Tag der Entscheidungen: Die ‚Kleinen‘ steigen ab – Der ‚Dino‘ zittert, lebt aber noch!

In Hamburg muss noch um den Ligaverbleib gezittert werden. Der Rest der Liga kann die neue Saison planen. Foto: Daniel Jentsch
Beim HSV muss weiterhin um den Verbleib in der 1. Liga gezittert werden. Der Rest vom Oberhaus kann nun planen. Foto: Daniel Jentsch

Es war gestern tatsächlich das von Millionen Fußballfreunden so erwartete spektakuläre Ende der an der Spitze längst gelaufenen Bundesliga-Saison. Der Samstagnachmittag brachte zum Saisonfinale im Fußballoberhaus wieder einmal alle möglichen Facetten an großen Emotionen an die Oberfläche. Freudentränen bei Fans, Spielern und Offiziellen, aber natürlich auch tiefe Trauer und Bestürzung. Selbst Frust und große Wut waren mancherorts zu beobachten als die die Eliteliga die Saison 2014/15, die finale 34. Runde, hinter sich gebracht hatte, die Hoffnungen der einzelnen Teams sich danach erfüllt hatten oder zerstört wurden.
Und obwohl in einer repräsentativen, großen Umfrage im Vorfeld rund 80% der Befragten äußerten, dass sie den Abstieg am ehesten dem Bundesliga-Dino, dem Hamburger SV, gönnen wurden, kam es am Ende anders. Der HSV rettete sich nach einem 2:0-Sieg gegen einmal mehr erschreckend schwache Schalker noch auf den Relegationsrang, darf nun gegen den Tabellendritten im Unterhaus, welcher heute Nachmittag in Liga 2 aus den Mannschaften Darmstadt, Karlsruhe und Kaiserslautern ermittelt werden wird, um die Fortsetzung seiner 52-jährigen Ligazugehörigkeit spielen. Klarheit gibt es für die Hansestädter dann erst am 01. Juni, wenn auch das Rückspiel der Relegation gespielt sein wird.
Direkt ‚erwischt‘ hat es gestern mit dem SC Paderborn den wohl klarsten Außenseiter der Bundesligageschichte und mit dem SC Freiburg den zweiten ‚Kleinen‘ im Konzert der ‚Großen‘. Stuttgart, Hannover und Berlin wird man hingegen in der kommenden Spielzeit erneut bzw. weiterhin in der 1. Liga sehen.

 
Aus Sicht der ‚Underdogs‘ ist dieser Ausgang sicherlich sehr schade und enttäuschend, hatten sich beide Absteiger doch nach Kräften gewährt, hatten über die Saison hinweg mehr als einmal großes Pech. Aus neutraler Sicht und im Sinne der Liga allerdings ist dies aber wohl die vermeintlich ‚beste‘ Lösung der Abstiegsfrage, wird die Liga, in welcher zunehmend viele ‚Werksclubs‘ spielen, mit Ingolstadt auch in der kommenden Spielzeit ein weiterer ‚Kleiner‘ hinzukommen wird, so nicht noch weiter nach und nach von ihren sogenannten ‚Großen‘, den ‚Zuschauermagneten‘ befreit, bleiben nun möglicherweise sogar alle großen Traditionsclubs für ein weiteres Jahr mit dabei. Und sollte Kaiserslautern den Aufstieg noch irgendwie schaffen, stünde zumindest auch ein weiterer Zuschauermagnet für die ganz große Bühne bereit.

 

Wie im Vorjahr rettete sich Hamburg in die Relegationsspiele. Bruno Labbadia, erst vor wenigen Wochen noch als Retter verpflichtet, hält die Chance auf den Klassenerhalt, trotz der vor dem Spieltag eher ungünstigen Ausgangslage, damit am Leben. Immerhin 10 Punkte aus sechs Spielen lautet am Ende seine Ligabilanz mit den Hansestädtern. Und egal auf welches Team der ‚Dino‘ in den beiden Entscheidungsspielen nun treffen wird, ob Karlsruhe, Darmstadt oder doch Kaiserslautern (alles Ex-Clubs vom HSV-Coach übrigens), der HSV dürfte als Favorit in die Relegation mit dem Zweitligadritten gehen.

