
In einer Talkshow geraten mit ZDF-Frisur Markus Lanz und Rosa-Luxemburg Double Sahra Wagenknecht zwei Medienprofis aneinander. Nun ist die Aufregung groß – und der Anlass gering.
Markus Lanz war in seiner Talkshow unhöflich zu Sahra Wagenknecht – das allein genommen ist so bedeutsam, wie die Zahl der Zwiebelringe auf dem Boden eines Gurkenglases, führt allerdings zur ersten großen Medienhysterie des Jahres. Erneut geht ein Aufschrei durchs Land, werden Unterschriften gegen Lanz gesammelt und gefordert, er solle seinen Stuhl räumen. Für letzteres gibt es hundert gute Gründe – Lanz ist langweilig, mit Wetten dass erfolglos und vermittelt selbst unter größten Anstrengungen kaum glaubhaft, das Bernd das Brot im ungebackenen Zustand nicht klüger und humorvoller ist als er.
Aber die Patzigkeiten gegen Wagenknecht rechtfertigen das ganze Theater nicht. Ein Blick auf die Facebookseite des italienischen Mikrofonhalters zeigt Entgrenzungen, die über jedes Maß gerechtfertigter Kritik hinaus gehen: Lanz als Knecht des Kapitalismus, dessen Abschaffung für viele Kommentatoren ebenso überfällig ist wie die Absetzung der Talk-Show und natürlich der Vorwurf, Lanz sei gekauft, eine Missgeburt –
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