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Abenteuer Ruhrpott – Ein Leben zwischen Orient und Okzident

Heute ist Mittwoch. Markttag. Der Tag in der Woche, an dem etwas mehr los ist, im Herz von Gelsenkirchen-Hassel. Man kommt zusammen, redet miteinander über wichtige und unwichtige Dinge des Lebens. Irgendwann dann, am Stand mit den Blumen, stehen sie neben mir. Frauen, eingehüllt in schwarze Tüchern. Zu sehen ist nur das blasse Gesicht, das aus den Tüchern herausschaut. Die Tücher sind der so genannte „Tschador“, der vor allen Dingen im Iran getragen wird. Von unserem Gastautor Malte Trösken.

Der Rest der muslimischen Frauen auf dem Markt trägt Kopftuch oder Hidschab. Der „Koran“ hat den Frauen Freiheit gebracht, sagen muslimische Männer und Frauen mir oft. Und dass muslimische Männer ihre Frauen ehren. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus.

Seit 4 Jahren lebe ich hier im Gelsenkirchener Norden. Als ich hier hin zog,  glaubte ich zu wissen, worauf ich mich einlasse. Ich war auch mal einer, der daran geglaubt hat, das „Multi-Kulti“ funktioniert und es hier ganz toll wird. Ein Ruhrpott-Abenteuer zwischen Orient und Okzident. Weit gefehlt.

In Hassel, im Norden von Gelsenkirchen, gibt es drei „offizielle“ Moscheen. Das urbane Leben hier ist sehr stark durch Muslime geprägt. Das ist seit vielen Jahren so. Aber seit zwei Jahren etwa verändert sich hier alles. Viele Geschäfte wurden geschlossen. Schon bald werden sie von muslimischen Geschäftsleuten übernommen. Dasselbe gilt für Häuser die frei werden, oder Wohnungen.

Die Grundstimmung in Hassel ist schlecht. Deswegen gehen viele Geschäftsleute, ziehen  weg. Denn auch hier gibt es Unterdrückungen seitens der türkischen Community gegenüber den Deutschen. Vor allen Dingen in den Schulen. Aber auch auf der Straße. Dort wird die Abneigung gegen Juden und auch Christen auch schon mal recht deutlich zum Ausdruck gebracht.

Wir alle in Hassel geben uns Mühe, über dieses Dinge hinweg zu sehen, aufeinander zu zugehen. Veranstalten interreligiöse Gottesdienste und Feste. Doch es funktioniert nicht. Veranstaltet der Stadtteil ein „Straßenfest“, bleiben die Muslime meist weg. Veranstalten diese wiederum ein Straßen bzw. Gemeindefest, bleiben die „Deutschen“ weg. Interreligiöse Gottesdienste weisen ein Ungleichgewicht auf, wenn viele Christen und wenige Muslime den Worten von Pfarrer und Imam lauschen.

Wie sollte es auch funktionieren, in einem Stadtteil in dem kleine Kinder täglich verschleiert in die Koranschule gehen. Später dann besuchen sie  einen Kindergarten, in dem sie größtenteils unter sich sind, wie, wieder später, in der Schule auch. Kontakt zu „Deutschen“ wird zwar, meist oberflächlich, gepflegt, aber eigentlich braucht man den nicht, wofür auch? Hier in den Geschäften gibt es alles, was man braucht und, man spricht türkisch oder arabisch. Auch wenn zumindest die Mitarbeiter deutsch sprechen können.

Als nichtmuslimische Frau ist es hier gar nicht ratsam, nach Einbruch der Dunkelheit allein über die Straße zu laufen. Es ist dann nicht mehr sicher, wie man so schön sagt.  Um nur mal ein Beispiel zu nennen, wenn meine Liebste mal allein abends vor die Tür geht, wird sie oft „angepöbelt“. Weil sie dunkle Haare hat, nennen muslimische Halbwüchsige sie „Sarah“.

Raubüberfälle. Einbrüche. Körperverletzungen. Meist steht in solchen Zeitungsmeldungen einen Hasseler Adresse. Tags und nachts geschieht so etwas. Wenn die Täter mal geschnappt werden, sind es meist Menschen mit Migrationshintergrund. Wenn es nur um die Kriminalstatistik geht, müsste jeder Polizist in Gelsenkirchen Pro-NRW recht geben, was sie in Teilen auch tun, nur halt nicht öffentlich! Viele junge Männer aus dem Stadtteil haben den Gerichtssaal mehr als einmal von innen gesehen. Und sei es nur, weil ältere gegenüber jüngeren körperliche Züchtigungen getätigt haben, um diese zu „erziehen“. Eine harte Hand, die hier an einigen Stellen völlig normal ist.

Was mich in letzter Zeit sehr stark bewegt ist, dass ich an mir selbst eine Veränderung festgestellt habe. Schleichend entwickelt sich eine Abneigung gegen diese Menschen, die unsere Grundrechte nicht achten. Und das, obwohl ich viele von denen mag. Aber ich stelle auch fest, dass sie einfach zu wenig tun, um gänzlich in unserer deutschen Gesellschaft aufgenommen zu werden. Und viele von ihnen wollen das auch gar nicht. Egal ob sie jetzt einen deutschen Pass haben oder nicht, sie sind und bleiben Türken, Araber oder Libanesen.

Das alles macht nachdenklich, traurig. Gerade wenn man sieht, wie die Stadt sehr viel Geld investiert um diese Situation zu ändern. Bei Gesprächen mit den Menschen, die denselben Hintergrund haben, aber es geschafft haben sich zu integrieren, ohne ihre eigene Identität zu verlieren, höre ich immer raus, dass die ihre eigenen  „Landsleute“ nicht verstehen. Eine sagte mal zu mir, dass sie schon versucht habe, über Gespräche etwas zu ändern, dass sie da nicht mehr rankommt. Denn sie sei schon zu westlich, zu „angepasst“, als dass diese Menschen auf sie hören würden.

Die momentan laufende „Integrationsdebatte“ interessiert hier viele nicht. Ich bin mir fast sicher, dass ein Thilo Sarrazin durch Hassel laufen könnte, ohne Probleme zu bekommen. Denn entweder wird er nicht erkannt, weil hier ohnehin keiner eine Zeitung liest. Und wenn, dann ist es „Hürriyet“. Oder den Migranten hier ist es einfach scheißegal, was der sagt. So egal, wie Pro-NRW, die können hier in den Straßen und auch direkt vor türkischen Läden ihre „Propaganda-Plakate“ aufhängen, ohne dass einer der Betroffenen reagiert, während wir für deren rechte auf die Straße gehen.

Überhaupt regen mich viele sehr scheinheilig geführte Diskussion zum Thema Islam ziemlich auf, denn schaut euch an, was da passiert.  Während man als Christ in Deutschland vielfach belächelt, ja sogar gegängelt wird, soll auf einmal alles Muslimische und der Koran „ganz toll“ sein und das Essen „halal“, also rein?  Und „wir“ haben die „Pflicht“, diese Menschen zu integrieren. Wir?

Wenn ich ins Ausland fahre, muss ich doch die Sitten und Gesetze des jeweiligen Landes achten. Und wenn ich dort leben möchte, umso mehr. Bevor jemand fragt, ja, ich war schon in der Türkei, in Tunesien oder Marokko. Abgesehen von Istanbul ist das alles nun mal arabisch/islamisch geprägt. Und jetzt sollen wir, weil einige nicht bereit sind sich anzupassen, ganze Stadtteile aufgeben? Also unsere Identität, die Deutsche oder meinetwegen auch Europäische, aufgeben, weil Deutschland ja ein „Einwanderungsland“ ist? Panislamismus im Kleinen  zulassen, im eigenen Land, nur damit Ruhe herrscht?

Das ist paradox. Diese  Menschen kommen ja vielfach gerade wegen dem, vermeintlichen, Reichtum hier hin, wegen der Demokratie und der Freiheit. Auch der der Religion. Ich erinnere mich an die Dokumentation  über eine Schule in Gelsenkirchen, in der eine junge Muslimin sagte „Wenn alle Deutschen für einen Tag verschwinden, das würde nicht auffallen“. Schön zu hören, wenn man für all seine Anstrengungen den entsprechenden Dank bekommt!

Und was sagt die Regierung dazu, natürlich dass „wir“ uns noch mehr anstrengen müssen. Dass „wir“ noch mehr Geld in integrative Projekte stecken müssen. Aber warum „wir“, warum nicht die Muslime, die dritte Säule des Islams, die Spenden, wäre doch zumindest mal eine finanzielle Quelle um all diese Projekte zu finanzieren, ein Ansatz?

Wohin eigentlich soll das führen, wenn die Formel hierzulande schon heißt „Christ =Pädophil“ und „Konservativ = Nazi“? Ich für meinen Teil bin weder rassistisch oder  islamophob noch fremdenfeindlich. Trotzdem ist es schon so weit gekommen, dass ich meine Meinung nicht laut aussprechen darf. Das ist, so traurig das klingt, gefährlich.

Ömer, ein guter Bekannter, lebt seit Anfang der 70’er Jahre in Deutschland. Ömer lebt seit vielen Jahren mit einer deutschen Frau zusammen. Die beiden haben zwei Kinder. Er kam mit dem Abitur in der Tasche, wollte damals eigentlich Lehramt studieren. Das ging aber in den 70’ern nicht. Er machte  eine Ausbildung zum Schlosser. Auf dem Pütt. Seit einigen Jahren ist Ömer selbstständig. Zum Thema „Integration“ hat er seine ganz eigene Meinung,  er sagt, dass diejenigen die die „Integration“ strikt verweigern, dieses Land auch wieder verlassen sollten. Er, als Türke, darf das sagen!

Grundsätzlich kann man sagen, dass früher tatsächlich alles besser war. Früher hatten wir noch die Kohle und Stahl Industrie. Deutsche, Italiener, Polen, Türken, Jugoslawen usw. arbeiteten zusammen „unter Tage“.  Sie waren aufeinander angewiesen. Zumindest unten, in der Grube. Da waren sie Kumpel. Auch im übertragenen Sinne. Jeder musste auf den anderen aufpassen, das hat die Menschen zusammengeschweißt. Mit dem Ende der großen Stahl und Kohleindustrie haben wir es verpasst, diesen Zusammenhalt auch weiter zu tragen und mit in die Zukunft zu nehmen. Die Zeit der Kumpel ist vorbei. Jetzt haben wir das Zeitalter des Nebeneinanders. Im besten Fall.

In sterbenden Stadteilen blieben meist die Türken, die muslimischen Mitbürger zurück, oft arbeitslos, oft hoffnungslos. Die Regierung hat jahrzehntelang dabei zugesehen, wie sich z.B. in Berlin Neukölln, Duisburg Marxloh oder halt Hassel eine Parallelgesellschaft entwickelt, die von deutschem Recht oder deutscher Kultur nur sehr wenig hält. Dazwischen leben nur noch Hartz IV Empfänger. Und die Alten. Die gehen nicht mehr. Die halten durch. Die geblieben sind, stammen oft selbst aus bildungsfernen Schichten. Das zumindest verbindet sie mit vielen Migranten. Kultur, das ist hier ein gutes Essen, der kleine Garten, die Religion. Intelektuelles Leben geht nur von ein paar wenigen Einrichtungen aus. Und deren Aktionsradius ist einfach begrenzt.

Jetzt sollen wir, also wir Bürger, gefälligst mal ein wenig toleranter sein und das kitten, was die Politiker in Jahrzehnten versaut haben. Weil sie weggeschaut haben. Weil sie die unangenehmen Diskussionen nicht führen wollten. Dabei sind sie heute noch viel schlimmer. Politische Extreme konnten sich nur ausbilden, weil die Probleme nicht auf den Tisch kamen. Der Protest der Menschen formierte sich in Gruppierungen wie Pro NRW.

Es wird nicht funktionieren, der echte Austausch, das sich befruchtende Miteinander. Da bin ich mir sicher. Ich selbst werde bald aus dem Hassel wegziehen. Nicht nur weil ich eine neue Bleibe brauche. Nein. Auch weil ich einfach Abstand brauche von diesem tollen multikulturellem Leben hier. Vom Schmelztiegel, der ein Pulverfass ist. Denn auf Dauer ist das einfach zu heiß.

Malte Trösken betreibt das Blog Hometown-Glory

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117 Kommentare zu “Abenteuer Ruhrpott – Ein Leben zwischen Orient und Okzident

  • #1
    Werner Jurga

    Hinter dem Artikel ist die Absicht erkennbar, eine „Integrationsdebatte“ zu führen / einzuleiten – ohne Biologismus und anderen Sarrazin-Stuss. Dies hätte selbst dann gelingen können, wenn – wie hier – auf politische Vorschläge verzichtet wird. Wenn es aber – wie eben auch durchschimmert – auf die Alternative repressive Zwangsintegration oder Abschiebung hinausläuft, landet man unvermeidlich doch wieder im (rechts-)populistischem Gerede.
    Wenn ich so etwas schon lese: „Und was sagt die Regierung dazu, natürlich dass ,wir´ uns noch mehr anstrengen müssen.“ Ich nehme die Welt ganz anders wahr und könnte für dieses Andere haufenweise Belege anführen. Oder das hier: „Wohin eigentlich soll das führen, wenn die Formel hierzulande schon heißt ,Christ = Pädophil´ und ,Konservativ = Nazi´?“ Gegenfrage: wohin soll das führen, wenn unsinnige Szenarien als Realität dargestellt werden, in die man sich in Opferpose zu ergeben hat? „Grundsätzlich kann man sagen, dass früher tatsächlich alles besser war“ heißt es in dem Beitrag unter Bezug auf Malocherromatik. Grundsätzlich sollte man aber hinzufügen, dass die Gastarbeiter wie Vieh in den sog. „Bullenklostern“ untergebracht wurden und auf erkennbare Weise als Menschen mindestens zweiter Klasse behandelt wurden. Ein Zurück in diese Zustände kann nicht die Vision mederner Integrationspolitik sein.

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  • #3
    strohmeier

    Ich glaube nicht das ich in der BRD bzw. in Gelsenkirchen verdächtigt werde, ausländerfeindlich oder besser gesagt ein Gegner des Islam zu sein. Ich habe mich einen Großteil meines Lebens für die Rechte der hier lebenden Muslime (besonders der Türken u. Araber) eingesetzt, ich habe deutsch-islamische Veranstaltungen und Demos en Masse besucht und auch selbst organisiert, ich bin Mitglied eines islamischen Wohltätigkeitsvereins und und und. Alles das habe ich zu meiner Herzensangelegenheit erklärt und müsste deshalb, nach dem Studium dieses Artikels von S.Laurin bildlich gesprochen die Decke hochgehen. Kann ich aber nicht, weil ich ihm absolut recht geben muss. Ich will aber nun meinerseits keinen Roman über Sinn oder Unsinn der bisherigen Integrationspolitik schreiben, sondern bin zu dem Schluss gekommen, das wir endlich den A…. hochkriegen müssen, damit das Feld nicht den Populisten von Rechts überlassen wird. Wenn ich allerdings lese, wie z.b die WAZ Gelsenkirchen und der Grüne KV mit der Meinung eines grünen Mitglieds zum Thema Integration umgeht, befallen mich leichte Zweifel ob Politik und Medien überhaupt in der Lage sind, sich vom gescheiterten multi-kulti Projekt zu verabschieden und ganz neue Wege zu gehen.

