Kultur

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Kindheit im Ruhrgebiet: Die umgestürzte Birke

Wann konnte man schon in Baumkronen spielen?

Zu Beginn des Jahres 1990 sorgte eine ganze Reihe von Sturm- und Orkantiefen für großes Durcheinander in Deutschland und ganz Europa. In Deutschland herrschte wegen der Maueröffnung ohnehin ein ziemliches Durcheinander, das durch die Unwetter nicht besser wurde. Einer dieser Stürme zwischen Ende Januar und Ende Februar – namentlich Daria, Herta, Nana, Ottilie, Polly und Vivien – entwurzelte eine mächtigen Birke direkt vor unserer Haustür. Der Besitzer der Immobilien, damals noch die Firma Thyssen, benötigte Wochen, um den Weiterlesen

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Flüchtlinge, Geflüchtete oder Subjekte mit positivem Status des Geflüchtetseins?

Ist man schon “geflüchtet”, wenn die Schuhe das Festland erreicht haben? Quelle: Flickr.com, Foto: Stefanie Eisenschenk,CC BY 2.0

Es ist noch nicht lange her, dass ich erstmals die These hörte, das Wort “Flüchtling“ sei diskriminierend und solle durch “Geflüchteter“ ersetzt werden. Solche Vorwürfe erfahren viele Begriffe, aber hier scheint mir der Vorschlag ganz besonders rasant und mit besonders servilem Eifer umgesetzt zu werden. Wenige Jahre, nachdem diese Behauptung in die Welt gesetzt wurde, kann es einem bereits passieren, dass man im Internet ermahnt wird, wenn man “Flüchtling“ sagt.

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Stephan ›Rosi‹ Rosenmüller im youtube-Roulette

Ohne Konzerte fehlt was. Hier die Band ›Ghost‹ im Bochumer Ruhrcongress im Januar 2019 | Foto: Peter Hesse

Ohne Konzerte fehlt was. Hier die Band ›Ghost‹ im Bochumer Ruhrcongress im Januar 2019 | Foto: Peter Hesse

In Dortmund läuft gerade die Initiative #ohneunsistsstill. Mit vielen Aktionen wollen Konzertveranstalter, Roadies und weitere Mitarbeiter der Veranstaltungsbranche auf ihre Lage aufmerksam machen. Dadurch, dass viele Bands seit dem Frühjahr nicht live spielen können, gibt es zu viele Dienstleister und Mitarbeiter, die beruflich und finanziell unter der COVID19-Krise und dem Veranstaltungsverbot leiden.

Einer von Ihnen ist Stephan ›Rosi‹ Rosenmüller, der seit vielen Jahren als Rigger arbeitet und im Vorfeld von Konzerten am Bühnenaufbau mitarbeitet. Er sagt: „Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Menschen da draußen glauben, das wird alles schon. Dabei gehören so viele Kolleginnen und Kollegen zu einer Veranstaltung, sei sie auch noch so klein. Reinigungskräfte, Caterer, Techniker, Ticketverkäuferinnen, Ordnungsdienste und dann noch die Künstler selbst, mit ihrem mitreisenden Personal.“
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Falk im youtube-Roulette

Falk - Battlerap aus Duisburg | Credit: Mona Lisa PR

Falk – Battlerap aus Duisburg | Credit: Mona Lisa PR

Vor einer Woche hat der Duisburger Battlerapper FALK die Single „MMMNN“ mit den Featuregästen Khacoby und Masu veröffentlicht. Der Song kündigt außerdem das zweite Studio-Album „Bitter“ an, welches am 6. November erscheint. Das Akronym „MMMNN“ steht für die beinharte Meessage des Songs: „Mach mir mal nicht nach“ – mit dieser gedanklichen Momentaufnahme reflektiert er seine Erfahrungen aus der letzten Zeit. Was ihn sonst noch umtreibt, beantwortet er in unserem youtube-Roulette.

Falk, welcher Song repräsentiert für dich am besten das Ruhrgebiet?
Snaga & Pillath – R.U.R.P.O.T.T.

