The Pretty Reckless, Freitag, 17. Dezember, 19.30 Uhr, Luxor, Köln
Der Ruhrpilot
JMStV: …vor dem Aus…Telepolis
JMStV II: Staatsvertrag scheitert am Widerstand im Netz…Focus
JMStV III: Keiner will’s gewesen sein…taz
JMStV III: Parteien blamieren sich mit Jugendschutz-Vertrag…Spiegel
NRW: Landtag beschließt Abschaffung der Kopfnoten…Bild
Duisburg: Lüpertz tadelt Ruhr.2010 und die Küppersmühle…Der Westen
Duisburg II: Politiker ließen sich von Sauerland nicht ehren…Der Westen
Gelsenkirchen: Herkules auf dem Zechenturm…RP Online
Dortmund: PCB-Skandal um Envio – NRW-Minister in der Pflicht…Der Westen
Dortmund: Dortmundleaks…Ruhr Nachrichten
Essen: Zollverein lockt 2,2 Millionen Besucher an…Der Westen
Umland: Gemeinschaftsschule im Siegerland…Zoom
Internet: Das Ende des sorgenfreien Surfens…Netzwertig
Pottblog & Ruhrbarone: JMStV-Party im Freibeuter
Auch wenn mit dem Aus für den JSMtV nicht alle Probleme gelöst sind – heute darf gefeiert werden.
In Absprache mit Jens vom Pottblog, der gerade in Düsseldorf ein wahrscheinlich ziemlich spektakuläres Interview führt, möchten wir, die Blogs Ruhrbarone und Pottblog, heute Abend zu einer kleinen JMStV-Party in den Freibeuter in Bochum einladen. Los geht es um 21.00 Uhr – dann wird Jens auch aus Düsseldorf zurück sein.
Bei aller Euphorie sei auf einen interessanten Text bei Netzpolitik verwiesen. Dort wird aufgezeigt, dass Nach dem Vergnügen die Arbeit kommt. Aber das ist morgen. Heute ist erst einmal vergnügen angesagt.
Freibeuter
Kortumstr.2-4
44787 Bochum
JMStV: Problembär Beck droht mit Sperrverfügungen
Kurt Becks rheinland-pfälzische Landesregierung hat den JMStV entworfen. Auf sein drohendes Aus reagiert der einstieg SPD-Vorsitzende mit Drohungen.
In einem Text auf der Internetseite des Landes Rheinland-Pfalz zeigt sich Problembär Beck wütend über das Aus für den Jugendmedienschutzstaatsvertrag:
„Denn mit der Verweigerung der Zustimmung würde eine einmalige Chance vertan, mit freiwilligen Alterskennzeichnungen und den Einsatz von Jugendschutzprogrammen Kinder und Jugendliche vor verstörenden Inhalten im Netz zu schützen und gleichzeitig die Kommunikationsfreiheit der erwachsenen Nutzer zu erhalten.“
Und weil Beck es auch nicht mit der Selbstkritik hat, beginnt er zu drohen:
„Falls die Novellierung scheitert, wird der Weg der koregulierten Selbstregulierung nicht weiter beschritten, so dass die staatliche Regulierung von oben Platz greifen wird. Basierend auf den derzeitigen rechtlichen Grundlagen werden die Jugendschutzbehörden Sperrverfügungen erlassen.“
Beck ist ein alter Mann, der in der Gegenwart noch nicht angekommen ist. Er hält am Bild eines paternalistischen Staates fest, der so wie er ihn kannte, heute nicht mehr funktionieren kann. Und er sieht nicht, dass sein Kurs die SPD ins netzpolitische Abseits führte. Die SPD tut gut daran, Leute wie ihn und Eumann nichts mehr zum Thema Medien sagen zu lassen. Weinbau und Subventionsverschwendung beim Nürburgring sind doch auch sehr schöne Themen.
Wir werden siegen…
Hat Julia Seeliger auf Facebook gepostet und irgendwie passt es zur Stimmung. Peter Licht und „Wir werden siegen.“
JMStV-Aus: Die rot-grünen Verlierer

