Zwischen Talent und Wirklichkeit: Der Ex-Schalker Lewis Holtby macht Feierabend

Lewis Holtby einst auf Schalke- Quelle: Wikipedia, Foto: DerHans04, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist wohltuend, wenn ein Profi am Ende seiner Karriere nicht mit Verbitterung, Vorwürfen oder offenen Rechnungen abrechnet. Lewis Holtby verabschiedet sich mit Dankbarkeit, Demut und Zufriedenheit vom Fußball. In einer Zeit, in der viele ehemalige Stars lieber über verpasste Chancen, falsche Trainer oder schlechte Berater sprechen, wirkt das beinahe erfrischend altmodisch.

Man kann ihm diese Haltung nur gönnen. Wer fast zwei Jahrzehnte als Profi unterwegs war, in Deutschland, England und den Niederlanden spielte, drei Länderspiele absolvierte und viele Stadien dieser Fußballwelt kennenlernen durfte, hat zweifellos einiges erlebt. Mitleid braucht mit Lewis Holtby sicherlich niemand zu haben.

Und trotzdem bleibt bei seinem Karriereende ein leiser Gedanke zurück: War das wirklich alles?

Die Hoffnungen waren einmal riesig

Wer Lewis Holtby nur aus den vergangenen Jahren kennt, sieht einen soliden Zweitliga-Profi, keinen Top-Star der Szene. Wer ihn jedoch auch schon zu Beginn seiner Laufbahn erlebt hat, erinnert sich an einen ganz anderen Eindruck.

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Schalke zwischen Aufstiegseuphorie und harter Wirklichkeit

Der Zusammenhalt auf Schalke ist in Gefahr. Foto: Michael Kamps

Auf Schalke war die Stimmung in den vergangenen Wochen so gut wie lange nicht mehr. Der überraschende Wiederaufstieg in die Bundesliga, die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Miron Muslic und die Verpflichtung von Robin Gosens sorgten für echte Aufbruchsstimmung.

Endlich gab es wieder Schlagzeilen, die Hoffnung statt Krisenstimmung verbreiteten. Doch wer bei der jüngsten Mitgliederversammlung genau hinhörte, merkte schnell: Die Euphorie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Schalke 04 noch immer auf einem finanziellen Drahtseil balanciert.

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14 Strafanzeigen gegen AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias

Enxhi Seli-Zacharias am Redepult während einer Rede im Landtag NRW | Foto: Landtag NRW, Bernd Schälte

Die Gelsenkirchener AfD-Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias sieht sich nach mehreren öffentlichen Äußerungen und Veröffentlichungen mit insgesamt 14 Strafanzeigen konfrontiert. Nach Angaben eines Sprechers der zuständigen Staatsanwaltschaft Köln beziehen sich die Anzeigen auf verschiedene mutmaßliche Straftatbestände.

Zuvor war Seli-Zacharias bereits mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen unangenehm in Erscheinung getreten, darunter sogenannte Putzaktionen in einem Gelsenkirchener Stadtteil gegen die Sinta und Roma Community, sowie umstrittene Beiträge auf der Plattform X. Nun steht ihre Rolle im Zusammenhang mit einem Strafverfahren vor dem Landgericht Essen im Fokus.

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Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

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Muslic „passt wie die Faust aufs Auge zum S04“

Michael Kamps feiert den Aufstieg seiner Schalker im Stadion. Foto: privat

Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga – und für Millionen Anhänger im Ruhrgebiet dürfte dieser Moment weit mehr bedeuten als nur einen sportlichen Erfolg. Nach Jahren voller Abstürze, Führungschaos, wirtschaftlicher Sorgen und sportlicher Enttäuschungen schafft einer der traditionsreichsten Vereine Deutschlands die Rückkehr ins Oberhaus. Entsprechend groß ist die Erleichterung rund um Gelsenkirchen.

Einer, der all das hautnah erlebt hat, ist Michael Kamps aus Waltrop, der uns bei den Ruhrbaronen seit Jahren dankenswerterweise mit seinen aktuellen Fotos rund um den Verein versorgt. Als Dauerkarteninhaber, Fanclub-Mitglied bei „Blau Weißes GEsocks Waltrop“ und regelmäßiger Beobachter der königsblauen Achterbahnfahrt blickt er auf eine Saison 2025/26 zurück, die selbst treue Optimisten überraschte.

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Der FC Schalke 04 ist zurück!

Der Zusammenhalt stimmt derzeit in Gelsenkirchen. Foto: Michael Kamps

Mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf hat der FC Schalke 04 am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga am Samstagabend vorzeitig die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus perfekt gemacht!

In Gelsenkirchen dürften nach Jahren voller Krisen, Abstiege, Chaos und Enttäuschungen sämtliche Dämme gebrochen sein. Millionen Fußballfans, insbesondere im Ruhrgebiet, feiern die Rückkehr eines der traditionsreichsten Klubs Deutschlands in die Bundesliga.

