#100JahreFrauenwahlrecht und dennoch ist die Freiheit von Frauen in Deutschland erneut in Gefahr.

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Längst sind Gleichberechtigung und die Freiheit von Frauen, über ihr Leben selbst zu entscheiden, für uns selbstverständlich geworden. So selbstverständlich, dass beim Stichwort Feminismus hauptsächlich an Nebenschauplätze wie Frauenquoten gedacht und lächerliche undemokratische Vorschläge wie eine feste Frauenquote für Abgeordnete im Bundestag gefordert wird. Dabei haben wir drängende Probleme. Von unserer Gastautorin Rebecca Schönenbach.

Seit der Gruppenvergewaltigung in Freiburg ist die Diskussion um sexuelle Gewalt gegen Frauen wieder aufgeflammt, jedoch weiterhin ohne nenneswerte Konsequenzen. Der Faktenfinder der Tagesschau erklärt, es gäbe keinen Anstieg von „überfallartigen“ Gruppenvergewaltigungen, sondern sogar einen Rückgang. Was der Faktenfinder nicht gefunden hat, ist, dass es keine eindeutige Definition von „überfallartig“ gibt, der Begriff also jeweils von den Polizeibeamten, die die Tat erfassen, gedeutet wird. In der Polizei Bayern findet sich dazu Folgendes:

Problematisch bleibt generell, dass es nirgends eine allgemeingültige Definition gibt, was unter „überfallartig“ zu verstehen und zu erfassen ist. Es werden deshalb von den polizeilichen Sachbearbeitern von Ablauf, Schwere und Tatörtlichkeit sehr unterschiedliche Taten als „überfallartig“ eingestuft. Wie eine stichprobenartige Überprüfung von Vorgängen ergab wurde in Bayern von der polizeilichen Praxis meist ein weiter Begriff zu Grunde gelegt, der alle Fälle umfasste, bei denen der Täter sein Opfer überraschend angriff und deshalb die Verteidigungsmöglichkeit des Opfers eingeschränkt war. Rheinland Pfalz dagegen orientierte sich in den letzten Jahren an einem engeren Begriff, der Vergewaltigungen,
wenn sie die TV-Opfer-Beziehung „Angehöriger“ oder „Bekannter“ betrafen, nicht als „überfallartig“ klassifizierte. Das Fehlen einer bundeseinheitlichen Erfassungsrichtlinie führt also dazu, dass die Vergleichbarkeit der Daten zu den „überfallartigen
Vergewaltigungen“ zwischen den Bundesländer, aber auch innerhalb eines Landes nicht gewährleistet ist.

Und genau dies ist das Grundproblem, sexuelle Gewalt gegen Frauen scheint für die verschiedensten Gruppen nur ein politischer Spielball. Frauen wird sogar erklärt, es gäbe kein Grund, besorgt zu sein, schließlich habe es schon immer Vergewaltigungen gegeben, auch Gruppenvergewaltigungen.

Es gibt also seit Jahrzehnten eine hohe Zahl an Gruppenvergewaltigungen, aber nie eine Untersuchung über die Täter, Tatabläufe, Hintergründe? Warum nicht? Hunderte Gruppenvergewaltigungen pro Jahr müssten doch ein Anlasss sein, Forschung zur Prävention zu finanzieren?!?

Zudem setzt der Faktenfinder Gruppenangriffe auf Frauen und ihre Partner/Begleiter wie in der Silvesternacht, also in aller Öffentlichkeit, mit Gruppenvergewaltigungen gleich. Nach unserem Verständnis ist das nicht gleichzusetzen und in der Tat gab es keine öffentlichen Machtdemonstrationen gegen Frauen von hunderten jungen Tätern auf den Straßen in Deutschland vor 2015.

Insgesamt ist die Zahl der Taten, die von Tätern mit ausländischer Staatszugehörigkeit begangen werden, gestiegen.Uns geht es nicht darum, alle Zuwanderer/Flüchtlinge zu brandmarken, sondern gerade darum, das Thema den Rechts- wie Linksextremen wegzunehmen, um endlich Analysen zu erreichen, die Prävention und damit Schutz von Frauen fördern. Und damit auch Migranten und Täter unterscheiden, statt alle in einen Topf zu werfen. Deshalb müssen Fragen nach den religiösen, politischen und kulturellen Aspekten bei solchen Taten gestellt werden.

