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Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

Jetzt ist schon wieder was passiert. Nein, keine Sorge. Der „Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“, Detlef Hardorp, hat kein Kind tot gebissen. Obwohl. Beschwören möchte ich das nicht– Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Waldorfschule. So wie „kreativ“. Spiel ganz wichtig:

– Helmut Meisenburg, Waldorflehrer, spielte mit seinen Schülern „Mundzukleben“, wenn es mal zu laut wurde. Kam gut an, sagt er selber.

– Angelika Gilde, ehemalige Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung

Alte Ziegelei Rädel, führte als Schulsport Freistil-Ringen ein. Ihre Erfindung: der „Gilde-Griff“. Der Sieger stand schon vorher fest.

– „Kinder spielen im Asbest“. Muss man erst mal drauf kommen. Findet auch die Berliner Morgenpost.

– und der „Bund der Freien Waldorfschulen“ spielt „Monopoly“: Wenn man die Schulnachbarn nicht vor Gericht zum mitspielen bringt, hilft die gut gefüllte Schulkasse.

Manche Eltern natürlich Spielverderber. Dann erklärt ihnen Detlef Hardorp noch mal die Regeln. Seine Freunde, die Anwälte, helfen ihm dabei. Und danach ist wieder Ruhe. Ich persönlich finde ja, Hardorp sollte mal die Mafia coachen, Omertà durchaus noch verbesserungsfähig.

Jetzt hat sich Hardorp erst mal selber zum Schweigen gebracht. Da hatten doch Kommentatoren geschrieben, Hardorp sei „rechts“. Und als Beleg dafür einen Artikel von Hardorp verlinkt: „Unzeitgemäßes Vokabular“. Lieber Leser, klicken sie mal drauf … sorry, ich sage Ihnen jetzt nicht, wo Sie den Artikel doch noch finden können. Nichts gegen Anwälte, aber muss ja nicht sein, dass die Ruhrbarone noch mal die Regeln erklärt bekommen.

Was sagt Hardorp in „Unzeitgemäßes Vokabular“? Darf ich das jetzt ausplaudern? Fange ich doch mal mit dem SPIEGEL an, der SPIEGEL kennt bestimmt die Regeln, Zitat:

„Der umtriebige Steiner (1861 bis 1925) hat die umstrittene Anthroposophie erdacht, jene »Weisheit vom Menschen«, auf der die Waldorfpädagogik gründet. Vorwürfe, der Guru der Bewegung verbreite auch Rassismus, hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Dass sich nun aber die Bundesprüfstelle der Kritik annimmt, zeigt, dass die Waldorfanhänger zu lange in der Defensive verharrten und die Vorwürfe herunterspielten. Detlef Hardorp etwa, deutscher Vertreter beim »European Council for Steiner Waldorf Education«, kann im Werk des Ahnherrn höchstens »unzeitgemäßes Vokabular« entdecken.

Dabei spricht die Diktion für sich selbst: »Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten, und die übriggebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden«, schreibt Steiner in der »Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde«, die nun auf den Index soll. Darin schwadroniert er auch von der »passiven Negerseele«, die »völlig ihrer Umgebung, der äußeren Physis hingegeben« sei. Die »kaukasische Rasse« dagegen soll »den Weg machen durch die Sinne zum Geistigen, denn sie ist auf die Sinne hin organisiert«.“

Was will uns der SPIEGEL damit sagen? In seinem Artikel „Unzeitgemäßes Vokabular“ bemängelt Hardorp Steiners Wortwahl, findet aber Steiners Ideen nach wie vor zeitgemäss und „interessant“. Mich erinnert das an das Politikersprech: „Wir haben unsere Ziele nicht klar genug kommuniziert.“ Ich finde ja auch, Ziele sollten so klar wie möglich formuliert werden:

„Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.” Rudolf Steiner

P.S.: Lieber Leser, ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich nicht deutlicher geworden bin. Hoffe aber auf Ihr Verständnis. Ich hab‘ schon Respekt vor dem „Berlin-Brandenburgischen Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“, Detlef Hardorp. Ich hätte mich auch nie getraut, den „Bildungspolitischen Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“ „Bullterrier“ zu nennen. Aber das ist ein Zitat des Anthroposophen Christian Grauer, hier. Da darf ich das doch, oder? Mal sehen, was mein Anwalt sagt.

Info: Die Waldorfschule, Rudolf Steiner, und die Anthroposophie

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart vom Anthroposophen Emil Molt, Besitzer der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, als Betriebsschule gegründet. Molt beauftragte Rudolf Steiner mit der pädagogische Leitung der neuen „Waldorf“-Schule.

Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 mit der schlechtmöglichsten Note „rite“ in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen   „Anthroposophie“ neu gründete.

Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu  S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“ Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen, okkulten Quellen, die für Nicht-Anthroposophen reine Fiktion sind.

Die Waldorfschule war für Steiner von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“. Und die „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule, Rudolf Steiner deren unangefochtene Autorität. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände.

Zum Autor: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.

