Kultur

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Lasst die Loveparade besser ruhen!

2010 in Duisburg. Quelle: Wikipedia, Foto: Beademung, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Wird es bald eine Neuauflage der Loveparade in Berlin geben? Wenn es nach ‚Dr. Motte‘ geht, dann schon. Der DJ hatte das Technofestival vor gut 30 Jahren gegründet. Jetzt will er mit seinem Team Spenden sammeln und damit herausfinden, wie groß das Interesse an einer Neuauflage ist.

Die Loveparade, die Ende der 1980er-Jahre mit wenigen hundert Teilnehmern unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ in der Hauptstadt begonnen hatte, wurde später bekanntlich zu einem Millionenspektakel, war in seiner Endphase auch hier im Ruhrgebiet zu Gast.

Seit der Katastrophe von Duisburg im Jahre 2010, bei der 21 Menschen ums Leben und 541 weitere schwer verletzt wurden, hat es keine neue Ausgabe der Party mehr gegeben.

Jetzt also ein neuer Anlauf in Berlin? Weiterlesen

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Ruhrbarone-Buchtipp: Die Geschichte vom Tollpatsch auf dem Fahrrad

Heute möchte ich an dieser Stelle einmal ein Buch vorstellen, das für mich wahrlich keine übliche Lektüre darstellt. Ich bin, wie Stammleser unseres Blogs wissen, eher ein Fan von Sport- und/oder Sach-Büchern. Doch als ich die ergreifende Geschichte, die sich hinter diesem Buch verbirgt, im WDR-Fernsehen mitbekommen hatte, da musste ich es einfach näher kennenlernen.

Hinter ‚Die Geschichte vom Tollpatsch auf dem Fahrrad‘ verbirgt sich die Autobiografie von Andrea Bizzotto. Der Name sagt Ihnen nichts? Mir ging es genauso. Doch das Büchlein versprüht eine solche Intensität und Emotion, dass auch Sie seine Lebensgeschichte bei Gelegenheit dringend kennenlernen sollten.

Als Bizzotto erfuhr, dass er eine unheilbare Krebserkrankung hat, war seine Frau Maria, die er einst in einer Wittener Eisdiele kennenlernte, gerade im fünften Monat schwanger. Dem Todkranken wird alsbald klar, dass er nicht miterleben wird, wie seine damals noch ungeborene Tochter aufwächst. Weiterlesen

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Cartoons ohne Bilder #83


Ein Typ mit Tarnfarbe im Gesicht malt ein Plakat. Neben ihm eine Frau mit genervtem Blick. Sprechblase: „Nein, Philipp, es heißt nicht ‚Süchtig nach uns‘ sondern ‚Sucht nach uns‚!“

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Die Krefeldebatte: Empörungsmaschinerie und Whataboutism

Renaissance von Aufklärung und Engagement in Stéphane Hessels „Empört Euch!

 Nachdem das Essay „Empört Euch!“ des ehemaligen französischen Widerstandskämpfers und UN-Diplomaten Stéphane Hessel im Oktober 2010 veröffentlicht wurde, stieg die verkaufte Auflage bis Februar 2011 auf über eine Million Exemplare und bewegte damit die französische Nation. Im Gespräch mit Rudolf Balmer gibt sich Hessel bescheiden:

„Als dieses Büchlein letzten Herbst entstand, begann man in Frankreich gerade über die Präsidentschaftswahlen 2012 zu diskutieren. Ich wollte in diesem Zusammenhang sagen, dass es Grundwerte gibt, auf die man bestehen muss. Das wurde dann wie ein Appell aufgenommen.“

„Empört Euch“ wurde sehr kontrovers diskutiert und mal als Manifest, als Kampfschrift oder als Pamphlet bezeichnet. Weiterlesen

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