Der Mallorca-Urlauber – Schlimmer als jeder Massenmörder?

Can Picafort, Mallorca Foto: cs:Wikipedista:Li-sung Lizenz: CC BY-SA 2.5


Mallorca ist keine Risikoregion mehr und innerhalb weniger Tage passiert das, was abzusehen war: Menschen fliegen in den Urlaub.

Hass und Verachtung, gerade in den Kommentarspalten, ließen nicht lange auf sich warten und auch verschiedene Zentralen für politische Perspektivlosigkeit äußern Unmut.

„Können die nicht mal zuhause bleiben?“, „Muss das sein?“, „Danke für die 3te Welle!!!!!!“

Endlich haben wir eine neue Hexe, die Mallorca-Urlauber! Endlich Schuldige! Verbrennt Sie, treibt sie mit Mistgabeln aus dem Dorf und ertränkt sie im Brunnen vor dem Tor!

Mallorca hat eine wesentlich niedrigere Inzidenz als jede Region in Deutschland. Jeder Einkauf in Duisburg ist gefährlicher als ein Urlaub auf den Balearen. Bei Einreise besteht Pflicht zum Nachweis eines aktuellen PCR-Tests, zusätzlich wird die Temperatur kontrolliert. Hinzu kommen unzählige Regeln für Geschäfte, die Gastronomie und selbst draußen gilt Maskenpflicht. Als Cherry-on-top erwartet die Urlauber eine nächtliche Ausgangssperre. Auch das Argument, dass man hier auf Menschen aus anderen Regionen der Welt träfe und so das Ansteckungsrisiko steigere, greift ins Leere. Alle haben die gleichen Auflagen zu erfüllen. Wenn Sie nachher einkaufen gehen, dann treffen Sie dort auch auf Menschen aus allen möglichen Stadtteilen. Stadtteilen mit möglicherweise wesentlich höherer Inzidenz. Ohne PCR Test. Ohne Gesundheitscheck. Échantillon sans valeur – Muster ohne Wert.

Kurzum: Da hat eine Region ein wirksames Konzept entwickelt, um Tourismus zu ermöglichen. Die Fallzahlen auf Mallorca zeigen, dass die Insel ganz offensichtlich erfolgreicher arbeitet als der Großteil Europas. Spanien hat bereits im vergangenen Jahr sicheren Urlaub ermöglicht, dies zeigen Auswertungen des Unternehmens Centogene aus dem September 2020. Nur 0,3% der Einreisenden aus Spanien war mit dem Coronavirus infiziert – zum Vergleich, bei Einreisenden aus dem Kosovo waren es 6,38%, berichtete die FAZ im vergangenem Jahr nach Ende der Urlaubssaison.

Es ist in Deutschland aber eben Brauchtum und Sitte, gute Konzepte nicht zu übertragen, sondern mit Hass und Neid zu strafen. Es wäre möglich gewesen, sich über die Umstände eines Urlaubs zu informieren, dass Sauffeiern und Alkoholexzesse auf der Schinkenstraße nicht stattfinden, da der Alkoholverkauf dort aktuell verboten ist. Kurzum, dass Mallorca aktuell eigentlich „nur“ das bietet, wofür die Insel seit Jahrhunderten bekannt ist: Atemberaubende Landschaften, großartiges Klima und überragendes Essen. Auch wäre es ein guter Anlass gewesen zu diskutieren, weshalb es über Monate nicht gelungen ist, eine touristische und gastronomische Normalität in Deutschland herzustellen.

Aber nichts scheinen Menschen mehr zu genießen, als Neid und Missgunst zu verbreiten. Auch ist beeindruckend, wie sehr sich auch Linke in ihren neugefundenen, preußischen Soldatengehorsam gefallen. Die Vorstellung, dass andere Menschen erwachsene und überlegte Entscheidungen treffen können, ohne wie Kinder an einer Leine geführt werden zu müssen, sprengt für viele Menschen offenbar den geistigen Horizont. Fantasielosigkeit, Spaß am Denunzieren und Ergötzen an der eigenen, gefühlten moralischen Überlegenheit definieren hierbei das Lebensmotto vieler Menschen:

Es soll nicht allen besser, sondern anderen so schlecht wie mir gehen.