 
Gar gerettet sind seit gestern schon die Teams aus Hannover und Stuttgart. Während Hannover dazu, nach guter Vorrunde, im Jahr 2015 ganze zwei Siege reichten (einer davon gestern beim 2:1 gegen Absteiger Freiburg), hat der VfB Stuttgart mit zum Schluss drei Siegen in Folge, einen wahren Kraftakt hinter sich gebracht. Vor allem auch einer im Saisonendspurt deutlich verbesserten Offensive sei Dank. Trainer Huub Stevens, welcher die Schwaben auch schon im Vorjahr vor dem Abstieg rettete, bleibt damit nicht nur persönlich ‚unabsteigbar‘, die Stuttgarter hatten bei ihrer Rettung wahrlich auch das perfekte Timing: Ausgerechnet nach dem 34. und letzten Spieltag befindet sich der VfB erstmals in diesem Jahr nun nicht mehr auf einem Abstiegsplatz! Das nennt man wohl echte Maßarbeit!

 
Und die beiden Absteiger?
Während man in Paderborn sicherlich, auch wenn man nach der Hinrunde überraschender Weise noch im scheinbar gesicherten Mittelfeld der Liga stand, von Anfang an wusste, dass es sehr schwer werden würde mit diesem Budget, mit diesen Arbeitsbedingungen und dem kleinsten Stadion der Liga die Klasse zu halten, das Abenteuer Bundesliga so insgesamt von Anfang an ohne großen Druck angehen konnte, es mit einer sehr respektablen Leistung absolvierte, endet für den SC Freiburg nach sechs Jahren in der 1. Liga eine Rekordzeitspanne im ‚Konzert der Großen‘.

 
Beide Teams hatten sportlich durchaus und mehrfach die Chance auf eine längere Ligazugehörigkeit. Doch der direkte Wiederabstieg für Paderborn bzw. der insgesamt vierte Abstieg des SC Freiburg sind am Ende wohl auch eine Frage der (finanziellen) Möglichkeiten und somit auch der Qualität an den eher kleinen Standorten. Paderborn-Trainer Andre Breitenreiter brachte es in eine ersten Reaktion nach dem Spiel gestern, der 1:2-Heimniederlage gegen Stuttgart, vielleicht schon auf den Punkt, als er sagte: „Geld schieß Tore!“ Klingt vielleicht als Erklärung zunächst zu simpel, ist aber am Ende eben doch auch vieles Wahres dran!
Das ‚Gute‘ daran, wenn man denn so will: Sowohl Freiburg als auch Paderborn wird der Abstieg sicherlich nicht wirklich dauerhaft umwerfen. Beide Clubs sind in der Lage diesen gut zu verkraften, sich zukünftig neu aufzustellen und eventuell auch schon bald zurück zu kommen ins Oberhaus.

 
Seit gestern herrscht nun also Klarheit über die Ligazugehörigkeit. Zumindest bei den weitaus meisten Clubs. Und ob man als Fußballfan nun noch ein paar Tage weiter um bzw. mit dem ‚Dino‘ aus dem hohen Norden zittern mag, dass liegt sicherlich jeweils ganz im Auge des jeweiligen Betrachters… Für den Rest der Teams beginnt nach einer kurzen Sommerpause (und nach dem Pokalfinale zwischen Wolfsburg und Dortmund in der nächsten Woche natürlich) dann auf jeden Fall auch schon bald wieder die Vorbereitung auf eine weitere Saison auf der ganz großen Fußballbühne in der 1. Bundesliga. War am Ende also insgesamt dann doch wieder unterhaltsam und spannend, auch wenn die Bayern schon seit gefühlten Ewigkeiten die Meisterschaft sicher hatten…