Die Taten müssen unterschieden werden, indem

  • eindeutige Begriffe zur Beschreibung verschiedener Taten auf Bundesebene festgelegt werden
  • erfasst wird,
    • wieviele Taten von den Opfern unbekannten Tätern begangen werden (die überwiegende Anzahl der Täter bei Vergewaltigungen sind den Opfern bekannt)
    • ob die Taten im öffentlichen Raum stattgefunden haben (Straßenfeste, Musikveranstaltungen,…)

Dazu kommen Aussagen wie die des renommierten Kriminologen Christian Pfeiffer:

„Hinzu kommt Pfeiffer zufolge ein weiteres Phänomen: „Die Anzeigebereitschaft ist viel größer, je fremder der Täter ist.“ Der ausländische Mann, der eine Frau hinter die Büsche ziehe und vergewaltige, habe eine hohe Anzeigequote. Der vertraute Arbeitskollege, der Chef oder auch der Partner, der das Gleiche tue, werde dagegen deutlich seltener angezeigt.“

Wie hat Pfeiffer das belegt? Und unterstellt er den Opfern damit nicht Rassismus? Gleichzeitig gibt es einige Berichte, dass Frauen vor einer Anzeige zurückschrecken, um eben nicht alle Zuwanderer Rassismusvorwürfen auszusetzen. Hier braucht es also auch eine Untersuchung, denn uns erschließt sich nicht, warum ein „vertrauter Arbeitskollege“ nicht genauso angezeigt wird, es sei denn, man unterstellt dem Opfer, dass vertraut eben auch Einverständnis bedeutet… Sonst wäre eine Erklärung, in der die Frau abhängig von ihrem Job ist, einleuchtender, doch die ist nicht erfolgt…

Diese unsäglichen Diskussionen zeigen vor allem eines: Die Freiheit von Frauen ist in Deutschland wieder Nebensache geworden. Denn Freiheit gibt es nur mit Sicherheit, vor allem im öffentlichen Raum. Die Freiheit von Frauen hat deutlich abgenommen, und uns ist nicht einzureden, dies sei nur „gefühlt“. Die PKS spricht eine andere Sprache. Wir fordern endlich eine Untersuchung der Taten und all ihrer Faktoren.

Nach 100 Jahren Frauenwahlrecht müssen wir nun darum kämpfen, dass Gewalt gegen Frauen ernst genommen und bekämpft wird, egal, welche Motivation die Täter haben. Und dies beginnt mit dem Kampf gegen die Gleichgültigkeit der Mehrheit.


Zuerst erschienen auf der Facebook-Seite der Frauen für Freiheit.

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9 Kommentare

  1. #1 | ruhrreisen sagt am 15. November 2018 um 08:48 Uhr

    Und obendrauf gibt es kein Konzept der muslimisch einwandernden Frauen und Männer, wie ein gleichberechtigtes Deutschland sich Integration vorstellt. Und vor Allem: Welche Konsequenzen darauf folgen, wenn diese verweigert wird. Wie vor 40 Jahren entsteht so eine Parallelgesellschaft wie bei den Gastarbeitern und kurdisch-libanesischen Clans.

  2. #2 | ruhrreisen sagt am 15. November 2018 um 10:30 Uhr

    Und obendrauf gibt es kein Konzept der aus archaischen Stämmen und muslimisch einwandernden Frauen und Männer, wie ein gleichberechtigtes Deutschland sich Integration vorstellt. Und vor Allem: Welche Konsequenzen darauf folgen, wenn diese verweigert wird. Wie vor 40 Jahren entsteht so eine Parallelgesellschaft wie bei den Gastarbeitern und Großfamilien.

  3. #3 | Christos sagt am 15. November 2018 um 14:49 Uhr

    Die Aussage von Christian Pfeiffer kommt, jedenfalls so, wie sie im Welt-Artikel steht (der übrigens nicht das ganz Interview abbildet, das gibt es nur für Abonnenten), tatsächlich etwas dürftig daher.

    Und ja, selbstverständlich muss man auch einen "rassistischen" Faktor bei der Anzeigebereitschaft in Betracht ziehen. Daraus den Schluss zu ziehen, Frauen würden vor allem aus rassistischen Gründen ausländische Tatverdächtige anzeigen, wäre aber in der Tat Quatsch. Da überwiegen wohl andere Faktoren, die die Anzeigebereitschaft beeinflussen.

