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Alle Achtung vor Ihrer Leistung, Peter Bosz!

BVB-Trainer Peter Bosz und BVB-Pressesprecher Sascha Fligge im Gespräch. Foto: Robin Patzwaldt

Auch wenn es in vielen Diskussionen rund um die Fußball-Bundesliga aktuell noch immer um den zu Beginn arg schwächelnden Videoassistenten und die daraus resultierenden Aufgeregtheiten geht, wird es nun, nach immerhin schon fünf absolvierten Spieltagen im Fußballoberhaus, auch mal wieder Zeit auf das sportliche Geschehen zu blicken. Und aus Ruhrgebietssicht kommt man da natürlich an der Tabellenführung von Borussia Dortmund derzeit nicht vorbei.

Klar, eine Tabelle nach so wenigen Spielen ist noch nicht wirklich aussagekräftig, und normalerweise sollte man ja auch erst nach rund 10 Spieltagen eine Platzierung dort etwas ernster nehmen, doch dass der BVB mit aktuell 13 von 15 möglichen Zählern auf Rang Eins thront, das ist schon etwas überraschend und auch hier ein paar Zeilen wert.

Dass ein Club, der zuletzt in der Abwehr seine Schwäche zu haben schien noch immer komplett ohne Gegentreffer ist, und das obwohl er gerade in der Abwehr aktuell so einige Personalprobleme zu beklagen hat, macht die Sache nur umso bemerkenswerter. Roman Bürki & Co sind gerade tatsächlich dabei den Clubrekord in dieser Kategorie nach oben zu schrauben. Wer hätte das noch im Sommer ernsthaft gedacht, oder gar erwartet?

Insgesamt ist es den Schwarzgelben tatsächlich überraschend gut gelungen Debatten rund um unzählige Wechselgerüchte und diverse Verletzungsprobleme sehr schnell dann auch wieder zu überwinden, mit einer ganzen Serie von wirklich soliden bis guten Auftritten einen Start nach Maß hinzulegen. Nur die unglückliche 1:3-Niederlage in London in der Champions League gegen die Tottenham Hotspur passt da bisher nicht so recht ins Bild.

In der Bundesliga jedoch läuft es für den BVB mehr als rund, ist der Start des Neutrainers Peter Bosz, der von Ajax Amsterdam als Nachfolger des nach dem DFB-Pokalsieg gefeuerten Thomas Tuchel ins Ruhrgebiet kam, als sehr gelungen zu bezeichnen. Der gestrige 3:0-Sieg in Hamburg wurde von seinen Schützlingen fast schon beängstigend selbstverständlich eingefahren.

Das war so sicherlich nicht zu erwarten, wurde der Niederländer im Revier zunächst doch nur mit, nun nennen wir es einfach einmal ‚höflicher Zurückhaltung‘ im Clubumfeld begrüßt, weinten viele Fans in dieser Phase doch noch immer Erfolgstrainer Tuchel nach. Doch die Trainerwahl der Clubführung unter diesen unglücklichen Begleitumständen, welche auch die Vereinsbosse in die Bedrängnis brachten, könnte sich am Ende dann doch tatsächlich als Glücksgriff herausstellen.

Die Gelassenheit und äußere Ruhe, bei gleichzeitiger Entschlossenheit, die der ehemalige Spieler von Hansa Rostock bisher ausstrahlt, hat die Stimmung beim Revierclub ungewohnt cool und ruhig werden lassen. Kaum noch Debatten rund um das Personal. Kein Wehklagen ob der langen Verletztenliste. Das bekommt allen offenbar ganz gut.

Klar, als Tabellenführer hat man es in dieser Richtung traditionell auch relativ leicht, doch wenn man die Lage mal mit dem Konkurrenten aus München vergleicht, der sportlich auch nicht wesentlich schlechter dasteht, dann ist Dortmund im Moment in Sachen BVB eine wahre Wohlfühloase. Natürlich, das alles kann sich auch rasch mal wieder ändern, oder gar umkehren, doch die Leistung von Peter Bosz in seinen ersten rund 10 Wochen in Dortmund ist wohl gar nicht hoch genug einzuschätzen. Respekt dafür, Herr Bosz!

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9 Kommentare zu “Alle Achtung vor Ihrer Leistung, Peter Bosz!

  • #1
    Walter Stach

    Robin,
    "unser BVB" hat mit Bosz wahrlich einen "sehr guten Griff" getan, also Glückwunsch an die Vereinsführung dafür, daß sie diesen Trainer verpflichtet hat.
    Wenn ich mich an alle die Namen erinnere, die vorab im Gespräch waren, dann……….

