Die Grüne Erde ist eine Braunschweiger Scheibe


Die Grünen aus Braunschweig sind nun führend im poststrukturalistischen Quatsch des Narrativs angekommen. Es gibt keinen Universalismus mehr, an dem sich alles menschliche Handeln zu orientieren hat, sondern eine individuelle Wahrheit, die wichtiger ist. Es schreibt Anja Stanitzek.

Eigentlich ist dieser Thread nur Medienkritik. Die Grünen teilten einen Artikel der taz, in dem es um Glyphosat und seine Risiken geht. Darauf schrieb ein User, dass der Artikel einseitig sei, da eben kein Agrarexperte zu Wort komme. Es wird sich darüber gestritten was unabhängig sei und ob es einen Unterschied zwischen Politik und Wissenschaftsmeinung gäbe. Und wie es möglich werde, Wissenschaftsmeinung mehrheitsfähig zu machen.
Durch blanken Populismus sicherlich nicht. Denn das bringt bestenfalls Stimmen von Leuten, die nicht selbstständig denken wollen.

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Der kalte Bürgerkrieg

Wie den Kapitalismus vor sich selbst schützen? (Foto:
David Shankbone/ Flickr/ CC BY 2.0)

Noch vor wenigen Jahren führten wir einen gesellschaftlichen Diskurs. Heute haben wir zwei davon, so gut wie hermetisch getrennt voneinander, weil der erste die gemeinsame Wurzel verdrängt hat. Und während der eine sich fragt, was zur Hölle da gerade passiert, diskutiert der andere bereits die Inneneinrichtung dieser Hölle als ihre persönliche Interpretation von „Schöner Wohnen“. Denn die Kriegserklärung, die dieser zweite Diskurs dem ersten geschickt hat, will der offenbar nicht begreifen. Und wenn das so bleibt, dann wird diese Hölle sehr bald ausbrechen.  Ein Gastbeitrag von Wolfgang Walk.

Und um das direkt von Anfang an klar zu machen: Nein, dieser zweite Diskurs ist kein legitimer, kein auf anerkannten oder anerkennbaren Rechtsgrundsätzen basierender. Er leugnet Fakten und jedes Feld der Wissenschaft einschließlich der Physik. Er kümmert sich nicht darum, dass seine Zielsetzung bereits einmal und vor gar nicht so langer Zeit zu einem beispiellosen, industriell geplanten Massenmord geführt hat. Er speist sich nicht aus Analyse, sondern aus Wut. Diese Wut ist übrigens legitim, die aus ihr gezogenen Schlussfolgerungen sind es nicht, und es existiert exakt genauso wenig eine legitime Grundlage, diese Schlussfolgerungen umzusetzen, wie die Südstaaten eine hatten, die Sklaverei fortzusetzen. Denn Sklaverei eines erheblichen Teils der Weltbevölkerung (nämlich im Zweifelsfall jedes Menschen, der nicht der eigenen Blutlinie zugerechnet wird) ist das Ziel dieses zweiten Diskurses.

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Zu weiche Liga?

Quelle: Pixabay, Foto: Keith Johnston CC0 1.0Von Gastautor Mario Thurnes 

In Deutschland erlebt der American Football einen kleinen Boom. In seinem Heimatland hingegen sind die wichtigsten Zahlen schlecht. Das liegt auch an Regeln, die gemacht wurden, um die Gesundheit der Spieler zu schützen.

Randy Marsh erfindet in der Serie Southpark die Sportart „Sarcastaball“. Unfreiwillig. Denn eigentlich will er sich nur über die Schulkommission lustig machen, die den Kickoff im Schul-Football verbietet, um mögliche Verletzungen zu verhindern. Die Kommission greift seine Vorschläge auf: Fortan laufen die Schüler mit Büstenhaltern und Papierhüten auf. Statt ihre Gegenspieler zu tacklen, machen sie ihnen Komplimente und umarmen sie. Am Ende gibt es sogar eine Erwachsenenliga, in der Randy die Denver Broncos trainiert.

