Beim Berliner Derby: Das Durcheinander rund um den VAR auf die Spitze getrieben

Foto: Michael Kamps

Die Unklarheiten und das Durcheinander rund um den Videoschiedsrichter (VAR) in der Fußball-Bundesliga sind ja nicht gerade neu. Und doch gab es am Samstagabend, ausgerechnet beim vielbeachteten Top-Spiel zwischen Union Berlin und Hertha BSC einen neuen Beleg dafür, wie groß die Verwirrung rund um das Thema inzwischen offenkundig ist.

Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als der Videoassistent im Fußball eingeführt werden sollte? Damals betonte Sky-Experte Dr. Markus Merk, der ehemalige Schiedsrichter, dass eines dabei ganz klar sei: Der Videobeweis solle zukünftig überhaupt nur zu Rate gezogen werden, wenn es sich um eine ‚KLARE FEHLENTSCHEIDUNG‘ des Schiedsrichters auf dem Platz handeln würde.

Das war seinerzeit sozusagen die erste Regel in Sachen VAR. Auch damals schon wurde spekuliert, ob und wie das Konzept konkret greifen würde, welche Unklarheiten blieben, welche Fälle damit abgedeckt werden würden und welche nicht.

Nachdem wir den VAR in der Bundesliga gerade einmal gute zwei Jahre in Gebrauch haben, scheint von der ursprünglichen Ausgangslage nicht mehr viel übrig geblieben zu sein.

So auch gestern.

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‚Bayernbonus‘ im DFB-Pokal-Spiel in Bochum?

durch ein Eigentor der Münchener  Der DFB-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

Der VfL Bochum kämpft im DFB-Pokal gegen Bayern München aufopferungsvoll und führt durch ein Eigentor des Rekordmeisters bis zur 83. Spielminute tatsächlich überraschend mit 1:0.

Die Bayern sind optisch im gesamten Spiel überlegen und kommen mit Glück und Geschick bis zur 89. Spielminute durch zwei späte Tore von Serge Gnabry und Thomas Müller noch zu einer 2:1-Führung.

Das Alles ist nachvollziehbar und vom Ergebnis her im Rückblick auch nicht unverdient.

Was dann aber kurz vor dem Ende deutlich weniger nachvollziehbar ist, das ist die vom Unparteiischen verkündete Nachspielzeit.

Jedes handelsübliche Bundesligaspiel, und sei es auch torlos, wird um mindestens drei Minuten verlängert.

In Bochum, obwohl in Halbzeit zwei am Dienstagabend ja zwei Tore fielen, gab das Schiedsrichtergespann nur zwei Minuten dazu. Der Erfahrung nach wären wohl mindestens vier oder fünf Minuten agesagt gewesen.

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Erinnerungen an den DFB-Pokal-Sieg des VfL Bochum

Hallo Sportfreunde! Erinnert ihr euch noch an den 29. Oktober 2019? Ja, genau. Das war dieser sporthistorische Tag, an dem der VfL Bochum in der zweiten Runde des DFB-Pokals sensationell den FC Bayern München mit 2:1 bezwang und damit den Grundstein für seinen späteren, völlig überraschenden Titelgewinn im DFB-Pokal legte.

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Dortmund: Ist Marco Reus beim BVB nur ein Schönwetterkapitän?

Marco Reus. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Sicherlich, ein Unentschieden beim großen Rivalen in einem Derby ist kein schlechtes Ergebnis. In der Fußball-Bundesliga auswärts einen Punkt zu holen ist grundsätzlich in Ordnung. Und doch hat das gestrige 0:0 gegen den FC Schalke 04 die Fragezeichen rund um den BVB eher noch vergrößert.

Weder gab es in dem Spiel eine eindeutige Antwort auf die seit Wochen vor sich hin köchelnde Trainerfrage, noch erklärte es die Offensivschwäche, mit der sich die Dortmunder seit Wochen herumärgern.

Vier Unentschieden aus den vergangenen fünf Ligaspielen sind für einen selbsternannten Titelanwärter einfach zu wenig. Hinzu kommt für den BVB noch der schwache Auftritt gegen Inter Mailand in der Champions League (0:2) am vergangenen Mittwoch, der das Weiterkommen in der Königsklasse in Gefahr brachte.

In Zeiten wie diesen braucht es eigentlich eine starke sportliche Führung. Doch die ist bei den Schwarzgelben seit Monaten nicht zu erkennen.

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Keiner denkt rund um das Revierderby noch an die Causa Clemens Tönnies – Eigentlich schade, oder?

Emotionen auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Der Tag des großen Revierderbys ist endlich gekommen. Am heutigen Nachmittag empfängt der FC Schalke 04 in der heimischen Veltins Arena den Erzrivalen Borussia Dortmund. Ein Spiel, das in jeder Neuauflage Millionen Menschen in der gesamten Republik in seinen Bann zieht, dessen Ausgang, wie immer, nicht vorhersagbar erscheint.