  • #2
    RobinS

    Werter Herr Patzwald,
    so gern ich Ihre Beiträge lese, aber was war bitte an der Niederlage gegen Tottenham unglücklich? Das nicht gegebene Tor von Aubameyang? Dem standen noch fünf oder sechs hochkarätige Chancen Tottenhams gegenüber,alleine in der zweiten Halbzeit, Dortmund könnte gegen Tottenham nicht mithalten, spielten dort wie eine Schülermannschaft

    Und damit sind wir beim zweiten Punkt, Der deutsche Vereinsfussball scheint zur Zeit international nur noch Beiwerk zu sein, was sowohl durch das deutliche Ausscheiden Hoffenheims als auch Freiburgs Ausscheiden sowie die schwachen Leistungen anderer deutscher Clubs auf europäischer Ebene in dieser,aber auch schon in der vorangegangenen Saisons deutlich wurde,

    Gerade die französischen und italienischen Mannschaften werden neben den zuletzt schier übermächtigen spanischen Mannschaften,die die CL schon zu einer Madrider Stadtmeisterschaft mit gelegentlicher Teilnahme Barcelonas umfunktioniert hsben, immer stärker und auch in England tut sich was,

    Insofern warten wir mal ab- die Bayern kommen gerade erst in Fahrt und Hoffenheim -zwar in der CL-Quali deutlich ausgeschieden-mausert sich auch, Alle anderen -außer Hannover,aber die hat eh niemand auf dem Zettel- schwächeln schon jetzt in der Frühphase,.

    Das allerdings wirkt sich dann wieder international aus.denn da warten andere Gegner.

    Warten wir also erst Mal ab- und übrigens- mit diesem für Bundesligverhältnisse extrem guten Kader wäre alles andere als die direkte CL- Qualifikation für Dortmund eher eine Blamage.

  • #3
    b

    Die Hertha ist der einzige Gegner, der sich mit dem Sieg unter der Woche aus der unteren Tabellenhälfte hieven konnte, in sofern kann Herr Bosz sich vielleicht freuen, dass Spielplan und Form der restlichen Bundesligisten ihm einiges an Rückenwind verschafft haben, vielleicht hilft es ihm in der Europa League.

  • #4
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt
    Ich denke auch, dass Bosz bisher einen guten Job macht. Wenn man bedenkt, dass er das System und die Spielweise etwas umstellte und zunächst noch mehrere wichtige Spieler wegen Verletzung fehlten oder noch fehlen, allen voran Reus, Guerreiro und Weigl und auf der Linksverteidigerposition nach dem Ausfall von Schmelzer ein Engpass entstanden ist, den er mit Zagadou ordentlich geschlossen hat, dann kann sich die Startbilanz in die Saison sehen lassen.
    In der Liga kann man kaum meckern. Der BVB steht nach 5 Spieltagen an der Tabellenspitze und ist noch ohne Gegentor (Rekord für den BVB).

    Bosz überzeugt auch durch seine ruhige, souveräne und unaufgeregte Art. Er hat sich durch nichts aus der Ruhe bringen oder gar ablenken lassen, beklagt sich auch nie über verletzte Spieler oder Wechselgerüchte, sucht auch keine Ausreden. Wie souverän und gelassen er z. B. mit dem wochenlangen Dembele-Theater und schlussendlich dessen Wechsel umgegangen ist, war schon beeindruckend. Die Ruhe und Unaufgeregtheit, die er ausstrahlt, tut dem BVB und der Mannschaft erkennbar gut.

    Bosz ist ja ein Verfechter einer Art Vorwärtsverteidigung, das heißt, die eigene Mansnchaft steht recht hoch auf dem Platz und der Gegner wird soweit als möglich vom eigenen Tor des BVB weggehalten. Bei eigenem Ballbesitz wird ein Ballbesitzspiel aufgezogen, bei Ballverlust geht der BVB sofort in das Gegenpressing, will den Ball innerhalb von Sekunden wieder zurückhaben.

    Bosz sagt selbst, dass diese Spielweise gewisse Risiken für schnelle Konternangriffe des Gegners birgt, wenn nicht jeder BVB-Spieler auf dem Platz seine Aufgabe erfüllt und die gesamte Mannschaft als geschlossene Einheit agiert.
    Deshalb muss man auch noch abwarten, wie es in nächster Zeit gegen Topteams mit starker Offensive läuft. Schon in einigen Tagen wird man sehen, ob der BVB auch gegen Real Madrid defensiv stabil steht. Schafft es Bosz mit der Zeit, sein System auch gegen Topgegner erfolgreich auf den Platz zu bringen, dannn hat er ein uneingeschränktes Lob verdient. Aber diese Frage kann man derzeit noch nicht abschließend beantworten.

