach der neuesten Meldung, die rasante Geschwindigkeit bei der Veröffentlichung, ihrem Nutzerverhalten geschuldet ist. Jeder Journalist hätte gern mehr Zeit für Recherche, doch bekommt er sie letztendlich vom Konsumenten nicht bezahlt. Statt auf solche Zusammenhänge zu verweisen, spielen Sie mit einseitigen Kommentaren und nichtssagende Statistiken eine äußerst widerliche Art des Bullshitbingos. Dabei wusste schon Heinrich Böll: „Das Recht steht über Stimmungen, Volksmeinungen, Umfragen, Statistiken, es steht über Schlagzeilendemagogie und tagespolitischer Spekulation. Das ‚gesunde‘ Volksempfinden hat sich in der Geschichte meistens als krank erwiesen.“

Die allgemeine Stimmung gegenüber der „Lügenpresse“ bzw. den „Systemmedien“ ist ein antidemokratischer Reflex gegen die letzten Fundamente der vierte Gewalt. Dies gilt es in einem kritischen Medienmagazin zu denunzieren. Stattdessen boten Sie Verschwörungstheoretikern und Feinden der Demokratie ein Podium und ließen keinen Kritiker dieser so genannten ‚Truther‘-Szene zu Wort kommen. Eine ausgewogene Berichterstattung sieht meines Erachtens anders aus.

Mit kollegialen Grüßen,
Ralf Fischer

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29 Kommentare zu “Offener Brief an Medienmagazin ZAPP: „Die allgemeine Stimmung gegenüber der „Lügenpresse“ ist ein antidemokratischer Reflex“

  • #1
    Frank

    Ja, Zustimmung. Offenbar sind die einzigen Printmedien mit Wachstumsraten diese Aluhutpamphlete von Elsässer und Co. Die Lektüre und Verbreitung dieser Stussmedien wirkt auf die Aluhüte entlastend:
    1. Die meist Un- oder -schlimmer:- Halbgebildeten finden Erklärungen für Komplexität.
    2. Die Autoren adressieren Missstände, die mit dem Leben der Leser tatsächlich zu tun hat.

    Punkt 2 beklagen auch Intellektuelle: Über die Misswirtschaft regionaler und lokaler Regierungen wird so gut wie nix geschrieben (zu den Ausnahmen gehört natürlich dieser Blog :-).
    Dafür große Stories über Missstände am anderen Ende der Welt – für die sich der Leser dann auch noch mitverantwortlich fühlen soll. Als hätte er nicht genug zu tun.
    Sich um seinen eigenen Kram zu kümmern, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, sein Leben zu gestalten, eine Petition nur zu unterschreiben, wenn sie ihn tatsächlich selbst betrifft, gilt extremen Linken und Grünen als spießig. Diese Einstellung kann sich aber nur leisten, wer einen unkündbaren Beamtenjob hat, oder sich in den Seilschaften der Regierungen bewegt.

    Wer die Leser von Elsässer und Bröckers (zu recht) kritisiert sollte deshalb mal reflektieren, was seine Schreibe eigentlich mit dem Leben der Leute zu tun hat. SPON zum Beispiel habe ich aus meiner Browserliste seit langem entfernt.

  • #2
    ubo

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rtl-bei-pegida-demo-stimmungsmache-fuer-ein-paar-zitate-a-1009755.html

    Stimmungsmache für ein paar gute Zitate: Auf einer Pegida-Demo äußert sich ein Mann in einem Interview rassistisch. Später stellt sich heraus, dass er undercover für RTL arbeitet. Ein herber Schlag für die Glaubwürdigkeit des Journalismus.

  • #3
  • #4
    Arnold Voss

    Habe die Sendung auch gesehen. Da erzählt Jemand z.B., dass bei der Ukraine-Berichterstattung viele Medien das gleiche gemeldet hätten und schließt daraus messerscharf, dass es genau deswegen gelogen sein muss. Die Gegenfrage, ob man nicht genau daraus auch schließen könne, dass die Berichterstattung sehr wahrscheinlich stimmt, wird von den Journalisten gar nicht erst gestellt, obwohl sie auf der Hand liegt.

    Genauso fehlte die Frage, wie die Kritiker der sogenannten Systemmedien denn die Richtigkeit ihrer alternativen Informationsquellen prüfen. Vor allem, ob sie da auch die gleiche Logik beherrscht, dass je mehr Quellen das (wesentlich) Gleiche schreiben, es um so mehr gelogen sein muss. Das ganze hätte also sehr spannend werden können, wenn die Journalisten einfach nur ihren Job gemacht hätten.