Wer wird am Ende der Matchwinner sein, wer das Siegtor für sein Team schießen? Über all diese Fragen wird in diesen Stunden heftig diskutiert.

Über ein Thema wird allerdings im Umfeld des Spiels garantiert so gut wie gar nicht mehr gesprochen werden. Die Rassismus-Debatte rund um den Schalker Ausichtsratsboss Clemens Tönnies, die im August noch die Nation, im Speziellen das Ruhrgebiet, tagelang in Atem hielt, sie ist kein Thema mehr in diesen Tagen.

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Ruhrbarone-Buchtipp: Echte Liebe – Ein Leben mit dem BVB

Zugegeben, wenn ein Buch in der Bestseller-Liste schon einen vorderen Platz einnimmt, dann bedarf es eigentlich keinem zusätzlichen Anschub mehr, indem wir es hier in einem ‚Ruhrbarone-Buchtipp‘ vorstellen. Wenn es sich aber um ein Buch über den BVB handelt, welches zudem die Lebensgeschichte von dessen Boss zum Inhalt hat, dann kommen wir jedoch auch hier im Blog daran schlicht nicht vorbei.

Es war schon ein imposanter Medienauflauf vor gut zwei Wochen, als das von Michael Horeni in Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Watzke und Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp, erschaffene Werk im Dortmunder Westfalenstadion der Öffentlichkeit vorgestellt wurde

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Womit der Kollege Stefan Laurin damals wirklich Recht hatte

Anwohner und Lokalpolitiker protestieren in Datteln. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ich plaudere hier und heute einmal etwas aus dem Ruhrbarone-Nähkästchen. Als ich vor inzwischen knapp neun Jahren zunächst als Gastautor frisch zu den Ruhrbaronen stieß (ist das wirklich schon so lange her? 😉 ), da waren der Kollege Stefan Laurin und ich in politischen Fragen häufig völlig gegensätzlicher Ansicht. Na ja, eigentlich sind wir das streng genommen noch bis heute… 🙂

Ich war damals jedenfalls ein ziemlich engagierter Kritiker des Kraftwerks ‚Datteln 4‘, Stefan sah die ‚Gegner‘ des Kohle-Meilers als so eine Art egoistische Kämpfer gegen die Interessen der Allgemeinheit an, wenn ich das einmal so kurz und flapsig zusammenfassen darf.

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SG Wattenscheid 09: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel

Seit wenigen Minuten ist es amtlich: Die SG Wattenscheid 09, vor Jahren noch ein ruhmreicher Fußball-Bundesligist, muss ihre erste Mannschaft ab sofort vom Spielbetrieb in Liga 4 zurückziehen.

In einer heute Nachmittag vom Verein verbreiteten Nachricht heißt es: „Bis zuletzt hatten alle auf den „weißen Ritter“ gehofft, der es ermöglicht, den Traditionsverein mit seiner Regionalligamannschaft zu erhalten. Aber sämtliche Gespräche über die künftige finanzielle Unterstützung des Vereins sind leider ohne das gewünschte Ergebnis verlaufen. Es konnten keine Sponsoren gefunden werden, die die notwendige Liquidität für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs bis Jahresende zur Verfügung stellen.“

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Holt José Mourinho zum BVB nach Dortmund!

José Mourinho. Quelle: Wikipedia, Foto: Дмитрий Голубович, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Als ich vor gut zwei Wochen an dieser Stelle meinen kleinen satirischen Beitrag über eine angeblich bevorstehende Rückkehr von Thomas Tuchel zum BVB in diesem Blog veröffentlicht habe, da spielte als alternativer Kandidat in meinen Gedanken zu dieser Geschichte kurzzeitig auch der Name José Mourinho eine Rolle.

Doch das erschien mir damals letztendlich zu extrem, geradezu völlig abwegig, so dass ich mich für meinen Beitrag letztendlich für den Namen Tuchel entschied.

Jetzt, nur wenige Tage sind seither vergangen, wird der Name des Portugiesen tatsächlich und mit vollem Ernst von der ‚Sport Bild‘ in die Diskussion geworfen. Und ich muss sagen, der Gedanke hat schon was!

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Diese blödsinnige Olympiadebatte ist einfach nicht totzukriegen

Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei

Es gibt Debatten, die verfolgen einen scheinbar durch das gesamte Leben. Das Bestreben Olympische Spiele einmal wieder nach Deutschland zu holen gehört dazu. Nach Berlin, München und Hamburg in den vergangenen Jahren, ist aktuell einmal wieder das Ruhrgebiet als möglicher Gastgeber der Spiele von 2032 im Gespräch.

Zusammen mit dem Rheinland soll der ‚Traum‘ von Olympia in 13 Jahren Realität werden. Dabei ist schon dem interessierten Laien klar, dass das keine wirklich erfolgversprechende Idee ist. Warum also wird ständig über etwas diskutiert, das ohnehin nicht Realität werden wird?

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