Duisburg – „Wo das geht, geht alles“ – Ein Essay (ein Versuch)

Dispargum, Tusburch, Duisburgum Doctum, Duisburg am Rhein also, 2010 schien es erneut erledigt, unumstößlich diesmal. Nach weit über 1000 Jahren Stadtgeschichte wirkte dieses Duisburg, fünfzehntgrößte Stadt Deutschlands, wieder einmal wie ganz und gar kaputtgegangen, vollkommen kaputtgeschrieben, für dumm verkauft in den und an die Medien der Welt.

„Kaputtgeschrieben“
Kaputtgeschrieben wurden schon die Kumpels und Stahlkocher, als man sie einst ausmusterte, arbeits- und lebensunfähig gemacht von Staublunge, Blei oder Zinkdämpfen in Blut und Nerven.
Wie Manfred, mein Halbbruder, Sohn eines im Nachkriegsherbst `47 durchreisenden Binnenschiffers aus den Niederlanden, eines eben nicht nur über die Wellen fliegenden Holländers, sondern auch den frischen Rheintöchtern am Duisburg-Wanheimer Ufer zugewandt.

Einer mit Frau und Kind zumindest noch im Süddeutschen, wie meine Mutter in spe feststellen musste, als sie ihm rheinaufwärts nachreiste, liebeskrank. Da war die gebürtige Kolbergerin Edith Krolow aber doch froh, in diesem bereits zum x-ten Male ruinierten Duisburg – mit 9000 Tonnen Sprengstoff allein bei einem von 331 Luftangriffen gründlich ins Gesichts- und Geschichtslose gebombt – war sehr froh, nach dem promisken Binnenschiffer Monate später im Biergarten des Wanheimer Tanzlokals „Rheinlust“ noch auf einen Stettiner, genauer: einen Stargarder, zu treffen, meinen Vater Horst Waldemar Herholz. Man stammte quasi aus derselben Ecke, kam sich pommersch nah und kroch schließlich unter dieselbe Decke.

Totentanz
2010, dieses Mal jedoch hatte sich Duisburg ganz allein und selbst den Rest gegeben. Und hatte sich doch gerade erst grell maskiert zum Europäischen Karneval, geschminkt für die Dauerfeier keiner Kunst-,
sondern Kulturhauptstadt. Hatte aufgetrumpft über Festival- & Fun-Fassaden mit All-you-can-party, Hip & Hop, Drug & Fuck und Tits ohne Top auf den Floats, den dahintreibenden Lautsprecherwagen des großen ravenden Totentanzes, der Lalaloveparade. Der WDR zeigt bis in den späten Abend hinein auf einem jener im Kreis festgefahrenen Lovemobiles im Schotter des stillgelegten Güterbahnhofs auch eine an der Stange tanzende Halbnackte. Tabledance zu wummernden Bässen, ein hohler Basso Continuo, der allen Schrecken übertönte und nicht erst jetzt jedem jedes Mitgefühl lärmend austrieb.

Alles schon da gewesen

Eine Tragödie ohne Schuldige?

Duisburg steht seit jeher mit dem Tod auf Du und Du. Alles schon da gewesen. Römer, Franken, Normannen, Königspfalz, Kämpfe, Plünderungen, Besatzer. Judenpogrom 1350, Überfall des Kölner Erzbischofs, Bildersturm, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, KZ Ratingsee in Meiderich als Außenstelle Sachsenhausens und Buchenwalds, Stahlkrise, Zechensterben.
Aber ausgerechnet mit einer Techno-Party hat Duisburg es zu guter Letzt allen doch noch so richtig gezeigt, abyssus abyssum invocat, der Abgrund hat den Abgrund gerufen. Endlich wurde Duisburg weltweit wahrgenommen: als namhafte Nekropole von Rang und Schmierentheaterbühne, nicht nur für Politikerdarsteller. Allerdings war Duisburg bereits vor wenigen Jahren, am 15. August 2007, schon einmal für ein paar Tage eine mediale Hauptstadt der Toten, nach den `Ndrangheta-Anschlägen auf sechs Italiener vor dem Ristorante „Da Bruno“, unten in Klöckners „Silberpalais“ am Duisburger Hauptbahnhof (heute von Immobilienriesen und den Nude Estates auf Guernsey verwaltet). Das „Silberpalais“ liegt nur ein paar Steinwürfe entfernt von jener Güterbahnhofbrache, von jenem tristem Bauerwartungsgelände, das sich großspurig schon einmal Duisburger Freiheit“ nennen durfte, von jenem Tunnel an der Karl-Lehr-Straße, der für 21 Menschen bei der Loveparade vom 24. Juli 2010 zur tödlichen Falle wurde.