  • #5
    TuxDerPinguin

    Mir fällt es schwer Medien zu verteidigen. Es ist offensichtlicher Quatsch, dass die Presse von einer ominösen Kraft für falsche Berichtserstattung genutzt wird.
    Dennoch bin ich mit der Qualität unzufrieden. Etwa weil mir wichtige Themen nicht ausführlich genug behandelt werden, die man dann auf kleinen Blogs (z.B. Netzpolitik) nachlesen muss. Die Ruhrbarone wären ein Beispiel für Kommunal-/Regionalpolitik.

    Ich weiß nicht, ob die führenden Meinungsmedien, Spiegel, SZ, FAZ, Zeit in den letzten Jahren qualitativ schlechter wurden oder ich durch die Informationsfülle im Internet besser informiert bin und Lücken in den Berichtserstattungen finde.

    Es ist ja z.B. ein Armutszeugnis, wenn man als Qualitätspresse eine Meldung mit der Quelle BILD unrecherchiert übernimmt. Dies geschieht ja ab und zu. Und wie immer stellt sich dann heraus, dass der BILD Artikel erfunden oder verdreht war. Es gibt in der BILD keine Artikel, die nicht erfunden oder verdreht sind.
    Ich könnte keines dieser Medien mit ruhigen Gewissen empfehlen. Man muss einfach verschiedene Quellen lesen. Und da dies im Abo zu teuer ist, lieber aufs Abo verzichten und im Internet kostenlos lesen.

    Was mir allerdings noch bei diesen Kritikern wie im Artikel aufgefallen ist: Menschen fällt es oft schwer ihre Meinung trotz Fakten zu ändern. Wenn man 100 Quellen liest, von der nur eine, die eigene Meinung unterstützt, wird man diese für wahr halten und die anderen 99 verteufeln.
    Und überhaupt gibt es auch eine selektive Wahrnehmung von der Umgebung und von Artikeln. Ich habe es etwa leider schon selber im familiären Umfeld erleben müssen, dass Personen rassistische Meinungen haben und sich trotz harten Fakten wie Statistiken und Gesetzestexten oder von Erlebnisberichten Betroffener nicht von ihrer Meinung abbringen lassen, dass Asylanten mehrheitlich Kriminelle sind, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, und von Sozialhilfe finanziert ein gutes Leben führen.

    Man hat als Journalist deshalb eine gewisse Verpflichtung. Von den zapp Journalisten bin ich demnach schwer enttäuscht.

  • #6
    leoluca

    Ausgezeichneter Artikel. Vielen Dank dafür. Beim „gesunden Volksemmpfinden“ kriege ich Schüttelfrost.

  • #7
    WALTER Stach

    Arnold,
    „wenn die Journalisten einfach nur ihren Job gemacht hätten“……….

    Ich frage mich unabhängig vom konkreten Sachverhalt wesentlich öfter als „früher“ nach dem heutigen Verständnis von Journalismus bei den Journalisten -Pflicht zur gründlichen, sorgfältigen Recherche, Information über alle einschlägigen Fakten, strenge Trennung von Berichterstattung und pers.Meinungsbekundung- und/oder danach, ob die Journalisten „unter den gegebenen Bedingungen“ überhaupt die Möglichkeit haben, als Journalisten so zu arbeiten wie es ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden würde – stetig zunehmender Zeitruck, Sorge um den Arbeitsplatz, oftmals nur „teilzeitbeschäftigt“, „stetig zunehmendes Diktat von Verlegern,Herausgebern, Chefredaktion auf das OB und WIE der Arbeit der von ihnen Abhängigen.

    Leider wird man, wenn diese Frage gestellt und nach Antworten gesucht wird, regelmäßig in die Ecke der „Verschwörungstheoretikern“ gestellt.
    Da alle Umfragen zeigen, daß das Vertrauen in die Berichterstattung durch die Medien in der Bevölkerung permanent sinkt, müßten die Medien, die Medienmacher,müßte jeder einzelne Journalist „von sich aus mehr als das bisher geschieht über die Ursachen für diesen Verlust an Glaubwürdigkeit, an Vertrauen nachdenken; sollte man meinen!

    Die „Pegida-Akteure“ und ihr gesamtes Umfeld tragen leider wesentlich dazu bei, daß die von mir gestellte Frage a priori als unbegründet, ja als unsinnig abgetan und die Fragesteller als „irre Pegidasten“ karikiert werden.

