143

Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?

Die Waldorfschule stellt ihr pädagogisches Projekt oft als eine soziale Frage heraus. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass die Waldorfschule aus einem sozialen, politischen Impuls entstand.Von unserem Gastautor von Ramon De Jonghe .

Mit seiner Idee der „Sozialen Dreigliederung“[1] behauptete Rudolf Steiner seinen Anspruch, die bestehende Gesellschaft reformieren zu können. Nicht nur die Deutsche Gesellschaft lehnte Steiners Plan ab. Selbst seine eigenen anthroposophischen Unterstützer zeigten wenig Interesse an Steiners politischen Ambitionen. Sie konnten nicht verstehen, dass ihr verehrter Meister, ein Eingeweihter in „Höheres Wissen“, sich mit „schmutziger Politik“ beschäftigte. Die soziale Revolution, oder Erneuerung, wie Steiner sie gern sehen wollte, blieb aus. Aber das bedeutete nicht, dass Steiner es aufgab, seine anthroposophische Heilslehre zu verbreiten. Er suchte nach anderen Wegen, die „Unerleuchteten“ zu erreichen.

Steiners guter Freund, der „Waldorf-Astoria“ Zigaretten-Fabrikant und Anthroposoph Emil Molt, gab Steiner dazu die Gelegenheit. Molt machte den Vorschlag, eine Schule für die Arbeiter seiner Fabrik zu gründen. Als Steiner klar wurde, dass er keinerlei Einfluss auf das politische Leben hatte, stimmte er zu, Leiter der neuen Schule zu werden. 1919 präsentierte Steiner die erste Waldorfschule als eng mit seiner Idee der „Dreigliederung“ verbunden:

„… Wir möchten diese neue Schule schaffen wie ein Beispiel; diese Schule, nach der sich eigentlich ahnungsvoll viele Menschen sehnen, die man aber nicht den Mut hat, wirklich ins Auge zu fassen. Glauben wird man müssen, verstehen wird man müssen, daß dasjenige, was man soziale Frage nennt, durchaus auch an der so charakterisierten Schulfrage hängt; daß dasjenige, was man soziale Umwandlung nennt, sich nicht zuletzt in der Weise wird vollziehen müssen, wie das bei der Waldorfschule versucht wird. Es würde ein ungeheurer Schaden sein, wenn gerade der soziale Impuls verkannt würde, welcher der Begründung der Waldorfschule zugrunde liegt. … „[2]

Man  M U S S  glauben und  M U S S  verstehen? Spricht hier der Autor der „Philosophie der Freiheit“? Jedenfalls konnten durch die Waldorfschule von Anfang an anthroposophische Prinzipien einen Platz in der Gesellschaft erobern, da die Schule ein Teil der „Dreigliederung“ war. Die Aussage des Erziehungswissenschaftlers Professor Klaus Prange: „Die Waldorfpädagogik und die Waldorfschule sind der Versuch, diese Heilsbotschaft über Erziehung auf Dauer zu stellen“, kommt wahrlich nicht aus heiterem Himmel.

Bis heute hat die Waldorfschule die Erwartungen ihres Begründers auf soziale Erneuerung nicht erfüllt. Im Gegenteil. Die Geschichte der Waldorfschule zeigt eine Spur von unsozialem Verhalten, in dem Intrigen, Einschüchterungen und Drohungen nicht fehlen. Wie sehr sich Steiners Verehrer auch bemühen, dies anders zu sehen, ist eine Waldorfschule doch weit von einem Beispiel für eine Gemeinschaft entfernt, die wirklich „sozial“ genannt werden könnte. Dies wird deutlich, wenn wir einen Blick auf das Zeugnis von Menschen werfen, die massive Auseinandersetzungen mit Waldorflehrern, Waldorfsprechern oder Anthroposophen hatten. Man könnte sich fragen: Wie kann es sein, dass eine Gemeinschaft, in der es so viele Menschen gibt, die die „Wahrheit“ gefunden zu haben glauben, solch ein Desaster an menschlichen Beziehungen hervorbringt?

Natürlich werden Waldorfschulen dieses Problem nicht eingestehen. Nein, sie sprechen lieber in ihrem blumigen Jargon von „Dingen, die ihren Weg auf ihrer Reise kreuzen“ oder von „karmischen Gesetzen, die Teil eines höheren Plans sind“. In vielen Fällen werden Entschuldigungen vorgebracht, um das unsoziale Verhalten zu „erklären“. Wie: „Die Waldorfschule ist ein soziales Experiment; vergleiche sie mit einem sozialen Laboratorium; unsere Schüler sind sozial kompetenter als andere; Arbeit für die Freiheit hat seinen Preis; Menschen, die in einem vorherigen Leben Feinde waren, kommen nun in der Waldorfschule zusammen und müssen ihr Karma bewältigen, was Spannungen mit sich bringt; …“ Diese Antworten sind nicht wirklich überzeugend, aber dies ist auch nicht wirklich wichtig: Die Menschen  M Ü S S E N  glauben und verstehen …

Wird vollständiges Leugnen das unsoziale Verhalten der Waldorfschulen ändern? Sind Anthroposophen wirklich solche Idioten, dass sie glauben, dass ein Problem durch Leugnung gelöst werden kann? Sicher, sie  M Ü S S E N  Probleme abstreiten. Sie  M Ü S S E N  etwas anderes glauben. Oder vielleicht besser: Sie  M Ü S S E N  dem „Volk“ etwas anderes glauben machen, was in der Tat bedeutet: eine „Mogelpackung“ verkaufen.

Ausser Hörweite der Öffentlichkeit sprechen die Verehrer der Waldorfschule eine andere Sprache. Der bekannte Niederländische Anthroposoph und ehemalige Waldorflehrer Wim Veltman schrieb eine Broschüre über die Probleme in Waldorfschulen. Diese Broschüre wurde nie veröffentlicht, wird aber als Flugblatt unter Anthroposophen und Waldorflehrern verbreitet. Veltman stellt klar, dass „wenn es einen Ort gibt, wo sich die unsoziale Strömung eingenistet hat, es in der Freien Schule ist [„Freie Schule“, d.h. Waldorfschule]“. Seine Kritk beschränkt sich nicht auf die Niederländischen Waldorfschulen, sondern gilt für die Waldorfschulen weltweit:

„In achtzig Jahren der Freien Schulbewegung in den Niederlanden und anderswo in der Welt ist die soziale Struktur der Freien Schule ein beständiges Problem gewesen. Wenn sich die „unsoziale Strömung“ im letzten Jahrhundert irgendwo hat ausleben können, dann war es in den Freien Waldorfschulen (eine vereinzelte Ausnahme nicht in Erwägung genommen). Und dies, obwohl die Waldorfschule, in gewissem Sinne, aus einem sozialen Erneuerungs-Impuls hervorging!“[3]

Es gibt ein Sprichwort: „The tools of improvement don’t always fit the hand in need“ [„Die Werkzeuge zur Verbesserung passen nicht immer zur Hand, die sie braucht“]. In diesem Fall sind die Werkzeuge Steiners „Einsichten“, die aus seiner okkulten Weltsicht stammen, während die Hand, die sie braucht, die Schüler repräsentiert. Dass die Hand nicht nur leer bleibt, oder nicht die richtigen Werkzeuge bekommt, um nach dem Waldorfschulleben weiter zu kommen, sondern sie auch sozial gelähmt wird, hat schon der Schulpsychologe Fritz Beckmannshagen in seiner kritischen Studie gezeigt.

Nach der Lektüre des Erziehungswissenschaftlers Prange und der anthroposophischen Autorität Veltman kann ich nur zu dem Schluss kommen – und dies auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen, als ich noch selber in der Waldorfbewegung aktiv war –, dass die soziale Umgebung einer Waldorfschule in keiner Weise Kindern die Grundlage bieten kann, eigenverantwortliche, soziale menschliche Wesen zu werden.

Zum Autor: Ramon De Jonghe arbeitete als Erzieher in einer Waldorfschule, war im Vorstand dieser Waldorfschule. Er war ehrenamtlich für die Rudolf Steiner Akademie tätig, studierte an einer anthroposophischen Hochschule. Drei seiner Kinder besuchten für einige Jahre zwei verschiedene Waldorfschulen. Er arbeitet zur Zeit als freier Mitarbeiter an der Universität von Antwerpen als Assistent für Prüfungen zur Sprachentwicklung von Kindern.
Homepage von Ramon De Jonghe…Klack

[1] vergleiche Klaus Prange, “Erziehung zur Anthroposophie”, S. 165:

“Das Einzige, was Steiner als Movens für die künftige Ordnung anerkennt, ist das »freie Geistesleben« [»freie Geistesleben«, d.h. die Anthroposophie]. Von diesem »Zufluß« werden »sowohl der politische Staat wie das Wirtschaftsleben« profitieren (R. Steiner, GA 23). Wenn alle vernünftig und anthroposophisch sind, wird auch die rechte Welt da sein:

»Auf dem Gebiete des politischen Staates werden sich die notwendigen gesunden Ansichten durch eine solche freie Wirkung des Geistesgutes bilden (ebd.).«

Insofern fällt bei aller Gleichwertigkeit der Einzelglieder doch dem Geistesleben eine Führerrolle zu, so wie sich Plato die Philosophen als Herrscher über die Restklassen der Gesellschaft dachte.”

[2] R. Steiner, „Vortrag für die Eltern der Waldorfschulkinder“, Stuttgart, 31. August 1919, GA 297

[3] W. F. Veltman, „De Vrije School – Ondergang en nieuwe geboorte?“, Den Haag 2000

RuhrBarone-Logo

143 Kommentare zu “Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?

  • #1
    nobi

    danke danke danke danke danke danke danke

    endlich zeigt mal jemand der *wir sind die guten* nummer der antros den stinkefinger

  • #2
    Anke

    Herr De Jonghe hat richtig beschrieben, dass die Waldorfschulen langfristig der sogenannten „sozialen Dreigliederung“ als zu verwirklichendes Gesellschaftsprinzip dienen sollten, da die kurzfristig und auf unmittelbar politischem Weg nicht erreichbar war.

    Es ist nur sehr undeutlich, wenn dann „sozialer Impuls“ und unsoziale Realität miteinander kontrastiert werden. Wie immer bei den Anthroposophen bedeutet das Wort „sozial“ nicht das, was gewöhnlich darunter verstanden wird.
    Sozial ist für Steiner einzig seine „Anthroposophie“ und die Herrschaft einer „geistigen Elite“ in seinem Sinne. Und in diesem Sinne versagt die Waldorfschule daher auch nicht, wenn sie autoritär und unsozial im üblichen Wortgebrauch ist, sondern allenfalls dann, wenn das publik würde. Und sie tut das einzig Richtige, wenn sie konsequent zur Anthroposophie erzieht.

    Die Waldorfpädagogik dient, wie alles in der sogenannten Anthroposophie, nur dem einen Zweck, auf eine Gesellschaft hinzuarbeiten, die als Herrschaft der Erleuchteten Rudolf Steiners kosmische Hellsichtigkeit zum alleinigen Maßstab des allen Daseins macht.

    Ein besonders krasses Beispiel dafür ist die anthroposophische Sichtweise von Behinderten als „minderwertigen“ Menschen, die für ihr „spirituelles“ Projekt, „Anthroposophie“ zu leben, instrumentalisiert werden.

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/02/seelenpflege-bedurftige-kinder_17.html

    Darin wird u.a. der Anthroposoph Kurt Eisenmeier zitiert. Der Gründer eines anthroposophischen Behinderteneinrichtung spricht es deutlich aus, dass es um etwas anderes als die Behinderten geht. Er erhielt dafür kürzlich das Bundesverdienstkreuz.

    http://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/8485419.htm

  • #3
    Skowronek

    Ich habe ja einen anderen Eintrag in diesem Blog zur Waldorfschule bereits kommentiert und klargemacht, wo ich stehe:
    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/#comments

    Um diesen Artikel hier einigermaßen qualifiziert kommentieren zu können, habe ich ein bisschen herumgesurft. Die Wikipedia-Einträge zu „Dreigliederung“ und „GLS-Bank“ z.B. sind schiere und unverdünnte Propaganda, wobei immer wieder geschickt der Eindruck erweckt wird, dass das alles „nicht wirklich“ etwas mit Anthroposophie, allenfalls mit „Anthroposophie light“ zu tun habe. Dagegen ist Taqqiya* ja etwas für Anfänger! Je mehr ich lese, je klarer wird mir die Sektenstruktur. Da sitzen Leute an exponierten Stellen in anthroposophischen Organisationen und Institutionen, von denen man weiß, dass sie entweder selbst geschlagen wurden und/oder zugesehen haben, wie ihre Mitschüler das wurden. Nicht jeden Tag, wahrhaftig nicht. Aber es war jederzeit möglich, weil es Teil des Systems war, und eben nicht nur ein Ausraster eines Lehrers, der ansonsten ein Herz für seine Schüler gehabt hätte, z.B. provoziert durch einen pubertierenden Lümmel. („Herz“ und „Waldorfschule“ sind ohnehin zwei Begriffe, die grundsätzlich nicht in einem Atemzug genannt werden sollten.) Und man weiß es, weil man es vor über vierzig Jahren selbst gesehen hat.

    Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Was in denen derjenigen, die diese Schule aus eigener leidvoller Erfahrung kennen und trotzdem ihre Kinder dorthin schicken, auch wenn sie dieser Schule nicht einmal unkritisch gegenüber stehen? Kann man diese perverse Bindung anders erklären, als durch das Sektenphänomen? Ist es so etwas, wie das Stockholm-Syndrom?** Ich weiß es nicht, ich weiß nur eines: Es ist krank. Der Schluss des Autors: „…dass die soziale Umgebung einer Waldorfschule in keiner Weise Kindern die Grundlage bieten kann, eigenverantwortliche, soziale menschliche Wesen zu werden“, ist richtig und drückt es sehr vorsichtig aus. Und das Schlimmste ist: Es wird von Generation zu Generation weitergegeben.

    * http://de.wikipedia.org/wiki/Taqiyya
    ** http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom

  • #4
    Harald Effenberg

    @Anke: Der verlinkte Artikel im Lauterbacher Anzeiger spricht eine deutliche Sprache: Das Ehepaar Eisenmeier hat sein Vermögen in die Pflege behinderter Menschen investiert und sein Leben dieser Aufgabe gewidmet.
    Davon kann man sich bei vorhandenem Interesse scheinbar problemlos selbst überzeugen, denn „Viele Besucher aus dem In- und Ausland lernten diese Form der Lebensführung in den Hofgemeinschaften kennen und schätzen.“
    Der Ministerpräsident „lobte die revolutionäre Radikalität des Ehepaares, die auch ein Beitrag für die Demokratie sei.“ – aber mit revolutionärer Radikalität stößt man natürlich auch den einen oder anderen vor den Kopf, der die Behinderten vielleicht lieber in einer staatlichen Einrichtung hinter Schloss und Riegel sähe?
    Nicht nur auf die Betreuten, sondern auf die gesamte Umgebung erstreckte sich der wohltuende Einfluss der Eisenbergs, wenn man dem örtlichen Bürgermeister glauben kann: „Vor über 40 Jahren habe man auch im Schlitzerland anders über Menschen mit Behinderung gedacht. Mittlerweile habe man längst gelernt, mit ihnen zu leben.“
    Und was das Attribut „sozial“ in Bezug auf Waldorfschulen angeht: Dort übernehmen starke Schultern freiwillig einen größeren Teil der Last, um die schwächeren nicht auszuschließen. Einen Guido Westerwelle wird man bei Waldorfs selten finden, zumindest wäre er sehr schnell sehr allein.

    Rätselhaft bleibt für mich, warum jemand seine Zeit damit verbringt, solchen ehrenwerten Menschen Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
    Als gäbe es nicht genug Mist auf der Welt, gegen den man angehen könnte, wenn man wirklich etwas tun will. Warum hetzt Du ausgerechnet gegen Leute, die sich um andere kümmern?

  • #5
    Eddie

    @ Harald Effenberg

    Warum erklären Sie den Lesern der Ruhrbarone nicht Ihre Bindung an die Waldorfschule?

    Jemand, der wie Sie in seinen zahlreichen im internet zu findenden Jubelkommentaren für die Waldorfschule u.a. abstreitet, dass Rudolf Steiner Rassist war, und der dann auch schon einmal fragt, Zitat Effenberg: „Fahren Sie nicht auf Autobahnen wegen deren nationalsozialistischen Wurzeln?“, der hat sicher, Zitat Skowronek (siehe oben), eine „perverse Bindung“ an die Waldorfschule.

  • #6
    Harald Effenberg

    @ Eddie
    Ja, das ist so, wenn man mit seinem Namen zu seinen Aussagen steht. Jeder kann nachlesen, was man geschrieben hat, man kann jederzeit darüber diskutieren und vielleicht stellt sich auch hinterher mal heraus, daß man sich geirrt hat. Ihnen als „Eddie“ kann das natürlich nicht passieren. Sie verwandeln sich notfalls einfach in „Anke“ und fangen wieder bei Null an.

    Wozu bringen Sie das von Ihnen aus dem Zusammenhang gerissene Zitat? In diesem Posting ging es doch gar nicht explizit um Waldorfschulen? Haben Sie gelesen, was ich dort geschrieben habe? Warum gehen Sie nicht darauf ein, wenn Sie schon zitieren? Stimmen Sie mir zu? Oder nicht?
    Warum beantworten Sie nicht wenigstens meine von Ihnen zitierte Frage: Wie halten Sie es mit den Autobahnen, Frau oder Herr „Eddie“? Verzichten Sie aus geschichtlichen Gründen auf ihre Benutzung?

    Was nun meine Bindung an die Waldorfschule angeht: Meine Kinder besuchen eine Waldorfschule in Berlin. Was ist daran „pervers“? Und wo gibt es „Jubelkommentare“ von mir im Internet?
    Natürlich, ich habe viel Spaß an unserer Schule und bin sehr froh, daß meine Kinder gerade diese Schule besuchen. Warum sollte ich das nicht sagen, wenn jemand danach fragt?

    Harald Effenberg

  • #7
    Skowronek

    „Warum sollte ich das nicht sagen, wenn jemand danach fragt?“

    Sagt jemand, dass Sie das nicht sagen „sollen“ (und selbst auch dann, wenn Sie, wie hier, niemand danach gefragt hat)?

    Warum „sollte“ aber jemand nicht sagen dürfen, dass er ihre Einstellung missbilligt? Impliziert Widerspruch für Sie das Ende der Kommunikation? Wie ungemein waldorfschulmäßig!

    Und was Ihre Jubelkommentare anbelangt: Lieber Herr Effenberg, entweder wissen SIE nicht, was eine Google-Suche ist oder Sie hoffen klammheimlich, dass Ihre Gesprächspartner das nicht wissen:
    http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&q=%22Harald+Effenberg%22+Waldorfschule

    Mit freundlichen Grüßen
    Nobi, Anke, Eddie und Skowronek

  • #8
    Friedrich

    Asoziale Anthroposophen, weiter:

    Götz Rehn, Chef der anthroposophischen Bio-Supermarktkette „Alnatura“:

    http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/ein-oekokapitalist-sahnt-ab/

    „Arbeitsbedingungen in der Biobranche

    Ein Ökokapitalist sahnt ab

    Alnatura hat seinen Umsatz um 18 Prozent gesteigert. Statt Tariflöhne bekommen die Mitarbeiter Yoga-Kurse. Der Chef meint, das genüge. Ver.di meint: „Fair“ sieht anders aus. VON JOST MAURIN

    taz | 29.03.2010

    … Der niedrigste Lohn beträgt nach seinen Angaben auf die Stunde umgerechnet 7,50 Euro. Das liegt 16 Prozent unter dem geringsten Gehalt, das die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) und der Arbeitgeberverband im Tarifvertrag für die Hauptstadt festgelegt haben.

    Die Verkäuferin, die an der Kasse der Kreuzberger Filiale sitzt und sich um die Abteilung für Milchprodukte kümmert, erhält auf jeden Fall weniger: 9,73 Euro pro Stunde. Gemäß Tarifvertrag müsste sie mit ihren Berufserfahrung mindestens 12,98 Euro verdienen – also 33 Prozent mehr.

    … Da kommt Rehn etwas ins Schwimmen. Er antwortet nicht direkt. Stattdessen sagt er Sätze wie: „Wir machen nicht unser Unternehmen, um Gewinn zu machen, sondern um einen Gewinn an Sinn in die Welt zu bringen.“ …“

    Zitat taz Ende.

    „um einen Gewinn an Sinn in die Welt zu bringen“ … Ein Schelm, wer denkt:

    „um die Anthroposophie in die Welt zu bringen“!

  • #9
    Michael Kolb

    @ Friedrich

    Nur der Fairness halber sei gesagt, daß Alnatura, als Reaktion auf die schlechte Presse, angekündigt hat, demnächst Tarif bezahlen zu wollen. So zu lesen in der heutigen Print Ausgabe der TAZ und auch hier:

    http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/alnatura-will-tarif-zahlen/

  • #10
    Harald Effenberg

    @Nobi, Anke, Eddie und Skowronek

    Sagt jemand, dass Sie das nicht sagen “sollen” (und selbst auch dann, wenn Sie, wie hier, niemand danach gefragt hat)?

    Wenn Sie mal ein paar Zeilen nach oben blicken: Ihre Inkarnation „Eddie“ fragte nach meiner Bindung an die Schule, unterstellte, diese sei pervers, und warf mir „Jubelkommentare“ vor.

    Warum “sollte” aber jemand nicht sagen dürfen, dass er ihre Einstellung missbilligt?

    Weil es uninteressant ist. Interessant wäre zu wissen, aus welchem konkreten Grund er sie missbilligt: Dann könnte so etwas wie eine Diskussion entstehen. Vielleicht sogar eine Diskussion zum Thema.

    Impliziert Widerspruch für Sie das Ende der Kommunikation?

    Überhaupt nicht, im Gegenteil. Aber es langweilt mich, wenn man nicht auf die Argumente des Gesprächspartners eingeht, sondern ihm statt dessen Perversität oder was auch immer vorwirft.
    Ich könnte mich ja auf die gleiche Ebene begeben und mit „selber doof“ antworten, aber, wie gesagt, ich finde das langweilig. Interessant fände ich eine Diskussion zum Thema „Waldorfschule“, aber ich sehe bisher noch nicht, daß das hier möglich ist.

    Wie ungemein waldorfschulmäßig!

    Aha. Wieder ein interessanter Beitrag. Inwiefern ist es „waldorfschulmäßig“, wenn jemand sich nicht widerspruchslos Perversität und „Jubelkommentare“ unterstellen lässt? Sie meinen, Staatsschuleltern würden das hinnehmen?

    Und was Ihre Jubelkommentare anbelangt: Lieber Herr Effenberg, entweder wissen SIE nicht, was eine Google-Suche ist oder Sie hoffen klammheimlich, dass Ihre Gesprächspartner das nicht wissen:
    http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&q=%22Harald+Effenberg%22+Waldorfschule

    Ich muss Sie jetzt ganz furchtbar enttäuschen: Das ist kein „Jubelkommentar“. Das ist nur ein Link zu einer google-Suche.
    Und: Nein, ich werde jetzt nicht alle Ergebnisse dieser Suche überprüfen um zu raten, welches davon „Eddie“ als „Jubelkommentar“ erscheinen könnte. Wenn die tatsächlich so zahlreich zu finden sind, dann sollte es Ihnen doch ein Leichtes sein, wenigstens einen zu präsentieren?

    Mit freundlichen Grüßen
    Nobi, Anke, Eddie und Skowronek

    Ja, ich dachte mir schon, daß das alles derselbe ist.

  • #11
    Harald Effenberg

    Nobiankeeddieundskowronek, ich hab’s doch gemacht.
    Ich war ja doch neugierig, was ich so alles zusammengejubelt habe und Ihnen ist schließlich nicht zuzumuten, auf Ihren eigenen Link zu klicken und selbst zu lesen, was dabei herauskommt. So mache ich es Ihnen leicht: Sie nennen mir einfach die Nummer eines Suchergebnisses, in dem einer der zahlreichen „Jubelkommentare“ zu finden ist. Okay?
    Dann fangen wir mal an:

    1. http://www.effenberg.de/waldorf-fussball.htm
    Gut, das mag so aussehen, als nähme ich Rudolf Steiner vor seinen vermeintlichen überzeugten Anhängern in Schutz – tatsächlich wollte ich aber nur Argumentationshilfen liefern für Waldorfschüler, die in ihrer Schule Fußball spielen möchten.

    2. Ein Link zu diesem Forum

    3. Siehe 2

    4. Ein Link zu 1

    5. Ein Link zu 1

    6. http://groups.google.com/group/z-netz.alt.schule.waldorf/browse_thread/thread/955bea48dadf5f2d?fwc=1
    Ja, okay: Es hat Spaß gemacht, eine Woche mit den Kindern auf Ziurkustournee zu gehen und ich habe gejubelt. Ich habe bisher noch bei jeder Zirkustournee festgestellt, daß ich gerade eine der schönsten Zeiten meines Lebens erlebe, und da jubelt man eben.

