BVB: „Ciromeyang“-Euphorie ist noch völlig verfrüht

Ciro Immobile bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: BVB
Ciro Immobile bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: BVB

Es ist schon erstaunlich, wie schnell die öffentliche Wahrnehmung von Sportlern manchmal kippt. Da ist Dortmunds neuer Top-Stürmer Ciro Immobile erst wenige Tage im Mannschaftstraining, bleibt bei seinen ersten beiden Kurzeinsätzen für den neuen Club (in Heidenheim und in Osnabrück) ohne eigenen Treffer und spielerisch (verständlicherweise) noch relativ blass, und schon setzt es Kritik, werden Zweifel laut, ob der Ex-Turiner wohl die Fußstapfen von Robert Lewandowski, den es von Dortmund bekanntermaßen zu den Bayern nach München zog, jemals wird ausfüllen können.

Und dann, nur ein Testspiel später, bei erschreckend schwachen Essenern übrigens, die 180 Grad Kehrtwende.

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Antisemitismus ist kein Import – Nicht alle Demos sind ein Skandal

Versuch (!) ohne Antisemitismus gegen den Gazakrieg zu demonstrieren
Versuch (!) ohne Antisemitismus gegen den Gazakrieg zu demonstrieren.

Wir haben bei den Ruhrbaronen in den letzten Wochen viel über antisemitische Demonstrationen berichtet. Viele Ekelhaftigkeiten sind uns aufgefallen. Die Demonstration am vorletzten Freitag in Essen und die Ereignisse in ihrem Umfeld können mit guten Gründen als ein (!) Höhepunkt antisemitischer Straßengewalt im Nachkriegsdeutschland bezeichnet werden. Auch ist es skandalös, wenn Politiker der Linkspartei zusammen mit Neonazis gegen Juden auf die Straße gehen. Jetzt ist aber der Augenblick gekommen, einmal inne zu halten, sich die Demonstrationen genauer anzuschauen und auch mal einen Blick auf „die Medien“ und ihre Reaktionen auf die letzten Demonstrationen zu werfen. Auch ein Blick auf vergangene Zuspitzungen des Nahost-Konflikts ist angebracht.

Die ersten pro-palästinensischen Demonstrationen vor zwei Wochen waren von großem Hass auf Israel und immer wieder auch auf „die Juden“ geprägt. In Gelsenkirchen wurde „Hamas, Hamas – Juden ab ins Gas“ gerufen, in Essen versuchte man bei einer spontanen Demonstration, vor die Alte Synagoge zu ziehen. In Dortmund waren diverse antisemitische Plakate auf einer Demonstration zu sehen. Doch nach den Ausschreitungen am 18. Juli in Essen, als mehrere Hundert propalästinensische Demonstranten versuchten, eine kleine proisraelische Kundgebung anzugreifen, wandelten sich die Demonstrationen im Ruhrgebiet. Schon einen Tag später in Dortmund war kaum direkter Antisemitismus auf einer Demonstration zu hören. Am letzten Freitag in Bochum fand wieder eine Demonstration mit ca. 400 Teilnehmern statt. Der Anmelder der Demonstration beschwor mehrmals, dass sich die Demonstration gegen Israel und nicht gegen Juden richtete. Und so verlief die Demonstration dann auch. „Tod und Hass den Zionisten“ wurde gerufen, und auch das unvermeidliche „Kindermörder Israel“ war immer wieder zu hören. Dass Antizionismus und Antisemitismus fließend ineinander übergehen, dürfte bekannt sein. Auch die Kindermörder-Parole hat – bedenkt man antijüdische Stereotype – einen deutlichen antisemitischen

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Dortmund: Anti-Nazi Bündnis Blockado rechnet mit Naziaufmarsch im Spätsommer

Blockade des S-Bahnhofs Westerfilde
Blockade des S-Bahnhofs Westerfilde

Das Anti-Nazi Bündnis Blockado rechnet auch in diesem Jahr mit einem Naziaufmarsch in Dortmund im Spätsommer. Als wahrscheinliche Termine gelten der 30. August und der 6. September. Die Nazis, die bislang eher intern mobilisieren, und hätten noch keine Demonstration angemeldet, teilt das Bündnis mit. Als Grund nimmt man bei Blockado an, die Nazis wollten so die Pläne für Blockaden erschweren:

Dieses Jahr steht den Neonazis auf den ersten Blick nichts im Wege, um ihren Aufmarsch, sei es zum Antikriegstag oder gegen das Verbot ihrer Kameradschaft, durchzuführen. Vier Wochen vor dem ersten zu erwartenden Termin ist allerdings von Seiten der Neonazis nichts zu hören. Keine Homepage, keine Infostände, keine der üblichen Kleindemonstrationen im Vorfeld.

Woran das liegen mag, darüber kann man viel spekulieren: Geht den Neonazis nach dem Kommunalwahlkampf die Kraft aus? Haben sie die teilweise erfolgreichen Blockaden am 1. Mai eingeschüchtert? So viel Hoffnung wollen wir uns dann aber doch nicht machen, und zurücklehnen werden wir uns wegen der scheinbaren Untätigkeit der Neonazis sicher nicht.