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Polittrolle aller Länder, Vereinigt Euch!

Protest gegen Antisemiten-Veranstaltung


In Berlin wächst zusammen, was zusammen gehört: Die maoistische Schlägertruppe Jugendwiderstand, BDS und Jewish Antifa kooperieren neuerdings. Von unserem Gastautor Ralf Balke.

Nichts Neues unter der Sonne, möchte man meinen. Denn als am 12. September eine Handvoll israelsolidarischer Demonstranten vor dem Biergarten Jockel in Berlin-Kreuzberg erschien, wo eine Veranstaltung der palästinensischen Terrorbefürworterin Manal Tamimi, einer engen Verwandten der zur Jeanne d’Arc verklärten Ahed Tamimi, stattfinden sollte, drohte die Situation zu eskalieren. Wieder einmal wurden sie als „Faschisten“, „Zionistenfotzen“ und „Nazis“ beschimpft. Doch diesmal sollte es nicht nur bei Verbalinjurien bleiben. Mitglieder der maoistischen Schlägertruppe Jugendwiderstand sowie ihre arabischen Genossen begannen,

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Hambacher Forst: „Wie die Germanen im sippenähnlichen Habitationsmodus“


Die „bewegende Rede“ der Hambacher Forst-Besetzerin führt einem beispielhaft den zivilisationsmüden Kitsch vor Augen, mit dem sich in Deutschland von links bis rechts Millionen Herzen erwärmen lassen. Von unserem Gastautor Marcus Latton.

Während die Großeltern in der Hitlerjugend zu sich selbst kommen durften, schicken sich die Besetzer im Hambacher Forst an, weiter zum Urschleim zurückzukehren und sich wie die germanischen Vorfahren im sippenähnlichen Habitationsmodus sogar den Errungenschaften des Römischen Reiches stur zu verweigern.

„Sie denken wahrscheinlich, sie haben gewonnen, aber sie brauchen den Wald genauso“, heißt es. Für wen der eigene Horizont endet, wo die nächste Lichtung beginnt, braucht sich nicht um die Tatsache kümmern, dass die Waldfläche in Deutschland seit 2002 um mehr als 50.000 Hektar gewachsen ist und die Fachleute in den Forstämtern Baumpflege offenbar besser hinbekommen als jonglierende Aussteiger, die sich mit ihrem eigenen Stuhl landserhaft zuschminken und Sätze hinterschieben wie: „Sie werden nicht verstehen, wie es ist, mit Menschen zusammenzuleben, denen es scheißegal ist, wie du heißt, wie alt du bist oder welchen Schulabschluss du hast.“ Nun gibt es gute Gründe, sich vom urbanen Leben zu verabschieden und sein persönliches Glück in der Nähe von Birke, Moor und Marder zu suchen. Die meisten derer, die diesen Weg einschlagen, unterlassen es aber immerhin, den Rest der Gesellschaft für die eigene Unfähigkeit zu beschuldigen, außerhalb von Baumhäusern Freundinnen und Freunde zu finden, denen Kategorien wie Schulabschluss und Alter in der Tat scheißegal sind.

Der mythisierte Aktivismus zur „Rettung“ des deutschen Bodens wird auch dadurch nicht sympathischer, dass RWE ihn durch einen weiteren unappetitlichen Braunkohletagebau erst möglich macht. Andererseits zeigen sich nun die Kollateralschäden des überhasteten Atomausstiegs, den die Deutschen kaum erwarten konnten.

Auf der Jagd nach dem sechsten Ring

 

Quelle: Flickr.com, Foto: Keith Allison, CC BY-SA 2.0

Von Gastautor Mario Thurnes

Er ist der Christiano Ronaldo und Neymar des American Footballs in einer Person: Tom Brady. Der Quarterback der New England Patriots hat als einziger Offensivspieler fünf Super-Bowl-Ringe gewonnen. Im Alter von 41 Jahren startet er die Mission, der einzige überhaupt mit sechs Ringen zu werden – doch das könnte zum traurigen Ende einer großen Karriere führen.