    7. http://www.mister-wong.de/user/heffenberg/
    Meine öffentlichen Lesezeichen bei Wister Wong

    8. http://www.buehnenlinks.de/?p=136
    Ein Link zu meiner Homepage

    9. http://74.125.77.132/search?q=cache:pBmYhsFCRa0J:de.indymedia.org/2001/10/9360.shtml+%22Harald+Effenberg%22+Waldorfschule&cd=9&hl=de&ct=clnk&gl=de
    Ja, da widerspreche ich teilweise einem Waldorfkritiker. Das mag von einem Nobiankeeddieundskowronek automatisch als „Jubelkommentar“ einsortiert werden. Ich jedoch lese Textstellen wie
    „Dumm, peinlich, volle Zustimmung. Wobei ich die schwangeren Frauen, die durch das Lesen von „Negerromanen“ Mulatten gebären, immer noch als Gipfel der Dämlichkeit empfinde.“
    und finde das gar nicht gejubelt. Aber diese Betrachtungsweise ist vielleicht zu differenziert für ein Nobiankeeddieundskowronek.

    10. http://www.berlin-bookmarks.de/links.php?search=Harald
    Ein Link zu meiner Homepage

    11. http://www.casting-verzeichnis.de/Kuenstler/Schauspieler/
    Link zu meiner Homepage

    12. http://www.casting-verzeichnis.de/index.php?q=soloprogramm
    Link zu meiner Homepage

    13. http://www.diewaldorfs.waldorf.net/listengl.html
    Ein Verzeichnis prominenter Waldorfschüler und-eltern. Sehr prominent fühle ich mich nicht, aber ich stehe in der Liste.

    14. http://www.berlin.de/buergeraktiv/ehrenamtsuche/vereine/organisation_anzeigen.cfm?org_id=3120
    Ein Hinweis auf unsere Zirkus AG.

    15. http://chiefchiller.jimdo.com/gaestebuch.php
    Ein Gästebucheintrag, in dem ich mich bei dem ehemaligen Waldorfschüler „ChiefChiller“ für sein Stück http://chiefchiller.jimdo.com/app/download/523538309/Viva+la+Waldorf.mp3 bedanke, weil es bei unseren Zirkusveranstaltungen immer für gute Stimmung sorgt. Ja, gut: Ist vielleicht ein bißchen gejubelt. Mir gefällt das Stück halt.

    16. http://groups.google.com/group/z-netz.alt.schule.waldorf/topics?gvc=2&start=20
    Ein von einem Spammer initiierter Thread in dem (nicht mehr existierenden) Brett z-netz.alt.schule.waldorf
    Damals hat man so was noch übel genommen und versucht, sich dagegen zu wehren. Da gab es noch kein google-Groups, mit dem heute die Gruppen zugespamt werden.

    17. http://www.infilm.de/cgi-bin/content.pl?file=06&Nummer=&url=druck.html
    Keine Ahnung, wieso diese Seite bei den Suchergebnissen erscheint.

    18. http://de.indymedia.org/2001/10/9324.shtml
    Der Waldorfkritiker M. Hammerschmitt zitiert mich am 19.10.2001 um 23:14 weil ich juble. Weil ich
    über den Anthroposophiekritiker Sven Ove Hansson juble. Weil der so ganz anders ist als Nobiankeeddieundskowronek.

    19. http://de.narkive.com/2004/11/26/1477371-re-schulverbot-f-r-kinder-von-nazi.html
    Der Südafrikanische Nazi-Provokateur „G. Bartels“ versuchte, sich in eine Diskussion in de.soc.familie.kinder einzubringen. Er ist dann erstmal wieder unter seinen Stein zurückgekrochen. Da die damals von mir genannten Links inzwischen nicht mehr funktionieren, musst Du mir da einfach vertrauen, Nobiankeeddieundskowronek (oder eben nicht): Er hatte in einem Kapstadt-Forum mit seinen Kumpanen verabredet, Diskussionen zu manipulieren und zu provozieren, um in Foren und Newsgroups die Meinungsführerschaft zu erringen.

    20. http://www.oneview.de/user/tocko/
    Linksammlung

    21. http://www.amazon.de/effenberg-Bücher/s?ie=UTF8&rh=n%3A186606%2Ck%3AEffenberg&page=1
    Link zu Amazon, wo man mein Büchlein „Die 100 besten Witze aller zeiten“ bestellen kann.

    22. http://web2.cylex.de/suche/deutschland/ort-/plz-/l1cy1-d_ort1cy1–plz1cy1-_name1cy1-zehlendorf-s3.html
    Link zu meiner Homepage

    23. http://www.1001annonces.com/1001newsgroups/l-z-netz.alt.schule.waldorf.html
    Web-Spiegel des Bretts z-netz.alt.schule.waldorf

    24. http://forum.stuttgarter-nachrichten.de/board/search.php?search_id=767516074&start=855&sid=b72f35976ab87eaf2840235b69f885b2
    Forum der Stuttgarter Nachrichten, in dem jemand auf meine Seite
    http://www.effenberg.de/waldorf-fussball.htm verweist

    25. Suchergebnis von Yasni – die schreiben da sowieso rein, was sie wollen

    26. http://www.berlin-bookmarks.de/links.php?search=Casting
    Link zu meiner Homepage

    27. http://groups.google.com/group/schule.allgemein/browse_thread/thread/949c9685602a454e/a5bd858a18ebcfa1?lnk=raot
    Ich erkundigte mich in der Gruppe schule.allgemein, wo man Statistiken zu Abiturnoten finden kann.
    !Vorsicht!
    !Hier besteht Gefahr!
    Beim Weiterlesen stößt man auf den Link zu http://www.effenberg.de/waldorf-abitur.htm und da gibt es Fakten, Zahlen, auch noch mit Quellenangaben…ich nehme an, das erzeugt bei einem anonymen Waldorfkritiker regelrechtes körperliches Unwohlsein?
    Aber keine Angst: Einfach ignorieren. Oder mit persönlichen Angriffen wie „perverse Bindung“ und sonstigem Blabla ablenken. Bloß nicht die Ideologie von der Realität ankratzen lassen!

    28. http://www.emil-molt-schule.de/termine/zirkusprogramm06.html
    Das Programm unseres Schulzirkus im Jahr 2006

    29. http://www.de-linkliste.de/webkatalog/Kunst_und_Kultur/Theater/seite11.php
    Link zu meiner Homepage

    30. http://groups.google.de/group/z-netz.alt.schule.waldorf/browse_thread/thread/f48a8b651ad6d42a/8b64dacfbe8958fc%3Fq%3D%2522Cornelius%2BRinne%2522%238b64dacfbe8958fc&ei=iGwTS6eaOpW8Qpmqic0O&sa=t&ct=res&cd=1&source=groups&usg=AFQjCNGUgTVYFOGYueMQBe1yXAxjwkwrrQ
    Eine Diskussion zum Thema „Waldorfschule und Computer“. Keine Ahnung, warum dieses ewig kaputte groups.google.com mein Posting nicht anzeigt. Ich schrieb u.a.
    „Dazu sollten die Schüler aber zumindest lesen, schreiben, rechnen und
    – da es sich nicht nur um ein Werkzeug, sondern ein Denkzeug handelt –
    möglichst auch selbständig denken können.“

    So, langsam werde ich müde. Das ist ja wirklich eine unsägliche Jubelei. Gut, Frau Nobiankeeddieundskowronek, daß Sie mir gezeigt haben, wie eine google-Suche funktioniert.

    Jetzt bin ich gespannt, für welche Nummer von den zahlreichen Sie sich entscheiden werden.

  • #12
    Waldorf-Promi-Fan

    Super-Sache Waldorf-Promi zu sein wie Harald Effenberg…

    “Selbstsicher dank Walddörferschule

    betr.: „Selbstsicher dank Waldorfschule“ von Richard Roman, taz vom 1. 10. 05

    Ich bin nicht auf die Waldorf-, sondern auf die Walddörferschule gegangen, in Hamburg Volksdorf, dem grünen Herzen der Walddörfer.

    Auf Klassenreisen z. B. konnte man gar nicht laut genug darauf hinweisen, weil Herbergsväter, wenn sie „Walddörfer“ hörten und „Waldorf“ verstanden, sofort Angst bekamen, sie müssten sich jetzt eine Woche lang mit verzärtelten, bettnässenden Einzelkindern herumschlagen, die keine Margarinestullen schmieren und nicht Backschaft machen können. Wegen der Epitheta „hochkarätig“ und „Elite“ will ich mal davon absehen, eingeschnappt zu sein.

    HARRY ROWOHLT, Hamburg”

  • #13
    Waldorf-Promi-Fan

    “GN: Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?

    Harry Rowohlt: Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: „Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt“. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers „Mein Kampf“. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!”

    http://www.nordkolleg.de/uploads/media/pm-Interview-Durstewitz-Rowohlt_090909.pdf

  • #14
    Harald Effenberg

    Gähn. Weiss Nobiankeeddieundskowronek nix zu antworten, legt sich deshalb eine andere Tarnexistenz zu und macht eine neue Baustelle auf?
    Von mir aus.

    Von wegen nicht Backschaft machen können fällt mir direkt ein, wie an unserer Schule seit einigen Jahren die Klassenfahrt der 8. Klasse aussieht:
    2 Wochen aufs Segelschiff. Ein Zweimaster, 32m vom Wasser bis zum Masttop. Die Schüler sind keine Passagiere, sondern übernehmen während der gesamten Zeit, angeleitet von regulären Mannschaftsmitgliedern, sämtliche Wachen mit allen Pflichten, von der Bedienung der Segel – bis eben zur Backschaft.

    In der 9. Klasse das Landwirtschaftspraktikum auf einem großem Bauernhof: Morgens um 6 aufstehen, die eine Hälfte macht Frühstück, die andere füttert die Viecher, danach Kartoffeln ernten oder in den Wald Baumstämme entasten oder was eben so anfällt. Wird ein Kalb geboren, sind sie dabei, wird ein Tier geschlachtet, sind sie auf Wunsch auch dabei. Das geht zwei Wochen so. Von morgens bis abends hart arbeiten an frischer Luft.

    11. Klasse Industriepraktikum. Und das bedeutet bei uns Industriepraktikum: Also nicht im CD-Laden Musik auflegen oder in der Konditorei Torten verzieren. Werkssirene, Stechuhr, Fließband, Maschinentakt. 3 Wochen.
    (Übrigens eine ausgezeichnete Motivation in der 11. Klasse für bis dahin es eher locker angehen lassende Schüler, vielleicht doch den bisherigen Lebensentwurf zu überdenken, den Hintern hochzukriegen und ein Abi zu machen.)

    12. Klasse drei Wochen Sozialpraktikum: Acht Stunden täglich Arbeit mit Alten, mit Behinderten oder Obdachlosen.

    Dazu kommt noch die Zirkus-AG, in der die Schüler lernen, was mit Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Teamarbeit möglich ist.
    Wer drei Tage hintereinander Doppelvorstellungen vor hunderten von Leuten gespielt hat weiß, was er getan hat. Und was er kann. Und ist nicht auf Harry Rowohlts Anerkennung angewiesen.

    Was lernt man während dieser Zeit jeweils auf dem hochkarätigen Elitegymnasium? Das wahre Leben kennen, nehme ich an? Man sitzt an seinem Pult und lernt die längsten Flüsse in Korea auswendig, wahrscheinlich?

  • #15
    Waldorf-Promi-Fan

    @ Harald Effenberg

    schöner Jubelkommentar!

    War aber nicht nötig, zu beweisen, dass Sie die Waldorfschule hochjubeln können: es muss ja einen Grund geben, dass Sie von den Waldorfschulen zum „Prominenten“ gemacht wurden.

  • #16
  • #17
    Waldorf-Promi-Fan

    Wieso hat Harald Effenberg vergessen, über Harry Rowohlts Steiner zu jubeln: „Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt“

    http://de.indymedia.org/2001/10/9360.shtml , Harald Effenberg schreibt:

    „(Steiner) ergibt für mich verblüffend viel Sinn, wenn ich ihm zugestehe, daß er viel später Geschehendes mit den Worten und in den Bildern seiner Zeit und seines eindeutig nicht-naturwissenschaftlichen Weltbildes auszudrücken versuchte.“

    „verblüffend viel Sinn“, Rudolf Steiner:

    „Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.“

    „Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut“

    „Also selbst das, daß die Blondhaarigen aussterben, versteht man, wenn man begreift, wie die Nahrungssäfte bis in die Augen hinein kommen, und auch bis in die Haare hinein. Die Haare hängen nämlich sehr stark mit den Augen zusammen.“

    „Die Haare sind nämlich tatsächlich wie Pflanzen, die dem Boden eingesetzt sind, und ihr Wachstum hängt mit dem Licht zusammen. Wenn daher das Licht nicht imstande ist, bis in die Haare hinein die Nahrungssäfte zu ziehen, so bleiben die Haare blond. Wenn einer mehr materiell ist, so kriegt er schwarze Haare, und die Nahrungssäfte gehen hinein, vertragen sich dann nicht mit dem Licht. Das haben die Alten noch gewußt, vor ein paar Jahrhunderten noch, und haben daher die Mähne des Löwen nicht kräuselig gemacht, sondern strahlend gemacht, so wie wenn die Sonne die Lichtstrahlen in seinen Kopf hineinsteckte. Das ist auch sehr interessant zu beobachten.“

    @ Ramon De Jonghe

    Sagen Sie mal, wie soll aus diesem Unsinn Steiners eine „soziale Revolution“ entstehen?!?

  • #18
    Arnold Voß

    Herr Effenberg, alles was sie hier aufzählen finden sie in anderen Schulen mit – ich betone- engagierten! Lehrern und Eltern auch. Vielleicht nicht immer im offiziellen Programm, aber in der realen Praxis vielfältiger Projekte. Nur macht da keiner soviel Aufhebens drum und verkauft es nicht als exklusive Produkte einer bestimmten Schulidee respektive Ideologie.

  • #19
    Philip

    @Arnold Voss, habe allerdings von sowas auch schon an Privatschulen gehört, von staatlichen Schulen allerdings eher wenig. Da gibt’s auf der Penne in der 10. Klasse 2 Wochen Balla-Praktikum beim lokalen Mittelständler und Ende.
    Die anderen (öffentlichen!) Schulen mit engagierten Lehrern und Eltern habe ich noch nicht in dem Ausmaß gesehen, an privaten Schulen schon.

    Vielleicht hat mal jemand langsam Beispiele, um da etwas konkreter zu werden und nicht von den „bösen Staatsschulen“ oder den „bösen Waldorfschulen“ zu sprechen. Mir kommt es immer vor, als würden da Äpfel mit Birnen verglichen. Der eine spricht von einer Hardcore-Eso-Waldorfschule in BaWü, der andere von einer „gemäßigteren“ Waldorfschule in NRW, wieder einer von einer tollen Gesamtschule in Paderborn mit engagierten Lehrern und der vierte von seinen Erfahrungen aus den 90ern auf der Hauptschule in einem sozialen Brennpunkt.
    Wenn das alles so einfach wäre, bräuchten wir die ganzen alternativen „Schulideen“ mit oder ohne Ideologie (mit konfessionellen Kindergärten haben scheinbar die wenigsten Leute hier Probleme, zumindest weniger als mit Waldorfschulen) ja wohl nicht.
    Glaube nicht, dass das nur an der guten PR(opaganda) der Privat-/Waldorfschulen liegt, dass die Leute ihre Kinder da hinschicken. Und auch nicht daran, dass es weniger Ausländerkinder auf diesen Schulen gibt.
    Oder aber es gibt sie wirklich, die anthroposophische Weltverschwörung und die Eltern der Waldorfschüler sind vorher schon Teil davon gewesen.

    Wenn ich mir aber anschaue, wie momentan unter Schwarz-Gelb die jungen Lehrer mit befristeten Verträgen schon am Anfang mürbe gemacht werden (Vertrag von Ostern bis Sommer, die Sommerferien über kann man sich was anderes suchen), würde mich auch nicht wundern, wenn mehr gute Lehrer sich an Privatschulen umschauen, für mich wäre das jedenfalls die logische Konsequenz.

  • #20
    Harald Effenberg

    @Arnold Voß

    Das es solche und ähnliche Initiativen vereinzelt auch an anderen und sogar an staatlichen Schulen gibt, (ein herausragendes Beispiel ist für mich die Hauptschule Meierfeld in Herford mit dem größten Schulzoo Europas) weiß ich und bin froh darüber.
    Aber wenn hier Harry Rowohlt, der bis auf seine Vorurteile nichts über Waldorfschulen weiß, als Zeuge angeführt wird für die „verzärtelten, bettnässenden Einzelkinder, die keine Margarinestullen schmieren und nicht Backschaft machen können“, dann möchte ich gern den Vorurteilen die Realität gegenüber stellen.
    Und ich habe z.B. beim Industriepraktikum nicht umsonst das Industrie herausgehoben: Bei unserem nächstgelegenen Gymnasium absolvieren die Schüler auch ein Praktikum, das sie aber frei wählen können. Und es macht, denke ich, schon einen Unterschied, ob man hinterher weiß, wie der Arbeitstag eines CD-Verkäufers aussieht, oder ob man die schmutzige, laute Lebenswirklichkeit in einem Industriebetrieb erfahren hat.
    Das hat nichts mit Ideologie zu tun und ist auch in keiner Weise exklusiv – im Gegenteil – jede Nachahmung halte ich für höchst wünschenswert.

  • #21
    Harald Effenberg

    @Philip
    Konkret werde ich gern: Ich spreche von der http://www.emil-molt-schule.de/ , einer einzügigen Waldorfschule im Süden von Berlin-Zehlendorf.
    Ich vermute, daß die Anzahl der Kinder mit ausländischen Wurzeln bei uns etwa dem Durchschnitt im Bezirk entspricht; ich glaube nicht, daß es weniger sind als an anderen Zehlendorfer Schulen. Auch die Elternschaft entspricht wahrscheinlich dem Zehlendorfer Durchschnitt: Viele Freiberufler und Gewerbetreibende, Ingenieure, Architekten, Kaufleute und am anderen Ende Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger und irgendwo dazwischen ein paar Künstler.

    Was den Wechsel von guten Lehrern angeht, so ist das zumindest in Berlin nur für Idealisten attraktiv (ist vielleicht in BW anders). Die rot-rote Regierung hat die Zuschüsse für freie Schulen so weit gekürzt, daß die Lehrer deutlich weniger verdienen als an staatlichen Schulen.

  • #22
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Sie schreiben zur „Emil Molt Schule“, Freie Waldorfschule in Berlin Zehlendorf:

    „Ich vermute, daß die Anzahl der Kinder mit ausländischen Wurzeln bei uns etwa dem Durchschnitt im Bezirk entspricht; ich glaube nicht, daß es weniger sind als an anderen Zehlendorfer Schulen.“

    Kann sein. Müsste man überprüfen. Da der Ausländeranteil in Berlin-Zehlendorf aber eh verschwindend gering ist, bzw. die dort lebenden Ausländer vermutlich „perfekt integriert“ sind, kann man sich das wohl in diesem Fall schenken.

    Aber wie sieht es beispielsweise in der „Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin“ aus?

    Das „Märkische Viertel“ könnte man wohl als „Problemviertel“ bezeichnen, jedenfalls ist die soziale Zusammensetzung dort deutlich anders als in Berlin-Zehlendorf (Liebe Leser aus dem Märkischen Viertel: das soll keine Diffamierung sein!). Ich habe in der dortigen Waldorfschule mein Praktikum während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer gemacht. Es gab dort keine Ausländerkinder und keine Kinder aus dem Märkischen Viertel (einzelne Ausnahmen mögen die Regel bestätigen).

  • #23
    Andreas Lichte

    Zur Waldorfschule als „ausländerfreie Zone“ – aus anthroposophischer Quelle:

    “Inmedia 130

    ich konnte vor einigen Tagen erleben wie die neuen Erstklässler eingeschult wurden. Zwei Schulen, zwei Bilder: Die Grundschule eine Regelschule feierte diesen Tag und begrüßte unter den Neuen ein gutes Drittel Kinder, mit dem, was man heute “Migrationshintergrund” nennt. (…)

    Der gleiche Tag, wenige Kilometer weiter. Eine Waldorfschule. Auch hier werden die neuen Kinder begrüßt. Das Bild unterscheidet sich kaum von dem in den vergangenen Jahren an dieser Waldorfschule: Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch; vor einiger Zeit gab es mal das Kind einer Anwaltsfamilie. Alle Kinder sprechen reines Deutsch. (…)

    Waldorfschulen waren einmal Arbeiterschulen. Heute sind sie Eliteschulen. Das kann und darf ihnen niemand zum Vorwurf machen, aber bei aller berechtigten Begeisterung über alle unsere schönen Waldorfschulen, die ich teile: ein bisschen weniger Hochmut und Selbstgerechtigkeit wäre manchmal angemessen.”

    Ihr Sebastian Gronbach, anthroposophischer newsletter “Inmedia”

  • #24
    Andreas Lichte

    Zur Waldorfschule als „ausländerfreie Zone“ – die ehemalige Waldorflehrerin Heidrun G. sagt:

    http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden“/comment-page-1/#comment-16524

    „(…) Mit einem äußerst geringen Anteil an Migrantenkindern und wenigen Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen ist eine Vergleichbarkeit [der Waldorfschule] mit Regelschulen lediglich polemisch. Der Aussagewert tendiert gegen null. Auch die von Ihnen angeführten Untersuchungen bestätigen doch, dass die Elternhäuser überproportional aus dem Bildungsbügertum stammen. Das entzieht einem Vergleich die Grundlage. (…)“

  • #25
    Andreas Lichte

    Zur Waldorfschule als „ausländerfreie Zone“ – Kriminologisches Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN)

    Studie 2005 – spezielle Befunde zu Waldorfschulen:

    ……………………………………….

    Anteil ethnischer Gruppen nach Schulform (4. Klasse)

    staatliche Grundschule:

    – deutsch: 77,4%

    – türkisch: 7,7%

    – ehemalige SU 4,3%

    – andere: 10,6%

    .

    Waldorfschule:

    – deutsch: 97,2%

    – türkisch: 0,0%

    – russisch: 0,5%

    – andere: 2,3%

    ……………………………………….

    Anteil benachteiligter Kinder nach Schulform (4. Klasse)

    staatliche Grundschule:

    – geringe Bildung der Eltern: 18.5%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 9,3%

    .

    Waldorf/Steiner-Schule:

    – geringe Bildung der Eltern: 1,4%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 2,8%

    ……………………………………….

    Anteil ethnischer Gruppen nach Schulform (9. Klasse):

    Hauptschule:

    – deutsch: 54,3%

    – türkisch: 18,3%

    – russisch 6,3%

    – andere: 21,0%

    .

    Gesamtschule:

    – deutsch: 69,6%

    – türkisch: 11,3%

    – russisch 6,8%

    – andere: 12,2%

    .

    Waldorfschule:

    – deutsch: 95,9%

    – türkisch: 0,3%

    – russisch: 0,7%

    – andere: 3,0%

    ……………………………………….

    Anteil benachteiligter Kinder nach Schulform (9. Klasse)

    Hauptschule:

    – geringe Bildung der Eltern: 41,9%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 18,3%

    .

    Gesamtschule:

    – geringe Bildung der Eltern: 21,9%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 16,0%

    .

    Waldorf/Steiner-Schule:

    – geringe Bildung der Eltern: 1,1%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 7,6%

  • #26
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte
    Keine Ahnung. Das Märkische Viertel ist auf der anderen Seite von Berlin, von hier aus gesehen. Ich war ehrlich gesagt noch nie da und die dortige Waldorfschule kenne ich auch nur vom Hörensagen, hauptsächlich durch die Schülerfirma „Steinbrücke“.
    Dass es dort keine Schüler aus dem Umfeld und keine mit nicht-deutschen Eltern geben soll, finde ich seltsam. Bei uns kommen die meisten zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule. Es gibt viele gemischte Elternpaare: Ein Elternteil deutsch, der andere aus Polen, Türkei, Bangla Desh, Ruanda, Mexiko usw.
    Was die Integration angeht, so haben Sie sicherlich Recht: Das ist in Zehlendorf kaum ein Problem.