Und es zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, in der aktuellen Krise Wege zur Normalität zu finden. Die Welt ist wunderbar und lebenswert, weil sie eben nicht von Missgunst, Neid und Dummheit, sondern Ideen, Machern und Optimisten gestaltet wurde. Menschen haben ein Recht auf Freizeit, ein Recht darauf, das Leben auch in einer Krise zu genießen.

In diesem Sinne:

Seien Sie verantwortungsvoll, vorsichtig und haben Sie einen schönen Urlaub.

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36 Kommentare

  1. #1 | Angelika, die usw. sagt am 18. März 2021 um 11:07 Uhr

    Spanier (Festland) dürfen nicht nach Mallorca. Spanier dürfen über Ostern nicht mal in Nachbarregionen. Diese Spanier sind, so las ich, sauer, neidisch.

    Spanien werde zu einem Bunker für Spanier, einer Oase für Touristen, schrieb die Zeitung ABC. Siehe Stern-Artikel.
    https://www.stern.de/reise/europa/-die-deutschen-kommen-wieder—-mallorca-jubelt–doch-viele-spanier-sind-stinksauer-30433334.html

    Und mal sehen, wie es weiter geht …
    Inzwischen ist von Mutationen die Rede, die von Tests noch nicht nachgewiesen werden. Vorhin las ich was über Finnland, hab aber noch keine genauen Infos.

  2. #2 | Ke sagt am 18. März 2021 um 11:48 Uhr

    Etwas Fronturlaub in einem sicheren Bereich muss doch möglich sein.

    Die NRW Regierung lebt ja auch in irgendeiner Parallelwelt.

  3. #3 | Birgy Wetzel sagt am 18. März 2021 um 11:59 Uhr

    Dieser Kommentar ist genauso polemisch wie Kommentare, die einseitig Malle Urlauber Bashing veranstalten. Prof. Dr. Drosten hat jedoch deutlich auf die Gefahren der Flugreisen hingewiesen und auch die Möglichkeiten der Ansteckung vor Ort, da Urlauber aus verschiedenen Ländern zusammentreffen. Daher sollten ein Test bei der Rückkehr und Quarantäne selbstverständlich sein und schnellstens wieder eingeführt werden. Im übrigen habe ich vollstes Verständnis dafür, dass Festland Spanier und die deutschen Urlaubsgebiete, die geschlossen bleiben müssen, laut Fragen stellen.

  4. #4 | ccarlton sagt am 18. März 2021 um 12:28 Uhr

    Danke für diese Worte der Vernunft.

  5. #5 | Jupp Posipal sagt am 18. März 2021 um 13:11 Uhr

    Je nach eigener Sichtweise bzw. Risikoabschätzung könnte in Etwa wie dargelegt argumentiert werden. Sollte man es auch weiterhin, wenn zusätzliche Aspekte berücksichtigt werden?
    Im Supermarkt hier in Deutschland habe ich keinerlei Einfluß auf "Mitkäufer" oder deren Anzahl. Wer immer auch diesbezügliches vorschreibt und darauf aufbauend für zwingend "realistische" (?) Umsetzung sorgt.
    Erscheint mir z.B. die aktuelle Einkaufssituation zu riskant zu sein, kann ich in meinem bekannten Umfeld sicherlich einfach irgendwo anders (am Ende der gleiche Straße o.ä.) shoppen.
    In einer Urlaubssituation (mit wahrscheinlich lockerer Betrachtungsweise) wird das in einer gesellschaftlich völlig anderen (Sprache, Mentalität, Raumsituation, Halbpension, Versorgungslage, Hygienegrundlage, etc.) Umfeldsituation deutlich schwieriger; will sagen, das statische (Infektions-)Risiko liegt erheblich höher. Und zwar aufgrund des eigenen forcierten Wollens! Viele hoffen auf einen statistisch "unwahrscheinlichen" Lottoewinn, verdrängen aber ein nicht nur mathematisch sehr, sehr viel höhere Infektionsrisiko wo auch immer!
    Und für dieses Fünkchen Restrisiko sollte unbedingt abgeschätzt werden, wie komme ich als ggf. infizierter Patient z.B. von einer Insel wieder weg (Flugzeug, Fähre, Rudern?,) oder wie sieht beim resultierenden Verbleibt die medizinische (Intensiv-)Versorgungslage am Urlaubsort (Bettenanzahl, Qualität, Kosten, usw.) den wirklich aus. Ambulanzrückflüge unter Quarantänebedingungen kosten mindestens fünfstellige Beträge (versicherbar, nicht auf Staatskosten, usw.).
    Wegen der Möglichkeit einer Infektion beispielsweise noch am letzten oder vorletzten Urlaubtag muss die Frage erlaubt sein, welches zusätzliche (räumliche) Ansteckungsrisiko sich unnötiger Weise für die Mitreisenden oder für die Transportbetreuung ergibt, was in Summe bei nur unverzichtbar erforderlichen Reisetätigkeiten (weil auf ein Minimum reduziert) gar nicht erst provoziert würde.
    Blöd ist das die eigene Überlebenslotterie nicht ohne unmittelbaren Bezug auf sämtliche anderen (räumlich faktisch erreichbaren) Menschen gestaltet werden kann.