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Islamische Lügen: Verschwörungstheorien und der 11. September

Die Seite Islamische Fakten hat über 260.000 Fans auf Facebook und verbreitet. Gestern fiel sie mit anlässlich der Jahrestages der islamistischen Anschläge auf das World Trade Center in New York mit antisemitischer Hetze auf. Unsere Gastautorin Anastasia Iosseliani.  

Meine Damen und Herren!

Wussten Sie, dass der 11. September der Tag der Verschwörungstheorien ist? Eigentlich ist das traurige Ironie, wenn man bedenkt, wie viele Verschwörungstheorien es um das Attentat auf das World Trade Center und das Pentagon gibt.

Aber um ganz ehrlich zu sein: Mich wundern VT schon lange nicht mehr, nach dem mir genug gebildete Menschen begegnet sind, die ernsthaft glauben, dass wir Juden Matzot, unser ungesäuertes Brot, aus dem Blut von nicht-jüdischen Kindern machen würden. Aber das ist noch nicht die bizarrste Verschwörungstheorie, die ich über unser kleines Völkchen

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Goldene Regeln für Hartz IV-Empfänger im Umgang mit dem Jobcenter!

Ilias Uyar,

Unser Gastautor Ilias Uyar ist Rechtsanwalt aus Köln und vertritt die Rechte von Hartz4-Empfängern gegen das Jobcenter. Mit der Plattform hartz4control.de bietet RA Uyar bundesweit die kostenlose Überprüfung von Hartz4-Bescheiden an. Er gibt außerdem Fortbildungen und hält Vorträge zu den Themen Hartz4, Sozialrecht, Schuldnerberatung und Datenschutzrecht.

Aus meiner anwaltlichen Praxis weiß ich, dass viele Hartz IV-Empfänger große Scheu und manchmal sogar Angst vor dem Jobcenter haben. Nicht selten fühlen sich Hartz4-Empfänger klein und hilflos gegenüber der übermächtig wirkenden Behörde Jobcenter. Besser nicht aufmucken, die Entscheidungen akzeptieren! Das halten viele Hartz4-Empfänger im Umgang mit dem Jobcenter für das Beste. „Das wird schon seine Richtigkeit haben“, ist ein Satz, den ich in diesem Zusammengang oft in meiner Kanzlei höre. Aber das stimmt nicht. Denn die Fehlerquote der Jobcenter-Entscheidungen der ist extrem hoch.

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Giegling – Wenn eine gute Mischung übersteuert

Erst ein Shitstorm dann Flaschenwürfe. Nach grenzwertigen Bemerkungen wurde der Mitbegründer des Techno-Labels Giegling beim Fusion-Festival verbal und physisch attackiert. Doch von der Gewalt gegen Künstler will die überwiegend linke Szene nichts wissen. Ein Sittengemälde aus Ostdeutschland von unserem Gastautor Lasse Baunsn.

Gerade in unserem von Anglizismen durchwirkten Alltag verbirgt sich hinter dem Begriff „Clipping“ eine erstaunlich vielseitige Fülle von Bedeutungen.

In der Welt der Musik beispielsweise bedeutet „Clipping“ eine durch elektronische Mittel verstärkte Übersteuerung von einhergehenden Signalen. Was nach Krach klingt, wird in der Rockmusik geschickt eingesetzt und manifestiert sich letztlich im so typischen Sound von röhrenden Gitarren. Das Phänomen des Übersteuerns ist hier nicht bloß geschätzt, mehr noch: Es ist ein Stilmittel und wird gerne provoziert. Wechselt man jedoch das Genre, steht „Clipping“ schnell für ein totales No-Go. Obwohl manche Vertreter der DJ-Szene nicht gerade widerwillig mit dem Rockstarimage kokettieren, ist „Clipping“ hier verpönt und steht im Kosmos der elektronischen House- und Technomusik doch vornehmlich für mangelnde Fähigkeiten, was das Auflegen betrifft. Egal, wie gut die Anlage eingestellt ist, wenn das Resultat matschig klingt, ist der DJ schuld.

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