Der Ruhrpilot

IMG_20140430_192926Dortmund: 47 Strafverfahren gegen Neonazis…Der Westen

NRW: Laschet fordert Klartext von Mißfelder…Bild

NRW: Land  soll neue „Urwälder“ bekommen…RP Online

Ruhrgebiet: Schrebergärten gibts nur über Wartelisten…Der Westen

Bochum:  „Solche Äußerungen sind unverschämt“…WZ

Bochum: Pariser Tagebuch 1942-1944…Bo Alternativ

Bochum: SPD-Chef aus Bochum-Hamme rechnet mit Altkanzler Schröder ab…Der Westen

Duisburg: Polizei  kündigt konsequentes Vorgehen gegen Gewalt bei Mai-Demos an…Der Westen

Duisburg: Duisburgs OB fordert Investitionen…Der  Westen

Essen: RWE startet Testbetrieb für Hightech-Stromkabel…Welt

Dortmund Liveticker: Proteste gegen Nazis und Fackeln

bockwurst_nazisDemonstration von Nazi-Gegnern in der Innenstadt, eine Kundgebung der Partei „Die Rechte“ mit Fackeln in Westerfilde und das Urteil im HirschQ-Prozess.  Wir begleiten die Geschehnisse mit einem Liveticker.

20.51 Uhr: Die Leute die heute für uns unterwegs gewesen sind, sind in der Zwischenzeit alle gesund und munter heimgekommen. Während die Kollegen also nun den wohlverdienten Feierabend genießen, stehen die Nazis immer noch in Westerfilde. Um gute Kundenbindung bemüht, geht die Polizei bei der Feststellung der Personalien besonders sorgfältig vor… immerhin regnet es nicht… Für heute sind wir raus und bedanken uns bei allen die mitgearbeitet und mitgelesen haben… Morgen gibt es dann auch eine ordentliche Nachbetrachtung…

20.34 Uhr: Wie aus Kreisen der Antifa gerade verlautbart wird, ist es wohl Essig mit dem Feuerzauber der Nazis in Westerfilde, gerade soll die Polizei die Veranstaltung der Rechten beendet haben. Begründung der Polizei soll übrigens genau die Anzeige wegen des Verdachtes auf Volksverhetzung… Nix mit Fackelumzug.

20.24 Uhr: Mit kritischen Tönen kommt man in Duisburg nun auch zum Ende. In den abschließenden Redebeiträgen schimpft man auf die antisemitischen und antiimperialistischen Töne, die immer wieder aus den Zirkeln um Hermann Dierkes zu hören und zu beobachten sind.

20.09 Uhr: Und wieder etwas aus Duisburg. Die Demonstration von Duisburg mon amour kommt nun langsam an ihr Ziel. Dazu hat man sich einen in Duisburg nicht ganz unbekannten Ort ausgesucht. In unmittelbarer Nähe zum „Crazy Monkey“, einem stadtbekannten Treffpunkt der örtlichen Hool- und Neonaziszene findet die Abschlusskundgebung statt.

19.47 Uhr: „Wir werden bei der Kommunalwahl nicht die Mehrheit bekommen…“ So Dennis Giemsch in einem seltenen Moment der Selbsterkenntnis, bevor man ihn nicht mehr verstehen konnte. 300 Gegendemonstranten mit Vuvuzelas und „Nazis raus“ Rufen sind einfach zu laut, als das man ihn weiter als 20m weit hören könnte… „Sieht aus wie’n Zeuge Jehovas, der’n Wachturm verteilen will“, so ein Zuschauer.

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bodo im Mai: Jahnke, Bejarano, Rottstraße

bodo_Titel_201405Soziales, Kultur, Geschichten von hier. Das Straßenmagazin erscheint im Mai mit diesen Themen. „bodo“ gibt es nur auf der Straße. Das Magazin kostet 2,50 Euro, die Hälfte behält der Verkäufer.

Gerburg Jahnke
Die überzeugte Oberhausenerin gehört zu den bedeutendsten deutschen Kabarettistinnen. Weil sie die „Ignoranz gegenüber weiblicher Humorfähigkeit“ nervt, betreibt sie mit Formaten wie „Ladies Night“, „Damenbad“ oder „Frau Jahnke hat eingeladen“ ganz praktische Frauenförderung in der Branche.

Sehen wie hören
Wer unter Gebärdensprache sachliches Zeichengeben versteht, wird nach einer Aufführung in der Reihe „lautlosstark“ im „Rottstr5 Theater“ anders denken. Gestik und Mimik der Simultanübersetzung entwickeln eine darstellerische Kraft, wie man sie vom expressiven Stummfilmkino kennt.

Esther Bejarano
Als Mitglied im Mädchenorchester von Auschwitz überlebte sie die Shoa. Heute, mit 89 Jahren, ist sie mit einer HipHop-Band auf Tour. Eine Begegnung mit einer faszinierenden Frau.