  6. #6 | ccarlton sagt am 18. März 2021 um 13:40 Uhr

    #1:

    Klingt sehr unlogisch. Wenn es Mutationen gäbe, die von Tests nicht nachgewiesen werden, würde man genau deswegen nicht wissen, daß es derartige Mutation gibt.

  7. #7 | Tagedieb sagt am 18. März 2021 um 14:14 Uhr

    So wie es aussieht, wird hier der Tourismusbranche doch mehr oder weniger der rote Teppich ausgerollt, von der spanische/mallorquinische Unternehmer (angefangen bei den Autoverleihern, über Hoteliers, endend bei Zweitwohnungsvermietern), deutsche wie auch europäische Unternehmer profitieren. Dabei spielen eben Überlegungen, wie sie Jupp Posipal (sehr durchdacht!) angestellt hat, überhaupt keine Rolle, sowohl auf Seiten des einzelnen Touristen wie auf Seiten der spanischen/mallorquinischen Regierung und den mallorquinischen oder europäischen Touristikanbietern. Die möglichen Folgen sind wohl immer die Probleme anderer Leute.

    Da könnte man glatt zu dem Schlusskommen: Zum Wohle des Tourismus bzw. den Einnahmemöglichkeiten der Tourismusbranche auf den Balearen geht man auch über Leichen.

    Also ich möchte in einer Krisensituation nicht auf den Balearen festsitzen. Man kann ja mal Fußballfans von Borussia Dortmund fragen, wie es denen in einer Krisensituation ergangen ist, ohne auf dem Niveau eines Muttersprachlers spanisch zu verstehen.

  8. #8 | Angelika, die usw. sagt am 18. März 2021 um 15:24 Uhr

    #6
    Die Variante Fin-796H soll, so las ich inzw. in Zeitungsartikeln österr. Zeitungen (die Artikel von Mitte Febr.), bei PCR-Tests schlechter erkannt werden.

  9. #9 | Kai sagt am 18. März 2021 um 15:26 Uhr

    Ich verstehe zwar das Festlandspanier und deutsche Hotelliers sich darüber ärgern. Aber erste können ihren Unmut gegenüber ihrer Regierung bekunden, notfalls bei der nächsten Wahl halt keine konservative Regierung wählen. Und letztere? Ich glaube es kommt nicht so gut bei den Spaniern an wenn die Deutschen ein Beherbergungsverbot auf Mallorca fordern.

  10. #10 | Enno sagt am 19. März 2021 um 07:16 Uhr

    Das Problem ist tatsächlich, dass die Probleme der Gastronomie und des Tourismus gar nicht richtig wahrgenommen werden. Die Wahlen zeigen es. Die Lockdown Parteien sitzen weiter fest im Sattel. Offenbar sind den Deutschen diese Dinge egal. Traurig aber wahr. Das mit Mallorca setzt dem ganzen natürlich noch die Krone auf. Da es in Deutschland nicht geht, trifft man sich jetzt auf Malle. Köstlich.