 
Auf ein Neues dann in der Spielzeit 2015/16! 🙂

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ichoderdu
ichoderdu
7 Jahre zuvor

Ganz große Frechheit was sich Schalke da erlaubt hat. Naja dann auf ein neues Projekt Abstieg für den HSV in der nächsten Saison. Hat ja auch was für sich wenn die Fans die ganze Saison leiden müssen.

thomas weigle
thomas weigle
7 Jahre zuvor

Hessenderby in der Bundesliga-unglaublich!!!!!! Ganz fette Glückwünsche nach Darmstadt.

thomas weigle
thomas weigle
7 Jahre zuvor

Schade eigentlich, dass mit di Matteo. Den hätte ich S04 gerne noch länger gegönnt. Diese Nichtsnutze. Erst mit einem Grottenkick gegen Paderborn gewinnen, mit einem ebensolchen den HSV gewinnen lassen.
Das waren gestern und heute für einen Hessen Fußballnachmittage wie gemalt. Die 98 oben und der FSV dringeblieben. Die Torjägerkanone in Frankfurt und ein Sieg gegen die heißgeliebte Werkself. So viel Fußballfreude kommt in Hessen eher selten zusammen. Jetzt muss nur noch der OFC, der ja letztlich die Hauptursache für den 98er Aufstieg war, gegen Magdeburg den Aufstieg in die 3.Liga schaffen.

Robert Müser
Robert Müser
7 Jahre zuvor

Donnerwetter, welche erwartbare Überraschung in Gelsenkirchen …

Nun, dort wird der Übungsleiter auch dann in die Früh-Pension geschickt, wenn die Mannschaft auf Platz 3 steht.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
7 Jahre zuvor

Schön, das alles;-) Der BvB grottet sich durch seine, zumindest bis zur Saisonhälfte mieseste Jahresleistung aller Zeiten, rettet sich auf Platz 7 und einem evt. Pokalgewinn und bekommt durch die Bank zum Ende Applaus, Tränen, TV-Specials über Klopp und Kehli, Glückwünsche und staunende Blicke der Konkurrenz. Die blauweißen Nachbarn haben (außer einem Titel) ein ähnliches Saisonergebnis, standen punktemäßig *immer* weit besser als der BvB und ernten Chaos, Häme, Angst, Hass, Beschimpfungen, Entlassungen/Suspendierungen…:))

Übrigens haben Leute wie Breitenreiter mit ihren "Geld schießt Tore!"-Sprüchlein mal wieder unrecht. Im Vergleich zu Hoffenheim, die vor Jahren den Durchmarsch in die erste Liga schafften, sind die Darmstädter Lilien sowas wie Omas Sparbuch gegen Deutsche Bank.

leoluca
leoluca
7 Jahre zuvor

Nachdem Di Matteo gestern Abend per TV seine abwartende Defensivtaktik preis gegeben hatte, die er dem Tabellenfünften – vollgepackt mit Offensivtalenten – gegen den wackligsten Abstiegskandidaten vorgegeben hatte, da hatte er seine Entlassungsbegründung bereits selbst geschrieben.

Dass ein paar Nichtschalker das jetzt mal wieder besser wissen, ist noch das geringste Problem für den Club. Da ist soviel Druck im Kessel, dass das vermutlich erst der Anfang einer neuen Unübersichtlichkeit aus Stützen und Stürzen war, die Schalke in diesem Sommer bevorsteht.

leoluca
leoluca
7 Jahre zuvor

@Robin Patzwald

Der Support für die Schalker Mannschaft war, zu Hause wie auswärts, fast bis zum Saisonende voll da. Egal, ob sie siegte oder verlor, mäßig oder besser spielte, Beifall und Unterstützung gab es immer, so dass mir das manchmal schon zu viel des Guten war.

Wenn die Schalker Mannschaft sich in den letzten Saisonspielen, als der Fanaufstand von Mal zu Mal anwuchs, so reingehängt hätte wie der BvB in seinem letzten Saisonspiel gegen Bremen, wäre es dazu nicht gekommen.

