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Dortmund: Der BVB steht nach dem dramatischen Klopp-KO vor schwierigen Tagen

Foto: Claudia Bender

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OK, auch wenn es mich persönlich, und das gebe ich hier gerne zu, aktuell immer noch ziemlich schmerzt, so ganz kommen wir um das Ausscheiden des BVB aus der UEFA Europa League in Liverpool ja wohl auch nicht herum.

Natürlich kann man in Liverpool verlieren. Man kann auch in der Nachspielzeit verlieren. Aber nach einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung? Das gehört dann wohl schon in die Kategorie der besonders denkwürdigen Fußball-Spiele, wenn letztendlich dann die zwischendurch quasi schon mit einem Bein ausgeschiedene Mannschaft noch durch ein 4:3 in der Nachspielzeit gewinnt. Für die so unterlegene Mannschaft naturgemäß eine besonders harte Nummer. Keine Frage!

Und entsprechend fühlen sich wohl heute auch alle, die es mit dem BVB halten. Das ist dann einer dieser Tage, die man gerne am liebsten sofort vergessen möchte.

Tiefergehende Spielanalysen erspare ich mir und uns damit auch an dieser Stelle! Das würde einen nun eh nicht mehr weiterbringen.

All das Gerede rund um die nervige Klopp-Manie, den Mythos Liverpool, so ist das Alles am Ende dann tatsächlich auch zu einem sportgeschichtlichen Ereignis geworden. Irgendwie passt das zu der Vorgeschichte der letzten Wochen, wenn man mal ganz ehrlich ist.

Und wenn das eigene Team dabei auf der Verliererseite steht, dann tut das immer entsprechend weh. Ist ja auch nicht die erste Niederlage dieser Art in der Geschichte von Borussia Dortmund. Im Laufe der Zeit, musste man so etwas schon häufiger durchmachen. Auch wenn diese Erkenntnis aktuell auch nicht wirklich tröstet. Der Schmerz darüber wird sich wieder legen. Das sportliche Leben wird weiter gehen, wird irgendwann dann auch wieder schönere Zeiten für die Schwarzgelben bereithalten. Ganz bestimmt. Auch wenn es aktuell noch schwer fällt sich das auszumalen, die Eindrücke des Abends für alle die es miterlebt haben noch deutlich zu frisch sind.

Richtet man den Blick nun wieder nach vorne, dann fällt es aktuell aber schon noch schwer neue Konzentration, neue Motivation zu finden. Am Sonntag ein Heimspiel gegen den HSV? Es könnte wohl in den Augen vieler aktuell kaum etwas ‚unwichtigeres‘ geben.

Das Ganze könnte sich allerdings rasch ändern, sollte es dem FC Schalke 04 am Samstag gelingen in München zu punkten. Und auch die Bayern dürften sicherlich nach ihrem Weiterkommen in der Champions League nicht gerade zu 100% motiviert sein, gegen die Knappen. Also, warum nicht dort an eine Überraschung glauben?

Sollte es so kommen, dann würde es sich allerdings als doppelt bitter erweisen, dass der BVB am vergangenen Wochenende in Gelsenkirchen so sehr rotierte, dass er dort über einen Zähler nicht hinauskam.

Da der BVB aber auch in der kommenden Woche das DFB-Pokal-Halbfinale in Berlin gegen die Hertha zu spielen hat, sollte man dem Kick am Sonntag gegen die Hamburger ohnehin eine gewisse Bedeutung beimessen. Nach nun drei sieglosen Spielen in Folge, innerhalb von nur acht Tagen, da täte eine Auffrischung des Dortmunder Selbstvertrauens, gerade auch nach dem jüngsten Niederschlag gestern, ohnehin sehr gut.

Denn sollte auch das Spiel bei Hertha BSC am kommenden Mittwoch mit einer Niederlage enden, und sei sie auch noch so unglücklich, die Saison des BVB könnte tatsächlich bereits Mitte April so gut wie gelaufen sein, nachdem Platz 2 in der Liga aktuell ziemlich zementiert erscheint. Und das wäre nach der tollen Entwicklung unter Trainer Thomas Tuchel in den letzten Monaten dann doch zu schade. Auch wenn das Erreichen des Viertelfinales in der Europa League, des Halbfinales im DFB-Pokal und der Vizemeisterschaft auf dem Papier betrachtet natürlich schon ein großer Erfolg sind. Emotional wäre ein solcher Stimmungsabfall gegen Saisonende allerdings mehr als bedauerlich.

