Heute vor 250 Jahren wurde Friedrich Schiller geboren. Zu seinen schönsten Texte gehört für mich die Ode an die Freude – wenn es einen Soundtrack zur Aufklärung gibt ist es Beethovens 9. mit dem Text von Schiller.
Herzlichen Glückwunsch Sesamstraße!
Heute vor 40 Jahren wurde in den USA die erste Folge der Sesamstraße gesendet. Stargast der Jubiläumsfolge in den USA war jetzt Michelle Obama. In Deutschland lief die Sesamstraße ab 1973 im Fernsehen. Leider nach meiner Erinnerung immer erst ab 9.00 Uhr – ich konnte sie nur saehen, wenn die ersten beiden Schulstunden ausfielen. Richtig gut haben mir immer nur die US-Teile gefallen: Die Sesamstraße mit dem Laden von Herrn Huber, Bibo und Oscar aus der Mülltonne. Mit Tiffi und Samson konnte ich nie viel anfangen. Naja, vielleicht ist das ja auch eine Frage des Alters. Wir gratulieren jedenfalls aus ganzem Herzen!
Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Pogromnacht: Nazis stören Gedenkfeier…Ruhr Nachrichten
Pogromnacht II: Bewegende Gedenkstunde…Recklinghäuser Zeitung
Essen: Rot-Grüne Koalition geplatzt…Der Westen
Schalke: Staatsanwaltschaft ermittelt…Spiegel
Verkehr: Rhein-Ruhr-Express mit Verspätung…Ruhr Nachrichten
NRW: Region Niederrhein?…Der Westen
Ruhr2010: Kubus als Leuchtturm…Der Westen
Film: Interkulturelle Ostereier…Der Standard
Arcandor: Kein Geld für den Sozialplan…WDR
Digital: Gadgetabend im Unperfekthaus…Pottblog
EU: Netzsperren werden zugelassen…Zeit
Piraten: Wenig Hoffnung in NRW…taz
Netzzeitung: Der Tod schrieb immer mit…taz
DDR: Schabowski begräbt den Sozialismus…Zeit
Buch: Kritisches Jahrbuch…Zoom
Film: Matrix als Stummfilm…Kueperpunk
Eitle, alte Männer

Das gesamte Wahlprogramm der Linkspartei in NRW zeigt, dass sie keinerlei Interesse daran hat Verantwortung zu übernehmen. Recht zu haben reicht ihren Mitgliedern.
Hannelore Kraft, doe NRW-Chefin in NRW, kann schon einmal bei Frank-Walter Steinmeier nachfragen, wie das denn so ist, ein Wahlkampf ohne Machtperspektive zu führen, denn genau das erwartet sie im kommenden Jahr wenn sie Ministerpräsident Jürgen Rüttgers herausfordern wird. Seitdem die Linkspartei gestern auf ihrem Parteitag in Hamm ihr Wahlprogramm für 2010 verabschiedet hat ist klar, dass diese Partei an nichts weniger interessiert ist, als daran, Verantwortung für Nordrhein-Westfalen zu übernehmen.
Allen Delegierten dürfte klar gewesen sein, dass man mit Forderungen wie der 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich und der Verstaatlichung von Unternehmen zwar in die Schlagzeilen kommt, aber bei den möglichen politischen Partnern, den Grünen und der SPD, nicht ernst genommen werden kann.
Wer sich darüber wundert, hat die Linkspartei im Westen nicht verstanden. Sie rekrutiert ihre Mitglieder aus den Kreisen ehemaliger Sozialdemokraten, die jahrzehntelang mit der Faust in der Tasche die Politik ihrer Partei ertragen haben. In ihren Reihen finden sich die Kader trotzkistischer und stalinistischer Sekten, für die die Linkspartei der langersehnte Rahmen ist, endlich einmal den Dunstkreis verbrauchter Hinterzimmer zu verlassen und etwas Öffentlichlkeit zu finden.
