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Warum mich der Lokaljournalismus anekelt

Gotta love them: tote Bäume.

Gotta love them: tote Bäume.

Lokalzeitungen sterben. Die Abonnenten sterben, die Bäume sterben, die Mitarbeiter, naja. Wie soll man an ein Produkt glauben, in das nicht investiert wird. Wie soll man an einen Job glauben, den andere verlieren oder gar nicht erst bekommen, wie soll man an eine Branche glauben, von der junge Menschen sagen: „Da will ich auf keinen Fall enden, bei den Kaninchenzüchtern und Hunderennen.“ Die jungen Menschen sagen das, obwohl sie selber dort arbeiten, obwohl es ihr Job ist, aber sie sehen sich nur auf der Durchreise. Denn auf Schulungen hören sie Begriffe wie „schrecklicher Lokaljournalistenstil“ oder „Lokal runterbrechen“, worin erbrechen ja schon angelegt ist.

Dabei ist es gar kein Runterbrechen, eine Geschichte von nebenan zu erzählen. Eigentlich tut der_die Lokaljournalist_in doch deutlich mehr, als an einem Newsdesk eine Agenturmeldung abzuschreiben. Im Lokalen muss man das Büro verlassen, auf Sportplätzen stehen, in Sandkästen sitzen, mit Menschen sprechen, mehrmals am Tag. Vielleicht mit Menschen, mit denen man zufällig verwandt ist oder zur Schule gegangen, vielleicht mit Menschen, deren Kinder mit den eigenen spielen oder mit Menschen, die einem schon seit Jahren extrem auf den Sack gehen.

Ich komme an einen Tisch, der draußen, drei Gehminuten von meinem Schreibtisch entfernt liegt, hinter mir dackelt ein Praktikant, am Tisch sitzen fünf Männer kurz nach den besten Jahren. Ich schüttle Hände, stelle mich vor und beginne, Vor- und Nachnamen zu erfragen. Verdutzte Blicke. „Ich bin neu, es tut mir sehr Leid, dass ich die wichtigen Persönlichkeiten noch nicht kenne“, sage ich. Die Blicke immer noch verdutzt, die Namen bekomme ich jetzt. Als ich drei von fünf Namen habe, beginnt einer das Gespräch. Ich unterbreche, wieder. „Und Sie sind?“, frage ich die zwei anderen, inzwischen etwas genervt. Einer zieht jetzt seinen Block aus der Tasche und winkt damit. „Die Konkurrenz“, sagt er.

Lokaljournalist_innen sind die Bodentruppen der Presselandschaft. Sie können sich vor ihren Leser_innen nicht verstecken, auch nicht vor den Interviewpartner_innen oder anderen Objekten der Berichterstattung, denn die sind da, denen begegnet man auf der Straße oder sie klingeln an der Tür. Lokaljournalist_innen sitzen nicht in gläsernen Bauten mit Pförtner und Chipkarte, in die niemand eintreten darf, ohne sich anzumelden. Sie sitzen in Häusern, die auseinanderfallen, auf Stühlen, in denen Milbengenerationen aus 25 Jahren Büromöbelgeschichte leben, vor Computern, die zwanzig Minuten brauchen, um ein Video von einem Ordner in den anderen zu kopieren. Online-Content mitbringen, wichtig, wichtig.

Es klingelt, zwei Menschen Mitte achtzig stehen in der Redaktion. Alle telefonieren, außer mir. „Kann ich Ihnen helfen?“, frage ich und sie schütteln den Kopf, zeigen auf den telefonierenden Kollegen. „Nur er kann uns helfen“, sagt die Frau, ihre Brillengläser so dick wie mein Unterarm. Ich lasse die beiden Platz nehmen, auf zwei Stühlen mit Blick auf meinen Bildschirm. Sie reden sehr laut miteinander, wahrscheinlich Hörgeräte. „ER TELEFONIERT ABER LANGE“, sagt der Mann und dreht sich zum Kollegen um. Die Frau starrt auf meinen Bildschirm, liest laut und langsam jeden angefangenen Überschriften-Entwurf vor, den ich tippe. Nach 3000 Minuten Telefonkonferenz endlich Erlösung. Mit einem handgeschriebenen Zettel gehen die zwei zum Kollegen. „WIR HABEN EINEN ARTIKEL FÜR SIE“, sagt der Mann, die Frau liest die eigene Handschrift vor. Es ist eine Meldung: Das Treffen des Ökumenekreises fällt aus.

In drei Monaten Lokalredaktion bin ich im Polizeiauto mitgefahren und auf einem Mähdrescher, war im Schweinestall, im Taubenschlag und im Rathaus, habe das Zuckerfest gefeiert und an einem Morgen in dreihundert Mülltonnen geguckt, zwei Pokémon-Eier ausgebrütet, bei einem Interview ausversehen geweint, erste Klassen an ihren ersten Schultagen fotografiert, mit Menschen auf Englisch und Französisch gesprochen und mir dreitausend zweideutige und blöde Überschriften ausgedacht, von denen es keine einzige aufs Papier geschafft hat.

