Kultur

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Ruhrfestspiele finden trotz Corona statt

Tiger Lillies Foto: Schorle Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ein Live-Festival, das sich mit hybriden und digitalen Elementen an die dynamische Pandemiesituation anpasst – so wollen die Ruhrfestspiele in ihrem 75. Jahr ihr Publikum erreichen. Unter dem Titel “Utopie und Unruhe” hat Intendant Olaf Kröck ein facettenreiches Programm mit 90 Produktionen und rund 210 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, das vom 1. Mai bis zum 20. Juni im Ruhrfestspielhaus und an unterschiedlichen Orten in der Stadt in Szene gesetzt wird. Unter anderem wird erstmals das Stadion Hohenhorst bespielt. Mit dem Titel wollen die Ruhrfestspiele der aktuellen Unsicherheit und der Dynamik, aber auch dem Aufbruch Rechnung tragen. Weiterlesen

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50 Jahre Moers Festival

Tim Isfort Foto:
Matthias Hesse


„Improvisation ist eine gesellschaftliche Idee, Moers hat 2021 den Kampf für eine neue Zukunft der Kunst aufgenommen,“ sagt Tim Isfort im Time-Tunnel, einer seit langem versiegelten Unterführung in der Innenstadt, in die das Festival geladen hat. Von unserem Gastautor Matthias Hesse.

Vergangenes Pfingsten war das Moers Festival das erste seiner Art, das trotz Pandemie stattfand, indem es komplett ins Internet gestreamt wurde – flankiert von allerlei Versuchen, mit den virtuellen Besucherinnen und Besuchern interaktive Tuchfühlung aufzunehmen, von der internationalen Jazzpresse mit reichlich Aufmerksamkeit bedacht. Nun fällt ausgerechnet das Weiterlesen

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Die Metaphysik des Heimatbegriffs. Eine Annäherung

  Es gibt für den sesshaften Menschen nur ein ernstes philosophisches Problem: die Heimat. Die Entscheidung, ob und wo das Leben in Sesshaftigkeit sich lohne oder nicht, beantwortet die Grundfrage der Moderne. Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen oder der Geist neun oder zwölf Kategorien habe – kommt erst später. Das sind Spielereien; zunächst heißt es Antwort geben. Und wenn es wahr ist, dass – nach Nietzsche – ein Philosoph, der ernst genommen werden will, mit gutem Beispiel vorangehen müsse, dann begreift man die Wichtigkeit dieser Antwort, da ihr dann die endgültige Tat folgen muss.

Die Banalität des Blöden

Die Südtiroler Rechtsrockband Frei.Wild bringt es in ihrem Song „Heimat“ folgendermaßen auf den eindimensionalen Punkt: Weiterlesen

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Die Juicy Beats Park Sessions haben ein namhaftes Programm am Start

Element of Crime haben mittlerweile 35 Bandjahre in ihrem Rucksack / Foto: Charlotte Goltermann

Element of Crime kommen am 9. August nach Dortmund in den Westfalenpark / Foto: Charlotte Goltermann

Alles ist schwierig zurzeit – besonders für Konzertveranstalter. Während die Branchenriesen von Rock Am Ring über Hurricane bis zum Wacken alles abgesagt haben, kommen die Macher vom Dortmunder Juicy Beats Festival diesen Sommer mit einem kleinen, aber feinen Ersatzprogramm um die Ecke.

Schwierig ist derzeit alles – und die Stimmen von entnervten Konzertverstaltern und Musikern sind in der Öffentlichkeit so präsent vorhanden, wie Sand am Meer. Weiterlesen

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Kultur in der Krise: Das schweigende Publikum

Christian Miedl – Staatsoper Stuttgart – Luci mie traditrici – Quelle Matthias Baus

Vor kurzem gab es auf Facebook einen gutgemeinten Post: Die Kultur hätte die Pandemie natürlich überlebt, so wie sie auch viel schlimmere Krisen überstanden hat, und nichts, auch nicht die Politik, würde sie beenden können. Es gab sofort beistimmende Worte der Leserschaft. Das war sehr berührend, aber: Beipflichten können hier nur die Konsumenten, weniger die Ausführenden. Von unserem Gastautor Christian Miedl in Kooperation mit dem Opernmagazin.

