Alte Gags von Rüttgers – Karnevalsrede abgekupfert

Wie ich gerade bei Johannes Nitschmann in der Aachener Zeitung gelesen habe, hat Jürgen Rüttgers, unser aller Komiker-Ministerpräsident von der CDU tatsächlich seine Rede bei der Verleihung des Karnevalsordens „Wider den tierischen Ernst“ in Aachen wiedergekäut.

Rüttergs sampelte dort Uralt-Gags, weite Strecken seiner Rede stammten vom 20. Januar 2007. Damals hatte er schlüpfrige Witze aus seinem „lustigen“ Terminkalender über die SPD-Spitzenkandidatin bei der Prinzenproklamation im westfälischen Warendorf vorgelesen. Ist das peinlich?

Kann schon sein, denke ich. Die Staatskanzlei sieht das anders. Sie sagt, es sei durchaus üblich, „gelungene Passagen und Stilelemente aus früheren Vorträgen“ wieder dem Publikum vorzusetzen. Recycling-Humor sozusagen.

Bild: AKV

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3 Kommentare

  1. #1 | flo sagt am 2. Februar 2010 um 17:05 Uhr

    also ich fands nett. als politiker, der nun mal nicht der geborene büttenredner ist, war das m.e. ne gute und vor allem mutige leistung. viele andere hätten es schlechte gemacht. kann sich einer bei sowas die kraft vorstellen? ich nicht…
    und die leute wurden definitiv unterhalten und konnten gut lachen!

  2. #2 | kassandra sagt am 2. Februar 2010 um 19:19 Uhr

    Na ja, dass Wahlprogramm von Herrn Rüttgers wird ebenfalls als Recycling Nummer firmieren. Nur das die sinnfreien Running Gags im Wahlkampf Uhlenberg, Sommer und Piepenkötter heißen.

    Rüttergs Motto wird lauten:

    Warum sollen wir uns verbessern, wenn wir noch einmal weit unter unser Niveau sinken können.

  3. #3 | Angelika sagt am 3. Februar 2010 um 22:28 Uhr

    Herr R. weiß, dass das eine Senioren-Sendung ist (genau das Publikum, das auch Musikantenstadl und Gerichtsendungen schaut …). Die Gesellschaft ist überaltert, da muss er halt in den Wahlkampf-Apfel beißen, der zu haben ist. Und manchmal kann man ja auch Dörrobst essen (bzw. Aufgewärmtes) …

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