  • #27
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Eine ehemalige Schülerin der “Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin” schreibt mir in einer e-mail:

    „Hallo Andreas,

    also ich kann Ihre Wahrnehmung durchaus bestätigen. KEIN Schüler kam aus dem Märkischen Viertel oder aus benachteiligtem Milieu. Ich hatte mal eine Mitschülerin in der sechsten oder siebten Klasse, doch diese war genauso schnell wieder dort wo sie herkam: Nämlich auf einer Schule im MV. (…)“

  • #28
    Harald Effenberg

    @Andreas Lichte
    Zu den Statistiken müsste man natürlich wissen, ob der magere Anteil ausländischer Schüler sowie von Schülern aus Elternhäusern mit geringem Bildungsstand evtl. korrespondiert mit einem ebenso niedrigen Anteil von Anmeldungen aus diesen Gruppen.
    Man kann wohl davon ausgehen, daß bei niedrigem Bildungsstand oder ungenügender Integration der Eltern einfach der amtlichen Aufforderung, das Kind bei der zuständigen Grundschule anzumelden, Folge geleistet wird, ohne daß die Eltern sich möglicher Alternativen bewusst sind.
    Die Schülerverteilung würde dann der an anderen freien Schulen entsprechen, ohne daß den Waldorfs ein spezieller Vorwurf zu machen wäre.

    Wenn doch die Zahlen aus freien Schulen, die keine Waldorfschulen sind, dabeistünden, damit man vergleichen könnte…am besten auch noch die der staatlichen Gymnasien…

    Leider habe ich die Studie auf http://www.kfn.de/ nicht gefunden – hätten Sie vielleicht einen Link?

    Stehen die Angaben vielleicht bei http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/mfp3.pdf und ich habe sie übersehen?

    Ich finde nur bei http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb100.pdf auf Seite 14 unten einen Migrantenanteil von 14,6% an Waldorfschulen. Das ist wenig, aber doch wesentlich mehr als in der Studie, die Ihnen scheinbar vorliegt.

    Eine Bemerkung sei mir noch gestattet: Es ist ist erfrischend, seit heute hier mit richtigen Menschen zu kommunizieren statt mit EddieNobiusw.
    Vielen Dank an diejenigen, die sich in diese Diskussion eingeklinkt haben!

  • #29
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Die statistischen Angaben des Kriminologisches Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN) stammen aus einem Vortrag, den Prof. Christian Pfeiffer für die Waldorfschulen hielt. Liegt mir als Dokument vor. Die Zahlen sind korrekt („salvo errore“, falls es nicht irgendwo wider Erwarten einen Tippfehler gibt).

    Grundsätzlich noch die Bemerkung:

    Der Anthroposoph und „info 3“ Redakteur Felix Hau bezeichnete die Tatsache, dass die Waldorfschule eine „ausländerfreie Zone“ ist, als „Binsenweisheit“ – soll heissen: jeder, der die Waldorfschule wirklich kennt, weiss das (siehe auch „inmedia“, Sebastian Gronbach, oben)

    Felix Hau, irgendwo in den Kommentaren zu:

    „Waldorfschule: Vorsicht Steiner“

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

  • #30
    Skowronek

    Vielleicht machen sich die Ruhrbarone ja mal die Mühe, nachzuschauen, ob Nobi, Anke, Eddie und Skowronek TATSÄCHLICH mit derselben IP-Nummer im Netz waren. Dann müssten die geneigten Leser hier nicht mehr nur vermuten, sondern WÜSSTEN, dass Herr Effenberg ebenso merkbefreit, wie humorlos ist (was vermutlich dieselbe Ursache hat).

    Zwei goldene Regeln für Internetforen, Herr Effenberg:
    Erstens: Ein wirklicher Troll wird nie zugeben, dass er unter mehreren Nicks postet.
    Zweitens: Es ist der Gipfel der Stillosigkeit und tut nichts für die Glaubwürdigkeit eines Posters, zuerst lauthals zu verkünden „Ihr seid mir einfach zu (…) zum Diskutieren. Tschüss“, um dann lustig weiterzumachen.

  • #31
    Skowronek

    Noch eine Bemerkung von mir, Nobi, Anke und Eddie: Die Diskussion hier geht doch in eine vollkommen abwegige Richtung. Mir verschließt sich die positive Wirkung von „Migrantenkindern“ an deutschen Schulen. (Ich sage nicht, dass sie denknotwendigerweise eine negative Wirkung haben, kann aber ebenso PER SE keine positive erkennen.) Waldorfschulen sind also nicht deswegen schlecht, weil es auf ihnen keine „Migrantenkinder“ gibt, sondern weil sie Sektenschulen sind, die Eltern und Schüler über ihr Ziel und ihre totalitären, okkulten und rassistischen ideologischen Grundlagen im Unklaren lassen, den Willen der Kinder brechen, eine Auslese nach ihren eigenen okkulten Kriterien vornehmen und die Eltern abzocken. Übrigens weniger finanziell, als moralisch.

  • #32
    Skowronek

    „Super-Sache Waldorf-Promi zu sein wie Harald Effenberg…“

    Eins habe ich noch nicht kapiert. Wieso ist Effe ein „Waldorf-Promi“? Ist er tatsächlich Otto Schily, der hier unter einem falschen Namen eine Gruselnummer abzieht?

  • #33
    Michael Kolb

    @ Sworonek

    First of all: Als Anhänger des gepflegten Ballgeschiebes sage ich mal, es gibt nur einen echten „Effe“, trotz Namensgleichheit finde ich (meine ganz eigene persönliche Meinung) die Verniedlichung des Namens daneben, es gibt heutzutage viel zu wenig Charakterköpfe im Fußball, als das wir uns da Verwechslungen leisten könnten.

    Die Frage nach dem „Waldorf-Promi“ ist eigentich ganz einfach zu beantworten, jedenfalls dann, wenn man sich den Luxus leisten kann, die ganze Geschichte unbeteiligt beobachten zu können wie ich. In Kommentar Nr. 7 fordern Sie Effenberg auf, doch bitte nach der Stichwortkombination „Harald“, „Effenberg“ und „Waldorfschule“ zu googleln… gruseliges Wort. Das hat er getan und die Suchergebnisse in Kommentar Nr. 11 hier aufgelistet und teilweise kommentiert, wobei er behauptet, zumindest in den ersten 30 Ergebnissen, keinen „Jubelkommentar“ zur Waldorfschule gefunden zu haben. Das 13. google-Suchergebnis verweist auf eine Seite, in der mutmaßlich prominente Waldorfschüler aufgelistet werden, das hat er kommentiert… und schwubbeldiwupp wurde er zum „Waldorf-Promi“, was von der Gegenseite dankbar aufgenommen worden ist…

    Was ganz allgemein die Realnamendiskussion angeht… die kenne ich noch aus seeligen usenet-Zeiten, da ging es damals diesbezüglich ziemlich hoch her. Ich persönlich kann nachvollziehen, wenn sich jemand, der unter seinem vollen Namen hier schreibt, über gravatar identifizierbar ist (ein Thema für sich) verhohnepiepelt vorkommt, wenn er von reinen „Vornamen“ angegriffen wird.

  • #34
    Harald Effenberg

    @Michael Kolb

    Ich persönlich kann nachvollziehen, wenn sich jemand, der unter seinem vollen Namen hier schreibt, über gravatar identifizierbar ist (ein Thema für sich) verhohnepiepelt vorkommt, wenn er von reinen “Vornamen” angegriffen wird.

    Das ist durchaus nichts prinzipielles. Aber dieser Thread hier bestätigt natürlich wieder die Erfahrung, daß es sich in 95% der Fälle nicht lohnt, Pseudos ernstzunehmen. Niemand hindert ja im Prinzip einen Menschen daran, ohne Angabe seines Namens etwas vernünftiges zu schreiben. Da Du das Usenet ansprichst: Gab es nicht z.B. in de.etc.finanz.boerse einen „Enrico“, der die kenntnisreichsten Postings verfasste?

    Es stört mich auch keineswegs, wenn ich angegriffen werde…wenn es doch nur irgendwas mit dem Thema zu tun hätte.
    In dem Artikel hier und meiner ersten Anmerkung dazu geht es um die Behauptung des Autors, Waldorfschulen seien keine soziale Gemeinschaft. Darauf kontert das „Eddie“ mit der Unterstellung, ich hätte abgestritten, daß Rudolf Steiner Rassist war. Abgesehen davon, daß ich diese Unterstellung für eine Lüge halte, so lange das „Eddie“ sie nicht bewiesen hat (denn dieses Thema interessiert mich nun wirklich wenig, auch wenn man ihm nicht auf Dauer entgehen kann, weil Waldorfkritiker es gern alle Nase lang aus der Mottenkiste hervorholen) – inwiefern berührt diese Unterstellung das Thema? Und in welcher Weise hat die Frage, ob mein Name auf irgendeiner Liste steht, einen Einfluss auf das soziale oder unsoziale Verhalten der Menschen an Waldorfschulen? Was hat die Summe all dessen, was Harry Rowohlt über Waldorfschulen nicht weiß, mit dem Thema dieser Diskussion zu tun?

    Also: Gegen einen durch gute Schreibe in Ehren erworbenen Nom de Guerre ist überhaupt nichts zu sagen. Aber wenn man, was Du ja schon getan hast, den Leuten erklären muss, wass sie gelesen hätten, wenn sie es gelesen hätten, was sie aber nicht getan haben, weswegen sie gar nicht auf die Reihe kriegen, wovon eigentlich die Rede ist und sie deshalb einfach ihrem gewohnten Pseudo-Reflex nachgeben und erstmal rumpöbeln, dann – ja, dann kommt man sich als ernsthaft Diskutierenwollender „verhohnepiepelt“ vor. Bzw. man sagt sich „das kenne ich, das muss ich nicht haben“ und aktiviert das mentale Killfile.

    Glücklicherweise gibt es aber hier inzwischen seriöse Gesprächspartner. Ich finde das Thema zu wichtig, um es den Trollen zu überlassen.

  • #35
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    H.F. schreibt: „(…) Aber dieser Thread hier bestätigt natürlich wieder die Erfahrung, daß es sich in 95% der Fälle nicht lohnt, Pseudos ernstzunehmen (…)“

    Kann es sein, dass Sie immer noch nicht verstanden haben, dass Sie von Skowronek gnadenlos verarscht wurden? Und werden? Ist das wirklich möglich? Soll ich es noch mal für Sie wiederholen? Zitat Skowronek:

    „Ein wirklicher Troll wird nie zugeben, dass er unter mehreren Nicks postet.“

    Das war aber nicht die einzige Nummer, die Sie überhaupt nicht verstanden haben. Gehen Sie noch mal die Kommentare durch. Viel Spass!

  • #36
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte

    #29
    Der Anthroposoph und “info 3″ Redakteur Felix Hau bezeichnete die Tatsache, dass die Waldorfschule eine “ausländerfreie Zone” ist, als “Binsenweisheit” – soll heissen: jeder, der die Waldorfschule wirklich kennt, weiss das (siehe auch “inmedia”, Sebastian Gronbach, oben)

    Felix Hau, irgendwo in den Kommentaren zu:

    “Waldorfschule: Vorsicht Steiner”

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

    Bei mir nicht. Dort sind 5 Seiten Kommentare und auf keiner findet die Suchfunktion meines Browsers das Wort „Binsenweisheit“. Die Worte „ausländerfreie Zone“ sind Ihre eigenen.

    #24
    die ehemalige Waldorflehrerin Heidrun G. sagt:
    Lautet die vollständige Bezeichnung nicht „Heidrun G. (Name geändert)“?

    Diese Quelle hat sich ja schon einmal geirrt:
    G. würde es nicht überraschen, wenn im Sommer viele Waldorfschüler ohne Abschluss dastehen würden
    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschuler-ohne-abschluss/

    Statt dessen:
    Im dritten hessischen Zentralabitur erreichten die Freien Waldorfschulen erneut ihren langjährigen Landesdurchschnitt von 2,3 und lagen damit leicht über dem allgemeinen Landesdurchschnitt von 2,4. Nur 0,4 Prozent (Land: 2,8 Prozent) der insgesamt 235 Waldorf-Abiturienten bestanden die Reifeprüfung nicht. Die Traumnote 1,0 erreichten 2,1 Prozent der Waldorfschüler (Land: 1,2 Prozent).
    http://www.waldorfschule-hessen.de/01_zeitung/pdf/ausgabe17/6_bipo.pdf

    Vielleicht weiß Heidrun G. (Name geändert) auch nicht mehr über die Waldorfschule als Nobiankeeddieundskowronek?

    #29
    Die statistischen Angaben des Kriminologisches Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN) stammen aus einem Vortrag, den Prof. Christian Pfeiffer für die Waldorfschulen hielt. Liegt mir als Dokument vor. Die Zahlen sind korrekt

    Ich zweifle nicht daran, daß die Zahlen korrekt sind. Meine Hoffnung war nur, daß es dort wegen der besseren Vergleichbarkeit noch andere Zahlen geben könnte. Ich kann schwer nachvollziehen, warum man nur die Schülerverteilung an Hauptschulen, Gesamtschulen und Waldorfschulen, nicht aber an Gymnasien untersucht hat.

    #35
    Kann es sein, dass Sie immer noch nicht verstanden haben, dass Sie von Skowronek gnadenlos verarscht wurden?

    Ich habe ernsthaft versucht, Argumente auzutauschen und bin zu dem Eindruck gelangt, daß Nobiankeeddieundskowronek dazu nicht in der Lage ist. Daher habe ich den Versuch der Kommunikation mit Nobiankeeddieundskowronek aufgegeben.
    Kann es sein, daß Sie jetzt auf diese Ebene drängen?
    Das fände ich enttäuschend.

  • #37
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Harald Effenberg schreibt: „Dort sind 5 Seiten Kommentare und auf keiner findet die Suchfunktion meines Browsers das Wort “Binsenweisheit”

    Felix Hau, Anthroposoph und „info3“ Redakteur, Zitat: „Es ist richtig, dass Waldorfschulen hierzulande im Vergleich zu Regelschulen einen geringen Anteil von Schülern “mit Migrationshintergrund” und ebenfalls einen geringen Anteil an Schülern aus sozial schwachen Familien haben. Es ist eine Binse, dass dieser Umstand dazu führt, dass es im Vergleich mit Regelschulen weniger soziale Probleme gibt.“

    „Binse“, die „Weisheit“ hab ich mal ergänzt. Ist ja nicht jeder so locker drauf wie Felix Hau, Zitat Hau:

    http://blog.esowatch.com/?p=1089#comment-6677

    „Meines Erachtens steht es in überhaupt keinem Verhältnis, einen – um beim Beispiel zu bleiben – katholischen Priester sämtlicher Lebensperspektiven zu berauben, nur weil er einem pubertierenden Jungen Weihwasser über das Schwänzlein gegossen oder dreimal dran gelutscht hat …“

  • #38
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Ein ehemaliger Schüler schreibt mir: „Ansonsten gehört die Emil Molt Schule sicher zu den »orthodoxen« Waldorfschulen. Wenn was los ist, dann da bestimmt.“

    Berichten Sie doch mal über die grenzenlose Steiner-Verehrung an der Emil Molt Schule Berlin, Herr Effenberg.

  • #39
    Skowronek

    „First of all: Als Anhänger des gepflegten Ballgeschiebes sage ich mal, es gibt nur einen echten “Effe”, trotz Namensgleichheit finde ich (meine ganz eigene persönliche Meinung) die Verniedlichung des Namens daneben, es gibt heutzutage viel zu wenig Charakterköpfe im Fußball, als das wir uns da Verwechslungen leisten könnten.“

    In diesem bi-lingualen Sinne: I stand corrected!

  • #40
    Skowronek

    „Was ganz allgemein die Realnamendiskussion angeht… die kenne ich noch aus seeligen usenet-Zeiten, da ging es damals diesbezüglich ziemlich hoch her. Ich persönlich kann nachvollziehen, wenn sich jemand, der unter seinem vollen Namen hier schreibt, über gravatar identifizierbar ist (ein Thema für sich) verhohnepiepelt vorkommt, wenn er von reinen “Vornamen” angegriffen wird.“

    Jeder, der sich im Internet auskennt, kann das nachvollziehen, aber es ist eine irrationale Reaktion. Niemand muss unter seinem Klarnamen posten. Wer die Auseinandersetzung mit lauter Nicks als unfair empfindet, soll halt auch einen verwenden. Oder sich an Foren halten, die Identifikation und Anmeldung mit einem Klarnamen erfordern. Mit der Qualität der Posts, dem guten Willen oder der Wahrheitsliebe des Posters hat ein Klarname eh nichts zu tun, wie uns Herr Effenberg hier vielfach eindrucksvoll bewiesen hat. Übrigens: Wer sagt denn, dass der Harald Effenberg hier Harald Effenberg ist oder dass es überhaupt einen Harald Effenberg gibt? Schließlich ist er nicht Stefan Effenberg.

    Aber Spaß beiseite: Ist noch niemandem der Gedanke gekommen, dass der Mitläufer bzw. das Mitglied einer Sekte keinen Anlass hat, seinen Namen zu verbergen, die Opfer aber sehr wohl?

  • #41
    Harald Effenberg

    @Andreas Lichte

    Berichten Sie doch mal über die grenzenlose Steiner-Verehrung an der Emil Molt Schule Berlin, Herr Effenberg.

    Sie meinen das Steiner-Proträt? Stimmt, das hing früher neben dem Bild von Emil Molt im alten Speisesaal. Aber seit vor einigen Jahren die Cafeteria eingerichtet wurde, hängt es in der Lehrerbibliothek, glaube ich. Oder im Lehrerzimmer. Und dort findet dann wahrscheinlich auch diese Verehrung statt, von der Sie schreiben. Oder machen die das einfach immer gerade dann, wenn ich nicht da bin?

  • #42
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Gehören Sie auch zu den Eltern, die nicht in die Epochenhefte Ihrer Kinder schauen?

    Ich habe ein Geschichts-Epochenheft aus der Emil-Molt-Schule, Berlin: Rudolf Steiner pur … es gilt das gleiche wie hier, Waldorfschulen sind eben austauschbar:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

    “Waldorfschule: Vorsicht Steiner

    (…) Ruhrbarone: Offiziell heisst es ja, dass nur die Pädagogik auf Rudolf Steiner beruhe, die Anthroposophie selber aber nicht unterrichtet werde.

    Lichte: Mir wurde nach dem Besuch einer Informations-Veranstaltung einer sich modern und liberal gebenden Waldorfschule ein Geschichts-Epochenheft zugespielt. Der Inhalt: Das anthroposophische Geschichtsverständnis nach Rudolf Steiner, kindgerecht aufbereitet. Inklusive Atlantis.

    Ruhrbarone: Sie meinen „Atlantis“?

    Lichte: „Atlantis“ fällt natürlich sofort ins Auge, weil das Heft damit beginnt und der Stoff so exotisch ist.

    Ruhrbarone: Was haben Sie denn daran auszusetzen, dass griechische Mythologie – der Atlantismythos Platons – in der Schule unterrichtet wird?

    Lichte: Platon? Es ist Steiner für Kinder! Ich habe ein Geschichts-Epochenheft mit Steiner verglichen, es ist eine fast wörtliche Wiedergabe von Steiners Neo-Atlantis-Mythos. Danach leben wir alle im „Fünften Nachatlantischen Zeitalter“.

    Ruhrbarone: Ist uns neu.

    Lichte: Atlantis spielt eine entscheidende Rolle im anthroposophischen Geschichtsverständnis: Atlantis ist für den Anthroposophen eine historische Tatsache. Im „Atlantischen Zeitalter“ werden die Voraussetzungen für die heutige Menschheit geschaffen: Die Rassen entstehen und es beginnt eine fiktive Völkerwanderung, angeführt von „Manu“, dem „Menschheitsführer“ …

    Ruhrbarone: Wohin geht denn die Reise?

    Lichte: Kurz gesagt: „Vom Menschen zum Arier“ (siehe Abbildung oben).

    Ruhrbarone: Der Mensch steht am Anfang der Evolution?

    Lichte: Das ist Anthroposophie …

    Ruhrbarone: Das ist Humbug!

    Lichte: Sie sagen es! Und das ist für mich das eigentlich Erstaunliche: Wieso bemerken die Eltern nicht, womit ihre Kinder in der Waldorfschule Zeit verschwenden? Schaut denn niemand in die Hefte? Systematische Kindesvernachlässigung? Zu verstehen, dass Atlantis und die sich daran anschliessenden „Kulturepochen“ Original Steiner sind, ist ja eine Sache, aber dass das krudeste Esoterik ist, sollte jedem doch sofort klar sein.

    Ruhrbarone: Sie sagten vorhin, dass in Atlantis „die Rassen entstehen“ …

    Lichte: Und nach anthroposophischer Auffassung bis mindestens zum Jahre 3573 bestehen bleiben, dann endet die „Fünfte Nachatlantische Kulturepoche“. „Rassen“ wie „Rassismus“. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) festgestellt, in ihrer Entscheidung zu zwei Büchern Steiners, Zitat: „Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.”

    Die BPjM nahm eine juristische Bewertung vor, sie konnte nur Textstellen beanstanden, die eindeutig ihren juristischen Kriterien entsprachen. Auch beurteilte sie nicht Steiners Gesamtwerk. Das tut der Historiker Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk „Anthroposophie in Deutschland“, Zitat:

    „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (…) Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“ (…)

  • #43
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte

    Gehören Sie auch zu den Eltern, die nicht in die Epochenhefte Ihrer Kinder schauen?

    Sie wollen jetzt nicht ernsthaft behaupten, daß Sie die Hefte meiner Kinder besser kennen als ich, oder?

    Ich habe ein Geschichts-Epochenheft aus der Emil-Molt-Schule, Berlin: Rudolf Steiner pur … es gilt das gleiche wie hier

    Sie behaupten also, daß die Steinerschen Aussagen zu Atlantis in einem Geschichtsheft der Emil Molt Schule auftauchen?
    Dann nennen Sie mir doch bitte den Namen des Lehrers und das Jahr, aus dem das Heft stammt. Ich würde diesen Vorgang gern beim nächsten Schulplenum ansprechen.

    So etwas gehört auf einer Waldorfschule nicht in den Unterricht. In der von Ihnen behaupteten Weise wäre das Atlantis-Zeug thematisch den „Ursprüngen der Menschheit“ zuzuordnen, die in der 5. Klasse behandelt werden. Und da heißt es im Curriculum der ersten Waldorfschule (ich hab’s leider nur auf englisch vorliegen):

    „History
    The history and culture of the oriental peoples and of the Greeks give the opportunity for the children to become familiar with the first really historical concepts. Formerly the children have been told separate stories and biographies of great men and women; now by means of characteristic examples the peculiar nature of the individual cultural epochs should be made comprehensible and living. The descriptions should be artistically picturesque and appeal should continually be made to the feeling-understanding of the children.“

  • #44
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Harald Effenberg schreibt: „So etwas gehört auf einer Waldorfschule nicht in den Unterricht.“

    Zum Lehrplan: jede (Privat-) Schule ist verpflichtet, den Schulbehörden einen Lehrplan vorzulegen, um eine Unterrichtsgenehmigung zu erhalten. Der offizielle Lehrplan der Waldorfschulen hat aber nichts mit der Realität an den Waldorfschulen zu tun.

    Ich schick jetzt mal den Ruhrbaronen eine e-mail, aus der hervorgeht, dass ich das Geschichts-Epochenheft der Emil Molt Schule Berlin tatsächlich habe.

  • #45
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Das Geschichts-Epochenheft der Emil Molt Schule habe ich.

    Die anderen Epochenhefte habe ich gesehen: Auch dort krudeste Esoterik, Steiner allerorten.

    Die Eltern haben mich eine Zeitlang regelmässig über die Emil Molt Schule Berlin informiert, die wichtigsten Themen:

    – unqualifizierte Lehrer, vergleiche:

    Frontal 21: „Kritik an Waldorf-Lehrern – »Wir haben die meiste Zeit gesungen«“,
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/710932/Kritik-an-Waldorf-Lehrern

    – Esoterik im Unterricht

    – Eltern, die genötigt wurden, der Schule mehr Geld zu geben, als sie wollten

  • #46
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte

    #44
    Zum Lehrplan: jede (Privat-) Schule ist verpflichtet, den Schulbehörden einen Lehrplan vorzulegen, um eine Unterrichtsgenehmigung zu erhalten. Der offizielle Lehrplan der Waldorfschulen hat aber nichts mit der Realität an den Waldorfschulen zu tun.

    Eine Verschwörung, ich verstehe.
    Weder was meine Kinder mir während zwölf Jahren Schulzeit erzählen noch was sie in ihren Epochenheften notieren noch was ich selbst erlebe, gibt die Realität des Unterrichts an unserer Schule wieder, nur Andreas Lichte weiß Bescheid.

    Das Geschichts-Epochenheft der Emil Molt Schule habe ich.

    Aber Sie möchten nicht verraten, was drin steht und aus welchem Jahr es stammt? Dann nützt es wenig, es hier zu erwähnen.

