
Der Egmont Ehapa Verlag will die Donald Duck-Comics woker machen und sich damit an einem Stück Popkultur vergreifen. Mit einer Petition sammeln die Freunde Entenhauses Unterschriften gegen dieses Vorhaben:

Der Egmont Ehapa Verlag will die Donald Duck-Comics woker machen und sich damit an einem Stück Popkultur vergreifen. Mit einer Petition sammeln die Freunde Entenhauses Unterschriften gegen dieses Vorhaben:

Als Corona explodierte und die Clubszene stagnierte, fasste der Dortmunder Musiker und Grafik-Designer Marcel Richard sich ein Herz. Für sein Projekt ››Sounds of Silence‹‹ hat er Dortmunder Clubs vom Langen August über das Freizeit Zentrum West bis hin zur Westfalenhalle insgesamt 18 Clubs und Kneipen im pandemiebedingten Dornröschenschlaf porträtiert. So ist eine multi-visuelle Reise durch eine Zeit entstanden, die wir mit großer Sicherheit nicht vermissen werden. In der Hafenschänke subrosa stehen die Hocker auf dem Tresen, im domicil sind die stillen Schnapsflaschen im Glasregal momentan das einzige Publikum und beim Oma Doris haben die Discokugeln an der Decke schon Staub angesetzt.

„Kino“ ist seit gut hundert Jahren ein Zauberwort für viele und die meisten haben eine Liebesgeschichte mit irgendeinem Vorstadtkino. Auch in der soeben erschienenen Kinogeschichte NRW der Film- und Medienstiftung NRW bezaubern die Erinnerungen von Regisseurinnen und Regisseuren, Filmvorführern und Kino-Betreibern. Ihre Erzählungen gleichen das Übergewicht an Fakten und Zahlen aus, die sich wohl zwangsläufig auftürmen, wenn es gilt, die Geschichte eines weltumspannenden populären Mediums auf eine einzige Region herunterzubrechen. Einerseits braucht eine Edition wie die vorliegende zur Einordnung allgemeine Texte über hinlänglich bekannte Entwicklungen des Kinos von der Schaubude zum Lichtspieltheater, andererseits dürften regionale und lokale (auf Spielorte im Bundesland
So richtig aufmerksam geworden bin ich auf Stevie Van Zandt eigentlich erst vor ein paar Jahren, als der Musiker mit der inzwischen zum Kult aufgestiegenen Mafia-TV-Serie ‚Lilyhammer‘ auch hier bei uns in Deutschland eine kleine, aber sehr begeisterte Fangemeinde eroberte.
Rasch erinnerte ich mich dann aber daran, dass mir der etwas skurril aussende Typ doch schon lange als Musiker bekannt war. Und zwar nicht nur als Mitglied von Bruce Springsteens legendärer ‚E-Street Band‘, sondern auch als Solokünstler ‚Little Steven‘, der in den 1980ern einige Hits hatte, sogar beim legendären Live Aid-Konzert von Bob Geldof mitwirkte, er sich damals intensiv im Kampf gegen das Apartheid-System in Südafrika engagierte.
Meine Begeisterung für Lilyhammer intensivierte zugleich meine Neugier in Bezug auf den Schauspieler und Musiker aus New Jersey, den ich zwar schon ewig kannte, über den ich aber, wie ich feststellen musste, so gut wie gar nichts wusste. Mühsam googelte ich mich durch das Internet, um mehr zu erfahren.

An Max Frischs Ringen um Worte mit Blick auf die Situation und Wahrnehmung von Arbeitsmigrant:innen, die im Zuge der Anwerbeabkommen in den 1960er-Jahren nach Deutschland kamen, können sich viele von uns erinnern. Gekommen – und zum Glück

