Protest gegen PRISM in Bochum

Anti ACTA-Demo 2012 in Dortmund
Anti ACTA-Demo 2012 in Dortmund

Morgen findet in Bochum eine Demonstration gegen das Überwachungsprogramm PRISM statt.

 

Der AK Vorrat, Digitalcourage und verschiedene Kreisverbände der Piraten, Grünen und Linkspartei gehören zu den Unterstützern der Demonstration gegen das Überwachungsprogramm PRISM die morgen in Bochum stattfinden wird.

Demonstration gegen PRISM: Samstag, 27. Juli, Beginn 13:37 Uhr auf dem Husemannplatz. Ende ca. 16:00 Uhr

Bärendelle: Offener Brief an Essen OB Paß

baerendelleDer Herner Sozialpfarrer Jürgen Klute sitzt für die Linkspartei im Europaparlament. Nach der Räumung der Bärendelle hat er einen offenen Brief an Essen Oberbürgermeister Reinhard Paß geschrieben. Die WAZ hat zudem die Reaktionen der Essener Lokalpolitiker zur Räumungen zusammengefasst

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wie viele andere Bürger unserer Region habe ich die Besetzung und die am frühen Morgen des 24. Juli erfolgte Räumung des leerstehenden Schulgebäudes an der Essener Bärendelle verfolgt. Mit diesem Schreiben wende ich mich an Sie, um Ihnen gegenüber – als dem höchsten Vertreter der Stadt Essen und für den Einsatz politisch Verantwortlichen – mein Unverständnis über das Umgehen der Stadt mit den Besetzern und Besetzerinnen zum Ausdruck bringen.

Ich will mich klar ausdrücken: Ich halte es für ein Armutszeugnis seitens der Stadt und ihrer Vertreter, dass Sie keine andere Antwort auf das Engagement junger Menschen gefunden haben als einen martialischen Polizeieinsatz. Ob die konkreten Forderungen der Besetzerinnen und Besetzer des Schulgebäudes sinnvoll und umsetzbar wären, kann und will ich hier nicht beantworten. Die Tatsache, dass junge Menschen Interesse für die Entwicklung ihrer Stadt gezeigt haben, und dass sie sich aktiv und friedlich in die Belange der Stadt eingebracht haben, ist aus meiner Sicht zunächst einmal als positive Tatsache anzuerkennen. In diesem Eindruck hat mich auch mein Besuch an der Bärendelle am Vorabend der Räumung bestärkt.

Haben Sie sich überlegt, welchen Eindruck ein derart massiver und unverhältnismäßiger Polizeieinsatz als erste und bislang einzige Reaktion seitens der Stadt bei den Besetzern der Bärendelle, aber auch bei ihren Angehörigen und Bürgerinnen und Bürgern, die das Anliegen der Besetzer für wichtig und unterstützenswert halten, hervorrufen würde? Mit dem von Ihnen zu verantwortenden Einsatz der Polizeigewalt haben Sie diesen Menschen lediglich auf dumpfe, wenn nicht gar primitive Weise vor Augen geführt, wer in Essen das Sagen hat. Was bleibt, ist das Gefühl, dass es für die Forderungen der an der Besetzung beteiligten jungen Bürgerinnen und Bürger kein Interesse und kein Gehör gibt, und dass ihre Ideen in Essen keinen Raum finden sollen.

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Der Ruhrpilot

landtag_frontNRW: Rufen Sie Ihre Abgeordneten an…Post von Horn

Medien:  Kartellamt – Genaue Prüfung des Springer-Funke-Geschäfts…Bild

NRW II: Kommunen bitten Mieter zur Kasse…RP Online

NRW III: Frustrierter NRW-Bank-Chef schmeißt Verbandsposten hin…Manager Magazin

Bochum: Wie die Stasi die Ruhr-Uni ausspionierte…Der Westen

Dortmund: Mehrere Akteure bringen Problemimmobilie auf Vordermann…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Als das Ruhrgebiet noch schwarz war…RP Online

Duisburg II: Müllgebühren zu hoch…Der Westen

Duisburg III: CSD – Bunte Party auf der Bahnhofsplatte…Der Westen

Essen: Schon wieder alles ausgeplaudert?…Der Westen

Essen II: Star Wars-Akteure versprechen „riesige Party in Essen“…Der Westen

Hagen: Magie der monumentalen Baukörper…Revierpassagen

 

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WAZ kauft Springer-Regionaltitel

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Die Funke-Mediengruppe – ehemals WAZ-Mediengruppe – war  einkaufen: Bei der Axel Springer AG.