  • #4
    Mir

    ich kam als vierjährige ins ruhrgebiet. bin im ghetto aufgewachsen, kam weder in den kindergarten noch hatten wir als familie deutsche freunde. nur oberflächliche deutsche bekannte. mein gastarbeiter vater hat bis vor seinem tod -2009-nicht richtig deutsch gesprochen. meine schule bestand ich glaube zur hälfte aus kinder von gastarbeitern. ich hab dennoch auf dieser schule abi gemacht, studiert. heute bin ich mit einem deutschen verheiratet und habe kinder. auch mit meiner familie hab ich noch in einem anderen ruhrpott ghetto gelebt. ich bin auch nicht immer einer meinung mit religion, traditionen, aussehen, politik usw. egal welche. es gibt so vieles was ich an den deutschen so bekloppt finde. na und? cool bleiben. die vielfalt macht das leben doch etwas interessanter. man muß nicht immer alles mitmachen. im übrigen die politik hat sich vor 30 jahren nicht um integration gekümmert. ich habe mich als junger mensch immer als ausländerin gefühlt und wurde so behandelt. die politiker hatten und haben versagt, jetzt hetzen sie die leute gegeneinander auf und diese glauben auch noch was ihnen vorgesagt wird. eigentlich wollte ich gar nichts mehr darüber schreiben.

  • #5
    Pan

    Es wäre gar kein Problem deinen Artikel mit umgekehrten Vorzeichen zu schreiben, in dem jemand mit Migrationshintergrund sich darüber beschwert das die Deutschen sich immer mehr zurückziehen und nix mehr mit ihm zu tun haben wollen – trotz aller Bemühungen.

    Solche Artikel findest du dann aber eher in der Hüriyet. Ein solcher Artikel hätte die gleiche innere Logik und würde ebenso nichts zu einer Lösung beitragen – denn jeder der hier im Pott lebt kennt Integrationsverweigerer egal ob sie Ali oder Egon heissen.

    Der Egon hat schon immer gesagt das die Türken Scheisse sind – und jetzt endlich gibt ihm jemand recht – da feiert der Egon drauf – dem Ali ist es aber egal, er wusste schon immer das die Deutschen Scheisse sind.

    Die Frage die man sich tatsächlich stellen muss heisst, ob man sich von den Integrationsverweigerern beider Seiten, seine eigene Wahrnehmung diktieren lassen muss.

    Und überhaupt, ist Integration nicht total überbewertet? Ich persönlich möchte mich jedenfalls nicht an den Durchschnittsdeutschen anpassen.

  • #6
    Helmut Junge

    Strohmeier und Malte auf einer Linie!
    Oder doch nur wegen eines Irrtums bzgl. des Autors?
    Egal, der Versuch, die offensichtlich notwendige Debatte inhaltlich zu führen, reicht von links bis schwarz. Es ist nur ein Anfang, der ist aber interessant.

  • #7
  • #8
    Ex-Linker

    Auch wenn ich nicht in Hassel gewohnt habe, sondern in GE-Ückendorf: Die im Artikel sehr gut beschriebenen Erlebnisse kann ich nur bestätigen.

    Gerade in Geslenkirchen wird deutlich, wie die Kommunalpolitik versagt hat. Denn die ghettorisierten Stadtteile oder Straßenzüge hätte es nicht zu geben brauchen, wenn die Stadt r e c h t z e t i t i g dagegen gesteuert hätte. Doch stattdessen hat man Ortsteile und Straßenzüge verkommen lassen. Die Bochumer Straße in Ückendorf ist ein weiteres sehr gutes Beispiel dafür.

    So wurde selbst die einstige Einkaufsstraße in der Gelsenkirchener Innenstadt zu einem dauerhaften sozialen Brennpunkt; auch weil viele eingesessene Geschäfte geschlosen haben, wegen der sich veränderten Käuferschicht.

    Der Autor hat auch recht, wenn er die Meinung vertritt, dass nicht wir ständig uns darum bemühen müssen, die Menschen zu integrieren, die aus anderen Ländern und Kulturkreisen zu uns gekommen sind. Dieser Personenkreis muss sich auch selber darum bemühen; wir können nur Hilfestellung dabei geben.

    Doch das geschieht eben nicht überall. Sicherlich auch, weil unsere Kommunalpolitiker die Ghettorisierung zugelassen haben, das Monopoly-Spiel großer Wohnungsbaugesellschaften, die – wie nun wieder zum Beispiel im Herner Ortsteil Bickern – Wohnsiedlungen aus den Fünfziger entwohnt haben, um Eigentumswohnungen zu schaffen. Bis zu zwei Drittel der dort jahrzehntelang lebenden Menschen wurden so förmlich verjagt.

    Ähnliches ist in Gelsenkirchen geschehen. Da verwundert es nicht, wenn integrationsunwillige Menschen, sich schnell in solchen Vierteln zusammenfinden. Und die wenigen, die geblieben sind, werden oftmals aus solchen Vierteln gemobbt.

    So ertappe ich mich selber, immer ablehnender diesem Personenkreis zu werden, die fundamentalisch hierzulande auftreten, unser Grundgesetz und unsere Kultur missachten. Ja, ich bekenne mich sogar, Sarrazin teilweise innerlich Recht gegeben zu haben.

    Darin liegt auch eine Gefahr. Die Toleranz könnte umschlagen. Das wäre fatal, aber von jenen zu verantworten, die sich partout nicht auf dieses Land in dem sie nun leben einlassen wollen. Vielleicht sollte man jenen absolut nicht Integrationswilligen den Abschied aus diesem Land versüßen – mit einem Geldgeschenk; damit das Miteinander mit jenen Mitmenschen, die sich gern eingebracht haben und trotzdem ihre Religion und ihre Kultur beibehalten haben, nicht auch noch leidet. Die aber packen zum Teil wieder ihre Koffer. Und das ist wirklich sehr fatal.

  • #9
    Friedrich

    @ Pan

    du schreibst: „Ich persönlich möchte mich jedenfalls nicht an den Durchschnittsdeutschen anpassen.“

    Du bist eben kein guter Deutscher wie Malte Trösken. Der gibt in der Sarrazin-Debatte auch schon mal sowas zum besten:

    http://www.ruhrbarone.de/auslander-das-muss-ich-doch-mal-sagen-durfen/comment-page-1/#comment-60396

    Zitat Trösken: „Meine Oma, und auch noch meine Mutter, haben dieses Land, wie viele andere auch, wieder aufgebaut, nach diesem verdammten Krieg. Wenn die das hier lesen würden, gäbe es was “hinter die Löffel”, wie man so schön sagt!“

  • #10
    Bert

    Trauriger Artikel.

    Noch trauriger ist, dass eigentlich keine Besserung in Sicht ist, es wird doch alles nur noch schlimmer.

    Gewisse Multi-Kulti-Politiker sollten einfach mal 1 Jahr in Gelsenkirchen wohnen, vielleicht wacht man dann endlich auf und wird aktiv ?

    SO kann es doch nicht weitergehen…

    🙁

  • #11
    Arnold Voss

    Ich finde es gut, dass hier die Integrationsdiskussion endlich an konkreten Beispielen/Stadtteilen aus dem Ruhrgebiet geführt wird. Ich selber bin in Wanne-Eickel geboren und habe gut 25 Jahre in Wanne-Mitte gewohnt. Diese ehemalige Innenstadt einer der kleineren Emschergemeinden hat sich in dieser Zeit ebenso grundlegend gewandelt wie Gelsenkirchen-Hassel und viele andere Stadtteile in diesem Teil des Ruhrgebietes.

    Ich wohne jetzt, wenn ich im Ruhrgebiet weile, und das tue ich fast wöchentlich und immer für mehrere Tage, zwar in Bochum Mitte, ganz nahe beim BermudaDreieck, aber ich bin aus Wanne nicht weggezogen, weil es dort (zu) viele Türken/Muslime gibt. In Berlin wohne ich nämlich im Wedding und das ist Wanne hoch 10.

    Aber dieses Unwohlsein, das Malte hier beschreibt, kenne ich selbst, auch wenn ich seine Schlussfolgerungen daraus nicht teile. Frauen deren Gesichter fast total verschleiert sind, Männer die ihre Verachtung für andere Kulturen außer der ihrigen deutlich zeigen, Menschen die den alltäglichen Gruß bewusst nicht erwidern, dass ist manchmal bedrückend. Aber ich mache auch andere positive Erfahrungen die mich hoffen lassen.

  • #12
    Müller

    @ Pan

    Niemand verlangt von Migranten sich den „Durchschnittsdeutschen“ anzupassen. Was man allerdings verlangen kann, dass man sich an die Gesetze seines Gastlandes hält, deren Kultur respektiert, sich nicht auf dem Transfersystem ausruht und sich weiterbildet, um aufzusteigen.

    Alles andere bedeutet :
    – mehr Arbeitslosigkeit
    – mehr Kriminalität usw.

    Im Endeffekt müssen alle Bürger Deutschland dieses versagen bezahlen, indirekt über die Steuern und direkt, wenn sie mal wieder als „Scheiß Kartoffel“ oder ihre Freundin/Frau/Tocher als „Christenhure“ beschimpft werden. So sieht nämlich die Realität aus, aber das kriegen Menschen wie sie wahrscheinlich gar nicht mit.

  • #13
    Bert

    @Arnold: „Aber ich mache auch andere positive Erfahrungen die mich hoffen lassen.“

    Welche denn zb ?

    Ich frag mich grad, ob Hoffnung mitterweile noch ausreicht ?

    Wird denn von türkischer Seite genauso diskutiert, wie sie sich selbst besser integrieren könnten ? Gibt es da Blogs/Beiträge wie hier ? Gibt es Aufrufe der Imame zur Integration ?

  • #14
    Andreas

    „Während man als Christ in Deutschland vielfach belächelt, ja sogar gegängelt wird,“

    So ein Quatsch!

    „. Trotzdem ist es schon so weit gekommen, dass ich meine Meinung nicht laut aussprechen darf.“

    Oh oh, das böse System und die bösen Ausländer (Muslime), sachmal was machst du hier gerade?

  • #15
    Malte

    @Werner Jurga;
    Zitat: „Grundsätzlich sollte man aber hinzufügen, dass die Gastarbeiter wie Vieh in den sog. “Bullenklostern” untergebracht wurden und auf erkennbare Weise als Menschen mindestens zweiter Klasse behandelt wurden“

    Von was redest Du, von den Anfängen des Bergbaus? In der Zeit, in der ich aufgewachsen bin, wohnten diese Menschen in Zechenhäusern!
    ——-
    @Strohmeier:
    Zitat „ich bin Mitglied eines islamischen Wohltätigkeitsvereins“

    Du meinst TUISA?
    ——–
    @Friedrich:
    Wo ist dein Problem, bei solch einer Aussage? Stimmt es etwa nicht, gibt es da inhaltliche Fehler, oder „moralische Probleme“? Bei Ihnen vielleicht?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCmmerfrau

    „Unsere Frauen sind es gewesen, die mit ihren bloßen Händen die Straßen von der Lebensgefahr befreit und die Trümmer aufgeräumt haben. …“

    Die Söhne, Töchter und Enkel dieser Frauen, sollen sich jetzt als „Kufr“ [Kuffar] bezeichnen lassen, und als „scheiß Deutsche“? Aber, konservativ ist = Nazi, steht oben schon!

    Natürlich gilt das nicht für alle, sondern nur für die, denen dieser „schuh“ passt!
    ——–
    @Arnold Voss:
    positive Erfahrungen mache ich auch, allerdings nur außerhalb der Parallelwelten [doofes Wort]
    ———-
    @Andreas:
    Wieso quatsch?

    Zitat: „Oh oh, das böse System und die bösen Ausländer (Muslime), sachmal was machst du hier gerade?“

    Ich meine damit nicht unbedingt Ausländer, sondern eher Deutsche, siehe deine Reaktion!

  • #16
    Andreas Lichte

    ich möchte „meine“ Moschee nicht missen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilmersdorfer_Moschee

    „Die Wilmersdorfer Moschee (historisch auch Berliner Moschee oder Ahmadiyya-Moschee) ist die älteste Moschee Deutschlands und wurde zwischen 1924 und 1928 im Auftrag der Ahmadiyya Anjuman Ischat-i-Islam Lahore in der Brienner Straße im Berliner Ortsteil Wilmersdorf erbaut.“

    sieht doch wohl cool aus, oder: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Moschee_Wilmersdorf.jpg

  • #17
    JK

    ich komme auch aus der ecKe und ich verstehe das Problem nicht? Natürlich bilden sich Parallel Gesellschaften. Nicht jeder Migrant wird studieren und nen guten Job haben, meistens sind grade in Ückendorf, Wanne, Bismarck, Hassel,…. nur Kumpels, die brauchen nicht studieren , die wollen nur im Garten sitzten und das leben „Geniessen“. Deren Kinder fangen an zu Studieren( Wenn sie es können) weil die auch wissen das es nix mehr zu Arbeiten gibt. Dann gibt es die Üblichen Assis, die man auch bei RTL findet, und zum erstaunen gibt es die bei den Deutschen genau so wie bei den Ausländern. Ich schiebe auch Hasskicks auf „dreckige Libis“, die nur scheisse machen, aber so ist das nun mal. Nicht alle Libis, Araber oder Türken sind so. Ich kenne auch genug scheiss Polen oder Russen. Die Liste kann ich im Negativer oder Possitiven sinne mit jeder Nation weiter führen.

    China Town, in den USA ist rein Chinesischs, da kannst du froh sein wenn jmd Englisch kann. So wird es hier auch irgendwann mal sein.

    Entweder kommst du damit klar, oder du wählst Pro NRW.

    Ps. Hassel ist auch echt mies, aber dort gibs nen Grünes McDoof (Das erste in der Welt!!)

  • #18
    Werner Jurga

    @ Malte (# 14): Sorry, dass ich etwas älter bin als Du. Aber „Anfänge des Bergbaus“ – nun, ganz so alt auch wieder nicht. Ich rede von den 1960er Jahren und den Anfängen der 1970er Jahre. Nix mit Zechenhäusken! Vier Kanaken gepfercht auf 10 qm! Mach Dich mal schlau! Aber okay, dahin willst Du nicht zurück. Gut, dass wir das geklärt haben. Jetzt müssen wir nur noch wissen, wo Du eigentlich hin willst.

  • #19
    Andreas

    @Malte

    Hallo Malte,
    nur weil ich nicht deiner Meinung bin, denkst du ich verbiete es dir deine Meinung laut auszusprechen?

    Deine kleinliche und ängstliche Sicht der Dinge ist einfach quatsch.