Das Bündnis bereitet schon jetzt Blockaden gegen eine mögliche Nazi-Demonstration in Dortmund vor: „Wir werden jeden versuch der Neonazis, in Dortmund aufzumarschieren, blockieren.“

 

 

Dortmund: 33.000 feierten bei Juicy Beats

JuicyBeats 2014(c)H&H_Photographics
JuicyBeats 2014(c)H&H_Photographics

33.000 Musikbegeisterte feierten am Samstag beim 19. Juicy Beats Festival im Dortmunder Westfalenpark. Erstmalig war das Festival bereits im Vorfeld ausverkauft. Bei bestem Open-Air-Wetter sorgten mehr als 450 Künstler auf den über 20 im gesamten Park verteilten Bühnen und Floors für beste Festivalstimmung. Vor allem die Auftritte von Alligatoah, Milky Chance, Alle Farben, Calexico und Hundreds kamen beim Publikum sehr gut an. Höhepunkt des Live-Programms war der Auftritt des internationalen Star-Djs Boys Noize, dessen spektakuläre Bühnenshow in einem großen Konfettiregen mündete. Neben den 30.000 Besuchern am Tag kamen in der Nacht noch rund 3.000 weitere Gäste, um bis in die Morgenstunden auf den vielen unterschiedlichen Bühnen und Floors zu feiern. Mit der 19. Ausgabe des größten Electronic -und Independet-Music Festivals in NRW zeigen sich die Veranstalter sehr zufrieden: „Es war ein außerordentlich schönes Festival mit tollen Shows und einem großartigen Publikum“, berichtet Festivaldirektor Carsten Helmich. Zum 20. Festivaljubiläum im nächsten Jahr wird Juicy Beats dann erstmalig über zwei Tage stattfinden. Erste Karten sind bereits ab Montagauf der Festivalhomepage erhältlich.

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BVB-Testspiel bei RW Essen heute live im TV

bvbWer von den Fußballfreunden unter unseren Lesern heute Nachmittag noch nichts vorhat, für den habe ich hier einen kleinen TV-Tipp:

Der Sender ‚Sport1‘ überträgt ab 16.45 Uhr heute das Testspiel der Dortmunder Borussia beim Regionalligisten RW Essen. Anstoß ist um 17.00 Uhr.

Wenn man sich kurz vor der Abreise des BVB in das Trainingslager nach Bad Ragaz sportlich wohl auch nicht zu viel erwarten sollte, zumal der Kader ja noch immer ohne etliche WM-Teilnehmer auskommen muss, könnte es doch ein unterhaltsamer Test gegen die seit Jahren mit sportlichen und auch finanziellen Problemen kämpfenden Gastgebern aus Essen werden.

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[#sickofitall #nordopenair #cafenord #essen #fuckingcrazy]

So in etwa stürmen die Hashtags grade die sozialen Netzwerke. 😉

michalak

SOIA … sie sind eine Legende des New York-Harcores, eine unglaublich mitreißende Live-Band und das seit mittlerweile 28 Jahren.

Gestern traten die Brüder Lou und Pete Koller mit ihren aktuellen Bandkollegen Armand Majidi und Craig Setari als Headliner und krönender Abschluss in Essen auf. Dort findet zur Zeit das fünfte Nord Open Air statt, ein „umsonst & draußen“ Festival für alle Fans etwas härterer Gitarren und etwas lauterer Musik.

Sick Of It All sind eine unermüdliche Band und das nicht nur auf der Bühne. Seit ihrer Gründung produzieren sie eine Platte nach der nächsten, sind regelmäßig auf Tour, haben alle Tiefen des Hardcores erfolgreich überstanden und trotz ihres zunehmenden Alters und des harten Wettbewerbs sind sie noch immer die besten Vorbilder der Szene.

Ich war heilfroh, im wahrsten Sinne des Wortes, dass ich es gestern noch rechtzeitig geschafft habe, mich durch die Meute bis hin zum Bühnengraben durchzukämpfen…um für euch ein paar Fotos zu machen.

Yeah!

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NRW-Linken Chef Michalowsky biegt sich die Wirklichkeit zurecht

Montage: Irene Kemler Fotos: Ralf Michalowsky CC3.0
Der Große Führer der NRW-Linken, Genosse Ralf Michalowsky. Montage: Ruhrbarone Fotos: Ralf Michalowsky CC3.0, KP Nordkorea

Der Große Führer der NRW-Linken, Genosse Ralf Michalowsky,  ist dabei, die Ereignisse der letzten Wochen rund um die Solid-Demo in Essen auf ganz eigene Weise zu interpretieren. Im Interview mit dem Gladbecker Lokalteil der WAZ stellt er seine Sicht der Dinge da – mit der Wirklichkeit haben sie nicht immer viel zu tun:

„Er weist alle Vorwürfe, mit der Essener Kundgebung antisemitische Hetze geschürt und einseitig Partei ergriffen zu haben, empört zurück. „Auf meiner Internetseite kann jeder meine Rede nachlesen. Das ist eine unverschämte Unterstellung. “

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