Gen Z regelt: Die Jugend bringt die Wut. Die Kader bringen die Tagesordnung.

Demonstrierende mit Fahnen beim „Schülerprotest“ in Hamburg am 5. Dezember 2025.
„Schülerprotest“ in Hamburg am 5. Dezember 2025 (Foto: Peter Ansmann)

Die nächste Aktionswoche ist schon terminiert. Für die Aufarbeitung des ersten Protesttages genügt offenbar eine Instagram-Beschriftung. Der gemeinsame Bilanz-Post von genzregelt und Internationaler Jugend zählt die Teilnehmer auf der eigenen Seite und die Verantwortung für Eskalationen vor allem bei Medien und Polizei. So lässt sich eine Bewegung fortsetzen, ohne lange bei den unangenehmen Fragen stehen zu bleiben.

Der bundesweite Protesttag am 31. Oktober hat viele junge Menschen auf die Straße gebracht. Sie demonstrierten für Anliegen, über die sich vernünftig streiten lässt: Bildung, soziale Sicherheit, ihre Zukunft. Die pauschale Erzählung einer

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Gen Z in NRW: Bei so vielen kann keiner dahinterstecken

Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen mit Sparkassengebäude und Gelsenkirchener Prisma.
Am Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen wird für den 31. Oktober mobilisiert. Ob die Masse alles richtet, wird sich zeigen. Archivaufnahme von 2025. (Foto: MOs810 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0)

Politische Kader müssten sich vor großen Demonstrationen eigentlich fürchten, wenn die Größe einer Bewegung bereits vor ihrer Vereinnahmung schützt. Auf diese beruhigende Wirkung der Menschenmenge setzt ein Vertreter der NRW-Schülervertretung. In Gelsenkirchen lässt sich unterdessen nachlesen, wer längst mitmobilisiert. Die Jugend soll ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen, und ein paar Organisationen stehen dabei ausgesprochen hilfsbereit daneben.

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Gen-Z-Proteste: Der Gucci-Laden als soziale Frage

Gucci und Bulgari am Berliner Kurfürstendamm, Archivaufnahme von 2016
Gucci am Berliner Kurfürstendamm, 2016. Symbolbild, keine Aufnahme der angekündigten Proteste. (Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Für bessere Schulen braucht es mehr Lehrer, sanierte Gebäude und Geld. Ein Gucci-Laden hilft da zunächst wenig. Im Instagram-Umfeld der für den 31. Oktober 2026 angekündigten Gen-Z-Proteste hat man trotzdem schon Verwendung für ihn: Seine mögliche Plünderung wird sprachlich zur Enteignung befördert. Während ein zentraler Telegram-Kanal Gewalt ausdrücklich ablehnt, werben andere Akteure für Solidarität ohne diese lästige Unterscheidung.

Im Ruhrgebiet lässt sich zeigen, wer mitmobilisiert.

Die Aufrufe zielen auf einen bundesweiten Protesttag, unter anderem in Berlin, Hamburg, München und Köln. Es geht um Bildung, Lebenshaltungskosten und Wehrpflicht. Was daraus am 31. Oktober 2026 tatsächlich wird, ist offen. Die veröffentlichten Botschaften lassen sich schon heute prüfen.

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Schalker Magerkost in der Arena: So schmeckt selbst das Stadionbier nach Abstieg

Schalke läuft aktuell zu häufig hinterher. Foto: Michael Kamps

Die Realität holt Königsblau so langsam ein. Wer nach dem umjubelten Wiederaufstieg des FC Schalke 04 ernsthaft geglaubt hat, dass die Bundesliga-Saison 2026/27 für den Traditionsverein ein glorreicher Durchmarsch ins gesicherte Mittelfeld werden würde, leidet unter chronischer Fußball-Romantik. Für jeden rational denkenden Beobachter war von Vornherein klar: Diese Spielzeit bedeutet für Schalke puren, harten Existenzkampf.

Doch die bittere Realität, die sich derzeit in der heimischen Veltins-Arena abspielt, übertrifft selbst die Befürchtungen der Pessimisten. Drei Heimspiele, null Siege, null Tore. Das ernüchternde 0:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag hat die Alarmglocken auf Schalke endgültig schrill aufheulen lassen.

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Schalke liefert gegen Bayern das vielleicht geilste 0:0 seit Jahren

Unerwarteter Punktgewinn der Schalker gegen die Bayern am Samstag. Foto(s): Michael Kamps

Es gibt Fußballspiele, bei denen ein 0:0 eigentlich eine Zumutung ist. 90 Minuten lang quält man sich durch gepflegtes Ballgeschiebe, schaut irgendwann häufiger auf die Uhr als auf den Rasen und ist nach dem Abpfiff vor allem froh, dass es endlich vorbei ist. Das torlose Unentschieden zwischen Schalke und Bayern am Samstagabend war das komplette Gegenteil.