Ich liebe die Kaninchenzüchter, die Dackelwettbewerbe, die Hunderennen. Ich erhebe mich nicht über Menschen, die seltsame Hobbies haben, denn irgendwie muss man die Zeit bis zum Tod ja rumkriegen. Warum also nicht siebenhundert Jahre Stammesgeschichte eines Adelsgeschlechts aufarbeiten, warum nicht Landwirt werden oder sich Urlaub nehmen vom Mähdrescherreparieren, um Mähdrescherfahrer zu sein. Ich finde es erhellend, Menschen zu treffen, die für Sachen brennen, die irgendwas gut können oder gut können wollen, die gute Ansichten haben oder gut erzählen. Jeder Mensch hat eine Geschichte und nur im Lokalen hat man überhaupt die Möglichkeit, den Versuch zu starten, sie alle zu erzählen.

Irgendwo auf einem Bauernhof. Der Nachbar eines kleinen Mannes mit runder, randloser Brille hat mich eingeladen, weil sein Nachbar ganz tolle Sachen macht. Der runde, randlose Mann erforscht nämlich eine Adelsfamilie. Und heute sind zwei Adelige zu Besuch. Weder der runde, randlose Mann noch die Adeligen wissen, dass ich komme, aber der Nachbar wusste: Das muss in die Zeitung. Also bin ich hier. Zwanzig Minuten später sitze ich an einem runden Tisch in einem bedrückenden Esszimmer, rechts und links neben mir zwei Adelige, mir gegenüber der kleine Mann mit Aktenordnern voller Adelsforschung: nicht für die Wissenschaft, nur für sich selbst. Es ist sein Hobby. Ich finde ihn großartig. „Und Sie sind also verwandt?“, frage ich die Adeligen. Der linke greift zu meinem Block und zieht fest daran. Ich halte fester. „Was machen Sie?“, frage ich. „Ich schreibe Ihnen das auf, damit Sie es verstehen“, sagt er. „Lassen Sie mal, ich kann ganz gut selber schreiben“, sage ich und er erklärt: „Wir haben den gleichen Ur… (lange Pause) Ur…Urgroßvater.“ Der Rechte ergänzt: „Nein, nein. Ur, Ur, Ur, Urgroßvater!“

Es ist schwierig, sich nicht die Faszination für all das nehmen zu lassen, wenn man die Hälfte seiner Zeit damit verbringt, Rechtschreibfehler aus schlechten Pressemitteilungen zu suchen. Es ist schwierig, Geschichten hinterherzugehen, wenn drei Fototermine bei drei verschiedenen katholischen Frauengruppen anstehen und wenn auf den Bildern jedes Mal nur traurig dreinblickende, grauhaarige Personen sind. Es ist schwierig, Sachen auszuprobieren, die vielleicht für die Mülltonne sind, wenn zweihundert Zeilen Text auf einer Seite fehlen, die in ein paar Stunden tausendfach gedruckt werden soll.

Ich komme fünfzehn Minuten zu spät zu einem Pressegespräch der Autobahnpolizei – auf einem Rastplatz, an der Autobahn. Ich wusste nicht, dass es ein Pressetermin zum Thema „Zu schwer beladene Wohnmobile“ ist. In meinem Block steht: „Polizei erklärt, wie man das Auto richtig für die Ferien packt“ und das wäre ja auch deutlich interessanter. Ich lasse mir die Wohnmobile erklären, frage die drei Polizisten nach ihren Dienstjubiläen und ob sie nicht auch mal was über PKWs sagen könnten anstatt über Wohnmobile. „Wir schleppen Ihnen einen raus, kommense mit!“, sagt der eine, seit 45 Jahren im Dienst, die Ferien verbringt er übrigens im Wanderurlaub mit seiner Frau. Drei Minuten später sitze ich hinten in einem zivilen Polizeiauto, auf dem Autobahnstandstreifen warten wir auf einen PKW, der vollbeladen aussieht. Das hatte ich mir fürs Foto gewünscht. „Da ist einer, den nehmwa!“ ruft jetzt ein Polizist und drückt aufs Gas. Eine Familie mit zwei Kindern muss dem blau-blinkenden Schild in der Windschutzscheibe folgen. Auf dem Rastplatz begrüßt der Pressesprecher der Polizei die Eltern, er zeigt auf mich, der Vater raucht, nickt, ist in eine Schockstarre verfallen. Ich entschuldige mich zwanzig Mal. Sie haben das Auto vorbildlich gepackt.

