Folkwang: Institut für populäre Musik wird eröffnet

Hans Nieswandt (Foto: Dominik Pietsch)
Hans Nieswandt (Foto: Dominik Pietsch)

Die Folkwang Universität der Künste in Essen gehört zu den bedeutendsten Hochschulen ihrer Art in Deutschland. Als Hochschule, die neben der Musik- und Tanzausbildung auch über einen äußerst renommierten Schauspielzweig (die ehemalige Westfälische Schauspielschule in Bochum), das im deutschsprachigen Raum kaum anzutreffende Fach Physical Theatre, Musical und diverse Designfächer verfügt, nimmt sie eine Sonderstellung ein. Zur unüblichen Breite der künstlerischen Ausbildung kommt ab Oktober der Masterstudiengang populäre Musik hinzu. Anders als zum Beispiel an der HfMT, wo der Popstudiengang eng mit Jazz verknüpft ist, verpflichtete die Folkwang Universität mit Hans Nieswandt einen Musiker aus dem Housebereich, der als SPEX-Autor lange an der teils nervigen, aber genauso wichtigen Pop-Debatte, die in der Musikzeitschrift lange geführt wurde, beteiligt war, als künstlerischen Leiter. Als ironischer Schlenker ist Nieswandt auch noch in Mannheim geboren, jener Stadt, die mit Xavier Naidoos Popakademie über so etwas wie die Mutter aller Pop-Studiengänge verfügt. Wie genau der Studiengang aussehen wird, welche Berufsfelder aus dem Popbereich letztendlich bedient werden – das ist noch nicht ganz klar, doch mit dem Wintersemester beginnen die ersten acht Studenten ihre Masterausbildung.

Am kommenden Wochenende wird die Eröffnung des Instituts zunächst einmal gefeiert. Und das standesgemäß nicht nur mit einem Festakt, sondern auch mit einer richtigen Party. Am 4.10. geht es im Theaterzentrum in Bochum an der Friederikastraße um 21 Uhr los mit einer Gesprächsrunde, bei der neben Nieswandt selbst auch die Institutsbeiräte Dietrich Diederichsen und Anke Engelke vertreten sind. Künstlerische Beiträge in Form von (Tanz)-Performances runden diesen Teil des Abends ab, der nicht nur geladenen Gästen vorbehalten ist. Noch mehr an eine breitere Öffentlichkeit richtet sich allerdings die Party ab 22.30 Uhr. Neben dem ewigen Entertainer und „The International Pony“-Mitglied Erobique legt Nieswandts Kölner Kollege Tobias Thomas auf. Lange bevor Minimal Techno ein Berlin-Ding war und sich im Berghain materialisierte, war Thomas mit dem Label Kompakt schon an der Entwicklung eines reduzierten, warmem und sehr eigenen Sound beteiligt, der als Sound Of Cologne bekannt wurde. Der Eintritt ist für die gesamte Veranstaltung frei.

4.10., 21 Uhr (Einlass 20.30 Uhr), Folkwang-Theaterzentrum, Friederikastraße 4, Bochum

[Bilderrätsel Revival Nummer 19]

bilderrätsel_michalak

Hier ist unser neues Bilderrätsel! ….Mal was für die Männer unter uns…

Das letzte wurde allerdings auch von zwei Männern erfolgreich und recht fix erraten.

Widererwarten kennt man(n) sich wohl damit aus 🙂

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende! Heute ist viel los:

Knax Tag in der Bochumer Innenstadt zum 40-jährigen Jubiläum das KNAX-Comics.

!Sing – Day Of Song – in über 60 benachbarten Ruhrgebietsstädten wird gleichzeitig versucht zu singen.

14. Dortmunder DEW21-Museumsnacht

und viele tolle Konzerte im FZW Dortmund, in der Zeche Bochum, im Bahnhof Langendreer, im Djäzz in Duisburg, in der Christuskirche Bochum und und und …

Habt Spaß!

 

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Stoppok präsentiert sich auf ‘Popschutz’ in Topform


Bereits Anfang August hatte ich es hier im Blog angekündigt, nun ist es im Handel: Das neue Stoppok-Album ‚Popschutz‘ ist seit dieser Woche für jedermann erhältlich!

Sechs Jahre nach dem Charterfolg ‚Sensationsstrom‘ im Jahre 2008 hat Stefan Stoppok mit seinen Kollegen nun also endlich ein neues Bandalbum eingespielt.

16 Titel umfasst das aktuelle Werk, welches beim ersten Durchhören den Eindruck einer gutgelaunten Jamsession unter Kumpels vermittelt. Ohne großes technisches Brimborium, dafür aber deutlich opulenter instrumentalisiert als zuletzt, merkt man Stoppok und seinen Songs den neuen Schwung nach der Schaffenspause durchaus auch im heimischen Wohnzimmer sitzend bereits deutlich an.

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Element of Crime: Das Album „Lieblingsfarben und Tiere“ geht (leider) auf Nummer sicher


Sven Regener und Kollegen, besser bekannt als ‚Element of Crime‘ veröffentlichen am Freitag (26.09.14) ihr inzwischen 13. Album seit 1985. Es wurde „Lieblingsfarben und Tiere“ betitelt.

Ich hatte in dieser Woche bereits die Gelegenheit das neue Werk, auf welches ich mich im Vorfeld seit Wochen sehr gefreut hatte, schon einmal etwas näher kennenzulernen. Nach einigen Durchläufen in den letzten Tagen muss ich aber leider feststellen, dass ein Überraschungseffekt darauf völlig ausgeblieben ist.

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Ruhrtriennale: Premiere von Surrogate Cities Ruhr – das gelungene Klangportrait einer Region

Probe " Surrogate Cities Ruhr "
Surrogate Cities Ruhr, Ruhrtriennale 2014, Foto: © Ruhrtriennale, Foto: Wonge Bergmann, 2014

Surrogate Cities Ruhr vermittelt überzeugend Dynamik und Energie des im Ruhrgebiet von mehreren Zentren bestimmten, städtischen Raums durch Töne, Klänge und Rhythmen. Am Wochenende wurde die Klang-Imagination von Ruhrtriennale-Chef Heiner Goebbels in Duisburg aufgeführt. Der 7-teiligen Komposition von 1994 gelang es, die Metropolregion Ruhrgebiet musikalisch beeindruckend nachzuzeichnen.

Bereits 2008 wurde Goebbels Komposition mit den Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle in der Arena von Berlin-Treptow aufgeführt. Die Kraftzentrale im Duisburger Landschaftspark Nord eignet sich ebenso gut als Aufführungsort: Die alte Industriehalle bietet eine hervorragende Akustik für dieses Klangportrait des Ruhrgebietes. Das Publikum – zu beiden Seiten der mittig platzierten Bochumer Philharmoniker – fand sich inmitten der Klänge wieder. Die Musik konnte durch die Positionierung des Orchesters ihre volle Klangkraft entfalten und wurde zur Kraftzentrale der Aufführung.

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