Der JMStV ist Geschichte. Morgen wird der NRW-Landtag seine Zustimmung zu dem Vertrag nicht erteilen. Alle Fraktionen sind gegen seine Ratifizierung. Es hätte eine große Stunde für die Netzpolitiker von Grünen und SPD sein können. Es wurde die große Stunde der Union. Bleibt das ohne Konsequenzen?
Es war das erste große Projekt von Marc Jan Eumann (SPD). Der NRW-Medienstaatsekretär wollte den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in der letzten Sitzung des Landtages im Jahr 2010 durchbekommen. Eumann stand hinter dem Vertrag und es sah lange Zeit so aus, als ob er Erfolg haben würde. Der Ober-Netzpolitiker der NRW-Grünen, der Landtagsabgeordnete Matthias Bolte war bereit zuzustimmen – aus staatspolitischer Verantwortung.
Nun sind beide gescheitert: Eumann ist als Staatsekretär für die Niederlage verantwortlich. Er hätte die Chance gehabt, die rot-grüne Landesregierung im Bereich der Netzpolitik modern aufzustellen. Die Grundlage dazu hatten Menschen wie Jens Matheuszik vom Pottblog durch ihre Mitarbeit am Landtagswahlprogramm gelegt. Eumann verpasste die Chance, gab der Union ohne Not die Möglichkeit sich politisch zu profilieren und hat sich damit selbst disqualifiziert.
Dass er, als Vorsitzender der SPD-Medienkommission auch noch den Netzsperren-Befürworter , Musik-Lobbyisten und CDU-Sachverständigen Dieter Gorny als Berater in die Kommission holte, zeigt, das Eumann im Moment der größte Ballast der Medien- und Netzpolitik der SPD ist. Ein Ballast, den die Sozialdemokraten möglichst schnell abwerfen sollten.
Als heillos überfordert erwies sich auch der Grüne Matthias Bolte. Früh ging er auf den Kurs von Eumann ein. Seine Erklärung, man müsse dem Gesetz aus staatspolitischer Verantwortung zustimmen, war zu keinem Zeitpunkt mehr als aufgeblasenes Geschwätz, um die eigene Schwäche zu verdecken. Das ausgerechnet die Union und die FDP, deren Landesregierung ja an der Entstehung der Vertrages beteiligt waren, gemeinsam mir der Linkspartei Bolte eine Lektion zum Thema „Unabhängigkeit des Parlaments“ erteilen mussten ist peinlich. Das spürt man im Magen die Bedeutung des Wortes Fremdschämen.
Bolte und Eumann haben ihren Parteien geschadet. Der eine, Eumann, aus Überzeugung, der andere, Bolte, aus purem Opportunismus.
Versager auf ihren Politikfeldern sind sie beide.
Obdachlosenmagazin Bodo sucht neue Räume
Das Obdachlosenmagazin Bodo sucht neue Räume. Und langsam wird es eng.
Noch haben der Redaktion und der Verein des Obdachlosenmagazins Bodo Räume im Hochbunker am Springerplatz in Bochum. Doch der wird renoviert, alle Mieter müssen raus. Schon seit längerem such Bodo neue Räume – scheiterte aber bislang an der Ignoranz der Vermieter.
Jetzt hat Bodo noch sechs Wochen Zeit, neue Büros zu finden. Wenn jemand etwas weiß, kann er sich ja bei dem Verein melden. Übrigens: Bodo ist mittlerweile ein richtig gutes Magazin geworden. Schöne Reportagen, ein breites Themenspektrum – unter der Leitung von Bastian Pütter hat sich Bodo sehr gut entwickelt. Damit gibt es mehrere gute Gründe, Bodo zu kaufen.
Kontakt:
Fettes Brot
Fettes Brot, Donnerstag, 16. Dezember, 20.00 Uhr, Westfalenhalle, Dortmund
Der Ruhrpilot

JMStV: Jens gefällt die NRW-CDU…Pottblog
JMStV: NRW-CDU will Staatsvertrag kippen…WDR
Alice Schwarzer: „Ich rede über Islamismus“…Der Westen
Alice Schwarzer II: …ist jetzt Ruhrpott-Professorin…Bild
Steag: Kommunen schaffen sich einen Stromriesen…Zeit
RWE: Alle Standorte bleiben…Der Westen
Ruhr2010: „Es war schön und zu schnell zu Ende“…Der Westen
Bochum: „Große Bedenken gegen Steag-Kauf“…Der Westen
Bochum II: notstand-Bücheraktion 2010…Bo Alternativ
Dortmund: Neues vom Unabhängigen Zentrum…UZDO
Wikileaks: Immanuel Kant 2.0…DL
Umland: Creative-Commons-Party “CreativeChaos” am 18.12.2010 in der Kreativfabrik…Netzpolitik
Umland: “butsch, butsch – zweimal ins Gesicht” und andere Mentalitäten…Zoom
Mädelz & Technik: Trennen uns immer noch Welten?…Kaffee bei mir
Debatte: Ende des Antifaschismus…Jungle World
Update NRW: Stimmen von FDP, CDU und Linken reichen nicht zum kippen

CDU, Linke und FDP werden in NRW gegen den JMStV stimmen. Was Rot und Grün machen ist allerdings nicht ganz egal: Sie haben normalerweise keine Mehrheit im Landtag. Morgen aber schon.
Neben der FDP und der Linkspartei wird auch die CDU im Landtag gegen den Jugendmedienschutzstaatsvertrag stimmen. Den hat sie selbst mit ausgehandelt. Netzpolitik meldet es gerade – es wurde von der CDU im Landtag bestätigt. Damit könnte der JMStV Geschichte sein – wenn nicht Rot-Grün ausnahmsweise eine Mehrheit hätte. Christian Söder hat uns in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass morgen zwei Landtagsabgeordnete der Union fehlen: Rüttgers soll in Italien sein, ein weiterer ist krank. Es müssen also noch Stimmen von SPD und Grünen dazukommen. Und die beraten wie sie sich entscheiden werden. Sollte tatsächlich eine Mehrheit gegen den JMStV in NRW zustande kommen, wäre er Geschichte: Alle Länder müssen ihm zustimmen, damit er am 1. Januar 2011 in Kraft treten kann. Ohne Zustimmung aus NRW kein JMStV.
Ich hätte das nie für möglich gehalten. Es ist eine große Überraschung. Und es ist so unendlich peinlich für SPD und Grüne. Die wollten erst zustimmen, dann doch irgendwie diskutieren und zuletzt wohl wieder zustimmen. Und natürlich diskutieren. Nun sind sie blamiert – und würden mit einer Zustimmung zum JMStV gegen die Stimmen der Union den letzten Rest an netzpolitischer Reputation verlieren.
Ist Häme erlaubt? Ja. Besonders würde mich die mögliche Niederlage für den Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD)freuen, der im Hintergrund alles dafür tat, den JMStV durchzubekommen. Und ich muss mich für eine grandiose Fehleinschätzung entschuldigen. Aber damit, dass die Union kippt, konnte man nicht rechnen. Jörg-Olaf Schäfers schreibt auf Netzpolitik treffend: „Hell freezes over!“
Sepp Herberger hatte doch Recht: Das Spiel dauert 90 Minuten :-).