Hömma, was denkst du eigentlich, was wir hier machen? Zeitung machen wir hier!“ habe ich früher manchmal gehört, wenn ich einen schlechten Text abgegeben habe. Mit 16 konnte ich darüber schmunzeln, denken: Ach Gott, nehmt euch nicht so wichtig mit eurer kleinen Lokalzeitung. Heute bin ich den Kolleg_innen von damals für den Anschiss dankbar, für die wütenden Tritte gegen den Türrahmen, die Schimpfworte kurz vor Andruck, fürs Anschreien. Es ist ein gutes Gefühl, ernst genommen zu werden, selbst wenn man nur Ziel des Wutanfalls oder Abladepunkt für Lästereien ist. Es ist ein gutes Gefühl, etwas zu machen, was jemand ernst genug nimmt, um sich darüber zu empören.

Ein Mann mit Mütze hat an der Tür geklingelt. Er hat Farbkopien von Gemälden dabei. Zielstrebig geht er zum Platz der Kollegin, winkt nur kurz ab, als ich frage, ob ich helfen kann. Wie ein stolzes Kind steht er jetzt neben ihr und als sie den Hörer auflegt folgt ein Gespräch, das ich nicht verstehe, so vertraut und wiederaufgenommen klingt es. Der Mann mit Mütze ist nicht aufdringlich, er bleibt nur zwei Minuten. Bevor er geht, dreht er sich zu mir um. „Und… Macht Spaß hier?“, fragt er. Ich verkneife mir die Frage, ob er das auch die Frau an der Bäckereitheke oder den jungen Arzt fragen würde, nicke und sage: „Ja, macht Spaß.“

Es gibt noch Menschen, die sich Artikel ausschneiden und an Korkpinnwände heften, um sich Termine zu merken. Menschen, die kichernd zueinander sagen: „Jetzt kommen wir in die Zeitung!“, wenn sie für eine Straßenumfrage fotografiert werden. Menschen, die an der Tür klingeln oder anrufen, weil sie wütend sind oder traurig und nicht wissen, wohin damit außer an die Öffentlichkeit. Menschen mit Problemen, für die sich keiner interessiert, der nicht im gleichen Dorf wohnt.

In der Stadt treffe ich zufällig den Vater eines Jungen, dessen Geschichte ich vor ein paar Tagen geschrieben habe. Er sieht leichter aus als letztes Mal, immer noch müde aber mit weniger Augenringen, er lächelt ein bisschen. Als wir uns die Hand geben sagt er, dass Dinge ins Rollen gekommen sind, die Welt ein kleines bisschen weniger ungerecht geworden ist für ihn und seine Familie. Vor unserem ersten Gespräch wurde mir in der Redaktion gesagt: „Der Vater redet gerne, der erzählt zu viel, da darf man sich nicht von aufhalten lassen.“ Also habe ich mich davon aufhalten lassen. Jetzt steht er vor mir, nochmal ein Händedruck zum Abschied und der Satz: „Ich werde immer sagen: Die Zeitung hat mir geholfen.“

Ich will niemals überheblich werden, niemals von Lokaljournalist_innenstil sprechen, mich niemals lustig machen, denn ich bin verliebt in diesen Job und ich schätze diejenigen, die ihn machen und mögen. Ich habe Angst vor denen, die ihn aufgegeben haben für sich und für andere. Diejenigen, die jetzt schon dafür sorgen, dass es in zehn Jahren nur noch Scheißcontentredaktionen und dpa-Mäntel und zusammengelegte Lokalausgaben gibt, denn alles andere wäre auch übertrieben für ein Produkt, das immer weniger Menschen haben wollen.

„Hab schon versucht, dich zu erreichen“, ist der schönste Satz an einem Sonntagmorgen vor dem ersten Kaffee. „Da hat sich jemand totgefahren und wir brauchen Fotos von der Unfallstelle.“ Draußen sind es dreißig Grad, ich sitze im Auto, fahre von der Landstraße ab, steige mit Kamera aus. Hier ist also vor ein paar Stunden jemand gestorben, denke ich und meine, mehr fühlen zu müssen. Tatsächlich sind da nur ein umgekippter Baum und ein bisschen Erde, ein paar Bremsspuren und Polizeimarkierungen auf der Straße. Ich mache Fotos, von allem, von den Markierungen, dem Baum, den Bremsspuren, der Erde, ich fühle immer noch nichts. Ich versuche, ein Kreuz zu machen, wie ich das im Fernsehen gesehen habe bei Leuten, die an traurigen Orten sind. Jetzt fühle ich mich immerhin albern.