Andreas Lichte bei den Ruhrbaronen:

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“

Interview mit Andreas Lichte

„Kampf bis zur Erleuchtung – Lorenzo Ravagli und der Glaubenskrieg der Anthroposophie gegen Helmut Zander“

„Die Waldorfschulen informieren“

„Drei Gründe für die Waldorfschule“

RuhrBarone-Logo

39 Kommentare zu “Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

  • #1
    Alexander D. Wietschel

    Es ist ein wiederkehrender Alptraum, den die Betroffenen und die freiheitlich-demokratische Öffentlickeit in der Bundesrepublik und leider auch weltweit, mit den orthodoxen Anthroposophen erleben. Ein fundamentales Grundproblem der sogenannten „Anthroposophen“ liegt offenbar in der Wahrnehmung des Individuums und dessen Würde und Rolle in der Gemein- & Gesellschaft.

    Dem alten Goethe und Schiller würden so ziemlich alle Gesichtszüge entgleisen, wie deren Ideen der Aufklärung in einer derart menschenverachtenden Weise regelrecht mißbraucht werden.

    Herr Dr.Detlef Hardorp ( Pressesprecher des Bundes der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg ) ist hier die personifizierte Verkörperung der Steiner-Doktrien.

    Die Würde des Einzelnen zählt NICHTS im Verhältnis und der Wertung der sog. „Gemeinschaft“. Selbst erlebt, wird man als Opfer von Gewalt und struktureller pädagogischer und menschlicher Dilletanz ( an der Außenstelle der Waldorfschule Potsdam – Alte Ziegelei Rädel ) blitzartig in den eigenen anthroposiphischen Reihen zum Aussätzigen erklärt, übel verfähmt und selbst in die Kontroll-, Aufsichts- & Strafverfolgungsbehörden unserer „aufgeklärten Demokratie“ zum „Ahriman“ erklärt.

    Zusammenfassend läßt sich wohl sagen: aus einem Irrweg einer seinerzeit verrotteten Gesellschaft ( des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts und dunkler Zeiten der deutschen Gesellchaftsgeschichte ) war schon damals für wirklich aufgeklärte Humanisten unerträglich. Hier und heute jedoch gleicht das aggressive Bemühen der Anthroposophen – wie Herrn Dr. Hardorp – ihre vergangenen Werte besitzerhaltend weiterhin durchdrücken zu wollen einem „eiskalten Griff aus der Rudolf-Stein(er)-Zeit“.

    Bürger wehrt Euch gegen sektöse Strömungen und Fundamentalisten jeder Art !

    Die Geschichte der Menschheit hat wieder und wieder millionenfach gezeigt, dass Gesellschaften nur in der Würdigung und der Förderung jedes einzelnen Idividuums die Möglichkeit zur Weiterentwicklung finden. Jeder andere Weg führt zu Stillstand und Stillstand ist Rückschritt und Rückschritt führt zu Unterdrückung und Unrecht !

    Demokratie und Würde fängt im Kindergarten an und wird in der Schule kultiviert !

    Wehe Dem, der nur verrottetes Essen als geistige und körperliche Nahrung erhält !

    In diesem Sinne ! . . . Unrecht – wo auch immer – mit Null Toleranz bekämpfen !

    www.wasistwaldorfwirklich.de

    Alexander D. Wietschel

  • #2
    Dieter Carstensen

    Die Waldiorf – „Schulen“ sind meiner Meinung nach nichts anderes als ultrakonservative Kaderbildungseinrichtungen selbsternannter „Eliten“ Wohlhabender.

    Schon ihre Grundlage, das Gedankengut ihres Gründers, widerspricht jeglicher neuzeitlich demokratischen Pädagogik, wie ja auch in diesem Artikel nachgewiesen wird.

    Ich fordere seit langem, diesem mehr als rechtslastigen Eliteclub die Schulzulassung zu entziehen und diesen Einrichtungen sofort jegliche staatlichen Zuschüsse und Steuerprivilegien zu entziehen, da durch derartige „Schulen“ mehr Schaden als Nutzen für unsere Gesellschaft entsteht.

    Dies wurde in zahlreichen, kritisch fachlichen Gutachten zu dieser Form der „Pädagogik“ nachgewiesen.

  • #3
  • #4
  • #5
    Patrizia

    Die Ausbreitung der Waldorfschulen und die damit verbundene Indoktrinierung von Schülern mit der Rudolf-Steiner-Anthroposphen-Unsinnslehre hat unsere Schweiz
    besonders hart getroffen :-(. Ein Grund dafür mag der Wunsch vieler Eltern nach bestmöglichster Ausbildung für ihre etwas lernschwächeren Kinder sein; ein weiterer Grund ist die geschickte Verbindung, welche die Waldorfschulen zu den
    deutschen Dichtern Goethe und Schiller herstellen. Der Lehrkörper mimt die ver-
    ständnisvollen PädagogInnen, plädiert für Umweltschutz und präsentiert für
    komplexeste, gesellschaftliche Fragen immer eine einfache, „seichte“, Lösung.
    So etwas beeindruckt viele verunsicherte Eltern, wenn ihre Kinder in der Schule
    nicht das Leisten, was sie von ihnen erhofft haben.

