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Diesem FC Schalke 04 muss vor der Zukunft nicht bange sein

Schalke gegen St. Pauli am 1. März 2024. Foto: Michael Kamps

Na also, es geht doch! Wenn der FC Schalke 04 will, dann kann er offenbar auch. Ausgerechnet gegen den Tabellenführer, den FC St. Pauli aus Hamburg, setzten sich die Gelsenkirchener am Freitag in der heimischen Arena am Ende mit 3:1(1:0) durch und sammelten dadurch wichtige Punkte für den Klassenerhalt in Liga 2.

Nachdem auch wir hier im Blog der Ruhrbarone in den vergangenen Wochen und Monaten zuletzt immer wieder über die schlechten Leistungen der Königsblauen geschimpft haben, agierte die Mannschaft von Trainer Karel Geraerts ausgerechnet in einem Spiel, in dem wohl nur die größten Optimisten mit einem Erfolg der Ruhrgebietskicker gerechnet hatten, endlich einmal wieder leidenschaftlich und ungewohnt kämpferisch. Eine tolle Stimmung im Stadion war der verdiente Lohn.  Wäre die Truppe in den vergangenen Wochen immer so aufgetreten, sie wäre wohl in der erweiterten Spitzengruppe des Fußballunterhauses zu finden, wo sie vor Saisonbeginn 2023/24 auch erwartet wurde, und nicht in der Abstiegsregion.

So sehr die immense Leistungssteigerung der Schalker Mannschaft nun auch Fragen in Richtung ihrer Charaktereigenschaften aufwirft, wenn sie es also doch deutlich besser kann als zuletzt so häufig  gezeigt, so sehr darf das Ergebnis vom Freitag jetzt auf Schalke auch genossen werden.

Mit jetzt 29 Punkten aus 24 Spielen dürfte sich das Thema Abstiegskampf in Gelsenkirchen fast schon erledigt haben. Zwar beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang, der aktuell von Eintracht Braunschweig mit 24 Zählern gehalten wird, noch immer nur fünf Punkte, doch brauchen die Schalker jetzt auf der anderen Seite eben auch nur noch elf weitere Zähler aus den verbleibenden zehn Auftritten der Saison, um die ominöse 40-Punkte-Marke zu erreichen, welche seit jeher als Richtwert für einen sicheren Klassenverbleib gilt. Und diese dafür noch erforderlichen 1,1 Punkte im Schnitt pro Spiel, die schaffte S04 auch im bisher so schwachen Saisonverlauf schon. Mit einer Leistung wie der gegen St. Pauli sollte dies ohnehin kein Problem sein.

Der Puls der Schalke-Anhänger kann sich also erst einmal wieder etwas beruhigen. Wenn es auch mit dem angestrebten direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga diesmal nichts wurde, bleibt den Gelsenkirchenern zumindest das Fiasko eines erneuten Abstiegs mit ziemlicher Sicherheit erspart.

Jetzt können sie auf Schalke an der Mannschaft basteln, die das Team in 2024/25 dann in der Tabelle wieder nach oben führen soll. Ohne die großen finanziellen Möglichkeiten ist das schwer genug. Dass es grundsätzlich möglich ist, auch mit einer deutlich weniger ‚wertvollen‘ Mannschaft oben anzugreifen, das beweist ja gerade der Gegner dieses Wochenendes. Der Kader des FC St. Pauli ist laut Transfermarkt.de mit 27,7 Millionen Euro deutlich namenloser besetzt als der der Schalker, den die Kollegen auf einen Wert von 38,1 Millionen Euro beziffern.

Dass man auch mit Teamgeist und Leidenschaft im Fußball schon sehr viel erreichen kann, dass es auf den finanziellen Wert der versammelten Kicker gar nicht so sehr ankommt, das wissen die Schalker spätestens seit Freitagabend auch wieder selbst. Weiter so!

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