    Die Eltern haben mich eine Zeitlang regelmässig über die Emil Molt Schule Berlin informiert,

    ROTFL!
    Welche Ehre für eine kleine Schule in Zehlendorf-Süd.
    Sie müssen viel Zeit haben.
    Und nette Leute kennen.

    unqualifizierte Lehrer, vergleiche:

    Ja, die gibt es mitunter. Wie an jeder Schule. Das ist wohl die am häufigsten angewandte Masche sog. „Waldorfkritiker“ aus der Agitprop-Trickkiste: Man vergleicht Waldorfschulen nicht mit real existierenden anderen Schulen, die als realistische Alternative zur Verfügung stehen, sondern mit einer geradezu platonischen Schulidee und stellt dann mit erstauntem Entsetzen fest…daß Waldorfschulen nicht vollkommen sind. Und der Waldorfkritiker ist fassungslos ob dieses Skandals.

    Natürlich gibt es alles das, was es woanders gibt, auch an Waldorfschulen: Schlechte Lehrer, faule Schüler, uninteressierte Eltern.
    Es sind schließlich ganz normale Menschen, die dort zusammenkommen, und keine Wundertiere.
    Entscheidend für Eltern ist doch, was unter dem Strich rauskommt: Wo geht es meinem Kind besser, wo ist es glücklicher? Wo erwirbt es eher die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ihm später ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben ermöglichen?
    Wenn unqualifizierte Lehrer ein existentielles Problem an unserer Schule wären: Warum haben dann z.B. im letzten Jahr 20 von 24 Schülern ihr Abitur gemacht?

    Esoterik im Unterricht

    Das stimmt, man hat sogar die freie Auswahl: Es wird Religionsunterricht der anthroposophischen Christengemeinschaft angeboten, evangelischer Religionsunterricht, seit einiger Zeit AFAIK auch katholischer Religionsunterricht und für alle, die sich keiner dieser Gruppen zugehörig fühlen, der sogenannte freichristliche Religionsunterricht.
    (Tatsächlich entscheidet bei den meisten jüngeren Schülern der Spaßfaktor: Ist die Religion, bei der ich im Unterricht schlafen darf wenn ich nicht schnarche, meine Religion? Oder die, wo man schöne Bilder malt? Oder will ich spannende Geschichten hören?)
    Erkundigen Sie sich doch bitte mal bei einer evangelischen oder katholischen Schule, wie es dort um die Auswahlmöglichkeiten bestellt ist.

    Eltern, die genötigt wurden, der Schule mehr Geld zu geben, als sie wollten

    ROTFLSTCIIHO!
    Ja, das sind sie, die 4 großen „B“s der Waldorfpädagogik: Backen, Bauen, Basteln, Bezahlen.
    Und damit kommen wir endlich wieder zum Thema des ganz oben stehenden Artikels: Ist eine Waldorfschule eine soziale Gemeinschaft? Wenn man finanziell schlechtergestellte Elternhäuser solidarisch mitträgt, muss das dadurch fehlende Geld natürlich irgendwoher kommen. Oder wenn der Senat die Mittel bis unter die Schmerzgrenze kürzt. Und natürlich fragt man dann herum, ob jemand in der Lage ist, eine stärkere Last zu tragen. „Genötigt“ wird da keiner.
    Das Finanzamt nötigt mich auch jedes Jahr, mehr Geld zu überweisen als ich zahlen will. Das wäre mal eine Weltverschwörung, der Sie nächstens nachgehen sollten.

  • #47
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Dass Sie bezweifeln, dass an der Emil Molt Schule Berlin Rudolf Steiner im Unterricht vermittelt wird, ist wirklich eindrucksvoll, wie schrieb mir der ehemalige Schüler:

    “Ansonsten gehört die Emil Molt Schule sicher zu den »orthodoxen« Waldorfschulen. Wenn was los ist, dann da bestimmt.”

    Ganz genau. Das war’s dann mal von meiner Seite. Vielleicht können Sie den Lesern der Ruhrbarone noch verraten, ob Sie nur „total verpeilt sind“ oder der SPAM-Beauftragte von Dr. Detlef Hardorp:

    http://esowatch.com/ge/index.php?title=Detlef_Hardorp

    „Detlef Hardorp

    Detlef Hardorp ist ein promovierter deutscher Anthroposoph und bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg. Herr Hardorp kommt aus einer anthroposophisch orientierten Familie, sein Onkel Benedictus Hardorp ist Altpräsident von Weleda.

    Skandale

    Hardorp ist in mehrere Skandale verwickelt:

    • Rädel: Als bildungspolitischer Sprecher ist er für die aggressive, juristische Verteidigung gegen die Missbrauchsvorwürfe [1] gegen die Waldorfeinrichtung in Rädel verantwortlich. Den Kritikern warf er unter Anderem die Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ vor. Ferner versuchte er, sie durch absurde Schadensersatzforderungen einzuschüchtern. Die betroffenen Eltern nannte er „Alkoholiker und Prostituierte“.[2]

    • Berlin-Zehlendorf: Auch in den Bauskandal um die Zehlendorfer Waldorfschule ist Hardorp verwickelt. Um den Neubau der Schule hat sich ein juristisches Tauziehen entwickelt, ausgelöst durch die Weigerung der Schule, einen schriftlich fixierten Vergleich mit den Anwohnern einzuhalten. [3] Der BGH bezeichnet die Rechtsauffassung der Waldorfschule als „bemerkenswert fernliegend“.[4] Erst durch Vermittlung des ehemaligen Berliner Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen und mit viel Geld konnte der Abriss abgewendet werden.[5]

    • Berlin-Kladow: An der Eugen-Kolisko-Schule für Waldorfpädagogik haben Eltern und Lehrer monatelang ohne sachgerechten Schutz ein asbestverseuchtes Gebäude umgebaut. Der Vereinsvorstand hat die Gesundheitsgefahren auch auf ausdrückliche Nachfrage hin immer heruntergespielt.[6]

    Veröffentlichungen

    Hardorp fällt auch durch seine unkritische Steinerbewunderung auf. So ist er Autor einer Publikation, in der Steiner als Begründer der Quantenmechanik gefeiert wird[7], denn Steiner habe man eigentlich die Erfindung der Schrödingergleichung zu verdanken, da er diese drei Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) entdeckt habe. In der originalen Veröffentlichung von Hardorp[8] ist dazu zu lesen: Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only „formally equivalent“ to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation. Die Fachwelt ist anderer Meinung.[9][10]

    Anders als sein Onkel Benedictus ist Detlef Hardorp ein Gegner von Judith von Halle, einer Berliner Anthroposophin, die für sich wunderliche Stigmata und angebliche Nahrungslosigkeit in Anspruch nimmt.
    Die Diskussion um den Rassismus in Steiners Werk hofft Hardorp zu entschärfen, indem er ihn durch ein moderneres Vokabular kaschiert.[11] [12]“

  • Pingback: Steinerschool – een sociaal vraagstuk? « Steinerscholen.com

  • #49
    Anke

    @ Skowronek

    „Noch eine Bemerkung von mir, Nobi, Anke und Eddie: Die Diskussion hier geht doch in eine vollkommen abwegige Richtung …“

    Ich habe hier zuvor genau einen Kommentar geschrieben, am 2. April, bevor die Diskussion überhaupt losging. Ihre „Bemerkung“, mit der Sie mich ansprechen, hat mit meiner Stellungnahme überhaupt nichts zu tun. Was soll das?

    Im Übrigen ist es angesichts der ewigen verlogenen Phrasen von anthroposophischer Seite durchaus nicht unsinnig, wenn hier im Verlauf einer Diskussion auch die spezifische soziale Zusammensetzung der Waldorfschülerschaft Erwähnung findet.

    Sie selber sprechen ja von den Täuschungsmanövern der „Sektenschulen“. Dazu gehört auch die Mär von der pluralen Zusammensetzung der Schülerschaft.

    Kurz: Ihre „Bemerkung“ ist weitgehend abwegig.

  • #50
    Andreas Lichte

    Waldorfschulen sind Schulen für Privilegierte … unten die „Universitäre“ Fortsetzung.

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sp&dig=2010/04/03/a0075&cHash=1074704141

    „Elite-Kids auf dem Esoteriktrip?

    WIRTSCHAFT NEU DENKEN Ganzheitliche BWL lehrt die private Alanus Hochschule in Alfter. Die Eintrittskarte zur sozialen Marktwirtschaft mit anthroposophischem Mehrwert kann sich allerdings nicht jeder leisten

    taz, 03.04.2010, VON DENNY CARL

    (…) Reiche Eltern sind wie meist im Leben auch in Alfter kein Hindernis. Ganz im Gegenteil, die monatliche Studiengebühr von bis zu 800 Euro ist schließlich kein Pappenstiel. Zum Vergleich: Ein reguläres BWL-Studium in NRW schlägt mit 500 Euro zu Buche – pro Semester.

    Stipendien, zinsloses Darlehen und eine Vergütung für die Arbeit im Praxisunternehmen können jedoch die Kosten senken. Wer vorher bereits auf einer Waldorfschule war, der wird wohl wissen, dass Ganzheitlichkeit oft auch das ganze Portemonnaie fordert. (…)“

  • #51
    Ronald Ehrlichmann

    @ Harald Effenberg

    Hier mal eine – hoffentlich unverdächtige Richterstimme über das Phänomen Steiner und seine „Unternehmungen“ :
    (13.Juni 1921)
    „… Inzwischen einmal Goeschs hiergewesen; kommen auf (Rudolf) Steiner, seine Hypnose, sein Verbrechertum zu sprechen. Peinlicher Abend. Goeschs wirken in dieser Sache beide verrant und beschränkt.“
    Käthe Kollwitz, Die Tagebücher, Siedler Verlag, S.502

  • #52
    Martin

    @ Harald Effenberg

    Sie haben noch nicht auf die Frage geantwortet, ob Sie nur hoffnungslos naiv sind, oder Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, beim Vertuschen von Skandalen helfen (kommentar 47)

    Detlef Hardorp: http://esowatch.com/ge/index.php?title=Detlef_Hardorp

  • #53
    Harald Effenberg

    @Ronald Ehrlichmann

    Eine „Richterstimme“? Wie lautet denn die Anklage?
    Ich kenne Goeschs nicht, ehrlich gesagt.
    An welcher Waldorfschule sind sie?
    Und was haben sie sich dort unsoziales zuschulden kommen lassen?

  • #54
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    hat sich denn jemals irgendwer an der Waldorfschule etwas „zuschulden kommen lassen“?

    Die Waldorfschulen können stolz zurückblicken auf eine lange Tradition des spielerischen Unterrichts:

    http://www.senordaffy.de/?p=744#comment-125582

    „Helmut Meisenburg

    Nov 4th, 2008 at 21:48

    Zitat: “…Mit diesen Worten rechtfertigte im Spätsommer 2006 der Klassenlehrer der Freien Waldorfschule Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin, Helmut Meisenburg, gegenüber dem Vater einer Schülerin, dass er ungehorsamen Schützlingen während des Unterrichts wiederholt mit Klebeband den Mund verschloss, um sie zum Schweigen zu bringen. Meisenburg verließ bald darauf die Schule.”

    Der oben beschriebene Vorfall bedarf einer Erläuterung:

    Da es in der Klasse besonders während der Gruppenarbeit immer wieder so laut wurde, dass sich einzelne Schüler beschwerten, fand schließlich ein Gespräch darüber statt, wie dem abzuhelfen sei. Darin wurde von Schülerseite vorgeschlagen, denjenigen, die auf Ermahnungen nicht reagierten, einfach ein Pflaster über den Mund zu kleben. Als dies unter allgemeinem Schmunzeln auf Zustimmung stieß, holte ich eine Rolle Kreppband hervor und einige der lautesten “Schätzer” holten sich gleich freiwillig ein Mundpflaster ab. Ein paar Tage behielten wir diese “Einrichtung” bei, dann geriet das Ganze wieder in Vergessenheit. Die Schüler entfernten das Klebeband übrigens selbständig, wenn sie meinten, es sei genug. Ein Schülervater, der während dieser Zeit in der Klasse hospitierte, hat schon bei einem Elternabend, an dem die Sache von einem anderen Vater angesprochen wurde, darauf hingewiesen, wie harmlos das Ganze war – nämlich mehr ein Spiel als eine Strafmaßnahme.

    Mein Weggang von der Kreuzberger Waldorfschule hatte absolut nichts mit diesem Vorfall zu tun!“

    ………………………………………..

    Ja, warum sollte denn jemand wegen eines Spiels die Schule verlassen?

    Nur weil das an einer öffentlichen Schule ein Grund zur fristlosen Kündigung ist?

    http://www.jurablogs.com/de/arbg-halle-kuendigung-beim-zukleben-von-kindermuendern

    „ArbG Halle: Kündigung beim Zukleben von Kindermündern

    Mit Urteil vom 27.01.2005 (Az: 7 Ca 4366/03) hat das Arbeitsgericht Halle entschieden, dass ein die außerordentliche, fristlose Kündigung rechtfertigender wichtiger Grund iSd § 626 BGB vorliegt, wenn ein Erzieher den von ihm zu betreuenden Kindern den Mund mit Klebeband zuklebt. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es dann nicht. (…)“

  • #55
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Peinlich für die Waldorfschulen, Harald Effenberg als Prominenten für sie werben zu lassen?

    „The International List of Famous Waldorf Alumni (…and Waldorf Parents)“:
    http://www.diewaldorfs.waldorf.net/list.html

    Harald Effenberg, der nichts versteht?

    Oder Harald Effenberg, der nur strohdoof tut?

    Herr Effenberg, arbeiten Sie nun für Detlef Hardorp, oder nicht? Helfen Sie Detlef Hardorp beim Vertuschen von Skandalen? Bei der Desinformation der Öffentlichkeit über die Waldorfschulen?

    Siehe zu Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg: http://esowatch.com/ge/index.php?title=Detlef_Hardorp

  • #56
    Ronald Ehrlichmann

    @ Harald Effenberg

    War das Ihr Ausflug ins „komische Fach“?? Nehmen wir die armen Goeschs doch einfach exemplarisch (Vermutlich auch im Sinne Käthe Kollwitzs).
    Ja, da schreibt eine echte Künstlerin und Humanistin von Weltrang ein vernich-
    tendes Urteil über Ihre (Hr.Effenberg) anscheinende Lichtgestalt Rudolf Steiner in ihr Tagebuch : „…..; kommen auf (Rudolf) Steiner zu sprechen, seine Hypnose, sein V e r b r e c h e r t u m. ….“.
    Na ja, daß Verbrecher normalerweise unsoziale Dinge betreiben, versteht sich doch von selbst.
    Prof. Prange hat bei den Ruhrbaronen die Dimension der esoterisch-okkulten
    Manipulationen insbesondere an den Kindern ja umrissen. Falls Sie die anschließende Diskussion verfolgt haben, wissen Sie auch, daß ich seinerzeit
    aus einem Vortrag des Leiters der „Pädagogik“-Sektion in Dornach, Wiechert zitieren durfte. Letztlich betreiben die Erziehungskünstler des Waldorfs also eine, vor den Eltern unbedingt zu verbergende Geheimpädagogik – auch aus, bei
    Prange zu entnehmenden Beweggründen. Eine Ungeheuerlichkeit, die aufgrund
    der Unbedarftheit der Eltern und der Öffentlichen Stellen lebt, und endlich zu unterbinden ist.
    Und wenn Sie danach immer noch glauben : Rudolf Steiner ist es!!!
    Bitte ziehen Sie ihr Eurythmiekittelchen an und stellen das Alphabet in ernsten Bewegungen dar. Und sagen Sie auch ruhig vor Drehbeginn noch einige Wahr- sprüche Steiners auf – aber bitte nicht ins Micro.
    Sie sind ja frei und erwachsen.
    Lassen Sie nur die Kinder damit zu Frieden, das ist angesichts der Wahlunfrei- heit der Kinder (Abhängigkeit v.d. Eltern) ein Mißbrauch durch Eltern (Und Sie wissen doch sehr genau was die Kinder von den Protagonisten und deren ab-
    seitigen Vorstellungen halten – !!???!!).

  • #57
    Harald Effenberg

    Könnt Ihr „Waldorfkritiker“ nicht mal 5 Minuten bei einem Thema bleiben?
    Es steht ganz oben: „Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?“
    Scheinbar mochte Käthe Kollwitz 1921 Goeschs nicht. Und scheinbar mochte sie auch Rudolf Steiner nicht.
    Und?
    Inwiefern beweist das die absurde These, daß Waldorfschulen unsozial sind?

    Die Liste der Argumente in diesem Thread ist wirklich beachtlich. Das beginnt mit „Anke“ und einem Zeitungsartikel, in dem von zwei Menschen die Rede ist, die sich 40 Jahre ihres Lebens für die Pflege Behinderter engagiert haben, die dazu den größten Teil des Geldes aus dem Verkauf ihres Unternehmens in eine Stiftung überführt haben und denen man dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen hat.
    Und das ist ein Beweis, daß Waldorfschulen unsozial sind? Inwiefern?

    E folgt „Eddie“ mit zwei dreisten Lügen: Ich hätte abgestritten, daß Rudolf Steiner ein Rassist war und ich hätte „zahlreiche im Internet zu findende Jubelkommentare“ verfasst. Für keine dieser Behauptungen kann „Eddie“ einen Beleg liefern.
    Allein die Tatsache, daß google bei der Suche nach „harald effenberg waldorfschule“ viele Ergebnisse auswirft, gilt der verqueren Logik der Waldorfkritiker scheinbar als weiterer Beweis, daß – ja, daß Waldorfschulen unsozial sind, was denn sonst?

    Die Löhne einer Supermarktkette sind zu niedrig? Dann, äh, müssen Waldorfschulen wohl unsozial sein, äh…

    Jetzt wird die Tatsache, daß mein Name auf einer Liste steht, ebenso zum Beweis wie die, daß Harry Rowohlt nicht auf einer Waldorfschule war aber auf einer, die so ähnlich hieß, zum Beweis, daß…usw.

    Dann schaltet sich Herr Lichte in die Diskussion ein und ich denke wirklich, man könne ernsthaft kommunizieren. Eine Zeit lang schafft er es ja, den Anschein von Seriosität aufrecht zu erhalten. Er präsentiert Zahlen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, die tatsächlich, wenn man wüsste, woher sie stammen und wie sie entstanden sind, die These von der unsozialen Waldorfschule stützen könnten.
    Leider kann niemand diese Zahlen nachprüfen, da nur Herr Lichte allein darüber verfügt. Zahlen des Kriminologischen Forschungsinstituts, die jeder nachprüfen kann, ergeben ein ganz anderes Bild. Führt so ein Widerspruch zum Nachdenken? Zum Fragen stellen? Nein, beim fanatischen Waldorfkritiker führen Widersprüche scheinbar zum reflexhaften Ausfahren der Scheuklappen.

    Bald mischt sich auch Skrofulek wieder ein und findet es gar nicht schlecht, wenn es weniger Migrantenkinder gibt. Zwei Tage später erscheint der Artikel http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,687866,00.html aber das ist bestimmt nur Zufall.

    Und nun kommt das Hammer-Argument. Ein ehemaliger Schüler schreibt Herrn Lichte: „Wenn was los ist, dann da bestimmt.“
    Das ist er also. Der endgültige Beweis. Waldorfschulen sind unsozial und die Erde ist eine Scheibe und alles wird bewiesen mit messerscharfer Analyse und geradezu mathematischer Präzision: „Wenn was los ist, dann da bestimmt.“
    Ich bin überwältigt, nachgerade fassungslos.

    Was kann noch kommen? Herr Lichte findet etwas: Ein Schulheft. Er sagt uns nicht, was drin steht und aus welchem Jahr es ist. Aber er hat es. Nein, was drin steht, hält er geheim. Aber daß er es hat, kann er beweisen. Also wieder ein Beweis: unsozial, die Waldorfschulen, echt unsozial. Wenn Herr Lichte ein Heft hat? Unsozial, logo.

    Schließlich knallt er völlig durch und dichtet mir eine Verbindung zum Pressesprecher der Berliner und Brandenburgischen Waldorfschulen an, springt von dort zum Onkel dieses Pressesprechers und ich mache mir langsam Sorgen, ob Herr Lichte vielleicht Medikamente nimmt, die ihm nicht bekommen?

    Dann Goeschs. Endlich Goeschs. Es war 1921 und Käthe Kollwitz mochte Goeschs gar nicht. Nun ist alles klar, niemand kann mehr zweifeln: Die Frage aus der Überschrift dieses Threads ist beantwortet.

    Mann, mann, mann.
    Manch ein Poster hier kann froh sein, daß der tiefe Teller bereits von anderen erfunden wurde. Er würde sonst vor dem vollen Suppentopf verhungern.

  • #58
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Harald Effenberg schreibt: „Herr Lichte findet etwas: Ein Schulheft. Er sagt uns nicht, was drin steht und aus welchem Jahr es ist. Aber er hat es. Nein, was drin steht, hält er geheim. Aber daß er es hat, kann er beweisen.“

    Ich habe das Geschichtsepochenheft mit anthroposophischem „Atlantis“ und anthroposophischen „Kulturepochen“ als scan Ramon De Jonghe geschickt.

    Ich gebe Anthroposophen keine Informationen. Auch Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, hat sich mal mächtig für meine Epochenhefte aus der Waldorfschule interessiert … Zitat Detlef Hardorp:

    „Na nu, was für ein Epochenheft haben Sie denn da erwischt? Sybille Jakob redet auch immer von solchen Heften. Komischerweise bekommen wir diese Hefte nie zu sehen. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass Dinge in Epochenheften stehen, die da nicht hinein gehören. Dann wäre es angebracht, dass man uns Ross und Reiter nennt, damit wir der Sache nachgehen können. Ich bitte also um Details!“

  • #59
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg schreibt: „… und ich mache mir langsam Sorgen, ob Herr Lichte vielleicht Medikamente nimmt, die ihm nicht bekommen?“

    Ich nehme hin und wieder Aspirin. Ist das gefährlich? Hat Rudolf Steiner etwas dazu gesagt?

    Der „Waldorfprominente“ Harald Effenberg ist wirklich ein Problem für die Waldorfschulen: So „hoffnungslos naiv“ muss man erstmal sein, so total verpeilt wie Harald Effenberg. Ich mag immer noch nicht glauben, dass Harald Effenberg tatsächlich so strohdoof ist. Aber Harald Effenberg besteht ja darauf, dass er nicht der Propaganda-Assistent von Detlef Hardorp ist:

    ……………………………………………….

    http://esowatch.com/ge/index.php?title=Detlef_Hardorp

    “Detlef Hardorp

    Detlef Hardorp ist ein promovierter deutscher Anthroposoph und bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg. Herr Hardorp kommt aus einer anthroposophisch orientierten Familie, sein Onkel Benedictus Hardorp ist Altpräsident von Weleda.

    Skandale

    Hardorp ist in mehrere Skandale verwickelt:

    • Rädel: Als bildungspolitischer Sprecher ist er für die aggressive, juristische Verteidigung gegen die Missbrauchsvorwürfe [1] gegen die Waldorfeinrichtung in Rädel verantwortlich. Den Kritikern warf er unter Anderem die Bildung einer “kriminellen Vereinigung” vor. Ferner versuchte er, sie durch absurde Schadensersatzforderungen einzuschüchtern. Die betroffenen Eltern nannte er “Alkoholiker und Prostituierte”.[2]

    • Berlin-Zehlendorf: Auch in den Bauskandal um die Zehlendorfer Waldorfschule ist Hardorp verwickelt. Um den Neubau der Schule hat sich ein juristisches Tauziehen entwickelt, ausgelöst durch die Weigerung der Schule, einen schriftlich fixierten Vergleich mit den Anwohnern einzuhalten. [3] Der BGH bezeichnet die Rechtsauffassung der Waldorfschule als “bemerkenswert fernliegend”.[4] Erst durch Vermittlung des ehemaligen Berliner Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen und mit viel Geld konnte der Abriss abgewendet werden.[5]

    • Berlin-Kladow: An der Eugen-Kolisko-Schule für Waldorfpädagogik haben Eltern und Lehrer monatelang ohne sachgerechten Schutz ein asbestverseuchtes Gebäude umgebaut. Der Vereinsvorstand hat die Gesundheitsgefahren auch auf ausdrückliche Nachfrage hin immer heruntergespielt.[6]

    Veröffentlichungen

    Hardorp fällt auch durch seine unkritische Steinerbewunderung auf. So ist er Autor einer Publikation, in der Steiner als Begründer der Quantenmechanik gefeiert wird[7], denn Steiner habe man eigentlich die Erfindung der Schrödingergleichung zu verdanken, da er diese drei Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) entdeckt habe. In der originalen Veröffentlichung von Hardorp[8] ist dazu zu lesen: Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only “formally equivalent” to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation. Die Fachwelt ist anderer Meinung.[9][10]

    Anders als sein Onkel Benedictus ist Detlef Hardorp ein Gegner von Judith von Halle, einer Berliner Anthroposophin, die für sich wunderliche Stigmata und angebliche Nahrungslosigkeit in Anspruch nimmt.