  • #20
    schuri

    Die Integrationsdebatte ist immer interessant, alletrdings ein ziemlicher Dauerbrenner, aber frische persönliche Eindrücke sollte man nie vom Tisch wischen. Verstehe aber allgemein den Alarmismus der Debatten überhaupt nicht, ob Sarrazin oder sonst ein Einwender, mir sind diese Stimmen von einer seltsamen Angst unterlegt, die ich nicht verstehe und nicht mit meinem Ruhrgebietsalltag im Bochumer oder Gelsenkirchener Norden ineinsbringe; außer dass die deutsche Angst dauernd zunimmt.
    Natürlich bin ich auch schwer befremdet von Frauen(?) unterm Tschador, finde das asozial, wäre das auch bestimmt von „verhüllten Kindern“, wenn ich je welche gesehen hätte. Und hier beginnt das Stück mit den Übertreibungen, den seltsamen Thesen zum verfolgten Christentum in Deutschland, unzulässigen Verallgemeinerungen über die insgeheime Meinung aller Polizisten in GE. NIEMAND behauptet doch heute, dass es keine Parallelgesellschaften gibt, dass Zuwanderer mit türkischem oder auch arabischem Hintergrund toll integriert sind und voll nett auf die Deutschen zugehen und umgekehrt, das gilt aber übrigens auch für die so freundliche, letztlich aber auch hermetisch abgeschlossene italienische Community in Deutschland oder Deutsche im Ausland; erlebe das gerade selbst.
    Die USA zeigen es doch, Einwanderung ist ein Prozess, ein mühsamer langer Weg, kein Spaziergang, sondern ein Marsch, auf dem viele zurück bleiben, vieles auch gutes, lieb gewonnenes geopfert wird, in dem auch die vorhandene Bevölkerung verändert wird und herausgefordert. Und wie immer ist das, was am Ende herauskommt, unklar: Zukunft; wer davor Angst hat, zieht weg.

  • #21
    Dirk E. Haas

    Malte, städtisches Zusammenleben, das heißt Konflikte auszuhalten und auszutragen – und eben nicht nur „kultureller Austausch“ oder reiches „intellektuelles Leben“. Mir scheint, gerade diejenigen, die sich über die Schattenseiten der multikulturellen Gesellschaft echauffieren, sind die eigentlichen Träumer: Niemand hat behauptet, dass das Leben in und mit reaktionären Milieus, ob nun deutsch, türkisch, russisch, amerikanisch, christlich, muslimisch kodiert, ein Vergnügen ist.

    Sie werden allerdings akzeptieren müssen, dass die Frau, die einen Tschador trägt, mit dem gleichen Recht durch Hassel spaziert wie Sie es tun. Sie werden auch akzeptieren müssen, dass es in Hassel mehr Halal-Restaurants und weniger Bergmannskneipen geben wird – ganz einfach weil die einen mehr Kunden haben als die anderen. Sie werden zu Recht wütend sein, wenn Klein-Kevin in der Schule des Stadtteils genauso gemobbt wird, wie es Klein-Ali an der gleichen Schule in den 1970er Jahren passiert ist. Und sie werden hoffentlich verstanden haben, dass „der Türke“, der Sie so offensichtlich enttäuscht, keinen Deut besser ist als „der Deutsche“. Spätestens dann hat sich Ihr Nervenkitzel-Abenteuer-Pulverfass-Gerede erledigt und Sie sind in der ganz normalen Stadt im 21. Jahrhundert angekommen.

  • #22
    Lars

    In der Form, wie hier über das Thema diskutiert wird ist sinnbildlich für das Problem der Debatte.

    Entweder es werden einzelfälle und private Eindrücke geschildert, die sich am Ende der Diskussion jeder übergreifenden Lösung entziehen, oder aber es werden Verallgemeinerungen zu rate gezogen, die meistens so weit abstrahiert werden mussen, dass es keinen Zusammenhang mehr mit der Lebenswirklichkeit der einzelnen Integrations-Geschichten gibt.

    Die Frage die unbeantwortet bleibt ist, wann ist Integration erfolgreich? Wie sieht das ferne Ziel überhaupt aus?

    Hier muss die Debatte doch als erstes ansetzen.

    Auf viele Rahmenbedingungen kann man bestimmt schnell Konsens erreichen:

    Grundgesetz
    Sprache
    Bildung

    Hier ist aber die Einseitigkeit sichtbar. Es sind alles Anforderungen oder Aufgaben für die Einwanderer.

    Welche Leistung wollen wir Deutsche denn als Aufnahmegesellschaft bringen um unseren Teil zur Integration beizutragen???

    Das Beispiel mit den USA ist bezeichnent. Die USA boten zumindest lange Zeit eine Ideologie, den Amerikanischen Traum, der allen Einwanderern die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft machte.

    Meiner Meinung ist genau das, was Deutschland fehlt. In der Integration sowie in der Politik allgemein. Eine lebensbejahende, menschenfreundliche, positive Vision die allen Menschen hier mut für die Zukunft macht.

    Die Erfolgsgeschichten dafür findet man besonders in Deutschland in jedem dritten Lebenslauf. Es könnten auch die deutschen Tugenden sein…

    Aber das ist alles eine andere Geschichte. Aber im Kern wird sich in Deutschland nichts ändern, wenn die Aufnahmegesellschaft, also wir alle… uns nicht überlegen was unserer Beitrag zur Integration ist.

    Wenn man ein Integrationsziel hat: Eine wirklich attraktive Perspektive die über das… Als Ausländer am besten nicht als Ausländer auffallen-Ding… hinaus geht…

    Dann… Genau dann finde ich… kann man anfangen die Integrationsunwilligen unter „Druck“ zu setzen.

    Aber bis dahin, wenn wir es uns als Mehrheit weiterhin so leicht machen wollen,wie wir es übrigens in fast allen Themen in Deutschland machen… Nämlich mit der: „Sollen die da doch jetzt mal was machen – Mentaltiät“ – wird das Problem, und ich bestreite das Problem nicht,… nicht gelöst.

    Einseitige Integrations-Forderungen werden an der Lebenswirklichkeit scheitern. Beide Seiten müssen sich bewegen.

    Zum Abschluss noch meiner „Buersche-Sicht“ auf das Leben in Gelsenkirchen. Gehe ich in den Supermarkt einkaufen, springt die Bedieung an der Kasse fließend zwischen Deutsch und Türkisch. Und ich finde das extrem charmant. Es ist die Realität in Geslenkirchen. Wir leben zusammen. Und mit einer so großen Minderheit werden wir uns auf keinen rein deutschen Standard mehr einigen können.

    Aber wir müssen die durch die chancenungleichheit entstandenen Vorurteile abbauen. Perspektiven schaffen.

    Dann klappts auch wieder mit dem Nachbarn. 😉

    Beste Grüße

  • #23
    Karl Ranisch

    @ Dirk E. Haas

    Leute wie Sie ignorieren, dass Sie aus Sicht des frommen Muslim ein Untermensch sind.
    Ich wünsche Ihnen eine angenehme Begegung mit einem Kopftreter. Und wünsche Ihnen, dass ihre Schädeldecke „den Konflikt aushält“ und nicht nur auf “kulturellen Austausch” oder reiches “intellektuelles Leben” eingestellt ist.

    Sie werden allerdings akzeptieren müssen, dass die Frau, die einen Tschador trägt, mit dem gleichen Recht durch Hassel spaziert wie Sie es tun.

    Ja dabei wird es eben nicht bleiben. Überall, wo sich die Umma stark genug fühlt, wollen Muslime den öffentlichen Kultus bestimmen. Die Tschador-Muslima wird daher in Zukunft nicht das gleiche Recht, sondern das VORRECHT auf der Straße gegenüber den Ungläubigen beanspruchen.
    Das einzig schöne an dieser Entwicklung wird sein, dass ganz wie im Zuge der Islamischen Revolution im Iran nach der Etablierung einer islamischen Rechtsordnung die atheistischen Linken und Schwule die ersten sein werden, die am Baukran hängen. Das sind nämlich die, die sich „Multikulti“ so dolle gewünscht haben.

    Aber persönlich hoffe ich noch, dass das abgewendet werden kann.

  • #24
  • #25
    Helmut Junge

    @Dirk E. Haas (21)
    „Mir scheint, gerade diejenigen, die sich über die Schattenseiten der multikulturellen Gesellschaft echauffieren, sind die eigentlichen Träumer: Niemand hat behauptet, dass das Leben in und mit reaktionären Milieus, ob nun deutsch, türkisch, russisch, amerikanisch, christlich, muslimisch kodiert, ein Vergnügen ist.“
    Dirk E. Haas, Sie haben vermutlich nicht gewollt, daß ich Sie so verstehe, aber ich laß jetzt den Rest ihres Postings boshaft weg, und nehme mal nur diesen genannten Satz.
    Dirk E. Haas, das ist genau der Punkt, der Maltes Problem umreißt.
    Hier beschränke ich mich, was Malte betrifft, aber streng auf diesen Artikel.
    Er sagt es ja selbst:“Ich war auch mal einer, der daran geglaubt hat, das „Multi-Kulti“ funktioniert und es hier ganz toll wird. Ein Ruhrpott-Abenteuer zwischen Orient und Okzident. Weit gefehlt.“
    Jetzt, nach vier Jahren, will er da wieder weg.
    Ich frage jetzt mal ob es sinnvoll ist, daß die „Ghettobildung“ wegen des Wegzugs der „Deutschen“ von der deutschen Gesellschaft gewünscht werden kann, oder umgekehrt unsere Gesellschaft darin eine Problematik erkennt.
    Wenn sie darin kein Problem sehen, gilt für Sie natürlich nicht, was für diejenigen gilt, die darin sehr wohl eine Problematik erkennen. Die nämlich sollten darüber nachdenken, wie diesem Wegziehen begenet werden kann. Ein „Wegziehverbot“ kommt ja nicht in Betracht, und ein „Hinziehgebot“ egal für wen, ob für Sie, mich, oder sonstwen, wohl auch nicht.
    Ein Zuzugsverbot für Türken in Marxloh wurde vor 12 Jahren heftigst kritisiert.
    (Übrigens am heftigsten von einer Frau, die kurz vorher dort weggezogen war, und sich damals selbst als grün links einschätzte.)
    Also, vorausgesetzt, wir wollen solche „Ghettobildungen“ nicht, was haben wir da für Ideen?

  • #26
  • #27
    Andi

    @ Lars: Richtig, besonders das mit der fehlenden positiven Vision. Aber gleichzeitig ist klar, dass Integration selbstverständlich in erster Linie eine Bringschuld der Hinzukommenden ist. Diese darf nicht total sein – also eine Assimilation – denn das würde dem Persönlichkeitsrecht der Hinzukommenden nicht gerecht. Der Umfang der Bringschuld liegt aus meiner Sicht aber irgendwo in der Nähe von 80%. Neue Einflüsse bereichern die deutsche Kultur; als anschauliches Beispiel werden ja gerne die Pizza und der Döner genannt. Auch eine Moschee im Viertel kann man meiner Meinung nach dazu zählen. An den von dir genannten Grundsätzen Verfassungstreue, Sprache und Bildung führt aber ganz sicher kein Weg vorbei.

    Im Idealfall findet dann später doch noch ein Assimilationsprozess statt – vielleicht in der zweiten oder dritten Generation, und dann in die veränderte, beeinflusste deutsche Kultur. Und gerade da scheint mir ein Hauptproblem zu liegen: Das Klischeebild des Migranten, gerade jener mit türkischem Hintergrund in den genannten Stadtteilen, zeigt eine Weigerung der Spätassimilation, ja bereits der frühen Bringschuld. Entspricht das immer der Realität? Sicher nicht. Erfunden ist es aber auch nicht. Und dies trifft dann auf eine ablehnende Haltung bei der deutschen Bevölkerung, die häufig auch zu ihren 20% nicht mehr bereit ist.

    Wer von beiden damit angefangen hat? Keine Ahnung. Es dürfte aber auch müssig sein, sich mit dieser Frage aufzuhalten. Das Problem ist wie so oft: Wer bewegt sich zuerst? Angesicht der genannten Bringschuld sehe ich die Verantwortung in erster Linie bei den Hinzugekommenen. Die müssen dann aber auch umgekehrt auf Aufnahmebereitschaft treffen. Ich glaube, dass es die gibt – seien es Sprachkurse oder erfolgreiche Bildungskarrieren (ich selber unterrichte an einem Gymnasium mit rund 50% Migrantenanteil). Meine persönliche Hoffnung ist, dass gerade letzteres ein positives Bild in die Zuwanderergemeinschaft hineinträgt und wenn schon nicht sofort, dann doch mittelfristig für Annäherung sorgt.

  • #28
    Lars

    @Andi:
    Ich gebe zu, in einem ersten Reflex habe ich die 80-20 Verteilung abgelehnt. Aber nach ein paar Minuten halte ich diese Verteilung vorallem bei Neu-Zugewanderten für zutreffend.

    Ich glaube das Hauptproblem sind die Reflexe. Der erste Schritt kann wohl erst nach dem überwinden dieser Relexe auf allen Seiten passieren. Und kurzfristig wird es keine Erfolge geben, aber mittelfristig hat man Möglichkeiten…

    Ganz interessant finde ich in diesem Zusammenhang den Umgang den Umgang mit Migration in den Niederlanden. Da wird Transferzahlungsempfängern die freie Wohnortswahl verweigert,… Damit wird einer Ghetto-Bildung vorgebeugt.

    Auch da war er bei mir, dieser erste Reflex. Der eingriff in die freie Wohnortswahl ist schon erheblich,… Aber wenn man sieht, dass es in Deutschland in vielen Städten möglich ist, sich der deutschen Gesellschaft zu entziehen, völlig losgelöst, ohne jede Schnittmenge in „Parallelwelten“ leben kann… ist es vielleicht ein Weg.

    Aber auch dabei müsste die Aufnahmegesellschaft bereit sein, sich die „Problemfälle“ in die Nachbarschaft zu holen.

    Wichtig finde ich aber, dass man in Deutschland akzeptiert, dass es keine Alternative zur Einwanderung gibt. Und das wir aufhören müssen Integration als Last zu empfinden, sondern als Chance.

    Besonders der Ex-Export-Weltmeister-Deutschland profitiert unverhältnismäßig stark von den Märkten in anderen Ländern. Das wir hier immer noch die Gartenzäune so hoch ziehen, dass uns niemand sieht… ist doch schade.

