Der Dortmunder Hamster-Skandal zieht immer weitere Kreise. Zeit, Experten zu befragen.
Eine Lehrerin in Dortmund warf ein kleines Mädchen aus der Schule, das seinen Hamster mit in den Unterricht gebracht hatte. Der Vorwurf: Tierquälerei. Am nächsten Tag sollten dann die Klassenkameraden Aufsätze schreiben, warum das kleine Mädchen gemein ist – was sie natürlich gerne taten. Mittlerweile hat sich die Schulaufsicht eingeschaltet. Regierungspräsident Gerd Bollermann erwägt disziplinarische Maßnahmen gegen die Lehrerin. Für Bollermann keine Selbstverständlichkeit: Gegen die Mitarbeiter seines Hauses, die beim Envio-Skandal weitgehend versagt haben, gab es sowas nicht.
Ein Thema auch für die Ruhrbarone. Wir haben die Kölner Hamsterexpertin Kaya Berndt, 27, gefragt. „Ich hatte oft meinen Hamster Cäsar mit in der Schule. Er wurde über vier Jahre alt.“ Für einen Hamster ein gutes Alter. Die meisten Hamster treten ihren Weg in den Kleintierhimmel bereits im Alter von drei Jahren an.
Einen Einwurf hat die Hamster-Kennerin allerdings: „Hamster sind nachtaktiv und es tut ihnen nicht gut, wenn sie ständig in der Schule sind.“ Eine Alternative wären Schulnachtschichten für Kinder, was aus zu besseren Auslastung der Schulgebäude und damit zu erheblichen Reduzierung der CO2-Ausstosses führen würde.
Gestern lief auf dem WDR im Rahmen der Reihe „Die Story“ eine Reportage über den Envio-Skandal in Dortmund.
Erst einmal: Als ich gestern Abend die 40minütige Reportage über den Dortmunder Envio-Skandal sah, hatte ich einen der raren Momente in denen ich das Gefühl hatte, meine Fernsehgebühren aus gutem Grund zu zahlen. Die Geschichte des Skandals, bei dem die Dortmunder Firma Envio über Jahre hunderte Menschen mit PCB verseucht hat, war detailreich und spannend erzählt. Der WDR stellte die vergifteten Arbeiter und ihre vergifteten Familien in den Mittelpunkt der Geschichte. So wurde der Stoff fass- und fühlbar: Kinder von Arbeitern, die verseucht wurden, weil ihre Väter die Arbeitskleidung mit nach Hause brachten und nun Zysten an der Leber haben, lassen jeden die ungeheuren Verbrechen nachvollziehen, wegen denen auch Envio-Chef Dirk Neupert bald vor Gericht steht – und hoffentlich zu einer Strafe ohne Bewährung verurteilt wird. Ich habe Neupert im vergangenen, Jahr auf der Jahreshauptversammlung von Envio
Der Bochumer Stadtteil Wattenscheid gehört traditionell zu den Hochburgen der Nazi-Szene im Ruhrgebiet. Am Wochenende könnte er erneut in den Fokus der Öffentlichkeit geraten.
Das Blog NRWREX meldet heute Morgen, das Wattenscheid einer der drei Orte ist, an denen die NPD an diesem Wochenende ihren Parteitag plant. Erste Wahl der Nazi-Partei sei jedoch nach einem Bericht des Tagesspiegel das brandenburgische Neuruppin.
Auf dem Parteitag am Wochenende geht es vor allem um die Zukunft des NPD-Vorsitzenden Udo Voigt. Der hatte noch im Berliner Wahlkampf mit dem Slogan „Gas geben“ für die Nazi-Partei geworben.
Für die NPD war es nicht einfach einen Ort für den Parteitag zu finden – es gab 84 Absagen.
Update: Die Stadt erklärte auf Nachfrage, dass die NPD nicht den Zugang zu städtischen Räumen beantragt hätte.
Update II: Die Stadt sagte nun: Es gab eine NPD-Anfrage nach der Stadthalle Wattenscheid. Diese Anfrage habe sich aber erledigt, weil die Stadthalle belegt sei.
"Wir haben keine Angst mehr vorm Scheitern." / Foto: Chantal Stauder
Arne Nobel, einer der Gründer des Rottstr5-Theaters, hat sich via Facebook zu seinem Ende bei dem Projekt geäussert. Er hat einer Veröffentlichung des Textes auf diesem Blog zugestimmt.
„Zunächst wollte ich mich gar nicht äußern, aber nach diesen Massen von besorgten, solidarischen Emails, sms´ und Anrufen, sehe ich mich genötigt zu der Trennung von der ROTTSTR5 und mir, einige erklärende worte loszuwerden.
Fakt ist, dass ich seit einem halben Jahr gesundheitliche Probleme habe, die wohl streßbedingten ursprungs sind. Die Arbeit als Schauspieler, Regisseur und Leiter etc, sowie mein Lebenswandel forderten ihren Tribut. Der permanente Kampf um Unterstützung von der Stadt für das Theater und die ungewisse Zukunft taten ein übriges, natürlich findet man nur Trost und keine Lösung im Intershop und irgendwann verliert Mann den Überblick und hat nachts „tausend ameisen im koppe!“. Ich habe dann
Das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI-Essen hat eine Studie über das Ruhrgebiet vorgelegt. Ergebnis: Es wird weiterhin eine Belastung für Nordrhein-Westfalen bleiben – und ist dafür vor allem selbst verantwortlich.
Die Aufgabe der RAG-Stiftung ist es, den deutschen Bergbau abzuwickeln. Durch die Veräußerung des Konzerns Evonik sowie des beträchtlichen Immobilienbestandes des Bergbaus soll soviel Geld wie möglich gesammelt werden, um die Ewigkeitskosten des Bergbaus zu finanzieren. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG schätzen die Ewigkeitskosten auf über 12 Milliarden Euro ein – die RAG hat keine Chance, diese Summe zusammen zu bekommen. Für den Rest haftet der Steuerzahler. Die RAG musste also gute Gründe vortragen, warum sie ein Gutachten über die Zukunft des Ruhrgebiets beim renommierten RWI-Essen in Auftrag gab. Und RAG-Chef Wilhelm Bonse-Geuking benannte diese bei der Vorstellung des Gutachtens in Essen: „Unsere Aufgabe ist es nicht nur, den Bergbau abzuwickeln, sondern auch nach Perspektiven für die Region zu suchen.“ Mit drei Fragen sollte sich das RWI beschäftigen: Ist das Ruhrgebiet überhaupt noch eine zusammenhängende Region? Welche Zukunftspotentiale hat das Revier? Und wie können die erreicht werden?
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