Bochumer Wissenschaftler testen rein digitales Antragsverfahren für Baugenehmigungen

Ministerin Ina Scharrenbach (Mitte) überreicht den Förderbescheid an Markus König (links). Die Stadt Bochum, vertreten durch Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (rechts), gehört zu den fünf Kommunen, die am Projekt teilnehmen.
Foto: RUB, Kramer Linzenz: Copyright

Auf eine Baugenehmigung muss man in Deutschland oft lange warten. Bauingenieure der Ruhr-Universität Bochum wollen den Prozess effizienter und schneller machen – mit einer komplett digitalen Antragstellung auf Basis eines 3D-Modells des geplanten Gebäudes. Der digitale Antrag wird nun mit fünf Kommunen getestet und evaluiert. Das NRW-Bauministerium fördert das Vorhaben mit rund 400.000 Euro.

Bauprojekte werden heute häufig mittels Building Information Modelling (BIM) geplant. Das Gebäude wird dabei mit allen notwendigen Informationen in Form eines 3D-Modells digital erstellt. Der BIM-basierte Bauantrag ermöglicht einen vollständig digitalen Prozess von der Planung bis zur Genehmigung. Dazu gehört auch eine automatisierte Vorprüfung: Das System checkt in einem ersten Schritt schon Vollständigkeit und Plausibilität, bevor der Architekt den Antrag abschickt. Die Bauaufsichtsbehörden können Anforderungen wie etwa zur Einhaltung der Barrierefreiheit oder des Brandschutzes direkt am Modell überprüfen. Die manuelle Prüfung von Papierplänen fällt weg. Insgesamt macht das den Prozess für beide Seiten transparenter und effizienter.

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