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Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen

Hänsel und Gretel, ohne glückliches Ende Illustration: Ludwig Richter

Ein Artikel des WDR über ein Gewaltopfer in der Waldorfschule Schloss Hamborn erinnerte unseren Gastautoren Andreas Lichte an seine dortige Hospitation. Hier sein erster Bericht.

„Sag mal’, seh’ ich eigentlich nach Waldorf aus?!“ fragt mich die Gastmutter und Waldorflehrerin.

„Nein, natürlich nicht!“ antworte ich wunschgemäss. Der typische, asexuelle Waldorf-Walle-Look ist das wohl eher nicht, aber natürlich gehört auch sie dazu.

„Ich schicke meine Kinder ja zu ausserschulischen Aktivitäten nach draussen – das ist mir ganz wichtig, damit sie nicht im Ghetto untergehen“, sagt mir ein anderer Lehrer.

Das „Ghetto“ ist die „anthroposophische Lebensgemeinschaft“ Schloss Hamborn, Westfalen, mit Waldorfschule, Waldorfinternat, Demeter-Laden, Altersheim – und eigenem Friedhof. Also nicht unbedingt die typische Waldorfschule. Aber das unvergleichliche Waldorf-Wir-Gefühl findet sich auch an jeder anderen Waldorfschule. Warum? Waldorf ist nicht einfach nur „Schule“. Waldorf ist eine Lebensform, die nicht mit dem Schul-Gong endet.

„Und am Wochenende hilfst du dann bei unserem Martinsmarkt?!“ fragt der Gastvater, Waldorflehrer.

„Nein, tut mir leid, mein Bruder feiert Geburtstag“, antworte ich, wohlwissend, dass das ein Tabubruch ist.

Mir muss nicht extra gesagt werden, dass man als (zukünftiger) Waldorflehrer Teil einer grossen Gemeinschaft ist, die höhere Ziele verfolgt: „Die Welt wird zum Tempel, die Welt wird zum Gotteshaus“, sagt Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Pädagogik. Für Steiner ist die Waldorfschule der „praktische Beweis für die Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung.“ Nicht weniger. Und die Anthroposophie ist Steiners Haus-Religion: Steiner ist ihr selbsternannter Prophet, Hellseher, dessen Worte Offenbarungscharakter besitzen. Und schon erschallt – Hosianna! – das allgegenwärtige „Rudolf Steiner hat gesagt …“

Steiner wird in Schloss Hamborn auch „zur Fortbildung“ in der Lehrerkonferenz gelesen, natürlich. Aber auch sonst hat man zu jeder noch so kleinen Lebensäusserung ein „Wahrspruchwort“ Steiners parat, ähnlich wie der vorbildliche Waldorflehrer und Dozent des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, der „Missionar in Sachen Steiner ist“.

In der Internatsschule Schloss Hamborn gibt es auch „schwererziehbare“ Kinder. Meine Gastmutter erzählt mir, wie sie sie empfängt: Wenn die Kinder im Internat ankommen, ringt meine Gastmutter sie erst einmal nieder, um klar zu machen, wer das Sagen hat: Die Rangordnung muss hergestellt werden … Ich denke, das kann nur ein Spiel sein und frage nicht nach. Mit einem komischen Gefühl. Jahre später lese ich dann von Kindesmisshandlung in einer anderen Waldorfschule, der „Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Alte Ziegelei Rädel“, und dem „Gilde-Griff“ der ehemaligen Leiterin Angelika Gilde. Ist das vielleicht gar nicht Gildes Erfindung? Und aus dem komischen- wird ein mieses Gefühl: was hat meine Gastmutter wirklich mit den Kindern gemacht?

Und dann kommt ein Artikel des WDR, „Hinter privaten Schultüren“, von Nina Magoley. Dort berichtet Jan Schrecker, Zitat WDR, „von Demütigungen und Misshandlungen während seiner Schulzeit, die ihm noch immer zu schaffen machen. Schrecker war bis 1996 Schüler an der Waldorfschule Schloss Hamborn in der Nähe von Paderborn. Seine damalige Lehrerin, so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, »mit voller Wucht« auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete.“

Nein, Jan Schreckers Lehrerin ist nicht meine Gastmutter. Aber das macht es nur noch schlimmer. Denn in Schloss Hamborn habe ich selber ein Hänsel und Gretel Gefühl: Die „anthroposophische Lebensgemeinschaft“ liegt mitten im Wald, in einem Tal-Kessel, es ist eine verschworene Gemeinschaft, ich denke: „Von hier dringt niemals etwas nach draussen!“ Und dann doch. Und was passiert?

Weiter der WDR: „Eine Strafanzeige gegen die Lehrerin, die Schrecker im Jahr 2002 bei der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte, wurde wegen Verjährung abgewiesen. Als er sich daraufhin an die Bezirksregierung Detmold wandte, habe man ihm dort erklärt, dass die Behörde für private Schulen, wie Waldorf- oder auch kirchliche Schulen, nicht zuständig sei. Auch auf eine Petition beim Landtag NRW hin bekam der ehemalige Schüler dieselbe Auskunft. Das »Verhalten der Lehrkraft«, heißt es in einem Antwortschreiben, das WDR.de vorliegt, »konnte keine schulaufsichtliche Maßnahme auslösen«, da die Lehrkraft nicht Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen war, sondern in einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zum Schulträger stand« (…)“

Erwartet hier jetzt irgendjemand noch ein schönes Schlusswort – ein glückliches Ende, wie im Märchen?

Andreas Lichte bei den Ruhrbaronen:

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“

Interview mit Andreas Lichte

„Kampf bis zur Erleuchtung – Lorenzo Ravagli und der Glaubenskrieg der Anthroposophie gegen Helmut Zander“

„Die Waldorfschulen informieren“

„Drei Gründe für die Waldorfschule“

Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

„Waldorfschule: Lehrer gesucht!“

RuhrBarone-Logo

46 Kommentare zu “Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen

  • #1
    Matthias

    Staatsanwaltschaft und Waldorfschule:

    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11873707/60709/Eltern-protestieren-im-Sommer-der-Traenen-mit-Mahnwachen.html

    20.08.2010

    Der Wahrheit im Wege

    Eltern protestieren im „Sommer der Tränen“ mit Mahnwachen gegen Justiz und Politik

    POTSDAM / NAUENER VORSTADT – Sie nennen ihn „Sommer der Tränen“. Jeden Donnerstag protestieren Eltern vor der Staatsanwaltschaft Potsdam. Sie fühlen sich von der Justiz allein gelassen, weil ihren Kindern in einer Jugendeinrichtung Schlimmes widerfahren ist und es trotz vieler Anzeigen nicht zu einem Prozess gekommen ist – und wohl auch nicht mehr kommen wird.