    Loben muss man natürlich auch die erneut tolle Transferpolitik des BVB. Da geht ein Unterschiedsspieler wie Dembele und es kommt ein Yarmolenko, der bereits in seinen ersten Spielen alle schwer beeindruckt hat. Ich hatte ja schon vor Wochen geschrieben, dass mir dieser Transfer ganz besonders gut gefällt.
    Philipp und Dahoud konnten auch schon andeuten, was sie können und Zagadou hilft als Linksverteidiger auch erstaunlich abgeklärt und solide aus.
    Viel halte ich auch vom Toljan-Transfer. Denn jetzt ist man endlich auch auf den Außenverteidigerpositionen mehrfach top besetzt. Toljan hat großes Potenzial, kann sowohl Rechts- als auch Linksverteidiger spielen. Ich denke, dass er auf Sicht mal Piszczek als Rechtsverteidiger beerben soll.
    Der BVB hat ein starkes Team und konnte sich vor allem in der Breite sogar qualitativ nochmals verbessern.

    @RobinS
    Das Auswärtsspiel gegen Tottenham hatte schon einen für den BVB unglücklichen Verlauf, man kann schon von einer Verkettung unglücklicher Umstände sprechen, da hat @Robin Patzwaldt schon Recht.

    Dortmund konnte Deiner Meinung nach mit Tottenham nicht mithalten? Wirklich? Der BVB hatte 64 % Ballbesitz und erzielte 8 : 2 Ecken. Tottenham verzeichnete insgesamt 10 Schüsse Richtung Tor, der BVB 6. Tottenham brachte insgesamt 4 Schüsse auch auf das Tor, davon waren 3 drin.

    Zudem hat der Schiedsrichter ein korrektes Tor des BVB nicht gegeben und mehrere Spieler des BVB erwischten nicht gerade ihren besten Abend. Das muss man sogar über erfahrene und sonst sehr zuverlässige Spieler wie Sokratis sagen. Aber auch dieser Mister zuverlässig kann mal einen schwachen Abend haben. Auch Sahin sah in einem Zweikampf mit Kane, der dann Richtung Tor stürmte, nicht gut aus. Schließlich kann man auch den ansonsten überzeugenden Bürki nicht von einer Mitschuld an den ersten beiden Toren komplett freisprechen.

    Des Weiteren hatte die Mannschaft das Bosz-System zu diesem Zeitpunkt noch nicht so gut verinnerlicht wie es mittlerweile den Eindruck macht.
    Jedenfalls kann man das Spiel gegen Tottenham aus den genannten Gründen schwer einordnen oder daraus Schlüsse ziehen. Solche Abende, wo mehrere Dinge schief laufen, obwohl man überlegen spielt, gibt es manchmal einfach.

    Und dann darf man auch nicht vergessen, dass Tottenham zu den stärksten englischen Teams gehört, letzte Saison fast Meister geworden wäre und auch diese Saison das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat. Gegen solche Teams kann man sich kaum Fehler erlauben und vor allem nicht solcher Fehler im individuellen Zweikampfverhalten, wie man das an diesem Abend gesehen hat.

    Ich stimme Dir zu, dass der BVB mit diesem starken Kader erneut einen CL-PLatz schaffen muss. Auch Bosz wird am Ende am sportlichen Erfolg gemessen. Und ob sein System bereits gegen Topteams mit starker Offensive funktioniert, sehen wir ja schon bald.

    Du hast auch Recht, dass die deutschen Klubs in den internationalen Wettbewerben schwächeln. Für den FC Bayern und den BVB gilt das aber eher nicht. Beide Teams halten seit Jahren gut mit und deshalb befindet sich der BVB ja auch auf Platz 8 in Europa laut der UEFA-Klubrangliste.
    Was aber die deutschen Teams in der EL zeigen, ist schon enttäuschend und teilweise blamabel, wenn man sieht, gegen wen da in den letzten Jahren Punkte liegen gelassen wurden.
    Da muss auf jeden Fall mehr kommen und die Klubs müssen sich auf internationaler Ebene mehr reinhängen und diese Auftritte nicht als lästige Pflicht und zu große Belastung ansehen.
    Hoffenheim ist sehr schlecht in die EL gestartet, darf normalerweise niemals zuhause gegen Braga verlieren. Und enttäuschend war auch der sehr schwache Besuch im Stadion. Hoffenheim hat eben keine große Fanbasis und ist auch generell nicht gerade der Reißer.
    Interessant wird sein, wie RB Leipzig mit der Dreifachbelastung klar kommt. Bei denen wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel und in der Liga hecheln sie deutlich hinterher.