Anything goes
In „Buch drei“, einem Programmklotz der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010, hieß es vorher vollmundig:
„In der Metropole Ruhr geht man im Namen der Liebe wieder auf die Straße. Die Loveparade (…) lebt die Vision von der Metropole Ruhr. (…) Sie lässt bis mindestens 2011 die Erde und die Herzen im Ruhrgebiet beben. Wogende Menschenmassen.“
Und ein bei einer Hamburger Werbeagentur eingekaufter Dummdeutsch-Slogan der Kulturhauptstadt dröhnte begleitend „Wo das geht, geht alles.“ Der Loveparade (von der Ruhr.2010 unterstützt, aber nicht organisiert) ist es schließlich gelungen, diese obszöne Wahnvorstellung Wirklichkeit werden zu lassen. Sicher, eine Katastrophe war nicht zwingend vorauszusehen, wurde aber doch immer wahrscheinlicher und liegt in einer mastergeplanten Kulturkampagnen-Logik, die weltweite Aufmerksamkeit, Standort-Ranking-Erfolg um fast jeden Preis will:
Wo alles gehen soll, geht am Ende eben auch das Ungeheuerliche.
(Mehr dazu unter: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Loveparade-Absage-waere-laut-Gorny-eine-Blamage-id2425980.html )

Durchatmen möglich
Nach der Loveparade hat zudem der verlogen inszenierte Ruß- und Rostschmuh aus 28 Jahren Schimanski-Krimis eine Stadt erneut eingeholt, die tatsächlich dabei war, sich langsam vom „Strukturwandel“ zu erholen, sogar von diesem Wort selbst.
Im Duisburger Zentrum blühen Urbanität und Kommerz zugleich auf zwischen neuem Einkaufszentrum Forum, Spielcasino und Stadttheater am König-Heinrich-Platz. Und nicht weit davon entfernt kann man im Innenhafen am Wasser flanieren zwischen Jüdischem Gemeindezentrum, Marina und Museum Küppersmühle, sich umschauen in Ateliers und Restaurants.
In Duisburg kann man sie durchaus finden, die Stellen, die Plätze, an denen aus nichts ‚etwas‘ wird. Es gibt Orte hier, die sind genau wie Leipzig, Hamburg, Berlin oder Amsterdam, es gibt Stellen in Duisburg, an denen kann man tatsächlich atmen.

Seniler Saftsack Schimanski
Doch in den Medien wirkt Duisburg jetzt erneut so verlässlich hässlich wie immer schon in den Kulissen rund um den abgetakelten Asphaltcowboy Schimanski und dessen garantiert gefühlsechte Underdog-Protzerei. Nicht nur Duisburgern dürfte beim Anschauen des 2007er Rührstücks „Tod in der Siedlung“ aufgefallen sein, dass die Kameraleute ihren gefaketen Menschenmüll und dessen Wohnkloaken tatsächlich oft in Köln oder anderswo abfilmten, weil es Schimanskis Duisburg so entstellt überzeichnet niemals gegeben hat.
Jetzt droht der Schimmi-Proletkult gemeinsam mit dem neuen TOTORT-Image von Duisburg das Bild der Stadt für lange Zeit festzuschreiben. Und  Oberbürgermeister, Polizeiobere und smarte McFit-Betreiber (Slogan: „Einfach gut aussehen.“) gaben vor den Medien und in deren Kommentaren ein erschreckendes Gruppenbild ab: als Parvenüs, kleine Mitläufer des großen Geldes, vorauseilend Gehorsame, denen die Stadtkultur eine Beute zu sein schien, für sich und für andere.
Duisburg, jetzt ist es wirklich gezeichnet, nicht allein von dem, was Hannah Arendt einmal die gedankenlose Banalität des Bösen nannte, sondern viel schlichter noch: von einer auf allen Ebenen gewinnfixierten Bösartigkeit des Banalen.

Abgetrennt vom kosmopolitischen Rhein
Was die Schimanski-Krimis zum Milieu verklären, zur Kulisse seniler Saftsäcke, müsste eigentlich ganz neu erklärt, ganz anders erzählt werden.
Obwohl, es gab und gibt es, das trostlose, das ungetröstete Duisburg: Vorhölle entfremdeter Arbeit und ums Überleben kämpfender Familien, eine zerstörte und ausgeplünderte Stadt, die für jeden Investor neu geopfert wurde, mit unsichtbaren Gewinnern und sehr sichtbaren Verlierern. Duisburg, das schnitt dich zumindest in den sogenannten Werkssiedlungen Huckingens oder Wanheims ab von Geschichte und Welt. Selbst der Rhein, der durchs rechtsrheinische Alt-Duisburg und eingemeindete linksrheinische Stadtteile ins Offene fließt, der Nordsee zu, konnte daran nichts ändern. Rhenus Pater will hier nur breit und träge vorbeirinnen, mehr sein als nur Großschifffahrtsweg, Arbeitstier, Lastenträger. Das städtische Leben jedenfalls war abgetrennt vom kosmopolitischen Rhein und hat die Lebensader zu lange fast ganz der in den 90ern sogar noch einmal Dioxin spuckenden Industrie überlassen. Viele Jahrzehnte nach dem Krieg lagen am Rhein, dessen Ufer hermetisch abriegelnd, die großen Werke, auch Rüstungsunternehmen von einst und von heute: Mannesmann, Demag (von 1998 bis 2001: Mannesmann-Demag-KrausMaffei-AG München), Metallhütte Berzelius, Rheinmetall, Kupferhütte, Thyssen-Krupp …
Das Rheinufer war von Fabriken besetztes Land, den Duisburgern nach Feierabend im Alltag unzugänglich. Die Alster macht Hamburg zur atmenden Stadt, die Donau Wien, selbst in Köln und Düsseldorf gibt der Rhein den Städten Luft. In Duisburg aber wird der Rhein an die Kette gelegt, mit der Ruhr abgerichtet zur Wasserstraße, zum Binnenhafen, der als der größte der Welt gilt. Ein weltoffener Platz eigentlich, doch reisen hier en gros allein die Waren, der Mensch wird vereinzelt, einfach stillgestellt in der Stadt Montan, fixiert, Gefangener der Arbeit und der Illusion, nur außerhalb der Arbeit bei sich sein zu können. Oder moderner: Gefangener der Arbeitslosigkeit und der Illusion, nur in der Arbeit wieder bei sich sein zu können.