    Bedenklich finde ich ausserdem,dass mit der Einführung der obligatorischen Kinder-
    gartenpflicht, z.b.im Kanton Basel, die Indoktrination mit dem okkult-esoterischem-
    Rudolf-Steiner-Käse à la Swiss carte schon von Kindesbeinen an serviert wird.

    Ernst Bloch, einst Koryphäe an der Tübinger Universität, hat den okkulten Spuk mit
    dem Wort „faschistoid“ umschrieben. Angesichts der neuen anthrophosophischen
    Umtriebe mit völkischem Anstrich werden einer die schon lange verstorbenen,
    marxistischen Philosophen richtig sympathisch. Der Perseus-Verlag in Basel, mit
    dem Verleger Thomas Meyer an der Spitze, verdeutlicht, was aus einem mehr als
    mittelmässigen, schleiertanzenden Waldorfschüler werden kann … ein nationaler
    Chauvinist der gern Goethe zitiert, Verschwörungstheorien mit einigen anderen
    Dummköpfen verbreitet und unablässig gegen den Liberalismus wettert.

  • #6
  • #7
    Christopher

    Waldorfschule. So wie „kreativ“. Spiel ganz wichtig:

    Manche Eltern natürlich Spielverderber.

    Rechtes Gedankengut ist mir in meiner Waldorfschulzeit nicht begegnet – ganz im Gegenteil. Wohl aber Semantik und Rechtschreibung.

  • #8
    steinerimbrett

    @ Andreas Lichte
    Mundzukleben an Waldorfschulen als pseudopädagogisches Hilfsmittel bei persönlicher Überforderung? Nein, das ist tatsächlich kein spielerischer Zeitvertreib, das wird wahrhaft erwogen und im Angesicht totaler Hilflosigkeit (wegen nicht mehr in den Griff zu bekommender Klassenlautstärke) auch eingesetzt: So geschehen an einer bayerischen Waldorfschule im vergangenen Jahr. Festgehalten zunächst in einem internen Papier (daß mir vorliegt) als denkbare und wirkungsvolle Sanktion, wurde später seitens leitender Schulverantwortlicher heruntergespielt, was nur herunterzuspielen geht: Die Klasse empfand dies bloß als makabren Scherz, der betreffende Lehrer hat natürlich umgehend eingesehen, daß solcherlei Maßnahmen unter keinerlei Umständen auch nicht im Entferntesten irgendwas mit Waldorfpädagogik zu tun haben können, und überhaupt ist man allgemein gerne kreativ, auch wenn die dann gefundene oder zumindest vorstellbare Maßnahme selbstredend nicht mit einem akzeptierten Begriff von Menschenwürde in Einklang zu bringen ist.

    Ideen muß man halt haben, auch wenn sie schon bei ihrer Entstehung die Grenzen zur Absurdität und Respektlosigkeit weit überschreiten. Aber auf Ideen bildet man sich halt was ein in der Waldorfpädagogik, und sei es nur, um zur Räson zu bringen, was mit den üblichen Mitteln einer öffentlich bekannten „Erziehungskunst“ nicht so ohne weiteres gelingen mag. Warum also beizeiten nicht damit drohen, den Mund zuzukleben? Ihre Kritiker sind sowas in der Art ja durchaus gewöhnt. Den Mund verbieten wollen geschieht hierbei auf oftmals subtile, gar nicht ungeschickte Weise. Also: Den Anfang machen bei den eigenen Schülern, und niemals aufhören wollen damit bei jenen, die dummerweise auch noch Wind kriegen von jener Sorte Kreativität, von der „Erziehungskünstler“ gar nicht genug für sich beanspruchen können…

  • #9
    Andreas Lichte

    @ Christopher

    „Wohl aber Semantik und Rechtschreibung.“

    du bist schon richtig in der Waldorfschule. Ist da eigentlich eine Aufnahmebedingung, dass man gar nichts peilt?

  • #10
    Andreas Lichte

    @ steinerimbrett

    Danke für die Waldorf-Fallgeschichte, die ich noch nicht kannte.

    Wie sollte ich auch? Aus Waldorfschulen dringt ja nichts nach draussen, da sind Anthroposophen wirklich Profis …

    Zum Vergleich: Im Jahre 2009 klebte eine Lehrerin einer öffentlichen Schule Kindern den Mund zu. Folge: Verlust des Arbeitsplatzes und massive öffentliche Berichterstattung. Im Fernsehen, in den Printmedien, Beispiel:

    http://www.welt.de/vermischtes/article3198865/Lehrerin-soll-Schuelern-den-Mund-zugeklebt-haben.html

    „Lehrerin soll Schülern den Mund zugeklebt haben“

    Und in der Waldorfschule? Nichts ist passiert. Keine Nachricht, kein Einschreiten der Berliner Schulaufsicht, die detailliert informiert worden war. Helmut Meisenburg hat einfach weiter in der Freien Waldorfschule Kreuzberg gearbeitet. Bis er sie aus anderen Gründen verliess. Um in einer anderen Waldorfschule weiterzuarbeiten – weiter zu „spielen“? siehe meine mail an die Waldorfschule in Brixen, nächster Kommentar.