    2.
    Und die Konsumenten dessen, was die Medien verbreiten?

    Bekanntlich gibt es auch hier u.a. das gravierende Problem schichtenspezifisch auszumachender gravierender Unterschiede im Konsumentverhalten.

    „Wer bezieht wie, wann und wo seine Informationen“?

    Da gibt es Einige, die z.B. tagtäglich über SPIEGELonline, über zwei/drei regionale, überregionale Zeitungen, über die öffentlichen-rechtlichen Fernsehanstalten, über ARTE, über 3 SAT und darüberhinaus wöchentlich z.B. über den SPIEGEL, die ZEIT, sonntags über die FAS ihre Informationen gewinnen und dabei zudem die Chance nutzen können, in unterschiedlichen, in gegensätzlichen Kommentaren zu erfahren, wie kontrovers die Meinungen in einer Sache sein können und das einbeziehend sich ihre eigene Meinung bilden.

    Und das gibt es eben viele, viele Andere -die Mehrheit?-,die ………………

    Auch das ist zu berücksichtigen, wenn über die sog. 4.Gewalt in unserer Gesellschaft nachgedacht wird -über die „Gewaltinhaber“, über die „Medienmacher“ und über „Gewaltabhängien“, über die „Mediennutzer“, über Meinungsmacher, Meinungsbilder, über Mainstream in Berichterstattung und Kommentierung usw…-.

    3.
    Nicht zuletzt wäre in einer solchen Diskussion, die hier aus aktuellem Anlaß geführt werden könnte, zu bedenken, welche Auwirkungen auf „Meinungsbildung/Meinugsmache“ das Internet hat mt seinen nahezu unbrenzten Möglichkeiten der Information für jeden
    ( einschließlich all seiner auch manipulativen Möglichkeiten der Berichterstattung, mit seiner relativ unbeschränkten Möglichkeit, Gerüchte, Lügengeschichten zu verbreiten)

    und zu bedenken wäre die nach der Quantität unbegrenzten und nach ihrer Qualität begrenzten Möglichkeiten der Kommunikation via Internet über Alles und Jedes durch jedermann!!

    (Die Existenz der Pegida-Bewegung, ihre Aktionen, ihre Akteure wären m.E. ohne die Informations- und die Kommunikatiosnmöglichkeiten via Internet nicht denkbar, s o jedenfalls nicht.)

  • #8
    Frank

    PS: Vor drei, vier Jahren kam das Medienbashing übrigens von links. Auf Twitter verfolgte man Berichte über Massendemos in Athen und Madrid gegen die Bankrenrettungen und Sparverordnungen von IWF und EU. Unsere Medien berichteten darüber -zumindest gefühlt- sehr verzögert.
    Das gleiche wiederholte sich bei der Reaktorkatastrophe von Fukushima.

  • #9
    Rainer Möller

    Von Journalisten erwarte ich, dass sie alle Fakten vorzeigen, die für die Beurteilung (für oder wider) relevant sind – und dann dem Leser das Endurteil überlassen. Was ich statt dessen in den Mainstream-Medien finde, sind Journalisten, die sich vorweg „für“ oder „wider“ entschieden haben – und ihre Fakten sorgfältig so auswählen und färben, dass diese Vorentscheidung bestätigt wird.

    „Russia Today“ ist vielleicht nicht besser, aber als Kontrolle und Ergänzung unentbehrlich. Und „Russia Today“ ist erheblich leichter zu ertragen, weil es sich gar nicht erst pompös als „vierte Gewalt“ aufspielt.

    Bin ich jetzt schon ein „Antidemokrat“ , weil ich der „vierten Gewalt“ nicht die nötige Ehrfurcht entgegenbringe? Oder ist nicht vielleicht diese „vierte Gewalt“ eine Art Aristokratie – und ich bin gerade deshalb ein Demokrat, WEIL ich dieser Aristokratie keine Ehrfurcht entgegenbringe?

  • #10
    Arnold Voss

    @ TuxDerPinguin # 5

    In der Psychologie ist das von dir beschriebene Phänomen, seine Informationssuche und -aufnahme nach seiner Einstellung zum Thema zu richten, schon lange bekannt. Viele Menschen bilden sich eben keine Meinung sondern haben (schon lange) eine, die sie so schnell nicht wieder ändern. Das kostet nämlich nicht nur erhebliche Mühe sondern es bringt einen obendrein in Konflikt mit sich selbst und mit den Freundinnen und Freunden, mit denen man diese Meinung geteilt hat und die sich nicht ändern.

