Kultur

  0

Ein Besuch beim ‚National September 11 Memorial und Museum‘ in New York

Foto(s): Robin Patzwaldt

Wem, wie mir selber auch, die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA damals persönlich sehr nahe gegangen sind, der wird sicherlich von Zeit zu Zeit auch heute, inzwischen immerhin rund 16 Jahre danach, noch immer hin und wieder zumindest mal darüber nachdenken.

Ich hatte nun kürzlich bei einem privaten Besuch in New York endlich einmal die Gelegenheit das bereits im Jahre 2014 offiziell eröffnete, und überwiegend unterirdisch gelegene ‚National September 11 Memorial und Museum‘ im Süden Manhattans zu besuchen, dabei erneut in den Erinnerungen und Gedanken rund um die Geschehnisse zu versinken.

Und, obwohl ich eigentlich wahrlich kein klassischer und routinierter Museumsbesucher bin, hat mich der Besuch dort tatsächlich erneut sehr bewegt. Die Spuren der Ereignisse von damals, die Fundamente der Gebäude, geborgene Utensilien von Helfern und Opfern, persönliche Briefe und Dokumente, ja selbst diverse Tonaufzeichnungen, noch einmal so nah vorgeführt zu bekommen, das hatte ich in dieser Intensität in dieser Massivität und Emotionalität ganz sicher nicht erwartet.

Die Umsetzung des Konzeptes im Finanzdistrikt der US-Metropole an der Ostküste erscheint auch mir als fachlichem Laien insgesamt sehr gelungen. Die Art und Weise wie dort mit diesem überaus sensiblen Thema umgegangen wird, die weckte auch bei mir so erneut große Emotionen, ohne dabei jedoch zu sehr auf die nationale Karte zu setzen o.ä.. Die Trauer und der Schrecken standen dort eindeutig im Mittelpunkt der Präsentationen. Nicht etwa Hass und evtl. sogar Rachegelüste, was man ja vielleicht auch hätte befürchten können. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Das FUCHS & HASE Festival geht in die vierte Runde

Auf der sandigsten Bühne der Stadt Düsseldorf  findet im August und September wieder das Open-Air-Festival FUCHS & HASE statt.

Bei der vierten Ausgabe im Treibgut, dem Stadtstrand im Schatten des Stahlwerks, sind 2017 mit dabei:

Der deutsche Blues-, Pop- und Rocksänger und Songwriter Andreas Kümmert,  Rapper und Musikproduzent Maeckes & die Katastrophen,, Wincent Weiss, der im April sein Debütalbum “Irgendwas Gegen Die Stille” veröffentlichen wird,  die deutsche Singer-Songwriter-Formation um die Sängerin Alin Coen und Maxim, der auf seinem letzten Album “Staub” (2913) Unterstützung von Judith Holofernes erhalten hatte, die ebenfalls eines der Sommerkonzerte bestreiten wird. Zur Zeit ist sie mit ihrer aktuellen Platte “Ich bin das Chaos” auf Tour.

Der Vorverkauf für die sechs Konzerte im Treibgut läuft ab sofort.

FUCHS & HASE Festival-Veranstalter ist das  Konzertbüro „Popversammlung“

RuhrBarone-Logo
  0

Das Konzert von Judith Holofernes in Köln

Judith Holfelder-von der Tann alias Judith Holofernes, Frontfrau der Band „Wir sind Helden“, ist zur Zeit mir ihrem neuen Album  “Ich bin das Chaos” auf Tour und stand gestern Abend im nahezu ausverkauften Gloria Theater in Köln auf der Bühne.

Da “Wir sind Helden”  mit ihrem gemeinsamen Projekt seit 2012 auf unbestimmte Zeit pausieren, hat sich die 1976 in Berlin geborene Sängerin, Songschreiberin, Autorin, Mama von inzwischen zwei Kindern und praktizierende Buddhisten alleine auf den Weg gemacht.

Zum einen setzt sie sich als Bloggerin mit vielen brisanten Themen kritisch und auf ihre spezielle Art mal heiter und mal mutig auseinander, und zum anderen brachte sie am 17. März, drei Jahre nach ihrem Debüt “Ein leichtes Schwert”, ihr zweites Soloalbum “ Ich bin das Chaos” auf ihrem eigenen Label auf den Markt, ihr Mann Sebastian „Pola“ Roy, Schlagzeuger bei “Wir sind Helden”, unterstützte sie als Produzent.

Entstanden ist eine Platte mit Tiefgang und wohl durchdachtem Chaos. Aber auch verspielt kommen die elf Tracks daher, mal unterhaltsam-komisch, mal melancholisch-traurig. Chaotisch halt. Es ist das gefühlsbetonteste und persönlichste Album der Sängerin.

Gestern Abend präsentierte Judith Holofernes zusammen mit ihrer Band, die aus einen Bassisten, einem Gitarristen, einem Schlagzeuger und zwei weiteren Sängerinnen bestand, die begleitend auf ihren Percussions- und Tasteninstrumenten spielten, aber nicht nur Songs ihrer beiden Soloalbum, sondern auch ein paar alte “Helden” Hits aus vergangenen Zeiten. Vielleicht als kleine Vorboten auf eine mögliche Wiederkehr der alten Band?

Ohnehin erinnert das neue Album mit seinen knackigen Slogans und auch musikalisch viel mehr an die Helden als es das Debütalbum getan hat. Ein ausgesprochen abwechslungsreicher Abend, mit vielen stimmungsvollen, aber auch ruhigen Momenten und bis zum Ende mehr als zufriedenen Gästen.

Setliste:

Danke, ich habe schon, Analogpunk, Nichtsnutz, Oder an die Freud, So weit gekommen, Der Krieg ist vorbei, Der Krieg…., The Geek, DIe Leiden der jungen Lisa, Ein leichtes Schwert, Ich bin das Chaos, Charlotte Atlas, Optimist, Ein Elefant für dich, Jonathan, MILF

RuhrBarone-Logo