  11. #11 | Ernst H. Bodden sagt am 19. März 2021 um 14:29 Uhr

    Ich finde es immer wieder interessant, dass Leute kommentieren, ohne jede Kenntnis der Verhältnisse vor Ort (Jupp Posipal).
    Auf Mallorca ist die Akzeptanz und Befolgung der meist sehr strengen aber auch klaren Vorschriften zur Infektionsvermeidung wesentlich höher, als in Deutschland. Und zwar aus verschiedenen Gründen, aber auch wegen großer Kontrolldichte und hoher Strafen bei Nichtbefolgung.
    Warum wohl konnte Mallorca die Zahlen derart senken, während sich D bereits wieder im exponentiellen Wachstum befindet.
    Zwei Flüge unter strenger Beachtung der AHA-Regeln sind mit absoluter Sicherheit weniger gefährlich, als tägliche Nutzung des ÖPNV in D.
    Der Verfasser des Artikels der „Ruhrbarone“ hat erkannt, wo das Problem wirklich liegt!
    Hätte Deutschland ähnlich wirksame Maßnahmen (z.B. nächtliche Ausgangssperre) ergriffen, wie Mallorca, dann hätte ich vielleicht den Mut, auch mal wieder meine derzeit hochinfektiöse Heimat zu besuchen!

  12. #12 | Ute sagt am 19. März 2021 um 17:23 Uhr

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. Ich war im Februar für 2 Wochen auf La Palma und habe mich sicherer wie in Deutschland gefühlt! Und es tat meiner Seele gut. Die Festlandspanier dürfen über Ostern innerhalb des Landes nicht reisen, da man wieder wie zu Weihnachten große Familientreffen befürchtet. Das würde die Zahlen in Spanien steigen lassen! Es wird wird keine Ballermannparty in den nächsten Wochen auf Mallorca geben, denn u.a. muß die Gastronomie schon um 17h schließen. Ich gönne den Reisenden nach Mallorca ihre Auszeit vom Dauerlockdown, Impfchaos und den permanenten negativen Schlagzeilen!

  13. #13 | Ralf sagt am 20. März 2021 um 16:05 Uhr

    Wenn ich nicht gerade aus dem wunderschönen Teneriffa zurück gekommen wäre würde ich jetzt auch gleich noch Mallorca hinterher buchen.
    Offene Gastronomie und Shops mit funktionierenden Hygiene Konzepten, wir hatten nie bedenken das es zu einer Ansteckung kommen könnte. Der Hinflug absolut sicher, alle an Board waren negativ getestet und konsequente Kontrolle am Airport. Wir machten uns eher Gedanken bei der Rückkehr am Airport Franfurt, keine Gesundheitskontrollen nichts und niemand war zu sehen. Wenn ich das unter Pandemie Bekämpfung verstehen soll, stelle ich diese grundsätzlich in Frage.
    Unsere größte Freude waren die vielen, glücklichen freundlichen Mitarbeiter im Service und in den Restaurants den bei denen zählt jeder verdiente € um nackte Überleben.
    Ver

  14. #14 | Uli sagt am 20. März 2021 um 18:04 Uhr

    Ich bin geschockt, dass man unterstellt, die mallorquinischen Unternehmer wollten jetzt Geld verdienen. Sie hatten sich doch jetzt an das Nichtstun gewöhnt. Mal ehrlich, auch die deutsche Gastronomie und Hotellerie möchte öffnen, aus einem einfachen Grund: Geld verdienen. Und das man auf Mallorca perfekt spanisch sprechen und verstehen muss damit man ihm hilft, ist wohl kaum zu vermitteln. Da brauch man nur die vielen Millionen deutscher Urlauber fragen. Ich hoffe, die ganze Polemik nimmt endlich mal ein Ende und es kehrt wieder etwas Ruhe ein.

  15. #15 | Uli sagt am 20. März 2021 um 18:59 Uhr

    Vielen Dank für den guten Betrag. Ich wohne seit 35 Jahren auf der Insel und wundere mich immer über Kommentare aus der Ferne, als wären sie mittendrin im Geschehen. Man kennt einen, der kennt einen und der weiss das sicherlich. Aber so ist das leider heute. Presse und Politik ist belegbar in den letzten Tagen nicht besser.