Leider kann man jeden Job auf Dauer nur mögen, wenn die Rahmenbedingungen nicht vollkommen beschissen sind. Niemand schreibt eine gute Geschichte, wenn der Kollege nebenan vor zwei Tagen rausgeflogen ist. Niemand schreibt eine gute Geschichte, wenn er sechs Tage die Woche zwölf Stunden am Tag vor dem gleichen Computer sitzt. Niemand schreibt eine gute Geschichte, wenn er Schiss hat oder eine Grippe oder Streit mit dem Menschen am Schreibtisch gegenüber und niemand hat eine zündende Idee, nur weil er jeden Tag Rechenschaft darüber ablegen muss, was seiner Meinung nach in der morgigen Zeitung das Aufregerthema sein soll. Kreativität erwächst nicht aus Kontrolle und nicht aus Angst, sondern aus blöden Sprüchen in langen Konferenzen, aus gemeinsamem Kuchenessen, aus Lästereien und aus dem Gefühl, eine gute Zeitung machen zu wollen, ein Produkt, hinter dem man steht. Journalismus ist kein Job, den irgendwer macht, um horrende Mengen an Geld zu verdienen. Journalist_in ist man, weil man sonst nichts kann und sonst nichts will, weil man vielleicht ein bisschen zu viel Ego hat und gerne anderen Leuten Sachen erzählt. Man kann diesen Job nicht gut machen, wenn man nicht marginal Bock darauf hat.

Ich schreibe einen Aufmacher darüber, dass es sehr heiß draußen ist. In einer Pizzeria will ich den Mitarbeiter vor dem Ofen fotografieren (über 300 Grad), er telefoniert kurz mit seinem Chef für das Einverständnis, am Ende des Gesprächs sagt er auf türkisch „Tamam“, ich wiederhole „Tamam? Dann is ja gut“ und positioniere die Kamera. Seinen Namen will er mir nicht sagen: „Denk dir einfach was aus, aber was Italienisches bitte!“

Die besten Lokaljournalist_innen machen ihren Job mit Ernsthaftigkeit, Liebe und Faszination für Bescheuertes. Andere machen ihren Job, um ihn zu machen, um Visitenkarten zu besitzen, um ein Gehalt zu haben und ein Freigetränk auf dem Stadtfest. Ihnen ist es egal, ob es in 20 Jahren noch Zeitungen gibt, tatsächlich ist es ihnen egal, ob es in 20 Jahren überhaupt noch Menschen gibt außer ihnen selbst. Sie wollen sagen, dass sie den_die Bürgermeister_in kennen und sie wollen nicht anecken, am liebsten immer ausnahmslos allen gefallen, der Politik, den Leser_innen, den Vereinen.

Dabei vergessen sie, dass Gefallen-wollen nichts mit Ernst-nehmen zu tun hat. Wenn ich Taubenzüchter_innen gefallen will, drucke ich fünfmal in der Woche hundert Zeilen darüber, welche Taube wie viele Sekunden von Heidelberg nach Eisenhüttenstadt gebraucht hat. Wenn ich Taubenzüchter_innen ernst nehme, spreche ich mit ihnen, schaue mir ihre Tauben an, mache Fotos, lerne sie kennen, finde die Geschichte hinter der Taube und hinter dem_der Züchter_in. Taubenzüchter_innen wird es vielleicht nicht für immer geben, Verrückte schon. Nurdie Verrückten von morgen interessieren sich nicht mehr fürs Papier oder für den Platz in der Zeitung.

Kein besonders guter Pokémon-Spieler schickt eine Mail an die zuständige Lokalredaktion, um vermelden zu lassen, wie lange er welche Arena besetzen konnte, obwohl das in etwa den gleichen Impact-Faktor wie die Tauben hat. Ernst nehmen kann man die Verrückten trotzdem, auch in 20 Jahren noch. Man kann so über sie schreiben, dass es Menschen mit anderen Verrücktheiten interessiert. Ihnen das Gefühl geben, dass sie wichtig genug sind, eine Geschichte zu sein, nicht nur fünf lieblose Meldungen.

Der Personal Assistant des Bürgermeisters begrüßt eine französische Schulklasse. Er spricht kein Französisch (Den voulezvouscoucheravecmoi-Witz lässt er aus, vong Taktgefühl her), eine ältere Dame aus der Gruppe soll die Rede übersetzen. Der Personal Assistant guckt nach jedem Halbsatz erwartungsvoll auf die kleine Oma herab, als wolle er sagen: Na los, lass meine Worte auf deiner hübschen Sprache erklingen. Sie übersetzt immer nur die Hälfte von dem, was er sagt, die Schüler_innen schmunzeln, werden unruhig, es ist alles sehr unangenehm. Als der Personal Assistant sich mit „Au Revoir“ verabschiedet, applaudieren die Kinder trotzdem.

