Stereophonics,Montag, 28. Juni, 20.00 Uhr, FZW, Dortmund
Der Ruhrpilot
Ruhr2010: Gerüchte über die Zukunft Oliver Scheytts…Welt
Ruhr2010: Klarer Fall von Projektitis…Zeit
Dortmund: Envio-Mitarbeiter mit erhöhten PCB-Werten im Blut…Der Westen
Bochum: Das Ende der Ära Steilmann…Ruhr Nachrichten
NRW: Rüttgers klagt über „Heckenschützen“ in der CDU…Der Westen
Ruhrgebiet: Das Revier zu Füßen…Welt
Ruhrgebiet II: So leben die Engländer in „The Ruhr“…Der Westen
Umland: Der Letzte macht das Licht aus …Zoom
Präsi: Warum Christian Wulff wegen der KPD zurücktreten musste…Frontbumpersticker
Präsi II: Nun auch Ramelow…DL
IBA, Expo und so…
Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski wird sich durchsetzen. Das Ruhrgebiet wird sich zur Expo bewerben. Schade ist, dass es sich bewerben muss.
Es ist ok, wenn sich das Ruhrgebiet für die Expo bewirbt. Eine Region mit fünf Millionen Einwohnern kann so etwas machen. Klar, Felix hat Recht, wenn er auf Frontbumpersticker auf die Problematik einer solchen Veranstaltung hinweist und aufzeigt, dass sich in Hannover viele Erwartungen nicht erfüllt haben.
Aber man kann man aus den Fehlern anderer lernen. Und die Renovierung des Nahverkehrssystems im Zuge der Expo hat sich für Hannover gelohnt. So etwas könnten wir im Ruhrgebiet auch gut gebrauchen. Dazu kommt, dass eine solche Veranstaltung gutes Marketing sein kann. Man muss ja bei der Expo nicht, wie im Ruhrgebiet sonst üblich, auf importierte Deppen setzen. Klimawandel halte ich als Grundthema für nicht so spannend. In zehn Jahren wird der demographische Wandel das zentrale Thema des Ruhrgebiets sein. Und für weite Teile Europas, Japan und China. Auch dazu kann man gut was machen.
Man kann also eine Expo machen. Aber das Problem ist, dass das Ruhrgebiet sie machen muss. Denn nur über solche Veranstaltungen bekommen die Städte so etwas wie ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Da können sie gemeinsam um Förder mittel betteln. Darin haben sie Übung, dass können sie. David hat heute in der WAZ beschrieben, dass später, wenn all die Internationalen Bauaustellungen und Kulturhauptstadtevents vorbei sind, kein Geld da ist, die Hinterlassenschaften der alten Großprojekte zu sichern. Man könnte hinzufügen, dass es auch meistens an vernünftigen Nutzungsideen fehlt. Mir persönlich geht die Musealisierung des Ruhrgebiets durch die ewige Beschwörung der ach so einzigartigen Industriekultur schwerst auf die Nerven.
Die Expo soll eine Einigkeit herstellen, die es im Inneren nicht gibt, wo noch immer die Kirchturmpolitik den Alltag bestimmt. Also schleppt sich das Ruhrgebiet von Großprojekt zu Großprojekt. Wenn man gewinnt, mag das noch halbwegs funktionieren. Aber man kann nicht immer gewinnen. Und wenn ein paar Niederlagen hintereinander kommen, könnten die Städte Zusammenarbeit auf den Prüfstand stellen.
Es bleibt dabei: Was das Ruhrgebiet braucht ist eine starke Klammer und die braucht Geld. Der RVR müsste endlich, wie die Landschaftverbände, direkt Mittel aus der Landeskasse bekommen um finanziell selbstständiger zu werden. Das hat aber niemand in den Wahlprogrammen gefordert. Die Grünen nicht und auch nicht Frank Baranowski, der Chef der Ruhr-SPD. Im Regionalverband Ruhr hat die Verbandsspitze keine Lust sich für das Thema zu engagieren. Expo2020? Klar, kann man machen. Aber bevor man auf einen Kuchen die Sahne packt sollte man sich auch mal mit der Herstellung des Teigs beschäftigen.