Und was ein solcher Dämpfer für Auswirkungen auf die ohnehin schon stockenden Vertragsverhandlungen mit Micki, Hummels, Gündogan und Schmelzer hätte, darüber denkt man aktuell auch besser mal nicht allzu intensiv nach.

Es erscheint aktuell somit nicht ausgeschlossen, dass dem BVB nach dem gestrigen Last-Minute-KO gegen Jürgen Klopp und sein neues Team, eine größere Umbaumaßnahme im Kader unmittelbar bevorsteht. Eine Chance? Ein Risiko? Die Meinungen werden im Lager der Borussen weit auseinandergehen.

Aber vielleicht sehe ich das Alles heute, so wie vermutlich viele BVB-Anhänger und Offizielle, auch einfach noch deutlich zu negativ…

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20 Kommentare zu “Dortmund: Der BVB steht nach dem dramatischen Klopp-KO vor schwierigen Tagen

  • #1
    Klaus Lohmann

    Das Gefühl, man sieht seit vielen Minuten schon eine Wand auf sich zukommen und prallt trotzdem mit voller Wucht, ohne Chance aufs Ausweichen dagegen, hat man ja glücklicherweise recht selten im Leben. Gestern beim 4. Tor der Reds hatte ich es, und zwar ziemlich gewaltig:(((

    Nach unserem 3:1 auf den "Economy-Modus" runter zu schalten, klappt halt in der Liga oder in Pokalvorrunden einigermaßen gut, wenn man sich an Tuchels taktikzentrierte Vorgaben hält und Ruhe bewahrt. Das hatten wir im letzten Klopp-Jahr nicht drauf und Tuchel hat’s uns neu beigebracht. Aaaaaber damit ging auch dieses bedingungslose 200%-Geben, Hurrafußball der Kloppschen Art verloren, während dieser das eben in Liverpool neu eingeführt hat.

    Die Reds werden die nächsten Ligaspiele auf den Zahnfleisch robben und Liga Liga sein lassen (auch wenn sich da jetzt noch kleinste Chancen auf International auftun). Tuchel hat seinen Saison-"Masterplan" auf diese Endspiele zugeschnitten und muss nun erleben, dass ihm so richtige "Drecksäcke", die ein Spiel in den letzten 15 Minuten mit meistens legalen Mitteln kaputtmachen können, halt fehlen. Da muss beim Einkaufen im Sommer drüber nachgedacht werden.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Und nach dem Spiel gestern deutet ja auch mehr denn je darauf hin, dass einige Kaderpositionen frei werden dürften. Wahrscheinlich erscheint mir aktuell: Micki und Schmelle bleiben, Gündogan und Hummels gehen. Transfererlöse von rund 80 Mio. Euro? Dafür ließe sich schon etwas gestalten. Und Tuchel hat bisher ja nur wenig Einfluss auf den Kader nehmen können. Weigl war wohl sein erster Mosaikstein. Möglicherweise auch Castro. Aber bei dem ging man ja wohl auch noch davon aus, dass Gündogan ginge…. Wird spannend über den Sommer.

  • #3
    Dirk Blauton

    Ich denke auch, dass Gündogan und Hummels (sein Interview nach dem Spiel hörte sich schon irgendwie nach Abschied an) gehen. Der BVB 2016/2017 wird anders aussehen als in dieser Saison

  • #4
    Walter Stach

    Robin, Klaus Lohmann
    1.
    ich bin mir sicher, daß Gündogan gehen wird, was aber den BVB nicht umhauen wird.. Wie oft war er bisher denn insgesamt in der Spielzeit 2o15/2o16 überhaupt dabei -Meisterschaft, Pokal. Euro-lig.?

    Ich neige zu der Annahme, daß Hummels gehen wird. Ich habe aus seinem Interview gestern nach den Spiel gefolgert, daß er sich in der Qualität bessere Mitspieler wünscht als er sie derzeit beim BVB zu haben glaubt. Da er sich zudem derzeit in großartiger Form zeigt, wird es viele zahlungskräftige Interessenten geben -auch Liverpool und Klopp?

    "Mchii"…und Schmelzer`?
    Wenn M. gehen würde, wäre das für die Qualität der Mannschaft ein Verlust,, aber auch der würde aufzufangen sein.