    Für Uwe Wietschel begann alles, als sein Sohn Norman Auffälligkeiten zeigte. Eine andere Schule sollte seinen Stress mildern helfen. Fündig wurden die Eltern in Rädel. Ein Internat mit angeschlossener Waldorf-Schule, deren Betrieb damals von Potsdam aus organisiert wurde, schien Wietschel die richtige für den Zweitklässler zu sein. „Es begann aber die schlimmste Zeit seines Lebens“, sagt der Vater. Die Eltern hofften, dass ihr Sohn nach zwei Jahren nach Hause kommen könnte. Immer wieder wurden sie aber nur vertröstet: Norman sei noch nicht so weit, er könne nicht malen und tanzen. Außerdem hätte er schwere soziale Probleme. „Klare Aussagen erhielten wir aber nicht“, erinnert sich der Vater. Irgendwann glaubte er nicht mehr, noch Herr des Erziehungsrechtes zu sein und holte seinen Sohn ab. Nach fünf Jahren im Internat bescheinigte ein Schulpsychologe dem Jungen das Niveau eines Drittklässlers. Inzwischen hat er den Rückstand aufgeholt, lernt an einem Potsdamer Gymnasium. Bis heute wird er therapiert.

    Viel schlimmer als die schweren Versäumnisse im Unterricht wiegen für Wietschel und die anderen Eltern die offenbar katastrophalen Verhältnisse, denen ihre Kinder ausgesetzt waren: Nicht immer soll es genug zu essen gegeben haben, die Sauberkeit war mangelhaft. Die Betreuer hätten nicht gewusst, dass einige Kinder HIV-infiziert waren – in einem Notfall ein großes Risiko. „Der Sohn des Geschäftsführers, eigentlich Tischler, war als Erzieher tätig und hat eines der betreuten minderjährigen Mädchen geschwängert“, sagt Wietschel. „Weil zwei Kinder entstanden und die beiden zusammenleben, sei doch jetzt alles in Ordnung, wurde uns später beschieden.“

    Auch Annekatrin Richters Sohn Max (Namen der Kinder geändert) war in Rädel. Immer, wenn der heute 17-jährige Max nach Hause kam, waren seine Pupillen riesig. „Die Erzieher sagten, es seien homöopathische Mittel“, berichtet Richter mit einem sarkastischen Unterton. Die Mutter ist wütend, weil Ämter nichts unternahmen, obwohl sie durch Briefe im Bilde waren. Mit dem Gesicht war Max in den Rasen gepresst worden, bis er ohnmächtig war. Richter holte ihn schließlich ab.

    Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde die pädagogische Leiterin suspendiert. Inzwischen hat das Heim einen anderen Träger. Doch die Eltern fragen, warum es keine Verfahren gab. „Wir wissen, dass die Leiterin gemeinsam mit dem Geschäftsführer in die Schweiz gezogen ist und todkrank sein soll“, berichtet Wietschel. „Aber es wäre für die Opfer gut, wenn sie sehen, dass etwas passiert – und sei es nur symbolisch.“ Tom Köpping, Sprecher der Staatsanwaltschaft verweist auf die Gesetze: „Wir können kein Verfahren führen, wenn die Beschuldigte nicht vernehmungsfähig ist“, sagte er. Die Eltern werden noch bis Ende August protestieren – als Zeichen für die Hoffnung, die Wahrheit könnte doch noch einen Weg finden. (Von Sebastian Scholze)

  • #2
    T. Hildebrand

    Sehr geehrter Herr Lichte,
    Sie bezeichnen die „Anthroposophie“ als Religion. Unterscheidet sich die „Anthroposophie“ wesentlich von anderen Religionen, beispielsweise vom Christentum?

  • #3
    Andreas Lichte

    @ T. Hildebrand

    Rudolf Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“

    In der „Akasha-Chronik“ schaut Steiner auch sein „Fünftes Evangelium“, siehe:

    http://www.anthroposophieonline.net/index.php?option=com_content&view=article&id=1858:das-fuenfte-evangelium-hamburg-16-november-1913&catid=113:ga-148-aus-der-akasha-forschung-das-fuenfte-evang&Itemid=4

    Rudolf Steiner, „Aus der Akasha-Forschung – Das Fünfte Evangelium“, 16. November 1913, Zitat S. 210:

    „( …) Vor dem Tode schaut man ein stundenlanges Sich-Ausbreiten einer Verfinsterung über die Erde, die für den hellseherischen Blick [Anmerkung: für den hellseherischen Blick Rudolf Steiners] den Eindruck einer Sonnenfinsternis macht; es kann aber auch eine Wolkenverfinsterung gewesen sein. Dann kann man wahrnehmen, wie beim Sterben am Kreuze der Christus-Impuls, durch diese Finsternis hindurchgehend, sich mit der Erdenaura verbindet. Die Verbindung des kosmischen Christus-Impulses mit der Erdenaura schaut man bei dieser Verfinsterung vor seinem Tode (…)“

    Dieses „Fünfte Evangelium“ – und die anderen „Offenbarungen“ Steiners – sind ein wesenhafter Grund, warum die Anthroposophie aus christlicher Perspektive NICHT christlich sein kann:

    Für Christen gibt es nur eine einzige Offenbarungsschrift: die Bibel.

  • #4
    Andreas Lichte

    @ T. Hildebrand

    Die Religion Anthroposophie aus neutraler, nicht-christlicher Perspektive:

    Richard Dawkins, Vorzeige-Atheist und scharfer Kritiker des Christentums, sagt über die Bibel, Zitat „Der Gotteswahn“, S. 474:

    „Die King-James-Bibel von 1611 – die sogenannte Authorized Version – enthält Passagen von herausragendem literarischen Wert, zum Beispiel das Hohelied Salomos …“

    „Passagen von herausragendem literarischen Wert“ sucht man bei Rudolf Steiner vergeblich. Seine Texte sind banal bis wahnsinnig.

    Da ist nichts, was für Nicht-Anthroposophen wirklich von Interesse sein könnte. Zusammengefasst von Gerhard Henschel, Zitat: “Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie.”