  • #11
    Andreas Lichte

    Von: Andreas Lichte
    Datum: 28. April 2010 17:33:02 MESZ
    An: waldorfbrixen
    Betreff: Helmut Meisenburg: spielerische pädagogische Methoden

    Sehr geehrtes Kollegium,

    hat Helmut Meisenburg schon die spielerischen pädagogischen Methoden aus der Freien Waldorfschule Kreuzberg, Berlin, in Ihrer Waldorfschule eingeführt?

    .

    Zitat Helmut Meisenburg:

    http://www.senordaffy.de/?p=744#comment-125582
    “Helmut Meisenburg

    Nov 4th, 2008 at 21:48

    Zitat: “…Mit diesen Worten rechtfertigte im Spätsommer 2006 der Klassenlehrer der Freien Waldorfschule Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin, Helmut Meisenburg, gegenüber dem Vater einer Schülerin, dass er ungehorsamen Schützlingen während des Unterrichts wiederholt mit Klebeband den Mund verschloss, um sie zum Schweigen zu bringen. Meisenburg verließ bald darauf die Schule.”

    Der oben beschriebene Vorfall bedarf einer Erläuterung:

    Da es in der Klasse besonders während der Gruppenarbeit immer wieder so laut wurde, dass sich einzelne Schüler beschwerten, fand schließlich ein Gespräch darüber statt, wie dem abzuhelfen sei. Darin wurde von Schülerseite vorgeschlagen, denjenigen, die auf Ermahnungen nicht reagierten, einfach ein Pflaster über den Mund zu kleben. Als dies unter allgemeinem Schmunzeln auf Zustimmung stieß, holte ich eine Rolle Kreppband hervor und einige der lautesten “Schätzer” holten sich gleich freiwillig ein Mundpflaster ab. Ein paar Tage behielten wir diese “Einrichtung” bei, dann geriet das Ganze wieder in Vergessenheit. Die Schüler entfernten das Klebeband übrigens selbständig, wenn sie meinten, es sei genug. Ein Schülervater, der während dieser Zeit in der Klasse hospitierte, hat schon bei einem Elternabend, an dem die Sache von einem anderen Vater angesprochen wurde, darauf hingewiesen, wie harmlos das Ganze war – nämlich mehr ein Spiel als eine Strafmaßnahme.

    Mein Weggang von der Kreuzberger Waldorfschule hatte absolut nichts mit diesem Vorfall zu tun!”

    .

    Ja, da frage ich Sie: warum sollte denn jemand wegen eines Spiels die Schule verlassen?

    Und warum sollte denn die Brixener Waldorfschule Helmut Meisenburg nicht einstellen?

    Nur weil „Mundzukleben“ an einer öffentlichen Schule ein Grund zur fristlosen Kündigung ist?

    http://www.jurablogs.com/de/arbg-halle-kuendigung-beim-zukleben-von-kindermuendern

    “ArbG Halle: Kündigung beim Zukleben von Kindermündern

    Mit Urteil vom 27.01.2005 (Az: 7 Ca 4366/03) hat das Arbeitsgericht Halle entschieden, dass ein die außerordentliche, fristlose Kündigung rechtfertigender wichtiger Grund iSd § 626 BGB vorliegt, wenn ein Erzieher den von ihm zu betreuenden Kindern den Mund mit Klebeband zuklebt. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es dann nicht. (…)”

    .

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Lichte

    .

    http://waldorfbrixen.wordpress.com/about/

    für das Kollegium: Helmut Meisenburg, Folkhart Waltz, Andrea Kluckner, Gerda Amort

  • #12
    steinerimbrett

    Nachtrag: Zum Beleg meiner Behauptung, daß an einer bayerischen Waldorfschule Anfang 2009 das Mundzukleben als ernsthafte Sanktion in Erwägung gezogen wurde, hier nun folgendes Zitat aus dem betreffenden Schreiben, daß doch tatsächlich Eltern zur Unterschrift vorgelegt werden sollte, dann aber urplötzlich wieder zurückgezogen wurde (die Gründe hierfür dürften auf der Hand liegen):

    „Vereinbarung zur Schaffung einer positiven Lernatmosphäre? … So wird es durchgesetzt. Bei Verstoß werden abgestuft folgende Maßnahmen ergriffen: Eine sichtbare Ermahnung (z.B. Klebeband oder anderes (!) äußerlich sichtbares Zeichen der Ermahnung). … Bei Nichtbefolgung der Regeln bin ich auch mit den durch den Lehrer auszusprechenden hier aufgeführten Sanktionen einverstanden.“

    Als mir diese Androhung bekannt wurde, über deren Ausmaß man sich wohl nicht auf Anhieb verständigen konnte (was gleichzeitig erhellende Rückschlüsse auf das dort veranlagte Menschenbild samt seiner Rückwirkung auf kompetente und nie die auch „pädagogische“ Fantasie vernachlässigende „Erziehungskünstler“ zulässt) und ich hierauf eine deutliche Stellungnahme verlangte, wurde mir von Seiten der Schulleitung folgendes mitgeteilt:

