Die verplemperte Zeit – eine Anekdote

architecture – gemeinfrei

Ist die Wirtschaftswissenschaft eine normative Disziplin? Diese Frage bewegte mich während meiner Anläufe an zwei unterschiedlichen Universitäten. Eine Brutstätte für zukünftige honorarige Berater, ob gegenüber der Politik oder privat? Die angebliche Wissenschaft ließe sich auf ein Motto reduzieren: Komm – und lass dich rational verarschen.

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Premiere in Gelsenkirchen: Old, New, Borrowed, Blue

„Old, New, Borrowed, Blue: In Honour Of“ am Musiktheater im Revier (Foto: Costin Radu)

Am 25.11. hatte im großen Haus des Musiktheaters im Revier der neue Ballett-Abend unter dem Titel „Old, New, Borrowed, Blue“ Premiere. Er vereint vier Choreographien von David Dawson, Uwe Scholz, Bridget Breiter und Jiří Kylián, die zwischen 1986 und 2014 entstanden sind und stilistisch von reinstem neoklassischen Ballett bis zu zeitgenössischem reichen.

Den Auftakt des Abends bildet David Dawsons „A Sweet Spell Of Oblivion“ von 2007 zu Präludien aus Johann Sebastian Bachs „Das wohltemperierte Klavier“.

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Die Panik – Eine Anekdote

eyes – gemeinfrei

Zuhörer lösen in mir Panik aus, sogar bloß mögliche. Dies wäre nicht weiter schlimm, wer benötigt schon Zuhörer, ob an Stränden oder in irgendwelchen Bergen, doch ich lebte und lebe in Städten, die von Menschen angefüllt waren und sind. Menschen. Zweibeinige lärmende Ungeheuer, denen es nichts ausmacht, andere zu Zuhörern zu degradieren, oder falls man ihnen eine Belästigung vorwirft, allenfalls ein Weghören anraten. Warum ich dies erwähne? Ich bin Musiker. Und die mich regelmäßig ereilende Panik nahm im Laufe meiner Karriere nicht ab, sondern verstärkte sich.

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Das Konzert von London Grammar in Köln

Vor vier Jahren legten London Grammar mit ihrem Debütalbum “If You Wait” (VÖ: 09.09.2013) den vorhergesagten, rasanten Aufstieg hin. Das Album wurde international fast unglaubliche zwei Millionen Mal verkauft, gewann den prestigeträchtigen Novello Award für den Titel ‘Strong’ sowie zwei AIM Independent Music Awards in den Kategorien ‘Independent Breakthrough of The Year’ und ‘PPL Award For Most Played New Independent Act’.

Am 09.  Juni 2017 erschien nach drei Jahren intensiver Arbeit ihr langersehntes zweites Album “Truth Is a Beautiful Thing”. Es klingt erwachsener als der Vorgänger, kommt aber immer noch mit einer unverkennbaren jugendlichen Energie daher.

Genau wie bei ihrem Debütalbum, wurden die Songs wieder fast ausschließlich von Hannah Reid, Dan Rothman und Dominic ‚Dot‘ MajorDot geschrieben, die dabei ihre Erlebnisse aus den vergangenen 30 gemeinsamen Monaten verarbeiten. Das Trio arbeitete mit Größen wie dem Oskar-prämierten Produzenten Paul Epworth (Florence & The Machine, Bloc Party), dem Mercury-Nominierten Jon Hopkins (Brian Eno, King Creosote) und dem in LA lebenden Greg Kurstin (Sia, Beck) sowie Tim Bran und Roy Kerr, die auch schon an ihrem Debüt “If You Wait” mitarbeiteten.

Heute Abend stellten die drei Briten ihr zweites Album im Palladium in Köln vor.

Alle fünf Shows der somit heute gestarteten Deutschlandtournee von London Grammar sind komplett ausverkauft, was verdeutlicht, welche Entwicklung die Band in so kurzer Zeit genommen hat.

Die beiden Gründungsmitglieder, Sängerin Hannah Reid und Gitarrist Dan Rothman, lernten sich im Studentenwohnheim der Universität von Nottingham kennen. 2009 gründeten sie London Grammar und traten ausschliesslich als Coverband auf. Als der Perkussionist Dot Major dazustiess sollte sich das ändern. Sie begannen eigenen Songs zu schreiben und traten in kleineren Lokalen auf.

Der Durchbruch liess bis 2013 auf sich warten, als sie ihr Debutalbum “If You Wait” veröffentlichten. Mit dem Album und den beiden Hitsingles “Strong” und “Wasting My Young Years” eroberten sie die Musikwelt im Sturm. Der Langspieler wurde sogar mit dem iTunes “Album Of The Year” ausgezeichnet.

Heute Abend verzauberten London Grammar, um die charismatische Sängerin Hannah, mit ihre unverkennbaren Musik, einem Mix aus Indiepop mit Elektronik und TripHop-Anleihen, in die sie, sehr sparsam instrumentiert, sehr viel Intensität hineingelegt haben.

Termine:

25.11.17 Köln, Palladium (ausverkauft)

26.11.17 Berlin, UFO im Velodrom (ausverkauft)

28.11.17 Hamburg, Mehr! Theater (ausverkauft)

08.12.17 Stuttgart, Liederhalle – Hegel-Saal (ausverkauft)

09.12.17 München, Tonhalle (ausverkauft)

Veranstalter: Prime Entertainment

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