 

Kraftwerk Duisburg-Walsum; Foto: Thorsten Bachner via Wikipedia

Etwas davon muss ich intuitiv gewusst haben oder schlichtweg gesehen, als auch mein Bruder als Schlosserlehrling in den 60ern hinter den Werkstoren der Demag AG verschwand. Eingeschlossen, enteignet wie schon der Vater:

auch nach der frühschicht
zertickt die stechuhr sorglos
meinen lieblingstraum

You are now leaving the democratic sector
Also über Bildung entkommen, lieber noch ein bisschen von der Schulbank gedrückt werden, Abi machen. Das brandneue Gymnasium, das ich ab der Quinta in Huckingen besuche, heißt Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium und ist devot den Erfindern des Schrägwalzverfahrens zur Herstellung nahtloser Röhren gewidmet, wohl in der Hoffnung auf großzügige Spenden der Mannesmann-Werke. In diesem ersten Tagesheim-Gymnasium Nordrhein-Westfalens gibt es Reformrhetorik zuhauf, wirklich gute Lehrer, aber auch einen heimlichen Lehrplan, einen der alltäglichen Beleidigung. In der Unterstufe versucht man, den in die kleine Not geborenen Arbeitergören kompensatorisch aufzuhelfen, sie mit der Milch der frommen SPD-Denkungsart aufzuziehen und zu kultivieren. Lehrer Robinson trifft Kind Freitag und die kleinen Barbaren aus Duisburg-Süd („Kumma, kumma, hömma, watt will dä Mann da?“) werden missioniert, hören auf Menschenfleisch zu essen, lassen sich das Alphabet und das Rechnen beibringen, singen im wöchentlichen Schulgottesdienst. Ich turne dazu erfolglos an Reck und Barren, zähle mir, was nötig, an den Fingern ab und erlange schließlich die Hochschulreife. Ein veredelter junger Wilder, abgerichtet für ein Wirtschaftswunderland in der Krise, das ein bisschen mehr Demokratie wagen will, aber bitte nur vor, nie hinter den Werkstoren. Vor diesen Toren nämlich könnte überall stehen: You are now leaving the democratic sector.

Grass
Als junger Germanistik-Student an der Universität-Gesamthochschule Duisburg, später Gerhard-Mercator-Universität, traf mich der Schlag, als ich bei der Lektüre der Grass‘schen „Blechtrommel“ tatsächlich auch Duisburg erwähnt fand. Weltliteratur trifft No-Name-Stadt. Der sich durch die Zeiten trommelnde Oskar kommt am Ende Duisburg, dem Ruhrgebiet immer wieder nahe. Über Oskars Lehrmeister in Düsseldorf, den Steinmetz Korneff wird gesagt:

„Er machte seine alljährliche Rheumakur, arbeitete in Duisburg vor einem Hochofen, und als er nach vierzehn Tagen ausgedörrt und ohne Furunkel zurückkam, hatte ich schon drei Steine, darunter einen für ein dreistelliges Grab, günstig verkaufen können.“
(Günter Grass: Die Blechtrommel. Roman. Luchterhand Verlag, Darmstadt und Neuwied 1974, S. 378)

Da stand es schwarz auf weiß: Es gibt Duisburg wirklich, es gibt da Menschen. Vielleicht hätte Korneff in jenen vierzehn Tagen irgendeines Nachkriegsjahres meinen Vater treffen können. Der nämlich arbeitete auch vor einem kleinen Hochofen, einem Muffelofen als Zinkzieher bei der Metallhütte Berzelius in Duisburg-Wanheim an der Ehinger Straße. Ortsfremde sprechen Wanheim manchmal wie „Wahnheim“ aus.
Wenn selbst Grass – sei‘s auch nur in wenigen Sätzen – von Duisburg, von Hochofenarbeitern erzählte, wenn sie es wert waren, von ihm zumindest am Rande zu Literatur ‚verarbeitet’ zu werden, vielleicht ist Duisburg dann doch nicht ganz von der Welt abgeschnitten, nicht nur der graue, schlaffe Arsch der Welt, vielleicht lohnt es sich doch, das Leben hier ernst zu nehmen, vielleicht sind wir hier doch der Rede wert?

