Wir und Heute – Oktobertöne

Die leisen Töne des Oktobers setzen ein. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Wälder erstrahlen im Herbstlicht und in Leverkusen knallen sie eine Autobahnbrücke in eine Giftmülldeponie. Aha. David und Martin kommen nach einer langen Sommertour langsam an. Oktober eben.

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Vor dem Gericht 2

Amtsgericht Dortmund, Foto: Lucas Kaufmann, CC 3.0
Nähert man sich dem Amtsgericht über den leeren Gerichtsplatz, so sieht man sehr schnell den Pulk von Menschen, die sich vor der sicherheitsverglasten Eingangstür knubbeln. „Das kann doch nicht… soll ich mir das wirklich… ach nö… da komm ich doch morgen… Ich muss doch gar nicht, ich will doch nur…“ sind die Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, aber dann stellt man sich doch auf die unterste freie Stufe und wartet…

Zwei Zigaretten auf der unterste Stufe und man realisiert zwei Dinge. Erstens: Wenn Leute in das Gebäude gelassen werden, dann im Schwall von vier bis siebzehn Leuten. Zweitens: Immer wieder gehen Leute an der Schlange vorbei, drängeln sich an die Tür und werden widerspruchslos eingelassen.

Nach der dritten Zigarette, mitlerweile auf der vorletzten freien Stufe (hinter einem hat sich ein Neuer eingereiht) , die nächsten Erkenntnisgewinne. Drittens: DAS WIRD DAUERN! Viertens: Die Leute die sich an der Schlange vorbeiquetschen sind dem Sicherheitspersonal bekannt und erfüllen eine Aufgabe innerhalb des Gebäudes. Fünftens: Der ältere, grinsend aus dem Gebäude kommende, Mann mit blau pinken Schuhen und pinker Krawatte (welche sich farblich mit dem rosa Aktendeckel beissen) ist wahrscheinlich Anwalt, der nicht grinsende Mann, im schwarzen Windbraker hinter ihm, wahrscheinlich nicht.

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Der Ruhrpilot

Antisemitische Demonstration 2014 in Dortmund.


NRW: 
Linkspartei – Eine Hochburg des Hasses auf Israel…Mena-Watch
NRW: Land erhält von EU 74 Millionen mehr…RP Online
NRW: Nur vier Prozent wollen keine homosexuellen Nachbarn…Queer
NRW: Falken gegen Wölfe…Jungle World
Debatte: Habemus Obergrenze?…FAZ
Debatte: Grüne lehnen Unions-Einigung über Zuwanderung ab…Welt
Debatte: Maximal 200.000 Flüchtlinge jährlich…taz
Debatte: Che Guevara – der gescheiterte Messias der Weltrevolution…NZZ
Debatte: Schröders jüngster Bärendienst…Post von Horn
Ruhrgebiet: Lit.Ruhr mit Spurensuchern, Kraftwerkern und Fetischisten….WAZ
Bochum: Hellen Medien GmbH zahlungsunfähig und überschuldet…Bo Alternativ
Bochum: Stadt baut knapp 2000 Plätze für Flüchtlinge ab…WAZ
Bochum: Krach am Prinz-Regent-Theater…WAZ
Dortmund: Aus dem Spiel genommen…WAZ
Dortmund: Hier soll urbanes Leben entstehen…WAZ
Duisburg: Tierpark soll unter das Dach des Stadtkonzerns…WAZ
Essen: Im Eulenspiegel-Filmtheater ist plötzlich Musik drin…WAZ

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Wir und Heute – Friedensnobelpreis

So nah dran am Friedensnobelpreis waren wir noch nie, wie in dieser Woche. Unser Kollege Can Dündar war nominiert – und hätte gewinnen können. Spannend. Dann war da noch das Literaturfest Ruhr in der Essener Philharmonie, was aber nicht ganz so prickelnd war, wie es hätte sein können. Martin regt sich ganz schön auf. Und David hat so gut wie nichts davon mitgekriegt.