 

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Ein Abschiedsbrief an Herbert Feuerstein

Herbert Feuerstein im Jahre 2005. Quelle: Wikipedia, Foto: Elke Wetzig (elya), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Lieber Herbert Feuerstein!

Ich muss mich bei dir entschuldigen! In den vergangenen Jahren hatte ich dich leider etwas aus den Augen verloren.

Zu Beginn der 1990er-Jahre, als du noch ein regelmäßiger Gast im WDR-Fernsehen warst, da bist du mir mit deinem ungewöhnlichen Humor richtig ans Herz gewachsen.

Ich habe damals fast jede Ausgabe von ‚Schmidteinander‘ und ‚Pssst!‘ gesehen, in denen du aufgetreten bist. In dieser Phase, du warst da schon über 50 Jahre alt, habe ich dich leider erst so richtig zu schätzen gelernt.

Klar, ich wusste auch schnell, dass du zuvor wohl bereits beim satirischen ‚Mad‘-Magazin für Schlagzeilen gesorgt hattest, doch blieb mir diese Phase deiner Laufbahn, die viele Freunde und Kollegen offenbar bereits so sehr wertschätzen, weitestgehend fremd. Weiterlesen

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Jamiri: Gödel, Escher, Gott


Ohne Zweifel gehört Jan Michael Richter, auch als Jamiri bekannt, zu den wichtigsten Comiczeichnern des Ruhrgebiets. Ob Marabo, Unicum oder Spiegel-Online – seine Geschichten rund um Beate, Gödel, Gott, Escher, Fermat und seine Studienfreunde haben seit Jahrzehnten eine fast schon unheimlich anmutende Präsenz. Mit  “Gödel, Escher, Gott” hat nun die Edition52 Richters Essenz des Konflikts zwischen Wissen und  Glauben aus 30 Jahren auf 56 Seiten veröffentlicht. Weiterlesen

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Um ihretwillen: Sophie Scholl vom Sockel holen

Maren Gottschalk, Wie schwer ein Menschenleben wiegt. Foto: Cover C.H.Beck

Maren Gottschalk, Wie schwer ein Menschenleben wiegt. Foto: Cover C.H.Beck

Sechs Flugblätter. Dazu ein halbes hundert Graffiti an Münchener Straßen. Das tatsächliche Werk der Weißen Rose ist überschaubar. Ihren Wert erhält die Studentengruppe aus ihrer Symbolkraft. Das geht vor allem auf ihr heute prominentestes Mitglied zurück: Sophie Scholl. Die 21 Jahre alt gewordene Frau ist längst zu einer Ikone des Widerstands geworden. Ihre Biografin Maren Gottschalk versucht nun, den Menschen unter dem Bildnis freizulegen. Weiterlesen

Biografin Maren Gottschalk schafft es, wieder den Menschen hinter der Ikone Sophie Scholl zum Vorschein zu bringen.
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Alles außer Pop – The Cure VII – The Head On The Door

Nun sind wir also da angekommen, wo wir bei „The Top“ nicht waren: Auf dem Klimax der Poppigkeit. The Head On The Door ist die Platte, auf der The Cure endgültig nicht mehr als Postpunk-, Gothic-, New Wave- oder Wasauchimmer-Band, sondern als Popgruppe auftreten. Und, mein Gott, machen sie das gut. Weiterlesen

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Ausstellung 100 Jahre Ruhrgebiet: Die Geschichten zur Geschichte fehlen


„100 Jahre Ruhrgebiet“ im Ruhrmuseum

Ruhrgebiet 2020. Wo stehen wir? Der erhebende Gedanke, Teil des „werdenden Abendlandes“ ­– so Titel einer vielbesuchten Ausstellung in der Villa Hügel im Jahr1956 ­– und damit mehr als der Kohle- und Schwermetallproduzent Westdeutschlands zu sein, hat sich längst verflüchtigt, und händeringend wird nach selbstbewussten neuen Ideen gesucht, die vielfältigen Aspekte dieser Region unter einen Hut zu bringen. Weiterlesen

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