    Schönes Land. Viele gute Leute. Das kann man doch vorzeigen und mit anderen teilen…

  • #29
    Malte

    @JK

    Du hast wohl die Thematik nicht verstanden!?
    ——-
    @Werner Jurga
    wo ich hin will, am liebsten ein schöner Resthof im Grünen, oder ein kleines Haus in Irland oder Schottland, schön einsam gelegen 🙂
    ——-
    @Dirk E. Haas:

    Zitat: „Sie werden allerdings akzeptieren müssen, dass die Frau, die einen Tschador trägt, mit dem gleichen Recht durch Hassel spaziert wie Sie es tun. Sie werden auch akzeptieren müssen, dass es in Hassel mehr Halal-Restaurants und weniger Bergmannskneipen geben wird – ganz einfach weil die einen mehr Kunden haben als die anderen. Sie werden zu Recht wütend sein, wenn Klein-Kevin in der Schule des Stadtteils genauso gemobbt wird, wie es Klein-Ali an der gleichen Schule in den 1970er Jahren passiert ist. Und sie werden hoffentlich verstanden haben, dass „der Türke“, der Sie so offensichtlich enttäuscht, keinen Deut besser ist als „der Deutsche“

    Sorry, das sehe ich anders! Ich muss es eben nicht!

    Beispiele aus anderen Ländern zeigen uns auch sehr deutlich, dass es eben nicht auf Dauer funktioniert. Schau doch mal nach Frankreich, oder ganz aktuell nach Malmö, schlimm, was dort mit den Juden passiert!

    http://www.welt.de/die-welt/politik/article9388207/Das-schwedische-Malmoe-vertreibt-seine-Juden.html

    Es ist und bleibt eine Tatsache, dass dort wo die Gruppe der Muslime zu groß wird, es früher oder später zu „Problemen“ kommt. Warum, frage ich, sollten wir das einfach so akzeptieren? Warum sollten wir aus Negativbeispielen innerhalb Europas nichts lernen?

    Das erinnert mich spontan an eine Doku, die vor ein paar Tagen im Fernsehen lief, über Marxloh. Dort beschwerten sich Migranten darüber, das nach Marxloh nur noch Ausländer ziehen, und die würden denen ja die Arbeit wegnehmen! Kurios, hm!?

    Hier nochmal was zu nachdenken:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article8534459/Tuerkische-Polizei-soll-in-Problemvierteln-aushelfen.html

    Traurig, nicht wahr!?

  • #30
    Jungeee

    Die Frage ist doch „Wie geht es weiter ?“.

    So wie bisher hat es nicht funktioniert.

    Die Parteien sprechen jetzt wenigstens drüber, aber eine Änderung ist nicht wirklich in Sicht.

    Hier wird zum Teil schon wieder schöngeredet, damit ist doch keinem geholfen.

    Denn wenn es so weiter geht wie bisher, fliegt uns das in 10-15 Jahren um die Ohren und dann will wieder keiner von etwas gewusst haben.

  • #31
    Arnold Voss

    @ Andi # 27 @ Lars # 28

    Das mit der integrativen Bringeschuld der Einwanderer ist historisch so eine Sache. Deutschland hat nach dem zweiten Weltkrieg seine Einwanderer nicht von selbst angezogen sondern hat sie geholt bzw. systematisch angeworben. Auch und gerade die Türken.Dann allerdings hat es sich um sie nicht weiter gekümmert, so lange sie ihre Arbeit ohne Probleme verrichteten bzw. noch genug Arbeit für sie da war.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern wie in meiner Heimatstadt die von engagierten Freunden gegründeten Schularbeitskreise für Ausländerkinder nach ein paar Jahren wieder schließen mussten, weil sie die herrschenden Sozialdemokraten trotz erheblicher Proteste der Betroffenen dem Rotstift anheim haben fallen lassen. Das ist jetzt gut 30 Jahre her.

    Als die erste große Lehrstellenkrise begann versagte die deutsche Mehrheitsgesellschaft ein zweites Mal, denn auch da waren es besonders die ausländischen Jugendlichen, die davon betroffen waren und eine ganze Generation ging dabei für den qualifizierteren Arbeitsmarkt verloren.

    Es ließe sich hier noch eine Menge mehr an Versagen in den letzten 30 Jahren deutscher Einwandungsgeschichte aufzählen. Nicht nur was die misslungene Förderung sondern auch was die völlige Gleichgültigkeit gegenüber der kulturellen Abwendung und Einschließung besonders der muslimischen Community betraf.

    Es interessierte einfach niemanden welch demokratie- und frauenfeindlliches Eigenleben sich in dieser sogenannten Parellelwelt mitten in Deutschland entwickelte und die Menschen die sich innerhalb dieser Communitys dagegen zur Wehr setzen wurden von der liberalen Mehrheitsgesellschaft schlicht im Stich gelassen.

    Mit einem Satz. Es fehlt bislang in Deutschland sowohl an systematischer Förderung als auch an klarer Forderung. Von einer gemeinsamen Vision ganz zu schweigen.

  • #32
    Arnold Voss

    @ Andi # 27 @ Lars # 28

    Das mit der integrativen Bringeschuld der Einwanderer ist historisch so eine Sache. Deutschland hat nach dem zweiten Weltkrieg seine Einwanderer nicht von selbst angezogen sondern hat sie geholt bzw. systematisch angeworben. Auch und gerade die Türken.Dann allerdings hat es sich um sie nicht weiter gekümmert, so lange sie ihre Arbeit ohne Probleme verrichteten bzw. noch genug Arbeit für sie da war.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern wie in meiner Heimatstadt die von engagierten Freunden gegründeten Schularbeitskreise für Ausländerkinder nach ein paar Jahren wieder schließen mussten, weil sie die herrschenden Sozialdemokraten trotz erheblicher Proteste derr Betroffenen dem Rotstift anheim haben fallen lassen. Das ist jetzt gut 30 Jahre her.

    Als die erste große Lehrstellenkrise begann versagte die deutsche Mehrheitsgesellschaft ein zweites Mal, auch und gerade im Ruhrgebiet, denn auch hier waren es besonders die ausländischen Jugendlichen, die davon betroffen waren und eine ganze Generation ging dabei für den qualifizierteren Arbeitsmarkt verloren.

    Es ließe sich hier noch eine Menge mehr an Versagen in den letzten 30 Jahren deutscher Einwandungsgeschichte aufzählen. Nicht nur was die misslungene Förderung sondern auch was die völlige Gleichgültigkeit gegenüber der kulturellen Abwendung und Einschließung besonders der muslimischen Community betraf.

    Es interessierte einfach niemanden welch demokratie- und frauenfeindlliches Eigenleben religiös begründet sich in dieser sogenannten Parellelwelt mitten in Deutschland entwickelte und die Menschen die sich innerhalb dieser Communitys dagegen zu wehr setzen wurden von der liberalen Mehrheitsgesellschaft schlicht im Stich gelassen.

    Mit einem Satz. Es fehlte bislang in Deutschland sowohl an systematischer Förderung als auch an klaren Forderungen. Von einer gemeinsamen Vision ganz zu schweigen.

  • #33
    erik

    es geht ja gar nicht so sehr um das sich integrieren,die japaner in düsseldorf sind auch nicht besonders integriert aber jeder mag sie.es geht darum wie sich diee leute verhalten,ich hab noch nie von einer japanischen gruppenvergewaltigung gehört,von keinem chinesischen messerstecher,von keinem polnischen ehrenmord,von keiner spanischen gang die deutsche abzieht.von der massenarbeitslosigkeit ganz zu schweigen.

    und zu dem typen da oben.die gastarbeiter wohnten in baracken etc.das taten viele vertriebene auch noch bis in die 60er.und wenn jemand in der heimat weder strom noch fliessend wasser hatte war das ja wohl kein grosser unterschied.so what?gezwungen zu kommen hat sie auch keiner.

    und zum schluss,diese probleme gibt es überall mit moslems!siehe thailand wo sie mit vorliebe buddhistische mönche die sich ihrem schicksal ergeben und sich nicht wehren abschlachten,siehe phillipinen wo sie einen eigenen staat wollen,sie molukken wo grosse teile der christen vertrieben wurden,siehe balkan,indien,malaysia,singapur,libanon -keine christliche mehrheit mehr-beim bürgerkrieg waren 3/4 aller toten christen.

    das es bisher nicht ein muslimisches land mit einer demokratie die den namen auch verdient gibt,sagt auch schon viel aus.

  • #34
    Eva

    Danke, Malte, dass Du mit diesem ehrlichen Bericht aus einem muslimisch geprägten Stadtteil ein Gegengewicht gesetzt hast zu der undemokratischen (weil die Meinungsfreiheit einschränkenden) Sarrazin-Schelte, die zum Teil leider auch bei den Ruhrbaronen betrieben wurde. Ich lebe in der Bochumer Innenstadt, Grenze Stahlhausen, und muss Dir (leider) voll zustimmen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die anfängliche, naive Multi-Kulti-Träumerei schleichend in nichts auflöste. Nachdem ich wiederholt Kinder im Grundschulalter mit Kopftuch gesehen hatte – natürlich Mädchen, denn den Jungen wird so etwas nicht zugemutet – war es bei mir mit der Toleranz vorbei. Da kommen einfach Ängste auf, demnächst nicht mehr in einer Demokratie zu leben, sondern im islamischen Faschismus. Und das will ich definitiv nicht.

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  • #36
    Dorle

    @ Eva

    „Nachdem ich wiederholt Kinder im Grundschulalter mit Kopftuch gesehen hatte – natürlich Mädchen, denn den Jungen wird so etwas nicht zugemutet“

    Es ist eine Zumutung, was Deutsche Dumpfbacken hier schreiben:

    „Jungen wird so etwas nicht zugemutet“: wie blöd kann man eigentlich sein?

    Ich hoffe, die Bundesregierung legt demnächst ein Sofortprogramm für die Ausbürgerung von genetisch- und kulturell- minderwertigen Deutschen auf.

  • #37
    Helmut Junge

    @Dorle,
    Bei Ihrem Satz: „Ich hoffe, die Bundesregierung legt demnächst ein Sofortprogramm für die Ausbürgerung von genetisch- und kulturell- minderwertigen Deutschen auf“, schüttelt es mich.

  • #38
    Malte

    @Arnold Voss;

    Zitat „Das mit der integrativen Bringeschuld der Einwanderer ist historisch so eine Sache. Deutschland hat nach dem zweiten Weltkrieg seine Einwanderer nicht von selbst angezogen sondern hat sie geholt bzw. systematisch angeworben. Auch und gerade die Türken.Dann allerdings hat es sich um sie nicht weiter gekümmert, so lange sie ihre Arbeit ohne Probleme verrichteten bzw. noch genug Arbeit für sie da war“

    Ich werfe mal die Frage in den Raum, ab welcher Generation so etwas wie eine Eigenverantwortung einsetzen sollte!?

  • #39
    Dorle

    @ Helmut Junge

    „schüttelt es mich“

    soll es auch. Mal richtig durchschütteln. Was ist das für ein Hass, der hier auf „Ausländer“ geschürt wird? Unerträglich.

  • #40
    Oedipa Maas

    Das können Sie nicht so einfach über einen Kamm scheren, Dorle. Im einen Fall handelt es sich schließlich um hier geborene und seßhafte Einheimische, im anderen um Leute, die, naja, vielleicht auch hier geboren wurden und seßhaft sind, aber auf jeden Fall schon mal die falsche Religion haben. Und die deutsche Sprache deutlich schlechter beherrschen wie der Malte dass tut.

    Ich jedenfalls finde es gut, dass sich die Ruhrbarone auch dieser totalitären, sektiererischen und antisemitischen Bedrohung stellen.

  • #41
    ch_we

    #33

    „es geht ja gar nicht so sehr um das sich integrieren,die japaner in düsseldorf sind auch nicht besonders integriert aber jeder mag sie.es geht darum wie sich diee leute verhalten (…)

    das es bisher nicht ein muslimisches land mit einer demokratie die den namen auch verdient gibt,sagt auch schon viel aus.“

    #40

    „Und die deutsche Sprache deutlich schlechter beherrschen wie der Malte dass tut.“

    Am meisten lernt man in dieser Debatte schlußendlich dann doch über das Bildungsniveau in Deutschland.

  • #42
    Eva

    @ Dorle: Ich empfehle Ihnen, sich mal mit einem muslimischen Mädchen zu unterhalten, das von seinen Eltern unter das Kopftuch gezwungen wird. Vermutlich kennen Sie keines. Ich schon. Wenn Sie mitbekommen würden, wie unglücklich diese Mädchen zum Teil sind, würden Sie sich wahrscheinlich überlegen, ob Sie Menschen, die diese Verhältnisse kritisieren, tatsächlich aus Deutschland ausweisen wollen.

  • #43
    Arnold Voss

    @ Malte # 38

    Die Eigenverantwortung der Einwanderer gibt und gab es von Anfang an, Malte. Sie wurden gefragt ob sie kommen, haben sich dafür entschieden und mussten hier klar kommen ohne dass Deutschland besonders freundlich auf sie reagierte.Ganz im Gegenteil. Selbst am Arbeitsplatz hatten sie reichlich Probleme.

    Zur Notwendigkeit und Pflicht die Sprache des Einwandererlandes zu lernen und dessen Gesetze zu kennen und sich natürlich auch daran zu halten habe ich mich hier schon an anderer Stelle klar geäußert. Das ist von Anfang an die Bringeschuld jedes Einwanderers und zwar auch zu seinem eigenen Nutzen. Gut wäre es allerdings gewesen, wenn die die deutschen Behörden und Schulen dabei von Anfang genauso systematisch geholfen und es natürlich auch unbedingt gefordert hätten.

    @ Eva #34

    Ich kann deine Position gut verstehen. Aber du vermischt die religiöse Diskussion mit der Einwanderungsdebatte. Die muslimische Religion erschwert nicht prinzipiell die Integration wie man an den USA gut studieren kann. Ein zunehmend liberal intepretierter Islam und der notwendige Druck der Mehrheitsgesellschaft zu Einhaltung der Gesetze des Einwandererlandes sorgen auch bei dieser Religion für Integrations- bzw. Anpassungsfähigkeit. Aber natürlich ist das nicht ohne heftige öffentliche Debatten und Konflikte zu haben, und genau davor hat sich Deutschland bislang gedrückt.

    @ Dorle 36

    Zu kritisieren, das Mädchen schon im Grundschulalter aus religiöser Begründung ein Kopftuch tragen hat mit Ausländerfeindlichkeit rein gar nichts zu tun. Die Dumpfbacke sind, wenn man ihren ganzen Kommentar ließt, dann eher schon sie selbst.

  • #44
    Dorle

    @ Arnold Voss

    du solltest schon mal die Ausführungen von Eva lesen:

    “Jungen wird so etwas nicht zugemutet”

    Man muss kein Kenner des Islam sein, um zu wissen, dass das bullshit ist.

    Und folgendes ist nichts anderes als Thilo Sarrazin im Klartext, auf Deutsche umgeschrieben: „… genetisch- und kulturell- minderwertigen Deutschen auf.“

  • #45
    Malte

    Ganz aktuell:

    „Es ist ein nicht haltbarer Zustand, wenn man hört, dass es Teile in Deutschland geben soll, wo die Polizisten nicht hineingehen können. Darüber muss gesprochen werden“

    http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE68C04I20100913

    „Geben soll“ ?

    Das zeigt, wie weit weg die Politik von diesem Thema ist!

