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Eine Dembélé-Verpflichtung der Bayern wäre ein Schlag ins Gesicht aller Fußballromantiker

Ousmane Dembele noch im BVB-Trikot. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Seine vollmundigen Sprüche von Anfang des Jahres (‚Wenn Sie wüssten wen wir zur neuen Saison alles schon sicher haben…‘) könnten Bayern-Präsident Uli Hoeneß womöglich noch teuer zu stehen kommen.

Nachdem die bisherigen Neuverpflichtungen des Deutschen Rekordmeisters von der Isar bisher noch weit hinter der schon offiziellen Transferoffensive von Konkurrent Borussia Dortmund zurückbleibt, scheint man in München so langsam ein wenig in Panik zu geraten.

Die kolportierten Namen der angedachten Neuzugänge werden dort jedenfalls immer bizarrer. Neuestes Beispiel: Ousmane Dembélé, der sich vor knapp zwei Jahren auf sehr unrühmliche Art und Weise von Dortmund aus zum FC Barcelona gestreikt hatte, sich dadurch den Unmut von ganz Fußballdeutschland zugezogen hatte.

Nach dem Abschied von Arjen Robben und Franck Ribery umwirbt der FC Bayern für die Offensive dezeit offenbar weiter den ehemaligen Schalker Leroy Sane von Manchester City. Die Verhandlungen laufen jedoch offenbar nicht so wie gewünscht. Sollte der Deal platzen, wäre Dembélé offenbar eine Alternative an der Isar. Dies berichten heute übereinstimmend etliche Medien.

Ist der Druck auf Hoeneß jetzt tatsächlich schon so groß, oder das Gedächtnis der Bayern so kurz, dass der durch sein unmögliches Verhalten in Dortmund so unrühmlich in Erinnerung gebliebene Dembélé eine tatsächliche Alternative sein kann?

Noch ist das alles nur Spekulation, doch wäre es eine Ohrfeige für alle gut erzogenen, bescheidenen jungen Fußballer und alle Fußballromantiker, wenn das fast ausnahmslos von allen Seiten kritisierte Verhalten des ehemaligen Schwarzgelben mit einem lukrativen Langzeitvertrag bei den Bayern belohnt werden würde. Insbesondere nachdem er in Barcelona, seinem angeblichen Traumverein, nicht wie gewünscht angekommen ist, so dass sich die Spanier offenbar schon nach knapp zwei Jahren vorstellen können sich von dem ‚Wunderkind‘ zu trennen.

Als Fußballromantiker würde man sich in solchen Fällen ja wünschen, dass die Bundesliga in diesen Fragen eine geschlossene Einheit bilden und Aktiven mit solchen Persönlichkeiten keine Bühne mehr bieten würde. Aber das ist wohl nicht mehr zeitgemäß in diesen Tagen.

Schon gar nicht, wenn die Bayern sich durch vollmundige Ankündigungen und eine Dortmunder Transferoffensive massiv unter Handlungsdruck gesetzt fühlen müssen.

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10 Kommentare zu “Eine Dembélé-Verpflichtung der Bayern wäre ein Schlag ins Gesicht aller Fußballromantiker

  • #1
    Robert Müser

    Ich finde es gut, dieser Spieler passt perfekt zu diesem Verein!

    Viele andere Vereine würden sicherlich ein wenig Unruhe und Chaos in dieser Mannschaft begrüßen, denn dann besteht wirklich mal die Chance auf eine spannende Meisterschaft.

    Daher den Spieler kaufen und mal zeigen, ob die aktuellen Bosse mit ihm fertig werden – könnte spannend werden!

    😉 😉 😉

    By the way:
    Man schon selber sehr romantisch im Fußball unterwegs sein, um noch bei diesem Verein Romantik zu verorten, hat die noch nie interessiert.

  • #2
    Thommy

    Was ist eigentlich ein " Fussballromantker" ?

    Ich denke mal,ein Fussballromantiker ist jemand, der gerne Fussball spielt und dafür am Ende des Jahres so um die zehn Millionen Euro verdient hat.

    Also, könnte ich ganz gut kicken und wäre auch noch jünger , fände ich diese Vorstellung – wie wohl auch jeder zweite Junge nebst Familienanhang im Ruhrgebiet-ausgesprochen " romantisch"😏

    Insofern ist Monsieur Dembele geradezu der Prototyp eines Fussballromantikers 😂

    Noch fussballroma tischer ist dann eigentlich nur noch BVB-Boss Watzke. Der konnte noch nicht einmal besonders kicken und verdient mit Fussball auch Millionen -und ist es nicht auch wenigsten ein bischen romantisch, für einen jungen französischen Fussballprofi 15 Mio zu bezahlen und zwei Jahre später 125 Mio Euro zu kassieren und dann noch so zu tun, als ob man beleidgt ist, weil der Spieler woanders hinziehen wollte, Wie romantisch der Fussballsport doch ist 🤣

  • #3
    thomas weigle

    Mir ist das ziemlich egal, wo der Dembele erst mal das Sommerloch füllt. Aber als Fußballromantiker, war ich ziemlich fassungslos als ein gewisser Verein, ich nenne keinen Namen, an die Börse ging. Dass fast überall die traditionsreichen Stadionnamen für schnöden Mammon verschwanden, war und ist auch kein freudiges Ereignis für Fußballromantiker wie ich einer bin.

  • #4
    Henk

    Es tut mir ehrlich Leid für alle redlichen BVB-Fans, aber der Verein, dessen Fans als einzige jemals in gegenerischen Stadion gesungen haben "Wenn wir wollen, kaufen wir euch auf!" und der die Kommerzspirale so hoch gedreht hat, wie kein anderer in Deutschland, sollte vielleicht nicht all zu sehr auf Romantik und Solidarität bauen. Wie irgendein Spieler mit der Aktiengesellschaft aus Dortmund verfährt, ist mir relativ wurscht. Ob die Bayern ihn verpflichten, auch.

  • #5
    Klaus Lohmann

    @#3 thomas weigle: Einfach mal bei Gelegenheit in Dortmund nach dem "Signal Iduna Park" fragen und ratlos-verdutzte Gesichter begucken;-)) "Ach, Westfalenstadion meinen Sie?" kommt dann erst viel später.

  • #6
    Henk

    @Klaus Lohmann: Diese Erfahrung habe ich noch nie gemacht, obwohl ich hier in Dortmund immer korrekt vom Signal-Iduna-Park spreche.

  • #7
    Klaus Lohmann

    @Henk: Für Schwatzgelbe ist immer noch "Westfalenstadion" korrekt, eine Umbenennung fand alternativfaktisch nie statt;-)

  • #8
    Yilmaz

    Dembele bei Bayern ? Dann wird Dortmund endlich wieder Deutscher Meister !

    🙂

  • #9
  • #10
    Holgaaaa

    Wo hat denn der BVB wirkliche Topspieler verpflichtet? Bei Spielern wie Brand, Schulz, Hazard, usw. handelt es sich sicherlich um gute bis sehr gute Bundesligaspieler aber mehr auch nicht. Internationale Klasse haben die noch lange nicht. Der einzige BVB-Neuzugang mit nachgewiesener internationaler Klasse ist der Mats Hummels (Glückwunsch nochmal zu diesem Top-Trasfer). Ausserdem ist das Transferfenster ja noch eine ganze Weile offen. Die Roten aus München werden da sicherlich noch was machen. Spieler der Kategorie Hazard oder Schulz helfen denen aber nicht weiter und deshalb bewegt man sich hier in ganz anderen Preisdimensionen

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