Autor Said Boluri bittet um Solidarität mit dem Ex-Schalker Ali Karimi

Foto: Facebook Screenshot

Said Boluri ist freier Journalist aus Duisburg. Der 1979 geborene Autor beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit den Themen Migration in Deutschland, Jugend und Menschenrechte im Iran und dem Islam in Ägypten.

Heute hat er auf seine Facebook-Seite auf Probleme aufmerksam gemacht, die einen ehemaligen Fußball-Profi des FC Schalke 04 betreffen und die eine Brücke schlagen zwischen dem aktuellen Geschehen im Iran und der häufig als etwas abgehoben erscheinenden Realität im modernen Profifußball.

Boluri schreibt auf Facebook: „Ali Karimi ist einer von uns! Weil der ehemalige iranische Nationalspieler, (#Schalke, Bayern) die Proteste der Frauen und Männer im Iran unterstützt, hat das iranische Regime eine Kampagne gegen ihn gestartet. (Die Menschen protestieren seit Tagen gegen den Tod von #mahsa_amini, die von der Sitten-Polizei im Iran gefoltert und umgebracht worden ist.) Nun wurde sein Haus konfisziert und seiner Familie wird bedroht. Als Fan und Mensch bitte ich um Unterstützung für den Schalker und die berechtigten Proteste der Menschen. Glück Auf“

Und tatsächlich zeigt das Beispiel Karimi, das inzwischen auch von den Kollegen von T-Online aufgegriffen wurde, wie schnell ein ehemaliger Fußballspieler von Weltklasseformat offensichtlich in ganz reale und sehr bedrohliche politische Probleme der Gegenwart verstrickt werden kann.

Zur Erinnerung: In seinen erfolgreichsten Tagen heuerte Ali Karimi zur Saison 2005/06 beim FC Bayern München in der deutschen Fußball-Bundesliga an. Karimi begann dort sehr stark und wusste die meisten Kritiker in seiner neuen sportlichen Heimat zu überzeugen. In seiner ersten Saison wurde er mit dem FC Bayern sowohl Deutscher Meister als auch DFB-Pokalsieger.

Aufgrund einer Verletzung am Fußgelenk und einem enttäuschenden Auftritt mit der iranischen Auswahl bei der WM 2006 in Deutschland konnte Karimi in der Folgesaison nicht mehr zu alter Form finden und seine starken Leistungen zu Beginn seiner Zeit in München wiederholen. Für den deutschen Rekordmeister erzielte Karimi in 42 Pflichtspielen immerhin vier Tore und gab vier Torvorlagen.

Er versuchte sich als Profi noch an einer zweiten Station in der Bundesrepublik. Felix Magath verpflichtete Karimi am 31. Januar 2011 kurz vor Ende der Transferperiode für den FC Schalke 04 und stattete ihn mit einem Vertrag bis Saisonende aus.

Der Spieler, der seinerzeit seit mehreren Monaten ohne Spielpraxis war, erhielt bei den Königsblauen die prestigeträchtige Rückennummer 10, kam aber nur zu einem Kurzeinsatz, als er am 5. April im Champions-League-Spiel bei Inter Mailand eingewechselt wurde. In der Bundesliga spielte er ebenfalls nur noch einmal für die Gelsenkirchener. Dies war am 23. April 2011 gegen den 1. FC Kaiserslautern der Fall. 2014 beendete er seine aktive Laufbahn als Sportler.

Trotzdem hat er in den Herzen einiger Fußballfreunde offenkundig Spuren hinterlassen. Einer davon ist der Duisburger Said Boluri, dessen bitte um mehr Aufmerksamkeit und um Solidarität mit dem derzeitigen Schicksal von Ali Karimi wir hier gerne an unsere Leser weiterleiten.

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