Auch wenn die Saison 2025/26 der Königsblauen über weite Strecken selten glanzvoll daherkam, erfüllt dieses Happy End genau jene Sehnsucht, die viele Fußballromantiker seit dem bitteren Absturz hegten: Schalke gehört emotional einfach zur Bundesliga. Das Ruhrgebiet bekommt damit ein weiteres Stück seiner fußballerischen Identität zurück – und allein diese Tatsache sorgt vielerorts für ehrliche Freude. Herzlichen Glückwunsch auch von den Ruhrbaronen an Schalke 04!

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Schalke hat Glück gehabt – und zwar öfter als man zugibt

Die Fans auf Schalke sind jetzt schon erstklassig. Foto: Michael Kamps

Beim FC Schalke 04 gehört Understatement traditionell eher nicht zum Repertoire. Malocher-Pathos, große Worte, große Emotionen – alles da. Nur: In dieser Zweitligasaison 2025/26 war „groß“ auf dem Platz erstaunlich selten zu sehen. Stattdessen hangelte man sich sehr häufig durch Spiele, die oft mehr Stückwerk als Fußball waren. Und trotzdem: Punkte fielen auf Schalke-Seite wie Kleingeld aus einer kaputten Parkuhr.

Der Sieg beim SC Paderborn vom vergangenen Wochenende ist dafür das perfekte Symbol. 0:2 hinten, defensiv wacklig wie ein Jenga-Turm kurz vor dem Kollaps – und am Ende steht ein 3:2. Comeback-Qualitäten? Sicher. Aber auch eine gehörige Portion Spielglück, das man sich zwar irgendwie erarbeitet, aber eben nicht jedes Wochenende gepachtet hat.

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Schulter-Schock auf Schalke: Platzt jetzt der Aufstiegstraum?

Edin Dzeko auf Schalke. Foto: Ruhrbarone

Der FC Schalke 04 hat in der Hinrunde der Saison 2025/26 genau das gemacht, was auf Schalke eigentlich niemand so richtig sehen will – und trotzdem alle unterschrieben hätten: unattraktiven Fußball gespielt und dabei überraschend erfolgreich gepunktet. Kein Glanz, kein Glamour, aber Tabellenplatz eins. Fußball-Romantik? Fehlanzeige. Ergebnis-Fußball? Volltreffer.

Plötzlich stand Königsblau ganz oben, der Aufstieg in die Bundesliga schien keine ferne Vision mehr, sondern ein realistisches Szenario. Während andere Teams sich verzockten oder im eigenen Chaos versanken, schlich sich Schalke still und heimlich an die Spitze. Und dann kam

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Schalke, der VAR und das große Schneckenrennen in der 2. Liga

Auf Schalke ging es am Sonntag einmal wieder turbulent zu. Foto: Michael Kamps

Wer in den vergangenen Wochen einen Beweis dafür gesucht hat, dass die 2. Bundesliga in dieser Saison ein einziges großes Schneckenrennen ist, der wurde am 26. Spieltag an diesem Wochenende bestens bedient. Keiner aus den Top sechs gewann sein Spiel. Niemand nutzt die Chance, sich entscheidend abzusetzen. Stattdessen stolpern sie alle gleichzeitig – mal elegant, mal spektakulär.

Und mittendrin natürlich der FC Schalke 04. Ein Verein, der es seit Jahren schafft, sportliche Dramen mit einer gewissen theatralischen Wucht zu inszenieren. Beim 2:2 gegen Hannover 96 lieferte Schalke die perfekte Zusammenfassung dieser absurden Liga: dominant, führend, dann dezimiert, schließlich in letzter Sekunde bestraft.

Oder anders gesagt: Zweite Liga in Reinform.

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Schöner spielen, schlechter punkten – kostet mehr Attraktivität Schalke den Aufstieg?

Auch gegen den Abstiegskandidaten aus Dresden konnte Schalke nicht gewinnen. Foto(s): Michael Kamps

Der Erfolg kam leise. Und er kam anders, als man es in Gelsenkirchen über Jahre gelernt hatte zu erwarten. Als der FC Schalke 04 in der zweiten Jahreshälfte 2025 Woche für Woche Punkte sammelte, geschah das selten mit Glanz, kaum mit Spektakel, dafür mit einer fast schon stoischen Konsequenz.

Spiele wurden zugemacht, Räume verengt, Risiken minimiert. Der Ball lief nicht filigran durch die gegnerischen Reihen, sondern landete oft genug im Seitenaus oder hoch und weit im Nirgendwo. Es war ein Fußball, der Puristen die Zornesröte ins Gesicht trieb und Romantiker zuverlässig in die Verzweiflung stürzte.

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