Kurios ist, dass in dem Maße, in dem die Langzeitverletzten (Farfan, Draxler, Goretzka…) zurückkehrten, das Spiel immer schlechter wurde. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Trainer überfordert und immer weniger Bindung zum Team hatte. Er hat irgendwann im Laufe der Rückrunde, die eigentlich recht gut begann, seinen Einfluss auf die Mannschaft verloren und nicht zurückgewinnen können.

Das war in Dortmund ziemlich anders, wo Klopp die Wende zum Besseren noch mal hingekriegt hat.

Auf Schalke wird derzeit nicht nur absolut schlechter Fußball zum Abgewöhnen gespielt, man hat auch große Sorge, ins Mittelmaß der Liga abzurutschen bzw. bereits durchs Mittelmaß zu gehen, während die Verantwortliche eigentlich bis zum Fanaufstand nichts anderes taten als sich die Lage schön zu reden.

Damit ist jetzt Schluss und das ist auch gut so. Endlich passiert was. Und so turbulent die MV im Juni auch werden wird, besser jedenfalls als diese ewige Schalker Folklore von Tönnies u.a., die alles zukleisterte.

Robert Müser
Robert Müser
7 Jahre zuvor

Hmmh,
schwieriger Fall, die Schalker und ihre Trainer …

Da Kontinuität, Rückhalt für den Übungsleiter oder andere böse Dinge dieser Art in Schalke eher Fremdwörter sind. wie wäre es mit einem neuen innovativen Konzept?

Die Lösung wäre der "Einweg-Trainerpool"!

Es werden n+1 Trainer in den Trainerpool gesteckt und einer davon zum aktuellen Übungsleiter bestellt. Je nach aktueller Stimmungslage der Schalker Vereinsführung wird der aktuelle Trainer entlassen, wenn (Zutreffendes ankreuzen) der Sieg zu niedrig [ ]; ein Unentschieden zu banal [ ] oder die Niederlage zu hoch [ ] war …

Ist der Pool an Trainer verbraucht , nachfüllen oder hilft der Loddar ansonsten gerne weiter …

🙂 🙂 🙂

leoluca
leoluca
7 Jahre zuvor

Ja, Schalke ist ein sehr dankbares Thema, damit werden in den kommenden Tagen nicht nur viele Zeitungen, Online-Texte und Werbeminuten verkauft, da kommen sogar solche Honks wie unter #12 auf ihre Kosten.

thomas weigle
thomas weigle
7 Jahre zuvor

"Passieren" tut auf Schalke immer was. Und heuer jährt sich zum 50 x der erste Bundesligaskandal, die dadurch verursachte wundersame Rettung einen Vereins namens S04, sowie der Bundesligaaufstieg der vielgeliebten Bayern und der erste der "Fohlen".

WALTER Stach
WALTER Stach
7 Jahre zuvor

Robin,
es gibt ja nur den einen deutschen Trainer von anerkannt internationalem Format, der zur Zeit frei ist!

Allein die satirisch gemeinte Andeutung einer solchen Möglichkeit durch mich gegenüber BVB-Freunden hat dazu geführt, daß die mich für verrückt erklärt haben.

Aber allein das Nachdenken über etwas, was möglich wäre, belebt ja bekanntlich die Phantasie und befeuert die Debatte, vor allem, wenn diese wie hier ausschließlich auf Spekulationen fußt.

thomas weigle
thomas weigle
7 Jahre zuvor

Der Jurassicpark konnte leider erneut nicht geschlossen werden. Ärgerlich das.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
7 Jahre zuvor

Erst Blatter, dann der HSV – eine frustrierende Horror-Woche voller "Untoter"…

WALTER Stach
WALTER Stach
7 Jahre zuvor

Irrtiert bn ich, wie relativ gelassen, wie nur so nebenbei viele Fußball-Fans im allgemeinen, die Sportjournalisten im besonderen mit der katastrohalen Fehlentscheidujng des Schieri Gräfe-wieder einmnal !!-umgehen.
Vermutlich hätte es einen Aufschrei der Empörung bei den Sport-journalie gegeben, wenn Gräfe eine vergleichbare Entscheidung zu Lasten des HSV getroffen hätte.
Kompliment an Spieler und Trainer des KSC für ihren Umgang mit dieser Katastrophen-Entscheidung von Gräfe.
Mich treibt dieser Ärger um Gräfe und seine Entscheidung gestern jedenfalls mehr um als das Getöse umd die FIFA des Herrn Blatter.

