Endlich wieder Schalke-Party in Gelsenkirchen!

Der Erfolg ist endlich zurück auf Schalke. Foto(s): Michael Kamps

Endlich gab es auf Schalke am Samstagabend einmal wieder so richtig etwas zu feiern. Mit 3:1 bezwangen die Gastgeber des Zweitliga-Top-Spiels den West-Rivalen Fortuna Düsseldorf und wischten aufkommende Zweifel an ihrer sportlichen Klasse damit erst einmal eindrucksvoll zur Seite.

Doch es war nicht nur das reine Ergebnis an sich, das den Fans am Ende eines spektakulären Fußballabends im Ruhrgebiet gefiel, es war vor allem auch die Art und Weise, wie dieser Erfolg herausgespielt und gearbeitet wurde. Leidenschaftlich, engagiert und motiviert präsentierten sich die Königsblauen an diesem Abend und ließen damit den peinlichen 1:4-Auftritt in Regensburg aus der Vorwoche kurzzeitig vergessen, zeigten die von Trainer Dimitrios Grammozis in der vergangenen Trainingswoche lautstark geforderte Reaktion.

Der auch für den neutralen Zuschauer höchst unterhaltsame Fußballabend war aber noch aus einem weiteren wichtigen Grund etwas ganz Besonderes: Endlich durften die Profikicker des FC Schalke 04 wieder einmal mit einer nennenswerten Anzahl von Fans, immerhin durften rund 25.000 Anhänger in der Arena direkt mit dabei sein, gemeinsam einen Sieg feiern. Eine solch ausgelassene Party hatte es in Gelsenkirchen schon sehr lange nicht mehr gegeben.

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Happy 80th Birthday, V-Zeichen!

Winston Churchill mit seiner weltbekannten V-Geste (Foto: British Government, photo HU 55521 from the collections of the Imperial War Museums., Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3884379)

Jeder weiß, wer es berühmt machte: Winston Churchill. Aber kaum jemand weiß, wer’s erfunden hat. Heute vor genau 80 Jahren rief Victor de Laveleye alle Belgier in einer Radiosendung auf, den Buchstaben „V“ als Zeichen des Widerstands gegen die deutsche Besatzung zu verwenden. Schnell wurde das Victory-Zeichen populär. Winston Churchill griff es auf und machte es zum weltberühmten Symbol im Kampf gegen Deutschland. Es gilt als eines der wirkungsmächtigsten Symbole der neueren Geschichte.

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Souveräner BVB-Sieg in Leipzig offenbart einmal mehr die große Schwäche der Dortmunder

Der neue BVB-Trainer Edin Terzic. Foto: BVB

Ungefährdet mit 3:1 bezwang Borussia Dortmund im Top-Spiel am Samstag den Kontrahenten RB Leipzig in dessen Brausearena. Damit konnte man im Vorfeld der Begegnung auf dem Papier nicht unbedingt rechnen. Die Darbietungen der Schwarzgelben waren in den vergangenen Wochen, auch unter Neu-Trainer Edin Terzic, dafür einfach zu schwankend.

Sportlich stand in dem Duell gegen den Rivalen einiges auf dem Spiel. Bei einer Niederlage in Ostdeutschland wäre der Traum einer Meisterschaft für die Dortmunder wohl bereits am 15. Spieltag ausgeträumt gewesen, da der Rückstand in der Tabelle auf den Platz an der Sonne dann schon auf neun Zähler angewachsen wäre. Bei einem Sieg wäre man hingegen wieder dran gewesen an den Top-Plätzen der Liga. Dass es am Ende glücklicher Weise dann auch so kam, sorgte an diesem Wochenende für viele zufriedene Mienen im Lager des Vizemeisters.

Bei näherer Betrachtung, offenbarte der Sieg gegen das Team von Julian Nagelsmann jedoch sogar, kurioser Weise, einmal mehr die seit Monaten, ja vielleicht sogar Jahren, vorherrschende große Schwäche des BVB.

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Große Erleichterung auf Schalke, aber es besteht keinerlei Grund für Zufriedenheit!