    @b
    Das Startprogramm des BVB in der Liga hätte durchaus schwieriger ausfallen können, aber leicht war es auch nicht. Aber u. a. war die Hertha dabei, gegen die sich der BVB meistens schwergetan hat und man darf auch nicht vergessen, dass der HSV in den letzten Jahren meistens eine Art Angstgegner des BVB war. Da hat der BVB in den letzten Jahren nicht gut ausgesehen.
    Außerdem muss der BVB wegen der Dreifachbelastung wochenlang im 3-Tages-Rhythmus spielen, hat teilweise nur zwei volle Tage Pause, während sich andere Teams, die nicht international spielen, unter der Woche ausruhen können und gegen den BVB frisch sind.
    Nach den Spielen gegen die auch recht gut gestarteten Gladbacher und gegen Real Madrid in der CL wissen wir mehr.

    Übrigens, der BVB spielt nicht in der Europa League, sondern in der Champions League, also auf dem höchsten europäischen Niveau 🙂

  • #5
    Walter Stach

    Lukas N.,
    1.
    Im wesentlichen einverstanden.

    Was der BVB bisher auch dank Bosz geleistet hat, überrascht mich positiv , also Lob an Mannschaft, Trainer, Vereinsführung!
    Das sage ich als jemand, der "sauer auf die Vereinsführung war" wegen der Entlassung von Tuchel.

    (Ich habe im übrigen den Eindruck, daß die Verfasser der Beiträge -2- und -3- keine Fans des BVB sind, sondern wohl ehe den "Gegner" zugerechnet werden dürften. Insofern kann ihre Einlassungen nachvollziehen.)

    2.
    Muß ich Selbstverständliches betonen?
    1,
    Das Ganze ist eine Momentaufnahme, allerdings eine, die begründeten Anlass liefert, optimistisch dem weiteren Saisonverlauf entgegen zu sehen.
    2.
    Ein Spitzenplatz in der Bundesliga wird nie und kann nie erfolgreiches Abschneiden in der Champ.lig garantieren.
    Erfolgreiches Abschneiden in der Champ.lig war und ist für mich als BVB Fan gegeben, wenn der BVB es unter die letzten 8 schafft.
    Dass das schon in der sog. Gruppenphase schwer sein würde -sh.Real, sh.Tottenham- war jedem Fan klar. Nur zur Erinnerung: Tottenham war Tabellenzweiter in England vor………!!!!!

    3.
    Mit Bick auf die Schlußtabelle der Bundesliga Ende der Spielzeit 2o17/2o18:

    Erfolgreich war und ist eine Saison dann für mich, wenn der BVB die Direktqualifikation zur Champ.lig schafft. Und diese Ziel schafft der BVB "nicht mit der linken Hand" Wir haben keine alles überragende Mannschaft und wir haben keinen Trainer, der zaubern kann.

    3.
    Wir sind zwar als BVB-Fans zur Zeit besonders freudig gestimmt, wir haben auch insgesamt Anlaß zu Optimismus, nur neigen wir ganz und gar nicht dazu -anders als z.B. in Köln oder Auf Schalke-voller Euphorie die Realitäten des Fußballalltages auszublenden -weder im einzelnen Spiel, weder mit Blick auf den Kader noch mit Blick auf unseren Trainer noch mit Blick auf das was wir am Ende der Spielzeit 2o17/2o18 zu erwarten haben.

    Also….
    Die BVB Fans freuen sich über den sehr guten sportlichen Einstand des neuen Trainers und darüber, daß die Vereinsführung einen Menschen gefunden hat, den viele von ihnen außerordentlich sympathisch finden -ich auch-.

    Die BVB- Fans freuen sich selbstverständlich über die spielerische Qualität der Mannschaft und über ihren bisherigen Erfolge -und über den neuen Trainer.

    Um mehr kann es doch derzeit -noch- nicht gehen!

  • #6
  • #7
    Walter Stach

    Interview mit Watzke bei t-online -lesenswert.