Gewollte Stadt
Auf das Doppelte verbreiterten Straßen, Hochhäuser mit bis zu vierzig Stockwerken – aus Dortmund-Dorstfeld sollte 1918 ein Ruhrgebiets-Manhattan werden. Entschädigungen für Abrisse sollte es nicht geben. Das Ergebnis: Ein Modernisierungsstop, der bis weit in die 1970er Jahre wirkte.

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„Zarathustra“: Ein kleiner Rap-Horrorfilm made in Borken

Eine einsame Hütte im Wald. Eine Joggerin. Und jede Menge Blut. Das gestern erschienene Video zu dem Rap-Song „Zarathustra“ der aus Bottrop und Köln stammenden Rapper Terminus, Proton und Pille ist ein kleiner Horrortrip im besten B-Movieformat. Der Filmemacher Rafael Gudelius (Delicious Films) stand bei der Produktion in Borken hinter der Linse, ein knackiger Jinxstrumentals-Beat rundet das Projekt ab. Herausgekommen ist ein gut gemachter Clip mit viel totem Fleisch, Schweiß, Tränen und einer Portion schwarzem Humor. Watchbefehl!

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Dortmund: Bündnis BlockaDo will Nazi-Demonstrationen heute und morgen blockieren

bockwurst_nazisNachdem klar ist, dass die Nazis heute und am morgigen 1. Mai im Dortmunder Stadtteil Westerfilde marschieren werden, hat das Anti-Nazi Bündnis BlockaDo für beide Tage Blockaden der Nazi-Demonstrationen angekündigt.

Zwei Mal werden die Nazis im Dortmunder Stadtteil Westerfilde demonstrieren: Für heute Abend um 20.00 Uhr ist eine Kundgebung mit Fackeln geplant, morgen  Mittag wird die 1. Mai Demonstration durch Westerfilde ziehen. Die für heute Abend 19.30 Uhr angekündigte Kundgebung der Nazis findet um 19.30 Uhr statt. Erstmals, verkünden die Nazis stolz, seien Fackeln erlaubt worden. Der angekündigte  Fackelmarsch allerdings offenbar nicht. Die morgige 1. Mai Demonstration wird aller Wahrscheinlichkeit am S-Bahnhof  Westerfilde starten. Als Redner sollen dann  neben Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt auch die Berliner NPD-Funktionären Maria Fank, Sven Skoda und Dieter Riefling auftreten.

Das Dortmunder Anti-Nazi Bündnis BlockaDo plant an beiden Tagen durch Blockaden die Nazi-Aufmärsche zu verhindern. Nach einer Demonstration in der Innenstadt, die heute um 17.00 Uhr beginnt, sollen die Teilnehmer nach Westerfilde fahren, um die geplante Kundgebung der Partei „Die Rechte“ zu verhindern.

Morgen werden sich die Nazigegner um 9.00 Uhr an der Katharinentreppe treffen, um dann erneut nach Westerfilde zu fahren und mit Blockaden den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai zu verhindern. BlockDo-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke: „In Westerfilde ist das besonders brisant, hetzen die Nazis dort

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Der Ruhrpilot

Philipp Mißfelder Foto: Jacquez Lizenz: CC 3.0
Philipp Mißfelder Foto: Jacquez Lizenz: CC 3.0

Ruhrgebiet: CDU-Mann Mißfelder fällt bei Unionsspitze in Ungnade…Handelsblatt

NRW: „An allerniedrigste Instinkte appelliert“…Domradio

NRW: Chancenlos gegen fremdenfeindliche Wahlwerbun…Süddeutsche

NRW:  Selbst RauteMusik und Ströer wollen funken…Werben & Verkaufen

Ruhrgebiet: Funke testet Fußballmagazin „Futbol Ateşi“…Kress

Ruhrgebiet: Im Sommer wählen womöglich zehntausende Türken in Essen ihren Präsidenten…Der Westen

Dortmund: Stadt fordert 658.000 Euro von Ex-Angestellter…Der Westen

Duisburg: SPD schickt Bürger weg…Der Westen

Essen: „essen.net“ – das ging ins Auge…Der Westen

Herne: Bärbel Beuermann tritt zur SPD über…Der Westen

Debatte: „Beitrittsverhandlungen mit Türkei sofort stoppen“…Welt

Dortmund: Polizei gibt Route bekannt – Nazis marschieren durch Westerfilde

nazis20130501do8Die Polizei hat den Stadtteil bekannt gegeben, in dem die Nazis am morgigen Mittwoch und am 1. Mai demonstrieren werden: es ist Westerfilde:

Die Polizei Dortmund informiert die Einwohner und Geschäftsleute von Westerfilde ab sofort über die leider unvermeidbaren Einschränkungen, die sich durch die angemeldeten Demonstrationen ergeben. Ziel der Polizei ist es – im Sinne der Dortmunder Bürger – jegliche Eskalation, wo immer es möglich ist, zu unterbinden.