  • #46
    Arnold Voss

    @ Dorle # 44

    Das (nur) die Mädchen zumindest ihr Haar verhüllen müssen/sollen ist zwar im Koran so nicht explizit vorgeschrieben, aber es hat eine Menge mit der Rolle der Frau im islamischen Gesellschaften zu tun. Und so habe ich den Kommentar von Eva verstanden. Siehe ihr nachfolgender Kommentar.

    Und was Sarrazin betrifft. Man sollte sich nie auf das Niveau derer begeben, die man genau wegen dieses Niveaus kritisiert.

  • #47
    Werner Jurga

    @ Malte (# 45) Zitat: „Das zeigt, wie weit weg die Politik von diesem Thema ist!“
    Ehrlich gesagt, Malte: man hätte von Dir differenzierte Bemerkungen erwarten können. „Die Politik“ ist weit weg vom Thema, die Kanzlerin sowieso, nur Malte hat den vollen Durchblick. Die Normalbürger vielleicht auch noch, während die linken Beschöniger ihre Multikulti-Träume unbelehrbar verteidigen.
    So weit haben wir das jetzt verstanden. Meiner Frage, wo Du hin willst, bist Du scherzhaft ausgewichen. Okay, Spaß muss sein. Dennoch halte ich in aller Humorlosigkeit fest: Auskünfte über Deine politischen Ziele in dieser Sache magst Du nicht geben. Das ist Dein gutes Recht.
    Also versuche ich es mit einer anderen Frage: wie kommt das Deines Erachtens, dass „die Politik“ weit weg vom Thema ist, Du aber den Durchblick hast? Die Kanzlerin kann es nicht wissen. Klar, die wohnt ja auch nicht in Hassel. Aber sagen wir mal: die Ortsvereine der Parteien in all diesen Hassels und Marxlohs und Kreuzbergs. Von SPD und CDU, meinetwegen auch von der FDP. Okay, bei den Grünen dürfen Sie nicht. Bei den Linken? Denk an den Mutterkreuz-Käse der Saar-Frauen (Oskars Gattin Christa Müller); auch da könnte etwas gehen?
    Wieso gibt es nicht zumindet einen einigen Ortsverein, Malte, der zumindest ansatzweise so schlau ist wie Du? Was meinst Du? Big Brother? Gesinnungsdiktatur? Und das gedemütigte Volk wartet auf einen wie Malte Trösken, der das, was Tag für Tag in der Bildzeitung steht, auch intellektuell verarbeiten und aufschreiben kann? Und Manns genug ist, für diesen Stuss geradezustehen?

  • #48
    Leser

    @ Werner Jurga

    „Und das gedemütigte Volk wartet auf einen wie Malte Trösken, der das, was Tag für Tag in der Bildzeitung steht, auch intellektuell verarbeiten und aufschreiben kann? Und Manns genug ist, für diesen Stuss geradezustehen?“

    Danke! Volltreffer! Danke!

  • #49
  • #50
    mario

    @ Malte.

    Danke für Deinen Einblick ins Hassel der Jetztzeit.

    Ich kann Dich verstehen und kann Deine Ansichten teilen. Befürchte sogar eine Verschlimmerung der Situation: Warum? Weil es in den letzten Jahren schlimmer wurde. Warum sollte es nun aufhören?

    Vorneweg: Ich habe nichts gegen Ausländer, ich habe etwas gegen totalitäre Regime. Und es gibt eine immer größer werdende Gruppe radikaler Muslime, die mich als Deutschen verachten, die mich als Deutschen los werden wollen. Woher ich das weiss? Ich habe lange im Dortmunder Norden gelebt, gearbeitet, bin in den Städten des Reviers zuhause, gehe mit offenen Augen durchs Leben und spreche (ein wenig) türkisch, habe türkische Bekannte der aufgeklärten Variante, die von Türken geächtet werden. Gehe türkisch essen, in türkischen Lebensmittelläden einkaufen. Episode am Rande: Als Deutscher bezahle ich in letzter Zeit oft mehr als die Locals 🙂 – ich verstehe die Zahlen, das verrate ich dann aber nicht und schmunzel, da meine Gegenüber nicht ahnen, dass ich als Kartoffel deren Sprache verstehe und merke, dass ich *als Ungläubiger* dort nichts mehr zu suchen habe und mir mein Ingwer bald nur noch beim Asiaten kaufen kann.

    Bin ich nun Rassist, Nazi oder ausländerfeindlich, wenn ich religiöse Strömungen, die mir die Freiheit der Aufklärung nehmen, ablehne. Letztendlich geht es darum, dass Strömungen versuchen, mir meine (Glaubens)Freiheit zu nehmen. Und ich bin froh, dass dieses Thema endlich debattiert wird.

    Es geht um unser aller Freiheit und diese wird global bedroht – durch den expandierenden Islam.

  • #51
    Malte

    @Werner Jurga: Warum so Polemisch?

    Aber, meine Neugier brachte zutage, das sie [jetzt sind wir beim Sie] „SPD Mitglied“ sind, jetzt verstehe ich ihre Polemik und weiß, warum sie so agitieren!

    Sie sollten aufhören hier Unwahrheiten zu verbreiten, dann bekommen sie vielleicht mal eine vernünftige Antwort von mir! Bis dahin, haben Sie sich ganz einfach disqualifiziert!

  • #52
    Oedipa Maas

    „Es geht um unser aller Freiheit und diese wird global bedroht – durch den expandierenden Islam.“

    Na, endlich traut sich mal jemand und sagt es! Auch mein antitotalitäres Demokratenherz hat selbstverständlich rein gar nichts gegen Ausländer, zittert aber jedesmal unkontrollierbar, wenn ich bekopftuchte Grundschülerinnen sehe. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung stirbt leise und scheibchenweise: heute gibt es zuwenig Rückgeld beim Gemüsetürken, und morgen werden dann wohl Ehebrecherinnen gesteinigt. Die islamische Weltverschwörung schreitet voran.

    Aber zwischen uns und dieser düsteren Zukunft stehen ja noch Malte und die Ruhrbarone.

  • #53
    Werner Jurga

    @ Malte (# 51) – Zitat: „jetzt verstehe ich ihre Polemik und weiß, warum sie so agitieren“. Das habe ich das erste und – bis gerade – letzte Mal von den Duisburger Dierkes Freunden gehört. Auch die konnten sich meine Abneigung – in diesem Fall – gegen den Antisemitismus nur so erklären, dass mir die SPD dafür eine Belohnung in Aussicht gestellt habe.

  • #54
    Bert

    Passend dazu, gestern auf SpiegelTV:

    http://livingscoop.com/watch.php?v=ODc2

    „Sarrazin-und-die-Kopftuchmaedchen“

  • #55
  • #56
    Arnold Voss

    @ Wähler#54

    Es gibt einen, der zwar etwas spät kommt, zu dem aber jedes zivilisierte Land, also auch Deutschland in der Lage sein sollte: Dafür zu sorgen, dass flächendeckend das Grundgesetz dieses Landes herrscht. Nicht mehr und nicht weniger.

  • #57
    Helmut Junge

    @Arnold Voß,
    wenn das mal so einfach wäre, und dann noch flächendeckend.
    Wo doch selbst Innenminister nicht (immer) mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen.
    Konkret hieße das doch, daß es vorher eine Menge an Vermittlungsarbeit zu leisten gibt, selbst bei eingefleischten Demokraten, und natürlich besonders bei denjenigen, die noch nie etwas von demokratischen Prinzipien gehört haben.
    Damit wären wir aber wieder voll im Thema Kleinarbeit vor Ort.

  • #58
    Arnold Voss

    Ich weiß nicht, was daran so schwer sein soll. Wir haben flächendeckend Schulen und eine Schulpflicht. Der Text des Grundgesetzes ist für jeden der des Deutschen mächtig ist lesbar. Werd des Deutschen nicht mächtig ist, muss es also lernen, um das Grundgesetz zu lesen.

    Das Grundgesetz gehört, wie der Name schon sagt, zur Grundausbildung eines jeden der in diesem Land lebt bzw. leben will. In den USA z.B. bekommt man keine Greencard wenn man nicht die Sprache des Landes beherrscht und die Verfassung kennt.

  • #59
    Werner Jurga

    @ Arnold Voss (# 58): Das ist ja gut und schön. Der Grundrechtskatalog. Nur bezweifle ich, dass man damit hinsichtlich der Integration oder auch nur des guten Benehmens bei türkischen „Integrationsverweigerern“ viel wird mit reißen können. Und was die deutschen Eingeborenen betrifft: was glauben Sie denn, wie hoch bei denen der Anteil derer ist, die die Menschenrechte so halbwegs aufsagen können. Durch stetes Wiederholen dürfte es der Art. 1 GG, Abs. 1, Satz 1 inzwischen auf rund 50 % gebracht haben. Aber was heißt das schon? Bedeutet der Umstand, mal etwas von der Menschenwürde gehört zu haben, dass die reichlich verschleierte, dickliche Türkin, die kaum Deutsch spricht, automatisch, dass sie als Mensch mit all seiner / ihrer Würde respektiert wird? „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Ja schön. Haben Sie schon einmal versucht, deutschen Studenten zu erklären, dass dieser Satz nicht in erster Linie ihretwegen gleich eingangs den Staatszweck definiert? Denn wer sollte auch schon an deren Würde groß rumtasten. Sondern dass die Unantastbarkeit der Menschenwürde viel relevanter ist, sagen wir: bei pädophilen Sexualmördern? Ich gebe zu: dies im Türkenghetto zu erläutern, dürfte noch etwas komplizierter sein als im Seminarraum einer deutschen Universität. Doch die Unterschiede scheinen mir eher graduell als prinzipiell zu sein. Was ich damit sagen will? – Ich meine, dass Ihr Verweis auf die ersten 20 GG-Artikel zwar nicht zu beanstanden ist, aber doch nicht allen Ernstes als der große Wurf zur Beantwortung aller integrationspolitischen Fragen dargestellt werden kann.

  • #60
    j.meissner

    ist es nicht witzig, wenn so viele empört sind, und heulen das buch von sarrazin würde die gesellschaft spalten?
    der riss war schon immer da, er wurde nur von parteiplakaten verdeckt ..

  • #61
    Malte

    @Arnold Voss: Das ist schön und gut, scheitert aber schön bei „den Grünen“, denn die möchten den „§ 30 AufenthG – Ehegattennachzug“ ändern

    Zitat: „Mit unserem Gesetzentwurf beabsichtigen wir, die im Jahr 2007 eingeführten Verschärfungen beim Ehegattennachzug zurückzunehmen. Insbesondere wollen wir, dass der Ehegattennachzug nicht mehr vom Nachweis deutscher Sprachkenntnisse abhängig gemacht wird“

    Die möchten nicht, überspitzt, das die Frau aus Anatolien weiß, welche „Grundrechte“ sie hier hat!

  • #62
    Arnold Voss

    @ Werner Jurga # 54

    Natürlich ist die Durchsetzung des Grundgesetzes nicht der Weg, sondern das Ziel der Integration. Und wenn statt wilder Multikultiutopien oder totaler Gleichgültigkeit dieser klar definierte Katalog von Anfang an die Maxime gewesen wäre, dann wären wir jetzt ein ganzes Stück weiter.

    Es ist die Schuld derer die für die Bildung in diesem Lande verantwortlich sind, dass das Grundgesetz weder bei den Menschen mit noch ohne Migrationshintegrund sonderlich bekannt ist, geschweige denn zu ihren Werte- und Handlungsmaximen gehört.

    Dass es in diesem Land keinen mental verankerten Verfassungspatriotismus, dafür aber immer noch viel Volkstümeleie und Blut und Boden Phrasen gibt.Dass deswegen die Einwanderer von Anfang an statt mit Gesetzestreue mit Kulturanpassung malträtiert wurden und werden.

    Jetzt, da gebe ich ihnen Recht Werner Jurga, haben wir den Salat und natürlich ist das jetzt alles viel komplizierter und schwieriger und verlangt mindestens so viel, wenn nicht mehr, Druck als Überzeugungsarbeit.

    @ Malte #61

    Was die Grünen betrifft, haben die meisten von denen schlicht keine Ahnung von dem was in den Migrantenvierteln los ist. Weder ihre Wähler noch der größte Teil ihrer Funktionäre wohnen da, noch würden sie da hinziehen.

  • #63
    Eva

    Arnold, dass Politiker nicht in Stadtvierteln mit hohem Migrantenanteil wohnen und deswegen schlicht keine Ahnung haben, was da los ist, gilt nicht nur für die Grünen, sondern für fast alle aus dieser privilegierten Kaste. Ein Heinz Buschkowsky ist hier eine löbliche Ausnahme. Der ist in Neukölln direkt vor Ort, der kennt „seine“ Migranten. Ihm glaubt man, dass er notfalls selbst an der Haustür klingeln würde, wenn er sie erreichen möchte. Deswegen kann er auch Integrationsprobleme klar benennen, ohne dass man ihn über ihn herfällt, anders als Thilo Sarrazin, aus dessen kühl-distanzierter Analyse die Verachtung des Patriziers gegenüber dem Proletariat spricht. Wir bräuchten mehr Politiker vom Schlage eines Buschkowskys und nicht diese realitätsfernen PC-Träumer.

  • #64
    Michael Kolb

    Wenn ich ehrlich bin, dann erschüttert mich das, was gerade über Malte hier hereinbricht. Das „Du“ wird ihm entzogen und frau erhofft sich seine Ausbürgerung, unfassbar. Ich frage mich, ob irgendjemand sich mal die Mühe gemacht hat, den blog von Malte zu besuchen und auch zu lesen (und das über einen längeren Zeitraum), kann ja eigentlich so schwierig nicht sein, schließlich ist er hier in der blogroll verlinkt.

    Die Diskussion ist so unglaublich linux. Angesprochene Probleme werden weggeleugnet und alles wird dahingehend weggebügelt das man sagt, wer keine schlüssige Problemlösung vorlegen kann, der soll doch bitte die Fresse halten, alles so nehmen wie es ist und glücklich sein. Fehlt nur noch, daß jemand sagt: „Wenn es Dir nicht passt, dann installier doch Windows!“

    Malte beschreibt Gefühle, genauer, er beischreit ein Gefühl der Sorge und des Unwohlseins. Was zum Henker ist daran so verwerflich? Ich verstehe es nicht!