Der Essener Verlag  kauft von der Axel Springer AG das Hamburger Abendblatt, die Berliner Morgenpost und die Zeitschriften  Hörzu, Bild der Frau, TV Digital, Funk Uhr, Bildwoche, TV Neu und Frau von heute. Der Preis: 920 Millionen – von denen sich die WAZ 260 Millionen bei Springer leiht, um das Geschäft zu finanzieren. Springer will künftig vor allem im digitalen Bereich wachsen und konzentriert sich auf die Kernmarken Bild und Welt. Die WAZ weitet ihr Angebot im Regionalbereich massiv aus und wird künftig neben dem Ruhrgebiet, Thüringen und Braunschweig mit Regionalzeitungen auch in Hamburg und Berlin vertreten sein. Damit setzt das Verlagshaus nach Jahren des Abbaus und Rückzugs auf Wachstum im Print. Springer hingegen zieht sich aus  Teilen seines klassischen Verlagsgeschäftes zurück. Im Vertrieb und im Anzeigenbereich werden beide Verlagsgruppen künftig zusammen arbeiten.

Springer Chef Mathias Döpfner in einer gemeinsame Presseerklärung beider Verlage: „Die Entscheidung, uns von einigen der traditionsreichsten Marken des Hauses zu trennen, ist uns nicht leicht gefallen. Wir sind jedoch sicher, dass die Bündelung in derFunke  Mediengruppe, die sich im Kern auf regionalen Print- und Online-Journalismus sowie Magazine konzentrieren will, für eine langfristige Perspektive der Marken und deren Mitarbeiter das Beste ist. Die

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Herr Dr. Weymayr: Scientabilität – tut das weh?

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Dr. Christian Weymayr

Dr. Christian Weymayr veröffentlichte zusammen mit Nicole Heißmann das Buch „Die Homöopathie-Lüge“, das nunmehr als „Wissensbuch der Jahres“ nominiert ist. In einem ausführlichen Interview unterhielten wir uns mit ihm über das Konzept der Scientabilität.

Der Podcast „Hoaxilla“ brachte unlängst die Hörfassung dieses Interviews, das deswegen hier nur leicht redigiert – und ein wenig gekürzt – wiedergegeben wird.

Unser Gespräch war recht lang, zugegeben. Dabei gingen wir mehr in die Tiefe als in die Breite. Der folgende Text ist so wohl nichts für jemanden, der schnell Informationen zum Umgang mit Pseudowissenschaften sucht.

Wer aber mitgenommen werden möchte auf eine Reise zu Fragen der Wissenschaftstheorie, wer wissen will, mit welchem Schwert Dr. Weymayr Quacksalberei beenden will – und welchen Gefahren genau darin lauern, dem kann ich nur sagen: bitte einsteigen, Türen schliessen selbsttätig! (Transkription: Angela Aßmuth)

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It´s not over – Besetzung der Hauptschule Bärendelle in Essen

birgit_rydlewskiDie Dortmunderin Birgit Rydlewski ist Landtagsabgeordnete der Piraten in NRW und hat in den vergangenen Tagen die Besetzung der ehemaligen Hauptschule in der Bärendelle in Essen begleitet. Der Text unserer Gastautorin erschien bereits auf ihrem Blog.   

Von ungefähr Sonntag Nacht/Montag früh an hatte eine Gruppe junger Menschen (Plenum Bärendelle) das seit einigen Jahren leer stehende (und mangels Investor langsam verfallende) Gebäude der Hauptschule Bärendelle in Essen besetzt.

Gestern früh erfolgte die Räumung durch ein massives Aufgebot an Polizei.

