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Surrealistisches Theater der Spiel- und Schaulust

Olympischer Kessel im Tuileriengarten, Paris. Foto: Chabe01 Lizenz: CC BY-SA 4.0


Waren die Erfindungen des olympischen Eröffnungsspektakels nicht „schön wie die zufällige Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“? Also lohnt es sich, die erstaunlichen Bilder dieser Aufführung im öffentlichen Raum näher zu beäugen. Das Zitat entstammt Lautréamonts einflussreichem Werk „Die Gesänge des Maldoror“ und ist eine Inkunabel des Dada und des Surrealismus. Fraglos wirken die Grundsätze dieser Kunstströmung bis in unsere Zeit und beeinflussten offenbar auch die Regisseure Thomas Jolly und Patrick Boucheron, denen es sichtbar um eine radikal andere Umsetzung der in der Olympischen Charta festgelegten Vorschrift geht, „künstlerischer Darbietungen, die die Kultur des Gastgeberlandes repräsentieren“, zu erfinden.

Als „eine Erzählung ohne Worte, um die Fähigkeit einer Stadt zu inszenieren, aus sich heraus Bilder hervorzubringen“, bezeichnete Patrick Boucheron in der FAZ die Eröffnungszeremonie. Gespielt wird mit vielerlei

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Brasilianischer Beach Boogie: Marcos Valle im Club Bahnhof Ehrenfeld

Marcos Valle & Anna Maria Loffredo im Gespräch, Foto: Anna Maria Loffredo

Cajón, Cabaça & Conga – warum bis Ipanema fliegen, wenn ich mitten im kölschen Sommerloch zum „Samba de Verao“ die Schultern shaken kann? Ü80-Sunny Boy des Bossa Nova, Marcos Valle, beweist im CBE: die Leichtigkeit des jazzigen Seins hält jung und er swingt die Hütte, als ob nimma wieder Schneeflocken in Ehrenfeld fallen.

Sonntagabend im gentrif***ten Ihrefeld zwischen Kebapland-Röstaroma und Upcycling-Designbuden kommt der ewige Surfer Dude auf die Bühne, setzt sich ans Electric Piano und strahlt wie frisch von der heiligen Jungfrau angespült. Eiswürfel strudeln in Caipi-Gläsern und die Senhoras in Birkenstock schmelzen

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