  • #5
    Ronald Ehrlichmann

    In Berlin starteten die Anthroposophen/Waldorfbetreiber eine „Volksinitiative“ (Schule in Freiheit) – nur geben sie sich nicht als dieselben zu erkennen.
    Mit 20 000 Unterschriften würde eine Aussprache im Berliner Abgeordnetenhaus
    zwingend. Das Ziel ist letztlich, ein Volksentscheid, um „Freie (Waldorf-) Schulen“ mit denselben finanziellen Mitteln auszustatten wie Öffentliche Schulen.
    In den Informationsschriften der „Bürgerbewegten“ weist nichts (!) auf den weltanschaulischen Hintergrund und den übergeistigen „Schuldenker“ Rudolf Steiner hin. Wohlweislich ?

  • #6
    Ronald Ehrlichmann

    Übrigens liegt der Migrantenkinder-Anteil an Berliner Waldorfschulen (und eben auch in der Kreuzberger Filiale) bei satten zwei Prozent – wer es nicht glauben mag, schaue sich die Abiturabsolventen der Schulen an.
    Da würde es doch nicht schwer fallen, noch mehr elitäres Klientel auf seine Seite zu ziehen.

  • #7
    Andreas Lichte

    @ Ronald Ehrlichmann

    Du schreibst: „In den Informationsschriften der “Bürgerbewegten” weist nichts (!) auf den weltanschaulichen Hintergrund und den übergeistigen “Schuldenker” Rudolf Steiner hin. Wohlweislich ?“

    Das „?“ meinst du nur rhetorisch, oder?

    Ich persönlich fände es ja sehr amüsant, wenn Dr. Detlef Hardorp das „Fünfte Evangelium“ Rudolf Steiners vortrüge … oder aber seine bahnbrechenden „Geisteswissenschaftlichen“ Erkenntnisse zu Rudolf Steiner als Entdecker der Quantenphysik, siehe hier:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

    „Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    (…) Von unserem Gastautor Tobias Maier.

    Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)“

  • #8
    Andreas Lichte

    @ Ronald Ehrlichmann

    Hier noch der Hinweis auf einen Artikel, der dich sicher interessiert (dort auch die links zu den genannten Quellen):

    http://reflexion.blogsport.de/2010/08/30/klebebandstrafe/

    „Klebebandstrafe.

    (…) Wie solch subtilere Formen der Bestrafung von unliebsamen Schüler_innen aussehen kann, zeigte wiederum der Waldorflehrer Helmut Meisenburg im Jahr 2006 an der Waldorfschule in Berlin Kreuzberg. Um „Ruhe und Disziplin in die Truppe“ zu bringen, griff er zu einem anderen Mittel, um seine Schüler_innen zu disziplinieren. Er griff zum Klebeband und klebte den zu bestrafenden Schüler_innen den Mund zu. Meisen­burg „holte (…) eine Rolle Kreppband hervor und einige der lautesten ‚Schwätzer‘ holten sich gleich freiwillig ein Mundpflaster ab“. Vielleicht ist das eine der subtileren For­men der Strafe, die zustandekommen kann, weil Waldorflehrer_innen seit 1998 gera­ten wird, nur in den „seltensten Fällen“ mit einem „Schlag, einer Ohrfeige“ zu strafen.“

  • #9
    Andreas Lichte

    @ Ronald Ehrlichmann

    … das „Klebeband“ (Mund zukleben der Schüler) als waldorfpädadogische „Erziehungskunst“ ist auch in Bayern bekannt, siehe folgenden Kommentar zu „Waldorfschule: »Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit«“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/comment-page-1/#comment-57086

  • Pingback: 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ | Ruhrbarone

  • #11
    Andreas Lichte

    Der in Schloss Hamborn tätige hardcore-Anthroposoph Michael Mentzel, „Themen der Zeit“, stellt sich in seinem Verriss von Heiner Ullrichs Steiner-Biographie einfach dumm, wenn es darum geht, die Ziele der Waldorfschule zu benennen.

    siehe: „Anthroposophie als Black Box“

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Steiner_Biographie.1360.0.html

    Zitat Michael Mentzel: „Warum Steiner trotz alldem 1919 eine „historisch neue Schulpädagogik“ entwickelt hat, kann Ullrich sich und den Lesern nicht erklären.“

    Na, warum wohl?

    Weil für Rudolf Steiner die Waldorfschule von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“ war.

  • #12
    Andreas Lichte

    Mein Kommentar #11 kam beim hardcore-Anthroposophen Michael Mentzel, Schloss Hamborn, „Themen der Zeit“, sehr gut an. Er hat die Ruhrbarone und mich prompt in die „google news“ befördert – so hatte ich es mir gewünscht:

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Ruhrbarone.1367.0.html

    „Ruhrbarone. Peinlichkeiten normal.“

    Michael Mentzel echauffiert sich, dass ich Mentzel als Autor nannte (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), Zitat Michael Mentzel:

    „Das aber können wir nun gar nicht nachvollziehen, denn der „hardcore-Anthroposoph“ [Michael Mentzel] hat diesen „Verriss“ nicht geschrieben. Geschrieben hat ihn NNA-Korrespondent Wolfgang Vögele.“

    Aber der eigentliche Aufreger natürlich, dass ich das allzu Offensichtliche aussprach, Zitat Michael Mentzel:

    „Aber damit es wenigstens so aussieht, als ginge es ihm um die Sache, schreibt er [Lichte]: »Zitat Michael Mentzel: Warum Steiner trotz alldem 1919 eine historisch neue Schulpädagogik entwickelt hat, kann Ullrich sich und den Lesern nicht erklären.«

    Darauf hat natürlich der »Experte« Lichte eine Antwort, die aber den Sachverhalt nicht weiter erhellt, sondern eher zum Gähnen einlädt. Lichte: »Na, warum wohl? Weil für Rudolf Steiner die Waldorfschule von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre Anthroposophie war.«“

  • #13
    A. Maiwald

    Mal wieder sauber recherchiert, Herr Lichte – und die Selbstdemontage geht munter weiter.

  • #14
    Andreas Lichte

    @ A. Maiwald

    Danke für Ihr Lob !