  • #11
    Arnold Voss

    @ Walter Stach #7

    Ich bin mir ziemlich sicher das reine Profitabilität kein Förderer von unabhängiger und qualifizierter Informationsarbeit ist. Wenn dazu noch fachliche und psychische Überforderung kommt die sich schnöselig-arrogant als postmodernen Wahrheitsrelativität camouflieren kann, dann kriegt man immer mehr das, was man heute selbst in den sogenannten Qualitäts-Medien immer häufiger geboten bekommt: Geschwätz.

    Dazu hat der Kampagnenjournalismus erheblich zugenommen, also die gezielte Meinungsmache. Die wird allerdings schwer überschätzt, weil Meinung sich eben nichts so einfach verändern lassen, wie viele Journalisten glauben. Aber kurzfristige Stimmungen kann ein solch Journalismus schon erzeugen, und die können z.B. bei Wahlen mit sowieso schon knappem Ausgang natürlich entscheidend sein. Und natürlich kann man damit Menschen öffentlich fertig machen. Aber das habe ich noch nie zum Journalismus gezählt.

    Mein Misstrauen gegenüber den Medien war allerdings immer schon groß und von daher wundert mich die Entwicklung vor allem des letzten Jahrzehnts nicht sonderlich. Aber mein Misstrauen war nie total und ist es auch heute nicht. Es gibt auf Grund der Konkurrenz und auf Grund des nachwievor nicht tot zu kriegenden Wahrheits- und Unabhängigkeits-Engagements einer Minderheit immer noch so was wie ernst zu nehmenden Journalismus.

    Im übrigen hat die Nutzung von Informationen immer schon Informiertheit vorausgesetzt. Was mich deswegen mehr als der sichtbare Niedergang des Qualitätsjournalismus beunruhigt ist die sich zunehmende verschlechternde Austattung des Normalbürgers mit allgemeiner politischer, kultureller und ökonomischer Bildung. Von der zunehmenden Abschottung ganzer Bevölkerungsruppen von Bildung überhaupt.

  • #12
    Alreech

    Die Medien ernten nur das was sie gesät haben.
    Es gibt eine Tendenz zum Moralisieren in den Medien. Ein Titel wie „Die Verdämmung der Republik“ in einem der letzten Spiegel ist ein gutes Beispiel dafür.
    Aus ganz normaler Lobbyarbeit wird im Spiegel eine Verschwörung, bei der sich finstere Mächte der Politik bedienen um ein böses Ziel (Profit) zu erzielen.
    Muß man sich dann wundern, wenn die Leser irgendwelchen anderen Verschwörungstheorien nachlaufen ?

    Tendenziöse Berichterstattung ist aber nichts ungewöhnliches, wird aber gerne ignoriert wenn sie nur die eigenen Vorurteile bestätigt.
    In der preisgekrönten Arte-Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ erfährt der Zuschauer wer die geplanter Obsoleszenz erfunden hat. Ein jüdischer Ökonom namens Bernard London.
    Bernard London ist die einzige Person im ganzen Film, bei dem irgendwelche Informationen zur Religon oder Herkunft gemacht werden.
    Was ist so wichtig an dem Adjektiv „jüdisch“, das es unbedingt im Zusammenhang mit der Person genannt werden muß die dafür verantwortlich ist das die Industrie keine Produkte baut die ewig halten ?
    Im Film erfährt man dann das früher die Glühbirnen länger als 1000 Stunden gehalten haben, und das es ein Kartell gab das es seinen Mitgliedern verboten hat Glühbirnen zu bauen die länger als 1000 Stunden brennen.

    Was man nicht erfährt ist das es eigentliche keine Bedeutung hat wie lange eine Glühbirne brennt, solange man nicht angibt mit welchen Strom sie betrieben wird.
    Es wird nicht erwähnt das man die Brenndauer jeder Glühbirne erheblich verlängern kann, wenn man den Strom reduziert, was natürlich auf Kosten der Lichtstärke geht.
    Schon gar nicht wird erwähnt das eine Glühbirne nicht durch das ständige brennen kaputt geht, sondern durch häufiges ein- und ausschalten.
    Weis man das, wird das im Film gezeigte Beispiel eine Glühbirne die seit 100 Jahren brennt deutlich weniger beeindruckend.