WALTER Stach
WALTER Stach
7 Jahre zuvor

Nachtrag:
Sollte nicht diese sog. Relegation gänzlich abgeschafft werden? Sie war ja nach meiner Erinnerung nicht stets fester Bestandteil der Auf-Abstiegsregelung Bundesliga/Zweiteliga.

Wenn eine Mannschaft, hier der HSV, am Ende der Spielzeit den drittletzten Tabellenplatz belegt, dann hat er sich den Abstieg "redlich verdient" und wer am Ende der Spielzeit den dritten Platz in der 2.Liga belegt, den Aufstieg.
Diese Relegation hat für mich irgerndwie etwas Perveres, das nicht zu unserem Sport paßt.

WALTER Stach
WALTER Stach
7 Jahre zuvor

Robin,
ja, die Relegationspiele bieten unbestritten -sh.gestern-einen besonderen Nervenkitzel.

Das ändert aber nichts an meiner Feststellung, nach der ich die Relegation für sporltich unfair halte. Hier hängen Wohl und Wehe zweier Vereine an zwei Spielen. Ist es nicht sporltich fairer, daß die in einer ganzen Saison erbrachten Leistungen für eine so gravierende Entscheidung wie Aufstieg/Abstieg bestimmend sind?
Aber vermutlich ist es gerade der besonderen Nervenkitzel – einhergehend mit hohen Einschaltquoten-, der den DFB nicht von den Relegationsspielen abringen wird. Um sporltiche Fairnis geht es bekanntlich dem DFB, wenn er etwas regelt, so wenig wie der FIFA.. Zumindest ist sporltiche Fairnis nicht einer der entscheidenden Hanldungsmaxime für die großen Fußballverbände.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
7 Jahre zuvor

So, der erste "Untote" hat sich von selbst erledigt, nun muss nur noch den HSV irgendein Schicksal ereilen, vielleicht Lizenzentzug wg. zuviel Schulden o.Ä. Die Möglichkeiten für "völlig ungerechte Behandlung" im Fußball sind ja gottseidank recht vielseitig und umfangreich;-) Da weiß man auch, weshalb Wrestling in den USA immer noch so ein Renner ist.

Arnold Voss
7 Jahre zuvor

Da muss ihm aber Jemand sehr zugesetzt haben. Und was denken jetzt die, die ihn gewählt haben?

thomas weigle
thomas weigle
7 Jahre zuvor

@ Walter Stach Die Relegationsspiele sind aber ein gut eingeführtes Fußballprodukt allüberall in Europa und bei uns bis in die untersten Ligen. Problematisch ist es m.E. nur, wenn wie im Falle der heutigen Regionalligen die Meister in die Relegation müssen. Andererseits wirst Du dich sicher genau wie ich an die Aufstiegsspiele zur Bundesliga erinnern. Der Klartextverlag hat diesen Spielen dankenswerterweise ein literarisches Denkmal gesetzt. "Höllenglut an Himmelfahrt."
Wie schön, dass Blatter die Flatter macht, ob der HSV dieselbe macht @Klaus Lohmann, wäre zu wünschen. Ich fürchte aber, dass dieser "Untote" seine Zähne in irgendwelche Geldsäcke, von denen es in Hamburg einige gibt, schlagen wird. Und überlebt.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
7 Jahre zuvor