    Ich gebe Ihnen Recht, Michael Mentzels Selbstdemontage http://www.themen-der-zeit.de/content/Ruhrbarone.1367.0.html hat selbst mich noch überrascht, der schon vieles vom hardcore-Anthroposophen Michael Mentzel kennt, z.B.:

    Michael Mentzel veröffentlicht auf seiner website „Themen der Zeit“ Texte der anthroposophischen Hardliner Lorenzo Ravagli und Detlef Hardorp. Siehe zu Detlef Hardorp und seinem von Mentzel veröffentlichten Text „Unzeitgemäßes Vokabular“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/

    „Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

    (…) Jetzt hat sich Hardorp erst mal selber zum Schweigen gebracht. Da hatten doch Kommentatoren geschrieben, Hardorp sei „rechts“. Und als Beleg dafür einen Artikel von Hardorp verlinkt: „Unzeitgemäßes Vokabular“. (…)“

  • #15
    A. Maiwald

    Laaaaangweilig. Lassen Sie sich doch mal was Neues einfallen – Sie wiederholen sich, und das auch noch auf denkbar niedrigen Niveau.
    Pulver verschossen? Da bringen Ihre großen Brüder Grandt, Staudenmaier etc. wesentlich sinnvolleres, auch wenn auch hier inhaltlich das Meiste einfach falsch ist.

  • #16
    Rudolf Steiner

    @ A. Maiwald

    Ich ergänze Ihren Kommentar #15:

    „[…] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird […]“

    Rudolf Steiner, „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  • #17
    Rudolf Steiner

    @ A. Maiwald

    Ich ergänze Ihren Kommentar #15:

    „Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozeß in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird.“

    Rudolf Steiner

  • #18
    A. Maiwald

    Wie schön, dass sich Rudolf Steiner hier zu Wort meldet, aber das ist ja nichts neues und in der GA nachzulesen.

    Ich hatte eigentlich Herrn Lichte um was neues gebeten – aber er bestätigt nur Steiners Aussagen; das was bei ihm so in die Öffentlichkeit abgesondert wird, ist nicht viel mehr als ein fortgeschrittener Dunghaufen.

    Bravo – weiter so!

  • #19
    Rudolf Steiner

    @ A. Maiwald

    Ist Lichte nicht blond und blauäugig? Und kein Geisteswissenschaftler wie A. Maiwald und Michael Mentzel, die meine Worte bestätigen werden:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.”

    “Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  • #20
    Andreas Lichte

    Ein vom hardcore-Anthroposophen Michael Mentzel, Schloss Hamborn, auf seiner website „Themen der Zeit“ veröffentlichter Kommentar:

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Ruhrbarone.1367.0.htm

    ……………………………………………………………….

    „Dr. Emil Petersen schrieb am 31.12.2010 08:52

    (…) Aber Lichte?

    Ich finde diesen Mann extrem unsympathisch in seiner verbissenen, deutschen Intoleranz und selektiven Anthroposophie-Wahrnehmung, die ans Fanatische grenzt. Einer von diesen fanatischen Anthroposophie-Gegnern, Hetzern und geistigen Brandstiftern, wie sie vor allem in die 20er Jahre passen. Der Geerd Wilders der Anthroposophie-Szene, nur ohne eine schlagkräftige politische Partei im Hintergrund und ohne das entsprechende Charisma und die entsprechende Intelligenz. So wie Wilders den Koran mit »Mein Kampf« auf eine Stufe setzt, so gleichermaßen undifferenziert ist das »Denken« Lichtes, das vor allem von Ressentiments bestimmt wird.

    Man stelle sich mal vor, dieser Mann hätte politischen Einfluss in einem autoritären System. Die Antroposophen wären die ersten – und vermutlich nicht die einzigen »Esoteriker« oder Andersgläubigen!! – die massiv zu leiden hätten. Dieser Mann braucht eine Therapie, der merkt gar nicht, wie er sein unausgegorenes Innere auf eine Gruppe projiziert, die er pauschal dämonisiert, wie es heute von christlicher Seite manchmal mit den Muslimen geschieht.

    Das Problem solcher Menschen wie Andreas Lichte, Geerd Wilders etc. ist, dass sie krankhafte Narzissten sind, und mit ihren radikalen Auftritten vor allem eins suchen: Aufmerksamkeit! Diese würde ihnen nicht zuteil werden, wenn sie sich gemäßigt und differenziert ausdrückten – wie etwa Heiner Ullrich selbst.“

    ……………………………………………………………….

    Herr Mentzel, Danke für die Veröffentlichung dieses Kommentars! Danke dafür, dass Sie damit so deutlich machen, wer SIE sind …

  • #21
    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version. (…)

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #22
    julimond

    „Anthroposophische Führerherrschaft

    Geschichtsklitterung, antidemokratische Programmatik und schulische Vermittlung

    Der anthroposophische Publizist Michael Mentzel, der im Internet regelmäßig vorsätzliche Falschmeldungen verbreitet, nahm jüngst seinen Freund Lorenzo Ravagli gegen öffentliche Kritik in Schutz …“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html

  • #23
    Waldiwissenschaft: Lorenzo Ravagli an der Privatuniversität Witten/Herdecke

    „Waldiwissenschaft: Lorenzo Ravagli an der Privatuniversität Witten/Herdecke

    Die vom Land NRW geförderte anthroposophische Privatuniversität Witten/Herdecke lädt Lorenzo Ravagli, Anthroposoph mit äußerst zweifelhaftem Ruf, zu einem Vortrag ein.

    (…) Korrekte Zitate sind Ravagli hingegen ein Dorn im Auge. Das gilt sowohl für Rudolf Steiners Hinterlassenschaft als auch für seine eigenen Worte. Geht es um das gemeinsam von Ravagli und dem ehemaligen Waldorflehrer und NPD-Politiker Andreas Molau [inzwischen „Pro NRW“] verfasste Buch „Falsche Propheten“, hält Ravagli einwandfreies Zitieren für rechtlich unzulässig. So beauftragte er jüngst den Anwalt Michael Hubertus von Sprenger von der Münchener Kanzlei „Von Sprenger-Von Lavergne-Schoeller“ damit, Unterlassungserklärungen an Andreas Lichte und Patrick Gensing von NPD-Blog.Info zu versenden (…)“

    zum Artikel mit Quellen: http://www.ruhrbarone.de/waldiwissenschaft-lorenzo-ravagli-an-der-privatuniversitat-wittenherdecke/

  • #24
    Andreas Lichte

    “Religionsschule Waldorfschule: ein Umkreisen Gottes

    (…) Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”

    Schwieriger wird es, will man die Religion Anthroposophie auch als solche erkennen, Prange führt aus: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“ (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/religionsschule-waldorfschule-ein-umkreisen-gottes/

  • #25
  • #26
    Andreas Lichte

    „Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule“

    http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • #27
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    (…) Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)“

    zum Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #28
    Andreas Lichte

    Die Waldorfschule und Andreas Molau, Aussteiger aus der rechtsextremen Szene

    Andreas Molau, ehemaliger NPD-Spitzenfunktionär und zuletzt für „pro NRW“ tätig, ist aus der rechten Szene ausgestiegen. Offen bleibt die Frage, ob die „Freie Waldorfschule Braunschweig“, an der Molau von 1996 – 2004 Deutsch, Geschichte und Politik (sic !) unterrichtete, nichts von Molaus damaliger politischer Orientierung wissen konnte. Von Andreas Lichte.