Warum sollte es gerade über uns nichts zu erzählen geben? Hatte nicht auch Grass die Provinz als Geburtsort der Literatur beschworen? Konnte man von ihm nicht lernen, dass dieser Vorort Huckingen zum Beispiel, in dem ich aufwuchs, so groß oder so klein er auch ist, dass alles, was sich auf dieser Welt ereignete, auch hier hätte ereignen können, hier längst geschehen und wieder vergessen war, von hier aus gesehen und begriffen und aus dem Kopf geschlagen oder dem Hals gewürgt, übers Knie gebrochen und erzählt werden kann?

Da wäre zum Beispiel das Lebensgefühl vieler Ruhrgebietler (aller Provinzler überhaupt, auch jener in Berlin) zu beschreiben und zu überwinden: das Gefühl, immer bloß in einem Vorort einer Vorstadt ein Vorleben zu führen.

Die muss doch noch wer zur Sprache und zum Sprechen bringen: all die verlorenen Verlierer, verbrauchten Verbraucher, abseitigen Mitläufer, kleine Anarchisten und Saboteure des Alltags. Sie fehlen doch, die Nahaufnahmen von Weitsichtigen und Zukurzgekommenen, all den hochgradig verstörten Leuten, jeder in seiner eigenen „Parallelwelt“, lange bevor das Wort erfunden wurde. Hier im Ruhrgebiet hängt man an seiner Kaputtheit, falls sie einem überhaupt auffällt. Und die eigene Wehleidigkeit oder die der anderen zu überwinden und ins Ästhetische zu übersetzen, sie in gekonnte Melancholie, abgründigen Humor und Literatur zu verwandeln, das kostet Kraft, die die Kabarettisten des Ruhrgebiets mehr zu haben scheinen als die Literaten (Michael Klaus z.B. war da eine Ausnahme).

Duisburg, 2011
Einen kleinen  Hoffnungsschimmer gibt es aber: Feridun Zaimoglu, in Kiel ansässiger deutscher Schriftsteller, lässt seinen für 2011 bei Kiepenheuer & Witsch angekündigten Roman in Duisburg spielen, streift in der Stadt umher, recherchiert, spricht mit den Leuten.
Im April 2010 meinte er dazu bei einem Bühnengespräch im Mülheimer Ringlokschuppen: Duisburg, das Ruhrgebiet ergebe für ihn einen schönen Zusammenhang einzelner Bilder, mehr zunächst nicht. Eine Erzählung müsse es erst werden, daran arbeite auch er selbst. In einem seiner Texte hat er das Ruhrgebiet einmal so skizziert:

„1 Euro ist Trumpf. Hier im Ruhrpott ist das deutsche Gesellschaftsmodell der Zukunft entworfen worden, lange vor den Berlinern, die glauben, Leben sei das Pastarestaurant um die Ecke plus halbgebildete Zickenfreundin plus Plasma-TV plus Taxifahrt zur Bar mit der Kellnerin, die die Oberpartie ihrer Arschritze grünblau tätowiert hat. Schöne blöde Welt. Voller Härte, und Männer und Frauen im schönen Eifer der Rattengefechte trifft man im Pott, hier gibt es Liebe und Hass, hier macht man sich nicht fein, um auszugehen – hier gilt der Antibürger-Chic: betont naturechte hohe Kerntemperatur. Dicksein macht nix, auch die Dicken gehen mit der Mode, sie tragen Bulimie-Kleider in XXL. Die Außenbezirke bluten in die Stadtmitte, und im Zentrum bluten die Menschen aus, ein bisschen Geld reicht schon, um sich nach ganz weit vorne zu rempeln.“

Vielleicht bringt Zaimoglu endlich auch eine immer noch fast vergessene Mehrheit im kulturellen Leben der Stadt Duisburg zur Sprache, die Arbeitsimmigranten und ihre Kinder, Enkel, in der dritten, vierten Generation. Vielleicht kommt Zaimoglu von außen der Stadt und ihren Menschen so nahe, wie es von innen keiner bisher geschafft hat. Aus unseren Fehlern werden andere lernen. Wer hat das gesagt?

 


die dinge wie sie sind

 

nun besitzen uns also
die dinge

sie haben uns gekauft
und wir haben bezahlt
für sie

all die vielen dinge
sorgsam gehen sie mit uns um
solange wir jung sind

immer öfter
tagsüber
vergessen uns die dinge

nur des nachts
wenn sie nicht schlafen können
holen uns die dinge hervor

und betrachten uns
unablässig
mit zärtlichem blick

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7 Kommentare

  1. #1 | Mir sagt am 1. April 2011 um 15:05 Uhr

    Der Essay ist sehr gut, dicht, lustig, rührend, schön. Vielen Dank.

  2. #2 | Jannick sagt am 1. April 2011 um 17:51 Uhr

    Allererste Sahne. Herzlichen Dank für den Beitrag.

  3. #3 | Theo Jörgensmann sagt am 1. April 2011 um 18:15 Uhr

    Toller Artikel.

    Hat mich ganz sentimental werden lassen.
    Ja, so ähnlich verläuft auch meine Geschichte.