Ich muss zugeben: Ich habe selten ein 0:0 erlebt, das sich so sehr nach einem echten Top-Spiel angefühlt hat. Und das lag nicht nur daran, dass mehr als 60.000 Menschen in der Arena nach dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen waren. Es lag vor allem daran, dass Schalke genau das getan hat, was man von einem Aufsteiger gegen den übermächtigen Rekordmeister eben tun muss: Die Mannschaft hat sich gewehrt. Mit allem, was sie hatte.

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Vom „Weltklassespieler“ in die Schweineliga: Das Mahnmal Max Meyer

Max Meyer im Jahre 2015 im Schalke-Trikot. Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC BY 2.0 , Foto: Daniel Kraski

Man kann den Wechsel von Max Meyer zu Rot-Weiß Oberhausen natürlich als Fußball-Romantik verkaufen, wie es gerade einige Medien versuchen. Als die rührende Geschichte des verlorenen Sohnes, der nach einer Odyssee durch Europa heimkehrt, um verletzungsbedingt etwas kürzerzutreten, die Familie zu priorisieren und nebenbei den Trainerschein zu machen.

Man kann die Lupe aber auch umdrehen. Dann blickt man nicht auf ein Fußball-Märchen, sondern auf eine knallharte sportliche Tragödie und ein bitteres Mahnmal für eine völlig fehlgeleitete Karriereplanung.

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Zwischen Talent und Wirklichkeit: Der Ex-Schalker Lewis Holtby macht Feierabend

Lewis Holtby einst auf Schalke- Quelle: Wikipedia, Foto: DerHans04, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist wohltuend, wenn ein Profi am Ende seiner Karriere nicht mit Verbitterung, Vorwürfen oder offenen Rechnungen abrechnet. Lewis Holtby verabschiedet sich mit Dankbarkeit, Demut und Zufriedenheit vom Fußball. In einer Zeit, in der viele ehemalige Stars lieber über verpasste Chancen, falsche Trainer oder schlechte Berater sprechen, wirkt das beinahe erfrischend altmodisch.

Man kann ihm diese Haltung nur gönnen. Wer fast zwei Jahrzehnte als Profi unterwegs war, in Deutschland, England und den Niederlanden spielte, drei Länderspiele absolvierte und viele Stadien dieser Fußballwelt kennenlernen durfte, hat zweifellos einiges erlebt. Mitleid braucht mit Lewis Holtby sicherlich niemand zu haben.

Und trotzdem bleibt bei seinem Karriereende ein leiser Gedanke zurück: War das wirklich alles?

Die Hoffnungen waren einmal riesig

Wer Lewis Holtby nur aus den vergangenen Jahren kennt, sieht einen soliden Zweitliga-Profi, keinen Top-Star der Szene. Wer ihn jedoch auch schon zu Beginn seiner Laufbahn erlebt hat, erinnert sich an einen ganz anderen Eindruck.

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Schalke zwischen Aufstiegseuphorie und harter Wirklichkeit

Der Zusammenhalt auf Schalke ist in Gefahr. Foto: Michael Kamps

Auf Schalke war die Stimmung in den vergangenen Wochen so gut wie lange nicht mehr. Der überraschende Wiederaufstieg in die Bundesliga, die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Miron Muslic und die Verpflichtung von Robin Gosens sorgten für echte Aufbruchsstimmung.

Endlich gab es wieder Schlagzeilen, die Hoffnung statt Krisenstimmung verbreiteten. Doch wer bei der jüngsten Mitgliederversammlung genau hinhörte, merkte schnell: Die Euphorie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Schalke 04 noch immer auf einem finanziellen Drahtseil balanciert.

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14 Strafanzeigen gegen AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias

Enxhi Seli-Zacharias am Redepult während einer Rede im Landtag NRW | Foto: Landtag NRW, Bernd Schälte

Die Gelsenkirchener AfD-Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias sieht sich nach mehreren öffentlichen Äußerungen und Veröffentlichungen mit insgesamt 14 Strafanzeigen konfrontiert. Nach Angaben eines Sprechers der zuständigen Staatsanwaltschaft Köln beziehen sich die Anzeigen auf verschiedene mutmaßliche Straftatbestände.

Zuvor war Seli-Zacharias bereits mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen unangenehm in Erscheinung getreten, darunter sogenannte Putzaktionen in einem Gelsenkirchener Stadtteil gegen die Sinta und Roma Community, sowie umstrittene Beiträge auf der Plattform X. Nun steht ihre Rolle im Zusammenhang mit einem Strafverfahren vor dem Landgericht Essen im Fokus.

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Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

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