    Die Aussagen von Watzke in dem Interview unterstreichen m.E. nachdrücklich, daß wir BVB-Fans in großer Mehrheit zurecht "die Kirche im Dorfe lassen", dh. mit dem zufrieden sind, was derzeit ist und was wir realistischerweise vor allem auf europäischer erwarten können.
    Das gilt auch für die Worte von Watzke bezüglich der zweifelsfreien Favoriten-Rolle des FCB für die Meisterschaft -trotz der derzeit guten Leistungen des BVB und der durchaus berechtigen Annahme von uns BVB-Fans, daß wir auch in der Spielzeit 2o17/2o18 um eine Direkt-Qualifikation für die Champ.lig mit reden werden.

    Im übrigen macht das Interview mit Watzke deutlich, was jedem Fußball-Fan bewußt sein sollte, nämlich die begründete Annahme, daß es selbst für einen deutschen Spitzenclub wie dem BVB auf Dauer sehr, sehr schwer oder gar unmöglich sein wird, mittelfristig weiterhin zu den besten 8 der europäischen Spitzenclubs zu zählen!

  • #8
    Lukas N.

    @Robin S.
    Hättest Du nicht zu bestätigen brauchen, denn das ist offensichtlich, dass Du kein BVB-Fan bist. 🙂
    Ein BVB-Fan würde nie schreiben, dass der BVB gegen Tottenham nicht habe mithalten können und wie eine "Schülermannschaft" gespielt habe. So war es auch nicht.
    Aber Du musst ja auch kein BVB-Fan sein und wenn Du was über den BVB schreibst, was so nicht haltbar ist, kann man ja als BVB-Fan widersprechen. Und das habe ich ja auch unter #4 gemacht.

    Hast Du eigentlich einen Lieblingsklub und wenn ja, welchen?

    @Walter Stach
    Watzke sieht die Dinge in dem von Dir angesprochenen Interview klar und realistisch. Wenn die Bayern es schaffen, über die komplette Saison ihr Potenzial abzurufen, werden sie Meister. Aber wenn sie doch mal eine Schwächephase haben sollten, dann hat er der BVB eine Chance, aber auch nur, wenn es gelingt, konstant auf hohem Niveau zu spielen und unnötige Punktverluste gegen Teams, gegen die man normalerweise gewinnen muss, weitgehend zu vermeiden. Dann kommt es auch darauf an, wie die direkten Duelle dieser bedien Klubs ausgehen.
    Das Ziel für den BVB kann nur lauten, wieder einen CL-Platz zu erreichen, möglichst Platz 2 und sollte sich tatsächlich mal die Chance für mehr ergeben, dann muss der BVB da sein. Jetzt ist es auch noch zu früh in der Saison, um eine Prognose abgeben zu können.

    Der BVB ist ja in der UEFA-Klubrangliste schon seit Jahren besser platziert als es einen finanziellen Möglichkeiten entspricht. Zwar ist der BVB für deutsche Verhältnisse wieder auch finanziell bestens aufgestellt, aber die Anzahl der Klubs in Europa, die noch deutlich mehr Mittel einsetzen können, hat zugenommen und die setzen sich auch finanziell immer weiter ab. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass einige dieser Klubs Investoren gehören, die enorme Summen da reinpumpen. Und in Engalnd kommen zusätzlich sehr viel höhere TV-Vermarktungserlöse dazu.

    Der BVB muss also auch weiterhin sehr viel richtig machen, kann sich kaum Fehler leisten, muss z. B. auch weiterhin bereits sehr junge Toptalente (Pulisic, Sancho, Isak, zuletzt auch Dembele) entdecken und von sich überzeugen, Talente aus dem eigenen Nachwuchs hochziehen, sowie auch schon erfahrene und für den BVB bezahlbare Topspieler verpflichten, wie das zuletzt bei Yarmolenko eindrucksvoll gelungen ist.
    In der letzten Transferperiode hat der BVB fast alles richtig gemacht, es ist ihm gelungen, den Kader in der Breite qualitativ noch besser aufzustellen und gleichzeitig einen sehr hohen Transferüberschuss zu erzielen.

    Die Herausforderungen, die der BVB bestehen muss und die auf ihn zukommen, sind also auch weiterhin groß. Aber er macht das seit Jahren schon besser als diue meisten anderen Klubs in Deutschland, auch einige, die bessere Standortvoraussetzungen haben, die Bayern mal ausgenommen.

  • #9
    Klaus Lohmann

    Wenn die Anderen nicht wollen oder nicht können… Heute gegen die falsche Borussia einen Dreier und die Saison könnte wunderbar werden;-))

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