    Michael Mentzel [Schloss Hamborn, sic!] schreibt am 2. August 2012 auf seiner anthroposophischen Website „Themen der Zeit“ über Andreas Molau:

    „Ein bis zu seiner Entlassung im Jahre 2004 als Waldorflehrer tätiger Rechtsextremer, der nach Aussagen der damaligen Kollegen, Eltern und SchülerInnnen als guter Kumpel, aber nie als Rechtsextremer in Erscheinung getreten und infolgedessen auch nicht aufgefallen war.“

    Ist es wirklich so einfach? Molau sagt in meinem 2009 bei „Publikative“ (damals noch „NPD-Blog.Info“) veröffentlichten Interview:

    „(…) Lichte: Bis zu Ihrer Enttarnung arbeiteten Sie 8 Jahre lang an der Freien Waldorfschule Braunschweig?

    Molau: Welche ‘Enttarnung’? Ich habe mich nie versteckt. Als Lehrer habe ich dasselbe gesagt und getan, wie vorher auch (…)“ (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-und-andreas-molau-aussteiger-aus-der-rechtsextremen-szene/

  • #29
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei:

    „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“

    Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage:

    „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“

    (…)“

    weiterlesen – u.a. zum “Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule”: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #30
    Andreas Lichte

    Michael Mentzel: Anthroposophie und Nationalsozialismus

    Ansgar Martins, Gastautor der Ruhrbarone, hat ein kritisches Buch über Rudolf Steiners Rassismus und Geschichtsbild geschrieben, das vom Historiker Prof. Peter Staudenmaier in einer Rezension als „sachliche und scharfsichtige Darstellung“ begrüsst wurde, „bei weitem die beste Darstellung, die bei einem anthroposophischen Herausgeber erschienen ist“. Das sorgt für einen bizarren Auftritt von Michael Mentzel [Schloss Hamborn], Propagandist der, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie. Von Andreas Lichte.

    In seinem Artikel „Steiner und der Rassismus“, veröffentlicht auf seiner Website „Themen der Zeit“, begibt sich der Anthroposoph Michael Mentzel [Schloss Hamborn] auf die verzweifelte Suche nach Fehlern in Ansgar Martins Buch „Rassismus und Geschichtsmetaphysik: Esoterischer Darwinismus und Freiheitsphilosophie bei Rudolf Steiner“. Es wird eine Irrfahrt durch das anthroposophische „Geisterland“, wie Ansgar Martins in seiner Antwort dokumentiert.

    Zu Mentzels propagandistischer Grundausstattung gehört es, Kritikern der Anthroposophie zu unterstellen, was sie nie behauptet haben, Zitat Mentzel:

    „Eines scheint mir das Anliegen des Autors Ansgar Martins jedoch nicht zu sein: Der Versuch, nachzuweisen, dass der von ihm bei Steiner diagnostizierte Rassismus und Antisemitismus die von manchen Kritikern behauptete Klammer und die Kontinuität sind, die den Nationalsozialismus ermöglicht haben.“

    Dazu Ansgar Martins’ Antwort im Originalwortlaut, Zitat:

    „Dass die Anthroposophie nicht die Wegbereiterin des Nationalsozialismus war und sich in dieser Richtung auch nicht ernsthaft argumentieren lässt, darin ist Mentzel ausdrücklich zuzustimmen. Tatsächlich hat bisher auch noch kein ernstzunehmender Steinerkritiker die Anthroposophie zum Wegbereiter des Faschismus stilisiert. Das haben diesbezüglich interessierte Anthroposophen ganz allein geschafft. Ettore Martinoli [Mitbegründer der ‘Anthroposophischen Gesellschaft Italiens’], der sich nicht nur aktiv für die antisemitischen Rassegesetze im italienischen Faschismus, sondern vor allem für deren Synthese mit der Anthroposophie einsetzte, riss Steiner aus seiner faktischen geistesgeschichtlichen Irrelevanz und stellte ihn in eine Reihe mit Mussolini und Hitler:

    ’Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses grossen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.’ (Martinoli: ‚Un preannunziatore della nuova Europa: Rudolf Steiner’, in: ‘La Vita Italiana’, Juni 1943, S. 566, übersetzt bei Andreas Lichte)

    Es waren gerade die idealistischen Aspekte der Anthroposophie, mit denen solche Autoren ihren faschistischen Enthusiasmus rechtfertigten. Erhard Bartsch, Pionier der biodynamischen Landwirtschaft, belehrte den jüdischen Anthroposophen und Nazigegner Hans Büchenbacher:

    ‘Wissen Sie, Herr Dr. Büchenbacher, wenn man wirklich michaelischen Geist hat, dann tritt man an die Seite von Adolf Hitler.’ (zit. n. Büchenbacher: ‘Erinnerungen 1933-1945’, Archiv ‘Info3’, 8)

    Andere sahen in der Anthroposophie die ideale spirituelle Ergänzung zum ‘materialistischen’ Nationalsozialismus:

    ‘Rudolf Steiner kommt von oben. Hitler kommt von unten, und so geben sie einander die Hand.’ (zit. n. Dieter Brüll: ‘Ein Bewusstsein war nicht vorhanden’, in: ‘Info3’, 4/1999, 20)

    Büchenbacher, der als Vorsitzender der deutschen Anthroposophen 1935 ‘freiwillig’ zurücktreten musste, schätzte rückblickend, ‘dass ungefähr 2/3 der Mitglieder mehr oder weniger positiv zum Nationalsozialismus sich orientierten.’ (Büchenbacher: ‘Erinnerungen’, a.a.O., 17)