Die Sterne
Die Sterne, Sonntag, 27. Juni, 21.00 Uhr, Stadtgarten / Studio 672, Köln. Konzert im Rahmen der C/O Pop
Der Ruhrpilot
Ruhrgebiet: Großprojekte im Ruhrgebiet in Gefahr…Der Westen
Ruhrgebiet II: Expo an der Ruhr?…Frontbumpersticker
Ruhrgebiet III: Geografie und Strukturwandel…Bo Alternativ
Ruhrgebiet IV: Die Ruhries sind die Schwarzen Deutschlands…Hometown Glory
Ruhrgebiet V: Jochen Malmsheimer über Ruhr.2010 und die „Anstalt“…Soester Anzeiger
NRW: Der Mann, den sie „Zukunftsminister“ nannten…Welt
NRW II: Niemals geht man so ganz…FAZ
NRW III: Rot-Grün schafft Studiengebühren ab…RP Online
Dortmund: Stadt kauft endgültig für 18 Mio. Euro Phoenix-See…Der Westen
Duisburg: Gerichtsvollzieher W., der freundliche Bandido von nebenan…Spiegel
Umland: Wem nutzen Schulverbunde?…Zoom
WM: Singen mit Jens…Pottblog
WM II: Bochumer Nasenbären sagen Deutschland-Sieg voraus…Der Westen
Internet: Einige Reaktionen auf einige Thesen zur Netzpolitik…Netpolitik
Karstadt: Eigentumsfragen – oder: Es muss nicht immer Karstadt sein…Xtranews
Umwelt: Bürgerinitiative gegen Hochspannungsleitungen…Verlorene Generation
Expo2020: Ruhrgebiet will Weltausstellung ausrichten

Exp02020: Das Ruhrgebiet will sich für die Weltausstellung im Jahr 202o bewerben.
Nach der Internationalen Bauausstellung und der Kulturhauptstadt setzt das Ruhrgebiet zur nächsten Großveranstaltung an. Die Städte im Ruhrgebiet wollen sich für die Weltausstellung im Jahr 202o bewerben. Im Mittelpunkt der Ausstellung soll der Klimawandel stehen. Die Expo2020-Bewerbung wird vom Land und der Emschergenossenschaft unterstützt. 2020 werden zwei Großprojekte beendet, die auf einer Weltausstellung gut präsentiert werden könnten: Innovation City und der Umbau des Emschersystems.
Hier die Pressemitteilung:
Für den Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski gehört die „Klima-Expo“ ins Ruhrgebiet. Damit greift Baranowski einen Vorschlag der Vorsitzenden der NRW-SPD, Hannelore Kraft auf, die eine Weltausstellung mit dem Schwerpunkt „nachhaltiger Klimaschutz“ ins Gespräch gebracht hat.
Nach Auffassung von Baranowski könne eine solche Expo im Jahr 2020 zeitgleich zum Abschluß der Renaturierung der Emscher stattfinden.
Zehn Jahre nach dem Großereignis Kulturhauptstadt könnte das Ruhrgebiet dann zeigen, welche Fortschritte es auf den Feldern Klimaschutz, innovative Technologien und Stadtumbau gegeben hat.
Ähnlich wie für die Kulturhauptstadt wäre auch für die Expo „Klima“ ein gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Städten und Land notwendig.
Die für die Ausrichtung der Kulturhauptstadt bewährten Strukturen der Zusammenarbeit könnten dann auch für das nächste Großereignis genutzt werden.
Nazivorwürfe: Independent Ruhr Festival fällt aus
Vom 29. Juli bis zum 1. August sollte das Independent Ruhr Festival stattfinden. Daraus wird nichts. Der Veranstalter hat das Festival abgesagt. Immer mehr Veranstalter und Bands hatten nach Nazivorwürfen gegen die Veranstalter ihre Teilnahme abgesagt oder überdacht.
Es sollte das große Fest der schwarzen Szene im Ruhrgebiet werden. Zahlreiche Bands sollten auftreten. Dazu Parties in den verschiedensten Clubs im ganzen Revier. Das Independent Ruhr Festival war groß geplant. Daraus wird nichts. Der Veranstalter, ein „Indie Ruhr Team“, hat alles abgesagt. Es habe eine Kampagne gegen einen Mitveranstalter gegeben, der zu unrecht als Rechtsradikaler denunziert worden sei. Wettbewerber hätten das Independent Ruhr Festival so zerstören wollen.