Julia Bünnagel arbeitet spartenübergreifend als Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin. Morgen (12. November) spielt sie um 19 Uhr ein Live-Set mit modifizierten Schallplatten im Kunstmuseum Bochum. Ihre Soundperformance BTHVN (refracted) ist ein brechender zeitgenössischer Umgang mit Beethovens posthumen Tonaufnahmen, auf die Bünnagel aktuelle Musiktechniken wie Loopen, Scratchen und Remixen direkt via Turntable anwendet – das heißt, dass der Palttenspieler als Instrument in den Fokus rückt.
Mit Verve und eigenem Duktus knüpft Julia Bünnagel an Beethovens konzertante Tradition des freien Improvisierens über seine eigene Musik an und improvisiert mit den modifizierten Beethoven- Schallplatten als Material mit jeder Performance aufs Neue – so entsteht eine unmittelbare und einmalige Uraufführung. Die veränderten Oberflächen der mitgebrachten Vinyl-Schallplatten, die eingesägt, lackiert oder beklebt sind – produzieren dadurch spezifische Geräusche. Die Platten werden so ineinander gemischt, dass treibende rhythmische Soundscapes entstehen. So wird Beethoven mit Noise-Fragmenten in eine neue Dimension gehoben.

Zuerst habe ich mich, ehrlich gesagt, gefragt, ob Gottschalk etwas senil geworden ist. Da waren immer so seltsame Pausen. Es wirkte alles so asynchron. Vielleicht ist man aber auch einfach keine Pausen mehr gewöhnt, vielleicht ist Fernsehen heute so durchgetaktet, dass Gottschalks Timing einfach behäbig wirkt. Was jedenfalls wieder deutlich wurde: Gottschalk ist geradezu begnadet darin, Kommunikation zu unterbinden. Und das ist auch das Geheimnis seines Erfolgs.

Das Klavier ist ein besaitetes Tasteninstrument, seine Geschichte geht ins 12. Jahrhundert und noch weiter zurück, von da an dauerte es rund ein Jahrtausend, bis Nik Bärtsch auf die Idee kam, wie man es spielen könnte: als sei es eine riesige Produktionshalle, in der verschiedene Maschinen ihren eigenen Rhythmen gehorchen, die sich nach und nach so ineinander schieben, dass man sich sicher denkt, es seien drei vier fünf Hirne am Werk und dann sechs sieben elf … der Zen-Meister aus Zürich spielt solo.

Die Ausstellung „EFIE: The Museum as Home“ zeigt ab dem 10. Dezember im Dortmunder U historische und zeitgenössische Kunst aus Ghana: Zu sehen sind Videoarbeiten sowie multimediale Installationen von Afroscope, Diego Araúja, Rita Mawuena Benissan, Kwasi Darko, Kuukua Eshun, Na Chainkua Reindorf, Studio Nyali sowie El Anatsui.
Diese Arbeiten zeitgenössischer Künstler werden in Verbindung gebracht mit historischen Artefakten, Leihgaben aus deutschen Museen. Die Ausstellung erweitert das traditionelle Verständnis von „Museum“, hinterfragt althergebrachte Präsentationsformen und bietet neue Perspektiven – auf die Kunst, aber auch auf die Realität, der sie entstammen. Konzipiert wurde

Can Dündar und Mohamed Anwar haben über 3 Jahre einen Graphic Novel entwickelt, der den Aufstieg des verhassten, niederträchtigen türkischen Diktators nachzeichnet. RTE, wie ihn seine Fans nennen, kämpfte sich aus kleinen Verhältnissen stammend auf seinem Weg an die Macht mit allerlei Tricks und Raffinessen nach oben. Er umgarnte die Liberalen, verarschte die Europäer und bootete seine islamistischen Bündnispartner, die Gülen-Bewegung, aus. Die alten kemalistischen Eliten spielte er gegeneinander aus. Jeder der gegen ihn opponiert, landet im Gefängnis. Auf das letzte Kapitel, das erst noch geschrieben werden muss, warte ich sehnsüchtig.
Das „Bilderbuch“ hat es in sich. Das liegt in erster Linie an der Grafik und den Zeichnungen von Mohamed Anwar, einem jungen Ägypter mit sudanesischen Wurzeln. Anwar zählt zur neuen ägyptischen Welle junger Künstler, die im Kampf gegen das System des Diktators Hosni Mubarak entstand. Nach dem Rollback wurde er aus Ägypten deportiert und erhielt in Deutschland Asyl. Er arbeitet als Cartoonist immer noch für die renommierte ägyptische Tageszeitung Almasry.