Zeitung ist keine Spaßveranstaltung, kein Projekt, sondern ein Geschäft, ein Betrieb wie jeder andere. Kein Chemiekonzern würde eine Aushilfe einstellen, sie nicht bezahlen und später sagen: „Die macht das ja auch für die Erfahrung.“ Kein_e Schreinermeister_in würde seinen_ihren Praktikanten einen von fünf Esszimmerstühlen bauen lassen und dann sagen: „Naja, lassen wir so, setzt sich vielleicht sowieso keiner drauf.“ In keiner Anwaltskanzlei würde man zueinander sagen: „Das ist ein besonders spannender Fall, da muss ich mich reinlesen, da habe ich erst nach Feierabend Zeit für.“ Umsonst zu arbeiten, sich zu opfern, gilt immer noch als schick im Journalismus. Dabei ist es das, was die Branche umbringt auf die Dauer, denn gute Leute wollen zumindest ihre Miete zahlen können oder wenigstens das Gefühl, dass die Projekte, für die sie brennen, jemandem etwas wert sind. 

Man wundert sich laut darüber, dass die jungen Menschen jetzt doch lieber PR machen und dass anscheinend keine Frau diese Läden führen will. Und das in einer Zeit, wo der ganze Heimatshit sich so gut verkauft, wo Menschen beim Abendessen mit dem Messer aus Solingen das Rind von der Weide nebenan zerschneiden und dazu Kartoffeln von Dortmunder Äckern essen wollen, in einer Zeit, in der keiner mehr die Nachrichten von woanders versteht und die Menschen deshalb in Nachbarschaftsvereine eintreten, müsste man doch investieren, nochmal drüber nachdenken, umwerfen, aufbauen, Quatsch machen, sich selbst wieder ernst nehmen.

Wenn Google seinen Mitarbeiter_innen Entspannungsräume baut, überall Kaugummi und Schokolade und Kaffeemaschinen hinstellt, Masseur_innen, Spielekonsolen, Kaminzimmer, dann hat das nichts mit Nettigkeit zu tun, sondern mit Berechnung, mit Kapitalismus. Wenn du die Katze fütterst, kommt sie wieder. Ein familiäres Bürogefühl sorgt für Identifikation. Wer sich wohl fühlt, arbeitet effektiver, kreativer, besser.

Verlage sind nicht Google. Und ich habe ja auch keine Idee, keine Lösung, um das Sterben abzuwenden. Ich habe nur die Wut, die Illusion und Desillusion und den Wunsch, dass irgendwer kommt und diese Sache rettet. Vielleicht ein paar schlaue Leute in irgendeinem Verlag, die sich trauen, aus der Box heraus zu denken. Vielleicht macht Google auch demnächst was mit Medien und kauft sich alle Lokalzeitungen, die es noch gibt. Vielleicht wäre das nicht so schlimm, dann gibt es beim Untergang immerhin Snacks umsonst.

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78 Kommentare zu “Warum mich der Lokaljournalismus anekelt

  • #51
    Jörg Brokmann

    Gut gemach! Lokaljournalusmus wird es weiter geben, wenn wir Redakteure uns für die Menschen interessieren, sie dort abholen, wo sie leben. Mäntel mögen zusammengelegt werden, Lokales kann man nur lokal machen und dabei den ehrlichen Journalismus hochhalten. Mit jeder Zeile, mit jeder Reportage vom Pilzesammeln beispielsweise und jedem knackigem Kommentar zu Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit beispielsweise. Und das alles nicht für einen Hungerlohn, sondern bei vernünftiger Bezahlung.

  • #52
  • #53
    Susanne Riedel

    was für ein unglaublicher artikel. darauf war ich so nicht gefasst, bin zutiefst gerührt und musste ein bisschen weinen. danke schön für inhalt und wahrheit.

  • #54
    Beate

    Habe den Text sehr gern gelesen. Und obwohl du viel rumspeckerst, hat man nach dem Lesen IMMER NOCH Lust auf den Job.;-)
    Wenigstens ist es ein Job, der einen rumtreibt, umtreibt und antreibt.

  • #55
    Anton Launer

    Sehr schöner Text. Lokaljournalismus wird gebraucht. Ob die Form dafür immer eine gedruckte Zeitung sein muss, weiß ich aber nicht so genau.

  • #56
    Tim

    Hallo,
    ich bin selbst Lokalredakteur und arbeite leider bei einem Verlag, der uns Redakteure extrem unter Druck setzt, was wir schreiben dürfen und was nicht. Jaahhaa. Natürlich höre ich jetzt die Stimme "Mach doch was anderes". Würde ich sehr gern. Ich würde gern für meine Stadt ein Online-Portal machen und genau das machen, was hier viele fordern. Aber das geht nun mal nicht, wenn man Hauptverdiener ist (oder meine alleinstehende Kollegin, die mitmachen würde). Von was soll man leben? Wir sind also dazu verdammt, erstmal da zu bleiben wo wir sind und uns dem Verlegerdruck zu beugen. Bitter aber wahr. Heißt nicht, dass ich nicht privat an anderen Möglichkeiten arbeite. Aber ich brauche Geld zum Leben und das hindert mich und so viele daran, genau das zu tun, was die Leser wollen. Wir wissen das. Wir wissen, dass Menschen spannend sind. Wir wissen, dass die Leser wissen wollen warum sich der Bürgermeister mit dem Kämmerer zofft und nicht wie wunderbar toll das Jägerfest war, bei dem für das leibliche Wohl gesorgt ist.

