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Der ‚Fall Alcacer‘ zeigt: Der BVB hat gegen ‚Lustlos-Profis‘ im Ernstfall keine Chance!

Paco Alcacer (rechts) war einmal glücklich in Dortmund. Foto: BVB

Spätestens nach seinen drei Toren beim FC Augsburg ist Borussia Dortmunds norwegischer Neuzugang Erling Haaland in aller Munde. Da droht es aktuell etwas unterzugehen, dass Stürmer Paco Alcacer in diesen Tagen eine unrühmliche Rolle abgibt, die mehr und mehr an den traurigen Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang oder Ousmane Dembélé erinnert, die sich einst bekanntlich beide erfolgreich vom BVB wegstreikten und inzwischen bei Arsenal London bzw. dem FC Barcelona kicken.

Der Spanier, der in der Vorrunde der Vorsaison nach 12 Treffern noch als neuer Wunderstürmer in Dortmund gefeiert wurde, gibt aktuell durch seine lustlose Art nicht nur den Stimmungskiller im Verein. Er zeigt dem Klub auch einmal mehr, dass in diesen modernen Zeiten die Spieler letztendlich eindeutig am längeren Hebel sitzen.

Am vergangenen Samstag nominierte Trainer Lucien Favre den Stürmer erst gar nicht in den Kader für das Spiel zum Rückrundenauftakt beim FC Augsburg. Dem Vernehmen nach war die Trainingsleistung dafür schlicht nicht gut genug.

Und auch beim öffentlichen Training in dieser Woche machte Alacer auf die Beobachter einen ziemlich lustlosen Eindruck. Nicht unwahrscheinlich daher, dass er auch am Freitag beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln wieder nur eine Zuschauerrolle einnehmen wird.

Diverse Medien berichten zuletzt übereinstimmend darüber, dass sich der Stürmer mit seiner Familie in Dortmund längst nicht mehr wohlfühle und einen baldigen Abgang nach Spanien anstreben soll.

Ein deutliches Alarmsignal, das in diesen Tagen in Dortmund nur deshalb so wenig beachtet wird, weil der BVB mit Haaland seinen Wunschstürmer in der Winterpause verpflichten konnte und dieser bei seiner Premiere auch gleich dreifach traf.

Da läuft die Entwicklung rund um den einstigen Hoffnungsträger im Sturm weitestgehend im Schatten der großen Schlagzeilen ab. Weniger bedenklich macht es die Entwicklung deshalb nicht.

Immer wieder haben die Verantwortlichen bei den Schwarzgelben in der Vergangenheit betont, dass es weiteren ‚Streikenden‘ nach den Abgängen von Dembele und Aubameyang in Dortmund nicht schaffen werden ihren Abgang aus Dortmund zu erzwingen. Woch was kann man wirklich konkret dagegen tun?

Gut möglich, dass Aki Watzke und Michael Zorc schon in Kürze zeigen müssen, dass ihren ambitionierten Worten von einst jetzt entsprechende Taten folgen werden.

Das aktuelle Transferfenster endet Ende des Monats. Wie die Entwicklung rund um Alcacer in den kommenden Tagen weitergehen wird, das bleibt in diesen Stunden noch abzuwarten.
Die Alarmsignale sind jedoch eindeutig, denn genau so fing auch der am Ende erzwungene Abgang von Alcacers möglichen Vorbildern an. Am Ende steigerten sich diese Signale dann bis zu einem völligen Fernbleiben vom Training etc.. Wird die Entwicklung hier ähnlich verlaufen? Einen sportlichen Mehrwert bietewt der Spanier aktuell jetzt schon nicht mehr, sonst würde Favre nicht freiwillig auf ihn verzichten.

In Anbetracht des drohenden finanziellen Verlustes und der zu erwartenden bzw. sich bereits ausbreitenden Unruhe im Kader gab der BVB dem Bestreben von Aubameyang und Dembele damals nach.

Würde er sich, wenn es in Kürze wirklich hart auf hart kommt, im Falle von Alacer wirklich komplett anders verhalten?

Man mag nicht so recht daran glauben, denn auch die hier zu erwartenden Konsequenzen wären erneut zu vergleichen. Kann es sich der BVB wirklich auf rund 30 Mio. Euro an Ablöse verzichten und Alcacer in den nächsten Monaten stur auf die Tribüne zu setzen, wenn er sich weiterhin lustlos zeigt, sich das womöglich noch steigert? Wahrscheinlich nicht!

Andererseits: Kann der Klub das ein weiteres Mal mit sich machen lassen, dass die Spieler auf langfristige Verträge pfeifen und dann gehen, wenn sie es wollen? Hat er wirklich eine Wahl? Was würden die Aktionäre und Sponsoren sagen, wenn der Verein den Wert des Spielers einfach durch eine bewusste Ausgrenzung aus dem Spielbetrieb ‚vernichtet‘?

Es steht zu befürchten, dass ein ‚Fall‘ Alcacer‘, wenn der Spieler sich nicht doch noch eines besseren besinnen wird, am Ende nur einmal mehr zeigen würde, dass nicht die Klubs, sondern die Spieler im Profifußball inzwischen größtenteils das Sagen haben.

Das Motto des BVB ‚Echte Liebe‘ droht hier gerade einmal mehr mit Füßen getreten zu werden. Als Fußballfan, der seinen Verein tatsächlich ‚liebt‘, wünscht man sich das völlig anders. Aber wer fragt da in diesen Zeiten schon nach?

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