    (…)“

    Soviel von Ansgar Martins zur anthroposophischen Zustimmung zu Faschismus und Nationalsozialismus. Betrachtet man die praktische Zusammenarbeit von Anthroposophen und nationalsozialistischen Organisationen, fällt es noch schwerer, eine klare Grenze zu ziehen:

    Im „Dritten Reich“ passierte Anthroposophie auf der falschen Seite des Zaunes, des Zaunes des KZ Dachau: Dort gab es einen biologisch-dynamischen Betrieb – und den ehemaligen Waldorfschüler und SS-Arzt Sigmund Rascher, der geplant tödlich verlaufende Menschenversuche an KZ-Insassen durchführte. Die anthroposophische Firma „Weleda“ versorgte Rascher mit Materialien …“

    zum Originalartikel: http://www.ruhrbarone.de/michael-mentzel-anthroposophie-und-nationalsozialismus/

  • #31
    Anna

    Ich war 12 Jahre auf dieser Schule und geschlagen oder gemobbt wurde niemand aus meiner Klasse oder einer von meinen 6 Geschwiestern. Ich finde die Waldorfschule Schloss-Hamborn ist eine sehr gute Schule die Lehrer sind sehr gut und es herrscht ein harmonisches Unterrichtsklima. Durch die vielen Projekte wie z.b. BiografieArbeit oder die Jahresarbeit wird selbständiges lernen gefördert. Da ich nun mein Abitur am Westfalen College absolviere ist mir der Unterschied sehr stark aufgefallen das viele meiner jetzigen Mitschüler oft das Problem haben selbständig zu lernen ,auch die wenige Interesse am Unterricht und die wenige Motivation zu lernen ist mir sehr stark aufgefallen.Das vermittelt wissen aufzunehmen ist für mich kein Problem, ich fühl mich meist unterfordert und habe das Gefühl das die Lehrer viel weniger tuen müssen als auf einer waldorfschule. Und ich wollte noch erwähnen das in Hamborn sehr qualifizierte Lehrer sind einige tragen sogar ein DoktorTitel. Ich bin sehr froh darüber diese Schule besucht zuhaben den mir wurde nicht nur Schulwissen vermittelt sondern auch eigenständiges denken und hinterfragen von Dingen usw. , und ich finde das echt übertrieben das hier die Waldorfschulen so schlecht gemacht werden, obwohl die wenigsten ÜberHaupt keine je von Innen gesehen haben, und es geht hier um die Schule und nicht darum was Rudolf-Steiner über dies und jenes gesagt hat ,ich war waldorfschul Schüler und ich weiß nix über den. Ich finde das sogar gut so wenig wie möglich fernsehn zugucken tut mir leid diesen Mist muss ich mir echt nicht antuen , da läuft doch nur Müll ich sag nur Mitten im Leben, DSDS usw. Das ist doch unterstes Niveau. Wenn man verblöden möchte brauch man nur den fernseher einschalten, und diese TalkShows mit Markus Lanz usw. Das ist auch das allerletzte.Ich wollte noch fragen kennt jemand Edward Bernays? Vielleicht solltet ihr euch mal mit seinen Buch Propaganda auseinandersetzen, da könnt ihr was lernen oder mit Andreas Popp von der Wissenmanusfaktur . Anstatt hier irgend so ein Müll von RuhrBaron nach zu plappern der bestimmt dafür bezahlt wurde damit er sich so negativ über diese Schulen äußert . Weil es tut mir leid ich habe mehre Berichte von ihm gelesen und das meiste davon stimmt einfach nicht, ich war auf einer waldorfschule ich muss besser wissen als er was dort abgeht. Und normalerWeise muss man als ein Journalist neutral berichten und nicht so wie er ….

  • #32
  • #33
    Anna

    @Andreas

    Das finde ich zwar nicht, aber egal,
    Ich finde das alles einfach nur eine Unverschämtheit das so schlecht über waldorfschulen geredet wird und das meiste sind lügen die hier verbreitet werden, meine Schule war nie rassistisch , Auf Hamborn haben so viele Schüler gegen Nazis demonstriert und wir haben sogar mit einer afrikanischen TheaterGruppe zusammen gefrühstückt und an vielen Projekten teilgenommen um armen Kindern in Afrika oder in Brasilien Geld zuspenden. Es tut mir leid das sie sich durch MedienPropaganda manipulieren lassen ,so schlau wie sie sind denken sie das wirklich Terroristen in Worl Trade Center geflogen sind und das die Amis den Afganen nur helfen wollen ^^ Und wer so ein Blödsinn glaubt was hier im RuhrBaron geschrieben wird den kann ich nicht weiter helfen.

  • #34
    Anna

    Übrigens Finnland hat in der PISA Studie am besten abgeschnitten hier der Link http://m.euractiv.com/details.php?aid=247752
    Und wenn man sich über deren Schulsystem informiert weißt dieses ziemliche Parallelen mit dem Konzept der Waldorfschule auf ,nur so zur Info!!!

  • #35
    Stefan Laurin

    @Anna: Aber das finnische Schulsystem beruht nicht auf den Ideen eines komplett durchgeknallten Spinners wie Steiner…

  • #36
    Andreas Lichte

    „komplett durchgeknallter Spinner Rudolf Steiner“ – ein Beispiel:

    „Ichlose Dämonenkinder

    Falls Sie beabsichtigen, ihr Kind an eine Waldorf-/Steinerschule zu schicken, sollten Sie bedenken, dass Rudolf Steiner einigen Kindern schlicht das Menschsein abspricht und sie zu Dämonen erklärt. Ob ihr Kind ein Dämon ist, erkennen Sie an seinen Ohrläppchen. In diesem Fall sei ihm jedenfalls die staatliche Regelschule empfohlen.

    Ein Beispiel anthroposophischer Wahnvorstellungen, Geheimdünkelei und der bis heute anhaltenden, kritiklosen Hörigkeit seiner Jünger gegenüber den kruden Thesen des grossen Meisters beginnt mit der Lehrerkonferenz von Mittwoch, dem 25. April 1923, 16.30-19 Uhr:

    “Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle.

    Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der l. Klasse, da wird irgendeine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Inneren. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

    X.: Wie ist das möglich?

    Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigen den Individualitäten. Es geschehen auch Genera­tionen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächt­nis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesen­heit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zu­rück.

    Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.

    Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies viel­fach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht sol­chen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da­durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Men­schen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

    Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner­schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Men­schen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Schock hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätspro­fessor, der einen großen Ruf hat, daß der, nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

    Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.”

    (GA300c-1975-S 70 – Konferenzen mit den Lehrern IIIA)

    Ein Beispiel, wie devot Anthroposophen mit solch unmenschlichem Schrott des Meisters noch heute umgehen, findet sich im entsprechenden Eintrag auf “Anthrowiki”:

    (…)“

    weiterlesen: http://rudolfsteinerblog.wordpress.com/2013/03/01/ichlose-menschen/

  • #37
    Anns

    Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ich wollte mit meinen Beitragen nur sagen wie es in der Praxis läuft in einer Waldorfschule, und zur heutigen Zeit, was weiß ich was Rudolf-Steiner für ein Mensch war!, wir haben uns in.der Schule nicht mit ihm beschäftigt, wir sollten selber nachdenken und erkennen^^ Zumal ich denke das die Menschen vor 70 Jahren anders gedacht haben als heute, für die Amerikaner waren die dunkelhäutigen Menschen auch nur Sklaven und Tiere hätte man denen früher gesagt das ein schwarzer ,Präsident der Vereinigten Staaten wird, hätten die wer weiß was schlimmes mit einen gemacht und komischer Weise sagte niemand heute das die Amis Nazis waren^^ und Deutschland wurde nach den 2. Weltkrieg auch von den Amerikanern sehr geprägt , ich meine damit nicht jeder ist Perfekt, aber Man kann ja nur die Positiven Aspekte übernehmen oder natürlich die Ideen die gut sind weiterausbauen. Wir versklaven ja auch heute keine Schwarzen nur weil die Amis das früher gemacht haben.Was ich damit meine was wäre wenn Rudolf-steiner in unserer Zeit groß geworden wäre hätte er sich genauso über die “ verschiedenen“ Rassen geäußert wie vor 60 Jahren? Er hat halt die Waldorfschule geleitet damals, aber überlegen wir einfach wie früher die Kultur und Denkweise zu dieser Zeit war , es war damals die größte Schande als unverheiratete Frau ein Kind zubekommen ,es wurde als Bastard beschimpft und ich kann mir auch nicht vorstellen das es geduldet wurde das Deutsche Afrikaner heiraten…Natürlich sehe das nicht so weil ich zu einer ganz anderen Zeit geboren wurde. Die waldorfschulen sind ja nicht genauso wie zu der Zeit von Rudolf-Steiner sie haben sich weiterentwickelt und den Heutigen Zeiten angepasst. Ich weiß wirklich nicht viel über den ,aber ich denke er hat eine gute Idee gehabt wie man eine Schule führen sollte usw. aber diese Idee war nur ein Grundbaustein und musste weiter ausgebaut werden. Das Problem ist das heut zutage die Menschen in verschiedene Schubladen gesteckt werden ,natürlich gibt es Gruppierungen, aber es gibt auch individuelle Menschen , zudem ich denke auch Rudolf-Steiner gehört hat. Also wenn er wirklich so ein Nazi gewesen wäre warum hat dan Hitler nicht seine Schule erlaubt? Wie ich gehört habe wurde er sogar von den Nazis verfolgt, weil er sich für Behinderte Menschen eingesetzt hat.

  • #38
    Andreas Lichte

    @ Anns #37

    Rudolf Steiner ist die Autorität der Waldorfschule, alles beginnt und endet mit Rudolf Steiner.

    In den Lehrerkonferenzen der Waldorfschulen wird Rudolf Steiner gelesen, ich war dabei, als die Lehrer in Schloss Hamborn Rudolf Steiner gelesen haben …

  • #39
    Andreas Lichte

    „Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…)

    Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    – Anthroposophische Medizin: „Die Vereinigung anthroposophischer Ärzte stellte eine Hauptstütze der NS-treuen »Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde dar«.“4

    – „Biologisch-dynamische“ Landwirtschaft: „1935 wurde der »Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise« korporatives Mitglied der nationalsozialistischen »Deutschen Gesellschaft für Lebensreform« (Motto: »Die Weltanschauung der Deutschen Lebensreformbewegung ist der Nationalsozialismus«).“5

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #40
    Anns

    Und Hamborn ist ja schon eine richtige Waldorfschule und unsere Leherer haben sich nie negativ über anders Farbige Menschen geäußert, im Gegenteil uns wurde beigebracht das wir alle gleich sind das wir alle Menschen sind und andere Kulturen ,Religionen und Nation akzeptiertieren ,den der Mensch ist ein Individuum. Das es normal ist das nicht jeder Mensch gleich denkt. Wir haben in der Schule auch eine Moschee, ein Hindu-TEmpel usw. Besucht. Damit wir uns eine eigene Meinung bilden können und vielleicht auch eine Neue Religion für uns finden. Niemand wurde bei uns aufgrund anderer Hautfarbe diskriminiert , oder Religion. Wenn ich nur überlege das einige die das Geld hatten als Praktikum nach Indien gefahren sind um dort in einen Kindergarten zu arbeiten zeigt mir das Schloss-Hamborn weit von Rudolf-Steiners „Rassen“ Ansichten entfernt sind zumindest aufjedenfall die Schüler und der Unterricht…

  • #41
    Andreas Lichte

    @ Anns #40

    Du schreibst: „… und vielleicht auch eine Neue Religion für uns finden.“

    Richtig beobachtet, so funktioniert es:

    In den Waldorfschulen wird nicht offen Anthroposophie missioniert, sondern – scheinbar – religiöse Wahlfreiheit gegeben. Die SchülerInnen sollen die Anthroposophie „selber“ für sich entdecken.

