Die imaginären Räume der Queers und der Nationalisten

Ralf Bönt Foto: Privat


Die politische Kluft zwischen Männern und Frauen wächst. Während junge Männer zunehmend nach rechts tendieren, finden junge Frauen ihre politische Heimat häufiger bei linken Parteien. Doch hinter dieser Entwicklung steckt mehr als ein unterschiedliches Wahlverhalten. Es geht um gesellschaftliche Veränderungen, männliche Verlustängste und eine Identitätspolitik, die neue Fronten schafft. Ein Essay über die Spaltung der Gesellschaft und die Frage, warum aus dem Kampf um Gleichberechtigung ein Kampf gegeneinander geworden ist. Von unserem Gastautor Ralf Bönt.

Die sensorischen politischen Eckdaten kommen im Moment aus Bayern, wo die AfD bei Umfragen unter 18-29jährigen auf 42% kommt, und aus Kreuzberg, wo die Linke in der Landtagswahl über 40% bekam und damit 15% vor den Grünen lag. Bei den Wählern unter 30 Jahren liegen die Zahlen in Berlin und in Kreuzberg für

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Krupp-Stiftung und Museum Folkwang vergeben Fotografie-Stipendien

Museum Folkwang in Essen Foto: Laurin

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang zwei Stipendien für zeitgenössische deutsche Fotografie vergeben. Eine international besetzte Jury entschied sich aus über 300 Bewerbungen für die Projektvorschläge „Oram Littoris

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„Haben Sie manchmal auch etwas gegen Juden?“ Maxim Billers „Schwarze Samstage“ ist eine Frage als Roman

Maxim Biller by (c) Christian Werner | Kiepenheuer und Witsch

10/7, das monströse Massaker an Israelis heute vor drei Jahren, verübt von Hamas und PFLP, die gerne auf Partys posieren mit Berliner Linken: Warum hat der Schwarze Samstag „die größte Antisemitismuswelle aller Zeiten ausgelöst“? Auf der Rechte wie Linke wie Liberale reiten, weltweit vereint wie nie zuvor? Fragt Maxim Biller in seinem Roman eines Jahres: „Hat das Hamas-Pogrom sie inspiriert?“

Es ist weniger Roman als ein Denk-Tagebuch, was Maxim Biller vorgelegt hat, Denken im Jahr 1 nach 10/7, den undenkbaren Massakern, mit denen sich Hamas & Co  –  heute vor drei Jahren und seitdem  –  aus der Menschheit heraus gemordet haben. Biller sucht Unfassbares zu fassen, er teilt sein Denken, keine Meinungen. Seit langem weigert er sich  –  erfolgreicher Autor, ihn ans Mikro zu kriegen, zählt als Coup  – , die Rolle des jüdischen Kronzeugen zu spielen, der bestätige, was andere meinten, dass sie denken. In Schwarze Samstage   –   שבת השחורה, Schabat ha-schochora wird 10/7 in Israel genannt  –   ist es ein „auffallend taktvoller Journalist“, Magazin-Redakteur eines namhaften Blattes aus Frankfurt, dessen Telefonanrufe sich wie ein dünner Faden ziehen durch das Buch. Genervt erklärt ihm Ari, Billers alter Ego im Roman, er solle nicht über Juden schreiben, sondern „lieber darüber, ob Sie selbst manchmal auch etwas gegen Juden haben“.

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Aalto-Theater plant „Ruhrepos 2.0 27“

Aalto-Theater, Essen Foto: Thomas Robbin Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von Bergbau bis Currywurst: Unter dem Titel „Ruhrepos 2.0 27“ wird sich das Aalto-Musiktheater in Essen in der kommenden Spielzeit in besonderer Weise der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet widmen. Für das Bühnenprojekt schreibt der aus dem Ruhrgebiet stammende Komponist Gordon Kampe die Musik und übernimmt die musikalische Leitung.

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