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Dortmund: Die PARTEI fordert 50 Prozent Damenräder

damenraeder
Nachdem SPD und Grüne beschlossen haben, dass künftig bei Dortmunder Ampeln eine Frauenquote von 50 Prozent gelten soll, legt die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativen – kurz Die PARTEI nach: Auch für Radwegeschilder soll es eine Quote geben.


Nicht nur Ampeln sollen künftig diskriminierungsfrei sein, auch Fahrradschilder. Das fordert die In einer Pressemitteilung hat die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativen – kurz Die PARTEI  – ihre Forderung begründet:

SPD und Grüne haben ganz richtig erkannt, dass es genug ist mit dem
misogynen Terror der Verkehrszeichenlobby. Wir wollen ebenfalls nicht
bei jeder Straßen Überquerung auf unser Gemächt reduziert werden und
fordern die Aktion auszuweiten. Die Radweg Schilder sind der nächste
Schritt, darauf sieht man ausnahmslos HERRENräder!

Wir fordern die DAMENradquote von mindestens 50%!!

Es ist auch in haushaltsklammen Zeiten sehr wichtig, im Detail mit
falschen Rollenvorstellungen aufzuräumen. Wir überlegen uns, wer noch
so alles den Fußgängerweg benutzt und ob hier evtl. eine Maut nicht
auch sinnvoll wäre. Hier könnte Dortmund wieder fiskalische
Kreativität zeigen (Stichwort: “Sexsteuer”).

Als nächstes werden wir uns aber um die Fußweg Verkehrszeichen
kümmern, die immer so aussehen, als gehe entweder die Zuckerfee oder
ein böser alter Mann mit dem Kind. Anschließend werden wir die
Ampelfrauen wieder abschaffen, da sie ein einseitiges Frauenbild
vermitteln.

Der PARTEI ist wichtig zu betonen, dass das nur geschehen soll, wenn
Radweg Verkehrszeichen sowieso ausgetauscht oder neugebaut werden
können.

RuhrBarone-Logo

4 Kommentare zu “Dortmund: Die PARTEI fordert 50 Prozent Damenräder

  • #1
    Norbert

    Immerhin ein paar Politiker erkennen, dass berockte Frauensymbolbilder das Gegenteil von gendersensible Politik ist, sondern Geschlechterrollen zementiert. Und das ist den Grünen sicherlich gar nicht so unrecht, wenn es nicht Pflicht oder sondern Selbstentfaltung heißt, wenn die Frau zu Hause bleibt und berockt die Kinder in den Waldorfkindergarten bringt. Bei der SPD ist es dar AWO-Kindergarten und die Frau bleibt zu Hause, weil dass zeigt, dass man sich das leisten kann.

  • #2
    keineEigenverantwortung

    So richtig gefällt mir der Vorschlag nicht.

    Es würde dann ja nur Herrn- und Damen-Fahrräder auf den Schildern geben.
    Das schreit förmlich nach Diskriminierung.

    Es bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr genügend Ressourcen bei den Verwaltungen zur Verfügung gestellt werden, damit geklärt werden kann, welche Fahrradtypen abgeildet werden sollen. Alternativ kann dann auch geklärt werden, ob nicht gleich auf einen Unixsex Fahrradtyp zurückgegriffen werden kann.

    Bei der Gelegenheit sollten dann auch alle Fahrradprodukte, die geschlechtsspezifische Besonderheiten haben und nur bestimmten Zielgruppen dienen, verboten werden.

  • #3
    Milo Posuhibe

    Was heißt hier überhaupt Fußgängerweg. Es findet sich das Wort Fußweg doch sogar noch im Text. Warum nicht gleich Bürgersteig? Dann könnte Mann neben Frauen auch endlich die ganzen Flüchtlinge und Touristen da runter schmeißen. Oder sollte es „Füßgänger weg!“ heißen und als Motto für die Dortmunder Verkehrspolitik vorgeschlagen werden?

    Mensch müßte noch eine Sprachregelung finden für Menschen die ohne Fuß auf benanntem Weg unterwegs sind. Und wo bleiben überhaupt in der Diskussion die Ampelrollstuhlfahrerchen und Ampelrollstuhlfahrerinnenchen?

    Muss ich mir eigentlich noch einen Hut und einen Rock kaufen um demnächst auch wirklich über jede Ampel gehen zu können? Und demnächst dann auch noch einen Rollstuhl? Ist das vielleicht ein Konjunkturprogramm für den Einzelhandel.

    Kann man nicht überhaupt nackte Menschen abbilden? Wäre es nicht in modernen Zeiten sogar möglich individualisierte Ampelpersönchen via Nacktscanner auf die Ampeln zu projizieren? Am Besten auf Großleinwand wegen der Sichteingeschränkten Menschen. Wer an der Ampel wartet sieht so genau, dass er&sie jetzt gehen darf oder stehen bleiben muss.

    Fragen über Fragen.

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