    Wenn Schmelzer geht, wäre das für mich relativ unproblematisch. Hat denn bisher ein Verein zumindest von gleicher nationaler/internationaler Qualität wie der BVB ernsthaftes Interesse an Schmelze bekundet? Kann ich mir nicht vorstellen.

    Wenn alle anderen bleiben und es für "die viele Kohle" aus dem Verkauf von Gündogan und Hummels noch die eine oder die andere Verstärkung gibt, hat der BVB auch 2o16/2o17 wieder realistische Chancen auf die Champ.liga. Und das muß d a s Ziel des BVB sein und bleiben.

    2.
    Naheliegend sind die Spekulationen der Fußball-Fans in Deutschland, nicht nur, aber vor allem auch die der BVB-Fans darüber, welche Auswirkungen das Aus in der Euro-lig auf die restlichen Spiele in der Saison 2o15/2o16 haben wird.

    Für die restlichen Meisterschaftspiele ist das aus Sicht des BVB relativ egal. Der BVB hat seine Ziele erreicht -Vizemeister, Champ.liga – Teilnehmer. Für andere Mannschaft mit Ausnahme des FCB ist das allerdings nicht egal -sh.Plätze für die Euro-lig; sh. Abstiegskampf-. Als BVB-Fan nehme ich ich diese Problematik zur Kenntnis, aber sehr, sehr gelassen.

    Für das Pokal-Spiel in Berlin?
    Tuchel weiß darum, daß eine Niederlage wie die von gestern Abend in Liverpool bei den Spielern unterschiedliche Kurzzeitfolgen haben kann : neuen Herausforderungen ängstlich, resignierend, ja vielleicht sogar gleichgültig begegnen oder sich ihnen zu stellen nach dem Motto: Jetzt erst recht! Und um beide Spieler-typen wird sich Tuchel kümmern. Er wird alles tun, den Resignierenden, den Ängstlichen Mut zu machen und er wird alles tun, die Willensstarken, die "Jetzt erst recht Typen" kräftig zu unterstützen.
    Und nach dem Spiel gestern und dem "Spielerlebnis im Stadion in Liverpool" hat die Mannschaft allen Grund zur Selbstgewissheit, gegen Hertha im Olympia Stadion gewinnen zu können!

    3.
    Kommentierungen zum Spiel gestern und vor allem Schilderungen des Empfindens, des Befinden gestern nach dem Schlußpfiif?
    Dazu ist heute schon viel geschrieben und viel gesagt worden -sh.auch Klaus Lohmann-.
    Deshalb nur einige Sätze dazu:
    Gestern nach dem Schlußpfiff war ich so geschockt , das ich zunächst nichts Anderes wahrzunehmen schien und auch keinen Kommentar abgegeben habe.
    Heute kann ich rückblickend Entsetzen, Erstaunen, Nichtverstehen-Können, Nichtverstehen-Wollen registrieren
    Ich bin aber auch zunehmend fähig zu begreifen, daß es gestern in Liverpool eines der wenigen großartigen Fußballspiele gegeben hat, über die noch nach Jahrzehnten gesprochen werden wird und das eben auch dank des BVB , und ich stelle mit großer Anerkennung an Mannschaft und Trainer fest, daß der BVB über weite Strecken des Spieles gestern internationalen Spitzenfußball geboten hat, den nur Wenige der Mannschaft zugetraut haben, und ich stelle heute zudem fest, daß a.) manchmal nicht die spielstärkste Mannschaft, die spielerisch dominierende Mannschaft gewinnt, sondern dann und wann eben der Kampfes-Wille, die unbändige und bedingungslose Siegermentalität -bis zur letzten Sekunde eines Spieles- entscheidend sein können und daß b.) es im Fußball nicht of, aber immer ‚mal wieder auch in sog. großen Spielen glückliche Gewinner und sehr unglückliche Verlierer gibt; ich erinnere z.B.an die Endspielniederlage des FCB im der Champ.lig seinerzeit gegen ManU in den letzten Minuten des Spieles oder an das Meisterschaftaus von So4 wegen des FCB-Tores in der Nachspielzeit beim HSV. So ist das dann und wann im Fußball ; auch wenn es den negativ Betroffenen sehr weh tut.
    Ich mir ganz sicher, daß alle Fans "jetzt erst recht" hinter ihrer Mannschaft stehen und das beim Heimspiel gegen den HSV lautstark bekunden werden.