Beide Gruppen, die ehemaligen SPDler genauso wie die alten Sektierer, sind nicht wirklich daran interessiert, die Lage der sozial Schwachen zu verbessern, mit mühseligen Kleinarbeit die Chancen von Migrantenkindern zu erhöhen oder eine neue Energiepolitik auf den Weg zu bringen. Ihnen reicht es, Recht zu haben, es immer schon gewusst zu haben und es endlich einmal laut und vernehmbar sagen zu können. Für sie ist die demokratische Tugend des Kompromisses nichts anderes als Verrat, sie sind nicht an einer Politik für die Menschen interessiert, sondern daran, ihr Bild von sich selbst möglichst intakt zu halten.
Die Linkspartei in NRW ist die kaum mehr als ein Sammelbecken eitler, alter Männer.
Yo La Tengo
Yo La Tengo, Dienstag, 10. November, 20.00 Uhr, Forum, Bielefeld
Als der Fall der Mauer Britta rettete…

Erst nach vielen Jahren erfuhr Britta davon, dass der Fall der Mauer am 9. November 1989 ihre Familie rettete. Ihre Geschichte für alles, was die DDR war.
Die Mauer. Foto: Thierry Noir. Quelle: Wikipedia
Irgendwann im Frühjahr 1989 wollten Brittas Eltern raus. Raus aus dem kleinem Dorf in Brandenburg in dem sie lebten und raus aus der Enge der DDR. Sie sahen für sich und ihre damals fünfjährige Tochter keine Perspektive mehr in einem Land, das seine Bürger wie Verbrecher einsperrte, ihnen keine Zukunft bot und von Tag zu Tag mehr verfiel. Sie stellten eine Ausreiseantrag. Auf der Arbeit bedeutete das Ärger, auch ein paar Nachbarn schauten sie von da an komisch an aber das Leben ging weiter in einem Land, dass sich 1989 aufzulösen begann. Ab dem Sommer nahm die Zahl der Flüchtlinge zu, erhob sich immer lauter der Protest gegen die SED-Diktatur und ihre Schranzen in den Blockparteien, der Stasi und den Betrieben. Dann, am 9. November, fiel der Mauer. Brittas Eltern konnten nun ausreisen – ganz legal.
Jahre später wagten Brittas Eltern einen Blick in ihre Stasiakte. Dort fanden sie einen Plan für ihr Leben: Im Dezember wären beide in Haft und Britta in ein Kinderheim gekommen. Die Freigabe zur Adoption war vorbereitet. Das alles ist nicht passiert, weil es Menschen gab die mit ihrem Mut die Diktatur in die Knie zwang und weil am 9. November 1989 die Mauer fiel. Und ein Spitzel war auch auf die junge Familie angesetzt: Es war die älteste Freundin der Mutter.
Für mich steht diese Geschichte für alles was die DDR war.
Ruhrpilot
.jpg)
Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Saarland: Jamaica steht…taz
Opel: Henderson kommt…stern
Opel II: Der Betriebsrat und der Mythos…FAZ
Linkspartei: Landtagswahlprogramm verabschiedet…Der Westen
Pogromnacht: Erinnern in Wattenscheid…Bo Alternativ
Pogromnacht II: 9. November…Hometown Glory
Dortmund: Entscheidung über Wahl noch nicht in Sicht…Ruhr Nachrichten
Karstadt: Gläubiger treffen sich…Ruhr Nachrichten
Ruhr Nachrichten: Interview mit Philip Ostrop…Pottblog
Maueröffnung: What Fell Apart, What Came Together…New York Times
Maueröffnung II: Triumph der offenen Gesellschaft…Zeit
Maueröffnung III: Fest der Freiheit…Frontmotor
Maueröffnung IV: Der verpatzte Kaltstart…FAZ
Maueröffnung V: Kempowskis Tagebuch…FAZ
Migration: Keine Angst vor Parallelgesellschaften…Welt
Der Westen: Wo der Mob tobt…Pottblog
Immobilien: Wohnungssuche in Bochum…Coffee & TV
Bund: Die Demontage der FDP…Sprengsatz
iPhone: Mein Kampf als App…Macnotes
BvB: Lied zum Geburtstag…Pottblog
Das Ende des unbekannten Kompetenz-Zentrums

Eine Ära geht zu Ende. Eine Ära allerdings, von der kaum jemand etwas wird bemerkt haben: das ECMC in Marl wird geschlossen. Nach dem kommenden Jahr wird es ein Teil des Adolf Grimme Instituts sein.