    „Mundzukleben gehört in gar keiner Weise zu den pädagogischen Mitteln von Waldorfeinrichtungen. Der verantwortliche Lehrer sah dies selbstverständlich ein. Das „Verfahren“ kam ab sofort nicht mehr zur Anwendung. Es stellte sich aber auch heraus, dass die Schüler das Vorgehen nicht wirklich ernst genommen hatten und es eher als skurrilen Scherz aufgefasst hatten.“

    Herunterspielen, verniedlichen, relativieren, verkaufen als „skurrilen Scherz“. Das hat Methode, und das ist alles andere als überraschend oder ungewöhnlich. Und was heißt hier eigentlich „kam ab sofort nicht mehr zur Anwendung“? Wie oft hat dieses „Verfahren“ bis dahin gegriffen, als bloßer Versuch oder als zu Ende gebrachte Sanktion? Und wie viele Eltern haben hier duldend weggesehen und darüber geschwiegen, weil sie nicht wahrhaben konnten, zu was Waldorfpädagogik sich im Ernstfall durchzuringen vermag? Der Ernstfall, das ist beispielweise eine aus dem Ruder laufende Klasse, bei der ab einem bestimmten Zeitpunkt absehbar ist, daß sie der ganz normale „Erziehungskünstler“ von Steiners Gnaden nicht mehr in den Griff bekommen wird. Von Tatsachen übermannt, die eine Pseudo-Pädagogik naturgemäß überfordern muß, scheint der Griff in die Mottenkiste wilhelminisch geprägter Erziehungsmaßnahmen ratsam und notfalls angezeigt. Und das, wo doch hier wie immer und überall Steinersche „Erziehungskunst“ zu walten hätte, die angeblich auf alles und jedes mit einer geistig geschauten und verklärten Antwort zu glänzen versteht. Der Anspruch besteht natürlich auch weiterhin. Aber ebenso die Realität, die zu relativieren, verniedlichen und dem in okkulter Komplexität aufgelöstem Wunschbild der Anthroposophie anzupassen ein hartes Stück Arbeit für wunschbildversessene „Erziehungskünstler“ bedeuten dürfte…

  • Pingback: Waldorfschule: Detlef Hardorp, Lautsprecher der Anthroposophie | Ruhrbarone

  • #14
    Hans-Florian Hoyer

    Ah, der Herr Lichte in alter Frische. Schön zu sehen, dass es Ihnen noch gut geht. Der alte Groll regt sich augenscheinlich wieder.

    Vielleicht wäre ein Link auf die Diskussion im vorigen Jahr nützlich? Dann brauchen die Entgegnungen auf die alten, neu vorgebrachten Unterstellungen, Halbwahrheiten nicht noch einmal vorgebracht werden.

  • #15
    Namenstänzer

    @ Hans-Florian Hoyer

    bist du auch einer von den Steiner-freaks? Dann bist du hier besser aufgehoben: http://www.ruhrbarone.de/die-sommerschule-wir-lernen-buchstabentanzen/

  • #16
    Ben

    Recherche zu „Unzeitgemäßes Vokabular“:

    veröffentlicht von „Themen der Zeit“

    das Impressum von „Themen der Zeit“ sagt: „verantwortlich für dieses Angebot: Redaktion: Michael Mentzel Schloss Hamborn“

    weiter googlesuche: schloss hamborn waldorfschule

    und das Ergebnis: „Seine damalige Lehrerin (an der Waldorfschule Schloss Hamborn), so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, „mit voller Wucht“ auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete“

    http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet11/missbrauch_kirche/100311.jhtml

    Wie werden die „Ersatz-Schulen“ kontrolliert?

    Hinter privaten Schultüren

    Von Nina Magoley

    Die bisher bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs ereigneten sich größtenteils an Privatschulen. Rund 340 gibt es davon in NRW, darunter viele kirchliche, die sich weitgehend selbst organisieren. Für die Aufsicht ist allerdings der Staat verantwortlich.

    Von sexuellem Missbrauch ist das, was Jan Schrecker erlebt hat, weit entfernt. Dennoch berichtet der heute 30-Jährige von Demütigungen und Misshandlungen während seiner Schulzeit, die ihm noch immer zu schaffen machen. Schrecker war bis 1996 Schüler an der Waldorfschule Schloss Hamborn in der Nähe von Paderborn. Seine damalige Lehrerin, so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, „mit voller Wucht“ auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete.