    Ich kann hier nicht die gesamte kriminologische Forschung darstellen (allein, weil ich sie nicht gut genug kenne). Aber einen wichtigen Faktor haben Sie, Frau Schönenbach, ja bereits genannt: Soziale oder berufliche Abhängigkeitsverhältnisse. Und diese bestehen gegenüber dem Chef, aber auch gegenüber Ehepartner/Verwandtschaft eher als gegenüber dem Fremden auf der Straße – der, wie Sie zurecht sagen, im Vergleich ja ohnehin viel seltener Täter ist als Leute aus dem Umfeld des Opfers. Dass insbesondere berufliche Abhängigkeitsverhältnisse absolutes Hemmnis für die Bereitschaft zur Anzeige einer Sexualstraftat sind, hat ja jüngst erst die #MeToo-Debatte gezeigt. Da nun die Leute, die insbesondere so eine Macht qua Beruf ausüben können, in der Regel keine Zuwanderer/Ausländer sein werden, existiert auch aus dem Grund ein größeres Dunkelfeld bei diesen Taten – sie werden proportional seltener bekannt als die Tat "des Fremden", der zumeist nicht aus dem persönlichen Umfeld agiert.

    Man muss diese Vermutung aber wahrscheinlich auch direkt wieder stark einschränken. Denn: Bei der medialen Berichterstattung beschränkt sich das Bild ja schnell auf den Zuwanderer oder den Ausländer, der die "Inländerin" angreift. Das ist aber natürlich nicht der Fall: Es gibt eben auch Zuwanderinnen, Ausländerinnen und weibliche Flüchtlinge, die ebenso Opfer von Sexualstraftaten und auch Vergewaltigungen werden. Da sind die Faktoren genau die gleichen wie bei "Inländern": Taten werden aus der Familie- und dem Bekanntenkreis heraus begangen. Und hier kann die Anzeigebereitschaft dann auch wieder niedrig sein: Einmal wegen der Abhängigkeitsverhältnisse, zum zweiten wegen Furcht vor staatlichem Eingreifen, insbesondere wenn der eigene Aufenthaltsstatus unsicher ist und der Täter eine Abschiebung zu befürchten hat. Ich kann das alles nur vermuten, möchte aber aufzeigen, dass das Ganze eben nicht so einfach zu beantworten ist.

    Bei der "Sprache der PKS" ist allerdings auch Vorsichtig geboten, und zwar in beide Richtungen. Denn: In der PKS ist (nur) das aufgeführt, was von Strafverfolgungsbehörden – in der Regel der Polizei – als strafrechtlich relevanter Sachverhalt bekannt geworden und entsprechend eingestuft wurde. Ob diese bekannt gewordenen Sachverhalte tatsächlich strafrechtlich relevant sind oder überhaupt geschehen sind, ob der erste Tatverdächtige der richtige oder falsche ist und ob später überhaupt verurteilt wird, bildet die PKS nicht ab. Das heißt nicht, dass man automatisch davon ausgehen sollte, dass die Tat frei erfunden ist oder gar nicht stattgefunden hat. Aber man sollte eben wissen, dass die PKS Daten zu einem Zeitpunkt erhebt, in der der Fall noch überhaupt nicht wirklich aufgeklärt, geschweige denn vor einem Gericht ausgeurteilt ist. Der Fall der Gruppenvergewaltigung in Freiburg illustriert das vielleicht ganz gut: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tat gar nicht begangen wurde, geht gegen Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit den ersten Festnahmen durch die Ermittler aber sämtliche und auch die richtigen Täter, das heißt niemand Unschuldigen und auch nicht zu viele oder zu wenig Leute verdächtigt, ist aber auch nicht besonders hoch. Das heißt, Zahl und Identität der Tatverdächtigen wird bei so einem Ermittlungsverfahren typischerweise veränderbar sein – und selbst wenn die Tat dann angeklagt wird, kann vor Gericht noch immer viel anderes dabei herauskommen. Z.B., dass von 8 angeklagten Verdächtigen 4 doch nichts mit der Tat zu tun haben. In der PKS wären dann aber bereits 8 Tatverdächtige verzeichnet – obwohl sich die reale Zahl der Täter hinterher halbiert hätte (das ist jetzt nur ein erfundenes Rechenbeispiel und keine Progonose für den realen Fall).

    Andersherum bildet die PKS aber eben auch nur das ab, was auch wirklich bekannt geworden ist – und insbesondere bezüglich Sexualdelikten weiß man aus Dunkelfeldforschungen (also Opferbefragung), dass die Anzeigebereitschaft in der Regel nicht so groß ist und viele Taten gar nicht offiziell bekannt werden und nicht in die PKS einfließen. Natürlich kann sich so ein Anzeigeverhalten aber auch ändern – z.B., indem Opfer öffentlich ermutigt werden, sich bei solchen Taten an die Polizei zu wenden. In der Folge würden dann mehr der Taten angezeigt, und die PKS würde mehr dieser Taten aufweisen. Ob es nun aber tatsächlich mehr Taten gegeben hat oder ob die Zahl der Taten im Wesentlichen gleich geblieben ist, nun aber mehr davon bekannt geworden sind, kann man nicht wissen. Man kann es nur vermuten. Um das aber näher zu ergründen, gibt es eben die Dunkelfeldforschung, auf die sich auch Christian Pfeiffer beziehen wird.