Gegen Kriege sind die Zeiten jetzt natürlich Pillepalle – aktuell haben 80% der Bevölkerung finanziell keinerlei Einschränkungen. Das Tragen der Maske wird beklagt, was in realiter aber keine existenzielle Einschränkung ist! Mich würden dagegen die Kommentare interessieren, wenn dieselben Leute wie die freischaffenden Opernsänger seit einem Jahr keine Einnahmen hatten und auch keine staatliche Hilfe erhalten haben, sprich, bereits 12 Monate nur Ausgaben hatten, bei Null Einnahmen. Da hilft leider kein Umarmungs-Emoji! Weiterlesen

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Blick nach innen und in die Welt


Mutet es in der gegenwärtigen Situation nicht an wie ein Appell an uns, was Novalis vor nicht weniger als 222 Jahren formulierte? „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es“, notiert der Dichter in „Fragmente und Studien“. Als gelehrige Schülerin werfe ich einen Stein ins Wasser und überlasse mich der Bewegung der Wellen . . .

Augenblicklich schießt mir „CDF“ durch den Kopf, als ich in Virginia Woolfs Roman „Die Wellen“ auf diesen Satz stoße:  „Leben  ist ein leuchtender Schein, eine schwach durchlässige Hülle, die uns umgibt vom Augenblick des Bewusstwerdens bis zum Ende“. Caspar David Friedrich und seine „Licht-Bilder“! Der berühmteste deutsche Maler des 18. Jahrhunderts pinselte 1824 sein „Felsenriff am Meeresstrand“, auf dessen Kräuselwellen dieser Tage das Licht  der algerischen Wüste tanzt, das von Heinz Macks Silberfahne (1976) reflektiert wird, seit die beiden Künstler Weiterlesen

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Wohnen: Die meisten wollen ein Einfamilienhaus

Einfamilienhaus Foto: Jörg Blobelt Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die meisten Menschen würden am liebsten in Einfamilienhäusern am Rande der Stadt wohnen. Dafür nähmen sie auch etwas längere Fahrzeiten ins Zentrum in Kauf. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Neue und gut angebundene Quartiere von modernen Ein- und Zweifamilienhäusern im Umland könnten die städtischen Wohnungsmärkte entspannen.

Im Zuge der Coronakrise ziehen immer mehr Menschen aus den Städten ins Umland. Eine neue IW-Studie im Auftrag der Deutschen Reihenhaus AG verrät jetzt mehr über ihre Motive. Demnach ist die Wohnform den meisten Menschen besonders wichtig, sie wollen am liebsten in Einfamilienhäusern wohnen, auch weil sie an ihnen eine Garage und einen Garten schätzen. Weiterlesen

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Wäre ich noch Katholik, ich würde mich schämen!

Die Kirche St. Peter in Waltrop. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Kritik an der römisch-katholischen Kirche gibt es schon lange. In meiner Kindheit, in den 1970er-Jahren, lernte ich bereits etliche Eltern von Mitschülern kennen, die sich stark in der örtlichen Kirchengemeinde engagiert haben, dort aber unbedingt an ihrer Meinung nach dringend notwendigen an Reformen mitwirken wollten. Weiterlesen

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Kinder- und Jugendtheater Dortmund: Nathan der Weise online

Nathan der Weise in Dortmund Foto: Hupfeld Lizenz: Copyright

Während die analoge Inszenierung von „Nathan“ corona-bedingt noch ein bisschen auf ihre Premiere wartet, feiert die Online-Version am kommenden Donnerstag, 18. März, um 18 Uhr Premiere im virtuellen Raum. Anders als im analogen Theaterabend übertragen Andreas Weiterlesen

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Stefan Stoppok: „Es wird eine Weile dauern, bis die unabhängige Kulturszene wieder ihr altes Selbstbewusstsein erlangt!“

Stefan Stoppok. Foto: thomas_willemsenlokomotiv.de

Als der Musiker Stefan Stoppok den Ruhrbaronen im März des vergangenen Jahres ein Exklusivinterview gab, da war er gerade in Begriff auf große Deutschlandtournee zu gehen, den Leuten sein erfolgreiches, neues Album ‘Jubel’ live zu präsentieren.

Dann jedoch wurde Stoppok samt seiner Band von der Corona-Pandemie eingeholt und rüde ausgebremst. Die Tour musste nach wenigen Auftritten vorzeitig abgebrochen werden. Deutschland ging in den Lockdown.

Jetzt, ein Jahr später, hatte Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt erneut die Gelegenheit sich mit dem in Essen aufgewachsenen Musiker auszutauschen. Im aktuellen Interview ging es in erster Linie um die Auswirkungen des vergangenen Pandemie-Jahres auf Stoppok und die gesamte Kulturbranche, aber auch um Wünsche in Richtung der Politik und um Pläne für die Zukunft. Weiterlesen

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