    „You are now leaving the democratic sector “

    Nach meiner Lehre als Chemielaborant wollte ich nie mehr als Angestellter arbeiten.
    Diese Ensicht hat mich zur Musik gebracht.
    Ein gesellschaftlicher „Überflieger“,der intuitiv das Ruhrgebiet verlassen hat, damit die Musik befreit atmen kann.

  4. #4 | Katharina sagt am 2. April 2011 um 00:51 Uhr

    Duisburger Freiheit – BV-Mitte stellt Planungen vor
    Am Donnerstag, 14. April, findet um 18 Uhr im Rathaus am Burgplatz 19 in Duisburg-Altstadt (Ratssitzungssaal/Raum 100) ein Termin zur Bürgerbeteiligung statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden in einer öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung Mitte über den Bebauungsplan 1129/Dellviertel sowie die dazugehörige Flächennutzungsplanänderung 5.52/Mitte informiert. Ziel und Zweck des Planentwurfs ist es, die ehemaligen Bahnflächen südlich des Hauptbahnhofs zu einem neuen innenstadtnahen, regional bedeutsamen und hochwertigen Stadtquartier mit einem qualitativ anspruchsvollem Angebot an Arbeitsplätzen (Büro) sowie einem Einrichtungszentrum für die Stadt Duisburg zu entwickeln. Die Besucher haben anschließend die Möglichkeit, sich zu dem Plan zu äußern.

    Der Entwurf kann vom 7. bis zum 13. April im Bezirksamt Mitte auf dem Sonnenwall 73-75 (in Zimmer 417 jeweils von 8 bis 16 Uhr), im Internet unter http://www.duisburg.de/stadtentwicklung, Rubrik „Aktuelle Bauleitplanung“, oder eine Stunde vor Beginn der Sitzung im Tagungsraum eingesehen werden.

    Beschlussvorlagen
    1 a) Bebauungsplan Nr. 1129 – Dellviertel – „Entwicklungsfläche südlich des Hauptbahnhofs“
    b) Flächennutzungsplan-Änderung Nr. 5.52 – Mitte
    – Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

    Ausgangssituation Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am 08.12.2008 zur Umsetzung der Masterplanung „Duisburger Freiheit“ den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1129 – Dellviertel – „Entwicklungsfläche südlich des Hauptbahnhofs“ (DS 08-2135) gefasst. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 1129 – Dellviertel – „Entwicklungsfläche südlich des Hauptbahnhofs“ wird begrenzt durch die Koloniestraße im Norden, durch die westliche Grenze der Bahnanlagen im Osten, den Sternbuschweg im Süden und durch die westliche Grenze der Trasse der A 59.

    Ein Übersichtsplan aus dem der Bereich des Bebauungsplanes ersichtlich wird, ist der Vorlage beigefügt. Die derzeitigen Nutzungen sind im Wesentlichen die Brachflächen des ehemaligen Güterbahnhofs und die Trasse der A 59 mit ihren Anschlussstellen im Bereich des Anschlusses Zentrum (Kolonie- und Mercatorstraße) sowie im Bereich des Anschlusses Hochfeld (Düsseldorfer Straße). An der Anschlussstelle Zentrum befindet sich an der Koloniestraße ein Bürogebäude, an der Mercatorstraße besteht eine Tankstelle und ein Bürogebäude.
    Ziel des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 1129 – Dellviertel – ist es, für den Bereich südlich der Koloniestraße bis zur Düsseldorfer Straße die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung der ehemaligen Flächen des Güterbahnhofs zu einem exponierten Büro- und Dienstleistungsstandort mit ergänzenden Komplementärnutzungen zu schaffen. Der Bereich südlich der Koloniestraße soll dabei im nördlichen Teil als Büro- und Dienstleistungsstandort entwickelt werden.
    Zur Vermeidung einer monotonen Nutzungsstruktur sind hier Komplementärnutzungen wie Hotel, Gastronomie und kulturelle Einrichtungen zu integrieren. Seite 3 Drucksache-Nr. 11-0547 Datum 30.03.2011 Der Bereich bis zur Düsseldorfer Straße bietet das Potenzial für die Ansiedlung gewerblicher Nutzungen. Die Ansiedlung eines Möbeleinrichtungszentrums einschließlich der Logistik ist geplant. Investor der Planungsmaßnahme ist die Fa. Krieger, der das Möbeleinrichtungszentrum, die Dienstleistungsnutzungen und das städtebauliche Grundkonzept umsetzen will. Das städtebauliche Konzept für den Bebauungsplan wurde aus dem Masterplan „Duisburger Freiheit“ weiter entwickelt.