    In früheren Jahren wurden von der Bundesregierung auch sogenannte "Periodische Sicherheitsberichte" veröffentlicht, die statt bloßer PKS-Zahlen dann auch entsprechende Dunkelfeldforschung etc. enthielten, aber leider ist das dann nicht mehr regelmäßig passiert. Das wäre dann einfach eine Möglichkeit, um im wahrsten Sinne des Wortes mehr "Licht ins Dunkel" zu bringen.

    Wenn Sie mehr (Forschung zur) Prävention fordern, kann man Ihnen unabhängig davon nur Recht geben. Christian Pfeiffer erwähnt ja auch einen Aspekt davon in dem von Ihnen verlinkten Artikel: Erziehung. Man wird schlicht und ergreifend mehr Sexualerziehung, auch staatliche, sprich in den Schulen leisten müssen. Mein Sexualkundeunterricht bestand im Wesentlichen aus "Biologie der Fortpflanzung" und "Wie verhüte ich richtig?". Fragen über das Verhältnis von Sexualität und Intimät, Grenzen beim Ausleben der Sexualität, sexuelle Gewalt und Übergriffigkeit, was ist "okay" und was nicht – das wurde alles ausgeklammert und überhaupt nicht problematisiert. Da müsste man vermutlich eher ansetzen. Zum einen, damit Leute – in der Regel ja Männer – erst gar nicht zu Tätern werden und einfach selbst ein Verständnis dafür verinnerlichen, wo Grenzen liegen (tatsächlich hat längst nicht jeder Täter das Gefühl, etwas Unrechtes getan zu haben – selbst bei Vergewaltigungen!). Zum anderen, damit Opfer Strategien entwickeln, wie und wo sie sich schützen können, wo sie Hilfe bekommen und so weiter. Und diese Art von Bildung müsste dann eben ALLEN zukommen, egal ob Ausländer oder Inländer, Migrationshintergrund oder "biodeutsch", Mann oder Frau, jung oder alt (aber am besten natürlich früh damit anfangen). (Zum Thema empfehle ich übrigens folgenden Podcast: http://kleinerdrei.org/2017/04/kleinercast-folge-16-lets-talk-about-sex-im-gespraech-mit-der-sexualpaedagogin-katja-grach/).

  4. #4 | Schönenbach sagt am 16. November 2018 um 14:47 Uhr

    Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar, Christos.
    Der Beitrag war ursprünglich ein kurzer Facebook-Kommentar, daher sind viele Aspekte ausgelassen, auf die Sie hingewiesen haben, u. a. dass die PKS die Anzeigen erfasst, nicht, ob es sich dann tatsächlich um ein Delikt usw. handelt.
    Was die Übergriffe auf geflüchtete Frauen angeht, haben Sie ebenfalls Recht, wir arbeiten mit Flüchtlingshelferinnen zusammen, die oft die sexuelle Gewalt in Flüchtlingsheimen anklagen, aber damit immer gegen Wände laufen. Selbst Morde an Geflüchteten werden nicht gesondert erfasst, ich habe beim Innenministerium angefragt, wieviele geflüchetete Frauen in Deutschland umgebracht wurden (es gab ja einzelne Berichte) und selbst das wird nicht erfasst. Ehrenmorde und/oder islamistisch-motivierte Frauenmorde werden ebenfalls generell nicht gesondert aufgeführt, sondern meist unter Beziehungstaten einsortiert.
    Frauen für Freiheit e. V. areitet sich durch die verschiedenen Fragestellungen durch, eine erste kleine Konferenz zu Frauen, Terrorismus undn sexueller Gewalt findet am 18. Dezember in Berlin statt, weitere werden folgen.
    Und danke für den Podcast-Tip!

  5. #5 | Maria sagt am 16. November 2018 um 18:49 Uhr

    "Es gibt also seit Jahrzehnten eine hohe Zahl an Gruppenvergewaltigungen, aber nie eine Untersuchung über die Täter, Tatabläufe, Hintergründe? Warum nicht? Hunderte Gruppenvergewaltigungen pro Jahr müssten doch ein Anlasss sein, Forschung zur Prävention zu finanzieren?!?"