Der Polizeipräsident legt besonderen Wert auf die Feststellung, dass trotz deutlicher Hinweise auf Teilnehmer aus dem rechtsextremistisch-kämpferischen Umfeld ein Verbot nicht durchzusetzen war.

Durch die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster und des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen sind Rahmenbedingungen geschaffen worden, die jetzt von der Polizei umgesetzt und ausgestaltet werden.

Die Polizei wird jeden Dortmunder schützen, der sein Recht auf friedlichen Protest wahrnimmt.

Mit der frühzeitigen Bekanntmachung der Marschrouten erleichtert die Polizei die Planung von Blockaden gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai. Auch die Berliner Polizei gab in der vergangenen Woche die Marschroute der NPD bekannt – die Demonstration konnte die Blockaden aufgehalten werden – die Nazis kamen nur 200 Meter weit. Eine für den 1. Mai geplante Demonstration wurde von der NPD mittlerweile abgesagt.

Die Dortmunder Polizei ist damit gescheitert, die Demonstrationen der Nazis verbieten zu lassen. Durch die Bekanntgabe der Wegstrecken der Nazis erleichtert sie nun den zivilen Ungehorsam.

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Protestkundgebung gegen die Verabschiedung eines neuen Bebauungsplans für ‚Datteln 4‘ angekündigt

Blick von Waltrop-Oberwiese in Richtung Datteln. Foto: Robin Patzwaldt
Blick von Waltrop-Oberwiese in Richtung Datteln. Foto: Robin Patzwaldt

Lange Zeit war es still um das Anfang des Jahres neu gegründete ‚Aktionsbündnis gegen Datteln 4‘. Doch nun haben die Kraftwerkskritiker eine erste größere Aktion angekündigt.

Am 14. Mai 2014 will man vor der Dattelner Stadthalle eine Protestkundgebung durchführen. Denn an diesem Tag beabsichtigt dort der Dattelner Stadtrat die Verabschiedung des neuen Bebauungsplans. Dieser ist erforderlich geworden, da die ursprüngliche Variante einer rechtlichen Überprüfung nicht standhielt. Der zweite Anlauf soll nun sitzen, wenn es nach dem Willen der klaren politischen Mehrheit in der Kanalstadt geht.

Die Organisatoren des Aktionsbündnisses überzeugt das Vorhaben jedoch keinesfalls. Sie wollen ihren Unmut an diesem Tag ab 15.30 Uhr (erneut) kundtun und auf die Problematik aufmerksam machen:

„Beim Bau des E.ON-Kraftwerks in Datteln wurde massiv gegen geltendes Recht verstoßen: Ziele der Landesplanung wurden ignoriert, die Rechte der Anwohner grob verletzt, die Belange des Umweltschutzes nicht berücksichtigt. Deshalb hat das Oberverwaltungsgericht vor mehr als vier Jahren den Bau gestoppt.

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Party mit Putin – Gab es was umsonst, Herr Mißfelder?

Philipp Mißfelder Foto: Jacquez Lizenz: CC 3.0
Philipp Mißfelder Foto: Jacquez Lizenz: CC 3.0

Nicht nur Putin feierte mit Gerhard Schröder Geburtstag – auch Phillipp Mißfelder, als  ewiges Talent der CDU sowas wie ein christdemokratischer Lars Ricken, war bei der Autokraten-Party dabei.

Schröder feierte seinen Geburtstag mit Russlands Präsidenten Vladimir Putin auf Kosten von Nord-Stream. Schröder ist  Vorsitzender des Aktionärsausschusses des Unternehmens. Dafür wurde Schröder aus guten Gründen kritisiert: Man solle als Sozialdemokrat  nicht mit einem Autokraten die Krimsektgläser krachen lassen. So etwas ist peinlich, vor allem wenn man mal Bundeskanzler war.

Aber das ist lange her: Schröder versilbert seinen Ruf seitdem er kein politisches Mandat mehr hat. Anders der Recklinghäuser CDIU-Abgeordnete Phillip Mißfelder: Der hat nicht nur ein Bundestagsmandat, sondern war bis März Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit und ist Schatzmeister der CDU in NRW, sondern auch immer da, wenn es etwas zu holen gibt. Zum Beispiel als strategischer Berater des Verlages teNeues. Was Mißfelder, dessen besondere Talente bis heute verborgen blieben, da berät, ist unklar, was er für seine Leistung bekommt, indes nicht: 100.000 Euro im Jahr. Aber Mißfelder macht es auch billiger: Ein Kaviarschnittchen, ein Gläschen Sekt und vielleicht noch einen Wodka – dafür erhalten dann zwar weder Putin noch Schröder eine ausgiebige Beratung, aber immerhin des Anwesenheit Mißfelders auf der Schröder-Party mit Putin, wie n-tv berichtet:

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