    Was im Film komplett nicht erwähnt wird sind die guten Seiten des Kartells, wie die Einführung eines weltweiten Standards für Glühbirnenfassungen und die gegenseitige Lizenzvergabe die mit der Offenlegung der Patente verbunden gewesen ist.
    Sogar die 1000 Stunden Brenndauer sind Teil der Standardisierung gewesen – denn alle Glühbirnen des Kartells mußten mit dem gleichen Parametern getestet werden.
    Den Kunden versprechen das die Birne 2000 Stunden hält, und dann im Kleingedruckten einschränken das die nur gilt wenn man sie mit weniger Strom betreibt und nie ein- und ausschaltet, um dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten ?
    Genau das sollten standardisierte Tests verhindern.

    Richtig mit Ruhm beladen hat sich übrigens das NDR Magazin Panorama vor einigen Jahren mit der Berichterstattung über Killerspiele.
    Als die Firma Rockstar Games 2004 das Spiel GTA San Andreas veröffentlichte befand sich noch im Programmcode Reste eines gestrichenen Programmfeatures.
    Ursprünglich hatte Rockstar geplant das der Spieler in dieser Gangstersimulation seine Gangsterbraut mit Geschenken bedenken kann, was dazu führt das sie ihn zu einer „Tasse heißen Kaffee“ in ihre Wohnung einlädt, und in einem Minispiel dann mit ihr Sex haben kann.
    Da das ganze eher peinlich wahr, wurde dieses Feature gestrichen, aber die Animationen und Geräusche waren noch im Programmcode.
    Hobbyprogrammierer hatten dann 2005 eine Möglichkeit gefunden das ganze freizuschalten, was in den USA zu einem riesigen Skandal führte und hier in Deutschland für milden Amüsement sorgte.

    Zwei Jahre später, 2007, berichtete Panorama dann über Killerspiele bei denen es darum geht möglichst viele Frauen zu Vergewaltigen.
    Um die Bilder dafür zu produzieren, hat die Panorama Redaktion GTA: San Andreas mit dieser Hot Coffee Modifikation verändert und die Szenen mit „Rape Me“ von Nirvana unterlegt.

    Für jeder das Videospiel kannte war diese Manipulationen und die tendenziöse Berichterstattung offensichtlich.
    Der #Aufschrei war riesig, es gab eine Beschwerde bei NDR Rundfunkrat, mit folgenden Ergebnis:

    „Ein Verstoß gegen den NDR Staatsvertrag, die ARD oder die NDR Leitlinien liegt nicht vor.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Volker Müller”

  • #13
    der, der auszog

    Mir gefallen die Beiträge auf Zapp, zumal die Redaktion die Berichterstattung in Deutschland zum Ukraine Konflikt seit nunmehr einem Jahr kritisch beobachtet und in ihren Sendungen immer wieder zu einem Schwerpunktthema gemacht hat.

    Der Kritik von Ralf Fischer kann ich nicht sonderlich viel abgewinnen. Wenn die Journalisten hinter Zapp die These aufstellen, dass die oberflächliche oder einseitige Berichterstattung der Leitmedien über die Ukrainekrise den Leser oder Zuschauer irritiert und dies dazu führt, dass sich einige von ihnen in Verschwörungstheorien flüchten, dann ist es legitim auch solche Verschwörungstheoretiker zu Wort kommen zu lassen. Wladimir Klitschko haben wir vor knapp einem Jahr wochenlang in den Zeitungen, im Fernsehen und im Rundfunk als die Stimme der Ukraine und die Meinung des Ukrainischen Volkes präsentiert bekommen, was zwar nichts mit Verschwörung zu tun hatte, aber was sicherlich genauso wenig der Realität entsprach, wie das alberne Gesülze von Marcel Wojnarowicz.

    Was mich an Ralf Fischer stört, ist der Versuch die Problematik mit Hilfe eines einfachen schwarz-weiß Schemas zu lösen unter dem Motto: Wer Putin schlecht findet muss automatisch die einseitige und überwiegend westliche Berichterstattung über ihn gut finden und wer dieser Form der Berichterstattung nichts abgewinnen kann, ist automatisch ein Putinversteher.
    ————————-
    unterm Strich: ich fand Putin immer schon erbärmlich (auch schon vor dem Ukraine Konflikt), genauso wie ich Wojnas Bandbreite und andere Spinner von Verschwörungstheorien erbärmlich finde.
    Trotzdem war für mich in diesem Jahr die Berichterstattung der meisten deutschen Medien über die Ukraine streckenweise unter aller Sau.