    Der Satz enthält Fehler, drei Satzzeichen am Ende. Auch inhaltlich ist das hier leider einfach kein Journalismus. Ich weiß, dass es sich hierbei um einen Facebookpost handelt, deshalb sagt dieser Beitrag auf ruhrbarone mehr über die Redaktion aus, als über die Autorin.

    Besonders ironisch wird es, dass in einem Beitrag über netzfrauen.org bemängelt wurde, die politische Debatte würde zunehmend emotional aufgeladen. Nichts anderes tut dieser Artikel, entzieht sich Fakten und hinterfragt diese nicht kritisch, sondern emotional: Es kann nicht sein, weil ich das nicht glaube. Ich hinterfrage es mit "?!?".

    Man kann sich gerne mit ungelenken Phrasen wie "das Thema den Rechts- wie Linksextremen wegzunehmen" von Stimmungsmache distanzieren wollen, der Versuch scheitert. Schon daran, dass die linke Szene Gewalt gegen Frauen nicht für sich instrumentalisiert. Zumindest wäre mir kein Fall bekannt, ich lasse mich da aber korrigieren. Linke sind überwiegend solidarisch gegenüber feministischen Themen. Zu Rechtsextremen komme ich gleich noch.

    Ich bin bin selbst Feministin, umso wichtiger ist es mir, dass im Namen des Feminismus Flüchtende nicht vorverurteilt werden. Ich kaufe der Autorin auch ab, dass sie es ähnlich sieht. Gerade deshalb würde ich mir eine sachlichere und faktenbasierte Auseinandersetzung mit dem Thema wünschen. Diesen Beitrag fand ich dazu hilfreich: http://www.belltower.news/artikel/antifeminismus-die-neuen-rechten-frauenrechtler-14483

  6. #6 | M. D. sagt am 16. November 2018 um 21:15 Uhr

    @Maria
    "Der Satz enthält Fehler, drei Satzzeichen am Ende"
    Na sowas.

    "Auch inhaltlich ist das hier leider einfach kein Journalismus."
    Wann ist denn Journalismus inhaltlich Journalismus? Frage für einen Freund.

    "Ich weiß, dass es sich hierbei um einen Facebookpost handelt…"
    Ich las den Text gerade bei den Ruhrbaronen.

    "…deshalb sagt dieser Beitrag auf ruhrbarone mehr über die Redaktion aus, als über die Autorin"
    Was denn, und wieso?

    "Schon daran, dass die linke Szene Gewalt gegen Frauen nicht für sich instrumentalisiert."
    Doch, sicher.

  7. #7 | Mocca sagt am 17. November 2018 um 08:41 Uhr

    @ Maria
    Ich bin selbst eine Trottellumme, umso wichtiger ist es mir, dass im Namen der Trottellummen Flüchtende nicht vorverurteilt werden. #Ironieoff

  8. #8 | Maria sagt am 20. November 2018 um 20:07 Uhr

    Schade, eine ordentliche Diskussion kann hier wohl leider nicht stattfinden.

  9. #9 | Helmut Junge sagt am 20. November 2018 um 23:01 Uhr

    Schade @Maria, ich lese mich gerade rein, und da fiel mir auf, daß Sie selber gar nicht wirklich diskutieren . Denn auf eine solch starke Behauptung wie
    "Es gibt also seit Jahrzehnten eine hohe Zahl an Gruppenvergewaltigungen, aber nie eine Untersuchung über die Täter, Tatabläufe, Hintergründe? Warum nicht? Hunderte Gruppenvergewaltigungen pro Jahr müssten doch ein Anlasss sein, Forschung zur Prävention zu finanzieren?!?", müßte eigentlich ein starkes Gegenargument kommen.
    Ist es so, oder ist es nicht so?
    Es reicht doch nicht aus, zu sagen "Der Satz enthält Fehler, drei Satzzeichen am Ende. Auch inhaltlich ist das hier leider einfach kein Journalismus. "
    Das ist viel zu schwach, um als gegenargument gezählt zu werden. Schade, wenn Sie jetzt aufhören, werde ich nie erfahren, ob das so stimmt. Dann bleibt es so stehen. Wenn Sie das so stehen lassen, haben Sie die Diskussion sowieso verloren. Dann allerdings wäre Ihre Schlußfolgerung falsch "Schade, eine ordentliche Diskussion kann hier wohl leider nicht stattfinden." Denn es müßte heißen, daß Sie keine "ordentliche Diskussion" führen können. Also weitermachen. Da muß noch etwas kommen.

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