Der Ruhrpilot

Norbert Röttgen Foto: Norbert-Roettgen.de

NRW: Röttgen: rot-grün wäre inhaltsleere Machtoption…Focus

NRW II: Lindner flirtet mit SPD und Grünen…Welt

NRW III: Land verliert schon wieder Jobs…RP Online 

NRW IV: Grünen-Frontfrau Sylvia Löhrmann will radikale Rauchverbote…Der Westen

NRW V: In NRW bröckelt der gesellschaftliche Kitt…Zeit

NRW VI: Christian Lindner will Gerechtigkeit für Gymnasien…Ruhr Nachrichten

Ruhrgebiet: Gemeinsam um Firmen werben…Der Westen

Medien: WAZ baut Redaktionen um…Journalist

Bochum: Langendreerer Nazis müssen noch nicht in den Knast…Bo Alternativ

Bochum II: Viel Lärm für elf Rechtsextreme…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Friedlicher Protest gegen „Pro NRW“-Veranstaltung…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Langjährige Opern-Ehe könnte am Geld scheitern…Welt

Duisburg II: Neue Kontaktstelle für Loveparade-Opfer eröffnet…Der Westen

Essen: Essener Politiker stellen sich Wahlkampf im Klassenzimmer…Der Westen

Recklinghausen: Neonazis finden bin Laden gut…NRWREX

Umland: kein Radweg, kein Seitenstreifen, keine Chance…Zoom

Wer braucht noch Industrie? Wir in NRW!

Thomas Eiskirch

Große Teile der Öffentlichkeit haben sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum mehr für die Bedeutung der Industrie und die tiefgreifenden Wandlungsprozesse in der industriellen Produktion interessiert. Lediglich bei der Schließung großer Betriebe, in Reden zum 1. Mai oder bei Wahlanalysen (“Wie wählte die Industriearbeiterschaft“?) tauchte „Industrie“ noch auf; um danach – schwuppdiwupp – wieder aus der Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit zu verschwinden. Unser Gastautor Thomas Eiskirch ist Mitglied im Sprecherkreis der RuhrSPD und war bis zur Auflösung des Landtages von Nordrhein-Westfalen Wirtschafts- und Energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Der Mainstream setzte vor allem auf den Dienstleistungsbereich. Die Entwicklung der Aktienkurse war allemal spannender als die Produktions- und Innovationsprozesse in der sogenannten „old economy“. Der Mainstream beschritt damit aber den Holzweg. Denn seitdem 2008 / 2009 die Finanzmarkt-Blasen geplatzt sind, verändert sich die Wahrnehmung von Industrie in Politik und Gesellschaft deutlich.

Es zeigt sich, dass der „rheinische Kapitalismus“ mit seiner sozialen Marktwirtschaft sich im internationalen Vergleich wirklich gut behauptet: mit leistungsfähiger Industrie, qualitativ hochwertigen Produkten, werthaltigen Dienstleistungen und mit qualifizierter Arbeit, die auf Fachkräfte, soziale Partnerschaft und Mitbestimmung setzt. Während Wirtschaftssysteme, die systematisch auf billige Arbeit, entrechtete Arbeitnehmerschaften und schnelle Gewinne an den Finanzmärkten gesetzt haben, heute auf der Verliererseite stehen. Zu Recht.

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Die Grünen: Eine schrecklich nette Familie…Warum es sich zu bleiben lohnt.

Eine Antwort auf Robin Patzwalds „Zwei Jahre unter Grünen..“ von Ulrike Märkel, Bündnis90/Die Grünen, Ratsfrau Dortmund

Als ich den Grünen beitrat, bin ich auf zahlreiche engagierte Menschen gestoßen, die seit Jahren einen großen Teil ihrer Freizeit in die Arbeit der Ortsverbände, des Kreisverbandes, in den Bezirksvertretungen oder in der Ratsfraktion leisten. Ich traf Leute, die sich in Wahlkampfzeiten an den Wochenenden in den Fußgängerzonen die Füße platt stehen und keiner noch so schwierigen Diskussion mit den BürgerInnen aus dem Weg gehen. Und die sich nach Fierabend am Ende ihres ganz normalen Arbeitstages noch um die Anliegen der ‚kleinen Leute‘ kümmern.

Ich lernte bei den Grünen Menschen kennen, die kontrovers und leidenschaftlich diskutieren und sich bei manchen Themen „an die Köppe kriegen“. Ich erlebte Situationen, in denen eine Tür hart ins Schloss fiel oder laute Worte in der Hitze des Wortgefechts durch den Raum flogen. Und dennoch wurde am Ende -gemeinsam- oft bis spät abends debattierend, um einen Konsens

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Der Ruhrpilot

NRW: NRW-Wahl wird zur Zitterpartie für Rot-Grün…Welt

NRW II: Institut rügt rot-grüne Finanzpolitik…RP Online

NRW III: 120.000 Haushalten wird jährlich Strom abgedreht…Welt

NRW IV: Innenminister Jäger verbietet Hells Angel-Club…Ruhr Nachrichten

NRW V: Kandidaten nicht serienfähig…Post von Horn

Ruhrgebiet: Kraft will Ruhrgebiet zum „Fortschrittsmotor Klimaschutz“ machen…Welt