Ich habe seit Montagnachmittag viele Stunden vor Ort verbracht. Aus mehreren Gründen:

  • Ich fühle mich der Antifa verbunden.
  • Ich bin der Auffassung, dass es dem Ruhrgebiet gesamt sehr gut tun würde, alternative, selbstverwaltete Projekte für Menschen zu fördern.
  • Ich kann mir vorstellen, dass eine Stadt ein leer stehendes Gebäude für eine Zwischennutzung frei gibt.

Was ich vor Ort erlebte:

Die Menschen dort waren allesamt friedlich und politisch hoch engagiert. Ich habe Gespräche verfolgt über feministische Sicht auf Filme, über Literatur und Kunst. All das gibt mir das Gefühl: Das sind Menschen, die das Zeug hätten, ein kulturelles, bildendes, politisches Projekt zu initiieren und zu betreiben. Die Atmosphäre dort war sehr angenehm. Musik, Kerzen, Gespräche. Und der einende Wunsch nach einem Ort, der dafür auch weiterhin verwendet werden kann.

Auf Twitter wurde mir vereinzelt „fehlendes Unrechtsbewusstsein“ vorgeworfen. Es gehe nicht, dass Menschen sich „ein Objekt der Begierde“ einfach nehmen würden. (Dass gerade „Piraten“ das so sehen, entbehrt nicht einer gewissen Komik.)

Ich bin etwas anderer Ansicht. Sicher. Es ist strafrechtlich relevant, in das Eigentum der Stadt Essen einzudringen. Auf der anderen Seite habe ich den Eindruck, dass es durchaus ein wirkungsvoller Protest war, um auf Missstände aufmerksam zu machen (mit friedlichen Mitteln). Ich war selber nicht im Gebäude und kann also nichts dazu sagen, ob es dort Sachbeschädigungen durch die Besetzer*innen gegeben hat. Allerdings habe ich die staatlich legitimierte Sachbeschädigung durch die Polizei am Eingangsbereich gesehen und deren Kettensägen etc.

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Der Ruhrpilot

Bahr_Portrait_Hero_457x280_120813NRW: Minister Bahr fordert Impfmobil…RP Online

NRW II: Menschen wurden durchschnittlich 77,7 Jahre alt…Kölner Stadtanzeiger

NRW III: Im 15-Minuten-Takt von Köln ins Ruhrgebiet…Kölnische Rundschau

NRW IV: Rot-Grün will in NRW das Wahlrecht mit 16 Jahren…Der Westen

Ruhrgebiet: Das fotografische Gedächtnis…Zeit

Bochum: Am Tresen mit Herbies Liedern…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Vierter Tatort – Dreharbeiten starten auf Dortmunder Hochhaus…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Bau-Stillstand – Kippt der Zeitplan für Eröffnung des Stadtfensters?…Der Westen

Essen: Messe Essen – Das links-grüne Spiel mit dem Feuer…Der Westen

Update III: Essen: Bärendelle geräumt – Demo um 18.00 Uhr

Bärendelle nach der Räumung. Foto: Plenum Bärendelle
Bärendelle nach der Räumung. Foto: Plenum Bärendelle

Die Polizei hat mit der Räumung der seit Sonntag besetzten ehemaligen Hauptschule an der Bärendelle in Essen begonnen. Die Polizeikräfte sammelten sich vor wenigen Minuten am S-Bahnhof Essen-West um dann den Zugriff zu beginnen. Kurz vorher wurde das Haus vom Stromnetz abgetrennt.

Update: Die Polizei hat die ehemalige Hauptschule an der Bärendelle geräumt. Die Räumung begann kurz vor sechs Uhr am Morgen. Am Einsatz gegen das besetzte Haus waren sowohl Räumpanzer als auch Hunde beteiligt. Die Besetzer ließen sich aus dem Haus tragen, die Räumung verlief nach Augenzeugenberichten friedlich. Ein Mitglied des Kulturbeirates hatte zuvor versucht, mit den Besetzern ins Gespräch zu kommen – die Stadt hatte bis zuletzt keinen Kontakt zu den Besetzern aufgenommen.

Update II: Ein Video von der Bärendelle, kurz vor der Räumung aufgenommen:

 

Update III: Um 18.00 Uhr findet eine Demonstration gegen die Räumung der Bärendelle statt. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Essen-West.