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Der BVB geht bei Erling Haaland unnötiger Weise volles Risiko!

Zufriedene Gesichter in Dortmund. Foto: BVB

Es ist ein Thema, das den BVB grundsätzlich schon über Jahre hinweg begleitet: Ist ein echter Vollblutstürmer im Kader wirklich genug für die hohen Ansprüche des Revierklubs, der nach eigener Zielsetzung möglichst rasch wieder Titel gewinnen will?

Seit langer Zeit schon wird in Dortmund heftig darüber diskutiert, ob sich die Borussia bei diesen Ambitionen im Angriff nicht breiter aufstellen müsste. Zwar verfügen die Schwarzgelben insgesamt über eine starke Offensive, eine Hochzahl von Angreifern, echte Stürmer finden sich jedoch schon seit Jahren immer nur in einfacher Ausführung im insgesamt überdurchschnittlich prominent besetzten Kader.

Sowohl Robert Lewandowski als auch Pierre-Emerick Aubameyang, Michy Batshuayi und zuletzt auch Paco Alcacer, sie alle waren in ihrer Zeit in Dortmund nahezu unersetzlich für den BVB.

Tausende von Fans zitterten in jedem einzelnen dieser Fälle, dass sich ihr topgesetzter Angreifer doch bitteschön bloß nicht längerfristig verletzen mögen, da sonst die Durchschlagskraft der Borussen im Sturm für einen ernsthaften Titelkampf des BVB womöglich direkt entscheidend geschwächt werden würde.

Als die Dortmunder im Januar dann den jungen Erling Haaland verpflichteten, da schien endlich eine ambitionierte Alternative zum zuvor top-gesetzten Spanier Paco Alcacer gefunden, der in den Monaten zuvor jedoch immer wieder gesundheitliche Probleme hatte.

Doch kaum war der junge Norweger als Alternative im Ruhrgebiet angekommen, da verließ Alcacer den Pott in Richtung Iberische Halbinsel. Zum Glück für die Borussia schlug Haaland spektakulär ein, hielt auch gesundheitlich auf dem für ihn höheren Niveau in der Bundesliga gut mit, so dass er rasch zum neuen Sturmstar des Teams wurde.

Jetzt, wo in der Sommerpause neue Kaderveränderungen möglich sind, da rechneten in Dortmund viele mit der Verpflichtung eines zweiten Mittelstürmers für das Zentrum. Zu groß erschien ihnen das Risiko mit dem noch sehr jungen und in der Vergangenheit auch schon häufiger einmal verletzt ausgefallenen Haaland.

Manager Michael Zorc erklärte in dieser Woche im ‚Kicker‘ nun etwas überraschend, dass der Klub nicht daran denke in diesem Sommer einen Vertreter für den neuen, jungen Wunderstürmer zu verpflichten.

Man habe „in der vergangenen Saison nicht zu wenig Tore geschossen“, sagte Zorc mit Blick auf Dortmunds 84 Saisontore dem Magazin. Wie dort berichtet wurde, sehe der 57-Jährige aktuell keinen weiteren Bedarf in Sachen Transfers tätig zu werden.

Sollte Haaland in Zukunft also einmal ausfallen, will der BVB abermals auf die Dienste von Thorgan Hazard oder Julian Brandt in zentraler Sturmposition setzen. Außerdem will man Youssoufa Moukoko, das junge Sturmtalent aus der eigenen Jugend, in den Profikader hochziehen und ihn langsam an die Bundesliga heranführen.

Stellt sich die Frage, ob das so nicht zu hoch gepokert ist?

Man stelle sich nur einmal vor, dass Haaland sich einen Kreuzbandriss zuzieht, der ihn dann womöglich für über ein halbes Jahr aus dem Verkehr ziehen würde. Die Spiele der Vergangenheit haben häufig gezeigt, dass der BVB dann mit seinen Sturmalternativen vergleichsweise ideenlos und am Ende auch harmlos aufgetreten ist.

Es ist daher ein nicht unerhebliches Risiko mit der Entscheidung verbunden, keinen zweiten zentrealen Mittelstürmer in das Revier zu locken, voll auf den Norweger zu setzen. Das kann so gut gehen, muss es aber nicht.

Das Risiko all seine Hoffnungen im Angriff in das Schicksal eines Jungspundes zu legen, der gerade einmal eine Halbserie in der Liga hinter sich gebracht hat, es erscheint unnötig groß.

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