    Der Investor hat das Planungsbüro ASS Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung mit der Erarbeitung des Bebauungsplanes beauftragt. Dieses Büro führt das Verfahren in enger Abstimmung mit der Stadt Duisburg durch. Weitere Verfahrensschritte Von der Bezirksvertretung Mitte wird die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung gem. § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) und zugleich die Unterrichtung der Einwohnerinnen und Einwohner gem. § 23 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) durchgeführt. Im Rahmen einer öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung werden die Ziele und Inhalte des beigefügten städtebaulichen Entwurfes erläutert. Die Öffentlichkeit erhält anschließend Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung.
    Die während der frühzeitigen Beteiligung vorgebrachten Äußerungen werden nach Prüfung und Auswertung der Bezirksvertretung Mitte, dem Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr, dem Umweltausschuss sowie dem Rat der Stadt zur Beschlussfassung über die öffentliche Auslegung vorgelegt. ⇒ Hinweis Im Flächennutzungsplan der Stadt Duisburg ist der Bereich im Wesentlichen als „Flächen für Bahnanlagen und Verkehrsflächen“ dargestellt.

    Entsprechend der aktualisierten städtebaulichen Zielsetzung des Bebauungsplanes Nr. 1129 erfolgt die Änderung des wirksamen Flächennutzungsplanes der Stadt Duisburg für diesen Bereich gem. § 8 Abs. 3 BauGB im Parallelverfahren Flächennutzungsplan-Änderung Nr. 5.52 – Mitte. Ein Übersichtsplan, aus dem der Bereich der Flächennutzungsplan-Änderung ersichtlich ist, für den der Rat der Stadt den Aufstellungsbeschluss noch fassen muss, ist der Vorlage beigefügt. Anlagen Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 1129 Geltungsbereich der Flächennutzungsplan-Änderung Nr. 5.52 Städtebaulicher Entwurf und Begründung zum Bebauungsplan Nr. 1129 – Dellviertel – „Entwicklungsfläche südlich des Hauptbahnhofs“