    Allgemein möchte ich sagen, dass es nicht die Lokalredakteure sind, die arrogant sind (Einzelfälle ausgeschlossen) Sie sind einfach müde und kaputt. Sie sind es leid, immer wieder den Chefredakteuren und der Anzeigenabteilung oder der Geschäftsführung zu erklären, was die Leser wollen. Sie sind es leid, 10 Stunden zu arbeiten, aber nur 7,5 bezahlt zu bekommen. Wir lieben unseren Job, so wie es viele tun mit ihrem. Ich würde jeden Tag gern 10 Leute auf die Straße schicken. Faktisch bekommen wir dazu aber kein Honorar, keinen Etat. Wenn ich rausgehe, was ich mache, bleibt meine Arbeit liegen. Die muss ich danach machen, dann bin ich locker 3 Stunden länger da. Das macht man ein paar Jahre, aber irgendwann ist man alles leid. Das Elend. Es ist wie im Artikel beschrieben! Und dann passiert das, was leider auch Realität ist: Wir alle stumpfen ab. Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich singe.

    Wenn mir also jemand sagt, wie ich meinen Lebensunterhalt finanzieren kann bis ein Online Projekt läuft, dann mache ich das sofort! Wenn es mein Baby ist, mache ich auch gern Überstunden. Dann gibt es keine Arbeitszeiten. Aber so….
    Nun ja. Die Kommentare hier beruhigen mich. Wir sind alle nicht alleine.

  • #57
    Peter Gamauf

    Gut gebrüllt, Löwe. Sogar sehr gut gebrüllt. Nein – extrem geil gebrüllt….

  • #58
    Thomas Rinke

    Der Markt entscheidet darüber, was ich für meine Arbeit bekomme. Und der "Markt" gibt im Moment immer weniger für journalistische Produkte aus. Ja, Printjournalismus war in den 70ern oder wann auch immer mal ein Schlaraffenland für die, die es reingeschafft haben. Diese Zeiten sind vorbei. Wird sich das wieder ändern? Ich weiß es nicht, aber ich habe daraus die Konsequenzen gezogen.

    Es ist eine legitime Arbeitnehmer-Mentalität, zu sagen, dass die eigene Leistung einen Wert hat. Wenn der Markt diesen Wert allerdings nicht anerkennt, ist das schade und bedenklich – aber erst einmal eine Realität, mit der man umgehen muss.

  • #59
    Rudi Beerden

    Bravo! Ein Hommage an den Lokaljournalismus, der die finale Zukunft der Zeitungen ist.
    Ich habe zum 1.4.2016 die lokale Wochenzeitung (Abo) www.kevelaerer-blatt.de vom Medienriesen Funke Mediengruppe übernommen, der die Zeitung und die Leser über Jahre nicht gepflegt hat. Das Kevelaerer Blatt (KB) ist die wohl älteste Wochenzeitung Deutschlands (seit 1879).
    Ich selbst bin kein Journalist oder Medienmensch, verstehe aber etwas von Marketing/Vertrieb und von digitalen Angeboten. Neben dem inhaltlichen modernisieren der Zeitung haben wir konsequent auch den digitalen Auftritt inkl. LATERPAY Integration aufgebaut. Wir haben noch viele Themen und Ideen, die wir in den kommende Monaten umsetzen werden.
    Seit April steigen die Abo-Zahlen und auch der Anzeigenverkauf wächst an, alles das bietet die wirtschaftliche Grundlage, damit die Zeitung überleben kann.
    Der Zuspruch aus der Bevölkerung Kevelaers ist groß und motiviert uns, das KB weitervoranzutreiben, mit ausschließlichen lokalen Themen.

  • #60
    Jürgen H.

    Das ständige Einfügen der beiden Geschlechter ist richtig nervig und macht den Text unleserlich. Warum ist es nicht möglich, die natürliche Entwicklung der Sprache zu akzeptieren und das männliche grammatikalische Geschlecht als Neutrum zu behandeln, so wie es ja auch wahrgenommen wird? Scheiß-Political-Correctness…

  • #61
    Stenzel

    Sehr gut! Allerdings halte ich die zusätzliche weibliche Form für eine Krankheit. Sie verursacht beim Lesen Augenkrebs. Übrigens bin ich selbst weiblich und Lokaljournalistin. Grüße !

  • #62
  • #63
  • #64
    Michael Gerdes

    Super! Ein sehr schöner Text mit tollen Beispielen.

