Anonymus hackt Kaschgari-Hass-Seite auf Facebook

Sie geifern, sie fordern seinen Tod – über 25.000 Mitglieder hat die Gruppe ”Das saudische Volk will die Bestrafung von Hamsa Kaschgari”. Der Blogger und Journalist  Hamsa Kaschgari hatte via Twitter an Mohammed gezweifelt. Nun wurde er von Malaysia nach Saudi Arabien ausgeliefert, wo ihm die Todesstrafe droht. Doch die Hetzer bestimmen nicht mehr alleine das Bild der Facebook-Site. Anonymus hat die Site gehackt und jetzt steht dort immer öfter: „FREE KASCHGARI – We are Anonymous. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us!“

Neben zahlreichen Möglichkeiten seinen Solidarität mit Kaschgari zu zeigen, gibt es übrigens auch die Möglichkeit bei Facebook die Sperrung der Hass-Seite zu beantragen. Man braucht dazu nur oben Rechts neben dem Gruppenbeitritt-Button auf das Zahnrad zu klicken. Der Rest ist selbsterklärend. Danke an Frank Heinze für den Hinweis.

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20 Kommentare

  1. #1 | Anna sagt am 15. Februar 2012 um 21:28 Uhr

    Und wieder: Sch…auf Facebook!

  2. #2 | Radler sagt am 15. Februar 2012 um 21:38 Uhr

    Nix wurde bisher gehackt.. vermeintliche Anonymous-Leute haben ihren Gruppenbeitritt bekommen (sic!) und gedroht.. da erscheint mir die Meldung an FB immer noch adäquater.. eine Beschwerde an die offiziellen Einrichtungen des Landes sind wohl eher sinnlos..? BR wäre da eher gefragt.

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 15. Februar 2012 um 21:41 Uhr

    @Radler: Ich hab auch den Gruppeneintritt beantragt und ihn nicht bekommen. Und es erscheinen auch immer noch neue Posts. Über den Weg geht es denk ich mal nicht. Die Meldung an Facebook halte ich auch für wichtig.

  4. #4 | Peter sagt am 15. Februar 2012 um 22:25 Uhr

    Sind das denn die gleichen Idioten die immer mal wieder zum vereinten Kampf gegen Israel aufrufen?
    Siehe z.B. hier: https://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/anonymous-hacker-group-threatens-reign-of-terror-against-israel-1.412118

  5. #5 | Stefan Laurin sagt am 15. Februar 2012 um 22:27 Uhr

    Ich denke nicht dass das eine homogene Gruppe ist.

  6. #6 | Peter sagt am 15. Februar 2012 um 22:34 Uhr

    Ist also wie bei den Foucault-Adepten. Das was uns gefällt ist gut, alles andere, wie seine Begeisterung für die Islamische Republik Iran, lassen wir unter den Tisch fallen. So einfach ist das.

    Wer unter dem Namen Anonymus im Netz agiert muss sich über den Charakter dieses Mobs und seine bisherigen Aktionen im Klaren sein.

  7. #7 | Stefan Laurin sagt am 15. Februar 2012 um 22:37 Uhr

    @Peter: Gibt es irgendwas gegen diese Aktion zu sagen? Nein!

  8. #8 | pat boone sagt am 15. Februar 2012 um 22:45 Uhr

    @peter: ich glaube, du hast überhaupt gar keine ahnung, was anonymous ist, oder?

  9. #9 | Irgendwer sagt am 15. Februar 2012 um 22:55 Uhr

    Seit wann ist das Überfluten einer Seite mit Kommentaren ein Hack? Für eine Seite, die die Piratenpartei so sehr pusht, ist das ein seltsam ahnungsloser Umgang mit Computervokabular.

  10. #10 | Stefan Laurin sagt am 15. Februar 2012 um 22:58 Uhr

    @Irgendwer: Du kommst nicht über den normalen Weg auf die Seite. Die Leute die dort posten werden „eingeladen.“ Da wurde dran gedreht und das ist dann wohl ein Hack, weil ein Verfahren gewählt wurde, das FB wohl so nicht vorsieht.

  11. #11 | Peter sagt am 15. Februar 2012 um 22:59 Uhr

    Ja Pat, jetzt erzähl mir doch nocheinmal dieses Märchen von dieser unglaublichen postmodernen „Organisation“ wo jeder mitmachen darf aber niemand haftbar ist.

    @Stefan: Es gibt eine Menge gegen Anonymus zu sagen. Seien es vergangene Aktionen, sei es das unter den ‚Fans‘ dieser Clowns verbreitete Demokratieverständnis, zu dem wahrlich nicht mal deutsche Piraten fähig wären.

  12. #12 | Stefan Laurin sagt am 15. Februar 2012 um 23:00 Uhr

    @Peter: Die Frage war: Was gibt es gegen DIESE Aktion zu sagen. Und ich bleibe dabei: Nichts!