Es geht bei diesen Vorwürfen um den Besitzer der Agentur VAWS, die auch hinter dem Festival stand. Der Mann heißt Werner Symanek und ist seit Jahrzehnten kein Unbekannter in der rechten Szene. Schon in den 80ern bewegte er sich in der Neonazi Szene. Mitte der 80er gründete Symanek auch die VWAS – Verlag und Agentur Werner Symanek.
Die Nähe der VAWS zum Festival störte viele in der Schwarzen Szene. Es kam zu einem Boykottaufruf, mehrere Bands sagten ihre Kommen ab, Clubs begannen über ihre Teilnahme am Festival nachzudenken. Die Szene hat schnell reagiert. Das Independent Ruhr Festival Geschichte. Dabei ist die Idee eines solchen Festivals eigentlich gut. Wenn sich ein vernünftiger Veranstalter finden würde…
The Fluids
The Fluids, Samstag, 26. Juni, 21.00 Uhr, Blue Shell, Köln
Der Ruhrpilot

NRW: Rüttgers verzichtet auf den Parteivorsitz…Welt
NRW II: Rüttgers kündigt Rücktritt von allen Ämtern an…FAZ
NRW III: Rüttgers will Parteivorsitz abgeben…Spiegel
NRW IV: Linke will Uhlenberg wählen…Der Westen
Duisburg: Paech an der Uni – Mephisto und die Rucksacktouristen…Xtranews
Duisburg II: Traumzeit will jünger werden…Der Westen
Dortmund: Stadt schnappt Rechten Szenetreff weg…Der Westen
Bochum: Opel-Chef Reilly macht in Bochum Schönwetter…Der Westen
Essen: Fortschritte im Streit um Karstadt-Mieten…Welt
Umland: Islamischer Antisemitismus in Hannover…Frontbumpersticker
IT: Sechseinhalb Stunden Warten auf Godot eh Apple iOS 4 und Multitasking beim iPhone 3G…Pottblog
Bloggen: Ein paar Fakten und persönliche Worte über das Bloggen bei der FAZ…Blogbar
Rüttgers wirft alles hin

Jürgen Rüttgers zieht die Konsequenz aus der Wahlniederlage am 9. Mai und seinem Taktieren nach der Wahl: Rüttgers wirft alle Ämter hin. Er wird 2011 nicht noch einmal für den CDU-Landesvorsitz kandidieren. Er will sich in das Privatleben zurückziehen. Ein politisches Comeback in NRW wird es für ihn nicht geben.
Noch vor wenigen Monaten war er der gesetzte Wahlsieger in NRW. Niemand glaubte ernsthaft, dass Hannelore Kraft ihn jemals hätte schlagen können. Jürgen Rüttgers war zwar in NRW kein Liebling des Volkes, aber er schien ungefährdet.
Dann kam eine Reihe von Skandalen (Rent a Rüttgers) und der Nimbus des gesetzten Siegers begann zu bröckeln. Aus Rüttgers wurde ein Gejagter. Die CDU-Wahlkampfzentrale reagierte auf die Enthüllungen mit Journalistenschelte, sprach von einer SPD Kampagne. Doch die wusste gar nicht so genau, wie sie zu ihrem Glück kam. Es waren die Enttäuschten, die von Rüttgers Entmachteten in der Union, die sich rächten und den in der eignen Partei zunehmend isolierten Ministerpräsidenten unter Druck setzten. Sie hatten Erfolg.
Rüttgers verlor die Landtagswahl. Nur knapp blieb die Union nach Stimmen stärkste Partei in NRW. Im Landtag hatte sie nach dem 9. Mai exakt so viele Sitze wie die SPD. Der Abend des 9. Mai wäre ein guter Tag für Jürgen Rüttgers gewesen, seine Niederlage einzugestehen und Platz zu machen. Für den Aachener Integrationsminister Armin Laschet zum Beispiel, der die Verhandlungen über eine große Koalition vielleicht erfolgreicher geführt hätte als Rüttgers. Und ihn am Wahlabend ja schon in den TV-Shows vertrat. Aber Rüttgers gab den Koch, klammerte sich an die schwindende Macht wie ein Ertrinkender an einem Stück Balsaholz.
Nun hat er die Konsequenzen gezogen. Zu spät für seine Partei, die letztendlich auch zu schwach war, ihn nach der Niederlage in die Schranken zu weisen.