    Als Lokalpolitiker weiß ich: Mir ist die Lokalzeitung Partner und Kritiker zugleich. Mir ist die Unabhängigkeit dieser Zeitung wichtig. Was nützt es, ständig die Meinung einer Richtung wiederzugeben und vor lauter Zeilendruck die Hintergründe weg zu lassen? Was nützt es, den Lokalteil mit Werbeanzeigen zu füllen, weil man scheinbar nicht genug Stoff für diese wenigen Seiten hat? Was nützt es, den Wirtschaftsteil und den Politikteil aus großen Agenturen zu zitieren, wenn sich die wirklich Interessierten sowieso in den digitalen Medien austoben? Lokalzeitung bedeutet für mich: kontroverse Meinungen, gute Recherche über das Geschehene (gerne auch über mehrere Etappen) und Neuigkeiten aus der Region. Lokalzeitung bedeutet für mich nicht: Nur das Sprachrohr der "Wichtigen" vor Ort zu sein. Zeitung sollte mehr sein, als ein Event-Informationspapier.
    Neben dem bedruckten Papier ist das digitale Abo meiner Meinung nach ein Muss. Wenn die Zeitung schon nicht mehr vor Ort gelesen wird, dann muss doch die Zeitung zu den Menschen die weiter weg sind. Viele junge Leute gehen zum Studieren von dem Dorf in die Stadt. Wahrscheinlich wären viele bereit Ihr Stück Heimat mit umzuziehen. Warum nicht? Wenn sie gut gemacht ist?!

  • #65
    Manfred Wilhelm

    Wunderbarer Artikel, gefällt mir sehr gut.
    Mein Lieblingswort im Text: Heimatshit

  • #66
    Sabine Gottschalk

    Besser kann man den Redaktionsalltag nicht beschreiben. Wirklich gut und realitätsnah!

  • #67
    Anton Cervinski

    Wofür Lokaljournalismus, wenn der bezug zum lokalen verloren geht? Noch in den 50-ger und 60-ger Jahren des letzten Jahrhunderts war es keine Seltenheit, dass man dort wohnte und lebte, wo man arbeitete. Ganze Berg- und Stahlarbeitersiedlungen gab es, in denen Arbeiter wohnten, die ihre Arbeitsstätte, wenn nicht gut zu Fuß, so doch zumindest gut mit dem Fahrrad erreichten. Auch die Sipp- und Verwandschaft war nicht weit gestreut: Im Umkreis von 15 Kilometern siedelte ein erheblicher Teil der Onkel, Tanten, Cousinen,. Cousins. Das Leben spielte sich lokal ab – den bezug zur weiten Welt hielten Tageszeitung, Radionachrichten, fernsehnachrichten und das Filmtheater, das es in fast jedem Stadtteil der Ruhrgebietsstädte gab. Das Leben selbst spielte sich im lokalen bereich ab – und darum interessierte man sich auch für Lokalnachrichten. Doch heute ist es üblich, woanders zu wohnen als zu arbeiten. Mit dem Nachbarn hat man kaum etwas gemein. Selbst Geschwister verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet oder sogar noch weiter. Das Lokale ist nicht mehr der Lebensmittelpunkt, und damit haben Lokalnachrichten starkl an Wert verloren.

  • #68
    Walter Stach

    -67-
    Zustimmung!

    Das läßt sich u.a. bis ins Detail belegen, wenn man sich hier im kleinen Waltrop mit den nach Waltrop zugezogenen "jungen Familien" und den nach Waltrop zugezogenen älteren Menschen befaßt, die zwar hier wohnen, aber ansonsten mit dem "Gemeindeleben" nichts am Hut haben, es sei denn, sie fühlen sich unmittelbar in ihren ganz persönlichen Interessen betroffen – "beste KITA", "beste" Schule für die Kinder, wider jede Grundsteuer-Erhöhung, keine Gebühren und Beitragserhöhungen u-ä. mehr.

    Ansonsten scheinen ihnen die "gemeindlichen Angelegenheiten " -mit Verlaub- "am A…..vorbeizugehen. Das betrifft z.B. die Situation des Einzelhandels in der Innenstadt -man kauft in der Regel am Arbeitsort, z.B. in DO, das betrifft das Leben in den örtlichen Vereinen, das betrifft die kulturellen Veranstaltungen in Waltrop, das betrifft die Restaurant-besuche, daß betrifft……..
    Da insofern jegliche Einbindung in das gemeindliche Leben fehlt bzw. ganz bewußt vermieden wird, ja sogar das öffentliche Leben im Wohnquartier vermieden bzw. umgangen wird, ist es logisch, daß diese Neubürger keinerlei Interesse am Lokal-teil der -einzigen- hiesigen Lokalzeitung -der Waltroper Zeitung- haben.
    Wenn das, was Sie beschrieben haben und wenn das, was ich angedeutet habe, sich weiter verfestigt, dürften alle gutgemeinten Ideen/Rat- und Vorschläge, die u.a. hier bei den Ruhrbaronen -auch durch mich -zu Gunsten des Lokalteiles der Tageszeitung gemacht wurden, langfristig nicht deren Existenz sichern können..