    Städtebauliches Konzept „Duisburger Freiheit“
    Städtebauliche Struktur Die Stadt Duisburg verfügt mit dem ehemaligen Güterbahnhof über einen rund 40 ha großen Entwicklungsbereich mit bester Lage mitten in der Innenstadt. Die Position direkt am Hauptbahnhof und der Autobahn stellt eine hervorragende Erschließungsgrundlage dar, die jedoch auch Immissionsprobleme mit sich bringt. Die homogene Nutzung als Bahnanlage wirkte in der Vergangenheit als Barriere und verhinderte die Verknüpfung der Stadtteile Duissern, Neudorf und Dellviertel.
    Der Mai 2009 vorgelegte Masterplan des Büros Foster + Partners hatte, in Ergänzung zum Masterplan Innenstadt aus dem Jahr 2007, als Hauptaufgabe die Integration in das Stadtgefüge zu leisten und hat dafür das Bild „Rückeroberung des Lebensraums Stadt“ geprägt. Leitidee ist ein grünes Rückgrat durch eine zentrale, das Gebiet von Nord nach Süd durchlaufende Grünstruktur. Diese neu geschaffene „innere“ Qualität bildet die Grundlage für eine hochwertige Nutzungsstruktur, da dadurch die ungünstigen äußeren Einflüsse (Lärm, Luftbelastung) der umgebenden Verkehrsbänder eine Kompensation erfahren und ein neues attraktives Umfeld entsteht. Diese Grundidee ist als Basis in den aktuellen städtebaulichen Entwurf übernommen.
    Neben der Steigerung der Aufenthaltsqualität für die zukünftigen Nutzer gelingt es aber auch, die Vernetzung der umliegenden Stadtquartiere zu stärken. Diese Vernetzungen erfolgen durch die Straßenverbindungen Kolonie-/Mercatorstraße sowie die Fußwegeverbindungen an den Bahnhofsvorplatz, die Koloniestraße, die Mercatorstraße, die Karl-Lehr-Straße und an den Sternbuschweg. Durch den Rückbau einiger Tunnelstrecken und den Neubau von Brücken werden diese Anbindungen insbesondere für Fußgänger/Radfahrer wesentlich attraktiver. Die zentrale Grünachse ist wichtiges Bindeglied der Konzeption „Grüner Ring“ und der Verbindung zwischen Innenstadt und dem Rhein sowie des Sportparks.
    Der inneren Grünfläche stehen zwei äußere Baugebiete zur Seite, die die notwendigen städtebaulichen Abgrenzungen durch definierte Baufluchten zu den Verkehrsbändern darstellen und sich gleichzeitig nach innen zum Park hin öffnen können. Das Möbelzentrum nimmt die Raumkanten der Bauquartiere auf. Es bildet zusammen mit der Dienstleistungsbebauung das neue Eingangstor der Stadt und prägt ein Symbol des Image- und Strukturwandels. Das gewählte Erschließungskonzept beruht auf den Vorgaben der Planfeststellung zur Autobahn A 59 und den feststehenden Verknüpfungsmöglichkeiten Koloniestraße und Düsseldorfer Straße.
    Es orientiert sich an der Grundstruktur des „freien“ Innenraums und erstreckt sich daher parallel zu den Baugebieten. Ziel der Erschließung ist es, die Freiraumqualität so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und zur positiven Adressenbildung der neuen Bauflächen beizutragen.
    Zentraler Grünbereich
    Die Verschiebung und Konzentration der Baufelder an die Ränder des Gebiets, die dort auch den Lärmschutz bilden, schafft einen Innenbereich, der als Parkanlage eine grüne Oase in der Innenstadt bildet. Bestandteil des Parks ist eine Wasserfläche, die neben der gestalterischen Aufwertung und stadtklimatischen Verbesserung auch die wesentliche Funktion im Regenwassermanagement aufnehmen soll. Der Park wird innerhalb der Quartiere in Abhängigkeit mit den Nutzungsinhalten einen jeweils differenzierten Charakter haben. Eingeleitet wird er durch städtische Platzflächen im Bereich des Bahnhofs (außerhalb des Bebauungsplans).
    Die Überbrückung der Koloniestraße für die Geh-/Radwegachse mittels einer architektonisch anspruchsvollen Brücke bildet den Auftakt in den inneren Park. Im mittleren Quartier entsteht als Freiraum für umgebende Bürostrukturen ein „Centralpark“ mit starker Wasserachse, der auch ein Anziehungspunkt für die angrenzenden Stadtteile Hochfeld und Dellviertel werden soll. Die Wasserachse ist der Wasserspeicher des Regenwassermanagements mit einer strengen, geradlinigen architektonischen Kante und Promenade sowie einem freien Ufer mit Ufersaum (durch die wechselnden Wasserstände von ca. 0,5 m) und Strauch- bzw. Gehölzstreifen. Den südlichen Abschluss bildet die in den Park eingebettete, begrünte Stellplatzanlage für das Möbelzentrum.
    Der Stellplatz wird intensiv mit Bäumen bepflanzt und mit Grünstreifen gegliedert. Die Rad-/Fußwegachse läuft in einem schmalen, durch Baumreihen eingefasstes Grünband und weitet sich dann im Süden zu einem weitläufigen Park mit einem See für die Regenwasserspeicherung der Dachflächenwässer des Möbelzentrums auf. Attraktive Wegeverbindungen verknüpfen den Park unter der A 59 hindurch mit dem Grünzug zum Rhein über die Düsseldorfer Straße und durch einen Tunnel zum Sternbuschweg sowie weiter in Richtung Wedau. Die Karl-Lehr-Straße wird im Bereich zwischen der grünen Achse mit der Wegeverbindung und der Autobahn A 59 weit geöffnet. Hier ist auch eine Rampe für Fußgänger und Radfahrer zur Verknüpfung vorgesehen.
    Der Parkbereich bietet auch den Raum für die Unterbringung eines Erinnerungsorts an die Opfer der Loveparade. 4.3 Baustruktur Das Entwicklungsgebiet wird in seiner Nutzungsstruktur und von seiner städtebaulichen Qualität als Teil der Innenstadt definiert. Dieses prägt auch die bauliche Ausformung und die Dichte, die hier zu erreichen ist. Im Sinne eines innerstädtischen Kerngebiets ist von höherer Ausnutzung in der Überbauung und der Gebäudehöhe innerhalb der Baugebiete auszugehen, denen die großzügige Freiraumqualität des Parks gegenüber steht. Stadträumliche Wirkung sowie Lärmschutz zu Bahn und Autobahn lassen sich ebenfalls nur durch Verdichtung und Höhe der Baukörper erreichen. Die Baustruktur bildet entlang der Autobahn mit 6 Geschossen einen geschlossenen Rücken auch als Lärmschutz.
    Angrenzend an die Anschlussstelle steigt die Bebauung für ein markantes Einzelgebäude bis auf eine Höhe von ca. 12 bis 16 Geschossen. Zum Park wird das Baufeld durch 5-geschossige Punkthäuser ergänzt. Der im Süden vorgesehene Möbelmitnahmemarkt nimmt die Bauflucht auf und entspricht mit ca. 15 bis 17 m Höhe den 6-geschossigen Bauten. Die Baustruktur des östlichen Baugebiets ist ähnlich aufgebaut, der höhere Rücken zur Bahn weist 5 Geschosse auf. Hier ist die niedrigere punktförmige Parkrandbebauung an der Wasserachse 4 Geschosse hoch. Das angrenzende Lager hat eine Höhe von 15 m, das Einrichtungszentrum erreicht ca. 20 m.
    Die Dichte innerhalb der Büro- und Dienstleistungsgebiete wird bei innenstadttypischen Werten für die Grundflächenzahl (GRZ) von 0,8 und der Geschossflächenzahl (GFZ) von ca. 2,5 liegen. Durch den hohen Freiflächenanteil im Park wird sich jedoch der durchschnittliche Ausnutzungsgrad im gesamten Entwicklungsbereich deutlich reduzieren und unter den Vergleichswerten anderer Innenstadtquartiere liegen. Die bereits beschriebene Struktur der höheren und dichteren Bauten an den RänSeite 7 dern und des inneren Freiraums hat erhebliche Vorteile für die Stadtökologie. Das langgestreckte grüne Band in Nord-Süd-Richtung kann als Wind- und Kaltluftzone in Ergänzung der südlichen Grünbereiche bis zur Innenstadt wirken. Die Bauzeilen wirken als Lärm- und Luftschadstoffpuffer zwischen den Quellen Autobahn und Bahnstrecke für den Park aber auch als jeweilige Abschirmung für die angrenzenden Wohnquartiere in Hochfeld und im Dellviertel, die so nicht mehr von beiden Lärmquellen belastet werden.
    Durch die Höhenstaffelung der Baukörper, hoch zur Autobahn, niedriger zum Park, wird die Besonnung des Parks verbessert und die Belüftung der Baublöcke so gestaltet, dass kaum belastete Luft von der Autobahn in die Innenhöfe einströmt. Innerhalb der Baugebiete des Bebauungsplans werden (ohne den Bereich am Bahnhof) folgende Nutzungsgrößen vorgesehen: 1.) Büro- und Dienstleistungsbereich östlich ca. 58.500 m² BGF 2.) Büro- und Dienstleistungsbereich westlich ca. 36.000 m² BGF 3.) Möbeleinrichtungszentrum ca. 80.000 m² BGF 4.) Bestandsumbau Koloniestraße ca. 29.000 m² BGF 5.) Baufeld Düsseldorfer Straße ca. 6.900 m² BGF Nach bisherigem Kenntnisstand werden diese Flächen durch ca. 56.000 m² BGF im Quartier am Bahnhof (Bebauungsplan 1009 C) ergänzt.