@#23 WALTER Stach: Ein Erlebnis, welches ich mein Leben lang mit sehr konkreten Bildern im Kopf NIE vergessen werde, war unser Relegationsrückspiel '86 gegen Fortuna Köln. Insofern hat diese Institution schon ihre Berechtigung, auch wenn sie nach der bisherigen Statistik wohl nur erschaffen wurde, um Bundesligisten schwerer absteigen zu lassen;-)

@#25 Arnold Voss: Die denken "Schei.e, war der Saukerl schon wieder cleverer als wir" und müssen demnächst einer nach dem anderen in diese großen, schwarzen Vans einsteigen.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
7 Jahre zuvor

@Robin: Puuh, <schüttel>, das wäre nach der Grottensaison mit Pal Csernai und Reinhard Saftig als sein "Retter" wohl für lange Jahre eine wiederholte "Heimat" in der 2. Liga geworden.

WALTER Stach
WALTER Stach
7 Jahre zuvor

Robin, Klaus,Thomas:

Ja, auch für mich gibt es einige Erinnerungen an hochdramatische Relegationsspiele, so auch an das "unseres BVB".
Aber….
mich "stört" dieses Verdrängen einer für die jeweiligen Vereine außerordentlich wichtigen Entscheidung auf dieses eine Spiele, obwohl dazu eine ganze Saison hinreichend Gelegenheit bot und zu Ergebnissen geführt hat: Drei Mannschaften steigen ab. Drei Mannschaften steigen auf.
Ich halte das letztendlich auch für die fairer Lösung.

Ich kann im übrigen nicht erkennen,daß die Fußballfunktionäre in den Verbänden, in den Vereinen über die Abschaffung dieses Relegation nachdenken. Insofern ist es müßig, daß ich dazu Bedenken geäußert habe.

Arnold Voss-25-
"…die ihn gewählt haben."
Arnold,
wenn Du im Zusammenhang mit dem organisierten Fußball nebst FIFA "irgendwie" demokratisch Relevantes im Sinne haben solltest, z.B. bezüglich der Wahlen in Vereins-,Verbandsgremien, dann liegst Du damit , sorry, völlig daneben. Die FIFA hat mit Demokratie so wenig zu tun wie die kath.Kirche.

thomas weigle
thomas weigle
7 Jahre zuvor

@ Walter Natürlich ist die von Dir favorisierte Lösung fairer, auch der Kampf um Platz drei kann alles in den Schatten stellen, was die Relegation zu bieten hat. Ich erinnere an jene hochdramatischen letzten Minuten in BL 2 2003 als die Frankfurter Eintracht in den letzten zehn Minuten vier Tore gegenüber Mainz aufholte und den Faschingsverein samt Klopp in ein Tal der Tränen stürzte. Gut, ein Tor ging auf das Braunschweiger Eintrachtkonto,. Ich habe so laut geschrien, dass selbst unser stocktauber Hund in einem anderen Hausteil aufmerksam wurde. Denken wir an das Abstiegsdrama 99, die Radiokonferenz ist Kult geworden. Aber dennoch ist die Reli eine feine Sache, Sekt oder Selters. Viel Geld ist außerdem zu generieren.
Andererseits haben sowohl der KSC als auch Holstein unglücklich verloren. Dadurch gewinnt deine Argumentation zusätzlich an Gewicht.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
7 Jahre zuvor

@WALTER Stach: "Drei Mannschaften steigen ab" – Hm, genau das ist aber für die jeweilige Liga gegenüber der unterklassigen Liga nicht unbedingt gewünscht, denn das Erreichen der jeweils höherklassigen Ligen soll schon irgendwie belohnt/beschützt werden, um die Anzahl von "Fahrstuhlvereinen" (wie einst Bochum) möglichst klein zu halten und die Finanzplanung solcher Vereine nicht zum Glücksspiel werden zu lassen.

Es war allerdings mit der bis 1982 mehrgleisigen 2. Liga etwas klarer, denn da gab es nur Aufstiegs-/Qualifikationsspiele zur Bundesliga.

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