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  • #71
  • #72
    Kai Hofstetter

    bin als Lokaljournalist in bei einer Regionalzeitung in Süddeutschland großgeworden. Goldene 70er. Das Elend habe ich aus der Ferne miterlebt. Auflage runter von 220.000 auf 120.000, 3 mal weiterverkauft. Der letzet Eigentümer hat nachgedacht: alle 15 bis 20 km eine Lokalredaktion mit mindestens drei Redakteuren, praktisch unbegrenzte Mittel für "Freie" (macht aber nichts bei 14-20 Cent Zeilenhonorar), so entstehen jeden Tag 4 Seiten pro Lokalredaktion (plus nochmal 2 Leute für 2 Seiten Landkreis) dazu zweimal in der Woche 12 Seiten Lokalsport (oder dreimal 8). Gut, der Rest ist dpa- und Sportagenturen- Verklappung, aber das lesen die Leute ja ohnehin schon einen Tag früher in Netz. Schade nur, dass das regionale Feuilleton aufgegeben wurde. Das verteilt sich jetzt über die Lokalteile. Aber die Auflage steigt wieder. Und die Online-Ausgabe kostet Geld, aber es steht auch was drin.
    Zur Rekrutierung von Freien Mitarbeitern werden "Lokalreporter-Castings" veranstaltet, und die jämmerliche Bezahlung ist den Leuten a) egal und b) hat noch jeder Schüler oder pensionierte Lehrer als "Freier" sein halbes Volontariat gekriegt, weil in den Redaktionen halt qualifizierte Leute sitzen, die sogar Zeit für ihre Externen haben.
    Ich weiß nicht , ob das DAS Rezept ist, EINES ist es auf jeden Fall

  • #73
    Sylvia Heinlein

    Ich wollte exakt schreiben, was eine Kommentatorin hier geschrieben hat und deshalb kopier ich es ganz frech: "was für ein unglaublicher artikel. darauf war ich so nicht gefasst, bin zutiefst gerührt und musste ein bisschen weinen. danke schön für inhalt und wahrheit."

  • #74
    Erkan Bogan

    WARUM MICH NR-W UND NR-Wlerinnen ANEKELN

    Ich hab doch noch etwas gefunden: Die NR-Wlerin Anna Mayr kopiert mittels Adaption und Nutzung des Wortes »anekelt« eine meiner intelligenten und klugen »Adoptivschwestern« – namentlich Ronja von Rönne – und ihren von vielen Seiten stark kritisierten Anti-Feminismus-Artikel aus dem letzten Jahr (2015) und münzt dessen Content völlig verquer auf den NR-Wschen Lokaljournalismus um. Peinlich dieses NR-W.

    Es grüßt ihr/euer/dein
    Erkan Boğan

  • #75
    Kollegin

    Ja, ja ja! Ich liebe den Job, auch wenn ich kaum auf den Mindestlohn komme bei meiner kleinen Zeitung.
    (eine Kollegin zwischen Hasenstall und Dorfrathaus)

  • #76
    Jürgen Gerhardt

    Meine Güte, da hat aber mal jemand gründlich reflektiert (ausgemistet). Es stimmt alles, nur die Perspektiven liegen doch in unserer (Lokaljournalisten) Hand. Manchmal sollte man nicht darüber nachdenken, dass man untergehen wird, sondern, wie man untergehen will.

  • #77
    Edmund Michael Hoffmayer

    Ich habe die ersten beiden Absätze des Artikels gelesen
    und dann angefangen runter zu scrollen und mit Entsetzen festgestellt:
    dieser Artikel hört ja überhaupt nicht mehr auf.
    Kennt die Verfasserin nicht den alten römischen Satz „Quis leget haec?“
    (Sinngemäß übersetzt: „Wer soll das Zeug alles lesen?“)
    Kennt sie nicht den alten römischen Rhetoriklehrer Quintilian, der schon
    um ca. 50 nach Christus den nach wie vor gültigen Rat gab:
    „Wenn du zehn Zeilen geschrieben hast, streiche sie zusammen auf eine Zeile.
    Wenn du zehn Seiten geschrieben hast, streiche sie zusammen auf eine Seite.
    Aber fasse dich kurz. Langweile deine Leser nicht.
    Kennt sie nicht das Leseverhalten der heutigen jüngeren Generation?
    Artikel von diesem Ausmaß lesen bestenfalls noch Landtagsabgeordnete und
    Vorstandsvorsitzende… also Leute, die sehr viel Zeit haben.
    Wer soooooooooooooo schreibt, sollte dankbar sein, überhaupt noch als Lokalredakteur
    arbeiten zu dürfen.

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