    Schulaufsicht muss Privatschulen überwachen

    Eine Strafanzeige gegen die Lehrerin, die Schrecker im Jahr 2002 bei der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte, wurde wegen Verjährung abgewiesen. Als er sich daraufhin an die Bezirksregierung Detmold wandte, habe man ihm dort erklärt, dass die Behörde für private Schulen, wie Waldorf- oder auch kirchliche Schulen, nicht zuständig sei. Auch auf eine Petition beim Landtag NRW hin bekam der ehemalige Schüler dieselbe Auskunft. Das „Verhalten der Lehrkraft“, heißt es in einem Antwortschreiben, das WDR.de vorliegt, „konnte keine schulaufsichtliche Maßnahme auslösen“, da die Lehrkraft nicht Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen war, sondern in einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zum Schulträger stand“. (…)

  • #17
    Andreas Lichte

    weiter zu Detlef Hardorp:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

    „Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    (…) Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)“

  • Pingback: Immer wieder Waldorf « Ratgeber-News-Blog

  • Pingback: Klebebandstrafe. « Reflexion

  • #20
    Andreas Lichte

    apropos „rechts“ … hier mehr zum Anthroposophen Wilfried Jaensch:

    “Anthroposophische Vergangenheitsbewältigung.”

    http://reflexion.blogsport.de/2010/09/04/anthroposophische-vergangenheitsbewaeltigung/

  • #21
    Andreas Lichte

    Dr. Detlef Hardorp hat selber am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ unterrichtet:

    ………………………………………………………

    Von: „Detlef Hardorp“
    Datum: 24. Mai 2006 00:31:17 MESZ
    An: Andreas Lichte
    Betreff: RE: Waldorf, Steiner … (ausufernde Antworten)
    Antwort an: „Detlef Hardorp“

    Sehr geehrter Herr Lichte,

    (…) Ich habe am Berliner Waldorfseminar um die Wende unterrichtet (als Gastdozent). Seitdem erlebe ich, wie sich das Seminar in ständiger Wandlung befindet – und mit den Hauptakteuren Handtmann, Steinmann und Jaensch eine breite Spannweite von Ansätzen verkörpert. (…)

    ………………………………………………………

    Worin die „breite Spannweite von Ansätzen“ bestehen soll, mag der Leser anhand dieses Dossiers vergleichen (gibt es tatsächlich Unterschiede in der Auslegung der fundamentalistischen Religion Anthroposophie?):

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_dossiers/waldorfschule_anthroposophie/

    „Waldorfschule & Anthroposophie“

    Markus Beauchamp, Nicole Glocke, Andreas Lichte: „Rudolf Steiner in Berlin“
    Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte über den Begründer der Waldorf-Pädagogik.
    Novo88 (5-6 2007), S. 56, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

    Nicole Glocke: „Inkarnieren zum Klavier“
    Nicole Glocke über ihre Erfahrungen am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin.
    Novo88 (5-6 2007), S. 57-59, http://www.novo-magazin.de/88/novo8857.htm

    Andreas Lichte: „Die Welt in meinen Füßen“
    Andreas Lichte über die Seriosität von Waldorfschulen.
    Novo82 (5-6 2006), S. 16-18, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm

    Andreas Lichte: „Vom zweifelhaften Erfolg der Waldorf-Pädagogik“
    Andreas Lichte über esoterische Anthropologie und deren Unvereinbarkeit mit aufklärerischer Bildung.
    Novo 73/74 (11 2004-02 2005), S. 22-24, http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

    Andreas Lichte: „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand“
    Erlebnisbericht eines Hospitanten, der das Weite suchte.
    Novo71 (7-8 2004), S. 38-43, http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  • Pingback: „Eine kritische Diskussion“ – Stephan Geuenich und sein neues Buch zur Waldorfpädagogik « Waldorf Blog

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  • #24
    Pädophilen-Ring in Waldorfschule?

    … mal sehen, wie Dr. Detlef Hardorp damit umgeht:

    Ein Lehrer der Waldorfschule im Märkischen Viertel Berlin sitzt in Untersuchungshaft, weil er verdächtigt wird, einem Pädophilen-Ring anzugehören:

    „Pädophilen-Ring nutzte Hilfsverein als Tarnung

    Sie sammelten für Straßenkinderprojekte in Haiti – doch offenbar nur zur Tarnung. Kinder wurden nach Berlin verschleppt und sexuell missbraucht. Drei mutmaßliche Täter hat die Polizei bisher festgenommen – darunter ausgerechnet ein Lehrer. (…)

    Johan E., Lehrer der Waldorfschule im Märkischen Viertel, steht im Verdacht, am organisierten Missbrauch und eventuell auch am Verschleppen von Kindern aus dem Erdbebengebiet Haiti beteiligt zu sein – wie zwei ebenfalls in Berlin lebende mutmaßliche Komplizen. Dem 67-Jährigen werden von der Berliner Justiz sexueller Missbrauch von Kindern in mehr als 20 Fällen in Berlin und Haiti vorgeworfen. Motive der Bande sollen pädophile und auch finanzielle Interessen sein, sagte ein Ermittler Morgenpost Online.

    (…) auch sensible Recherchen an der Schule im Märkischen Viertel müssten nun erfolgen. „Die Vorgänge am Berliner Canisius-Kolleg haben gezeigt, dass es sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene gibt, die aus Scham oder Angst der Opfer jahrelang unentdeckt bleiben“, so ein Kriminalbeamter. Eltern, Schüler und Lehrer seien nun gleichermaßen gefragt, einen Dialog zu führen, um mögliche Verbrechen aufzudecken. (…)“

    Berliner Morgenpost, 16. April 2011: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1610962/Paedophilen-Ring-nutzte-Hilfsverein-als-Tarnung.html

  • #25
    Alexander D. Wietschel

    Wie Man(n) sieht, ist für Waldorflehrer das „Spiel mit dem Kinde“ und das „Rollenspiel“ an sich ( auch gern mal als Helfer oder Vaterfigur ) von besonderer und elemantarer Bedeutung !