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Der Ruhrpilot

Abellio befährt die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die Müngstener Brücke Foto: Abelio


NRW:
 Wie die Bahn-Konkurrenten nun an einem Strang ziehen wollen…Welt
Debatte: „Eine Lösung, bei der sich keiner verleugnen muss“…Welt
Debatte: Bei langen Koalitionsverhandlungen drohen Fahrverbote…Welt
Debatte: Wie der Individualismus das Parteiensystem zerstört…Cicero
Debatte: Ein Jein zu Sanktionen…Jungle World
Ruhrgebiet: „Die Region hat sich das industrielle Herz bewahrt“…Ruhr Nachrichten
Bochum: Berufskolleg sucht nach besonderen Talenten…WAZ
Bochum: 20 Jahre Medizinische Flüchtlingshilfe…Bo Alternativ
Dortmund: „FZW, Phoenixhalle und die Rolle des IMMF“…Nordstadtblogger
Dortmund: Betriebe haben Probleme mit der Firmennachfolge…WAZ
Duisburg: Link spricht mit Krieger auf der Expo…RP Online
Essen: Werden die Lichtwochen zu modern?…WAZ

Premiere in Oberhausen: Antigone (irgendwie von Sophokles oder so)

Christian Bayer als Antigone am Theater Oberhausen (Foto: Isabel Machado Rios)

Babett Grube ist Hausregisseurin am Theater Oberhausen. Sie stellte sich am 6.10. mit einer erstaunlichen Antigone dem Publikum vor. Nach den arg rumpeligen Schimmelmanns nun also ganz hehre griechische Tragödie auf der großen Bühne. Folgerichtig sitzt auch ein Teil des Publikums in einem Miniamphitheater auf der Bühne, der Rest darf ganz normal im Zuschauerraum Platz nehmen. An den Seiten des Portals stehen mehrere Flipcharts. Sie spielen im Weiteren keine Rolle mehr. Am Rand  der Bühne sind Tische mit diversen Computern, Bildschirmen und einigen anderen technischen Apparaturen aufgestellt. Aus dem Bühnenhimmel baumeln Schläuche und LED-Lichterketten herunter. Tragödie als Versuchsanordnung, Antigone als Laborratte. Warum nicht? Vier Darsteller laufen schon während des Einlasses geschäftig herum, mit Laptops in der Hand, tippen darauf herum, murmeln irgendwas und sprechen auch mal kurz mit dem einen oder anderen Zuschauer. Dann stürmen sie irgendwann zu den Türen, rufen sich gegenseitig „sichern!“ zu

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Der Ruhrpilot

Lutz Lienenkämper: Foto: Finanzministerium NRW Lizenz: Copyright


NRW: 
„Grüne Ideologie ist eine Gefahr“ …KStA
NRW: Wagner zum neuen AfD-Fraktionschef gewählt…RP Online
Debatte: Juden können nicht mit Rechtspopulisten zusammenarbeiten…Welt
Debatte: Er ist wieder da…FAZ
Debatte: Gab es doch keinen Hinterhalt im Schanzenviertel?…Welt
Debatte:  Entscheidung für Ican ist utopisch…FAZ
Debatte: Ausgestorben – für die Ewigkeit…NZZ
Debatte: Digitale Aufrüstung…Jungle World
Ruhrgebiet: Stefanie Sargnagel auf der lit.Ruhr…Der Westen
Bochum: Endlich freie Fahrt über die Buselohbrücke…WAZ
Dortmund: „Die Stadt hat zu knapp kalkuliert“…WAZ
Duisburg: Lesungen auch im Elefantenhaus…RP Online

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Symposium mit wenig Zukunft an der Folkwang

Tradition gegen Zukunft: „Der grüne Tisch“ von Kurt Jooss. (Foto: Andrea Mohin)

Im Frühjahr diesen Jahres veröffentlichte die vom Kunsthochschulbeirat beauftragte  Tanzkommission NRW ihren Abschlussbericht. Ein Jahr lang hatte sie die Tanzausbildung in NRW – an der HfMT Köln und der Folkwanguniversität der Künste in Essen unter die Lupe genommen. Obwohl der Bericht aufgrund methodischer Mängel sowie faktischer Fehler nicht unproblematisch ist und sogar nachgebessert werden musste, enthielt er doch in seiner Grundtendenz richtige Thesen: An der HfMT mangelt es der eigentlich gut und zukunftsfähig strukturierten Tanzausbildung an räumlicher und personeller Ausstattung, an der Folkwang führt eine allzu starke Fixierung auf die Tradition – Jooss, Leeder, Bausch – dazu, dass die Studierenden kaum noch marktgerecht ausgebildet werden. Sowohl etliche Leiter von Tanz-Ensembles wie auch ehemalige Studierende der Folkwang Universität bestätigen diesen Eindruck.

Nun kündigt die Folkwang Universität für den 13. bis 15. Oktober ein Symposium „Folkwang Tanz“ an.

