
Versperrt der Holocaust in Deutschland den Blick auf die Verbrechen des Kolonialismus? Was im ersten Moment schlüssig klingt und das Feuilleton beschäftigt, ist bei näherer Betrachtung nicht weniger als die Relativierung der Shoah.
In einem Beitrag in der „Zeit“ haben der Historiker Jürgen Zimmerer und der Literaturwissenschaftler Michael Rothberg geschrieben, dass es in der Diskussion um die Singularität des Holocaust vor allem um die Abwehr einer Debatte über die kolonialen Verbrechen gehe. Das ist aus vielen Gründen falsch.