Bochum: Demonstration gegen pro NRW am Platz der Marienkirche…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Fachschaft kritisiert AStA…Bo Alternativ

Dortmund: Kommunikationsexperte analysiert Wahlplakate…Ruhr Nachichten

Dortmund II: Stadtwerke wollen Kündigungen am Flughafen vermeiden…Der Westen

Dortmund III: Nordstadt…FAZ

Duisburg: Der Letzte macht das Licht aus…Der Westen

Duisburg: Goodbye Hochkultur – Goodbye Duisburg…Xtranews

Essen: Spontanbesuch aus der Partnerstadt…Der Westen

Die Iran-Reise oder einer der menschenverachtendsten Texte, die ich je gelesen habe

Mahmud Ahmadinedschad, Präsident des Iran Foto: José Cruz Lizenz: CC

Der Iran ist eine menschenverachtende Diktatur. Die Opposition wird blutig unterdrückt. Frauen, Schwule und alle, die ihr eigenes Leben leben wollen verfolgt. Das Regime baut an der Atombombe und droht Israel mit der Vernichtung. Als Ausflugsziel ist es trotzdem beliebt.

Es ist einer dieser Texte die von so ungeheurer Menschenverachtung sind, das einem beim Lesen der Atem stockt:

Gibt es ein Land, in dem die 30 Stunden-Woche mit sechs Stunden an fünf Tagen eingeführt ist? Gibt es ein Land, in dem jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ob Baby oder Greis, ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält? Gibt es ein Land, in dem auch die Tätigkeit der Frau in der Familie als vollwertige Arbeit honoriert wird? Gibt es ein Land, in dem das Prinzip der Vergebung einen hohen Rang hat, in dem betroffene Angehörige eine Tat –

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Hannelore Kraft: „Zweimal Currywurst bitte“

Das ist nett gemacht. Die Sozialdemokraten unter unseren Lesern werden es nicht witzig finden, aber zugeben müssen: Hat was 🙂 Wem andere Fake-Werbung – egal zu welcher Partei – auffällt: immer her damit. Das bringt wenigstens etwas Farbe in diesen öden Wahlkampf.

Dank an Nobbi

Update FDP-Werbebrief – Keine klaren Antworten auf klare Fragen

Die FDP-Fraktion wirbt in einem Brief für sich – und das zeitlich sehr nah an den für die Partei überlebenswichtigen Landtagswahlen in Schleswig Holstein. Versandt wurde der Brief von FDP-Fraktionschef Brüderle.

Eine Sprecherin der FDP-Fraktion hat der Badischen-Zeitung erklärt, die Briefe seien Teil einer bundesweiten Kampagne. Sollte sich das nicht belegen lassen, hat die FDP ein Problem. Denn die Fraktionen dürfen zwar über ihre Arbeit informieren, haben sich aber in Wahlkampfzeiten zurückzuhalten. Darüber ob das, was die FDP-Fraktion mit dem Brief gemacht hat, legal ist, wird Bundestagspräsident Norbert Lammert entscheiden. Sollte es eine verbotene Wahlkampfhilfe für die Partei sein, hätte sich doe FDP kurz vor zwei wichtigen Wahlen selbst einen überflüssigen Skandal gebastelt.

Update:

Wir haben eine schriftliche Anfrage an die FDP-Bundestagsfraktion gestellt, die gerade beantwortet wurde – irgendwie:

Die Fragen waren eigentlich gan einfach:

1. Wurde der von Herrn Brüderle versandte Brief zum Thema Schulden ausschießlich in NRW und Schleswig-Holstein versandt oder erfolgte die Versendung bereits bundesweit?

2. Welche Auflage hatte der Brief?
3. Wie stehen Sie zu einer etwaigen Überprüfung dieser Informationskampagne durch den Bundestagspräsidenten?

Die Antwort ist mit dem Wort ausweichend noch schmeichelhaft umschrieben:

Als Bundestagsfraktionen haben wir die Aufgabe, die Bevölkerung regelmäßig über die Arbeit unserer Abgeordneten im Deutschen Bundestag zu informieren. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, haben wir seit Jahresanfang die Informationskampagne „Freiheit bewegt“ geplant.

Die Informationsreihe läuft deutschlandweit, das heißt, es findet keine Information der Bürgerinnen und Bürger nur in bestimmten Regionen oder Ländern statt. Zudem ist „Freiheit bewegt“ längerfristig angelegt. Wir werden die Öffentlichkeit das ganze Jahr über vor allem über unsere Brot- und Butter-Themen Soziale Marktwirtschaft, Bildung und Bürgerrechte informieren. Diese Themen stellen die Grundpfeiler der Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion dar. Dazu gehört auch der Beschluss, dass sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür einsetzt, schon 2014 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt zu erreichen.

Mir wurde nicht mitgeteilt, welche Auflage der Brüderle-Brief hatte noch ob er bereits ausserhalb von NRW und Schleswig-Holstein  verteilt wurde. Auch wie man zu einer Überprüfung durch den Bundestagspräsidenten steht, wurde mir nicht mitgeteilt. Ich habe einfach Fragen gestellt, auf die man hätte einfach antworten können.

Hier der Brief:

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