Als das ECMC, das Europäische Zentrum für Medienkompetenz, 1997 gegründet wurde, war es ein Kind des Zeitgeistes. Was heute die Kreativwirtschaft ist, der Hoffnungsträger für die wirtschaftliche Erneuerung des Ruhrgebiets, war damals die Medienwirtschaft. Ganz wuschig wurden die damaligen Wirtschaftsförderer bei dem Gedanken an Fernsehsender und neue Medien. Denn NRW unter Wolfgang Clement sollte das Medienzentrum Deutschlands werden. In Köln errichteten sie den Mediapark, die dortige Stadtsparkasse ruinierte sich fast bei der Finanzierung des Senders VOX und am Medienhafen in Düsseldorf siedelte sich der TV Sender Nickelodeon an. Klar, dass das Ruhrgebiet auch bei dieser Entwicklung nicht abseits stehen durfte, auch wenn es eher die Krümmel vom Kuchen waren, auf die man hoffte. In Dortmund entstand mit Steuergeldern ein komplettes Fernsehstudio im Technologiepark, im Stiftsgebäude in Hörde siedelte sich Sat 1 an, und dort unternahm Verona Feldbusch ihre ersten stöckelnden Schritte hinein in die TV-Welt und sogar ein bundesweiter Musiksender sendete ab 1996 aus der ehemaligen Stahl und Bierstadt: Onyx, der einzige Musiksender, der sich der Förderung des deutschen Liedgutes widmete – ein Schlagersender. Dem hielt es allerdings nicht lange in Dortmund: schon 1999 verabschiedete man sich und zog nach Köln. "Wir wollen dahin, wo die Musik spielt", so der damalige Geschäftsführer.
Auch in Essen setzte man auf das Fernsehen. Die WAZ richtete ein komplettes Fernsehstudio ein, leistete sich einen Fernseherbeauftragten und auch freie Produktionsgesellschaften siedelten sich an. So mancher Witwenschüttler betrieb sein Geschäft in den folgenden Jahren vom Standort Essen aus.
In Bochum gab man sich hingegen ganz innovativ und setzte auf ein damals ganz neues Segment: TV Shopping. Man hoffte auf die Ansiedlung des US Kanals QVC, der allerdings sein Studio in Düsseldorf eröffnete. Nur das noch unglamouröse Call Center ist bis heute dem Standort Bochum treu geblieben. Von hier aus werden noch immer schlaflose Rentner betreut, die sich mitten in der Nacht via Telefon mit Billigschmuck, Ramschhandys oder Heizkissen eindecken.
In dieser Zeit fiel auch die Gründung des ECMC. Es hatte 1997 gleich zwei Funktionen zu erfüllen: zum einen galt es, die damals bei den Marler Kommunalpolitikern noch lebendige Ideen von Marl als Medienstadt nicht ganz untergehen zu lassen und mithilfe des ECMC in die ebenso gegenstandslose Vorstellung von Marl als Stadt der Medienkompetenz zu transferieren. Zum anderen sollte das ECMC den Wandel Nordrhein-Westfalens zum Medienstandort wissenschaftlich begleiten. Irgendwas mit Internet und neuen Medien sollte das Hauptthema werden. Dass dies zu keinem Zeitpunkt ganz ernst gemeint war, zeigte damals schon eine Auswahl des ersten Geschäftsführers Klaus Klenke. Der kam um Radio, war mit VOX gescheitert und hatte vor allem gute Kontakte zu Wolfgang Clement. Von neuen Medien hatte Klenke ungefähr so viel Ahnung wie ein militanter Veganer von der Zubereitung eines herzhaften Gulasch. Die Frage, was ihn zur Übernahme dieses Postens qualifiziere, beantwortete er damals via Fax mit einem selbstgemalten Smiley.
Nun wird das ECMC zu einem Teil des Adolf Grimme Instituts und beendet damit seine ohnehin überflüssige Existenz. Noch nicht einmal für einen eigenen Wikipediabeitrag hat es gereicht – zu unspektakulär waren die Aktionen und Arbeitsergebnisse des Zentrums. Und auch vom Medienstandort Ruhrgebiet, ja NRW, spricht kaum einer mehr, wenn es um den Aufbruch zu neuen wirtschaftlichen Ufern geht. Vox ist kaum mehr als eine Abspielstation von Kochsendungen und drittklassigen Spielfilmen, der damals mit viel Trara gegründete Musiksender Viva längst ein Ableger von MTV und die paar Fernsehproduzenten, die es noch im Ruhrgebiet gibt, interessieren schon lange niemanden mehr.
