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A52/B224: Gladbeck – Die Stadt der dummen Verlierer

a52Vor einem guten Jahr waren sie in Gladbeck ganz stolz: Mit Mehrheit hatten sich die Bürger gegen doe Tunnelung der B224 entschieden. Nun hat Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) seine Pläne vorgestellt: Gladbeck ist der große Verlierer – aus eigener Dummheit.

Ist es das Ende einer Jahrzehntelange Diskussion? Die B224 wird zur A52 ausgebaut – aber nur zwischen der A2 in Gladbeck und der A42 in Essen. Durch Essen wird  keine neue Autobahn führen und Gladbeck wird weiter von der B224 durchschnitten – gegen einen Tunnel, der im Rahmen des Ausbaus der B224 zur A52 gekommen wäre, hatten die Bürger ja im vergangenen Jahr votiert – also wird es weiterhin laut in der Stadt bleiben. Dazu bekommen die Gladbecker als Belohnung noch ein Autobahnkreuz – alles verloren, nichts gewonnen.

Viele die vor einem Jahr in Gladbeck vor Kraft kaum laufen konnten, werden nun eher sparsam in die Zukunft blicken: Die Initiativen die gegen die Tunnelung der B224 waren, haben der Stadt eine Planungskatastrophe eingebrockt – die Stadt ist der große Verlierer. Im März vergangenen Jahres schrieb ich:

A52: Gladbeck – die dümmste Stadt Deutschlands!

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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8 Kommentare zu “A52/B224: Gladbeck – Die Stadt der dummen Verlierer

  • #1
    Robert

    Vielleicht wäre da ja der richtige Standort für dieses Kraftwerk. Quasi als Zugabe.

  • Pingback: Links anne Ruhr (08.07.2013) » Pottblog

  • #3
    Emscher-Lippizianer

    @Robert

    Platz für eine Forensik wird sich da auch noch finden…

  • #4
    Martin Böttger

    Das Volk ist doof. Und Demokratie ist scheiße. Aber Dir ist auch noch nichts Besseres eingefallen Stefan, oder?
    Vielleicht ist es auch das erste zarte Pflänzchen von Intelligenz, sich nicht mehr für immer mehr Durchleitungen der LKW-Pest hergeben zu wollen.
    Und wie dumm sind
    Berlin (Schlösschen)?
    Hamburg (Elbphilharmonie)?
    Stuttgart (Bahnhöfchen)?
    Bonn („World-Congress-Center“)?
    Duisburg (Küppersmühle – kommunale Wohnungsgesellschaft futsch)?
    An Gladbeck gibts wirklich viel zu lästern, aber für so große Dummheiten ist es einfach zu klein.

  • #5
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Martin Böttger: An dem Projekt hängen Jobs und Gewerbegebiete – ok, ist Dir nicht wichtig, Du bist Grüner. Die Gladbecker haben wie typische, egoistische Nimbys entschieden – und zum Glück hat es sich nicht gelohnt. Der Tunnel wäre eine gute Sache gewesen – jetzt sind die Gladbecker die Verlierer. Das geht ok.

  • #6
    der, der auszog

    Bemerkenswert, dass da ein paar Gladbecker ohne die Beteiligung der in der betroffenen Region lebenden Bürger über die wirtschaftliche Zukunft des Gelsenkirchener Nordens und der Städte Dorsten und Marl abstimmen durfte und erschreckend, wie scheißegal einigen Menschen der wirtschaftliche Zustand des nördlichen Ruhrgebiets zu sein scheint.

    Was die Sache allerdings ein weing erträglicher macht, ist die Ironie des selbstgewählten Schicksals: Die Staus nämlich, und die mit ihnen verbundenen Emissionen durch Lärm und Dreck, finden nicht in Gelsenkirchen, Dorsten oder Marl statt, sondern mitten in Gladbeck, wo man bis vor kurzem auf relativ einfache Weise ein Verkehrsnadelöhr hätte noch unter dem Erdboden verschwinden lassen können. Die Chemiebuden und Logistikzentren an dieser Strecke werden auch in Zukunft durch den Schwerlastverkehr beliefert werden, der mitten in Gladbeck fast täglich zum erliegen kommt. Herzlichen Glückwunsch.

  • #7
    Thomas B.

    Der Verkehr fließt so oder so 4-spurig durch Gladbeck, ob die Strecke jetzt B224 oder A52 heisst, überirdisch oder im Tunnel verläuft. Manche Gladbecker meinten seinerzeit wohl, die ganzen PKWs und LKWs fahren nur zum Spaß dort her oder um die Gladbecker zu ärgern. In so fern auch von mir einen herzlichen Glückwunsch nach Gladbeck!

  • #8
    Andreas

    Coole Sache!
    Ich freue mich jeden Morgen wenn ich statt am Anschluss A52/B224 zu stehen einfach von Buer aus durch die Gladbecker Innenstadt fahre.
    Besser könnten es die Gladbecker nur machen, wenn sie in Buer-West direkt ein Umleitungsschild durch ihre Stadt aufstellten, denn das hätte den gleichen Effekt wie die Sturrheit mit der durch diese Rand-Stadt eine dringend nötige Lösung verhindert wird.

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