  16. #16 | achduliebeheimat sagt am 20. März 2021 um 21:00 Uhr

    Der Artikel differenziert mässig bis schlecht! Als Betroffene, des mittlerweile 8-monatigen Beherbergungsverbots und als eine der 200tsd privaten Ferienvermieter, die nicht einen einzigen Cent Hilfe erhalten haben, sehe ich das etwas anders. Fluggesellschaft und auch TUI wurden mit MIlliarden "subventioniert" um dann die Gäste ins Ausland zu fliegen. Das verärgert uns? Auch wir haben gute Hygienekonzepte was Ferienwohnungen und -häuser angeht. Man kann sogar völlig kontaktlos anreisen 😉 . Neid auf die Malle-Urlauber? Blödsinn! Wir fühlen uns einfach nur im Stich gelassen.

  17. #17 | Jochen doubleyou sagt am 20. März 2021 um 22:09 Uhr

    Was soll dieses Mallorca Gebashe? Da gibt es Politiker, und eine Bevülkerung, die die Pandemie, für wie lange auch immer, gut gemanagt haben. Und es gibt Politiker und eine Bevölkerung, die einfach nur vesagt hat.

    Wer bitte hast das moralische und argumentativ unterlegte Recht auf den jeweils Anderen zu schimpfen?

    Ich fliege nach Mallorca, bisher, um die Immobilie zu nutzen, das Wetter, die meist unterhaltsame und nicht ideologisch geprägten Gespräche bei einem Glas Wein zu genießen, nicht ständig mit gendergerechter Sprache und anderen Problemchen, die die Welt nicht braucht konfrontiert zu werden, also einfach auf einen Nenner gebracht, Malloca (nicht Malle) und seinen Lifestyle zu fühlen und zu erleben.

    Wie gesagt, bis jetzt. Demnächst fliege ich auch (!) um all diesen Dummbratzen die ihre eigenen Lebensziele nicht erreicht haben und meinen, andere, auf ihr Niveau runterziehen zu müssen.

  18. #18 | Jacquie sagt am 21. März 2021 um 07:18 Uhr

    Toll geschrieben! 🙂 Ich wohne auf der Insel und freue mich, dass viele Mallorca-Liebhaber ihr Fernweh und ihre Inselsehnsucht befriedigen kommen. Für die Festland-Spanier tut es mir jedoch leid, zumal viele von ihnen hier auch Familie haben und ich finde solche Entscheidungen auch nicht nachvollziehbar.
    Ich kann mich übrigens auch für Leute freuen, die Fernreisen machen, etwas, das mir momentan leider verwehrt ist. Einfach mal für anderer Leute Glück freuen, das macht glücklich! Ehrlich 🙂

  19. #19 | Friedrich Oster sagt am 21. März 2021 um 12:22 Uhr

    "Nur 0,3% der Einreisenden aus Spanien war mit dem Coronavirus infiziert."

    Das wäre eine Inzidenz von 300 von 100.000 Reisenden. Nicht gerade wenig. Und schon gar kein "nur".

  20. #20 | Beate Lichter sagt am 21. März 2021 um 15:02 Uhr

    Komisch, seit mindestens November war niemand mehr großartig nach Mallorca oder wohin auch immer verreist, aber die Zahlen gehen nicht runter. Und jetzt kann man endlich mal wieder ein kleines Stück vom Glück erhaschen, schon stürzen sich alle drauf.

    Prima, Sündenbock gefunden! Herzlichen Glückwunsch!
    Mallorca hat aktuell eine Inzidenz von knapp 20, und hierzulande gibt es Regionen mit 300 oder mehr.
    Stimmt, da ist es sicher sehr gefährlich, dass man aus diesem "Hochinzidenzgebiet" das böse Virus im Flieger mit nach Deutschland bringt…
    Denkt hier auch mal jemand, bevor solche Behauptungen aufgestellt werden?
    Unglaublich!
    Ich freue mich auf alle Fälle schon, wenn wir (nur meine Familie und ich, wie auch hier in Deutschland) unsere Füße in den Sand stecken können und den ersten Sangria in einem kleinen Restaurant am Meer trinken.
    Dann dürft ihr gerne neidisch sein! Und wir sind getestet und lassen uns gerne bei der Rückkehr auch wieder testen. Wieso auch nicht? Zuhause testen wir uns auch, wenn wir irgendwen besuchen möchten.
    Wenn das jeder machen würde, hätten wir vielleicht kein Problem. Schonmal darüber nachgedacht?
    Also auf zum Test und hoffentlich darf bald jeder der möchte auch zur Impfung!