  • #65
    Werner Jurga

    @ Michael Kolb (# 64) Wem der Schuh passt, sagt man, der zieht ihn sich an. Ich halte nicht viel von dieser Redensart. Ich bin hier z.B. nämlich nicht ganz sicher, ob (auch) ich angesprochen sein könnte; ich bin aber ganz sicher, dass „mir der Schuh nicht passt“ – und übrigens auch keinem anderen Diskussionsteilnehmer. Die Debatte ist doch hier für jeden und jede nachlesbar; deshalb kann ich nicht verstehen, was Sie da schreiben.
    Bei allem Respekt vor Ihrer Erschütterung: ich finde, Sie geben die Diskussion nicht ganz richtig wieder. Niemand hat Malte das Du entzogen. Sehen Sie einfach nochmal nach: umgekehrt wird „ein Schuh“ draus. Doch es lohnt nicht, über solch einen Killefitt zu streiten. Malte hat einen ausführlichen Text vorgelegt. Darüber wurde diskutiert; nichts ist über ihn „hereingebrochen“. Polemische Beiträge schon (einer sogar auch von mir); aber nichts, was anstatt auf die Sache auf die Person abgezielt hätte.
    Um Ihre Frage zu beantworten: ich z.B. besuche „Hometown Glory“, regelmäßig und kann mich Ihrer Empfehlung, Maltes Blog anzuklicken, nur anschließen. Weiter habe ich keinen Zweifel daran, dass er „ein Gefühl der Sorge und des Unwohlseins beschreibt“. Ich weiß nicht, wer gesagt haben soll, „wer keine schlüssige Problemlösung vorlegen kann, der soll doch bitte die Fresse halten“. Ich jedenfalls nichts.
    Allerdings hatte ich mich bei Malte erkundigt, ob er Vorschläge zur Integrationspolitik habe, weil auch mich „ein Gefühl der Sorge und des Unwohlseins“ beschlichen hatte. Ich wurde und werde den Verdacht nicht los, dass Malte mit einer Politik der schärferen Repression gegen Migranten liebäugelt.
    Und richtig: da habe ich etwas gegen. Erstens, weil ich nicht möchte, dass in das gegenwärtig entfachte völkische Feuer auch noch Öl gegossen wird. Und zweitens aus grundsätzlichen Erwägungen. Die kann ich hier jetzt nicht ausführlich erläutern. Lassen Sie mich einen Hinweis aus einem (ganz?) anderen Politikfeld geben:
    Ich bin z.B. für eine Freigabe sog. „weicher“ Drogen und für eine behutsame Liberalisierung bei den sog. „harten“ Drogen. Nicht etwa deshalb, weil ich den Cannabis-Konsum für völlig unbedenklich hielte, oder weil ich mir einen größeren Markt für Heroin, Kokain etc. wünschte. Sondern, weil ich im Gegenteil eine Politik der Repression für gescheitert halte, und davon überzeugt bin, dass ein Lernen aus diesen Erfahrungen erfolgreichere Politikoptionen möglich macht.
    Ich habe nichts gegen einen Vortrag über die Abgründe der Drogenszene oder über das Leid, dass psychoaktive Substanzen verursachen. Doch ich bin sicher, dass niemandem damit geholfen ist, wenn Fotos von Herointoten auf dem Bahnhofsklo gezeigt werden. Ja, es sind Bilder der Wahrheit, die suggerieren: ein starker Staat müsse diesem Elend ein Ende bereiten.
    Zum Thema: der „Spiegel“ zeigt jetzt türkische Jugendgangs. Jeder dieser Macho-Dumpfbacken hat ein Messer und eine lächerlich-reaktionäre Weltanschauung. Na sicher: die Wahrheit. Zwar nur ein klitzekleiner Ausschnitt, aber immerhin wahr. Und deshalb soll jetzt die Politik, die 40 Jahre betrieben wurde und für diese Verhältnisse verantwortlich ist, völlig neurotisch auf die Spitze getrieben werden?
    Ja, auch das ist wahr: Multikulti-Schwätzer, deutsche „Wiedergutmachungs“-Komplexe und / oder schlichte Gleichgültigkeit haben die Wahrnehmung der Realität getrübt und idiotische Tabus errichtet, die jedoch nun in einer Atmosphäre der Tabulosigkeit zur Disposition stehen. Auch mir sollte zugestanden werden, meine Bedenken gegenüber tabulosen Deutschen artikulieren zu dürfen.
    Doch wie auch immer: sie mögen Debatten gelähmt haben, die „Gutmenschen“ (welch ein Wort!). Sie mögen unglaublich genervt haben. Mich sowieso. Aber Sie hatten nicht die Politik bestimmt. Zur Erinnerung: der letzte große integrationspolitische Fortschritt geht auf das Konto von Otto Schily!
    Die „Gutmenschen“ durften nörgeln; Politik durfte nur machen, wer das Gütesiegel „reaktionär“ mit viel Mühe erworben hatte. Ein einfaches „Weiter so reaktionär“, aber bitte demnächst so, dass es weh tut – soll ich jetzt schreiben: es reicht mir nicht? – Nein, ich will das nicht.

  • Pingback: Was bleibt sind wir | Da ist jetzt wirklich etwas zu Ende gegangen | Gelsenkirchen

  • #67
  • #68
    Malte

    Der WDR wiederholt nochmal heute:

    Menschen hautnah: Kampf im Klassenzimmer
    Reportage ~45 min.
    22:00 – 22:45
    Reportage, Deutsche Schueler in der Minderheit

    Mit anschließender Diskussion [22:45] mit Betül Durmaz aus Gelsenkirchen. Für alle, die ein wenig Lust auf den Gelsenkirchener Alltag haben!

  • #69
    Animken

    Sehr geehrter Herr Trösken,

    mich würden die Daten und Fakten interessieren, die Ihrem Artikel zu Grunde liegen?

    Sie schreiben in Ihrem Artikel:

    „… Raubüberfälle. Einbrüche. Körperverletzungen. Meist steht in solchen Zeitungsmeldungen einen Hasseler Adresse. Tags und nachts geschieht so etwas. Wenn die Täter mal geschnappt werden, sind es meist Menschen mit Migrationshintergrund. Wenn es nur um die Kriminalstatistik geht, müsste jeder Polizist in Gelsenkirchen Pro-NRW recht geben, was sie in Teilen auch tun, nur halt nicht öffentlich! Viele junge Männer aus dem Stadtteil haben den Gerichtssaal mehr als einmal von innen gesehen. Und sei es nur, weil ältere gegenüber jüngeren körperliche Züchtigungen getätigt haben, um diese zu „erziehen“. Eine harte Hand, die hier an einigen Stellen völlig normal ist. …“

    Auf welchen Fakten (z. B. Polizeiliche Statistiken oder Zeitungsartikel) fußen diese Aussagen in Ihrem Artikel? Wie haben Sie recherchiert?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Animken

  • #70
    Malte

    @Animken: Du bist in Hassel aufgewachsen, richtig? Wohnst Du noch dort?

    Zur Recherche, also, erst einmal wohne ich dort und bekomme so einiges mit. Dann habe ich natürlich auch bei der Polizei recherchiert und habe einen guten Draht zur Presse in GE 😉

    Am wichtigsten sind aber für mich persönliche Erlebnisse bzw. eindrücke und die meiner Freund und Bekannten!

    Gruß
    Malte!

  • #71
    Helmut Junge

    Ich denke, daß diese schwierige Diskussion bisher leider einen schlechten Verlauf genommen hat.
    Dabei hatte ich, nachdem sogar Strohmeier mit Malte einer Meinung war, gehofft, daß hier bei den Ruhrbaronen Lösungsvorschläge erarbeitet werden könnten, die als Leitfaden für Diskussionen woanders, betrachtet werden könnten.
    Dazu ist es aber nun leider zu spät.
    Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat heute einen Einwanderungsstopp für Türken und Araber gefordert.
    http://de.news.yahoo.com/26/20101009/tde-seehofer-zuwanderungsstopp-fr-trken-e7455f6.html
    Dieser Seehofer hat ein anderes politisches Gewicht, als der Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Hans Pflug, der seit Mitte der Neunziger Jahre einen Zuzugsstopp für Türken nach Marxloh fordert. Von Pflug wissen scheinbar nicht mal engste Parteigenossen, daß er mehrfach diesen Zuwanderungsstopp gefordert hat. Hat er aber, und er hat dafür viel Kritik bekommen.
    In den Neunzigern von den Duisburger Grünen, aber auch immer wieder von, ja von wem wohl?:
    http://linksfraktion-duisburg.de/detaildarstellung_rvr-presse4.html?&tx_ttnews[pointer]=20&tx_ttnews[cat]=234&tx_ttnews[tt_news]=4529&cHash=6c6be112ad

  • #72
    Malte

    @Helmut Junge: Der Link zu den „Linken“ geht nicht 😉

    Aber, was spricht dagegen, Einwanderung nach Qualifikation zu steuern? Andere Länder machen das, warum nicht auch wir?
    [Ausgenommen natürlich polit. Flüchtlinge usw.]

    Das die Günen laut aufschreien ist auch klar, die würden auch die Taliban hier rein lassen 😉

  • #73
    Helmut Junge

    Malte, daß der Link nicht geht, nimmt meinem Kommentar glatt die Pointe, die ich ja extra für einen befreundeten Kommentatoren in diesem Blog aufbereitet hatte. Mist.
    Ich versuch es nochmal:

    http://linksfraktion-duisburg.de/detaildarstellung_rvr-presse4.html?&tx_ttnews[pointer]=20&tx_ttnews[cat]=234&tx_ttnews[tt_news]=4529&cHash=6c6be112ad

    Wenn der Link immer noch nicht funktioniert, versuch es mal damit:

    http://www.google.de/search?client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&channel=s&hl=de&source=hp&q=pflug+zuzugsstopp+&meta=&btnG=Google-Suche

    Und wenn das nicht klappt, such einfach bei google unter: pflug zuzugsstopp

  • #74
    Helmut Junge

    @Arnold Voss (58),
    Bis vor wenigen Minuten habe ich auch geglaubt, daß das Grundgesetz ausreicht.
    Aber es sollte für alle gelten. Gleiches Recht für alle. Das habe ich gedacht.
    Was aber nun, wenn die deutsche Justiz da ganz andere Regeln entwickelt?
    Der Spiegel von gestern schreibt:

    „Familien- und Erbrechtsfälle
    Deutsche Gerichte wenden Scharia an“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722220,00.html

    Was da wie Bildzeitung klingt, ist dann doch ein besser recherchierter Artikel.
    Tröstlich ist, daß die ganz krassen Regeln (bisher) nicht übernommen wurden.
    Aber das Beispiel zeigt, daß der theoretische Bezug zum GG nicht ausreicht.
    Beim Familienrecht kann eine Frau aber auch hier in Deutschland nicht unbedingt auf das ihr vom GG zugesicherte Recht verlassen.

  • #75
    Arnold Voß

    @ Helmut Junge

    Natürlich gleiches Recht für alle in Deutschland. Im übrigen ist die Anwendung der Scharia nach meiner Einschätzung grundgesetzwidrig. Ansonsten helfen immer noch die Menschenrechte als Orientierung, die sind universell und die sollten sowieso für alle Menschen gelten.

  • #76
    h.f.ullmann

    “Familien- und Erbrechtsfälle
    Deutsche Gerichte wenden Scharia an”

    hier muß man langsam wirklich einschreiten. ich verstehe bis heute nicht warum wir dem islam religionsfreiheit gewähren, wenn er keine glaubensfreiheit gewährt. wer vom islam abfällt soll gemäß dem koran getötet werden. natürlich nur die männer, die frauen werden solange zu hause weggesperrt bis sie wieder zu sinnen gekommen sind. und ihr könnt auf youtube videos von imamen finden die genau das auf deutsch sagen.

    wir haben hier ein konzept der menschenrechte in unseren grundgesetzen, welches allen menschen frieden und freiheit garantieren soll. wenn sich eine gruppe darüber stellt, und meint sie wüsste es besser aber gleichzeitig alle kritiker eine art SA sturmabteilung fürchten muß, dann kann diese gruppe nicht teil unserer modernen gesellschaft sein ..

  • #77
    Animken

    Sehr geehrter Herr Trösken,

    Danke für Ihre Rückmeldung.
    Ihre Art der Reaktion hat mir einen kleinen Eindruck davon verschafft, wie Sie recherchieren.

    Tatsächlich wohne ich nicht mehr in Hassel, bin allerdings an drei bis vier Tagen pro Woche zu sehr unterschiedlichen Tageszeiten dort.
    Auch ich habe ausgesprochen viel Kontakt zu sehr unterschiedlichen Menschen im Stadtteil.

    Ebenso sind mir öffentlich zugängliche Statistiken über Kriminalitätsraten in Gelsenkirchen vertraut.

    Insofern bin ich also auch recht gut orientiert.

    Leider deckt sich Ihre Wahrnehmung der Situation nicht besonders mit meiner.

    So drastisch negativ, wie Sie es beschrieben haben, erlebe ich Hassel eben nicht.

    Meine Gespräche mit Menschen aus Hassel und meine eigenen Erfahrungen auf den Straßen Hassels würde ich deshalb aber noch nicht für verallgemeinerbar halten.

    Aber wie können Sie sich so sicher sein, dass Ihre Sicht der Dinge Anspruch auf Verallgemeinerbarkeit hat?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Animken

  • #78
    Malte

    Zitat „Aber wie können Sie sich so sicher sein, dass Ihre Sicht der Dinge Anspruch auf Verallgemeinerbarkeit hat“
    Wahrnehmung ist etwas ganz besonderes, man sieht nur das, was man sehen will, meist!

    Hassel hat sicher auch „teile“ die schön und ruhig sind, trotz alle dem ist der Stadtteil auf keinem guten Weg. Siehe auch die Bürgerbeteiligung am Projekt „Innovation City“ die ist sehr schlecht, Migranten habe ich da nicht gesehen!

    Warum nicht, ganz einfach, es interessiert sie nicht. Der Einfluss der IGMG in Hassel wird anscheinend auch immer größer, das ist sicher nicht gut.

    Nochmal was zur Kriminalität und Statistiken, wenn Sie mal Zeit haben [Urlaub oder so] dann setzen sie sich doch einfach mal vormittags in das AG-Buer, das ist auch sehr interessant!

    Gerne können wir uns in Hassel auch mal auf einen Kaffee treffen!? Gerne auch beim „Ömer“ im „Ali Baba“ [http://www.pizza-in-buer.de/]

  • #79
    Per

    @ Animken

    Meiner Ansicht nach hat Malte Trösken eine fixe Idee, Malte Trösken sagt:

    „Während man als Christ in Deutschland vielfach belächelt, ja sogar gegängelt wird, soll auf einmal alles Muslimische und der Koran „ganz toll“ sein …“

    Nach Sätzen wie diesen, habe ich mir die Homepage von Malte Trösken angeschaut. Interessant dort die links:

    „Arbeitskreis Religionsfreiheit – Menschenrechte – Verfolgte Christen“

    „Via Dolorosa – Seit einigen Jahren wird es für Christen weltweit immer gefährlicher, ihren Glauben auch in der Öffentlichkeit zu leben.“

  • #80
    Malte

    „Meiner Ansicht nach hat Malte Trösken eine fixe Idee

    Sie sollten sich mit diesem Thema ein wenig auseinandersetzen, bevor sie von fixen Ideen reden!

    -Christen sind die größte religiöse Gruppe, die wegen ihres Glaubens verfolgt wird-

    Das ist belegt, was ist verkehrt daran, sich für seine Religion einzusetzen? Generell ist dies aber nicht das Thema hier!