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Der Ruhrpilot

Nazi-Demonstration in Dortmund am 1. Mai 2014


NRW:
 Rechtsradikale Straftaten auf Rekordhoch…RP Online
NRW: Hort der Israel-Gegner in der Linkspartei…Tagesspiegel
Debatte: In der Opposition droht die SPD unterzugehen…Welt
Debatte: «Ich kann vor diesem neuen deutschen Grössenwahn nur warnen»…NZZ
Debatte: Mehrheit der Deutschen will Obergrenze für Flüchtlinge…FAZ
Debatte: „Was Merkel gemacht hat, war hochgradig brutal“…Welt
Debatte: Etablierten Parteien laufen die bürgerlichen Wähler weg…FAZ
Debatte: Performance statt Revolte…Jungle World
Debatte: Sezession ins Nirgendwo…Novo
Debatte: Ostdeutschland war von Anfang an ein Fehler, sagt dieser Historiker…Vice
Debatte: Potemkin-Imitator will SPD erneuern…Post von Horn
Bochum: Shitstorm wegen Nazisymbol…Akduell
Bochum: Erste Straßenbahn 302 nimmt Kurs auf Bochum-Langendreer…WAZ
Dortmund: Sturm-Opfer im Hotel-Zug…WAZ
Duisburg: Viele schöne Eindrücke hinterlassen…RP Online
Duisburg: Fast fünf Monate Alkoholverbot…RP Online
Duisburg: Lit.Ruhr startet amüsant mit Wladimir Kaminer…WAZ
Essen: Stadt wirbt mit den Vorzügen seines Büromarktes…WAZ

Lambert – der Piano-Mann mit der Maske kommt in die Kölner Kulturkirche

Credit: Andreas Hornoff

Seine Maske, die einer Antilope gleichkommt, wirkt so sagenhaft wie seine Musik. Wenn Lamberts Hände über Moos, Steine und Asphalt gleiten, erzeugen sie Töne, die verzaubern und sein Klavierspiel am echten Piano hat etwas so Erhabenes, dass man gebannt zuhören muss.

Von ihm ist nicht viel mehr bekannt, als seine vorsichtig-filigrane Klavierkunst, mit der er seinen “Reworks” neues Leben einhaucht. Lambert interpretiert Songs von Deichkind, Trümmer, Die Sterne, Tocotronic, Beatsteaks, Bonaparte und Ja, Panik derartig neu, dass man sie als kleine Mini-Sinfonien wiederfinden kann. Er vereint Popkultur, Jazz und Klassik und zaubert daraus wunderschöne Klaviermusik.

Im Mai 2014 erschien sein Debütalbum “Lambert”, auf dem allerdings seine eigenen Songs zu hören waren.  Das Album, welches auf dem Berliner Label Staatsakt veröffentlicht wurde, hat Lambert selbst produziert und wurde von Nils Frahm abgemischt und gemastert. Mit ihm gelang ihm sein musikalischer Durchbruch.

Am 12. Mai diesen Jahres veröffentlichte der Wahlberliner sein bereits viertes Werk. 

Auf „ Sweet Apocalypse“ setzt sich Lambert auf ganz persönliche Art und Weise mit Ängsten, von denen bekanntlich viele aus der Vergangenheit weit über das Heute hinausspuken, in 12 Kompositionen auseinander.

Mal spendet er Trost, mal streichelt er sanft die Katze namens Melancholie, mal entwickelt er aus der Angst einen überlebensgroßen Pathos und lässt uns unerwartet über den Dingen schweben. Auf seinem dritten Album – dem ersten, das er für das in London ansässige Label Mercury KX aufgenommen hat – beweist der maskierte Pianist Lambert wieder einmal eindrucksvoll, dass er die komplette Gefühlsklaviatur des Lebens mit enormer Leichtigkeit spielen kann.

Sein Gespür für kleine, große Melodien ist dabei immer noch außergewöhnlich. Bei diesem Ausnahmetalent beschleicht einen ständig das Gefühl, dass ihm nie die feinen Melodien ausgehen.

Auf seiner Tournee zum aktuellen Album, die am 18. Oktober in Istanbul ihren Auftakt haben wird, wird er am 28.10. in der Rotunde in Bochum und am 15.11. in der Kulturkirche in Köln zu Gast sein.

Karten für beide Termine gibt es unter www.ticketmaster.de.

28.10.2017 Rotunde Bochum

15.11.217 Kulturkirche Köln

Veranstalter: Konzertbüro Schoneberg