    Erschließungskonzept
    Die Erschließungsplanung steht in engem Zusammenhang mit dem städtebaulichen Gefüge und den besonderen Funktionen der Erschließungsstraßen als markante öffentliche Räume. 5.1 Äußere Erschließung Die Bebauung der „Duisburger Freiheit“ ist an mehreren Punkten an das übergeordnete und überregionale Straßennetz angeschlossen: Über die Koloniestraße und den Bereich der neuen Anschlussstelle Duisburg-Zentrum wird sie an das städtische Straßennetz und die A59 angebunden.
    Im Süden grenzt das Plangebiet an die Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld an. An dieser Stelle ist eine direkte Anbindung an die A59 in/aus Fahrtrichtung Norden und eine Anbindung an die Düsseldorfer Straße vorgesehen. 5.2 Innere Erschließung Im Innern erfolgt die Erschließung über eine Erschließungsachse von der Koloniestraße bis zum Kreisverkehr an der Anschlussstelle Hochfeld im Süden.
    Diese zentrale Achse wird ergänzt durch einen westlichen Einhang zur Erschließung des Möbelmitnahmemarkts und des Büro-/Dienstleistungsquartiers. Diese Verkehrsflächen sollen teilweise privat werden und grenzen direkt an den Anbaubeschränkungsstreifen der Autobahn. Ähnlich ist die Erschließung auf der östlichen Seite aufgebaut. Eine private Umfahrung des Möbelhauses für Anlieferung und Feuerwehr wird ergänzt durch die Erschließung der Büro- und Dienstleistungsbereiche. Diese wird über Brücken zurück auf die Haupterschließung geführt. Eine Verbindung östlich über eine vorhandene Brücke über die Koloniestraße ist beabsichtigt. Deren Notwendigkeit ist abhängig von der Entwicklung am Hauptbahnhof. Die innere Erschließung kann durch private—–Ende?
    Quelle: Bürgerzeitung Duisburg :-X Katharina

  5. #5 | Stefan sagt am 2. April 2011 um 10:01 Uhr

    Toller Artikel! Lassen wir uns doch überraschen, wie das mit der Duisburger Freiheit bzw. mit der Erweiterung des Rheinparks wenn ArcelorMittal tatsächlich irgendwann weg ist.

    Nebenbei noch zur Loveparade-Sache: ich glaube nicht, dass dies unbedingt nur singulär in Duisburg hätte passieren können. Ich denke, jeder andere Politikdarsteller aka Oberbürgermeister einer um besseres Image flehenden Ruhrgebietsstadt (also eigentlich alle) wären mit dem Teufel ins Bett gestiegen, um so eine Veranstaltung im Kulturhauptstadtjahr in Ihrer Stadt durchzuführen. Und gerade unter dem öffentlichen Druck eines Image-Verlustes durch eine Absage hat man eben so einiges in Kauf genommen. Da hätte nicht nur Adi Sauerland so einiges übersehen. Welche unrühmliche Rolle er in der „Aufklärung“ der Sache genommen hat, ist natürlich noch eine andere Geschichte. Wie er nachts schlafen kann, ist mir ein Rätsel.

  6. #6 | Katharina sagt am 3. April 2011 um 08:37 Uhr

    Hallo Stefan,

    erinnere nur an Bochum, wo eine Frau den Mut hatte, NEIN zu sagen.

    Oberhausen hat natürlich gezeigt, daß es überall möglich ist, besonders junge, unerfahrene Menschen um des Geldes und Ruhmes willen in die Enge und Panik zu treiben.

    Die Macher müßten es besser wissen und mehr Verantwortung zeigen.

  7. #7 | Nicht verteufeln, nicht bejubeln… | Ruhrbarone sagt am 4. April 2011 um 17:20 Uhr

    […] Antwort auf Gerd Herholz’ Beitrag zu Duisburg. Von unserem Gastautor Werner […]

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