  • #5
    b

    ‚Ich mir ganz sicher, daß alle Fans "jetzt erst recht" hinter ihrer Mannschaft stehen und das beim Heimspiel gegen den HSV lautstark bekunden werden.‘

    YNWA täte sich hier anbieten…

  • #6
    Klaus Lohmann

    @Robin, Walter: Nach dem ganzen Hin und Her über Hummels und Ilkays Verbleib oder Abgang in den letzten Jahren will ich da keinen Tipp abgeben, aber eine Überraschung wäre es nicht mehr, wenn beide gingen. Wobei mir grade gestern merhmals durch den Kopf ging, dass z.B. Hummels trotz all seiner Technik und Cleverness eben auch nicht diese "Dreckssau" ist, die so ein Spiel ohne Gefahr nach Hause schaukeln kann. Und Gündogan ist zwar häufiger genial im Spielaufbau und beim Pass in die Tiefe, aber halt nicht immer und nicht immer unabkömmlich fürs Team.

    Unser "Triumvirat" Watzke/Zorc/Tuchel hat jetzt einen – auch finanziell besser aufgestellten – Rahmen rund um die und mit der Mannschaft geschaffen, in den man fast bedenkenlos nach Bayern-Manier beliebig neue Spieler integrieren und auch wieder herauslösen kann. Ich setze also ganz aufs Dreigestirn und vor allem auf Tuchel, um eine für Liga und CL optimal aufgestellte Truppe nach der EM zu haben.

  • #7
    Klaus Lohmann

    @b: Nobby hat YNWA bestimmt schon direkt gestern nach dem Spiel von der Stadion-Festpladde gelöscht…

  • #8
    Walter Stach

    Nachtrag:
    Könnte es sein, daß es "unserem" BVB für die ganz , ganz großen Spiele , für die ganz, ganz großen Siege derzeit an Typen fehlt, die nicht nur überdurchschnittlich gute Fußballer sind, sondern Typen, die während eines gesamten Spieles (!!) weder ihre Konzentration verlieren noch ihren unbedingten Siegeswillen?
    Mir scheint, daß sich vor allem der FCB diesbezüglich ganz grundsätzlich positiv vom BVB abhebt -und zwar auf jeder Position, zumindest auf den meisten Positionen- und gestern eben auch der FC Liverpool, dessen Spieler sogar in der Lage waren, fußballerischen Durchschnitt mehr als nur auszugleichen durch höchste Konzentration und durch unbedingten Siegeswillen bis zur letzten Sekunde?
    Oder haben wir beim BVB diese Typen, die aber gestern -warum auch immer- ihre Konzentration und ihren unbedingten Siegeswillen irgend wann, irgend wo in der II.Halbzeit verloren haben?

    Ich wollte ja "eigentlich" zum Spiel gestern nichts Analytisches versuchen und schon gar nicht im Sinne kritischer Bemerkungen zu den Spielern des BVB, denn die "armen Hunde" habe mit sich selbst genug zu tun, aber………
    Irgendwie bekommt man ja das Spiel, die Spieler und das Nachdenke über das Ob, das Wie, das Warum nicht aus dem Kopf.

  • #9
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Auffällig ist ja schon, dass der BVB seit 2012 die ‚Endspiele‘ , die wirklich wichtigen Begegnungen, zuletzt gerne mal verloren hat. Nur Zufall? Eine echte Schwäche? Ich bin mir aktuell auch noch unsicher. Und so nah an dieser bitteren Pleite bin ich vielleicht aktuell auch noch zu emotional.

  • #10
    thomas weigle

    Tja, es bleibt die unerfreuliche Tatsache zu konstatieren, dass der DFB nur Kroppzeug, die Bayern ausgenommen, in die europäischen Wettbewerbe schicken kann. Wenn es ernst wird, die Messer rausgeholt und gewetzt werden, wird in aller Regel nicht deutsch, höchstens bayerisch gesprochen. Auf Dauer hat es nur der FC Bayern verstanden, wie Fußball in Europa geht, seit jenem 1:0 gegen die Rangers im 67er Jahr. Konsequent haben die ihren damaligen Sieg genutzt. Vor allem im Vergleich zum BVB wird das deutlich,der ein Jahr zuvor ebenfalls diesen Cup geholt hatte, denn als die Bayern dann den nächsten Schritt taten, Meister wurden, sprang der BVB erst am letzten Spieltag ans rettende Ufer.Und als die Bayern den europäischen Fußballgral 74 in den Brüsseler Abendhimmel hoben, schaffte es der damals zweitklassige BVB nicht mal in die allerletzte BL-Aufstiegsrunde. Und selbst den 97er Triumph konnte der BVB nicht nachhaltig nutzen, von den anderen wenigen EC-Gewinnern aus unserem Lande nicht zu reden.