    Die Diskussion um den Rassismus in Steiners Werk hofft Hardorp zu entschärfen, indem er ihn durch ein moderneres Vokabular kaschiert.[11] [12]“

  • #60
    Ex-Steiner

    Ausser Hörweite…

    … der Öffentlichkeit sprechen die Verehrer der Waldorfschule eine andere Sprache. Der bekannte Niederländische Anthroposoph und ehemalige Waldorflehrer Wim Veltman schrieb eine Broschüre über die Probleme in Waldorfschulen. Diese Broschüre wurde nie veröffentlicht, wird aber als Flugblatt unter Anthroposophen und Waldorflehrern verbreitet. Veltman stellt klar, dass „wenn es einen Ort gibt, wo sich die unsoziale Strömung eingenistet hat, es in der Freien Schule ist [„Freie Schule“, d.h. Waldorfschule]“. Seine Kritk beschränkt sich nicht auf die Niederländischen Waldorfschulen, sondern gilt für die Waldorfschulen weltweit:

    „In achtzig Jahren der Freien Schulbewegung in den Niederlanden und anderswo in der Welt ist die soziale Struktur der Freien Schule ein beständiges Problem gewesen. Wenn sich die „unsoziale Strömung“ im letzten Jahrhundert irgendwo hat ausleben können, dann war es in den Freien Waldorfschulen (eine vereinzelte Ausnahme nicht in Erwägung genommen). Und dies, obwohl die Waldorfschule, in gewissem Sinne, aus einem sozialen Erneuerungs-Impuls hervorging!“

  • #61
    Harald Effenberg

    @ Ex-Steiner

    „In achtzig Jahren der Freien Schulbewegung in den Niederlanden und anderswo in der Welt ist die soziale Struktur der Freien Schule ein beständiges Problem gewesen.“

    Das ist möglicherweise richtig. Und dieses Problem wird wohl auch nie endgültig gelöst werden. Man kann nicht mehr tun, als beständig daran zu arbeiten. An unserer Schule z.B. lässt sich verfolgen, daß auf Grund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung (die 1982 mit der „geistig-moralischen Wende“ eingeleitete und seither nie wirklich unterbrochene Ausplünderung des Mittelstands durch die Oberschicht) das Prinzip, daß Eltern mit höherem Einkommen mehr Schulgeld zahlen, damit Eltern mit geringerem Einkommen weniger zahlen können, immer schwerer aufrechtzuerhalten ist. Immer weniger starke Schultern müssen die Last für immer mehr schwache Schultern mittragen – irgendwann wird Schluss sein, wenn die Entwicklung so weitergeht.

    „Wenn sich die „unsoziale Strömung“ im letzten Jahrhundert irgendwo hat ausleben können, dann war es in den Freien Waldorfschulen“

    Der Mann scheint noch nie vom staatlichen dreigliedrigen deutschen Schulsystem gehört zu haben:

    „Die frühe Aufteilung in Deutschland habe aber vor allem negative Konsequenzen für diejenigen, die ohnehin schon Probleme hätten, wie Migrantenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien. (…) Muñoz wies darauf hin, dass schon der internationale Pisa-Bildungsvergleich für Deutschland einen engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ergeben habe.“
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,402280,00.html

  • #62
    Andreas Lichte

    @ Ex-Steiner

    Harald Effenberg kann es einfach nicht lassen, Waldorf-Propaganda zu verbreiten, Zitat Effenberg: „… das Prinzip, daß Eltern mit höherem Einkommen mehr Schulgeld zahlen, damit Eltern mit geringerem Einkommen weniger zahlen können …“

    Ein Vater schrieb mir über Harald Effenbergs Schule, die Emil Molt Schule Berlin, Zitat:

    „Ich habe Ihnen einige Dokumente beigefügt, auf deren Grundlage man das Waldörf-System gut studieren kann. Es geht um den immensen – gezielten – Druck, der von der Schule und seinen fanatischen Anhängern auf alle Eltern ausgebübt wird, damit die Geld für Baumaßnahmen locker machen (und sich damit noch enger an die Schule binden). Es handelt sich überwiegend um Auszüge der hauseigenen Schulpostille. Sie werden dort auch eine Liste finden, in der die Klassen in einer Art Hitparade nach ihrer Spendenleistung aufgelistet werden (diese Postille erscheint übrigens jeden Freitag und enthält jedes Mal diese Hitparade). Erinnert mich irgendwie an die DDR. Es ist wirklich unglaublich, welcher psychische Druck dort auf die Eltern ausgeübt wird. Wer dort nicht mitmacht, wird ziemlich deutlich als egoistisch, unsozial und noch schlimmer tituliert. Aber lesen Sie selbst.“

  • #63
    Andreas Lichte

    @ Ex-Steiner

    P.S.: Wenn die Waldorf-Eltern nicht genügend Geld für die Baumassnahmen aufbringen können (siehe oben), können sie natürlich auch selber bauen. Man spart dann an den Sicherheitsvorkehrungen – ein wenig Aufopferung für die Waldorf-Bewegung muss schon sein:

    http://www.webcitation.org/5aEvm9fbl

    „Kinder spielen im Asbest

    Berliner Morgenpost, Freitag, 17. November 2006, von Helga Labenski

    Die Zustände auf der stark asbestbelasteten Baustelle der Kladower Eugen-Kolisko-Schule für Waldorfpädagogik übertreffen offenbar die schlimmsten Befürchtungen der Behörden.

    Kladow Die Zustände auf der stark asbestbelasteten Baustelle der Kladower Eugen-Kolisko-Schule für Waldorfpädagogik übertreffen offenbar die schlimmsten Befürchtungen der Behörden. Andreas Weber, dessen vierjährige Tochter in die Waldorf-Kita im Gebäude des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) geht, berichtet über einen erschreckend sorglosen Umgang mit dem krebserregenden Material im ehemaligen Haus 9 des Krankenhauses Havelhöhe. Der Verein für Waldorfpädagogik Havelhöhe baut den früheren Krankenhaustrakt zu Schulstandort um. Nachdem besorgte Eltern vorige Woche Ämter alarmiert hatten, besteht ein Baustopp.

    Seit Februar hätten Eltern und Lehrer zunächst nur an den Wochenenden, seit Mai dann beinahe täglich in den belasteten Räumen gearbeitet. Der Staub des Abbruchmaterials sei bei geöffneten Fenstern sowohl ins Freie als auch durch das Gebäude geweht. Nahezu alle Eltern und Lehrer hätten mitgeholfen. Viele der freiwilligen Helfer hätten ihre Kinder regelmäßig mit auf die asbestverseuchte Baustelle gebracht. „Da haben Mütter einfach den Kinderwagen reingeschoben“, erinnert sich Weber. Der Nachwuchs habe inmitten des Abbruchmaterials gespielt, berichten auch Mitstreiter. (…)“

  • #64
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte

    „Wer dort nicht mitmacht, wird ziemlich deutlich als egoistisch, unsozial und noch schlimmer tituliert. Aber lesen Sie selbst.“

    Mal einen ganzen Tag lang keine Unwahrheit verbreiten, das halten Sie nicht aus, oder, Herr Lichte?
    Lassen Sie uns doch bitte mitlesen. Oder nennen Sie einfach das Datum, zu dem diese angebliche Postille erschienen sein soll, bei der jemand „ziemlich deutlich als egoistisch, unsozial und noch schlimmer tituliert“ wurde.

  • #65
    Andreas Lichte

    @ Harald Effenberg

    Harald Effenberg schreibt: „Mal einen ganzen Tag lang keine Unwahrheit verbreiten, das halten Sie nicht aus, oder, Herr Lichte?“

    Wenn dem Waldorf-Propagandisten Harald Effenberg gar nichts mehr einfällt, dann DIFFAMIERT er eben sein Gegenüber. Hatte ich schon, Herr Effenberg, sehr oft: fanatische Waldorfanhänger wie Harald Effenberg gibt es viele.

    Ich habe die Original-e-mail des Vaters, aus der ich oben zitiert habe, ebenfalls an Ramon De Jonghe gesandt, wie schon das Geschichtsepochenheft aus der Emil Molt Schule Berlin.

  • #66
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte

    Sehen Sie, und das ist eben einer der vielen Unterschiede zwischen uns, Herr Lichte: Wenn ich etwas über den Inhalt unserer Schulpostille schreibe, dann kann ich Ihnen sagen, was genau drin steht und wann sie erschienen ist. Wenn Sie etwas behaupten, dann kommt nur Blabla. Als Beleg schicken Sie dann eingescannte Schulhefte nach Belgien oder wickeln meinetwegen eine alte E-mail ganz eng zusammen und stopfen sie am 5. Dezember abends in Ihre Schuhe – für eine inhaltliche Auseinandersetzung bringt das gar nichts.

    Im Gegensatz zu dem, was ich in #36 zu #29 schrieb, halte ich es inzwischen (nachdem ich Ihren Diskussionsstil hier kennenlernen musste) auch für durchaus denkbar, daß Sie die Zahlen des Kriminologischen Instituts Niedersachsen manipuliert haben. Warum sollte das Institut als öffentlich nachprüfbares Ergebnis seiner Studie einen Migrantenanteil von 14,6% an Waldorfschulen nennen und nur Andreas Lichte erhält die geheimen Zahlen, die ganz anders aussehen?

    In Ihrer wirren, ideologisch überfrachteten Traumwelt, in der Geld an Bäumen wächst und Turnhallen sich von allein bauen, ist für nachprüfbare Fakten doch gar kein Platz. Die irriteren Sie nur, regen Sie auf und führen zu diesen unsäglichen Copy&Paste-Attacken. Sie haben heute erst einmal Ihren kompletten Hardorp-Text gepostet – was ist los? Müde? Ein komplettes altes Interview von Ihnen wäre auch mal wieder fällig…
    Nein, bitte nicht. War nur Spaß.
    Spaß?
    Also, Spaß ist, wenn…
    Ach, vergessen Sie’s.
    Nehmen Sie einfach noch eine getrocknete Froschpille und vergessen Sie’s.

  • #67
    Andreas Lichte

    Von: „Steinerscholen.com“
    Datum: 18. April 2010 15:11:29 MESZ
    An: Andreas Lichte
    Betreff: Beweise

    Hallo Andreas,

    Tut mir leid dass wir die Original-e-mail nicht veröffentlichen können. Viellecht sollte Ich reagieren dass die in Kommentar http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/#comment-47332 zitierte Original-e-mail des Vaters echt ist. Aber was ändert dass für Effenberg? Er wird einfach nicht glauben dass du mir die Original e-mail sendete (oder vorschlagen dass der Inhalt falsch dargestellt wird, etc…).

    Viele Grüße
    Ramon De Jonghe

  • #68
    Harald Effenberg

    @ Andreas Lichte; Ramon De Jonghe

    „Er wird einfach nicht glauben dass du mir die Original e-mail sendete“

    Oh, ich glaube jederzeit, daß Sie allen möglichen Leuten allen möglichen Kram schicken.

    „oder vorschlagen dass der Inhalt falsch dargestellt wird“

    Ganz genau. Sie wollen uns weismachen, man habe Ihnen eine Schulpostille zukommen lassen („Ich habe Ihnen einige Dokumente beigefügt“), in der Sie selbst lesen können („Aber lesen Sie selbst“), wie jemand „ziemlich deutlich als egoistisch, unsozial und noch schlimmer tituliert“ wird.
    Und das bleibt so lange eine Lüge, bis Sie einen Beweis dafür vorlegen. Ich erwarte gar nicht, daß Sie uns die Postille zeigen, schicken Sie die ruhig wieder an Herrn De Jonghe und an die Ruhrbarone, sie sollen es zu dem anderen Krempel legen.
    Nein: Nennen Sie einfach nur das Erscheinungsdatum (steht groß vorn auf der ersten Seite) und die Seite, auf welcher der inkriminierte Text stehen soll.

  • #69
    T. Berthold

    @ alle

    wer ist Harald Effenberg?

    ist das der typ der von Didi Hallervorden dauernd die Torte in die Fresse kriegt?

  • #70
    Ronald Ehrlichmann

    @ Harald Effenberg
    Ich freue mich ehrlich, daß Sie wahrlich nicht auf Kopf und Maul gefallen sind,
    und fand Ihre Diskussionskritik schon vor meinem Einstieg beeindruckend !
    Aber auf den Artikel von R.de Jonghe sind selbst Sie nicht erwähnenswert ein- gegangen. Im Gegensatz zu Ihrer Motivation in der Frage um die „soziale Wertigkeit“ des Waldorfschulmodells kenne ich meine eigene sehr genau.
    Mein Ansatz lautet ganz schlicht : Wie kann einer Weltanschauungsgemeinschaft,
    wie der anthroposophischen Waldorfpädagogik, die innerhalb des Nationalsozia-
    listischen Deutschlands zumindest bis 1941 Schulen betreiben durfte, eine
    soziale Wertigkeit – in heutiger Zeit zuerkannt werden ??
    Sämtliche außernazistische (un-) geistesfremde gesellschaftliche Gruppen wurden doch schon 1933 zerschlagen und brutal in Angst und Schrecken versetzt – und deren Vertreter auch vernichtet.
    Ich denke Frau Käthe Kollwitz „mochte“ Ihren Steiner nicht nur nicht, sie hatte auch ein ausgesprochen gutes Gespür (1921) für die Intentionen des Demagogen und „Verbrechers“ Rudolf Steiner.
    Und Sie wissen vermutlich sehr genau, das jede! Waldorfschule eine kopiegetreue Ausgabe der ersten, vom Weltendenker S. initiierten Waldorfschule ist.
    Also keine Spur von „Elterninitiativ-Reformschulmodell“ – oder ähnlich Schönem.

    Ich weiß ja schon, daß Sie gern auf meine Beiträge mit dürren Worten eingehen,
    aber lesen Sie doch die „Rudolf Steiner – Konferenzen der ersten Waldorfschule Stuttgart 1919-25, Bde.I-III“ (Titel unsauber wiedergegeben!).
    (Es wäre frustrierend, wenn Sie mir eine unklare Quellenlage unterstellen müßten)

    Gesetzt den Fall, Sie wären tatsächlich unabhängiges Waldorfelternteil, würden Sie möglicherweise Ihre aberwitzige Rolle als Zulieferer Ihres Kindes für eine anti-
    demokratische „Eingeweihtenherrschaftsbejahende Erziehungskunst“ nachvollzie-
    hen können.
    Daß es sehr viele gutmeinende und sozial eingestellte Menschen in den Waldorf-schulen gibt, weiß ich; ich habe also keine Probleme punktuelle Vorzüge einer
    nichtstaatlichen Form anzuerkennen – aber in puncto Corpus Waldorfus liegt die schöne Weisheit ganz richtig : Der Fisch stinkt vom Kopf her.

  • #71
    Andreas Lichte

    Rudolf Steiner, “Vorträge über Erziehung – Konferenzen mit den Lehrern“, GA 300 a/b/c, alle im internet abrufbar, so wie dieser Auszug:

    ………………………………………..

    “Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle.

    Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der l. Klasse, da wird irgendeine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Inneren. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

    X.: Wie ist das möglich?

    Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigen den Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesen heit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

    Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.
    Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Men schen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

    Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Menschen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Schock hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, daß der, nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

    Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.”

    Rudolf Steiner, “Vorträge über Erziehung – Konferenzen mit den Lehrern III”, Konferenz vom Mittwoch 25. April 1923, 16.30-19 Uhr, GA 300c, S.70f

    Der gesamte Vortrag: http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3024:konferenz-vom-mittwoch-25-april-1923-1630-19-uhr&catid=193:ga-300c-konferenzen-mit-den-lehrern-iii&Itemid=14

    ………………………………………..

    “Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden”:

    Wie haben es die Waldorfschulen geschafft, das 90 Jahre lang zu verheimlichen?

    Wie kann es sein, dass der psychisch kranke Rudolf Steiner nach wie vor die Autorität der Waldorfschule ist?

  • #72
    Ex-Steiner

    @ T.Berthold
    Didi Hallervorden und Harald Effenberg in der Waldorfschule??? http://www.youtube.com/watch?v=rFAze9UYcQE&feature=related
    🙂

  • #73
    Harald Effenberg

    @ T. Berthold

    Welch ein beeindruckendes Argument für die Diskussion um die Waldorfschule.
    Und gelogen, natürlich.
    Aber wen überrascht das noch an dieser Stelle?
    Können Sie eine einzige Gelegenheit anführen, bei der so etwas geschehen sein sollte?
    Könnse nich.

  • #74
    Ex-Steiner

    Mieke Mosmuller hatte 15 Jahre lang, von 1985 bis 2000, die Gelegenheit, eine Waldorschule intensiv wahrzunehmen und zu erkennen. Nicht nur Mutter von drei Kinder, sondern auch als Ärtzin, die in der Sprechstunde zu beraten hätte.

    „Im Verlauf der Jahre zeigte es sich immer deutlicher: In der Waldorfschule hat man es mit einem Organismus zu tun, der selbst nicht gesund ist.
    Begeisterung fûr die Anthroposophie, für die Waldorfpädagogik und für sich selbst als Lehrer, erweitert auf das ganze Kollegium, ja die ganze Waldorf-Welt, kann diese Krankheit nicht heilen, denn sie ist mit die Ursache … Die Problemen im heutigen Waldorunterricht entstehen, weil die Kinder es mit einem krankhaften Organismus zu tun haben, dessen Krankheit keiner sieht oder sehen will. Der Organismus existiert um des Organismus willen, nicht um der Kinder und ihrer Erziehung willen … Es is ein nicht-kommunizierender Organismus geworden, dem die Kommunion mit der Kind und mit der modernen Zeit abhanden gekommen ist. Er existiert für sich und wächst, wächst, wird kränker und kränker – während die teilnehmenden Menschen vor Selbstzufriedenheid glänzen. Was nicht gelingt, liegt immer an den Kindern, den eltern, der Zeit…“

    (M. Mosmuller, Eine Klasse voller Engel, Occident 2009, S. 198-199)

  • #75
    Harald Effenberg

    @ Ronald Ehrlichmann

    „Aber auf den Artikel von R.de Jonghe sind selbst Sie nicht erwähnenswert ein- gegangen.“

    Der Artikel gibt die Meinung von Herrn de Jonghe wieder, die sei ihm unbenommen. Ich habe nicht den Eindruck, daß er irgendwo noch zweifelt, nachdenkt, Fragen stellt, und so wird er wohl bis an sein Lebensende bei dieser festgefassten Meinung bleiben, das soll mir recht sein.
    Konkrete Beispiele für seine These führt er ja nicht an.
    Erst, als „Anke“ einen Zeitungsartikel als Beleg für unsoziales Verhalten anführte, in dem aber das genaue Gegenteil steht, riss es mich an meine Tastatur.

    „Im Gegensatz zu Ihrer Motivation in der Frage um die “soziale Wertigkeit” des Waldorfschulmodells kenne ich meine eigene sehr genau.“

    Meine Motivation? Wir sind seit zwölf Jahren an der Emil Molt Schule und wenn wir nicht der Ansicht wären, daß unsere Kinder dort gut aufgehoben sind, wären wir nicht da. Wir hatten in dieser Zeit auch manchmal Stress oder Ärger, waren mal enttäuscht und mal wütend. Insgesamt aber ist es einfach eine schöne Schulzeit. Unsere Kinder entwickeln sich prima, wir erleben viel Freude und treffen auf wunderbare Menschen. Wir engagieren uns an der Schule und gestalten gemeinsam mit anderen Eltern und Lehrern das Umfeld für unsere Kinder. Natürlich ist man, wenn man sich mit Zeit, Kraft, Geld und Liebe für unseren Nachwuchs einsetzt, auch stolz auf sein Tun. Stolz vor allem auf den sozialen Zusammenhalt, der an unserer Schule die Basis all dieser Aktivitäten bildet.
    Und wenn dann jemand unqualifiziert mit Dreck wirft, regt sich eben Widerspruchsgeist. Ich weiß es einfach besser als „Anke“ und „Eddie“, denn ich erlebe es seit zwölf Jahren.

    „Mein Ansatz lautet ganz schlicht : Wie kann einer Weltanschauungsgemeinschaft, wie der anthroposophischen Waldorfpädagogik, die innerhalb des Nationalsozialistischen Deutschlands zumindest bis 1941 Schulen betreiben durfte, eine soziale Wertigkeit – in heutiger Zeit zuerkannt werden ??“

    Dazu fallen mir zwei Dinge ein:

    1. Die Vergangenheit ist für eine Schule relativ unwichtig. Wären unsere Positionen umgekehrt: Sie könnten mir die tollste Schule anpreisen, an der vor 80 Jahren alle pausenlos euphorisiert waren vor Zufriedenheit, an der nie jemand etwas Falsches oder Dummes sagte oder tat, an der alle ihr Abi mit 1.0 bestanden und nie einer einen Pfennig bezahlen musste (ich glaube, das sind doch so ungefähr die Forderungen, welche die Waldorfkritik an die Waldorfschulen stellt?) – es würde mich nicht interessieren.
    Meine Kinder gehen heute zur Schule. Ist die Schule heute gut, schicke ich sie hin, ist sie heute schlecht, schicke ich sie nicht hin, egal, was zu Anfang des letzten Jahrhunderts war. Und wenn Rudolf Steiner das weiseste und intelligenteste Menschenmögliche gesagt hätte, wäre mir das völlig wurscht, wenn ich glauben würde, daß es meinen Kindern an unserer Schule nicht gut geht.
    Das beste Kriterium zur Beurteilung einer Schule steht IMHO in der Bibel: „An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.“ (Matthäus 7,16)
    Alles andere ist letztenendes egal: Ob der Lehrplan jetzt genau so oder anders aussieht, ob der Lehrer kumpelhaft ist oder autoritär, ob die Klassen klein oder groß sind. Man sollte sich die Schüler ansehen, wenn man eine Schule beurteilen will. Die Lehrer sind nur Beiwerk (auch wenn manche Waldorflehrer zu glauben scheinen, daß Emil Molt die erste Waldorfschule nicht für die Kinder seiner Arbeiter und Angestellten errichten ließ, sondern damit die Waldorflehrer ein kuscheliges Plätzchen haben).

    2. Legt man aber doch großen Wert auf die Vergangenheit (‚An ihren Wurzeln sollt Ihr sie erkennen‘? Das wäre unpraktisch, oder? Die liegen meist tief vergraben im Boden, man kommt schlecht ran, sie sehen alle relativ gleich aus und man macht sich dreckig. Früchte sind viel leichter erreichbar und für alle sichtbar), dann sollte man nicht in das Lieblingsdenkmuster der Waldorfkritiker verfallen (ich hatte das weiter oben schon mal angesprochen) und die Waldorfschule mit einer erträumten idealen Phantasieschule vergleichen und daran messen. Sinnvoll ist ein Vergleich mit realistischen Alternativen. Und die Alternative zur Waldorfschule ist nun mal in Deutschland für die meisten Menschen die staatliche Schule.
    Sie werfen nun den Waldorfschulen vor, daß sie erst ab 1936 von den Nazis verboten wurden, daß eine Waldorfschule (die in Dresden) gar noch nach 1939 weiter bestand und erst 1941 ihre Pforten schließen musste.
    Wann wurden denn staatliche Schulen geschlossen? Wo waren die Lehrer, die Eltern, die Schüler, die sich geschlossen der Kooperation mit den Nazi-Machthabern verweigerten? Was lehrten staatliche Professoren in dieser Zeit (als Rudolf Steiner schon lange tot war) an den Universitäten? Oder meinen Sie, daß die staatlichen Schulen vor 1945 mit denen nach 1945 nichts zu tun hatten? Warum unterrichteten dann nach Kriegsende die gleichen Lehrer wie vorher? Warum skandierten die Studenten noch 1967 „Unter den Talaren – der Muff von tausend Jahren!“?

    (Anm.: Wie bei http://de.wikipedia.org/wiki/Unter_den_Talaren_%E2%80%93_Muff_von_1000_Jahren nachzulesen ist: „Der Ordinarius für Islamkunde Bertold Spuler rief daraufhin den Studenten zu: „Sie gehören alle ins Konzentrationslager!““. (Völlig sinnlos, eine Kritik am staatlichen Bildungssystem auf so eine Entgleisung eines einzelnen stützen zu wollen, aber da Waldorfkritiker gern so vorgehen, wollte ich es auch mal versuchen.))

    In der gleichgeschalteten Nazi-Schulwelt haben die Waldorfschulen (bis auf die Dresdener) sich IMHO gut gehalten und haben sich im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen im Deutschland dieser Zeit nichts vorzuwerfen.

    „aber lesen Sie doch die “Rudolf Steiner – Konferenzen der ersten Waldorfschule Stuttgart 1919-25, Bde.I-III” (Titel unsauber wiedergegeben!).“

    Das würde ich mir gern ersparen. Wir schreiben 2010 und keiner der Lehrer meiner Kinder heißt Rudolf Steiner.

