
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte nach einem Bericht der Welt kurz vor einem Gedenkgottesdienst für die Opfer des gestrigen Anschlags auf den CSD Berlin, bei dem eine Frau ermordet und mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt wurden: „Wir werden die Freiheit unserer Gesellschaft verteidigen. Darauf können sich alle verlassen. Wir sind mehr, wir sind stärker, und wir halten in unserem Land zusammen.“
Nach jedem Anschlag dieselben Worte aus den Mündern immer anderer Politiker. Nein, wir sind nicht stärker: Unsere Gerichte nehmen Islamisten so wenig ernst wie andere Extremisten. Wie auch, wenn der CSD-Terrorist Abdul Ballout wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat im Mai nur eine Bewährungsstrafe erhielt? Und das, obwohl er sich bereits im Libanon dem IS anschließen wollte. Online posierte er auf Bildern mit Waffen.
Ich bin kein Jurist. Aber dass ein Islamist, der wg. Körperverletzung und Raub vorbestraft ist und sich dem IS anschließen wollte, nur 22 Monate *auf Bewährung* bekommt, versteht kein Mensch. Spätestens nach seinen Waffen-Posts in sozialen Medien hätte er ins Gefängnis müssen. 👇 pic.twitter.com/4MKpFQtmK3
— Peter R. Neumann (@PeterRNeumann) July 26, 2026
Der Terrorexperte Peter Neumann kommentierte das entsetzt auf X: „Ich bin kein Jurist. Aber dass ein Islamist, der wg. Körperverletzung und Raub vorbestraft ist und sich dem IS anschließen wollte, nur 22 Monate auf Bewährung bekommt, versteht kein Mensch. Spätestens nach seinen Waffen-Posts in sozialen Medien hätte er ins Gefängnis müssen.“
Das ist kein Zufall. Dem Neuen Deutschland sagte der Grünen-Innenpolitiker Benedikt Lux 2020: „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“ Lux kann zufrieden sein, es macht sich bemerkbar.
Dieses Land ist keine wehrhafte Demokratie. Es ist zu schwach, seine Feinde im Inneren und Äußeren als das zu behandeln, was sie sind: Feinde. Zu groß ist der Glaube an Pädagogik, zu gering der Wille zur Härte. Gewalttäter erkennen Schwäche. Schwäche provoziert sie. Und markige Worte eines Kanzlers nach einem der vielen Anschläge, die wieder keine Konsequenzen haben werden, sind nichts als ein Zeichen der Schwäche.
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Der Glaube, dass man solchen Leuten, wie dem Attentäter, mit Pädagogik kommen kann ist – gelinde gesagt – irre. Woher stammt diese Weltanschauung? Sie stammt aus dem Protestantismus und ist bekannt unter der Bezeichnung Pfarrhausideologie. Die Ideologie, wonach man zu jedem nur freundlich sein müsse und schon trete Besserung ein.
Wohin diese Weltanschauung geführt hat ist bekannt. Man braucht nur daran zu erinnern, dass Deutschland als Ganzes im 20. Jahrhundert eine Diktatur erlebt hat, deren Wählerschaft die protestantische Weltanschauung als das Merkmal schlechthin hatte. Die zweite Diktatur des 20. Jahrhunderts – nur in Ostdeutschland – basierte auch auf dieser Unterwerfungsideologie. Dort waren diese Leute ihrer Obrigkeit so untertan, wie früher jeder Lutheraner in Deutschland seiner Obrigkeit untertan gewesen ist.
Was erklärt, warum hierzulande dermaßen viele Leute eine dermaßen verstörende Sympathie für solche Leute hegen.
Zu Luther und Obrigkeit hier ein Spiegelartikel aus dem Jahr 1967: https://www.spiegel.de/politik/mann-ohne-mass-a-9326b360-0002-0001-0000-000046185314?context=issue
Zum Zusammenhang von Protestantismus und Terrorismus hier ein Beitrag aus dem Deutschlandfunk aus dem Jahr 2018: https://www.deutschlandfunk.de/protestantismus-und-linksterrorismus-mission-mit-der-waffe-100.html
Wir befinden uns in einem Religionskrieg, denn es gibt keinen Unterschied zwischen dem Islamismus und dem Islam. Es gibt nur unterschiedlich gläubige Muslime, wie bei allen Religionen. Der Islamismus ist auch nicht der sogenannte radikale Islam sonder vielmehr die reinste Form des Islam. Nur dass ihr glücklicherweise die meisten Muslime nicht folgen. Aber das ändert nichts daran, dass genug Muslime ihr folgen, um weltweit Terror im Namen Allahs auszuüben. Ja dass sie ganze Staaten zu entsprechenden Terroregimen umfunktionieren. Und beides genießt ganz offensichtlich die stille Duldung der Mehrheit der restlichen Muslime.
[…] diesem Hintergrund ist das Statement der Linken Neukölln zum Angriff auf den Berliner CSD mehr als eine missglückte Stellungnahme. Es zeigt eine politische […]
Ergänzend zu meinem ersten Kommentar:
Bei viel zu vielen Muslimen gibt es für beides stattdessen sogar weltweiten frenetischen Beifall und wenn es gegen Juden geht auch noch ein paar Süßigkeiten dazu.
@hase12: Witzig, dass der Protestantismus sowohl für den Kapitalismus (siehe Max Weber), als auch für den religiösen Furor linker Terroristen gegen den Kapitalismus verantworlich ist (siehe Kraushaar). Fehlt nur noch jemand, der Hitlers Judenhass allein in Luther gründend vorbringt. Ohne Protestanten wäre die Welt so viel friedlicher, scheint es 🙂
Vielleicht ist das dann doch etwas zu unterkomplex betrachtet? Immerhin sind Geldgier und religiöser Fundamentalismus kaum auf den Protestantismus beschränkt.