Schalker Magerkost in der Arena: So schmeckt selbst das Stadionbier nach Abstieg

Schalke läuft aktuell zu häufig hinterher. Foto: Michael Kamps

Die Realität holt Königsblau so langsam ein. Wer nach dem umjubelten Wiederaufstieg des FC Schalke 04 ernsthaft geglaubt hat, dass die Bundesliga-Saison 2026/27 für den Traditionsverein ein glorreicher Durchmarsch ins gesicherte Mittelfeld werden würde, leidet unter chronischer Fußball-Romantik. Für jeden rational denkenden Beobachter war von Vornherein klar: Diese Spielzeit bedeutet für Schalke puren, harten Existenzkampf.

Doch die bittere Realität, die sich derzeit in der heimischen Veltins-Arena abspielt, übertrifft selbst die Befürchtungen der Pessimisten. Drei Heimspiele, null Siege, null Tore. Das ernüchternde 0:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag hat die Alarmglocken auf Schalke endgültig schrill aufheulen lassen.

Weiterlesen

Schalke ist wieder da – aber noch nicht wirklich angekommen

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Tja, was fangen wir jetzt mit diesem Saisonauftakt der Schalker an? Nach Jahren der Zweitklassigkeit war die Vorfreude in Gelsenkirchen riesig. Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder große Gegner, endlich wieder diese besondere Atmosphäre rund um den FC Schalke 04. Und dann das: 0:3 beim FC Augsburg.

Natürlich ist eine Niederlage bei einem etablierten Bundesligisten kein Weltuntergang. Augsburg gehört schließlich nicht zu den Mannschaften, gegen die ein Aufsteiger automatisch drei Punkte einplanen darf. Trotzdem ist das Ergebnis ein Dämpfer. Und zwar ein ziemlich deutlicher. Denn gerade Aufsteiger können es sich normalerweise nicht leisten, die ersten Spiele einer Saison zu verschlafen. Wer nach oben kommt, braucht Punkte, Selbstvertrauen und möglichst schnell das Gefühl, tatsächlich in dieser Liga mithalten zu können.

Davon war in Augsburg zumindest nach der Pause nicht mehr viel zu sehen.

Weiterlesen

Zwischen Talent und Wirklichkeit: Der Ex-Schalker Lewis Holtby macht Feierabend

Lewis Holtby einst auf Schalke- Quelle: Wikipedia, Foto: DerHans04, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist wohltuend, wenn ein Profi am Ende seiner Karriere nicht mit Verbitterung, Vorwürfen oder offenen Rechnungen abrechnet. Lewis Holtby verabschiedet sich mit Dankbarkeit, Demut und Zufriedenheit vom Fußball. In einer Zeit, in der viele ehemalige Stars lieber über verpasste Chancen, falsche Trainer oder schlechte Berater sprechen, wirkt das beinahe erfrischend altmodisch.

Man kann ihm diese Haltung nur gönnen. Wer fast zwei Jahrzehnte als Profi unterwegs war, in Deutschland, England und den Niederlanden spielte, drei Länderspiele absolvierte und viele Stadien dieser Fußballwelt kennenlernen durfte, hat zweifellos einiges erlebt. Mitleid braucht mit Lewis Holtby sicherlich niemand zu haben.

Und trotzdem bleibt bei seinem Karriereende ein leiser Gedanke zurück: War das wirklich alles?

Die Hoffnungen waren einmal riesig

Wer Lewis Holtby nur aus den vergangenen Jahren kennt, sieht einen soliden Zweitliga-Profi, keinen Top-Star der Szene. Wer ihn jedoch auch schon zu Beginn seiner Laufbahn erlebt hat, erinnert sich an einen ganz anderen Eindruck.

Weiterlesen
Werbung


Schalke zwischen Aufstiegseuphorie und harter Wirklichkeit

Der Zusammenhalt auf Schalke ist in Gefahr. Foto: Michael Kamps

Auf Schalke war die Stimmung in den vergangenen Wochen so gut wie lange nicht mehr. Der überraschende Wiederaufstieg in die Bundesliga, die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Miron Muslic und die Verpflichtung von Robin Gosens sorgten für echte Aufbruchsstimmung.

Endlich gab es wieder Schlagzeilen, die Hoffnung statt Krisenstimmung verbreiteten. Doch wer bei der jüngsten Mitgliederversammlung genau hinhörte, merkte schnell: Die Euphorie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Schalke 04 noch immer auf einem finanziellen Drahtseil balanciert.

Weiterlesen

Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

Weiterlesen

Muslic „passt wie die Faust aufs Auge zum S04“

Michael Kamps feiert den Aufstieg seiner Schalker im Stadion. Foto: privat

Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga – und für Millionen Anhänger im Ruhrgebiet dürfte dieser Moment weit mehr bedeuten als nur einen sportlichen Erfolg. Nach Jahren voller Abstürze, Führungschaos, wirtschaftlicher Sorgen und sportlicher Enttäuschungen schafft einer der traditionsreichsten Vereine Deutschlands die Rückkehr ins Oberhaus. Entsprechend groß ist die Erleichterung rund um Gelsenkirchen.