  13. #13 | KPL sagt am 15. Februar 2012 um 23:00 Uhr

    Na, was wundert ihr euch? Die Islamo Faschisten in Saudi Arabien haben Bahrein besetze, um einen König zu Retten, der Hunderte Menschen, die gegen ihn Protestiert haben, getötet hat! Und Menschenrechtler, von den Grünen über Obama bis hin zu Amnesty machen… nichts. 1000 tote in Bahrein sind nichts, Tausend Tote in Syrien erfordern eine Sicherheitsratssitzung! Zweierlei maß erfordert seine opfer, die Freunde der Demokraten aus Saudi Arabien wissen das! Und wo ist der grüne MDB, der eine Flugverbotszone über Bahrein zum Schutz der Menschen Fordert?

  14. #14 | Peter sagt am 15. Februar 2012 um 23:06 Uhr

    Das ist schön für dich. Da du es ja sonst so genau nimmst mit deinen Recherchen, wäre etwas Information mit was für Leuten man sich da in ein Fahrwasser begibt dann trotzdem angebracht.

    Nicht das du dich später wieder wunderst, dass verrückte Antisemiten (Dierkes) auf den Zug aufspringen, den sie schon lange selbst steuern.

  15. #15 | Stefan Laurin sagt am 15. Februar 2012 um 23:13 Uhr

    @Peter: Ich mache was ich will und was ich für richtig halte.

  16. #16 | pat boone sagt am 15. Februar 2012 um 23:17 Uhr

    @Peter: märchen? anonymous ist eine heterogene gruppe, bei der manchmal die pickeligen teenies das stöckchen von „oldfags“ ergreifen und manchmal nicht. nicht zu steuern und von daher wohl kaum eine „organisation“. eher ein lo(o)ser-haufen. und haftbar gemacht werden doch genug davon. allein die tatsache, dass dir das scheinbar den hals anschwillen lässt ist daseinsberechtigung genug. 🙂

  17. #17 | Peter sagt am 15. Februar 2012 um 23:38 Uhr

    Der „neue Behemoth“ also. Danke für die Bestätigung.

  18. #18 | Bombasstard sagt am 16. Februar 2012 um 09:52 Uhr

    @Peter
    Anonymous ist vermutlich die ultimative Manifestation des Kontrollverlusts:

    Ja, Anonymous ist ein Mob. Anonymous kann gefährlich sein. Anonymous ist nicht gut. Anonymous ist nicht böse.

    Anonymous ist das, was man herausbekommt, wenn man die Quersumme über die gesamte Gesellschaft bildet. Wie immer, wenn man Menschen in eine große Gruppe fasst und eine gezielte Portion an Emotionen hochkocht, ist das Ergebnis unkontrollierbar => Kontrollverlust.

    Anonymous kann man nicht kontrollieren, weil jeder von uns Anonymous sein kann, wenn er will, auch ich, auch du.

    Die Aktionen von Anonymous haben bislang von harmlosen Scherzen, über sehr sinnvolle, effiziente und durchorchestrierte Aktionskunst zu bösartigem Schaden geführt.

    Was bedeutet das für die Situation?

    Es bringt nichts, Anonymous per se zu verteufeln. Dann kannst du gleich die ganze Menschheit verteufeln. Natürlich sei dir auch das erlaubt, aber ob uns das weiterbringt, sei dahingestellt.

    Wie Stefan Laurin mehrfach klarmacht: man muss Aktionen von Anonymous immer wieder neu, immer wieder als Einzelfall bewerten.

    Und an DIESER Aktion kann ich NICHTS falsches finden!
    Ich ärgere mich, dass ich gestern Abend zu spät nach Hause gekommen bin, um mich an dieser Aktion zu beteiligen. Denn gestern Abend wäre ich gerne Anonymous gewesen.

    Ach ja: natürlich ist deise Aktion ein Hack. Wenn man es schafft, durch Manipulation jeglicher Art ein System jeglicher Art dazu zu bringen, Dinge zu tun, die von seinem Schöpfer oder seinem Besitzer so nicht gewünscht oder erwartet sind, spricht man von einem Hack. Dazu muss man keine Zero-Day-Exploits verwenden. Ja, nicht mal einen Computer …

    B.

  19. #19 | James Buttons sagt am 16. Februar 2012 um 10:06 Uhr

    Ich muss korriegieren, ich habe den Gruppeneintritt beantragt und umgehend bekommen. Nachdem ich heute morgen einen kritischen Kommentar gepostet habe, wurde ich sofort wieder rausgeworfen und geblockt. Also vermutlich kein Anonymous-Hack!

  20. #20 | Bombasstard sagt am 16. Februar 2012 um 10:19 Uhr

    @James Buttons
    Wenn ich es richtig verstanden habe, war der Hack nicht, den Gruppeneintritt zu beantragen.
    Der Hack war eher ein „sozialer“:
    Ein Anonymous hat sich ein „islamisch aussehendes“ Facebook-Profil angelegt, den Gruppenbeitritt beantragt, bekommen und gewartet.
    Dann hat sich Anonymous auf eine Uhrzeit synchronisiert und zu jener Uhrzeit die Gruppe mit „FREE KASHGARI“-Nachrichten geflutet.

    Insofern kein „Superdupergenialer-Computer-Hack“, sondern eher ein kleiner sozialer Trick. Aber immer noch ein Hack.

    B.

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