    Der Dozent Lothar Steinmann, aus dem anthroposophischen „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, sagt zur anthroposophischen Prägung des Fachs „Mathematik“ – sehr verklausuliert – folgendes:

    „Religionsschule Waldorfschule: ein ‘Umkreisen Gottes’

    (…) Die „normale Verpackung“ ist „Mathematik“, das „eigenwillige Produkt“ die Religion Anthroposophie. Lothar Steinmann, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, schreibt dazu in einer e-Mail an Pfarrer Thomas Gandow, Beauftragter für Sektenfragen der Evangelischen Kirche:

    „Die Begegnung mit der Unendlichkeit ist für Schüler, wenn sie denn stattfindet, immer auch die Begegnung mit einer neuen Dimension. Das vermeintlich Abstrakte verdichtet sich zu einem Erlebnis, dass eine andere, vielleicht transzendente Seinsebene ahnen lässt. Geometrie ist in diesem Sinne immer auch Begegnung mit dem Unendlichen. Ich fasse das als eine Art »Umkreisen Gottes« auf, benutze damit einmal ein Ihnen geläufiges Vokabular, und wünsche mir in diesem Unterricht, wenn es denn gelingt, eine Art religiöser Stimmung, bei der Richtungen, Ismen und Konfessionen keine Rolle spielen.“ (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/religionsschule-waldorfschule-ein-umkreisen-gottes/

  • #42
    Andreas Lichte

    „Mobbing an der Rudolf-Steiner-Schule in Schloß Hamborn bleibt straflos

    Paderborn (nw). Mobbing unter Schülern ist in den letzten Jahren verstärkt zu einem Thema geworden. Auch an den Lehrern gibt es dann manchmal Kritik. So passierte es vor gut einem Jahr an der Rudolf-Steiner-Schule in Schloß Hamborn. (…)

    (…) Die Eltern hatten deshalb schließlich sogar Anzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht sowie fahrlässiger Körperverletzung erstattet. (…)

    (… ) „Gröbliche Pflichtverletzungen“ und vorsätzliches Handeln sei den Beschuldigten [Lehrern und der Schulleitung] „nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit nachzuweisen“, lautet das Resümee der Staatsanwaltschaft. (…)

    (…) werde nach einem Gutachten der Westfälischen Kinder- und Jugendklinik in Marsberg davon ausgegangen, dass bei dem Opfer „Mobbingerfahrungen“ eine Angststörung und depressive Stimmungen verursacht haben (…)

    (…) Die Eltern des Opfers wollen jetzt auf zivilrechtlichem Wege Ansprüche geltend machen. Keines ihrer vier Kinder besucht inzwischen noch die Rudolf-Steiner-Schule.“

    zum vollständigen Artikel: http://www.mt-online.de/lokales/regionales/9696414_Mobbing_an_der_Rudolf-Steiner-Schule_in_Schloss_Hamborn_bleibt_straflos.html

  • #43
  • #44
  • #45
    Anna

    Ein guter Freund von mir hat eine Gesamtschule in Borchen besucht und wurde dort von dem Direktor, Lehrern und Mitschülern diskriminiert aufgrund seines Migrationshintergrunds, teilweise von den Mitschülern beleidigt und geschlagen!!!! Und auch so gibts viele Staatliche Schulen an denen Mobbing und Gewalt unter den Mitschülern zum Alltag gehören ,in Berlin ist an einer Schule sogar Security!!!
    Aber das sieht Andreas nicht. In Schloss Hamborn haben wir jeden gleich behandelt unabhängig davon ob jemand Ausländer war oder Arm. Und wenn es mal streit gab, hat unsere Klassenlehrerin sich sofort mit uns zusammen gesetzt und darüber diskutiert! Der geschilderte Vorfall von dir ist die Ausnahme und man kann dadurch nicht auf alle Waldorfschulen übertragen das es dort überall dann so zu geht! Das ist kein Argument! Ich finde es interessant was z.b David Precht über das Staatliche Schulsystem zu kritisieren hat :https://www.youtube.com/watch?v=jfp9yOITiN4 Oder der Film Alphabet von Wissenschaftlern mit entwickelt , die sehr scharfe Kritik an unser Bildungssystem äußern. https://www.youtube.com/watch?v=GInqHl8MnIU

  • #46
    Andreas Lichte

    @ Anna

    der Haupt-Fehler der Waldorfschule ist, dass sie ein Ort ist, wo sich Menschen versammeln, die auf den Scharlatan Rudolf Steiner hereingefallen sind …:

    „… ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende …

    Und wenn einer so wirklich gar nichts gesagt hat, das auch nur irgendwie von Bedeutung sein könnte? Was tun?

    Eine originelle Strategie: Man macht sein Werk „unendlich“ groß, und die Nicht-Existenz einer Idee lässt sich nicht mehr nachweisen – so wie die Welt in all ihren Erscheinungen niemals vollständig erfasst werden kann, die Nicht-Existenz „Gottes“ also nicht beweisbar ist.

    Ein Gefühl von „Unendlichkeit“ erzeugt die „größte Gesamtausgabe eines einzelnen Menschen weltweit“ von der bereits „354 Bände und 24 Ergänzungsbände“ erschienen sind, und „viele noch ausstehen“. Die Rede ist von der Rudolf Steiner Gesamtausgabe [1].

    In die Nähe „Gottes“ rückt Rudolf Steiner (1861–1925) selbst. Für seine Anhänger – die „Anthroposophen“ – hat Steiner den Status des Propheten, des Vermittlers der ewigen Wahrheiten aus der „geistigen Welt“.

    Steiner behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“ („akasha“, Sanskrit: Äther), zu haben. In dieser „Chronik“ seien alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten, die dem „Geistesforscher“ – also ihm selber – zur Verfügung stünden. Steiner sagt über seine Rolle als „Seher“: „Meinen Schauungen in der geistigen Welt hat man immer wieder entgegengehalten, sie seien veränderte Wiedergaben dessen, was im Laufe älterer Zeit an Vorstellungen der Menschen über die Geist-Welt hervorgetreten ist (…) Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens“ [2]. Und: „Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst und dass wir dasjenige, was aus der Geistesforschung geschöpft wird, in den Urkunden wieder aufsuchen (…) Was heute erforscht werden kann ohne eine historische Urkunde, das ist die Quelle für das anthroposophische Erkennen“ [3].

    Und was sieht Steiner? Zunächst einmal das, was er bei der Theosophin Helena Petrovna Blavatsky abgeschaut hat. Sein theosophisches Diebesgut versteckt Steiner dann hinter einer dicken Schicht „wild gewordener Phantastik“ [4], mit der er beispielsweise die Details seines Buches „Aus der Akasha Chronik“ [5] ausmalt. Das Ergebnis ist so etwas wie rassistischer Science-Fiction-Trash [6].

    (…)

    „Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie.“ [17]“

    zum vollständigen Artikel [mit Quellenangaben]: http://www.schiebener.net/wordpress/ein-fortgeschrittener-dunghaufen-ist-das-im-gehirn-sich-ausbreitende/

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