Kultur

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Ruhrtriennale-Demonstration: „Wer den BDS unterstützt, schürt Judenhass“

Malca Goldstein-Wolf Foto: Privat


Wenn am Samstag Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp zur Diskussion darüber lädt, wie differenziert man doch mit dem  Thema Antisemitismus umgehen sollte, wird es erstmals in der Geschichte des Festivals eine Demonstration geben. Die Kölnerin Malca Goldstein-Wolf hat sie angemeldet und ist von der Resonanz positiv überrascht.

Ruhrbarone: Frau Goldstein-Wolf, warum haben Sie für den Samstag eine Demonstration angemeldet?

Malca Goldstein-Wolf:  Der Gedanke, dass auf der Ruhrtriennale den Judenhassern vom antisemitischen BDS mit öffentlichen Geldern eine Bühne geboten werden soll, ist für mich unerträglich. Da die Politik bis dato nur verbal reagiert, aber keine personellen Konsequenzen zieht und Stefanie Carp immer noch im Amt ist, muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden. So nicht! Weiterlesen

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Ruhrtriennale: Hezarfen Ensemble verklärt in Absage Türkei zum Schmelztiegel verschiedenster Kulturen

Homepage des Hezarfen Ensemble Screenshot: Ruhrbarone

Das Istanbuler „Hezarfen Ensemble“ hat seinen für Mittwoch im Rahmen der Ruhrtriennale im Maschinenhaus Essen geplanten Auftritt kurzfristig abgesagt. Dort wollte das „Hezarfen Ensemble“ das Projekt „Music of Displacement“ aufführen. In einer auf der Homepage der Gruppe veröffentlichten Stellungnahme wird ein Artikel aus der „Welt am Sonntag“ genannt, ohne sich auf den Inhalt zu beziehen. In dem Artikel,  in dem es um das Verhalten von Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp und ihren Umgang mit der antisemitischen BDS-Kampagne ging, wurde auch auf das „Hezarfen Ensemble“ eingegangen. Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli kritisierte die Gruppe. Im  Weiterlesen

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Cartoons ohne Bilder #14


Ein Mann ist im Begriff eine völlig vollgepinkelte Toilette zu verlassen. Flecken auch an seiner Hose und den Schuhen. Sein Blick fällt auf ein Schild: Toilette bitte sauber hinterlassen
Gedankenblase: „Ach so! Verdammt …“

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Vom Nutzen der Ruhrtriennale

Im Jahr 2002 startete die erste Ruhrtriennale. Doch die Geschichte des Festivals beginnt deutlich früher.

Hätte Karl Ganser seinen Job richtig gemacht, es gäbe wahrscheinlich keine Ruhrtriennale. Ganser leitete von 1989 bis 1999 die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA), ein Mammutprojekt, das von dem damaligen NRW-Stadtentwicklungsminister Christoph Zöpel (SPD) ausging. Mit 1,5 Milliarden Euro öffentlicher Gelder und einer weiteren Milliarde an privaten Investitionen sollten die städtebaulichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Impulse für den wirtschaftlichen Wandel  im nördlichen Ruhrgebiet gesetzt werden. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) wollte mit einem großen Wurf vor allem das nördliche Ruhrgebiet stabilisieren. In den 80er Jahren hatte sich die wirtschaftliche Situation im Ruhrgebiet massiv verschlechtert, im Norden des Reviers, der Emscherzone, drohte sogar der Verfall. Während es in den 60er und 70er Jahren in den Städten im Zentrum des Ruhrgebiets gelang, durch Universitätsneugründungen und Großansiedlungen wie Opel und Siemens neue Perspektiven für eine Zeit nach dem Ende des Bergbaus zu schaffen, war das nördliche Ruhrgebiet lange vernachlässigt worden. Zwar konnten auch hier einige Firmen wie Siemens und Rockwool angesiedelt werden, doch der Norden war vom immer schneller dahinsiechenden Bergbau abhängig geblieben. Die Arbeitslosigkeit stieg, die Städte wurden immer unattraktiver und schrumpften, die Umweltbelastungen waren hoch, der Nahverkehr miserabel ausgebaut – was sich bis heute übrigens nicht geändert hat. Weiterlesen

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Ruhrtriennale: „Leugnung des Völkermordes an den Armeniern unter dem Deckmantel der Kunst“

Verbrechen des Osmanischen Reiches: Genozid an den Armeniern Foto: Hanay Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im Programmheft der Ruhrtriennale wird der Genozid an den Armeniern heruntergespielt. Die Welt hat darüber heute ausführlich berichtet. Eine Initiative, die sich für die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern durch das Osmanische Reich einsetzt, fordert nun in einem Brief an die Sponsoren und Förderern, darunter die RAG-Stiftung und die NRW-Bank Konsequenzen:  Weiterlesen

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