Kultur

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Frank Goosen liest Wolfgang Welt

Frank Goosen | Fotocredit: Martin Steffen

Frank Goosen | Fotocredit: Martin Steffen

Morgen abend (17. Oktober)  liest Frank Goosen liest Auszüge aus den literarischen und journalistischen Texten Wolfgang Welts und berichtet von Berührungspunkten mit seinem verstorbenen Schriftstellerkollegen im Düsseldorfer Heinrich Heine Institut.

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Freiheit ist keine Metapher – Rezension

Freiheit ist keine Metapher

Freiheit ist keine Metapher

Freiheit ist keine Metapher bietet messerscharfe Analysen und formuliert eine Kritik an linken akademischen Zuständen, die längst überfällig war.

Das Thema lag schon lange in der Luft. Kürzlich erst zeigte eine Gruppe Wissenschaftler mit Fake-Beiträgen den alltäglichen Wahnsinn in den akademischen Kreisen der Betroffenheitsfächer auf, wir berichteten. Der kürzlich von Vojin Saša Vukadinović Weiterlesen

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Das Popkulturmagazin SPEX wird eingestellt

Die Spex im März 1984 mit einem noch jungen Joe Strummer / Bild: Spex

Die Spex im März 1984 mit einem noch jungen Joe Strummer / Bild: Spex

„Wenn du dich mit cooler Musik auskennen willst“, so sagte mir mein Pfadfinderleiter Markus Göbel irgendwann an einem arschkalten Winterabend des Jahres 1984, „musst du Spex lesen und John Peel hören.“ Ich befolgte seinen Rat, kaufte mein erstes Exemplar mit Joe Strummer auf dem Titel beim Dortmunder Plattenladen Last Chance – und war viele Jahre Stammleser, irgendwann sogar Abonnent. Nun wird nach 38 Jahren und 384 Ausgaben das Popkulturmagazin zum Jahresende eingestellt. Ein trauriger Moment.

Zuletzt hat es schon die Intro, das Groove-Magazin und das Neon aus dem Gruner & Jahr-Verlag dahingerafft. Der Verlag der taz überlegt nur noch eine online Ausgabe seines Zeitungsorgans herauszugeben. Auch der Einzelhandel zuckt: die Mayersche Buchhandlung hat in ihrer Bochumer Filiale ihre Illustrierten und Zeitungsregale deutlich verkleinert – und präsentiert nur noch eine geringe Auswahl auf drei mobilen Zeitungsständern. Keine Frage, im Bereich der Weiterlesen

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Ruhrbarone-Ausflugstipp: Der Rombergpark – Dortmund von seiner vielleicht schönsten Seite

Dortmund ist grau und dreckig? Wer sagt denn sowas? Foto(s): Robin Patzwaldt

Seit Jahren schon kämpft das Ruhrgebiet mit viel Energie und Geld gegen sein altes Schmuddel-Image. Grau, dreckig, unattraktiv. So zumindest das althergebrachte Bild des Reviers in noch immer viel zu vielen Köpfen im Lande.

Dass das natürlich längst nicht (mehr) der Wahrheit entspricht, das weiß zumindest jeder, der hier einmal mehr als nur ein paar Stunden verbracht hat. Es gibt im Pott, so wie fast überall, viele wunderschöne Ecken, die einen Besuch nicht nur lohnen, die zu den echten Sehenswürdigkeiten in dieser Republik zählen.

Einige haben wir auch in diesem Sommer besucht und hier in der Reihe ‚Ruhrbarone-Ausflugstipp‘ vorgestellt. Sei es die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen, die Westruper Heide in Haltern, oder auch der Westfalenpark in Dortmund.

Klappert man all diese Highlights nach und nach ab, dann darf ein Besuch im Romberpark in dieser Reihe natürlich nicht fehlen. Der Botanische Garten der Stadt Dortmund zeigt sich gerade in diesen Tagen wieder von seiner schönsten, da buntesten Seite. Sage nach Anblick dieser Bilder vom gestrigen Sonntag noch einmal jemand das Ruhrgebiet wäre grau und hässlich. Weiterlesen

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Cartoons ohne Bilder #22


An einem Fahrkartenautomaten.
A: “SIE MÜSSEN DA DRÜCKEN!“
B: “Hören Sie mal, ich bin dumm, aber nicht schwerhörig!“

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Oliver Polak: „Gegen Judenhass“

Oliver Polak // Fotocredit: David Prior

Oliver Polak // Fotocredit: David Prior

Mal ist er ein Enfant Terrible und mal ein lupenreiner Moralist. Der aus Papenburg (in Ostfriesland) stammende Autor und Stand Up-Comedian Oliver Polak ist sicher nicht Everybody’s Darling, dafür eckt er zu oft und zu gerne an. Mit seinem neuen Buch „Gegen Judenhass“ schildert er seine seine eigenen Erfahrungen als deutscher Jude (oder jüdischer Deutscher) – und das von der Kindheit an bis in die Jetztzeit. Als Autor stellt er die These heraus, dass Antisemitismus keine neue Geisteshaltung im AfD-Zeitalter ist, sondern eine unverschämte Gesinnung, die auf Duldung und auf Wiederholen von ekelerregenden Ressintements basiert. Wie man diesem Thema entgegen treten soll? Die Formel Polaks ist plausibel: »Wenn ich Angela Merkel in Yad Vashem sehe, wie sie einen Kranz niederlegt, und dann sehe ich, was hier in Deutschland gerade los ist, da habe ich echt das Gefühl, dass die deutschen Politiker besser mit toten Juden umgehen können als mit lebendigen«, sagte er auf der Frankfurter Buchmesse in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Wie wichtig es ist, dabei Mensch zu bleiben – und gleichzeitig Herz und Verstand an der richtigen Stelle zu haben, beweist er in unserem Gespräch.

Hallo Oliver. Mit deiner Indierock-Band Sternzeit hattet ihr so um das Jahr 2003 ein paar Achtungserfolge. Bist du manchmal traurig, dass es mit einer Karriere als Musiker nicht so richtig geklappt hat?

»Das ist schwierig zu sagen. Ich kann mir jetzt in meinem Alter das Konstrukt „Band“ nur noch sehr schwer vorstellen. Das funktioniert ja wie eine Ehe – nur mit mehreren Menschen. Man ist da gebunden und muss im Verbund zusammen Entscheidungen treffen. Als Autor und Stand Up-Comedian arbeite ich ja sehr autark und anders: ich kann alles machen, so wie ich das will – und muss niemand fragen. Musik ist aber immer noch mit das Wichtigste in meinem Leben und habe in letzter Zeit auch viele tolle Konzerte gesehen – zum Beispiel Phil Collins, Aerosmith oder Motorpsycho. Aber selber vermisse ich jetzt nicht, dass ich jetzt konkret in einer Band spiele. Der Gedanke bei jedem Auftritt das Schlagzeug aufbauen zu müssen, nervt schon. Mit einem Weiterlesen

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