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Bayernwahl – ist jetzt endlich Schluss mit Nahles?

Andrea Nahles Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bayern hat gewählt. Und tatsächlich ist es für die CSU kein guter Tag. Markus Soeder bekommt die Quittung für seine Sonnenkönig – Attitüde mit Bavaria-One-Irrsinn. Bayern ist kein Lehn mehr, das von einem zum anderen CSU-Herrscher vererbt wird. Bayern ist heute in der Multi-Parteiendemokratie angekommen, die derzeit die Realität der BRD auszeichnet.

Wie erwartet zieht die AFD zweistellig in den Landtag ein. Mögen sich die anderen Journalisten abschreiben, hier werden sie keinen größeren Raum bekommen.

In den letzten Tagen hörte ich viele Gespräche in Bayern, die von einer Koalition zwischen CSU, freien Wählern und FDP ausgingen. Das ist jetzt nun möglich. Ob es allerdings clever wäre, die Volkspartei starken Grünen damit zum Hauptgegner der CSU auf der Oppositionsbank zu machen, sollte genauer bedacht sein.

Desaströs ist das Ergebnis der SPD. Man mag hier von einem Nahles-Effekt sprechen. Seit die unsympathische Bätschi-Sagerin Parteivorsitzende ist geht es für die SPD konstant in eine Richtung und zwar immer weiter nach unten. Man mag der Sozialdemokratie gönnen, dass hier bald die Notbremse gezogen wird.

Was die Bayernwahl jetzt schon zeigt: die Wählerinnen und Wähler im Land wollen Ideen und Visionen. Ein einfaches dagegen gefällt Ihnen nicht. Mal sehen, was man in zwei Wochen in Hessen daraus macht.

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9 Kommentare zu “Bayernwahl – ist jetzt endlich Schluss mit Nahles?

  • #1
    ke

    Die SPD war doch auch schon vor Nahles auf dem Weg nach unten. Sie schafft es nicht, den Trend aufzuhalten.
    Martin hat einen kleinen Hype gehabt, bis ziemlich schnell klar war, dass es keine Themen gibt, die er oder die SPD glaubwürdig vorantreiben könnten.

    Wollen die Wähler wirklich Inhalte?
    Die Grünen erreichen viele schöne Posten mit "Dagegen" und der Hoffnung auf eine schöne Welt. Woher das Geld kommt, ist unbekannt.

  • #2
    Stefan Laurin

    Nahles ist nicht das Problem. Es ist der Mittelbau der Partei, es sind die Funktionäre. Und da etwas zu ändern ist viel schwerer.

  • #3
    Michael

    "Woher das Geld kommt, ist unbekannt."

    Das ist bekannt. Siehe "Energiewende". Das Geld steigt von unten nach oben.

    "Nahles ist nicht das Problem."

    Sei es, wie es sei: Die Sozialdemokraten sind am Ende.

  • #4
    Robert Müser

    Ich sehe es auch so, dass Nahles eher Symptom als Ursache ist. Die Partei war schon länger auf dem Weg nach unten, egal war da jetzt an der Spitze war. Der Kardinalfehler war die Fortsetzung der GroKo, davon wird sich die SPD auf lange Zeit nicht erholen. Über die anderen Punkte der SPD kann man eigentlich nur den Mantel des Schweigens ausbreiten.

    Die einstigen Anhänger der ehemaligen Volkspartei haben sich eine neue Heimat gesucht, die SPD kommt in deren Welt nicht mehr vor. Ob die SPD in der Zukunft überhaupt noch einmal in höhere %-Bereiche kommt ist schwierig zu bestimmen. Kann sein, muss aber nicht sein.

    Wenn die SPD in der GroKo bleibt, dann ist sie bis zur nächsten Bundestagwahl in der bundespolitischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Vielleicht kann sie sich noch auf lokaler Ebene und vielleicht landespolitisch in manchem Bundesland noch behaupten, mehr aber sicherlich nicht.

    Wenn die SPD aus der GroKo aussteigen sollte, dann kann vielleicht ein Erneuerungsprozess starten, da wäre eher die Frage nach dem Personal zu stellen – ich sehe da noch keinen Erneuerer …

  • #5
    ke

    Irgendwann ist es wieder cool den Underdog SPD zu wählen. Nachdem die erste 5 Prozent Hürde nicht geschafft wurde, wird es vermutlich der Fall sein.

    @Michael:
    Ja, aber ohne erkennbare Lobby Arbeit und mit einem total sauberen solidarischen Image.
    Das ist verlogener als alles, was den Rest der Politik und der traditionellen Lobby-Aktionen ausmacht. Leider wird es zu selten thematisiert und fast gar nicht kritisch hinterfragt.

  • #6
    Robin Patzwaldt

    Nahles ist nicht das Problem der SPD. Sie ist eher das Resultat der personellen Ausblutung der letzten Jahre. Es sind doch inzwischen gar keine überzeugenden Persönlichkeiten mehr da. Wer sollte es denn besser machen? Mir fällt niemand ein. Der SPD ist nicht zu helfen, denke ich.

  • Pingback: Dass die Grünen die SPD in Bayern weit hinter sich gelassen ist ein Menetekel | Ruhrbarone

  • #8
    discipulussenecae

    Wie nehme ich die SPD wahr? Gendergerechte Pornofilme: https://www.stern.de/neon/herz/liebe-sex/spd-fordert-staatliche-finanzierung-von-feministischem-porno-8111116.html

    Migrantenquote, ohne zu wissen, wer überhaupt Migrant ist: https://www.welt.de/politik/deutschland/article13320414/SPD-will-sich-eine-Migrantenquote-verordnen.html

    Eltern- und KIndergeld werden auf Hartz-4 angerechnet: https://www.eltern.de/familie-urlaub/finanzen/gehen-hartz-iv-empf%C3%A4nger-leer-aus

    Und beim ohnehin knappen "Hartz-4-Programm" wird auch noch gestrichen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jobcenter-nahles-kuerzt-foerderung-mehr-fuer-langzeitarbeitslose-a-1034041.html

    Eine Partei, die einstmals den sozialen Aufstieg des "kleinen Mannes" versprach, und sich nun im politisch korrekten Sprech auf die verbeamteten Oberstudienräte in den Lehrerzimmern oder der mittleren Beamtenebene in den letzten roten Rathäusern verläßt, hat es nicht anders verdient!

    Martin Schulz wollte die Abschaffung befristeter Arbeitsverträge. Wer ist/war der größte Arbeitgeber befristeter Arbeitsverträge? Der öffentliche Dienst – besonders in NRW. Wer hat die befristeten Arbeitsverträge eingeführt? Und hat nun einen unbefristeten bei Gazprom …?

    Wer hat den Verkauf von zehntausenden öffentlichen Wohnungen an marktwirtschaftlich geführte Konzerne zu verantworten?: https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsnot-in-der-hauptstadt-warum-es-in-berlin-ploetzlich-weniger-sozialwohnungen-gibt/20419570.html

    Wie las ich so schön über Martin Schulz: Ein rheinischer Dialekt, eine häßliche Brille und eine schlechte Frisur reichen nicht zur Kanzlerschaft. Und: Eine Partei, die Ralf Stegner und Kevin Kühnert in Mikrofone sprechen läßt, braucht keinen politischen Gegner mehr …

    Das ist alles sehr polemisch? Sicherlich! Aber heute Abend stehen 9,7% (!!!) auf der Abrechnung …

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