    „Gesetzt den Fall, Sie wären tatsächlich unabhängiges Waldorfelternteil, würden Sie möglicherweise Ihre aberwitzige Rolle als Zulieferer Ihres Kindes für eine anti-demokratische “Eingeweihtenherrschaftsbejahende Erziehungskunst” nachvollziehen können.“

    Noch mal: Mich interessiert das Heute, denn meine Kinder sind nicht 90 Jahre alt. Es wurden ja von Herrn Lichte schon weiter oben die Ergebnisse einer Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsen eingebracht (auch wenn seine Zahlen im Gegensatz zu den von mit jetzt angeführten niemand nachprüfen kann).
    In seiner Studie aus dem Jahre 2005 fragte das Institut nach dem Anteil von Schülern mit fremdenfeindlicher und rechtsextremer Einstellung bei den jeweiligen Schulen und kam zu folgendem Ergebnis:

    Fremdenfeindlichkeit:

    Waldorfschulen 3%
    Gymnasien 8%
    Real- und Gesamtschulen 17%
    Hauptschulen 25%

    Bei der Frage nach rechtsextremen Schülern waren es:

    Waldorfschulen 1,25%
    Gymnasium 2%
    Real- und Gesamtschulen 5%
    Hauptschulen 10%

    http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/mfp3.pdf Seite 25f

    Da Waldorfschulen Gesamtschulen sind, müssten sie also, wenn sie staatlich wären, einen Fremdenfeindlichkeitsanteil von 17% und einen Rechtextremenanteil von 5% haben, es sind aber nur 3% bzw. 1,25% (und an denen wird auch noch gearbeitet).

    An ihren Früchten, wie gesagt…

    Ich bitte daher um Verständnis, daß ich, statt meine Kinder den kleinen Nazis an den staatlichen Schulen „zuzuliefern“, lieber an unserer Schule bleibe, wo dieses Problem eher nicht auftaucht.
    (Präzise: Der letzte mir bekannte derartige Vorfall begab sich vor acht Jahren. Damals wurde ein Mädchen aus der 4. Klasse von zwei Jungen aus der 5. wegen seiner dunkleren Hautfarbe beleidigt und geärgert. Das führte dazu, daß die Jungen sich vor der versammelten Klasse bei dem Mädchen entschuldigen mussten, die Eltern der Jungen wurden einbestellt, jeder Klassenlehrer sprach mit seiner Klasse über den Vorfall und es erschien ein zweiseitiger Artikel zum Thema in unserer Schulpostille. Wenn man doch auch an staatlichen Schulen so prompt und umfassend auf derartige Vorfälle reagieren würde…)

  • #76
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg schreibt: „… statt meine Kinder den kleinen Nazis an den staatlichen Schulen “zuzuliefern”, lieber an unserer [Waldorf-] Schule bleibe …“

    Na, das nenne ich doch mal ein Schlusswort!

  • #77
    Ex-Steiner

    Effenberg: „Meine Kinder gehen heute zur Schule. Ist die Schule heute gut, schicke ich sie hin, ist sie heute schlecht, schicke ich sie nicht hin, egal, was zu Anfang des letzten Jahrhunderts war.“

    Was sagt Mosmuller? „Die Problemen im HEUTIGEN Waldorunterricht entstehen, weil die Kinder es mit einem krankhaften Organismus zu tun haben, dessen Krankheit keiner sieht oder sehen will.“

    Effenberg: „Natürlich ist man, wenn man sich mit Zeit, Kraft, Geld und Liebe für unseren Nachwuchs einsetzt, auch stolz auf sein Tun. Stolz vor allem auf den sozialen Zusammenhalt, der an unserer Schule die Basis all dieser Aktivitäten bildet.“

    Er bestätigt Mosmuller: „…während die teilnehmenden Menschen vor Selbstzufriedenheid glänzen…“

  • #78
    Anke

    Herr Effenberg,

    das Konzept der Waldorfschulen basiert ausschließlich auf Rudolf Steiner „übersinnlichen“ Phantasien, die nicht nur dumm, sondern u.a. auch extrem Kinderfeindlich sind, weil die kleinen dem großen Seher nämlich nur als vorübergehende Inkarnationen eines ewigen Geistes erschienen. Die Waldorfschulen sollen mit ihren spezifischen Methoden zu Rudolf Steiners sogenannter „Anthroposophie“ erziehen, wie Herr Prange es hier bei den Ruhrbaronen so schön geschildert hat.

    Und Sie stellen sich hin und sagen: Steiner ist 1925 gestorben und unterrichtet gar nicht meine Kinder. Das ist mehr als grotesk.

    Können Sie vielleicht mal sagen, was Sie von Rudolf Steiner und dessen „geistigen Schauungen“ so halten?

    Wissen Sie zufällig, warum die „Eurythmie“, die ihren Kindern beigebracht wird, das deutsche Alphabet zur Grundlage hat? (Ist der Kosmos deutsch?)

  • #79
    Anke

    Hier kann man mal nachlesen, wie die Anthroposophen (damals und heute!) ganz verzückt sind, wenn ein kleines Kind beim Spielen tödlich verunglückt, wei es sich aus ihrer Sicht der Anthroposophie zuliebe „hingeopfert“ hat:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2007/07/theos-opfer.html

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2007/07/schne-wissenschaften_09.html

  • #80
    Philip

    @Anke welches Alphabet sollte man stattdessen nehmen, das englische oder italienische? 😉
    Wissen _Sie_ denn, warum das (deutsche) Alphabet die Grundlage ist?

  • #81
    Anke

    Philip, kaufen Sie sich eine Weltkarte oder nutzen Sie das Internet. Sie werden überrascht sein: Es noch „ein paar“ andere Länder mit „ein paar“ Menschen, die ein anderes Alphabet haben. Doch, echt wahr.

  • #82
    Philip

    @Anke, aber warum soll jemand aus dem deutschsprachigen Raum ein anderes Alphabet als das deutsche benutzen? Sie schreiben hier doch auch auf deutsch.
    Daher auch meine Frage.
    Und: Sooo viele aktuell genutzte Alphabete gibt es nämlich auch nicht.
    Aber abgesehen von meiner nicht ganz ernst gemeinten Frage nach dem Alphabet:
    Wissen _Sie_ denn, warum das (deutsche) Alphabet die Grundlage von „Eurythmie“ ist?

  • #83
    Anke

    Philip, ich hab leider keine Zahl parat, wie groß der Anteil der Weltbevölkerung ist, der unser Alphabet nutzt. Deshalb mein Tipp mit der Karte, bei deren Anblick Ihnen auffallen könnte, dass der für Sie auf jeden Fall überraschend klein ist, da Ihre Frage zeigte, dass Sie Mühe haben, über Europa hinauszublicken. Inzwischen glaube ich nicht mehr, dass Sie das verstehen können oder wollen. Daran ist dann nichts zu ändern. Dass Sie die Frage bzgl. der „Eurythmie“ nicht kapieren liegt vielleicht auch daran, dass Sie keine Ahnung haben, was das ist. Lassen Sie dazu doch erstmal Graf Waldorf (Harald Effenberg) zu Wort kommen. Der wird das doch wohl wissen.

  • #84
    Anke

    Ex-Steiner, das hatte ich noch vergessen:

    „Was sagt Mosmuller? …“

    Aber bitte: Und was meint Mosmuller? Da die hier mehrmals zitiert wurde: Das ist eine restlos überzeugte Steiner-Verehrerin. Der geht es um das Gegenteil der rationalen Kritik an Waldorfschulen. Das sollte man zumindest mal dazusagen.

    Mieke Mosmuller fordert eine radikale Umgestaltung der Lehrer-Ausbildung, bei der es vor allem darauf ankäme, dem angehenden Lehrer eine moralische Entwicklung zu ermöglichen. Laut Rudolf Steiner kommt es nicht auf das an, was ein Lehrer weiß, sondern auf das, was er als Mensch ist. Von daher sollte eine vierjährige Ausbildung zum Lehrer in jedem Jahr ein Wesensglied des Menschen zum Schwerpunkt der moralischen Ausbildung haben …

    http://www.denkschule-hamburg.de/code/veranstaltungen.htm

  • #85
    Andreas Lichte

    „… radikale Umgestaltung der Lehrer-Ausbildung …“

    wozu das denn? radikaler kann die Steiner-Gehirnwäsche doch nicht mehr sein, als am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” …:

    “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  • #86
    Andreas Lichte

    … zur “Steiner-Gehirnwäsche” am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” hier noch ein Brief, der die Ausbildung zum Waldorflehrer beschreibt:

    “M.S.

    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S.”

  • #87
    Ronald Ehrlichmann

    @Harald Effenberg
    Vielen Dank für Ihre ausführlich und persönlich geschilderten Beweggründe. Als ehemaliger „Waldorf-Erleber“, kann ich teilweise Ihre Euphorie nachvollziehen –
    zumindest was den „Familienbeitrag“ zur Waldorfwelt (in Berlin) betrifft.
    Letztlich sehe ich ich jedoch den Ausstieg aus der öffentlichen Schullandschaft,
    als Entsolidarisierungsprozeß und als äußerst heikel an.
    Der von Ihnen erwähnte „soziale Zusammenhalt“, könnte nämlich durch rück- grathaftes (!) Verhalten von Eltern, gegenüber dem öffentlichen Schulveranstalter (eigentlich ja wir Alle), ständig verbessert werden.
    Quasi dieser Teil Ihres Bewußtseins fehlt an der richtigen Stelle, wenn ich es verkürzt darstellen darf.
    (Vorgreifend möchte ich mir an dieser Stelle wünschen dürfen, daß heutige Waldorf-eltern intellektuell und Willens in der Lage sind , diesem Aberwitz an esoterischer
    Diktatur ein Ende zu bereiten. Es gibt also auch für mich vernünftige Gründe, Elemente der Waldorfschule auszuentwickeln.)
    Ihre – mit Verlaub, Kaltschnäutzigkeit, den historischen Wurzeln der Waldorf/Anthroposophischen Zusammenhänge und der anscheinenden Willfährigkeit
    den absolut in der Tradition agierenden Protagonisten (Goetheanum/Bund der „freien“ Waldorfschulen/Schulvorstand/Geschäftsführung), lädt mich aber nicht
    gerade zu Hoffnung ein !
    Wollen Sie sich übrigens tatsächlich damit brüsten, daß sich Waldorfschüler weniger zu unqualifizierten und menschenverachtenden Aussagen/Handlungen hinreissen lassen – bei dem Bildungsbürgertümlich orientierten Umfeld aus dem sie stammen??!
    Das grenzte schon an Augenwischerei ;Sie kennen doch das elitär ausgeprägte Such-
    programm des Waldorfkollegiums sicher sehr genau – solvent, verführbar, überlastet.

    „..statt meine Kinder den kleinen Nazis an den staatlichen Schulen „zuzuliefern“ , habe ich nicht ganz verstanden. Haben Ihre Kinder den Schul-Einzugsbereich Marzahn (pardon!) oder dreht Zehlendorf (nochmals pardon!) wieder richtig auf, gesinnungsmäßig??
    Zum Schluß eine Entschuldigung für meine Wortwahl im letzten Beitrag: ich meinte Mund, nicht „Maul“ ! Ich bin halt Berliner aus der Innenstadt und familiär verhaftet.

  • #88
    Ronald Ehrlichmann

    @Anke/Philip und Eurythmie
    Wir (Anke) haben vermutlich ähnliche Abstossungsempfindungen gegenüber
    dieser unsäglichen Form von Kosmoserklärung durch einen Irren wie Steiner –
    aber etwas mehr Hintergrundbericht oder detailhaftes Darstellen des Wahnwitzes
    hab ich mir schon gewünscht.

    (Überhaupt, der Begriff Eurythmie! ; und diese Anlehnung von Steiner an eine der bedeutendsten Kulturepochen der Menschheit, gibt mir Gänsehaut. Anthroposophie genauso – aber die alten Griechen können sich seit Christianisierung und Türkenherrschaft sowieso vergessen.Pardon aber auch!)

  • #89
    Anke

    Ronald, Herr Effenberg hat hier so getan als wäre in Waldorfschulen, in denen alles (Inhalte, Lehrer, Gebäude …) den Weisungen Rudolf Steiners entspricht, dieser praktisch unbekannt und darüber hinaus als prima und viel besser als in öffentlichen Schulen. Deshalb habe ich ihm zwei Fragen gestellt, die vielleicht dazu beitragen können, zu verstehen, wie Herr Effenberg zu seinen Darlegungen kommt. Ich halte es für sinnvoller, wenn nicht ich meine eigenen Fragen illustriere, sondern einfach derjenige darauf eingeht, dem ich sie gestellt habe.

  • #90
    Anke

    Andreas Lichte,

    „wozu das denn? radikaler kann die Steiner-Gehirnwäsche doch nicht mehr sein“

    Zumindest kann sie radikaler gewünscht werden – und genau das ist bei Mieke Mosmuller der Fall.

    Sie möchte nicht, dass Lehrer in die Waldorfschule geraten, die sich vielleicht zu Steiner bekennen, aber ihn möglicherweise nicht „verinnerlicht“ haben, nicht wirklich voll auf Linie sind. Nur wer das ist, kann für sie im Sinne Steiners als „geliebte Autorität“ seine Missionsrolle hinreichend erfüllen. Mieke Mosmuller beklagt Lücken im System Waldorf, sie möchte nicht weniger, sondern noch mehr Rudolf Steiner, weil Sie den derzeitigen Schulalltag zu weit von den „spirituiellen“ Grundlagen entfernt wähnt.

    Mieke Mosmuller als erfahrene Kritikerin zu präsentieren und zu empfehlen ist mehr als absurd. Oder sehen Sie das anders?

    http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&tag=firefox-de-21&index=blended&link_code=qs&field-keywords=Mieke%20Mosmuller&sourceid=Mozilla-search

  • #91
    Waldorfschüler

    Ich bin ein Waldorfschüler. Ich kenne mich nicht aus mit der Anthroposophie oder irgendwelchen Schriften und Büchern die Steiner wohl vor vielen Jahren geschrieben hat und kann mich dazu auch nicht äußern. Ich weiß nur das, was ich 13 Jahre lang erlebt habe.

    Ich möchte hier antworten nachdem ich den Großteil der, doch stark von Unsachlichkeit geprägten, Kommentare gelesen habe. Ich möchte deshalb antworten weil es mich als Waldorfschüler (13 Jahre Waldorfschule mit Abitur) wütend macht, welche unsachlichen und falschen Sachen geschrieben werden.

    Ich weiß nicht ob Herr Lichte je an Schüler an einer Waldorfschule war, wenn nicht fehlt ihm, wie den meisten Kritikerin, jegliche Grundlage zur Kritik. Ich habe das volle Programm erlebt, von der 1. bis zur 13.Klasse. Ich bin jetzt 7 Jahre aus der Schule draußen und blicke sehr zufrieden und stolz zurück, dass ich auf einer Waldorfschule war, weil mir mit immer mehr Abstand bewusst wird was diese Ausgezeichnet hat. Ich bin sicher alles andere als ein Klischee-Waldorfschüler, noch ist mein Elternhaus auch nur in irgendeiner Weise anthroposophisch geprägt, nur um Vorwürfen der Manipulation etc. vorzugreifen. Ich studiere im Bereich digitale Medien und bin sicher alles andere als ein weltfremder Freigeist.

    Ich konnte die Waldorfschule als eine sehr soziale Schule erfahren mit einer, zumindest in meinem Fall, sehr starken Klassengemeinschaft wo jeder für den Anderen da war. Sicher war das auch ein Grund, weshalb 100% unseres Jahrgangs das Abitur bestanden haben (50% der Abiturabgänger waren seit der 1.Klasse dabei). Wir lernten frei, selbstständig und kritisch zu Denken, Fragen zu stellen. Wir wurden nicht zu, ausschließlich leitungsorientierten, Schülern erzogen sondern zu eigenständigen Persönlichkeiten. Viele Dinge, die sicher außerhalb oft belächelt werden, wie Eurythmie, Töpfern, Schmieden, Korbflechten, Landwirtschaftspraktikum, Feldmesspraktikum, Gartenbau, Schreinern, Schweißen haben einerseits sehr viel Spaß gemacht aber tief innen drin in uns, sicher viel mehr bewirkt als die ausschließliche Fokussierung auf die scheinbar nur wichtigen Sachen wie Mathe usw.. Es hat das Denken geformt, soziale Kompetenzen geschult und Kreativität entwickelt. Nicht umsonst haben Waldorfschüler, vorallem in den kreativen Berufen, einen sehr guten Ruf. Meine Professoren loben meine Eloquenz, Selbstbewußtsein und kreative Denke.

    Zu den Rassismus und Nazivorwürfen will ich mich gar nicht weiter äußern, da dies absoluter Blödsinn ist und innerhalb eines Diskussion immer die letzte und unterste Schublade ist, welche noch aufgemacht wird um irgendetwas zu finden. Es gab bei uns nichts was auch nur im Entferntesten damit etwas zu tun haben sollte, im Gegenteil wurde das Thema Nationalsozialismus umfangreich bearbeitet inkl. Theaterstücken, Besuchen in KZ und der jüdischen Gemeinde. Wir wurden zu kritschem Hinterfragen aktueller Dinge aufgefordert um stehts wach zu sein, dass solche Dinge nie wieder vorkommen können.

    Ebenso war Steiner und seine Schriften niemals und in keiner Weise Gegenstand des Unterrichts. Es hing auch nirgendwo ein Bild von ihm. Gleiches gilt für die Anthroposophie als solches. Im Nachhinein habe ich mir eher gewünscht, überhaupt etwas über den Gründer unserer Schule erfahren zu haben. Diese Vorwürfe sind also albern.

    Alle Abgänger aus meinem Abiturjahrgang haben ein Studium begonnen und sind, soweit ich das weiß, damit sehr erfolgreich.
    Wenn ich die gestrige Diskussion um den Beibehalt des dreigliedrigen Schulsystems und deren Probleme sehe, bin ich sehr froh Waldorfschüler gewesen zu sein. Das bestehende Schulsystem in Deutschland ist überholt und ich hoffe, dass die Diskussion dazu führt endlich den Weg frei für neue Modelle zu machen. Es muss nicht jeder eine Waldorfschule besuchen, aber es lohnt sich die Prinzipien mal offen anzuschauen. Die Zahlen der Abiturschnitte sprechen für sich (Noten sind ja scheinbar ein Qualitätsmaß von Schulen).

    Ich habe hier nun meine Sicht der Dinge, als Waldorfschüler geschrieben, also jemand, der es am besten wissen sollte.
    Wer nie eine Waldorfschule besucht hat, hat meiner Meinung nach auch keine Berechtigung für solch dermaßen krasse Kritik wie sie hier geschrieben wird.

    Nun ist dies doch etwas länger geworden, ich hoffe etwas sachliches zur Diskussion beigetragen zu haben. Für weitere sachliche Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

  • #92
    Andreas Lichte

    @ Waldorfschüler

    Sie schreiben: „Für weitere sachliche Fragen stehe ich gern zur Verfügung.“

    Ja, ich habe „sachliche Fragen“. Meine erste: Wer sind Sie?

    Sie können mich via Stefan Laurin, Ruhrbarone, kontaktieren:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

  • #93
    Andreas Lichte

    @ Waldorfschüler

    Sie schreiben: „Ich weiß nicht ob Herr Lichte je an Schüler an einer Waldorfschule war, wenn nicht fehlt ihm, wie den meisten Kritikerin, jegliche Grundlage zur Kritik.“

    Ich bin „ausgebildeter“ Waldorflehrer. Die Anführungsstriche, weil die „Ausbildung“ am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ eine Steiner-Gehirnwäsche ist, lese:

    „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand“

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

    Ich habe an verschiedenen Waldorfschulen hospitiert und mein Praktikum gemacht, siehe auch meinen Kommentar:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/comment-page-1/#comment-46493

    „(…) Das “Märkische Viertel” könnte man wohl als “Problemviertel” bezeichnen, jedenfalls ist die soziale Zusammensetzung dort deutlich anders als in Berlin-Zehlendorf (Liebe Leser aus dem Märkischen Viertel: das soll keine Diffamierung sein!). Ich habe in der dortigen Waldorfschule mein Praktikum während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer gemacht. Es gab dort keine Ausländerkinder und keine Kinder aus dem Märkischen Viertel (einzelne Ausnahmen mögen die Regel bestätigen).“

  • #94
    Ex-Steiner

    @Waldorfschüler

    ‚Ich habe hier nun meine Sicht der Dinge, als Waldorfschüler geschrieben, also jemand, der es am besten wissen sollte.‘

    Vielleicht haben Sie recht.

    http://usrportage.de/archives/239-Dreizehn-Jahre-Waldorfschule-Ein-Resume.html

    ‚Ich habe zwei Waldorfschulen erlebt, in beiden bot sich ein ähnliches Bild. Beidesmal war die Situation verfahren und – zwar mit unterschiedlichen Schwerpunkten – ähnlich.‘

    ‚Oft fragte ich mich, wie eigentlich Lehrer eingestellt werden, also welchem Prüfverfahren ihre Einstellung unterliegt. Wir hatten alles: eine prügelnde Musiklehrerin, einen genialen aber alkoholkranken Dirigenten, eine unfähige Deutschlehrerin, die nichts konnte außer Erörterungen schreiben zu lassen, einen unfairen Geschichtslehrer, der seine Symphatien für Islamisten und seinen antiamerikanischen Vernichtungswahn nur schwer hinter dem Berg halten konnte, ebenso wie seine Unsymphatien für Schüler, die über jeden noch so schlechten Witz das Lachen verweigerten.‘

    ‚Da die Waldorfschule immerzu in Geldnöten steckt, nimmt sie jeden: wer von der Sonderschule fliegt, wer auf der Hauptschule keine Chance mehr hat. Dieser »wir-sind-der-Müllhaufen-für-jeden-Versager«-Habitus senkt das Niveau weiter und setzt die Schüler teilweise völlig durchgeknallten Spackos aus. Dies ist kein Plädoyer für eine Eliteschule aber ein bisschen kann man ja schon darauf achten, welches Schaf man sich ins Boot holt. Ab und an fliegt einer, eine Begründung oder offizielle Stellungnahme erhält man nie. Man erfährt es irgendwie hinten herum.‘

  • #95
    Philip

    @Waldorfschüler Du hast es getan: Das Waldorfkarussel auf den Ruhrbaronen nochmal angeschmissen. Jetzt kommen wieder 200-400KB Zitate von einem gelangweilten Grafiker mit Total-Expertise zum Thema und vielleicht verirrt sich noch eine Pro-Waldorf Stimme hierher, die versucht, Dir beizuspringen und dann wieder von vorn.

  • #96
    Anke

    @ Waldorfschüler

    Ihre „Erfahrungen“ sind ganz außergewöhnlich. 😉

    Sie entsprechen zufällig genau den stereotyp vorgetragenen Litaneien des Bunds der Freien Waldorfschulen.

    Wenn Sie sich nicht nur für eine Schulform so ins Zeig legen, sondern auch noch „stolz“ darauf sind, eine Waldorfschule besucht zu haben und speziell ihre konkrete Schule zum pädagogischen Paradies auf Erden erklären, dann frage ich nur:

    Welche Waldorfschule war das?

    Es wäre doch nun wirklich das einfachste und überzeugendste, den ahnungslosen Kritikern zu sagen: Hier, seht her, an dieser Waldorfschule wird mein Märchen war.

    Eine sachlichere, einfachere, naheliegendere und aufschlussreichere Frage ist doch wohl kaum möglich, oder? Also bitte, welche Schule?

  • #97
    Anke

    … „Märchen wahr“, sollte es natürlich heißen.

    Wie überzeugend ist es, zu sagen, ich war auf einem Gymnasium, das war so großartig, dass ich proklamiere, alle Gymnasien sind toll, wer was anderes sagt, kennt kein Gymnasium und ich bin beleidigt, wenn jemand anderes von sich gibt, aber ich sage euch nicht, welches Gymnasium ich besucht habe? Das beste Gymnasium der Welt soll geheim bleiben, deshalb lobe ich es so.

    😀

  • #98
    Waldorfschüler

    Ich war auf der Rudolf-Steiner-Schule Loheland. Wobei ich sehr gut weiß, das Waldorfschule nicht gleich Waldorfschule ist, man nehme nur Kempten als Beispiel. Vielleicht habe ich das nicht klar gemacht, ich kann natürlich nur für meine Schule sprechen und meine eigenen persönlichen Erfahrungen ohne Anspruch auf Verallgemeinerung.
    Andere haben ganz sicher andere Erfahrungen gemacht, wäre komisch wenn nicht. Das stelle ich überhaupt nicht in Frage und sicher ist auch nicht jeder an meiner Schule glücklich geworden, das ist doch aber selbstverständlich, es gibt nicht die perfekte Schule für alle, die Menschen sind unterschiedlich. Von Paradies und Märchen habe ich sowieso nicht gesprochen.

    Mich regt es nur auf wie immer und immer wieder die gleichen Vorurteile ausgepackt werden und alles über einen Kamm geschert wird.
    Warum eigentlich?
    Um potentielle Eltern vor diesen Schulen zu warnen? Damit sie stattdessen eine staatliche Schule mit Selektion in der 4.Klasse besuchen? Ist das wirklich besser? Ich denke nicht.