    Wahrscheinlich sind die Beschuldigten entwerder verhandlungsunfähig, unschuldig ( das sie gewzungen wurden ! ) oder die mutmaßlichen Opfer haben ganz einfach wieder gelogen ! ! 🙁

    Viel Erfolg Herr Dr. Hardorp beim Vertuschen und viele Herzliche Grüße an Frau Gilde und Herrn Roth ( ehem. Alte Ziegelei Rädel und seinerzeit Außenstelle der Freien Waldorfschule Potsdam ).

  • #26
    Pädophilen-Ring in Waldorfschule?

    Dr. Detlef Hardorp scheint das Pädophilie-Problem schon gelöst zu haben:

    „aus den Augen aus dem Sinn“:

    „Missbrauchsserie: Waldorf-Schule suspendiert Lehrer Kollegen und Eltern über Vorwürfe schockiert Ermittlungen gegen Pädophilen-Ring dauern an

    (…) Der jetzt des Missbrauchs beschuldigte Lehrer und Vereinsvorsitzende wurde laut Schulleitung vom Unterrichten freigestellt, ein Hausverbot wurde ausgesprochen. Auf der Internetseite der Schule wurden sein Name und sein Bild entfernt (…)“

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/missbrauchsserie-waldorf-schule-suspendiert-lehrer-kollegen-und-eltern-ueber-vorwuerfe-schockiert-ermittlungen-gegen-paedophilen-ring-dauern-an/4069618.html

  • #27
    waldorf abuse case

    „abuse case

    (…) What’s more, the waldorf teacher is originally from Sweden, and taught in a waldorf school in Stockholm before he settled in Berlin. I retrieved the google cache of the Berlin school’s website, they have since removed his name, and they have suspended him pending the investigation;

    I know exactly who this man is, he taught at the same waldorf school I attended as a child, i e, Kristofferskolan. This is a waldorf veteran, no doubt.“

    article by „zooey“, Sweden, http://zooey.wordpress.com/2011/04/16/abuse-case/

  • #28
    pädophiler Waldorflehrer

    „»Widerlich« – Beweismaterial entsetzt Fahnder

    Die Hinweise verdichten sich, dass der verdächtige Reinickendorfer Waldorf-Lehrer Johan E. noch mehr Kinder missbraucht hat als vermutet. Polizisten sprechen von „Sexualpraktiken der schlimmsten Sorte“. Die Fahndung nach Kunden des Pädophilen-Rings läuft.

    Während die Reinickendorfer Waldorfschule am Montag entschied, dass alle Lehrkräfte ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen, sichten Kriminalbeamte Berge von Daten und DVD. Für die Ermittler der für Sexualdelikte zuständigen Fachdienststelle des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) ein harter Job. Müssen sie doch kinderpornogr…“

    Berliner Morgenpost, Dienstag, 19. April 2011: http://www.morgenpost.de/berlin/article1613290/Widerlich-Beweismaterial-entsetzt-Fahnder.html

  • #29
    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version. (…)

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #30
    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist. (…)

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  • #31
    Andreas Lichte

    Als Beispiel dafür, wie Anthroposophen Rudolf Steiners Rassismus leugnen, hier ein Kommentar aus einer längeren, aufschlussreichen Diskussion:

    http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/comment-page-4/#comment-84610

    #171 | Andreas Lichte sagt am 30. April 2011 um 18:05

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: “Aus dem Vortrag ist für mich weder Rassismus noch psychische Erkrankung ablesbar.”

    Das muss wohl daran liegen, dass Sie Ihr Leben Rudolf Steiner verschrieben haben – Anthroposoph sind –, und gleichzeitig von Rudolf Steiner leben – eine sehr PRAKTISCHE Kombination.

    Das Deutschlandradio Kultur zitierte aus diesem Vortrag Steiners – als EINDEUTIGEN Beleg für Rudolf Steiners Rassismus – Zitat:

    …………………………………………….

    “Tatsächlich hat sich Rudolf Steiner rassistisch geäußert. Zum Beispiel in seinem Vortrag “Vom Lebens des Menschen und der Erde”, den Steiner 1923 in Dornach gehalten hat.

    Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
    [Quelle: http://bit.ly/gO06Yu”

    …………………………………………….

    Ändern wird sich an Hans-Florian Hoyers Weltsicht natürlich nichts:

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen? Unmöglich.

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa einen neuen Hellseher suchen? Unmöglich. Es kann doch nur einen geben: Rudolf Steiner!

  • #32
    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: (…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)”

    das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #33
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • Pingback: Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti | Ruhrbarone

  • #35
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Ausgerechnet an Rudolf Steiners berüchtigtem „Arbeitervortrag“ – „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923 – versucht Detlef Hardorp zu belegen, dass Rudolf Steiner kein Rassist sei. Steiner sagt dort, Seite 54f.:

    „Erfindungen sind in Asien sehr wenig gemacht worden. Verarbeitet kann dann die Geschichte werden; aber Erfindungen selber, durch die sie das, was durch die Erfahrung mit der Außenwelt entspringt, verwenden, das können die Asiaten nicht machen.

