Die Halde Hoheward im Kreis Recklinghausen: Peinlich und sehenswürdig zugleich

Die Halde Hoheward im April 2023. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wohin führt man jemanden, der zum ersten Mal bei uns hier im Ruhrgebiet zu Besuch ist? Eine gute Möglichkeit ist definitiv die Halde Hoheward an der Stadtgrenze zwischen Recklinghausen und Herten.

Hier bekommt der Gast direkt einen Überblick über das Herz der Region. An guten tagen kann man hier bis nach Essen schauen. Auch der Osten des Ruhrgebiets ist zu erspähen. Besonders scharfblickende wollen sogar schon bis nach Düsseldorf geschaut haben. Der Ausblick vom Haldengipfel lohnt aber auch schon bei weniger idealen Bedingungen.

Der geneigte Besucher kann auch direkt erkennen, dass das Ruhrgebiet viel grüner ist, als es die Vorurteile einen noch immer glauben machen wollen. Da sieht man dann auch großzügig darüber hinweg, dass das ursprünglich als zusätzliche Attraktion angedachte Horizontobservatorium noch immer einem Schrotthaufen gleicht. Doch auch daraus lässt sich mit etwas gutem Willen durchaus eine Sehenswürdigkeit machen, denn das im Jahre 2008 errichtete Horizontobservatorium ist seit Jahren eine der größten Peinlichkeiten des Ruhrgebiets.

Am Freitag habe ich der Halde zum ersten Mal seit drei Jahren wieder einmal besucht und von dort ein paar aktuelle Aufnahmen mitgebracht.

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R.E.M. – Die Geschichte einer Rockband, die (fast) keine Fehler machte

R.E.M. waren für mich und für viele Musikfans meiner Generation eine absolute Kult-Band. Als sich die Kombo im Jahre 2011 plötzlich auflöste, war ich regelrecht geschockt. Die Musik der Jungs aus Georgia hatte mich seit über 20 Jahren geprägt. Die Nachricht, dass es zukünftig kein frisches Material mehr von Michael Stipe und seinen Mitstreitern mehr geben würde, stimmte mich traurig.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich kürzlich ein liebevoll gestaltetes Buch über die Karriere von R.E.M. für mich entdeckte, das die Geschichte der Band mit etwas Abstand noch einmal ausführlich revuepassieren lässt.

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Documenta: Staatsanwaltschaft Kassel will nicht wegen Volksverhetzung ermitteln

Taring Padi: People’s Justice (Volksgericht) 2002; 8 x 12 m (Ausschnitt, nicht farbecht) | (c) Tiring Pida = Dolorosa Sinaga, Kiswondo, Martin Aleida, Wulan Dirgantoro, Yayak Yatmaka,
Bambang Agung, Rheinhard Sirait, Emily M White, Jeffar Lumban Gaol, Erpan Faryadi,
Marco Kusumawijaya, Alexandra Crosby | CC 3.0


Die Staatsanwaltschaft Kassel wird nicht wegen Volksverhetzung gegen das indonesische Künstlerkollektiv Taring Padi ermitteln.

Unter den zahlreichen antisemitischen Werken und Vorfällen welche im vergangenen Jahr die Document 15 in Kassel prägten war das einem Triptichon nachempfundene Agit-Prop-Großplakat des

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