Denn längst wird nicht mehr die Sau Medienwirtschaft durch Dorf getrieben – ein neues Ferkel mit niedlicher Steckdosennase und rosaner Haut ist der neue Liebling von Medien, Politik und Wirtschaftsförderungen: die Kreativwirtschaft. Der Hype steigert sich seit Jahren und wird im kommenden Jahr im Zeichen der Kulturhauptstadt 2010 seinen Höhepunkt erreichen. Die Kreativwirtschaft soll Arbeitsplätze bringen, bei der Sanierung von heruntergekommenen Stadtteilen helfen und der Region zu neuem Glanz verhelfen. Es braucht keine sonderlich ausgeprägten Wahrsagerischen um heute schon vorauszusehen, dass ihr die Zukunft bevorsteht, welche die Medienwirtschaft hinter sich hat. In zehn Jahren wird kaum jemand im Ruhrgebiet noch von der Kreativwirtschaft sprechen und ob es da noch das von Dieter Gorny gerade gegründete Kreativwirtschaftsinstitut noch geben wird, ist mehr als fraglich. Zu offensichtlich sind die Parallelen der beiden Entwicklungen. Heute wie damals wird ohne Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen mit viel Geld und importierten Möchtegern-Experten ein Spektakel veranstaltet. Mit dem Ruhrgebiet, seinen Chancen und Defiziten hat das nicht viel zu tun. Mich ärgert es noch nicht einmal mehr dass wir wieder einmal den Hintergrund für die Subventionierung umherziehender Beratern liefern dürfen. Nur dass ich sie und ihre Konzepte ernst nehmen soll, kann niemand verlangen.

Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Karstadt: MItarbeiter verzichten auf 150 Millionen…Ruhr Nachrichten
Linke NRW: Für Steinmeier nur Chaoten…Der Westen
Linke NRW II: Lafontaine will verstaatlichen…Der Westen
Dortmund: Junger neuer CDU-Chef…Ruhr Nachrichten
Kultur: Literaturpreis Ruhrgebie…Kölner Stadtanzeiger
Brandenburg: Stasis regieren wieder…Frontmotor
Opel: Herzlichen Dank, GM…FTD
Opel II: Jetzt bessere Überlebenschancen…Welt
Opel III: Mehrheit der Deutschen gegen Staatshilfe…Spiegel
Steuern: Der Preis der Freiheit…FAZ
Ökonomie: Schumpeterchens Mondfahrt…Weissgarnix
Wetter: Kein Schnee in Wintergerg…Zoom
Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Opel: Unbeliebter Oberaufseher…Spiegel
Opel II: Wenn Konzerne mit der Politik spielen…FAZ
Ruhr2010: U-Turm Termine drohen zu platzen…Der Westen
Dortmund: Für Langemeyer gab es keinen Wahlbetrug…Ruhr Nachrichten
Rocker: Bandido-Party in Schwerte…Ruhr Nachrichten
Nazis: Demo gegen NPD-Ratsmitglied…Bo Alternativ
Technik: Ciao TV…Welt
Uni I: Mercator-Professur für Scholl Latour…Der Westen
Uni II: Borchert in Gelsenkirchen…Gelsenkirchen Blog
Kunst: REBO-Cycling…Hometown Glory
Geschichte: Ritter, Burgen und Intrigen…Der Westen
Medien II: Netzzeitung vor dem Aus…Kueperpunk
Medien: Bauer mit neuem Internetauftritt…Marl Blog
Medien III: 21 Köpfe für Austs WAZ-Projekt…Meedia
Pogromnacht: Ärger um Gedenken…Der Westen
Wikipedia: Die große Relevanz-Diskussion…Netzpolitik
Wirtschaft: Massensterben der Erfolgreichen…Weissgarnix
Preis: Red Dot Award in Essen…Ruhr Digital