    Zum Beispiel war es einmal so mit einem Schraubendampfer. Den haben die Japaner den Europäern abgeguckt, und nun wollten sie auch allein fahren. Vorher fuhren immer die Europäer und haben die Geschichte dirigiert. Nun wollten sie einmal allein fahren. Die englischen Ingenieure sind zurückgeblieben an der Küste. Plötzlich gerieten die Japaner draußen, die dann das Schiff geleitet haben, in helle Verzweiflung, denn das Dampfschiff drehte sich fortwährend um sich selber. Sie kriegten es nicht heraus, wie sie zu der Drehung die richtige Fortbewegung hinzubringen konnten. Die Europäer, die das wußten, die grinsten natürlich furchtbar am Ufer. Also dieses selbständige Denken, das der Europäer im Umgang mit der Umgebung entwickelt, das haben die Asiaten nicht. Die Japaner werden daher alle europäischen Erfindungen ausbilden; aber selber etwas ausdenken, das werden die Japaner nicht.

    Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, daß die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus ihrer Naturanlage.“

    Der Deutlichkeit halber noch einmal kurz zusammengefasst, Steiner behauptet: Asiaten haben kein selbständiges Denken. Asiaten können keine eigenen Erfindungen machen. Asiaten können nur die Europäer nachahmen. Deshalb müssen die Europäer den Asiaten helfen.

    Hardorp macht daraus aber dies, Zitat aus Hardorps Artikel „Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen“:

    „Steiner hat Differenzen in der Naturanlage zwischen Menschengruppierungen nicht geleugnet. Daraus leitet er aber keinen Rassismus ab, sondern im Gegenteil die Notwendigkeit einer symbiotischen Zusammenarbeit innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft. Steiner in dem umstrittenen Arbeitervortrag: »Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, dass die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus der Naturanlage.« Das ist das erwähnenswerte eigentliche Fazit des umstrittenen Vortrages, das ist Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globablisierten Welt.“

    Hardorp zitiert Steiner sinnentstellend, indem er den Kontext des Steiner-Zitats verschweigt. So verkehrt Hardorp die rassistischen Ausführungen Rudolf Steiners in ihr Gegenteil. Hardorps Fazit ist das Ergebnis anthroposophischer „Zitierkunst“, wie sie auch der prominente Anthroposoph Lorenzo Ravagli praktiziert (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/

  • #36
    Andreas Lichte

    „Brandenburg: Waldorfschule für alle? – „Sekte“ für alle?

    Ein Rechtsgutachten sagt: „Dass einem privaten Schulträger in Zukunft eine Monopolstellung zukommen kann, wird grundgesetzlich nicht ausgeschlossen.“ Und: „Er erfüllt dann die Aufgabe einer öffentlichen Schule.“ Gibt es bald eine Monopolstellung privater Schulen? Die Waldorfschule für alle? (…)

    (…) Vertreten werden die Privatschulen in Brandenburg von der „Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Brandenburg“. Deren Geschäftsführer ist Dr. Detlef Hardorp, zugleich „Bildungspolitischer Sprecher der
 Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“. Hardorp ist bekennender Anhänger von Rudolf Steiners Religion „Anthroposophie“ und steht wie kaum ein anderer für eine sektiererische Weltsicht:

    – Hardorp sieht in Rudolf Steiner – Begründer und Guru der Waldorfpädagogik – den eigentlichen Entdecker der Quantenphysik, siehe: „Waldorfschule: Physik vom Hellseher“

    – Hardorp „interpretiert“ selbst die härtesten rassistischen Aussagen Rudolf Steiners noch als, Zitat Hardorp, „Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globablisierten Welt.“ Siehe dazu: „Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti“

    (…)“

    zum Artikel (mit allen weiterführenden links):

    http://www.ruhrbarone.de/brandenburg-waldorfschule-fuer-alle-sekte-fuer-alle/

  • Pingback: Klebebandstrafe. | Reflexion

  • #38
    Andreas Lichte

    “Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird:

    Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischem Staat im Großen anstrebt“.1

    (…)

    Detlef Hardorp kann als Vorstand des „European Council for Steiner Waldorf Education“ und „Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“ im Werk Steiners keinen Rassismus entdecken, sondern höchstens „unzeitgemäßes Vokabular“, siehe beispielsweise den Artikel des SPIEGEL: „Die Lehre von Atlantis“.

    Was der Historiker Helmut Zander als End- und Höhepunkt von Steiners Rassendenken zitiert, „Die weiße war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349,67 [1923])“, wird bei Detlef Hardorp zu, Zitat Hardorp, „Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globalisierten Welt“. Dieses Weisswaschen „gelingt“ Hardorp durch selektives und sinnentstellendes Zitieren Steiners, siehe: „Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti”

    (…)”

    zum vollständigen Artikel (mit Quellenangaben und links): http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • Pingback: 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ | Ruhrbarone

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