  21. #21 | Frauke Steinhof sagt am 21. März 2021 um 15:47 Uhr

    Ein Großteil des Volkes ist dermaßen Gehirnverwaschen das es unfassbar ist, wie kann man sich nur so extrem manipulieren lassen.
    Derzeit kuriere ich eine Beinverletzung aus aber sobald es irgendwie wieder geht sind wir auf den Kanaren.
    Letzten Oktober waren wir drei Wochen auf Kreta, es war fantastisch, den August davor in Kolberg (Polen), es war klasse. Mich graut es schon vor morgen wenn wieder unsinnige Maßnahmen verkündet werden.

  22. #22 | Petra sagt am 21. März 2021 um 16:18 Uhr

    @ Frauke Steinhof

    können Sie mir einen Gefallen tun? Und auf den Kanaren bleiben?

    Damit ist allen geholfen: Sie geniessen Ihre (Narren-) Freiheit, und wir – "Gehirngewaschene" – müssen uns nicht mehr von den Fraukes dieser Welt nerven lassen …

  23. #23 | Angelika, die usw. sagt am 21. März 2021 um 17:26 Uhr

    #20 #21
    "…Das Tragen einer Maske – in Hotels gilt die Maskenpflicht zu jeder Zeit, außer auf den Zimmern.
    Die Maskenpflicht gilt auch im Freien. Nur am Strand und beim Sport darf der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden.
    Ab 22 Uhr gilt eine Ausgangssperre bis 6 Uhr.
    Die Beachtung der Sperrstunde ab 17 Uhr. …"

    Das gilt für die Bevölkerung, das gilt für die Touristen.

    Also nach 17 Uhr wird da in einem kleinen Restaurant am Meer nichts mehr getrunken.
    Die warme Mahlzeit am Tag also am Mittag (macht ja nix).
    Abends (Ausgangssperre ab 22 Uhr) sich im Hotelzimmer aufhalten, Karten spielen, telefonieren, TV (Netflix, Folge 14 der Serie Soundso … wie in Düsseldorf, in HH, in Oer-Erkenschwick …).

  24. #24 | Mario sagt am 21. März 2021 um 18:35 Uhr

    Ich war bereits 2x auf der Insel und werde morgen wieder fliegen. Bei der Einreise werde ich kontrolliert, bei der Rückreise in Frankfurt und Köln wurde ich ä, trotz Einreise aus einem Hochrisikogebiet, nicht kontrolliert. Auf der Insel trägt jeder eine Maske auch auf den Straßen, in Deutschland nur auf dem Parkplatz und in Geschäften… auf der Insel strandeten keine unregistrierten aus Nordafrika, die nachweislich zusammengepfercht in Containerwohnheimer leben und daher wohl aktuell überdurchschnittlich in KH Intensivstationen belegen. Dies nur ein paar Beispiele warum hier auf der Insel alles wesentlich besser läuft als unsere unfähige politische Führung in der Lage ist. Ich finde solche Maßnahmen eine absolute Frechheit, was der Autor der Ausgangsdarstellung geschrieben hat.

  25. #25 | Beate Lichter sagt am 22. März 2021 um 00:52 Uhr

    # 23

    Wo ist da das Problem? Und wie soll Mallorca dann gefährlicher sein als Deutschland? Bei eben diesen Vorschriften?

    Das ist ja genau das, was ich sage…

    Und wenn man mit der Familie eine schöne Finca bucht, sitzt man bei Sonnenschein und warmen Wetter, im besten Fall mit Blick auf das Meer auch nach 17.00 Uhr auf der Terrasse und nicht im Hotelzimmer….

  26. #26 | Miguel sagt am 22. März 2021 um 09:13 Uhr

    @ Beate Lichter

    "… sitzt man bei Sonnenschein und warmen Wetter, im besten Fall mit Blick auf das Meer auch nach 17.00 Uhr auf der Terrasse …"

    wär doch billiger, im internet eine Kitsch-Postkarte zu bestellen – und auch noch viel sicherer!

  27. #27 | Angelika, die usw. sagt am 22. März 2021 um 09:53 Uhr

    #25 und später dann im Flugzeug – dicht an dicht …

  28. #28 | Helmut Junge sagt am 22. März 2021 um 12:03 Uhr

    Soweit ich informiert bin, läßt keine Fluggesllschaft der Welt an Corona erkrankte Personen in ihre Flieger. Wer sich im Urlaub ansteckt, kommt demnach also mit dem Flugzeug nicht zurück nach Hause Auf diese Leute kommt dann eine ungewollte Verlängerung am Urlaubsort zu.
    Die Gesunden dürfen natürlich fliegen.