    Es wird doch niemand gezwungen eine Waldorfschule zu besuchen. (Bei uns ist die Situation zudem so, dass die Schule überrannt wird von Anfragen, es mittlerweile 2 Klassen pro Jahrgang gibt und trotzdem jede Menge Schüler abgelehnt werden müssen, ein zunehmender Trend und sicher ein Hinweis auf die Unzufriedenheit der Eltern mit dem staatlichen Schulsystem.

    Wir brauchen alternative und neue Schulkonzepte und endlich eine Überwindung des verstaubten dreigliedrigen Schulsystems. Wieso also nicht die Energie in eine sachliche Diskussion um neue Konzepte stecken statt alles in Grund und Boden zu schimpfen, was leider eine wunderbare Eigenschaft von uns Deutschen ist…
    Aber wie Philip sagt, ich habe vermutlich eine Diskussion ohne Ende, wieder angestoßen.

  • #99
  • #100
    Waldorfschüler

    @ Andreas Lichte: Und dann? Ändert das was an der Diskussion wenn ich hier einen Namen hinschreibe den Sie(ich bleibe mal beim im Netz unüblichen Sie) sowieso nicht verifizieren können. Das tut überhaupt nichts zur Sache, nebenbei dreht sich mein Studium um das Internet, ich kenne es sehr gut und es gibt einige Gründe weshalb ich hier sicher nicht meinen Namen nennen würde…

  • #101
    Andreas Lichte

    @ Waldorfschüler

    Richtig, an Ihren Aussagen lässt sich nichts, rein gar nichts, verifizieren. Deswegen hat es Ihre Aussagen nie gegeben.

    Und nicht, dass Sie meinen, ich überprüfte nur in Ihrem Fall, ob der Kommentator „echt“ ist, und das was er schreibt, plausibel ist: siehe meinen nächsten Kommentar.

  • #102
    Andreas Lichte

    „Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.“

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    ………………………………………………………….

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/comment-page-3/#comment-46066

    #19 | supercat sagt am 30. März 2010 um 17:43

    Der Bericht ist für mich wie ein Déjà-vu Erlebnis. Ich habe über 10 Jahre eine Waldorfschule in Süddeutschland, welche von meinen Eltern, Mitte der 70er Jahre mit gegründet wurde, besucht. Ich habe dort die schlimmsten Jahre verlebt, und jeden Tag den ich zur Schule musste gehasst. Hinter dem Schleier von natürlichen Farben und organischen Formen und der angeblichen Freundlichkeit, verbirgt sich ein System, was absolut Autorität ist, und einem in den Lerninhalten zum Teil den letzten Bockmist verzapft.
    Ich war unzählige Male Zeuge von Kindesmisshandlungen, wie Ohren ziehen, Haare rupfen, oder auch Ohrfeigen verteilen. Mitschüler und auch ich wurde gerne mal vor der Klasse erniedrigt, musste sich in die Ecke stellen u.v.m.. Niemand kann mir erzählen dies waren Ausnahmen, und anderen Waldorfschulen wäre dies anders. Das sind die Märchen die immer erzählt werden wenn es zu Kritik an Waldorfschule kommt, und ich hab Sie schon dutzende Male gehört. Seltsamer weise gibt es aber umso mehr Berichte von Ex Schülern, die alle von ähnlichen, schlechten Erfahrungen an Waldorschulen berichten. Natürlich sind das alles Einzelfälle, oder auch Behauptungen böser Eltern oder Kinder, die eine Wut auf das Waldorf-System haben.
    Es hängt aber nicht von der Schule oder den Lehrern ab, sondern von der Pädagogik. Und diese ist abstrus. Die angebliche Freiheit die ein Schüler genießt, gibt es gar nicht. Denn alles ist vorgekaut, und selbst die tollen Bilder, die die Lehrer an die Tafel malen, sind genau vorgeschrieben. Alles natürlich im Sinne von Rudi dem Gott. Sicher das ist vielleicht an vielen Schulen ähnlich, aber dort wird es nicht zur Religion erklärt. Das System teilt Kinder gerne auch in heimliche Hierarchien ein, auch wenn das gute Anthroposophen immer bestreiten. Die 4 Temperamente dienen dabei als Anhaltspunkte, und nur so viel: Wer Phlegmatiker ist hat die Arschkarte gezogen!
    .Das Wissen was vermittelt wird, ist teilweise sowas von unvollständig, und beruht oft mehr auf Behauptungen, als auf Erkenntnissen.
    Ich könnte Seiten voll schreiben, was ich für seltsame Dinge lernen musste. Hier mal ein paar Beispiele:
    -In Erdkunde lernte ich, dass es im Kongo primitive Stämme gibt, die nicht gesunde Kinder gleich nach der Geburt im Fluss ertränken.
    -Ich habe gelernt, dass die Erzvorkommen der Erde von Meteoriten stammen, die auf die Erde stürzten, dem sogenannten Sterneneisen.
    -Kartoffeln machen dumpf.
    -Ritter waren immer edel, so wie Parzival. Also, von der Leibeigenschaft keine Spur.
    -Und Bauern waren natürlich auch immer froh und genügsam, bis die schlimmen Maschinen kamen und der Kunstdünger.
    -Selbstverständlich war und ist jede Technologie des 20ten Jahrhunderts Ahrimanisch. Besonders natürlich das Fernsehen, aber auch das Radio, oder Musik aus der Konserve.
    Mein Abitur habe ich übrigens auf einer Gesamtschule gemacht. Leider reichten aber die Jahre dort nicht mehr ganz, mir beizubringen, was ein korrekter Zeichensatz und ein richtige Rechtschreibung ist. Naja, ich war halt schon immer, wie mal ein Klassenlehrer von mir sagte, ein großer Hans Guck-in-die-Luft.
    Dafür eine große Entschuldigung an alle Leser, und eine dicken Mittelfinger nach Dornach.

    ………………………………………………………….

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/comment-page-3/#comment-46069

    #20 | Andreas Lichte sagt am 30. März 2010 um 18:25

    @ supercat

    Sie sind, wie Sie sagen, nicht der einzige, der schlechte Erfahrungen in der Waldorfschule gemacht hat. Und ich sammle sie, habe auch für die Veröffentlichung des Artikels, oben, gesorgt.

    Es wäre super, wenn “supercat” mich kontaktieren könnte, via Stefan Laurin, Ruhrbarone:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

    Ihre Geschichte wird vertraulich behandelt.

  • #103
    Anke

    @ Waldorfschüler

    „… ich kann natürlich nur für meine Schule sprechen und meine eigenen persönlichen Erfah-rungen ohne Anspruch auf Verallgemeinerung.“

    Ach, in ihrer vorigen Wortmeldung steht aber ganz was anderes.

    Sie identifizieren sich persönlich mit einer Rudof-Steiner-Schule, plappern deren ideologische Rechtfertigung nach, bezichtigen andere, nur Vorurteile auf Lager zu haben und kommen dann mit ihrer „persönlichen Erfahrung“ als Maßstab der Beurteilung, die – wie Sie nun schreiben – nicht verallgemeinert werden könne, aber dennoch in Ihrer Selbstgewissheit alle anderen Argumente stumpf werden lässt, als böswillige Vorurteile, die durch Ihr subjektives Empfinden objektiv entkräftet werden.

    Merken Sie noch was? Selbst dann, wenn Ihnen jemand glauben sollte, Sie nicht wahlweise für einen Lügner oder Trottel hält, ist ihr ganzes Geschreibsel vollkommen neben der Kappe.

    Woher kommt eigentlich Ihre mehrfach geäußerte Behauptung, Waldorfschüler würden zahlenmäßig überdurchschnittlich Abitur machen? In der Schule hat Ihnen sowas ja sicher niemand erzählt. Und als kritischer Schüler hätten Sie auch sicher gefragt, ob das denn stimmt. Also müssen Sie es ja irgendwo gelesen haben. Welche verlässliche Quelle war das doch gleich?

    Sie schrieben ferner:

    „Im Nachhinein habe ich mir eher gewünscht, überhaupt etwas über den Gründer unserer Schule erfahren zu haben.“

    Rudolf Steiner – Der große Unbekannte in der Rudolf-Steiner-Schule. 😀

    Soll das heißen, Sie kennen dessen pädagogisches Konzept gar nicht, verbitten sich aber Kritik daran, weil Sie beispielsweise „Eurythmie“ sehr angenehm empfanden, überhaupt nicht lächerlich, sondern sehr nützlich (wie aus Ihrem ersten Kommentar hervorgeht)?

  • #104
    Waldorfschüler

    @ Lichte und Anke: Was wollen Sie denn? Eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema scheinbar nicht.
    Es ist doch egal was ich schreibe, sie nehmen es sowieso auseinander und zerpflücken es. Das hier ist doch keine Diskussion.

    „Selbst dann, wenn Ihnen jemand glauben sollte, Sie nicht wahlweise für einen Lügner oder Trottel hält, ist ihr ganzes Geschreibsel vollkommen neben der Kappe.“

    Ich habe meine Erfahrung geschildert, aber solche Aussagen machen jede sachliche Diskussion unmöglich. Derer zu Folge ist sowieso alles was ich sage, außer ich würde ihre Thesen stützen, erfunden und erlogen. Wenn ich im realen Leben in einer Diskussion als Trottel bezeichnet werde, meine Diskussionsbeiträge als „Geschreibsel“ und „Lügen“ bezeichnet werden, beende ich diese. Was soll das Ganze noch, ich bereue es hier meine Zeit verschwendet zu haben.

    Keine Sorge, Sie werden mich hier nicht mehr sehen.

  • #105
    Waldorfschüler

    Eins noch, ich hätte vor dieser Diskussion nach Andreas Lichte recherchieren sollen, dann hätte ich gewusst an wen ich hier geraten bin. Google macht mir nun einiges klar….

  • #106
    Andreas Lichte

    @ Waldorfschüler

    gefallen Sie sich in der Opferrolle?

    Ich habe Ihnen oben http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/comment-page-3/#comment-47996 dargestellt, dass ich Kommentatoren auf Glaubwürdigkeit prüfe.

    Ihre Entscheidung, sich noch bei mir zu melden, wie ich es Ihnen schon in meinem allerersten an Sie gerichteten Kommentar vorschlug. Dann können wir sehen, ob Sie „echt“ sind, ob Sie wirklich etwas zu sagen haben …

    und ja: es gibt mehrere persönliche Rückmeldungen zu den Artikeln der Ruhrbarone.

  • #107
    Anke

    „Das hier ist doch keine Diskussion.“

    😀

    Doch, das ist eine Diskussion, etwas, das Sie nicht gelernt haben, mit Informationen, kritischen Fragen und Argumenten.

    Unsinn zu reden, den als „Erfahrung“ zu deklarieren und alle anderen Informationen und Darlegungen damit vom Tisch wischen zu wollen sowie beleidigt zu sein, wenn das auffällt, hat hingegen nichts mit Diskussion zu tun, aber sehr viel mit Waldorf.

  • #108
    T. Berthold

    ist „waldorfschüler“ eine Reinkarnation von „Harald Effenberg“?

    für die Neuen: Harald Effenberg ist Didi Hallervordens sidekick (Handlanger). Das macht ihn für die Waldorfschulen zu einem „Prominenten“: http://www.diewaldorfs.waldorf.net/list.html

  • #109
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Während in München der Ökumenische Kirchentag stattfindet, bei dem auch viele Vertreter des Staates als Mitglieder der großen Kirchen zugegen sind und sich die Debatten dort auch um das Verhältnis von Kirche und Staat dreht – immerhin ist in der Präambel des Grundgesetzes von der Verantwortung vor Gott die Rede – hält die Christengemeinschaft, die personell und inhaltlich eng mit der Waldorfschule verbunden ist, ihren eigenen Weltkongress ab.
    „Future Now“ ist das Motto vom Weltkongress der Christengemeinschaft im Mai 2010. Zu Pfingsten (21.- 25. Mai) findet dieses internationale Treffen in Dortmund statt. Siehe dazu auch den Artikel „Wiederkunft Christi – nur für Sonderlinge?“ in der INFO 3 vom Mai des Jahres (S. 73).
    Schwierig ist es schon, wenn die Christengemeinschaft (wie vermutlich die Waldorfschulen auch) sektentypisch auf globale Netze setzt statt sich um ein vernünftiges Verhältnis zum (jeweiligen) Staat zu bemühen und den pädagogischen Dialog im eigenen Land voranzubringen.

  • #110
    Harald Effenberg

    Während in München der Ökumenische Kirchentag stattfindet, bei dem auch viele Vertreter des Staates als Mitglieder der großen Kirchen zugegen sind und sich die Debatten dort auch um das Verhältnis von Kirche und Staat dreht – immerhin ist in der Präambel des Grundgesetzes von der Verantwortung vor Gott die Rede – hält die Christengemeinschaft, die personell und inhaltlich eng mit der Waldorfschule verbunden ist, ihren eigenen Weltkongress ab.

    Das klingt irgendwie nach einem Vorwurf?
    Sind die Anhänger der Christengemeinschaft denn beim ökumenischen Kirchentag willkommen?
    http://www.kirche-oldenburg.de/aktuell/news-niedersachsen/article/kirchen-in-oldenburg-verwehren-christengemeinschaft-gaststatus.html

    Die Christengemeinschaftler selbst scheinen sich dem ja nicht entziehen zu wollen:
    http://www.christengemeinschaft.org/muenchen/gemeindebrief.html
    „Dabei wird Zeit und Gelegenheit sein, an Veranstaltungen des 2. ÖKT als Einzelne oder in kleineren Gruppen teilzunehmen, aber auch sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Wir haben im Gemeinderat beschlossen, in diesem Zusammenhang auch eine Plakataktion durchzuführen, um Menschen zu uns einzuladen. Wir wollen nicht aufdringlich missionieren, dürfen uns aber auch nicht verstecken.“

    Es gibt allerdings jemanden, der tatsächlich sein Fernbleiben ankündigt:
    http://www.zeit.de/2010/19/Reformation-Beistueck
    Offenbar gibt es noch protokollarische Probleme, was das gemeinsame Essen von Leichenteilen angeht.

    Wenn ich „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott“ lese, komme ich mir immer ein bißchen vor wie im Iran…
    Schade, daß wir in Deutschland keine Trennung zwischen Kirche und Staat haben.

  • #111
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Keine Ahnung, ob die Christengemeinschaft auf dem Ökumenischen Kirchentag willkommen ist oder ob sie sich dort nicht einbringen will, ich finde, es sollten die Debatten im Land geführt werden und nicht auf einer mehr oder weniger abgehobenen Weltebene.

    Ein weiteres Thema: Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart. Kunstmuseum Wolfsburg. Bis 3. Oktober 2010

    sowie

    Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags. Eine Ausstellung des Vitra Design Museums. Kunstmuseum Wolfsburg

    heißen die neuen Termine.

    Die Süddeutsche Zeitung hat heute im Feuilleton einen Artikel unter dem Titel „Glauben lässt es sich auch ohne Religion“ darüber veröffentlicht:
    Darin ist von dem lebendig gebliebenen fundamental erkenntniskritischen, antimaterialistischen und
    … antimodernen Impuls der frühen ästhetischen Moderne die Rede oder es heißt darin: „Man hölt die esoterischen Bewegungen der vorvergangenen Jahrhundertwende gerne für eine radikale Abwendung von den Erfordernissen des Alltags, für eine Art Gegenzauber zur wissenschaftlichen und indurstriellen Welt. Dass das späte neunzehnte und frühe zwanzigste Jahrhundert so viele apokryphe Glaubenslehren entstehen lässt, von der Theosophie bis zur Anthroposophie, von den zeugen Jehovas über G.I. Gurdjieff bis hin zu Carl Gustav Jung, erscheint wie ein Versuch, das Menschliche und Geistige vor den Ansprüchen einer zunehmend naturwissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Welt in Sicherheit zu bringen.“

    (Artikel von Thomas Steinfeld)

  • #112
    Harald Effenberg

    Zu Pfingsten (21.- 25. Mai) findet dieses internationale Treffen in Dortmund statt.

    ich finde, es sollten die Debatten im Land geführt werden

    Als ich das letzte Mal in Dortmund war, lag es noch genau da.

    Was ist jetzt das Problem?
    Warum soll jemand keinen Kongress organisieren?
    Warum soll eine christliche Glaubensgemeinschaft dafür nicht das Pfingstfest wählen?
    Warum nicht Dortmund?

    Und was genau hat das mit der Frage zu tun, ob eine Waldorfschule eine soziale Gemeinschaft ist?

    erscheint wie ein Versuch, das Menschliche und Geistige vor den Ansprüchen einer zunehmend naturwissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Welt in Sicherheit zu bringen.

    Wenn man derzeit einen Physiker nach seinem Weltbild fragt, erklärt er einem, daß die Welt zu 96% aus geheimnisvollem dunklem Zeug besteht, das noch nie einer gesehen hat und von dem keiner weiß woraus es besteht oder wo es herkommt.
    Man weiß nur, wozu es gebraucht wird: Weil sonst die Theorien der Physiker nicht mit der Realität übereinstimmen.

    Die restlichen (sog. „normalen“) 4% bestehen größtenteils aus Quark, der mitunter charmant oder seltsam sein kann und der bunt ist, weswegen man ihn nicht sieht.

    Generell existiert alles sowieso nur, wenn einer hinguckt, weil dann die über die Raumzeit verschmierten Wahrscheinlichkeitswellen kollabieren.

    Wer braucht da noch Esoterik?

  • #113
    theophilo

    @ Harald Effenberg

    für manche leute müsste man die waldorfschule erfinden, wenn es sie noch nicht gäbe: da treffen sich all die, die von nichts ne ahnung haben, es aber trotzdem besser wissen

    siehe den leiter des waldorf-zirkus harald effenberg: null ahnung von physik, sie aber mit esoterik gleichsetzen

  • #114
    theophilo

    rudolf steiner-ausstellung in wolfsburg und soziale frage

    man könnte fragen: wie kann das sein, dass der steiner-trash zu grosser kunst umdeklariert wird?

    ziehen da die grossen gönner der anthroposophie die fäden? macht doch mal vorschläge, wer das sein könnte.

    hier mal ins blaue, Porsche = VW = Stuttgart und Wolfsburg

    http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Daniell_Porsche

    Daniell Porsche (* 17. September 1973 in Stuttgart, Baden-Württemberg, Bundesrepublik Deutschland) gehört zur Porsche-Dynastie und macht in Salzburg mit außergewöhnlichen Projekten Schlagzeilen.

    Seine Verwandten sind Manager, Techniker, Vorstände.

    Mit der Waldorfideologie machte Daniell schon als Kind Bekanntschaft. Er besuchte in Salzburg den Waldorfkindergarten und anschließend die neu gegründete Rudolf-Steiner-Schule. Nach der Matura in Stuttgart studierte er in der Schweiz Waldorfpädagogik

  • #115
    Harald Effenberg

    @ theophilo

    null ahnung von physik, sie aber mit esoterik gleichsetzen

    Wie herrlich unkonkret. Typisch Waldorfkritiker.
    Wenn ich mich geirrt habe (abgesehen von einer Spur Polemik): In welchem Punkt genau? Ich lerne ja gern dazu.

    Sie glauben also, daß der oben zitierte Thomas Steinfeld Unrecht hat? Daß die Menschen kein Bedürfnis haben, „das Menschliche und Geistige vor den Ansprüchen einer zunehmend naturwissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Welt in Sicherheit zu bringen“? Weil die Menschen sich wohl fühlen mit 96% dunklem Zeug und über die Raumzeit verschmiertem Quark, so daß sie keine weiteren Fragen haben?

    Wenn ich Ihr Pseudonym betrachte, nehme ich an, daß Sie zur Leichenesser-Fraktion gehören?
    Dann sind Sie natürlich geradezu prädestiniert, was die Diskussion naturwissenschaftlicher Themen angeht. Wie schrieb Robert Heinlein:
    „Wer die Dreifaltigkeit anbetet und dabei behauptet, seine Religion sei monotheistisch, wird alles glauben – man muss ihm nur Zeit geben, darüber nachzudenken.“

  • #116
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg, glühender Fürsprecher der Waldorfschule und Rudolf Steiners:

    „»null ahnung von physik, sie aber mit esoterik gleichsetzen« – Wie herrlich unkonkret.“

    es geht auch konkreter:

    …………………………………….

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    „Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    (…) Wer hats erfunden? Die Anthroposophen!

    Ein weiteres Beispiel für Geschichtsklitterung findet sich bei den Anthroposophen. Deren Oberindianer Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler:

    »Bemerkenswert ist u.a., daß er (Steiner) in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger „neu“ entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle.« Hardorps Äußerungen stammen ursprünglich aus der Publikation „Rudolf Steiner and Schrödinger’s equation“ von Detlef Hardorp and Ulrich Pinkall, in „Mathematisch-Physikalische Korrespondenz“, Nr. 201, Johanni 2000.

    Im Original liest sich das so:

    »Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only „formally equivalent“ to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation.«

    Der promovierte Physiker Andreas Krämer hat sich die Steiner-Publikation und deren Interpretation von Hardorp und Pinkall genauer angesehen. Das Fazit seiner Analyse: »Für den Physiker ist eine mathematische Formel ohne eine klare Beschreibung der enthaltenen Grössen keine Theorie. Nach meinem Verständnis der Grössen in der Steinerschen Formel (Kontext Wärmeleitung/Energieumsatz) wird daraus sogar eine falsche Theorie.«

    Beide, Pinkall und Hardorp haben zur Analyse von Andreas Krämer Stellung bezogen.

    Prof. Ulrich Pinkall, TU Berlin, rudert zurück:

    »Ich selbst habe auch ein etwas ungutes Gefühl dabei, das ganze Thema als Munition in Debatten um die Wissenschaftlichkeit der Waldorf-Pädagogik zu verwenden.«

    Dr. Detlef Hardorp schreibt in seiner Steiner-Verblendung:

    »[…] Das aber just Steiner eine Gleichung intuitiv an die Tafel schreibt, die einige Jahre später in der Physik zu den bedeutsamsten Gleichungen überhaupt werden wird, erscheint mir symptomatisch für Steiner zu sein. Denn das hat er doch in vielen Bereichen gemacht: von außen betrachtet stochert er unprofessionell in allen möglichen Gebieten herum, und trifft mit unverschämter Sicherheit immer wieder Goldadern, auch wenn er nicht den wissenschaftlichen Apparat bieten kann, mit dem das dann meist später von anderen wesentlich vollständiger gemacht wird.« (…)“

  • #117
    Harald Effenberg

    Harald Effenberg, glühender Fürsprecher der Waldorfschule und Rudolf Steiners:

    Sie sind ein Lügner, Herr Lichte, aber das merkt ja jeder, der Ihre Ergüsse längere Zeit erträgt.

    “Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    Was hat das jetzt wieder mit den vorherigen Kommentaren zu tun? Nichts.
    Sie hüpfen von einem Thema zum anderen, weil Sie zu einer ernsthaften Diskussion weder bereit noch in der Lage sind.
    Immer, wenn Sie nicht mehr weiterwissen, kommen Sie mit Ihrem Rudolf Steiner.
    Was würden Sie ohne den bloß machen?

  • #118
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg, glühender Fürsprecher der Waldorfschule und Rudolf Steiners

    Zitat Harald Effenberg: „(Steiner) ergibt für mich verblüffend viel Sinn, wenn ich ihm zugestehe, daß er viel später Geschehendes mit den Worten und in den Bildern seiner Zeit und seines eindeutig nicht-naturwissenschaftlichen Weltbildes auszudrücken versuchte.“

    Im übrigen ist jeder, der ein glühender Fürsprecher der Waldorfschulen ist, auch automatisch ein glühender Fürsprecher Rudolf Steiners.

    Höre Sebastian Gronbach, Anthroposoph und ehemaliger Waldorfschüler, Zitat:

    http://menschenklang.com/index.php?id=anthroposophieundihrschatten

    „Fakt ist zum Beispiel, dass deutlich über 90 Prozent der pädagogischen Impulse [der Waldorfschule] ausschließlich auf Rudolf Steiner zurückgehen. Als hätte die Welt zwischen 1919 und 2010 still gestanden.

    Der spirituell-esoterische Hintergrund der Waldorfschule wurde in den letzten Jahrzehnten kaum öffentlich, diskursiv und kritisch besprochen.“

  • #119
    Harald Effenberg

    Andreas Lichte steht wieder im Dunkeln

    Aha. Sie bestimmen also allein, wer „ein glühender Fürsprecher Rudolf Steiners“ ist? Man kann da zwangsverpflichtet werden?
    Tja, dann…
    Schade.
    Als ich Sie als Lügner bezeichnet habe, hatte ich gehofft, Sie würden mich verklagen. Aber Sie stecken das einfach so weg. Naja – keiner kennt einen besser als man sich selbst…
    Ich wäre gern dabei gewesen, wenn Sie einen Richter davon überzeugen, daß ich ein glühender Fürsprecher Rudolf Steiners bin. Man hätte es mit dem Handy aufnehmen können und Sie wären ein Star bei „Pleiten, Pech und Pannen“ geworden.
    Aber so…

    Höre Sebastian Gronbach

    Nee, danke. Ich lese gerade Andreas Lichte, das reicht mir im Moment.

