Der passionierte Campingliebhaber Björn Staschen legt mit „Gebrauchsanweisung fürs Camping“ ein großartiges Praxishandbuch für das angewandte Übernachten in freier Natur vor.
Während wir im vergangenen Corona-Jahr ausgiebig die Gelegenheit hatten, in unserem Home-Office sämtliche Erhebungen der heimischen Rauhfasertapete einzeln zu zählen, nach Wänden geordnet zu kartografieren und als Landschaftskunstwerke auf Instagram zu vermarkten, wird es jetzt Zeit, endlich mal wieder vor die Tür zu kommen. Gelegenheit also für den nächsten Urlaub in der freien Natur.
Tel Aviv Pride Parade 2019 by Ted Eytan from Washington, DC, USA CC 2.0 in Format 3:2
Oma hat Juden versteckt, Opa war kein Nazi, die Enkel setzen sich die Kippa auf und demonstrieren gegen Judenhass. Andere heften sich den Gelben Stern an und demonstrieren für irgendwas, wieder andere protegieren BDS und erklären, die Boykottbewegung sei frei von Gewalt, alle sind sie solidarisch. Jetzt, wo Hamas – die Terror-Firma sitzt im BDS-Lenkungsausschuss, BDS-Trommler wie Judith Butler halten sie für eine Emanzipationsinitiative – jetzt, wo diese Hamas Tausende Raketen auf Kindergärten jagt, in denen jüdische Kinder spielen, könnten sie tatsächlich einmal solidarisch sein, es herrscht Schweigen. Ein Vorschlag.
Vor ein paar Jahren brachen einige Leute zu Forschungsreisen auf, sie setzten sich eine Kippa auf den Kopf und spazierten durch Berlin oder durch Berlin oder durch Berlin oder mal durch Frankfurt hinein ins Herz einer zivilen Gesellschaft, alle kamen heil zurück. Jetzt das Ganze mit einer Israelfahne.
Susana Santos Silva 2016 beim Festival mit ihrem Flügelhorn Foto: Harald Krichel Lizenz: CC BY-SA 4.0
Bis heute hatte das traditionsreiche Pfingstereignis, das vor 50 Jahren als „New Jazz Festival Moers“ an den Start ging, auf physisch anwesende Zuschauerinnen und Zuschauer gehofft, wenn auch in eher kleinteiligen Formaten. Aus dem geplanten Hybridfestival wird nun – wie im Vorjahr – ein rein digitales Ereignis. Von unserem Gastautor ************@***oo.com“ data-hovercard-owner-id=“121″>Matthias Hesse
Grund für diese endgültige Entscheidung ist die neu in Kraft getretene Coronaschutzverordnung NRW, die trotz einiger Lockerungen in anderen Bereichen bis zum 4. Juni generell kein grünes Licht für Festivals gibt. Aber auf außergewöhnliche Klänge brauche
Jahn-Denkmal in Berlin Neukölln by Neuköllner CC 4.0
Überall Jahn-Straßen und Jahn-Plätze, der „Turnvater“ steht fürs Bücherverbrennen, die Nazis haben ihn verehrt: „Jahngeist ist Hitlergeist“, schrieb die Deutsche Turnzeitung 1933 und im Jahr darauf, Hitler habe vollendet, „was Jahn als Seher kündete“. Lässt sich – Teil (II) der Frage – ein Denkmal stürzen, indem man es stehen lässt?
1856 Straßen in Deutschland sind nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, im Frühjahr 1933 werden in rund 50 Städten Scheiterhaufen errichtet für Bücher: „Die Flammen, die zuerst über den Bücherhaufen prasselten, verschlangen später im Feuersturm unsere Städte.“
Schreibt Peter Suhrkamp 1947. Ähnlich Erich Kästner, der am 10. Mai 1933 zusammen mit wohl 70 000 anderen am Berliner Opernplatz steht und seine eigenen Bücher verbrennen sieht, zwanzig Jahre erklärt er: „Es begann mit Fackelzügen und endete mit Feuerbestattung.“
Die Metapher passt, solange mit ihr gemeint ist, dass es die Deutschen selber waren, die ihre Städte in Schutt und Asche gelegt haben. Das Problem mit solchen Vorhersagen im Nachhinein ist, dass sie die Sache selber als eine rein symbolische verstehen lassen, es führt in die Irre: Als hätte sich hier die Kulturfeindlichkeit der Nazis gezeigt. Nein, hat sie nicht, gezeigt hat sich, was gezeigt wurde.
Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852), seit 1883 als Denkmal im Stadtpark Bochum | thw
Für Nazis haben die Festspieljahre des Erinnerns begonnen: Was 1933 geschah, jährt sich zum 88. Mal, die 8 steht ihnen für den achten Buchstaben, die Doppelacht für „Heil H“. Zehn Jahre noch bis Stalingrad, am 10. Mai, heute, werden erst mal Bücher verbrannt: „Es gibt Bücher genug, die von Henkershand samt ihren Verfassern verbrannt zu werden verdienen“, hatte schon Friedrich Ludwig Jahn erklärt, der „Turnvater“. Überall im Land sind ihm, dem Bücher schreibenden Buchverbrenner, Denkmäler gesetzt. Lassen sie sich stürzen, indem man sie stehen lässt? Teil (I) der Frage.
Kolumbus geköpft, Jefferson gestürzt, Churchill eingehaust. So war es im letzten Sommer, in Bristol wurde die Statue eines Sklavenhändlers, Edward Colston, im Hafen versenkt, in Gent die Statue von Leopold II – der belgische König war einer der brutalsten Kolonialisten aller Zeiten – erstickt.
Zeltfestival Ruhr 2015 Foto: Manfred Kopka Lizenz: CC BY-SA 4.0
Das Zeltfestival Ruhr am Kemnader See in Bochum und das Dinslakener Fantastival werden 2021 nicht stattfinden. Beide Veranstalter haben sich wegen der Pandemielage dazu entschieden, die Festivals auf 2022 zu verlegen.
So sollte es nach Corona in der der KAUE weitergehen – Foto von Emschertainment
Oberbürgermeisterin Karin Welge hat die Kündigung des Mietvertrages der KAUE nach öffentlichem Druck wieder zurückgenommen. Etwas nebulös heißt es in einer offiziellen Stellungnahme: „Es geht uns dabei nicht um die Rücknahme einer Kündigung, sondern um die Möglichkeit, mit einem neuen Vertrag die Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Kulturszene neu zu gestalten“. Was wie der Beginn des kulturellen Sparkurses begann, wird jetzt zu einem kommunalen Possenspiel. Ein kurzer Text über Sparkommissare, Soziokultur, Stadtumbau und die Frage, wer die Politik in der Stadt bestimmt.
Essen Marketing und das städtische Kulturamt wollen coronakonforme Auftrittsmöglichkeiten für die Musik- und Kulturszene schaffen. Zwischen Juli und September sind Open-Air-
Olli Schulz muss schon wieder seine Konzerte verschieben Foto: Jenna Dallwitz
Der Mai-Termin (29.05.) von Olli Schulz & Band im Dortmunder Westfalenpark bei den Juicy Beats Open Air Sessions muss aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung auf den 02.07. verschoben werden. Alle schon erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit.
Die sympathischste Person des deutschen Singer-Songerwritertums ist nicht nur Sänger, sondern auch Moderator und Schauspieler. In seinem Podcast ›Fest & Flauschig‹, den er zusammen mit Jan Böhmermann betreibt, hat er schon oft davon berichtet, wie sehr er es vermisst live mit seiner Band aufzutreten.