    Was ich mir vom Journalismus in Deutschland für das nächste Jahr wünschen würde (wohlwissend, dass das Utopie ist) wäre ein bisschen mehr Demut vor den Lesern und Zuschauern, auch wenn diese vielleicht mit ihrer Meinung auf dem Holzweg sind. Aber das sind die so genannten Leitmedien immer häufiger genauso und da haben sehr viel mit den Parteien gemeinsam: Sie verlieren immer mehr Anhänger, weil sie immer mehr Menschen nicht mehr erreichen, allerdings mit dem Unterschied, dass die Politikverdrossenheit in den Medien thematisiert und analysiert wird, nicht aber die Verdrossenheit gegenüber den klassischen Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten.

  • #14
    Gerd

    Es war vielleicht keine gute Idee, die Kritik an der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt so in den Vordergrund der Sendung zu rücken. Ich denke, dass die Freunde Putins nicht sehr zahlreich, sondern einfach nur ‚laut‘ sind. Bei bestimmten Themen läßt sich schnell eine mediengerechte Menge an Protestlern mobilisieren. Man erinnere sich an die Proteste gegen Stuttgart21. Das Thema war überall in den Medien, aber bei der Volksabstimmung sind die Protestler erfolglos gewesen. Sie waren doch nur eine ‚laute‘ Minderheit.

  • #15
    WALTER Stach

    Ich habe in Deutschland mit dem Angebot an Informationen grundsätzlich keine Probleme, nicht einmal mit den für mich oftmals katastrophalen Kommentaren zum jeweiligen Geschehen -katastrophal oftmals wegen eklatanter Widersprüche in sich, katastrophal oftmals wegen der erwiesenen Unkenntnis in der Sache, katastophale oftmals weil zweifelsfrei wider bekannter Fakten, katastrophal oftmals wegen einer hanebüchenen Diktion.
    .
    Die Vielfalt der Medien, ihre unterschiedlichen „Grundausrichtungen“ und das Bemühen meinerseits, möglichst viele Informationen aus möglichst unterschiedlich „ausgerichteten Medien“ zu gewinnen und zudem möglichst viele gegensätzliche Kommentare zu lesen, bieten mir in Deutschland jedoch die Chance, „einigermaßen“ objektiv die Fakten erfassen, um mir darauf gestützt dann eine einigermaßen begründete Meinujng bilden zu können.

    Zudem meine ich, darauf gestützt einschätzen zu können, welches Medium, welcher Journalist sich in der Regel auszeichnet durch das Bemühen, objektiv über den jeweiligen Sachverhalt zu berichten, gestützt auf eine stets sorgfälige Recherche und welches Medium, welcher Journalist aus welchen Gründen auch immer Gegenteiliges betreibt.
    Ich meine auch, relativ schnell ausmachen zu können, ob sich in den Medien, aus welchen Gründen auch immer, elne „einseitige“ Berichterstattung und eine „einseitige“ Kommentierung manifestiert. Das kann ich dann zwar nicht ändern.Dieses jedoch aufgrund meines Bemühens um eine möglcihst umfassende Information aus den unterschiedlischtes Medien wahrnehmen zu können, bringt mich ja der „Wahrheit“ schon etwas näher.

    Ich denke, in einem solchen Zustand der Informationsbeschaffung/der Informatiosnversorgung befinden sich viele der hier kommentierenden Ruhrbarone,, die also vermutlich ähnlich wie ich auch für sich eine immer noch zufriedenstellende Medienwelt in Deutschland wahrnehmen und infolgedessen auch sehr aufmerksam registrieren können, wenn „etwas faul ist“ in dieser Medienwelt.

    Aber wie ist es diesbezüglich um die große Mehrheit der Menschen “ in diesem unserem Lande“, um die es der Politik in einer Demokratie im Kampf um Meinungen und Macht Macht und Meinungen gehtt, bestellt? Und wie es mit Blick auf diese Mehrheit der Menschen in Deutschland bezüglich der journalistische Verantwortung in jedem Medium, das ihnen zugänglich ist, bestellt, z.B. in BILD, bei RTL pp.? Auf das hier existente Problem einseitiger Information/Kommentierung/Meinungsbildung via Internet habe ich bereits hingewiesen -sh.-7-Ziffer 3.

    Arnold,
    auch insofern meine Zustimmung zum Inhalt Deines Beitrages, spezill zum Inhalt des letzten Absatzes.-11-.