  • #120
    Stefan Laurin

    @Effenberg; Sie sind nur ein kleiner Waldi. Niemand wird sie verklagen…

  • #121
    Ex-Steiner

    Comment 15. Mai 2010 um 01:08: „@Effenberg; Sie sind nur ein kleiner Waldi. Niemand wird sie verklagen…“

    Stimmt, der Angeklagte wird Wahnsinn zugeschrieben und bleibt unbestraft. Urteil: „Freispruch. Der Angeklagte litt an krankhaften Einbildungen“. 😉

  • #122
    Anke

    Hallo Herr Effenberg, da sind Sie ja wieder.

    Bestimmt haben Sie übersehen, dass ich eine Frage an Sie als Waldorf-Experten hatte:

    „Wissen Sie zufällig, warum die „Eurythmie“, die ihren Kindern beigebracht wird, das deutsche Alphabet zur Grundlage hat? (Ist der Kosmos deutsch?)“

    Jetzt können Sie doch bitte mal drauf eingehen, oder?

  • #123
    Harald Effenberg

    @ Anke

    Verzeihung, ich hatte nicht geglaubt, daß Ihre Frage ernsthaft gemeint war. Da Sie ja auch meine Frage an Sie aus Kommentar #4 nie beantwortet haben, dachte ich, Sie wollten gar nicht ernsthaft diskutieren.
    Der Zusammenhang Ihrer Frage mit dem Thema „Die Waldorfschule – eine soziale Frage“ ist mir auch nicht so Recht klar, ehrlich gesagt.

    Zunächst einmal bin ich kein „Waldorf-Experte“. Meine Kinder besuchen seit 12 Jahren eine Waldorfschule und von daher weiß ich einfach nur mehr über unsere Schule als andere Leute, die Waldorfschulen lediglich aus Internet-Foren kennen.

    Was nun die Eurythmie betrifft, so kenne ich mich damit gar nicht aus. Meine liebste Eurytmieaufführung fand bei „Zimmer frei“ zu den Klängen von „My Way“ statt und wurde von Harald Juhnke mit den Worten unterbrochen (sinngemäß aus meiner Erinnerung): „Ey, kommt, lasst uns juffhör’n. Ma ehrlich: Wir seh’n doch aus, als wär’n wa bei ’ner Razzia im Frisiersalong vahaftet worden…“

    Da die Frage Ihnen aber wichtig zu sein scheint, kann ich gern Vermutungen anstellen.

    Um Ihretwillen habe ich gerade http://de.wikipedia.org/wiki/Eurythmie aufmerksam gelesen und nirgends ein „Alphabet“ erwähnt gefunden. Es scheint darum zu gehen, nicht Buchstaben, sondern Laute in Bewegung umzusetzen.
    Bleibt die Frage, warum man zur Bezeichnung dieser Laute lateinische Buchstaben benutzt? Das könnte IMHO damit zusammenhängen, daß die Schüler hier in Deutschland mit anderen Schriftsystemen wie z.B. dem japanischen Katakana oder Hiragana wenig anfangen könnten.
    Ich vermute (aber fragen Sie lieber einen Experten, wenn es Sie wirklich interessiert), daß z.B. in den israelischen Waldorfschulen http://www.jweekly.com/article/full/40150/two-schools-one-purpose-israeli-women-tout-benefits-of-waldorf-education-in/ hebräische oder arabische Buchstaben benzutzt werden, um Laute zu bezeichnen.

    Ich hoffe, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.
    Und vielleicht finden Sie ja irgendwann auch die Zeit, mir die Frage zu beantworten, durch die ich in diesen skurrilen Gesprächskreis geraten bin: Was ist so schlimm daran, wenn Menschen ihre Zeit und ihr Geld für die Pflege Behinderter aufwenden? Wenn sie dafür von anderen geehrt werden und das Bundesverdienstkreuz bekommen? Warum ist das ein Beleg dafür, daß Waldorschulen unsozial sind?

  • #124
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg, fanatischer Anhänger der Waldorfschule, schreibt: „Meine Kinder besuchen seit 12 Jahren eine Waldorfschule und von daher weiß ich einfach nur mehr über unsere Schule als andere Leute, die Waldorfschulen lediglich aus Internet-Foren kennen.“

    Harald Effenberg weiss mehr … hört, hört! … z.B.: „Es scheint darum zu gehen, nicht Buchstaben, sondern Laute in Bewegung umzusetzen.“

    Wie tief bringt Harald Effenberg die Nach Unten Offene Steiner Skala noch zum Ausschlag? Wie tanzen Waldorfschüler ihren Namen?

    ………………………………………..

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/

    „Rudolf Steiners Rassenlehre

    Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht. Von unserem Gastautor Ansgar Martins.

    „Ja, ich kann meinen Namen tanzen.“ Alles klar? Ich bin Waldorfschüler …“

  • #125
    Anke

    Nun bin ich aber doch überrascht, Herr Effenberg.

    Da feiern Sie die „Waldorfpädagogik“ und wissen nichts über deren Kernbestandteil namens „Eurythmie“? Man bringt Ihren Kindern okkulte Praktiken bei, die nebenbei auch Steiners Auffassungen von der besonderen “Mission“ des „deutschen Volksgeistes“ Rechnung tragen und das interessiert Sie gar nicht weiter? Das ist aber wirklich sehr verantwortungsvoll für einen Vater.

    „Ich hoffe, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.“

    Mit dem Bekenntnis Ihrer Ahnungslosigkeit? Nein, das kann ich so nicht sagen.

    Zu Ihrer „Frage“:

    „Was ist so schlimm daran, wenn Menschen ihre Zeit und ihr Geld für die Pflege Behinderter aufwenden? Wenn sie dafür von anderen geehrt werden und das Bundesverdienstkreuz bekommen? Warum ist das ein Beleg dafür, daß Waldorschulen unsozial sind?“

    Das ist weniger eine Frage als eine Aussage und angesichts der Tatsache, dass aus anthroposophischer Sicht Behinderte „minderwertige Trottelinkarnationen“ sind, die für Schandtaten aus einem früheren „Erdenleben“ von ihrem „Karma“ zur Rechenschaft gezogen werden, ist für mich dabei die Ekelgrenze deutlich überschritten. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes hatte selber deutlich zu Papier gebracht, dass es ihm nicht um die Pflege der Behinderten ging, sondern darum, anthroposophischen Lebensstil zu realisieren. Hierfür Behinderte zu instrumentalisieren verdient m.E. keine staatliche Auszeichnung. Dass Sie das damit vollkommen einverstanden sind, überrascht mich nicht. Pervers ist dafür eine freundliche Bezeichnung.

    Hier nochmal zum nachlesen:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/02/seelenpflege-bedurftige-kinder_17.html

  • #126
    Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    wie sich die Rudolf Steiner Sekte ins Kunstmuseum Wolfsburg einkaufte:

    „Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Kunstmuseen huldigen dem Hellseher und Sektenführer – Besucher und Öffentlichkeit werden gezielt getäuscht

    Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt seit Mai 2010 eine gemeinsam mit dem Vitra Design Museum organisierte Doppelausstellung zu Ehren Rudolf Steiners. „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart“ und „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“ lauten die Titel der Einzelausstellungen. (…)“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

  • #127
    Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    „Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Kunstmuseen huldigen dem Hellseher und Sektenführer – Besucher und Öffentlichkeit werden gezielt getäuscht

    (…) Kafka. Von letzterem wird ein kurzer Brief in Wolfsburg gezeigt, den Walter Kugler nicht zum ersten Mal präsentiert, um den gewünschten Eindruck zu erwecken. Kafka hatte Steiner 1910 auf dessen Wunsch eine „Arbeitsprobe“ seiner Prosa zugesandt und dazu ganze zwei Sätze geschrieben. Der „Geistesführer“ tingelte damals durch deutsche und europäische Großstädte, um für sich und seine „Bewegung“ zu werben, zeitweise organisiert von einer Berliner Konzertagentur. 1911 war Steiner in Kafkas Heimatstadt Prag zugegen. Kafka hörte sich einen Vortrag an und besuchte Steiner in seinem Hotelzimmer, um sich ein Bild aus der Nähe zu machen. In seinem Tagebuch notierte er anschließend, dass die Kleidung des Hellsehers Staub und Flecken aufwies und ihm fortwährend die Nase lief. (Franz Kafka: Tagebücher, Frankfurt a. M. 1983, S. 43 ff.) Das war alles, was dem Schriftsteller zu Steiner einfiel. Der „Erleuchtete“ war für Kafka eine äußerst banale Person, der er nichts abgewinnen konnte. (…)“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

  • #128
    Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Walter Kugler, Zitat Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie, „offiziell als „Berater“ des Gesamtprojekts“, der Ausstellung der Rudolf Steiner Sekte im Kunstmuseum Wolfsburg:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

    hat auch kein Problem mit Rudolf Steiners Antisemitismus:

    Im Bericht des Fernsehsenders Tele Basel vom 28.09.2007 zur Anzeige von Samuel Althof gegen den Rudolf Steiner Verlag Dornach wurde Walter Kugler zu diesem Zitat Rudolf Steiners interviewt:

    “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.”

    Walter Kugler antwortete:

    “Erschüttern tut’s mich nicht, ich meine es sind – es handelt sich um Äußerungen, um kritische Äußerungen zum Judentum, aus dem Jahre 1888, wohlgemerkt, und – das muss man ertragen können in einer wissenschaftlichen Ausgabe und das heißt ja nicht, dass jeder Leser identifiziert sich ja nicht so mit Rudolf Steiner, dass er jetzt das alles als Glaubenssätze nimmt, sondern das sind auch Aspekte zum Nachdenken. Außerdem halte ich diese Äußerung auch gar nicht für antisemitisch, sondern sie sind ja, sie sind judenkritisch und das müsste ja eigentlich auch erlaubt sein, sonst dürften wir gar keine Kritik mehr üben. Antisemitisch werden die Dinge erst, wenn dadrin verborgen ist schon eine Überlegenheitsstrategie, die den Anderen diskriminiert.”

  • #129
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

    Sehr geehrte Leser,

    wir wurden per Zuschrift auf die exzessive Verlinkung unseres jüngsten Artikels in dieser wie auch in anderen Diskussionen bei den Ruhrbaronen aufmerksam gemacht.

    Damit kein falscher Eindruck entsteht:

    Wir möchten, dass unsere Artikel gelesen werden und begrüßen es natürlich auch, wenn darauf hingewiesen wird. Nicht so angenehm ist es, wenn dabei die Überschriften von Artikeln anstelle von Klar- oder Nicknamen eingesetzt werden und für Leser leicht der Eindruck entsteht, wir würden selber äußerst penetrant auf unsere eigene Seite aufmerksam machen wollen, was gewöhnlich als Spam bezeichnet wird. Das ist nicht der Fall.

    Die vorstehenden Kommentare wurden von uns weder verfasst noch initiiert. Wir bitten die engagierten Kommentatoren, sich doch an die übliche Form zu halten, um solche Missverständnisse zu vermeiden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

  • #130
    Anke

    Walter Kugler ist natürlich keine Ausnahme unter den Anthroposophen. Deren Organisation steht fest zu Steiners Werk, inklusive des Rassismus und Antisemitismus.

    Gerade feierten die Anthroposophen noch einmal besonders genau jene Vorträge Steiners, denen von der Bundesprüfstelle 2007 manifester Rassismus bescheinigt wurde:

    „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.“

    Die Volksseelen Europas und das Ich des Menschen
    Michaelitagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland vom 24. bis 26. September 2010 in Nürnberg

    Zum Tagungsimpuls

    «Die fortschreitenden Volksgeister sind immer die Lenker der Gesamtkultur der Menschheit in ihrem Fortschritt. Aus dieser Kultur haben sich die verschiedensten Volksseelen und Volksgeister befruchten können und haben immer das Ich in andere Lagen gebracht, um es zu erziehen, das Ich, das sich herauswühlte aus dem Untergrunde dessen, was unter dem Ich des Menschen liegt.» Diese Worte Rudolf Steiners aus der 1910 von ihm in Oslo gehaltenen Vortragsreihe «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie », weisen auf eine Völkerpsychologie hin, die «verschiedene Seelenstrukturen» mit den unterschiedlichen Aspekten der europäischen Menschheit erschließt. In Kürze erscheint dieser Vortragszyklus neu und in kommentierter Fassung. Dies ist Anlass genug, um mit einer – von der deutschen Landesgesellschaft und dem Arbeitszentrum Nürnberg gemeinsam veranstalteten – Tagung neu auf die für das Werden und tiefere Verständnis der europäischen Entwicklung so wichtigen Motive zu schauen. Die Zusammenarbeit von Referenten aus verschiedenen Ländern Europas ermöglicht eine authentische Annäherung an das hoch aktuelle Thema.

    Mitteilungen der Anthroposophischen Gesellschaft, Sept. 2010

    Mit der angekündigten Neuausgabe wollen die Anthroposophen dem Urteil der Bundesprüfstelle Rechnung tragen, die eine Kommentierung dieses Pamphlets gefordert hatte, damit es nicht indiziert wird. Dass mit Kommentaren aus anthroposophischer Hand Abstriche von Steiners Darlegungen gemacht werden, ist nicht zu erwarten. Aber formal ist dann alles in Butter und die Mission der deutschen Volksseele wird nächstes Jahr in Museen, Theatern, Zügen der Bahn und überall, wo sich eine Möglichkeit bietet, fortgesetzt.

  • #131
    Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

    Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

    (…) Wie ist es möglich, dass der künstlerisch völlig untalentierte Rudolf Steiner, Begründer der esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“, gleich in zwei renommierten deutschen Kunstmuseen gezeigt wird? (…)

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiner-im-kunstmuseum-wolfsburg-und-im-kunstmuseum-stuttgart/

  • #132
    Rudolf Steiners Dreigliederung bei "Esowatch"

    „Dreigliederung

    (…) Heutige Anhänger der Dreigliederung favorisieren im Allgemeinen diverse alternative Formen von Demokratie, ohne sich bewusst zu sein, wie anti-demokratisch das ursprüngliche Dreigliederungssystem war.

    (…) Aber auch im politischen Bereich war Steiners Einstellung zur Demokratie manchmal bemerkenswert negativ. Im Oktober 1917 zum Beispiel verhöhnte er die “Einrichtungen der Demokratie” als bloße Werkzeuge der “dunklen Mächte”, die hinter den Kulissen beständig “die Fäden ziehen”. (GA 177, p. 265) Die Verschwörungstheoretiker unter seinen Anhängern glauben das noch heute.

    (…) Dieser Artikel stammt von Peter Staudenmaier und wurde bei waldorfcritics auf Englisch erstmals veröffentlicht. Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Übersetzung durch Esowatch.“

    zum Artikel von Esowatch: http://blog.esowatch.com/?p=2884

  • #133
    Harald Effenberg

    Demokratie ist ja nun auch nicht immer die optimale Form der Entscheidungsfindung.
    Wenn viele Menschen betroffen sind (und nicht wie im Kriegs- oder Katastrophenfall besondere Bedingungen gelten) funktioniert sie sicherlich besser als andere Methoden (auch wenn sie deutliche Schwächen hat, die sich z.b. zeigen, wenn die Bldzeitung dank ihrer Meinungsmacht bestimmt, wer als Kapitän abdankt und wer Verteidigungsminister bleibt).
    Aber in kleineren Gruppen wie Familien, kleinen Dörfern oder – und darum geht es ja in diesem Thread – Schulen ist Demokratie doch oft ätzend, oder? Soll man wirklich 10 Menschen zu etwas zwingen, das ihnen zutiefst zuwider ist, weil 11 andere das wollen? Ist es da nicht sinnvoller, ganz undemokratisch nach einer Lösung zu suchen, der alle zustimmen können (auch wenn das sehr viel länger dauert als eine demokratische Abstimmung und daher für die demokratische Mehrheit lästig ist)?
    Das ist übrigens keine Erfindung der bösen Waldorfschulen, das gab es schon bei den Indianern.

  • #134
    spotlight

    von Harald Effenberg, sidekick von Didi Hallervorden und Waldorf-Clown, erwartet hier niemand mehr, daß er irgendetwas versteht, oder die Demokratie zu schätzen weiß

    für diejenigen, die der Demokratie im Gegensatz zu Effenberg und Steiner etwas abgewinnen können – lesen!: http://blog.esowatch.com/?p=2884

  • #135
    "Der urspüngliche politische Kontext der Waldorf-Bewegung"

    „Der urspüngliche politische Kontext der Waldorf-Bewegung

    (…) In dem Ausmaß, wie sich die frühe Waldorf-Bewegung vor einer politischen Aufsicht fürchtete, befürchtete sie die demokratische Politik, nicht aber die nationalsozialistische Politik. Die Aufzeichnungen der frühen Waldorf-Geschichte spiegelt mehr oder weniger das Gegenteil dessen wider, was Stephen eingangs vermutete: Die Führer der Waldorf-Bewegung waren häufig gegenüber der demokratischen Weimarer Republik feindlich eingestellt, die ein Gegner des Nazimus war, während dieselben Waldorf-Führer dem Nazi-Regime in seinen frühen Jahren oft bemerkenswerte Sympathien entgegen brachten.

    (…) Hingabe an die Volksgemeinschaft und Feindschaft gegenüber der Weimarer Demokratie beschränkte sich nicht auf die offiziellen Aussagen der Führung der Vereinigung der Waldorfschulen. Ein Essay von 1934, geschrieben vom prominenten Anthroposophen Richard Karutz im Auftrag der Eltern der Stuttgarter Waldorfschule, bietet ein eindringliches Beispiel dafür, was die Waldorf-Anhänger von der neuen politischen Situation in Deutschland hielten. Er bezeichnet die Machtübernahme der Nazis von 1933 als „völkische Erhebung“ und verkündet auf der ersten Seite:

    “Die Waldorfschule in Stuttgart wurde im Jahre 1919 in der Zeit des grössten politischen und kulturellen Tiefstandes unseres Volkes als Bollwerk gegen die zersetzenden Mächte des Intellektualismus und Materialismus gegründet. […] Schon in jener Zeit vorherrschender internationaler Strömungen und trotz starker Anfeindungen hat die Schule nicht nur stets deutsches Geistesleben gepflegt, sondern geradezu die ganze Erziehung der Kinder darauf aufgebaut. Die Erfahrungen von 18 Jahren haben bewiesen, dass unsere Kinder durch die Waldorfschule zu tüchtigen, an Leib und Seele gesunden, vollwertigen Mitgliedern der Volksgemeinschaft herangebildet werden. Wir sind daher der Überzeugung, dass die erzieherische Arbeit der Waldorfschule im Rahmen des national-sozialistischen Staates mit Erfolg für den kulturellen Aufbau unseres Volkes fruchtbar gemacht werden kann.” (Eingabe der Elternschaft der Stuttgarter Waldorfschule, 14. März 1938, BArch R4901/2521: 9)

    Der Text fährt damit fort zu betonen, dass alle Waldorf-Lehrer der Stuttgarter Schule die gleichen „nationalen Überzeugungen“ teilen würden, eine vereinheitlichte Weltanschauung um die geistig-kulturelle Mission des deutschen Volkes. Als Folge dieses Bekenntnisses und dessen, was Karutz die „autoritären“ Methoden der Waldorfpädagogik nennt, traten viele Waldorf-Absolventen enthusiastisch der Nationalsozialistischen Bewegung bei. Karutz unterstrich die Hingabe der Schule an die Volksgemeinschaft, prahlte mit dem militärischen Hintergrund der Waldorf-Lehrer und zitierte wiederholt Hitler, um die Nähe der Waldorf-Ziele zu den Prämissen des Nationalsozialismus zu belegen. Die Führung der Stuttgarter Waldorfschule unterstützte Karutz Text und verteilte ihn im März 1934 unter ihren Mitgliedern.

    Es gibt viele weitere solcher Beispiele. Fast achtzig Jahre später hat die Waldorf-Bewegung diesen Aspekt ihrer Geschichte immer noch nicht bewältigt. Wir warten auf den Tag, an dem sich das ändert.

    Auch dieser Artikel stammt von Peter Staudenmaier und wurde bei waldorfcritics auf Englischerstmals veröffentlicht. Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Übersetzung durch Esowatch.“

    zum Artikel von Psiram: http://blog.psiram.com/2011/03/anthroposophie-dreigliederung-und-demokratie/

  • #136
    Paul

    wie heisst die sekte eigentlich korrekt:

    „rudolf-steiner-sekte“ ?

    „steiner-sekte“ ?

    „anthroposophen-sekte“ ?

    „sekte anthroposophie“ ?

    „waldorf-sekte“ ?

    „waldorfianer-sekte“ ?

    siehe zur „waldorfianer-sekte“: http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

  • #137
  • #138
    Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können. (…)”

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    derStandard.at, LISA AIGNER, 05. Juni 2011, “Mit Schlingenmalen zum Schreiben finden”

  • #139
    Hopman ziet een sekte bij de ‘Waldorfianer’

    “Hopman ziet een sekte bij de ‘Waldorfianer’

    Bovenal ziet hij dat de boeken van Steiner een mengelmoes zijn van wat in de 19de eeuw populair was. ‘De leer is een mix van rassentheorie, wereldtheorie, astraaltheorie, wereldondergang en Atlantis.’ Dat de aanhangers van Steiner zeggen dat het hen vooral om het kind gaat, klinkt weliswaar ‘vriendelijk’, maar bedoeld wordt daarmee dat ze het kind gebruiken als ‘speelveld voor de eigen pedagogiek’. ‘Die gaat het om het kind zoals het de bank om het geld gaat’, aldus Hopmann (Stefan Hopmann, professor in de School- en Onderwijswetenschappen aan de universiteit van Wenen).

    Wanneer men zijn kind wil toevertrouwen aan een sekte en men wil dat het volgens de leer van Steiner wordt onderricht, dan kan men dat natuurlijk doen. ‘Dat is het recht van de ouders’. Dat veel kinderen zonder schade uit de Waldorfschool [steinerschool, rdjv] is enkel een bewijs dat sterke kinderen en hun ouders de schade kunnen compenseren.” (…)

    “Kinderen als speelveld voor ideologische doelen”, http://www.antroposofia.be/steinerschool/wordpress/kinderen-als-speelveld-voor-ideologische-doelen/

  • #140
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)

    (…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • Pingback: Vertegenwoordigen steinerpedagogie Pieter HA Witvliet – Joost Alfrik « Ramon De Jonghe

  • #142
    Andreas Lichte

    “Antroposofie en fascisme

    Hitler, Steiner, Mussolini – Antroposofie en fascisme, gisteren en vandaag”

    http://www.antroposofia.be/steinerschool/wordpress/antroposofie-en-fascisme/

  • #143
    Andreas Lichte

    Ramon De Jonghe, Gastautor der Ruhrbarone – siehe oben – ist Autor eines kritischen Buches über die Waldorfschulen.

    Es gibt Verantwortliche der Waldorfschule, die Ramon De Jonghes Buch Recht geben, und damit den desaströsen Zustand der Waldorfbewegung dokumentieren.

    Ramon De Jonghe schreibt im ersten Kommentar zu seinem Artikel „Autoriteit steinerpedagogie: ‘Steinerscholen op het rechte pad krijgen’“:

    „I’ve been asked to give a summary of the above article in English. So here we go.

    An authority in the field of Waldorf education said he had read my book ‘Focus on the steinerschool’ and congratulated me with my efforts ‘to get Waldorf schools on the right track.’ It happens quite often that a Waldorf school authority confirms the content of my book.

    The insider recognizes a lot of things and tried over the years to change things from the inside: history education, math, reading method, ICT etc …

    However, people who want to change things from inside the Waldorf school movement often get dissapointed. Because of Rudolf Steiners obscure ideas on which the Waldorf system is based and who are followed too radical, there is not enough room for renewal. The intention to make a change turns out to be hopeless

    The insider notes that all the good efforts were in vain and that the slight movements of the past months are probably established under the pressure of inspectors of the Ministry of Education.

    Although this must not be taken for granted, because the anthroposophic movement has the habit of deceiving outsiders.

    Meanwhile the steinerschool rigidly adheres to the outdated ideas of its founding father, Rudolf Steiner (read: the pseudoscientific ideas) and ignores what is not in line with what ‘Herr Doktor Steiner’ has said.“

    Quelle: http://www.antroposofia.be/steinerschool/wordpress/autoriteit-steinerpedagogie-steinerscholen-op-het-rechte-pad-krijgen/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.