  • #11
    Klaus Lohmann

    @#10 thomas weigle: Tja, wir Schwatzgelben wollen halt auch weiterhin Titel als etwas Besonderes feiern und nicht zu jährlichen Stehpartys mit max. 30.000 Nicht-Münchnern als brav klatschende Modefans verkommen lassen;-)

  • #12
    Walter Stach

    Thomas Weigle, -10-
    das mit dem " Kropgzeug" kann ja wohl nicht "ernst gemeint" sein oder?

    Der BVB hat die Champ.lig gewonnen. Der BVB hat "unglücklich" das Endspiel der Champ.lig gegen des FCB verloren und, und……
    Kroppzeug?

    Aber, und da sind wir uns offenkundig einig, die Bayern schaffen es im Gegensatz zu allen andere Bundesligisten, auch im Gegensatz zum BVB, kontinuierlich -!!- (mit überdurchschnittlich fähigen Trainern) Mannschaften zusammenzustellen, in denen jeder einzelne Spieler -meistens sind das mindestens 18- nicht nur überdurchschnittliche fußballerische Qualitäten hat, sondern auch in der Lage ist, sich ohne Wenn und Aber in das jeweilige, oft wechselnden taktische Systems des Trainers einzufügen , und das einhergehend mit voller Konzentration über die gesamte Spieldauer und einem unbedingten Kampfes- und Siegeswillen bis zu letzten Sekunde.
    Eine solche Mannschaft zusammen zu bekommen, setzt voraus, daß man die von mir beschriebenen Spielertypen sich finanziell leisten kann. Das ist keinem anderen Bundesligisten auch nur ansatzweise ähnlich möglich wie dem FCB.
    Wenn man sich z.B. ‚mal mit den Personaletats des FCB, von Real, von ManCity und den anderen Dauer-Größen im europäischen Fußball befaßt und diese mit denen z.B. des BVB vergleicht, dann………….
    Und ich sehe nicht, daß sich hier dauerhaft etwas ändern kann, z.B. zu Gunsten des BVB.
    Also…
    der BVB hat die Chance, dauerhaft um einen Champ.lig-Platz in der Bundesliga mitzuspielen. Er kann in der Champ.lig "weit kommen" -gelegentlich auch nur in der Euro-lig-.
    Er hat jedoch keine realistische Chance, regelmäßig in einem der europäischen Wettbewerb mindestens das Viertel-Finale zu erreichen. Das schließt ein und nicht aus, daß "man"es ausnahmsweise, wenn das Glück mitspielt,sogar in ein europäisches Endspiel schaffen und dieses sogar gewinnen kann. Das es gestern daneben ging, widerlegt meine Festellung nicht. Der BVB war ja nur Sekunden vom Weiterkommen entfernt -sollte nicht vergessen werden.

    b -5-
    großartige Idee!

  • #13
    kE

    Es ist auffällig, dass bei den größeren Spielen insbesondere im 4. Viertel die Spiele verloren werden.

    Bisher dachte ich immer, dass nach ein paar Minuten Mega-Pressing die Kraft fehlt. Jetzt bin ich mir da nicht mehr sicher.

    Ich frage mich nur, warum immer wieder die englische Liga mit den vielen Spielen und dem körperbetonten Spiel das angebliche Ziel vieler Stars ist. Dann ist aber viel Anpassungsbedarf notwendig.

  • #14
    Walter Stach

    kE
    "Körperbetont" und "viel Anpassungsfähigkeit"………….
    Mit Blick auf die doppelt-, dreifach oder gar vierfach höheren Gehälter in der englischen Liga im Vergleich zur Bundesliga fällt es doch leicht, Bedenken, Probleme der beschriebenen oder anderer Art hinten an zu stellen.

  • #15
    Konstanze

    Tuchel muss weg!!
    Wer gegen Schalke mit einer B-Elf aufläuft, um vermeintlich die Spieler für die Euro-Liga zu schonen, handelt gegenüber Schalke respektlos und hat auf den Trainer-Posten der Borussia nichts verloren!