Einer, der all das hautnah erlebt hat, ist Michael Kamps aus Waltrop, der uns bei den Ruhrbaronen seit Jahren dankenswerterweise mit seinen aktuellen Fotos rund um den Verein versorgt. Als Dauerkarteninhaber, Fanclub-Mitglied bei „Blau Weißes GEsocks Waltrop“ und regelmäßiger Beobachter der königsblauen Achterbahnfahrt blickt er auf eine Saison 2025/26 zurück, die selbst treue Optimisten überraschte.

Weiterlesen

Schalke hat Glück gehabt – und zwar öfter als man zugibt

Die Fans auf Schalke sind jetzt schon erstklassig. Foto: Michael Kamps

Beim FC Schalke 04 gehört Understatement traditionell eher nicht zum Repertoire. Malocher-Pathos, große Worte, große Emotionen – alles da. Nur: In dieser Zweitligasaison 2025/26 war „groß“ auf dem Platz erstaunlich selten zu sehen. Stattdessen hangelte man sich sehr häufig durch Spiele, die oft mehr Stückwerk als Fußball waren. Und trotzdem: Punkte fielen auf Schalke-Seite wie Kleingeld aus einer kaputten Parkuhr.

Der Sieg beim SC Paderborn vom vergangenen Wochenende ist dafür das perfekte Symbol. 0:2 hinten, defensiv wacklig wie ein Jenga-Turm kurz vor dem Kollaps – und am Ende steht ein 3:2. Comeback-Qualitäten? Sicher. Aber auch eine gehörige Portion Spielglück, das man sich zwar irgendwie erarbeitet, aber eben nicht jedes Wochenende gepachtet hat.

Weiterlesen
Werbung


Schulter-Schock auf Schalke: Platzt jetzt der Aufstiegstraum?

Edin Dzeko auf Schalke. Foto: Ruhrbarone

Der FC Schalke 04 hat in der Hinrunde der Saison 2025/26 genau das gemacht, was auf Schalke eigentlich niemand so richtig sehen will – und trotzdem alle unterschrieben hätten: unattraktiven Fußball gespielt und dabei überraschend erfolgreich gepunktet. Kein Glanz, kein Glamour, aber Tabellenplatz eins. Fußball-Romantik? Fehlanzeige. Ergebnis-Fußball? Volltreffer.

Plötzlich stand Königsblau ganz oben, der Aufstieg in die Bundesliga schien keine ferne Vision mehr, sondern ein realistisches Szenario. Während andere Teams sich verzockten oder im eigenen Chaos versanken, schlich sich Schalke still und heimlich an die Spitze. Und dann kam

Weiterlesen

Schalke, der VAR und das große Schneckenrennen in der 2. Liga

Auf Schalke ging es am Sonntag einmal wieder turbulent zu. Foto: Michael Kamps

Wer in den vergangenen Wochen einen Beweis dafür gesucht hat, dass die 2. Bundesliga in dieser Saison ein einziges großes Schneckenrennen ist, der wurde am 26. Spieltag an diesem Wochenende bestens bedient. Keiner aus den Top sechs gewann sein Spiel. Niemand nutzt die Chance, sich entscheidend abzusetzen. Stattdessen stolpern sie alle gleichzeitig – mal elegant, mal spektakulär.

Und mittendrin natürlich der FC Schalke 04. Ein Verein, der es seit Jahren schafft, sportliche Dramen mit einer gewissen theatralischen Wucht zu inszenieren. Beim 2:2 gegen Hannover 96 lieferte Schalke die perfekte Zusammenfassung dieser absurden Liga: dominant, führend, dann dezimiert, schließlich in letzter Sekunde bestraft.

Oder anders gesagt: Zweite Liga in Reinform.

Weiterlesen

Mit Mittelmaß an die Macht: Schalke übernimmt die 2. Liga

Schalke gegen Paderborn. Foto(s): Michael Kamps

Die Zweitligasaison 2025/26 des FC Schalke 04 bleibt eine ungewöhnliche – vielleicht sogar eine paradoxe. Mit dem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer SC Paderborn haben die Gelsenkirchener nach 14 Spieltagen tatsächlich selbst die Spitzenposition im Fußball-Unterhaus übernommen.

Ein Szenario, das vor Saisonbeginn wohl die wenigsten im königsblauen Umfeld ernsthaft in Betracht gezogen hätten. Zu groß waren die Fragezeichen, zu unklar die sportliche Perspektive nach einem weiteren Neustart.

Weiterlesen
1 2 3 … 17