  • #81
    Per

    @ Ruhrbarone, Redaktion

    Wenn Sie einen christlichen Eiferer wie Malte Trösken Artikel verfassen lassen, dann machen Sie doch bitte deutlich, wer Malte Trösken ist, welche Position er vertritt.

    So entsteht der falsche Eindruck, die Ruhrbarone würden objektiv über „Integrationsprobleme in Deutschland“ berichten, wo es Malte Trösken eigentlich um etwas ganz anderes geht:

    Die wahre christliche Lehre, die gegen den Islam verteidigt werden muss.

  • #82
    Stefan Laurin

    @Per: Wir machen schon im Impressum deutlich, dass jeder Autor nur für sich steht und nicht für alle Autoren des Blogs. Insbesondere gilt das für Gastautoren. Wir wollen auch zu Diskussionen anregen – und das ist mit dem Beitrag von Malte gut gelungen. Wir werden auch in Zukunft immer wieder meinungsstarke Beiträge von Gastautoren veröffentlichen – zudem haben wir Maltes Blog verlinkt.

  • #83
    Helmut Junge

    @Per (81),
    Sie sind doch ganz von alleine zu einer Einschätzung über Malte gekommen.
    Ob diese nun voll zutrifft, spielt dabei erst mal keine Rolle.
    Aber eine eigene Einschätzung zu finden, ist für dieses Forum nun mal die Meßlatte.
    Wer die nicht überspringen kann, meldet sich meist auch bald nicht mehr wieder.
    Die zweite Meßlatte für dieses Forum ist aber die Fähigkeit, auch und gerade mit Leuten zu diskutieren, die eine andere Position vertreten, als die, die man sich wünscht. Das macht Malte selber häufig, obwohl er es dabei nicht leicht hat.
    Es wäre zu wünschen, daß diese Fähigkeit sich kontovers, aber zur Sache, auseinander zu setzen, weiter verbreitet wäre.
    Sie können ja zu Maltes Aussagen eine Gegenposition formulieren.
    Wenn er daraufhin schweigt, wird es wohl bei ihm zu einer inneren Einkehr geführt haben. Denk ich mal.
    Aber Achtung, der Malte kann sich verteidigen, ist eben ein Eiferer.

  • #84
    h.f.ullmann

    „christlichen Eiferer “ und „die wahre christliche lehre“ zeigt mal aber ganz deutlich mit wem wir es hier zu tun haben. und die forderung seine personalien zu veröffentlichen dient ausschließlich hier ein bedrohungspotential aufzubauen. nach dem motto, sagst du was falsches, wissen wir wo du wohnst. wir brauchen keine religiöse selbstjustiz hier.

    es muß einem menschen erlaubt sein seine erfahrungen und meinungen kundzutun, ohne dass er diffarmiert wird und persönliche konsequenzen zu tragen hat. solange er sich auf dem boden der FDGO befindet, haben sie die möglichkeit eigene erfahrungen und meinungen einzubringen bzw mit fakten und sachlichen argumenten ihn zu widerlegen.

    wenn ich hier meine negativen erfahrungen mit muslimen aufschreiben würde, dann würden 30 jahre erfahrungen wahrscheinlich ein ganzes buch in anspruch nehmen. selbst auf der universität habe ich unterdrückung von andersdenkenden erlebt. und dennoch wähle ich nicht die rechtsradikalen, also mäßigen sie sich ..

  • #85
    Malte

    @Per: Wie ich sehe, setzten Sie sich nicht mit diesem Thema auseinander, zudem glauben Sie auch noch, das Religion und Integration nichts miteinander zu tun haben!?

    Zitat: „Die wahre christliche Lehre, die gegen den Islam verteidigt werden muss“

    Ich sagte nirgends, das es die einzige, wahre Religion für ALLE Menschen ist ist!

    Aber, mein Standpunkt ist eher dieser:

    http://www.via-dolorosa.de/2010/09/24/solidaritat-mit-verfolgten-christen/

    Das Original:

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/036/1603608.pdf

    Und WAS werfen SIE mir jetzt vor?

  • #86
    J.Luiten

    Die Integrationsdebatte ist momentan eine der wichtigsten Debatten.
    Wie man jetzt in einigen West-Europäische Länder sehen kann wird die anti-migrations Stimmung immer stärker. Ich hoffe Deutschland bleibe bewahrt vor der Entwicklung die wir in Holland hatten.
    Eine Kurzanalyse: Seit einigen Jahren gibt es in Holland ein waçhsender Abstand zwischen Bürger und Politik. Viele Bürger sind unzufrieden und Fühlen sich nicht durch das Parlament in Den Haag vertreten.
    Die etablierten Parteien konnten bis jetzt diesen Kluft nicht dichten. Es entstand ein Vakuum. Geert Wilders ist in diesem Vakuum hinein gesprungen und hat es verstanden das Unzufriedenheitspotenzial zu mobilisieren. Seine Partei ist nicht so groß geworden durch xenophobe Wählern , sondern auch durch
    Proteststimmen. Jetzt hat Wilders die dritt größte Partei und die neue Regierung stützt sich mit auf Wilders. Die Gesellschaft spaltet sich in pro-und anti Wilders Leuten. Die etablierten Parteinen haben immer noch keine Antwort.
    Wie ich es einschätze gibt es in Deutschland auch ein unzufriedenheitspotenzial unter den Bürgern. Vielen sind einverstanden mit Sarrazin. Die Anhängerschaft der Volksparteinen wird kleiner. Können sie den Abstand zu den Burgern überbrücken? So nicht, kann es sein daß auch in Deutschland eine Wilders-ähnliche Partei die unzufriedene Bürger mobilisieren kann.
    Viele Bürger glauben daß die multikulturelle Gesellschaft bis jetzt zu wenig Anpassungsanforderungen an die Immigranten gestellt hat. Mit dieser Tatsache muß man rechen wenn man Politik machen will. Sie beínhaltet aber zu gleicherzeit ein Dilemma: soll man die Anpassungsanforderungen verschärfen
    und das Ideal der multikulkturellen Gesellschaft zurückstellen ? In diesem Fall bleiben die Wahler bei den Volksparteien. Oder soll man das Ideal intakt lassen, dann treibt man die Wähler Richtung einer rechts-populistischen Partei.

  • #87
    Helmut Junge

    @J.Luiten,
    In der normalen Welt gibt es nicht immer nur 2 Alternativen. Das war vielleicht bei Ihrem Herrn Steiner noch anders. Der ist in der Hölle, bei Ahriman, oder in einer Parallelwelt, wenn er nicht einfach tot ist. Da sind immerhin selbst da schon 3 Möglichkeiten.
    Aber ein paar Gesetze, die zur Zeit nicht präzise genug sind, und die damit den Anforderungen der Wirklichkeit nicht genügen, an diese veränderte Wirklichkeit anzupassen, das wird die Ideale einer sowieso nie genau definierten multikulturellen Gesellschaft vermutlich nicht zurückstellen.
    Wieso soll das so kommen? Wir haben aus unserer Geschichte gelernt.
    Holland ist, was das betrifft, vermutlich nicht so stark sensibilisiert, wie das heutige Deutschland.
    Und erfolglose Parteigründungen gab es hier auch schon viele.
    Simple wenn-dann-Befürchtungen beeindrucken mich schon lange nicht mehr.

  • #88
    h.f.ullmann

    der punkt ist doch dass in den letzten 20 jahren unsere politiker für medienpräsenz und wahlstimmen sich regelrecht prostituiert haben. die gründerväter der spd würden sich im grabe umdrehen wenn sie wüssten, wie antidemokratisch und antipatriotisch ihre partei sich zur zeit gibt. die grünen sind sogar mittlerweile schon fast antideutsch. wir haben ja nicht eine wahlbeteiligung von 50% weil alles in ordnung ist, sondern weil man die wahl trifft zwischen pest und cholera.
    jetzt wird so langsam das geld knapp und die mehrheit fragt sich warum andere so freizügig ohne gegenleistung geld erhalten und im rechtssystem anscheinend bevorzugt werden. und weil keine partei sich für die protestierenden verantwortlich fühlt, werden sie erstmal außerhalb des spektrums angesiedelt, also rechtsradikal, populistisch und rassistisch.
    seit 30 jahren werde ich von den parteien in diesem land nur außenpolitisch vertreten, denn ich habe keinen minderheitenhintergrund. männlich, gesund, mittleren alters, nicht arbeitslos, nicht religiös, nicht eingewandert, und für alle parteien in diesem land bin ich eigentlich ein steuerzahler dessen gehalt es umzuverteilen gilt.
    für die schulbildung meiner kinder soll ich selber sorgen, für meine altersvorsorge soll ich selber sorgen, für meinen hochqualifizierten job soll ich selber sorgen, für meine gesundheit soll ich selber sorgen, für meine nachrichten muß ich selber sorgen, für meine sicherheit muß ich wohl schon bald auch selber sorgen, und alle anderen bekommen ohne gegenleistung das geld geschenkt.
    und als wir dann sehen konnten wie auch andere länder riesige geldmengen bekamen und wie wenig sie dafür arbeiteten,
    als wir sahen dass unsere antiautoritäre erziehung versagte wenn unsere kinder auf einwanderer trafen,
    als wir sahen wie unsere eigenen kinder zur minderheit wurden und wie wenige der kinderreichen familien arbeiteten,
    als wir sahen wie medien und politiker uns ständig von multikulti erzählte und wie wenig kultur die muslime dann tatsächlich haben,
    als wir sahen wie dönerbuden in großfamilien von person zu person weitergingen um jedesmal förderung vom staat zu erhalten,
    als wir sahen dass die meisten ausländerfeindlichen verbrechen nicht von deutschen verübt wurden,
    als wir dann sahen wie wenige der arbeitslosen ausländer eine schulausbildung haben,
    da stellten wir fragen.
    denn der beste verfassungsschutz einer nation ist keine partei oder behörde, sondern ein hellhöriges volk. und das hat festgestellt wie parteien und medien versucht haben, ihm fakten vorzuenthalten und die die sie aussprachen zu diffarmieren. die bürger sehnten sich nach einem rechtsstaat und gerechtigkeit für sich selbst.
    ein kleineres volk wie die niederländer kann da natürlich schneller reagieren. auch die haben die schnauze voll unerwünscht in ihrem eigenen land zu sein. im übrigen wird zum beispiel in amsterdam kleineren delikten nicht mehr nachgegangen. wenn ihr also als touristen überfallen werdet, braucht ihr nicht mehr zur polizei zu gehen. die sind hoffnungslos überfordert und können mehr als 60% der strafverfolgung nicht mehr durchführen ..

  • #89
  • #90
  • #91
  • #92
    Helmut Junge

    @Ullmann (88),
    Immer daran denken, daß alles noch viel schlimmer kommen könnte.
    Also könnte man doch gelassen bleiben. Auch wenn ich einiges ähnlich sehe wie Sie, einige Positionen sogar schon vertreten habe, allerdings offensiv, kann ich sagen, daß Sie so niemanden überzeugen werden.
    Jammern, das alles Scheiße ist, hat übrigens tatsächlich noch niemanden geholfen.
    Ich habe mir übrigens für meine Person, schon als Kind vorgenommen, falls meine Sache mal aussichtslos sein sollte, noch irgendeinen Spruch abzusondern, der Eindruck macht.
    Goethe soll z.B. gesagt haben: „mehr Licht“.
    Damit komme ich heutzutage natürlich nicht weiter, aber Zukunft fordernd sollte der Spruch schon sein.
    Der Stefan Laurin ist einfach härter drauf, als wir beiden.
    Gegen den bin ich ein sentimentales Würstchen.
    Aber vergleichen Sie doch mal umgekehrt Ihren Kommentar 84 mit meinem Kommentar 83.
    Da sind Sie doch vergleichsweise auch nicht besonders zimperlich. Warum bleiben Sie nicht da dran? Ich finde Ihre früheren Kommentare durchaus interessant.

  • #93
    Locke

    @h.f.ullmann: Guter Beitrag. Nur fehlen mal wieder die Lösungsansätze.

    Irgendwelche Vorschläge zur Hand ?

  • #94
  • #95
    Animken

    Sehr geehrte Diskussionsrunde,

    ein Vorschlag zur Güte, wie wäre es, wenn Sie sich in diesem Forum auf ein Mindestmaß an Diskussionsregeln einigen könnten?! Gibt es hier einen Moderator, der Moderationstechniken erworben hat und diese hier anwenden kann?

    Sicher sind Sie hier alle intelligente Menschen, die wissen, wie man strukturiert und sachorientiert diskutiert.

    Zurück zur Sache!!!

    Animken

    Sehr geehrter Herr Trösken,

    Zitat “Aber wie können Sie sich so sicher sein, dass Ihre Sicht der Dinge Anspruch auf Verallgemeinerbarkeit hat”
    Wahrnehmung ist etwas ganz besonderes, man sieht nur das, was man sehen will, meist!“

    Genau, so ist das mit der menschlichen Wahrnehmung, wenn man sie aus psychophysiologischer Sicht betrachtet! Wahrnehmung ist die Basis unseres Handelns! Dies ist allerdings immer noch kein logisch hinreichendes Argument, welches für Ihre Perspektive spricht.

    Sie haben mich argumentativ also noch nicht davon überrzeugen können, warum Ihre Perspektive und z. B. nicht die Sichtweise eines der vielen anderen Dikussionsteilnehmer die Realität in Hassel wiederspiegeln soll.

    Überzeugen Sie mich mit sachbezogenen Argumenten, in Fairness und gegenseitigem Respekt.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Animken

  • #96
    Klaus

    Aus meinen Aphorismen zur Lebensweisheit (2. Aufl. Bottrop 2010):

    Ein Autor, der einer von ihm behandelten Thematik intellektuell nicht gewachsen ist, fördert keine Diskussion, sondern senkt das Niveau.

  • #97
    Malte

    Zitat „ein Vorschlag zur Güte, wie wäre es, wenn Sie sich in diesem Forum auf ein Mindestmaß an Diskussionsregeln einigen könnten?! Gibt es hier einen Moderator, der Moderationstechniken erworben hat und diese hier anwenden kann?“

    Wir sind hier nicht im Forum der GG, dies hier ist ein Blog, kein Forum. Niemand ist gezwungen hier zu lesen oder zu schreiben!

    Zitat „Genau, so ist das mit der menschlichen Wahrnehmung, wenn man sie aus psychophysiologischer Sicht betrachtet! Wahrnehmung ist die Basis unseres Handelns! Dies ist allerdings immer noch kein logisch hinreichendes Argument, welches für Ihre Perspektive spricht“

    Was ist das für ein geschwurbel? „Die Psychophysiologie beschäftigt sich mit dem Verhältnis von körperlichen (physiologischen) Reaktionen und mentalen (psychischen) Prozessen!

    Animken, ich möchte Sie von nichts überzeugen, dass sollten Sie verstehen!