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Das wöchentliche Starren auf die Schalker Negativserie hat endlich ein Ende gefunden. Durch einen deutlichen 4:0-Erfolg gegen eine extrem ersatzgeschwächte Vertretung der TSG Hoffenheim in der Gelsenkirchener Arena vermieden es die Königsblauen mit einem Sieg nach zuvor 30 sieglosen Bundesligaauftritten seit Januar 2020 gerade noch mit dem historischen Negativrekord von Tasmania Berlin (31 sieglose Ligaspiele in Serie) gleichzuziehen und sich dadurch endgültig zum Gespött der Fußballfreunde im Lande zu machen.

Doch wer nach dem Schusspfiff am Samstag aus den Reihen der Knappen-Anhänger nun gleich schon wieder in lautes Jubelgeschrei ausbrach, von einer großen Trendwende träumt(e), der dürfte sich bald schon wieder eines Besseren belehrt fühlen.

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0:5 – Souveräne Schalker machen mit dem MSV Duisburg im DFB-Pokal kurzen Prozess

Das Stadion in Duisburg. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Das Stadion in Duisburg. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Groß gegen Klein hat im DFB-Pokal ja traditionell schon seinen ganz speziellen Reiz. Wenn es dann auch noch zu einem echten Derby im Pokal kommt, dann ist die Vorfreude noch einmal größer. So auch im Lager des MSV Duisburg, als das Erstrunden-Los FC Schalke 04 bekannt wurde. Zahlreiche Fans hatten beim Vorverkaufsstart sogar extra vor den Kartenhäuschen übernachtet, um ja dabei sein zu können, wenn ihre Zebras auf den großen Nachbarn aus Gelsenkirchen treffen sollten. Und vielleicht wären sie dann ja auch Zeuge einer ganz besonderen Fußballparty.
Dass dieser Traum jedoch dann längst nicht immer so in Erfüllung geht, wie vom ‚Underdog‘ gewünscht, dass musste man heute Nachmittag auch schmerzhaft in Duisburg und Umgebung erfahren. Zu einseitig geriet der Nachmittag an der Wedau. Bereits zur Pause führten die Königsblauen auswärts mit drei Toren Vorsprung, waren zudem in Überzahl. Dass es am Ende dann ‚nur‘ 0:5 (0:3) ausging, war am Ende sogar noch schmeichelhaft für den inzwischen von jedweder Aufstiegseuphorie befreiten MSV. Die Schalker mit ihrem neuen Übungsleiter Andre Breitenreiter hingegen gehen nun nach diesem deutlichen Derbytriumph wohl recht zuversichtlich in den Bundesligaauftakt in der nächste Woche.

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BVB in der Liga auf Rang 18 abgerutscht – Motivationsschub beim Team, oder folgt Verkrampfung?

Heute Abend ist wieder Flutlicht-Heimspiel in Dortmund. Foto: BVB
Heute Abend ist wieder ein Flutlicht-Heimspiel in Dortmund. Foto: BVB

Man mag es ja eigentlich noch immer nicht wirklich glauben, aber wenn der BVB heute Abend im aktuell anstehenden Heimspiel ab 17.30 Uhr auf Borussia Mönchengladbach trifft, dann geht er, nach den gestrigen Siegen von Bremen und Freiburg tatsächlich von Rang 18 aus, und mit bereits zwei Punkten Rückstand auf den VfB Stuttgart auf Rang 17, in das letzte Spiel des 11. Spieltags der Saison 2014/15.
Ein wahrlich verheerendes Bild, welches die Tabelle da aktuell abgibt. Die Frage die sich nun vor dem Spiel stellt: Motiviert oder verunsichert der ungewöhnliche Tabellenstand des aktuellen Champions League-Achtelfinalisten die Beine und vor allem auch die Köpfe der schwarzgelben Kicker zusätzlich?

 
Diverse Beispiele aus der Vergangenheit des Profifußballs zeigen, dass beides möglich ist, aber grundsätzlich wohl eher mit einer zusätzlichen Verkrampfung zu rechnen ist.