    DER,DER…..-13- (letzter Absatz)
    erreichen die Medien die Menschen immer weniger, weil bei den Medien dieserhalb etwas falsch läuft oder läuft zunehmend etwas bei den Menschen falsch bezüglich ihrer Bedürfnisse nach sachgerechter Information und nach kritschen Kommentaren möglichst unterschiedlicher Prägung? Und wenn Letzteres so sein sollte, warum ist das dann so? Dieses auf eklatante Mängel in der Bildung, der sog. allgmeinen , der insofern auch gesellschaftspolitischen relevanten Bildung zurückzuführen -sh.Arnold 11-letzter Absatz-, erscheint zumindest bedenkenswert.

  • #16
    lutterworth

    halöli!
    gut, sie schreiben von einer berechtigten kritik an der ukraine berichterstattung der mainstream medien – wo kann ich die bitte finden?
    sie benutzen auch das label „verschwörungstheoretiker“ – wo kann ich eine berechtigte kritik an diesem wort finden?

    denn sie wissen ja, dass ’nach snowden‘ der diskreditierende gebrauch des wortes „verschwörungstheoretiker“ so dermassen ins leere läuft dass es überhaupt nichts mehr bezeichnen kann.

  • Pingback: Denunzieren ist die Aufgabe von Journalisten | Daniel Bröckerhoff

  • #18
    Daniel Bröckerhoff

    Ich habe als einer der Autoren des Films auf meiner Seite auf den Brief von Ralf Fischer geantwortet: http://danielbroeckerhoff.de/2014/12/31/denunzieren-ist-die-aufgabe-von-journalisten/

  • #19
    Daniel Bröckerhoff

    Ich habe als einer der Autoren des Films auf meiner Seite auf den Brief von Ralf Fischer geantwortet: http://danielbroeckerhoff.de/2014/12/31/denunzieren-ist-nicht-die-aufgabe-von-journalisten/

  • #20
    Nansy

    Zu Anfang mal ein Zitat aus einem „Cicero“-Artikel unter der Überschrift „Die Diktatur der politischen Korrektheit“:
    „Wer die angelsächsische Presse verfolgt, die in wohltuendem Unterschied zu hiesigen Pressegepflogenheiten brisante Themen von Kommentatoren aller Meinungslager beleuchten lässt, stellt fest, dass wir Deutsche bei vielen Themen in einer selbstgerecht gezimmerten eigenen Welt leben, einer Parallelwelt des moralischen Eiapopeia. Ein deutscher Jurist bei der EU-Kommission urteilt im privaten Gespräch ähnlich: „Der deutsche Journalismus ist ein Desaster: komplett durch-ideologisiert.“
    http://www.cicero.de/salon/politisch-korrekt-die-gleichschritt-gesellschaft/57080

    Auch wer online die Berichterstattung der Printmedien verfolgt, wird schnell feststellen, dass immer mehr Inhalte von den Zeitungen Eins zu Eins von Agenturen oder gar von den Pressemitteilungen bestimmter Organisationen übernommen werden. Eine Wertung der Meldung findet nicht mehr statt – der Text der Meldung ist oft genug in mehreren Zeitungen identisch. Was auch immer für wirtschaftliche oder andere Gründe für dieses Art von Journalismus angeführt werden mögen, vertrauensbildend ist das gerade nicht!

    Bei vielen Bürgern verfestigt sich offenbar auch der Eindruck, dass sich Politik und Medien immer mehr mit gesellschaftlichen Randproblemen beschäftigen und dass ihre täglichen Probleme bei den politischen Dauerbelüftern keine Rolle mehr spielen. Nur so ist für mich auch der überspitzte Begriff “Lügenpresse” erklärbar – als Ausdruck des Misstrauens gegenüber einer Presse, die sich immer weniger mit alltäglichen Problemen der Menschen befasst, sondern ihre Aufgabe als Erziehungsanstalt der Nation begreift.

  • #21
    Thorsten Stumm

    @Daniel Bröckerhoff
    Danke für Ihre Antwort, die ich viel intelligenter als den offenen Brief finde. Und einer journalistischen Haltung die ich nur unterstützen kann….

  • #22
    WALTER Stach

    -22-
    wie -21-Thorsten Stumm

    Dank an Daniel Bröckerhoff, daß wir hier seinen Brief an Ralf Fischer lesen können!