    Zitat „Sie haben mich argumentativ also noch nicht davon überrzeugen können, warum Ihre Perspektive und z. B. nicht die Sichtweise eines der vielen anderen Dikussionsteilnehmer die Realität in Hassel wiederspiegeln soll“

    Nochmal, ich möchte Sie nicht überzeugen! Der Bericht spiegelt das wieder, was ich hier seit 4 Jahren erlebe. Inklusive der Erlebnisse von Freunden und Bekannten. Was wollen Sie eigentlich? Ich habe ihnen ein Angebot gemacht, darauf gehen Sie nicht ein!

    Zitat „Überzeugen Sie mich mit sachbezogenen Argumenten, in Fairness und gegenseitigem Respekt“

    Ich war, bis jetzt, an keiner Stelle unfair zu Ihnen, im Gegenteil [siehe mein Angebot]. Argumente? Was möchten Sie hören? Sie sagen, Sie kennen die Polizeiarbeit hier? Dann wissen Sie auch, das die Polizei abends und an den Wocheneden für den gesamten Stadtnorden nur vier Polizisten zur Verfügung hat mit zwei Fahrzeugen. Deren Priorität liegt aber im Bereich der „Burschen City“. Wenn Sie irgendetwas hier anzweifeln, empfehle ich einen Besuch bei der IGMG, oder der Polizeiwache in Buer!

    Die haben keine Zeit dafür, den Verkauf von „kleinen Tütchen“ auf dem Hasseler Marktplatz zu unterbinden, das nur mal als Beispiel.

  • #98
    Klaus

    Zitat aus den Bekenntnissen des Malte Tröskens:

    „…der letzte große integrationspolitische Fortschritt geht auf das Konto von Otto Schily!“

    Nein, Otto Schily war nur der bisher letzte ranghohe Politiker, der sich zu dem vom Autor dieses Beitrags verehrten Hellseher Rudolf Steiner bekannte und öffentlich einräumte, vom Ahriman zu träumen, der die Politik so arg beeinflusse. Ein sehr schönes Interview dazu mit Onkel Ottos Neffen Daniel Schily, gibt es hier: Ich bin kein Anthroposoph!

  • #99
    Helmut Junge

    @J.Luiten (94),
    Ihr Kommentar über mich:
    „Off topic, beleidigend, kein Niveau —–> Neglect“

    Luiten, wissen Sie eigentlich, was „Neglect“ bedeutet?
    Wikipedia:
    „Als Neglect (von lateinisch: neglegere = nicht wissen, vernachlässigen) wird in der Neurologie eine Störung der Aufmerksamkeit bezeichnet, die durch eine halbseitige Schädigung im Gehirn (Hirnläsion) hervorgerufen wird und die dadurch charakterisiert ist, dass der Betroffenen eine Hälfte seiner Umgebung bzw. des eigenen Körpers nicht oder nur schlecht wahrnimmt bzw. missachtet. Der Neglect zeigt sich anhand mehrerer Symptome, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und nicht alle gemeinsam auftreten müssen.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neglect

    Das ist Ihr Niveau?

  • #100
  • #101
    Malte

    @Klaus: Würden Sie das bitte richtig stellen, ich habe NIE etwas über Otto Schily gesagt/geschrieben!

    Warum tun Sie so etwas?

  • #102
    Stefan Laurin

    Machen wir es ganz einfach: Klaus bringt einen Beleg, stellt das richtig oder wird nicht mehr freigeschaltet. Mit wird die ganze Sache hier sowieso zu persönlich.

  • #103
    Helmut Junge

    @Luiten,
    Sie schrieben in Ihrem Kommentar (94) „Neglect“ groß, also als Substantiv, nicht als Verb.
    In dieser Form bedeutet das sogar im Niederländischen eine geistige Behinderung. Wie ich es auch verstehen mußte.
    Ich sage noch einmal, ganz deutlich:
    In dieser Form ist es die Unterstellung einer geistigen Behinderung, also für den Adressaten eine Beleidigung.

    „Neglect (afkomstig uit het Engels) is de medische benaming voor het fenomeen waarbij een patiënt geen aandacht heeft voor de stimuli afkomstig van een lichaamshelft of voor objecten of gebeurtenissen in de omgeving van één lichaamszijde.
    Meestal betreft dit de linker lichaamshelft en wordt deze verwaarlozing veroorzaakt door een hersenbeschadiging in de rechter pariëtale kwab, door bijvoorbeeld een hersenbloeding of een herseninfarct.[1] Vaak wordt er gesproken van hemineglect, omdat er sprake is van een halfzijdige verwaarlozing.
    Hierdoor kan een patiënt geheel links in zijn bed liggen, alsof de linker lichaamshelft er niet bij hoort. Neglect kan ook duidelijk worden als patiënt de opdracht krijgt te tekenen op een stuk papier. De linker helft van het blad kan dan worden verwaarloosd.[2] Het gevolg is dat de persoon die aan neglect lijdt exact de helft van een tekening maakt (bijvoorbeeld de rechterhelft van een bloem) en er zelf volledig van overtuigd is die helemaal afgemaakt te hebben [3].
    Neglect komt vaak voor in combinatie met anosognosie, ofwel een beperkt ziekte-inzicht.“

    Wenn Sie die englische Form „to neglect“ gemeint hätten, hätten Sie es klein schreiben müssen. Das haben Sie aber nicht, obwohl Sie als Lehrer wußten, was Sie tun.
    Da Sie sich aber offenbar schlau vorkommen, versuchen Sie in Ihrer Replik sich herauszuwinden, indem Sie mir erneut mangelndes Wissen unterstellen.
    Luiten, ich bin wirklich entäuscht von Ihnen.
    Daß ich Sie vor einem Jahr vor Andreas Lichte in Schutz genommen hatte, war voreilig. Das tut mir jetzt leid. Übrigens haben Sie bis heute keinen einzigen Beweis für Ihre hanebüchenen Behauptungen zum Thema Nachtoderlebnisse
    gebracht, obwohl Sie das Laurin und mir gegenüber zugesagt haben.
    Luiten, Sie sind wirklich kein zuverlässiger Forumteilnehmer.
    Ich bin die Diskussion mit Ihnen zwar schon lange leid, aber diesmal sind Sie ja in den politischen Bereich eingedrungen, und da habe ich gedacht, daß Sie außerhalb der esoterischen Ecke vielleicht ein besserer Diskussionspartner sind.
    Sind Sie aber nicht.

  • #104
    Emil & die Detekive

    @ Stefan Laurin

    der „Otto Schily“ kommt von Werner Jurga:

    http://www.ruhrbarone.de/abenteuer-ruhrpott-–-ein-leben-zwischen-orient-und-okzident/comment-page-2/#comment-60926

    „#65 | Werner Jurga sagt am 16. September 2010 um 01:43

    […] Zur Erinnerung: der letzte große integrationspolitische Fortschritt geht auf das Konto von Otto Schily! […]“

    Ich würde den Kommentar von „Klaus“ ganz schnell löschen – bevor Malte Trösken in Tränen ausbricht: Als Christ ist er in Deutschland ja sowieso schon verfolgt.

  • #105
    Klaus

    Tut mir Leid, das war ein Versehen. Das Lob für Otto Schily kam nicht von Malte Trösken, sondern von Werner Jurga. Die erste Zeile des Kommentars #98 ist daher falsch, der übrige Inhalt desselben davon unberührt.

  • #106
  • #107
    Emil & die Detekive

    @ Malte Trösken

    „Wie wäre es mal mit etwas Konstruktivem?“

    Das sagst du? Du? Wo sind in deinem „Artikel“ die konstruktiven Vorschläge? In deinem Nebel von ausländerfeindlichen Ressentiments gibt es ja noch nicht einmal nachvollziehbare Quellen. Wie hier schon mehrfach von „Animken“ angesprochen.

    @ Stefan Laurin

    Haben die Ruhrbarone auch schon einmal die Diskussion zu einem Artikel geschlossen? Würde ich hier ernsthaft in Erwägung ziehen, bevor es noch peinlicher wird.

    Die Diskussion habe ich noch einmal quer gelesen: eigentlich könntest du die auch gleich löschen. Was sollte schon bei der Vorlage von Malte Tröskens herauskommen?

  • #108
  • #109
    Emil & die Detekive

    @ Malte Tröskens

    ich definiere dir, was keine nachvollziehbare Quelle ist, Zitat Tröskens:

    „Der Bericht spiegelt das wieder, was ich hier seit 4 Jahren erlebe. Inklusive der Erlebnisse von Freunden und Bekannten.“

    @ Stefan Laurin

    es wurde schon peinlicher.

  • #110
    Eva

    Kann dieses total überzogene Malte-bashing hier endlich mal aufhören? Malte hat lediglich seine persönlichen Eindrücke aus einem muslimisch geprägten Stadtteil geschildert. Dies hat er, wie ich finde, in einer sachlichen und ausgewogenen Weise getan. Mit keinem Wort hat er behauptet, dass er nun die allumfassende Wahrheit gefunden habe und alle anderen es ebenso sehen müssten wie er. Manche Kommentatoren scheinen aber genau das in seine Worte hineinzuinterpretieren. Hey, so lange keine radikalen Ideen verbreitet werden – was Malte für meine Begriffe nicht getan hat – muss es möglich sein, über subjektive Erfahrungen zu berichten, ohne dass jemand schreit, solche Gefühle und Gedanken seien aber nicht zulässig.
    Für Dich zum Trost, Malte: Ich wurde hier schon mal als geistig minderbemittelt und genetisch minderwertig bezeichnet und sollte aus Deutschland ausgewiesen werden, und zwar nur deswegen, weil ich es kritisch sehe, dass manchmal bereits Kinder im Grundschulalter ein Kopftuch tragen müssen. Man muss einfach nicht auf jeden Quatsch antworten.

  • #111
    Malte

    @Emil & die Detekive: Kaffee oder Keks? Der einzige der Hier peinlich ist, sind Sie. Was wollen Sie denn, Namen und Adressen und dann Kaffee trinken gehen?

    Übrigens, Sie vergessen, als Quelle, die Polizei und Presse, fragen Sie doch dort nach, hm? Übrigens, das ist…öffentlich einsehbar, in den meisten Fällen

    Wenn Sie glauben, das was im Artikel steht, stimmt nicht, belegen SIE doch das Gegenteil, anstatt hier rumzupöbeln!

  • #112
    Emil & die Detekive

    @ Malte Trösken

    „Übrigens, Sie vergessen, als Quelle, die Polizei und Presse, fragen Sie doch dort nach, hm?“

    Hast du jemals vor deinem „Artikel“ für die Ruhrbarone irgendetwas anderes geschrieben? Die Quellenangaben sind Aufgabe des Autors, nicht des Lesers. Muss man dir das wirklich erklären? Beispiele, natürlich fiktiv:

    „Laut Polizeihauptkommissar Hans Underberg kam es im Jahr 2009 in Gelsenkirchen-Hassel zu 9 Übergriffen gegen Christen. Underberg sagt, daß es aufgrund der polizeilichen Ermittlungsarbeit zweifelsfrei fest stehe, daß diese Übergriffe religiös motiviert waren. Die Täter waren Moslems.“

    „Laut Polizeistatistik … siehe Anlage“

    „Laut Bericht der WAZ vom …“

  • #113
    Jan Luiten

    @Helmut
    Mensch, Helmut, mach es Ihnen doch nicht so schwierig.
    Gemeint war wirkllich sie zu ignorieren, weil ich mich von ihnen beleidigt fühlte.
    Die andere Bedeutung kannte ich gar nicht. Selber will ich niemand beleidigen.
    Schade daß sie das so empfunden haben.
    Ich hoffe weiterhin auf einen normalen Gedankenaustausch auch mit ihnen.

    „“Übrigens haben Sie bis heute keinen einzigen Beweis für Ihre hanebüchenen Behauptungen zum Thema Nachtoderlebnisse
    gebracht, obwohl Sie das Laurin und mir gegenüber zugesagt haben.““

    Damals habe ich das Buch von Pim van Lommel genannt als Beweis. Er hat genannte Erfahrungen wissenschaftlich untersucht. Das wúrde aber von ihnen nicht anerkannt.

    @H.F. Ullmann
    „ein kleineres volk wie die niederländer kann da natürlich schneller reagieren. auch die haben die schnauze voll unerwünscht in ihrem eigenen land zu sein“.

    Ich habe viel mit Migranten gearbeitet und habe das immer als eine Bereicherung erlebt. Ich glaube also immer noch an die multikulturelle Gesellschaft.
    Aber viele empfinden das anders.
    Bemerkenswert ist aber folgendes: Die meisten Wilders-Wähler leben in Gegenden wo ganz wenig Migranten sind. Die kennen die Migranten also nicht aus eigener Erfahrung, sondern bilden ihre Vorurteilen aus dem was sie lesen in den Zeitungen oder sehen/hören auf TV/Radio. In Amsterdam wo viele Migranten leben hat Wilders relativ wenig Anhänger. Die Amsterdammer kennen die Migranten und haben in großen ganzen keine Probleme mit denen.
    Es fehlt ein Großteil der Bevölkerung immer noch an Kenntnisse über die verschiedenen „fremden“ Kulturen in eigenem Land.

  • #114
    Klaus

    „Malte hat lediglich seine persönlichen Eindrücke aus einem muslimisch geprägten Stadtteil geschildert.“

    Nein, Herr Trösken hat etwas unbeholfen versucht auf der Sarrazin-Welle zu surfen. Die verqueren „Eindrücke“ benutzt er, um eine Diagnose für das ganze Land zu stellen:

    „Die Regierung hat jahrzehntelang dabei zugesehen, wie sich z.B. in Berlin Neukölln, Duisburg Marxloh oder halt Hassel eine Parallelgesellschaft entwickelt, die von deutschem Recht oder deutscher Kultur nur sehr wenig hält.“

    Trösken wähnt sich in Hassel auf einem „Pulverfass“ und verlässt bald den Stadtteil, erfahren die Leser. Nun interessiert sich sicher kaum jemand dafür, wann Herr Trösken einen Umzug plant. Einen sinnvollen Satz sucht man in seinen Impressionen stattdessen vergebens.

    Dem Autor ist völlig entgangen, dass in der Bundesrepublik mindestens alle vier Jahre gewählt wird und es in den letzten Jahrzehnten nicht nur eine Regierung gab. Was denn „die Regierung“ konkret „jahrzehntelang“ falsch gemacht hat, bleibt weitgehend im Dunkeln. Nur von integrationsfördernden Projekten hält er nichts, so viel ist klar. Was er stattdessen anstrebt, dazu äußert sich Herr Trösken mit keinem Wort. So bleibt es bei einer peinlichen Stimmungsmache und der Frage:

    Was wollen Sie, Herr Trösken? Aufnahmestopp, Umsiedlung, Ausweisung, Deportation …? Was schlagen Sie vor?

  • #115
    Malte

    Die Redaktion hier, sollte sich mal langsam was überlegen. Wenn ihr weiter zulasst, das „mein Name“ hier von „anonymen Deppen“ in den Dreck gezogen wird, muss ich mir schritte überlegen, um das zu „verhindern“

    Sorry, Stefan, aber das geht mir jetzt definitiv zu weit….!!!

  • #116
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