    Gegen Schalke nicht gewonnen und in der Euro-Liga ebenfalls raus, grausiger kann eine Fußballwoche für einen echten Borussen kaum sein. 🙁

  • #16
    Klaus Lohmann

    Tja Konstanze, und dann, trotz aller Hilfestellung aus der Nachbarstadt, ist die blauweiße Trümmertruppe noch nicht mal in der Lage, eine B-Elf zu besiegen. Das ist beim Anspruch eines "Bayern-Jägers" wohl eine Respektlosigkeit höchster Kajüte gegenüber den anderen Vereinen der Liga…;-)

  • #17
    Walter Stach

    Konstanze,
    S04 Fan?
    Nee, nee, es war für die BVB-Fans schon ein Erlebnis der besonders erfreulichen Art, daß selbst eine B-Elf des BVB der Mannschaft von S04 spielerisch deutlich überlegen war. Und wenn das Ganze dann zu einem Unentschieden geführt und das den 23 (!!)Punkte Vorsprung des BVB vor S04 stabilisiert hat, dann war das von sehr erfreuliche und sehr beruhigende Wirkung für uns BVB-Fans.
    Dass Tuchel gegen S04 nur eine B-Elf nominiert hat, rechtfertigt ganz und gar nicht den Schluß, das sei respektlos gegenüber S04 gewesen. Streiten kann man sich bestenfalls darüber, ob das "Schonen der Besten beim BVB" geboten war oder nicht.
    Gestern hat sich in Liverpool über lange Zeit gezeigt, daß Tuchel im Interesse des BVB mit der Aufstellung gegen S04 absolut richtig gehandelt hat.

    Tuchel ist nach wie vor für den BVB der ideale Trainer, der hoffentlich dem BVB noch lange erhalten bleibt. Und wie steht es auf Schalke um bzw. mit dem Trainer?

    Auch wenn das Ergebnis gestern nach dem gesamten Spielverlauf mit einer Entscheidung in der letzten Minute zu Lasten des BVB für uns BVB-Fans ein Schock war, es war ein großartiges Spiel, über das man noch nach vielen Jahren als Fußball-Fan sprechen wird und an dessen Ergebnis , vor allem an dessen Zustandekommen wir BVB-Fans uns noch Jahren erinnern werden, selbstverständlich nicht freudig, sondern traurig.

    Aber….
    dafür Häme aus S04 – Sicht -nach dem bisherigen Saisonverlauf von So4 -in der Meisterschaft, international, im deutschen Pokal…….?
    Wenn wir BVB etwas brauchen sollten, um uns aufzurichten, dann reicht derzeit ein Blick nach Schalke!

  • #18
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Und bitte nicht vergessen, Konstanze, der BVB ist aktuell der beste Tabellenzweite der Bundesligageschichte. In der Situation, und mit der Vorgeschichte der letzten Saison, nach 3 nicht gewonnenen Spielen, die Trainerfrage zu stellen, das ist schon ein Stück weit absurd. Oder?

  • #19
    Konstanze

    Das vergesse ich nicht 🙂
    Mit der Manschaft von Dortmund hätte der A-Jugend Trainer von Germania Kellenhusen sicherlich gegen Schalke gewonnen und hätte noch Ambitionen auf den Meister-Titel 😉
    Zu den Spielern: Richtige Männer mit Eier in der Hose hätten sich in diesem Spiel (Schalke) nicht kommentarlos auf die Bank gesetzt, sondern hätten ihren Einsatz eingefordert.

    Tuchel kann es nicht!
    Wer gegen Schalke nur mit halber Kapelle spielt, hat in Dortmund nichts verloren! Auch wenn es keine Auswirkung auf die Tabelle hat, ist das ein Spiel des Jahres für alle Borussen und dieses wichtige Spiel mehr oder weniger herzuschenken zeugt davon, das der Trainer nichts über Borussia weiß und ihm die Traditonen der Borussen nicht interessieren ;-)!!
    Unglaublich!

    Das muss man auch nicht schön reden……..

  • #20
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Das habe ich auch nicht schöngeredet. Hat mir auch nicht gefallen:

    http://www.ruhrbarone.de/revierderby-s04-bvb-am-ende-einen-punkt-fuer-jeden-und-trotzdem-zwei-verlierer/125162

    Und trotzdem halte ich Tuchel für den BVB für einen Glücksfall!

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