    Ich denke, wenn die Art von Journalismus, die aus diesem Brief zu entnehmen ist, die in Deutschland selbstverständliche für alle Medienschaffenden wäre, würde es gegenüber den Medien, den Medienmachern, den einzelnen Journalisten wenig zu meckern geben, vor allem nicht von denjenigen, die an Journalismus dieser Art interessiert sind und deshalt meckern, wenn sie das Gegenteil zu erkennen glauben.. Zu diesen „Medienkunden“ zähle ich allerdings nicht die Pegida-Akteuere!

  • #23
    Gerd

    An Daniel Bröckerhoff,

    Wie intensiv wurde bei der Umfrage betont, dass sich die Fragen nur auf die Berichterstattung über die Ukraine beziehen? Eine der Tabellen nennt sich „Vertrauen in Organe der Gewaltenteilung und Medien“ und führt auch das Bundesverfassungsgericht auf, das nichts mit der „Medien Berichterstattung über den Ukraine Konflikt“ zu tun hat.

    Das die Glaubwürdigkeit der Medien ganz allgemein im Keller ist, kann ich nachvollziehen:

    http://www.tagesschau.de/ausland/israel-getoetete-jugendliche-101.html

    Dass so viele Leute scheinbar eine rußlandfreundlichere die Berichterstattung wünschen ist erschreckend.

  • #24
    Arnold Voss

    @ Daniel Bröckerhoff

    „Denn auch, wenn dort tausende Menschen auf der Straße stehen und hanebüchene Argumente bringen, so steht dahinter doch etwas sehr schwer Angreifbares, was sich nicht wegdiskutieren lässt: Ein Gefühl. Ein Gefühl ist das finale Argument, denn ein Gefühl kann man einem Menschen nicht absprechen oder verbieten.“

    Nein das kann man nicht, aber man kann es bei den Betroffenen be- und hinterfragen. Das haben sie nicht, oder nur sehr weng getan und das ist es, was ich in meinem Kommentar beklagt habe. (# 4) Im Übrigen ist ein Gefühl weder final noch ein Argument, sondern immer Teil eines Meinungsbidungsprozesses der zwar festgefahren sein kann, aber keineswegs sein muss.

  • #25
    Erik Bradley

    Das komplette Interview mit Katrin McClean kann man hier nachsehen: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Medien-sorgen-fuer-Stimmung-in-der-Bevoelkerung,zapp8280.html

    Dort erzählt sie auch, was sie unter einem ausgewogenen Medienmix versteht, den sie täglich konsumiert: SpOn, Junge Welt und RT Deutsch.

    Leider wurde das im Beitrag nicht gezeigt. Aber wenn es tatsächlich das Ziel war, wie Bröckerhoff schreibt, zu zeigen, „wer diese Menschen sind, die sich im Netz so lautstark äußern“, dann hätte mich gerade solch ein Fakt doch sehr interessiert. Wenn jemand, der so laut Medienkritik äußert, dann RT Deutsch als Bereicherung im persönlichen Medienkonsum sieht, dann zeigt mir das ja, was man daa eigentlich unter Medienkritik versteht.

  • Pingback: “Ein Gefühl ist das finale Argument” | Ruhrbarone

  • #27
    Martin Schröder

    Sie machen es sich sehr einfach, sich nicht mit der Kritik von Bröckers befassen zu müssen. Nur weil ihn irgendjemand als Antisemiten bezeichnet, ist er eine „irrlichternde Person“ und damit nicht satisfaktionsfähig?

  • #28
    WALTER Stach

    Sascha Lobo
    liefert mir Fundiertes zu dem, was ich unter -7-Ziffer 3- zu bedenken gegeben habe!
    Und dem, was Lobo er dazu sagt, kann ich nichts hinzufügen!
    -shSPIEGEL online
    -S.P..O.N
    Sascha Lobo:“
    „AFD u.Pegida in sozialen Netzen: Wie der Diskurs aus dem Ruder läuft.“

    Das aus dem „Ruder-laufen“ bei AFD und Pegida wird -leider- im Zusammenhang mit den heutigen terroristischen Morden in Paris nachhaltig, nachdrücklich bestätigt werden.

    Lobo lesen lohn sich!
    Diejenigen, die er ob ihrer Fähigkieten zu einer sachbezogenen Informationsbereitschaft und zu einem darauf aufbauenden Diskurs „in Frage stellt“, werden ihn -vermutlich?- nicht lesen, was wiederum Lobos Aussagen unterstreicht.

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