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Polen offenbart ungeahnte Schwächen beim Team der Weltmeister

Polens Stürmer Robert Lewandowski, hier noch im BVB-Trikot. Foto: (c) Christopher Neundorf
Polens Stürmer Robert Lewandowski, hier noch im BVB-Trikot. Foto: (c) Christopher Neundorf

DFB-Auswahlspieler Thomas Müller hatte sich im Vorfeld der gestrigen Begegnung der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Polen, nach eigenen Angaben, mit seinem Münchener Vereinsfußballkollegen Robert Lewandowski auf ein ‚Unentschieden mit einem Sieg für Deutschland‘ geeinigt.
Doch die Realität wollte den scherzhaft auf der Pressekonferenz vor der Begegnung gemachten Anmerkung Müllers im Warschauer Nationalstadion gestern nicht so recht entsprechen. Mit 2:0 siegten die Polen im EM-Qualifikationsspiel und schafften damit Fußballhistorisches. Noch nie zuvor hatte eine polnische Auswahl eine Bundesdeutsche besiegen können. Für die Löw-Elf bekommt die nächste Begegnung auf dem Weg zur Europameisterschaft 2016, am Dienstag in Gelsenkirchen gegen Irland, plötzlich nun eine ganz andere sportliche Bedeutung.

Nein, das hatte im Vorfeld wohl nicht nur Thomas Müller ganz anders erwartet. Zwar wurde allgemein das Auswärtsspiel in Polen als das vermeintlich Schwerste auf dem Weg zur EM für die Auswahl der DFB-Els betrachtet, doch das der Weltmeister in Warschau tatsächlich verlieren würde, damit hatte wohl kaum jemand, auch Vertreter der Löw-Elf nicht, gerechnet. In Interviews vor dem Spiel ging es stets darum die Begegnung möglichst zu gewinnen. Es sollte dann doch anders kommen…

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BVB-Sieg in Düsseldorf war der Beweis: Auch der ‚2. Anzug‘ der Borussia sitzt prima!

'Mitch' Langerak im Jahre 2009. Quelle: Wikipedia Foto: Camw Lizenz: cc
‚Mitch‘ Langerak im Jahre 2009. Quelle: Wikipedia Foto: Camw Lizenz: cc

Ich bin wahrlich kein Freund von diesem ‚Extremrotationen‘ nach Champions League-Spielen, wie sie sowohl der BVB als auch der FC Bayern gestern vollzogen haben.

Allerdings gibt der Erfolg beiden Trainern am Ende durchaus Recht. Beide Teams gewannen bekanntlich ihre Bundesligaspiele knapp, aber nicht unverdient. Und das, obwohl es für die Champions League-Vereine sportlich dabei um wenig ging, was sich sicher auch ein wenig auf die Motivation auswirken dürfte, unbewusst zumindest. Respekt!

Was mir daran allerdings nicht gefällt, wenn man jeweils gleich 10 Wechsel im Team vornimmt, das war

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BVB: Kann Jürgen Klopp die Spannung in seinem Team vor dem Freiburg-Spiel weiter hochhalten?

Jürgen Klopp. Foto: Robin Patzwaldt
BVB-Trainer Jürgen Klopp. Foto: Robin Patzwaldt

Bei der gestrigen Spieltags-Pressekonferenz lobte Trainer Jürgen Klopp den kommenden BVB-Gegner aus Freiburg. Er erwarte eine junge, spielstarke Mannschaft, die mit hochkarätigen Talenten besetzt sei. Der BVB müsse eine 100%ige Leistung bringen, wenn er am Samstag sein Heimspiel gegen den SC Freiburg, derzeit immerhin Vierter der aktuellen Auswärtstabelle, bezwingen wolle.

Vermutlich hat er damit sogar völlig Recht. Das Problem scheint mir nur zu sein, so recht scheint dies Spiel irgendwie keiner ‚auf dem Radar‘ zu haben. Nach Festspielen in der Champions League und im Revierderby zuletzt, bekommt das Spiel gegen Freiburg in der Öffentlichkeit nun nicht mehr den Stellenwert eingeräumt, der zuvor den Begegnungen gegen die ‚Hochkaräter‘ eingeräumt worden war.

Könnte diese gleichgültigere Einstellung gegenüber dem Match bei Medien und Fans, die insgesamt wohl deutlich geringere Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit, nun parallel auch zu einem Nachlassen der Anspannung und Konzentration im Team des BVB führen? Jürgen Klopp bestritt dies gestern vehement. Dies sei wohl eher ein Problem der Journalisten, gab er sinngemäß zu Protokoll.

Ist es das aber wirklich?

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