  29. #29 | Angelika, die usw. sagt am 22. März 2021 um 14:09 Uhr

    #28
    Bei der Einreise (Mallorca) muss ein gültiger Test vorliegen.

    Bei der Rückreise nach Deutschland anscheinend nicht, denn sonst hätte Söder ja nicht eine Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer gefordert (16.3. 2021)
    https://www.tagesschau.de/inland/soder-mallorca-testpflicht-101.html

    Wurde diese Testpflicht eingeführt?

    Zum Vergleich Island:
    z.Z. hat Island alle Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, alle Einreisenden müssen gültigen Test nachweisen bzw. sich testen lassen.
    "…Wird ein positives Testergebnis festgestellt und kann keine geeignete häusliche Quarantäneunterkunft nachgewiesen werden, kann die Unterbringung in einer zentralen Quarantäneunterkunft angeordnet werden. Gleiches gilt, wenn bestimmte Virusvarianten festgestellt werden…" Siehe Deutsche Botschaft Reykjavík, Stand 24.02.2021)

  30. #30 | M. Liese sagt am 22. März 2021 um 14:11 Uhr

    Dicht an dicht geht’s jeden Tag auch im Edeka, Aldi, Lidl,
    Rewe u.s.w. zu… nicht getestet! Abstandsregeln unbekannt…
    und unsere Regierung macht den Kopf darüber wie sie
    unserer Tourismusbranche eine Erklärung für Ihr Versagen rüber bringen kann.

  31. #31 | Marc sagt am 22. März 2021 um 14:26 Uhr

    @ Helmut Junge

    glaubst du wirklich, es gibt die Sicherheit, dass nur Gesunde an Bord eines Flugzeugs kommen?
    Oder tust Du nur so naiv?

  32. #32 | Angelika, die usw. sagt am 22. März 2021 um 22:08 Uhr

    Endlich tut sich was!

    "Bis zu 40.000 Menschen
    Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Rückkehrer auf Corona testen"

    "…Tui, Condor, Eurowings und Lufthansa, die noch auf der Insel testen wollten. Es werde nun nach Örtlichkeiten gesucht…"

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/bis-zu-40-000-menschen-deutsche-fluggesellschaften-wollen-mallorca-rueckkehrer-auf-corona-testen/25560996.html

  33. #33 | Angelika, die usw. sagt am 22. März 2021 um 22:10 Uhr

    "…Mallorca reagiert auf steigende Zahlen
    Wegen zuletzt wieder steigender Corona-Zahlen will die Regionalregierung Mallorcas die Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen schließen…"

    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/coronavirus-news-ticker-vom-22-maerz-bis-28-maerz,SSMqKn8

  34. #34 | Helmut Junge sagt am 22. März 2021 um 22:30 Uhr

    @Marc (31), Nein, so richtig als naiv würde ich mich nicht bezeichnen, denn keine Fluggesellschaft kann es sich leisten, Leute mit hochansteckenden Krankheiten stundenlang auf engstem Raum zu transportieren. Die gefährden dann doch ihr komplettes Personal. Und sie reagieren auch schon und wollen selber testen.
    guck mal
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-news-am-montag-rki-meldet-7709-neue-infektionen-und-50-todesfaelle-a-1e83d2b9-8fb4-4f59-bdf5-aa46e96e9a59

  35. #35 | Angelika, die usw. sagt am 22. März 2021 um 23:12 Uhr

    #34
    "…Und sie reagieren auch schon…" Ist dieses "schon" ironisch gemeint?

    Immerhin kam die Söder-Forderung Tage vorher (Testung der Rückkehrer). Und ich meine, auch Maas hätte es vor Tagen gefordert.

    Wer Reisen anbietet, muss sich doch über den gesamten Ablauf im Klaren sein. Hinreise-Aufenthalt-Rückreise.

  36. #36 | #34 sagt am 23. März 2021 um 09:43 Uhr

    @35, für die Rückflüge ist es doch früh genug und alles ist längst gebucht und bezahlt.

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